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Somebody to love

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 Slash
Azumane Asahi Ennoshita Chikara Nishinoya Yuu Sawamura Daichi Sugawara Koushi Tanaka Ryuunosuke
06.07.2020
23.11.2020
17
71.009
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
31.08.2020 4.787
 
Einen wunderschönen guten Abend ^^
Ich muss mich entschuldigen, ich hab letzten Montag irgendwie voll verpeilt, ein Kapitel zu posten ^^'
Trotzdem vielen, herzlichen Dank für all die Kommentare, die ich in der Zeit bekommen habe - ich habe mich sehr gefreut :3

Viel Spaß also beim lesen <3


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Kapitel 7:
Krankenhaus

„Noya! Heilige Scheiße! Was ist los?!“, platzte es aus Ryuunosuke heraus.
„Hey Ryuu“, Yuu lachte verlegen.
„Deine Mutter ruft mich an, voll panisch; Asahi hatte ihr geschrieben, du wärst im Krankenhaus und fragt mich dann ob ich was wüsste“, setzte Ryuunosuke an, „Ich hab aber Plan von gar nichts. Also was zum Geier geht bei dir?“
„Okay, zu aller erst: beruhige dich. Von zu lautem Geschrei dröhnt nur mein Kopf“, seufzte Yuu an, „Es gab n Unfall beim Training. Ich war abgelenkt. Ich war sauer, grummelig und mit den Gedanken wo anders. Ich hab zu spät gesehen, das der Ball unsauber angenommen wurde, hab ihn ins Gesicht bekommen und konnte mich nicht mehr auf den Füßen halten. Bin dann mit dem Hinterkopf gegen den Pfosten geknallt.“ – er räusperte sich – „Es ist nichts gebrochen, ich hab ne Gehirnerschütterung und Kopfschmerzen. Morgen wird geguckt, wie lange ich noch im Krankenhaus bleiben muss, aber die nächsten14 Tage Sport verbot und dann darf ich auch erst wieder schonend anfangen, also kein Volleyball.“
„Bro …!“, setzte Ryuunosuke an, „Was machst du denn?“
„Frag nicht“, Yuu seufzte.
„Und was war jetzt mit Asahi?“, der Jüngere machte ein Fass auf.
„Na ja, er … war da und …!“, begann Yuu zu drucksen, „Ryuu, er hat mir das Rest Blut aus dem Gesicht gemacht und ich dachte ich zerfließe in seinen Händen! Ich … ich wollte ihn einfach nur küssend und …!“
„Wooooohaaaa! Stopp, stopp, stopp!“, unterbrach Ryuunosuke, „Blut?!“
„Ich hatte Nasenbluten“, winkte Yuu ab, „Also von Ball. Das hatte schon wieder aufgehört, als ich im Krankenhaus angekommen bin.“
„Bro …!“, der Jüngere seufzte.
„Lass mich dir ein Foto schicken“, grinste Yuu, nahm das Handy und schickte Ryuunosuke das zweite Bild, das Asahi gemacht hatte.

„Ist das Yuna?“, klang Ryuu überrascht, „Seit ihr beide süß!“
„Nicht wahr? Yuna wollte von alleine zu mir und Asahi hat auch gesagt, das wir beide zusammen total süß sind“, grinste Yuu.
„Und … ähm … du hast Asahi nicht geküsst, oder?“, fragte der Glatzköpfige vorsichtig.
„Bist du verrückt? Nein“, sprach der Ältere schnell, „Ich … ich gebe zu, ich hätte es sehr gerne, aber … ich kann das alles einfach nicht kaputt machen. Asahi hat endlich einen Alltag. Jetzt wo Yuna weniger schreit kann er wieder nähen und er hat dieses Treffen mit den anderen Müttern und Babys – Yuna hat da sogar schon Freunde gefunden. Ich kann das alles nicht durcheinander bringen.“
„Du … könntest aber trotzdem mit ihm reden“, setzte Ryuunosuke an.
„Klar, gleich nach dem du mit Chikara darüber geredet hast“, rollte Yuu mit den Augen.
„Hey! Das kannst du nicht vergleichen! Das mit dir und Asahi ist schon viel länger!“, widersprach Ryuunosuke augenblicklich.
„Du kannst die Schulzeit nicht dazu zählen, Ryuu!“, winkte Yuu ab und ließ sich zurück ins Kissen sinken, „Du, Ryuu?“ – nun war seine Stimme ruhig und Ernst.
„Hmm?“, war Ryuunosuke direkt hellhörig.
„Der Unfall heute …!“, setzte Yuu an, „Scheiße man, sag das niemandem! Nicht mal deiner Mutter! Ich kann da nur mit dir drüber reden!“
„W-was war denn mit dem Unfall?“, fragte Ryuunosuke vorsichtig.
„Da ist Shiro irgendwie dran schuld und … und irgendwo vielleicht auch Asahi“, sprach Yuu es schließlich aus.
„Asahi?!“, die Ungläubigkeit war nicht zu überhören.
„Shiro hat mich aufgezogen, morgens beim umziehen. Wie denn mein Date mit Asahi gewesen wäre“, begann Yuu zu erklären.
„Halt! Halt! Halt! Halt!“, plapperte Ryuunosuke augenblicklich dazwischen, „Du und Asahi hatten ein Date?! Und du erzählst deinem besten Freund nichts davon?!“
„Nein hatten wir nicht“, seufzte Yuu grummelig, „Das hätte ich dir ja jetzt erzählt!“ – er seufzte – „Ja, Asahi und ich sind nach den Spiel Nudelsuppe essen gewesen, bevor wir nach hause sind. Ja, wir waren in dem Restaurant, was Shiro uns empfohlen hatte – weil ich mal erzählt hatte, das Asahi am liebsten Ramen isst und ich gerne mit ihm welche Essen gehen wollen würde. Aber es war kein Date! Wir waren als Freunde da. Wir haben den Sieg meiner Mannschaft gefeiert. Das war kein Date!“
Er seufzte.

„Okay …!“, wandte Ryuunosuke einen Zwischenkommentar ein.
„Aber Shiro hat es so hingestellt, als ob es ein Date gewesen wäre. Und das vor versammelter Mannschaft! Nicht Cool!“, grummelte Yuu weiter, „Er versteht es einfach nicht! Er versteht nicht, das Asahi zwar wie ein gruseliger Riese aussehen kann, aber ein Glasherz hat! Und das Ayumi es zerbrochen hat und … und das ich Asahi nicht mit meinen Gefühlen belasten kann! Ich kann … ich darf dieses Herz nicht zerbrechen! Ich … bin doch sein Libero! Ich hab es ihm doch versprochen!“ – Tränen sammelten sich in Yuus Augen und er schluchzte leise auf – „Niemand versteht das!“
„Hey …!“, Ryuunosukes einfühlsame Stimme, „Die kennen Asahi einfach nicht so gut wie wir! Ich meine … du kannst jeden aus unserem Karasuno-Team fragen. Jeder wird dir bestätigen, dass Asahi ein Glasherz hat. Auch wenn Daichi wahrscheinlich noch dranhängt, das er ne halbe Portion ist.“ – Ryuunosuke lachte leise und auch Yuu kam nicht um ein Lächeln hinweg – „Aber die Leute, die jetzt in deiner Mannschaft sind, die kennen Asahi nicht. Die sehen nur eine große, finster guckende Kante von einem Mann! Und deswegen pfeife drauf! Ignoriere sie einfach.“
„Du weist, dass ich das nicht kann“, murmelte Yuu leise, „Ich … ich hätte Shiro vielleicht ne Backpfeife gegeben, wenn der Trainer nicht gekommen wäre.“
Es seufzte durch das Telefon.

„Man sollte meinen, du hättest aus der Sache mit dem Konrektor was gelernt“, sprach der Größere leise.
„Nicht, wenn jemand Asahi beleidigt“, protestierte Yuu, „Jedenfalls … ich war deswegen im Training immer wieder abgelenkt. Und dann … dann hat der Trainer Shiro und mich in eine Mannschaft gesteckt. Während ich immer noch sauer auf Shiro war. Ich war in Gedanken. Was ich Shiro hätte an den Kopf werden sollen und Gedanken an Asahi …! Und dann kam plötzlich der Ball.“
„Oh man“, nun seufzte auch Ryuunosuke, „Das ist echt hart. Wie lange darfst du jetzt nicht mehr aufs Feld?“
„Drei Wochen kein Volleyball“, grummelte Yuu, „Ob ich dann wieder aufs Feld darf ist noch mal ne andere Sache. Ich hoffe, der Trainer lässt mich. Drei Wochen ohne Volleyball sind einfach nur hart.“
„Hmhm“, stimmte Ryuunosuke zu, „Aber du hast jetzt drei Wochen, um die Sache mit Asahi in den Griff zu kriegen.“
„Ich glaube unter dem Aspekt sind drei Wochen viel zu kurz“, Yuu seufzte, Ryuunosuke lachte leise. „Bro, wir telefonieren morgen. Dein Hirn braucht jetzt Schlaf“, setzte Ryuunosuke schließlich an.
„Ich weiß gar nicht, ob ich jetzt schlafen kann“, Yuu seufzte.
„Na ja, du machst die Augen zu, kuschelst dich in dein Bett und überlegst dir wie schön es sein könnte, wenn du Asahi deine Gefühle gestanden hättest und er sie erwidert“, lächelte der Jüngere, „Ich finde, das ist ne gute Grundidee für einen schönen Traum.“
„Du bist blöd!“, trotzdem lachte Yuu leise.
„Mag sein, du dann aber auch“, Ryuunosuke grinste.
„Hey, ich hab n verdammt guten Uni Abschluss. So blöd kann ich gar nicht sein“, setzte Yuu an.
„Oh, richtig! Deswegen werden Kinder nach dir benannt!“, lachte der Kahlgeschorene.
„Es wurden schon Kinder nach mir benannt“, grummelte Yuu, „Eins zumindest.“
„Natüüüüürlich“, rollte Ryuunosuke mit den Augen.
„Nein, wirklich“, widersprach Yuu.
„Wer?“
„Yuna.“

Stille.

„Reden wir gerade von Asahis Tochter Yuna?“, fragte Ryuunosuke vorsichtig nach.
„Ja, das tun wir“, antwortete Yuu, „Asahi hat ihren Namen ausgesucht und nach mir benannt.“
Das Drama um Ayumi verschwieg er lieber.
„Bro, das hast du nie erzählt!“, kam es fast heiser und auch fassungslos von Ryuunosuke.
„Ich weiß es selber noch nicht so lange“, antwortete Yuu leise.
„Weist du noch, wo ich dir damals gesagt habe, das ich glaube, das Asahi auf dich steht?“, setzte Ryuunosuke an, „Ich glaube, ich muss mich da jetzt wieder hinstellen.“
„Du bist verrückt“, Yuu protestierte.
„Ich? Er ist auf deinen Vorschlag mit dir nach Tokyo in eine Wohnung gezogen. Er hat seine Tochter nach dir benannt, er gibt zu auf Männer zu stehen, er kommt zu deinem Spiel, er …!“, kam Ryuunosuke in Fahrt, doch Yuu bremste ihn.

„Stopp!“, setzte der Kleinere an, „Ja, er hat seine Tochter nach mir benannt. Aber das könntest du als mein bester Freud auch mit deinem Kind tun. Ich habe ihm mit Tokyo aus einer misslichen Lage geholfen – das hättest du wahrscheinlich auch angenommen. Und das mit dem Spiel … wenn dich jemand zu meinem Spiel einlädt und dir VIP Karten zukommen lässt, wärst du auch gekommen – und ich wäre höchst beleidigt, wenn nicht! Asahi kann auch in einen ganz Anderen verliebt sein.“ – er seufzte – „Ich möchte es noch mehr als du, Ryuu. Aber sich falsche Hoffnungen bei Asahi zu machen, macht es für mich nur schwerer.“
Ryuunosuke antwortete nicht.
„Ich werde jetzt auflegen und versuchen zu schlafen, ja?“, setzte Yuu schließlich an.
„Okay“, Ryuunosuke seufzte, „Gute Nacht, Noya.“
„Nacht, Ryuu“, Yuu lächelte, dann legten sie auf.
Seufzend schoss Yuu sein Handy ans Ladekabel, kuschelte sich ins Bett und schlief schnell ein.



Die Krankenschwester weckte Yuu mit dem Frühstück und Yuu hielt sie direkt auf, bevor sie gehen konnte – er musste auf die Toilette.
Die Schwester nickte und entschuldigte sich, ehe sie eine andere Schwester rief, die Yuu half.
Er war nicht wackelig auf den Beinen und fühlte sich gut. Yuu schaffte es alleine auf Toilette und wurde nur auf dem Rückweg zum Bett von der Schwester begleitet. Anschließen kroch er ins Bett und begann zu frühstücken.

Der Arzt besuchte und untersuchte ihn, die Schwester entfernte die Nadel aus dem Arm und den Tropf. Danach lag Yuu gelangweilt im Bett. Von der Nutzung des Handy, Fernsehers oder anderen elektrischen Geräten hatte der Arzt abgeraten und so schwelgte Yuu in Langeweile.

Bis sein Handy den Empfang einer E-Mail quittierte und Yuu nicht nicht nachsehen konnte.
Grinsend schrieb er Asahi eine Nachricht.
>> Unsere Lehnen für das Wohnzimmer kommen Morgen Vormittag an :D <<
Danach legte sich ein leichter Rotschimmer auf seine Wangen, als er die Nachricht nochmals las. Er hatte „unsere“ geschrieben.
Aber es las sich so gut.
Asahi antwortete nicht. Aber es wunderte Yuu kaum – immerhin waren Asahi und Yuna auf dem Babytreffen.

Gegen kurz vor 12 kam dann schließlich Asahis Antwort.
>> Da werde ich zuhause sein :)
Bin gespannt, die das Wohnzimmer aussehen wird ^^ <<
Ein Grinsen legte sich auf Yuus Lippen, ehe eine weitere Nachricht von Asahi eintraf.
>> Weist du schon, wann/ ob du entlassen wirst? <<
Natürlich hatte er vollkommen vergessen zu fragen und der Arzt hatte auch nichts gesagt.
Also musste Yuu resigniert antworten.
>> Ich frag gleich mal ^^‘ <<
Dann war wieder stille.
Doch nicht lange, denn dann wurde das Mittagessen gebracht.


Nach dem Mittagessen klingelte Yuu um zu fragen, wann er entlassen wurde und der Arzt versicherte ihm, er würde Morgen Mittag entlassen werden, wenn keine Vorkommnisse auftreten würden.
Anschließend schrieb er die Info Asahi und Asahi versicherte Yuu, zum Krankenhaus zu kommen, sobald die Lehnen geliefert waren.
Und irgendwann war Yuu eingedöst.


Baby quietschen weckte Yuu und als er die Augen öffnete sah er Asahi und Yuna, die gerade zur Tür hinein kamen.
„Hast du geschlafen? Entschuldige. Yuna ist noch ganz aufgedreht von heute Morgen“, Asahi lächelte entschuldigend.
„Kein Problem“, Yuu lächelte zurück und streckte sich, „Jetzt seid ihr ja da.“
Asahi setzte sich wie am Tag zuvor auf den Stuhl.
„Du siehst schon viel besser aus als gestern“, Asahi lächelte.
„Mir geht‘s auch besser. Mein Schädel brummt nicht mehr, ich kann alleine gerade aus laufen. Ich hab noch ne Schmerztablette Intus; aber mir geht es gut“, Yuu grinste.
„Das … freut mich“, setzte Asahi an, „Ich hab dir was mitgebracht.“
Er holte die kleine Kühltasche aus seinem Rucksack.
„Gari-Gari Kun!“, Yuus Augen leuchteten beim Anblick seines Lieblingseis, „Asahi, du bist der Beste!“
Asahi strahlte zurück und übergab Yuu das Eis.

Sie redeten den ganzen Nachmittag über alles Mögliche.
Asahi erzählte von seinem heutigem Treffen, Yuu warf ein paar Fragen ein. Dann erzählte Yuu von seinem Tag und schließlich arteten sie in großen Gesprächen aus.
Bis es schließlich an der Tür klopfte und der Arzt zur Visite das Zimmer betrat.
Asahi durfte im Zimmer bleiben und der Arzt brachte positive Neuigkeiten; Yuu erholte sich gut, auch wenn er sich weiterhin schonen musste. Doch einer Entlassung am nächsten Tag würde kaum etwas im Weg stehen.

Als Asahi am Abend gegangen war, fühlte Yuu sich einsam. Sie hatten so eine schöne Zeit gehabt; Lachen hatte den Raum gefüllt – oder Asahis Stimme.
Jetzt war es still.
Kurz überlegte er Ryuunosuke anzurufen, doch der würde jetzt arbeiten und so viel hatte er dann auch nichts zu erzählen. Immerhin ging er stark davon aus, das Ryuunosuke einen Tag mit Asahi nicht all zu aufregend fand.
>> Werde morgen höchstwahrscheinlich aus dem Krankenhaus entlassen :) <<
Schrieb er schließlich die gleiche Nachricht an Ryuunosuke und seine Mutter.
Ryuunosuke schickte einen Daumen hoch-Smiley zur Antwort, Yuus Mutter rief an.

Nach einem ausführlichem, aber ruhigem Gespräch mit seiner Mutter war Yuu eingeschlafen.
Er hatte erzählt, das er morgen entlassen werden würde und das Asahi und Yuna ihn immer besucht hatten. Von seinem Sportverbot und allen weiteren Auflagen des Arztes.
Seine Mutter hatte geseufzt, wollte zu Besuch kommen. Doch Yuu konnte sie beruhigen – er sollte jetzt keinen Trubel um sich herum haben.
Trotzdem konnte er seiner Mutter nicht ausreden „Bald vorbei zu kommen“.



Schließlich war es Mittwoch Vormittag, das Frühstück war abgeräumt, der Arzt hatte Yuu Untersucht und es musste nur noch der Papierkram erledigt werden, ehe er gehen konnte, als es an Yuus Zimmertüre klopfte.
Asahi trat ein, Yuna wie immer im Babygeschirr vor seinen Bauch geschnallt. Nur dieses Mal schlief sie.
„Die Lehnen sind da und aufgebaut“, Asahi lächelte, „Sie sehen gut aus.“
Yuu grinste.
Asahi nahm Yuus Sporttasche mit den Wechselklamotten – die Andere hatte er längst abgeholt.
Yuu wollte protestieren; er konnte seine Sachen selber tragen. Doch Asahi sagte ihm das er sich schonen musste und bei Asahis Blick wagte Yuu es nicht, Protest einzulegen.
Schließlich verließen sie das Krankenhaus und nahmen die nächste U-Bahn nach hause.


Zuhause angekommen war Yuu von den Lehnen begeistert. Er setzte such auf sein Stammkissen und lehnte sich zurück an das Polster.
„Super bequem“, grinste er, „War eine gute Investition.“
Asahi lächelte. Er hatte Yuus Tasche im Flur stehen lassen und entschuldigte sich kurz um Yuna in ihr Bett zu legen.

Mit Babyfon kam Asahi zurück und setzte sich auf sein Kissen.
„Weist du schon, was du essen möchtest?“, fragte Asahi freundlich, doch Yuu schüttelte leicht den Kopf.
„Ich hab noch gar nicht richtig hunger. Ich glaube heute Abend reicht mir eine Schüssel Reis und ein bisschen Miso Suppe.“
Asahi nickte.
„Hast du morgen irgendwas vor?“, fragte Yuu vorsichtig.
„Nichts außer Einkaufen“, sprach Asahi und faltete die Hände auf dem Tisch, „Wolltest du was machen?“
„Ich darf ja im Prinzip nichts machen“, zuckte der Kleinere mit den Schultern, „Ich wollte dir nur nicht zur Last fallen.“
„Zur Last …?!“, Asahi sah nahezu geschockt aus, „Nishinoya, du bist so ziemlich der Letzte, der mir zur Last fallen würde! Viel mehr habe ich Angst, dir zur Last zu fallen.“
Doch Yuu lächelte nur.
„Du fällst niemandem zur Last, Asahi“, Yuus Stimme war fest und sicher und zauberte Asahi ein wenig Farbe auf die Wangen.
„Ich … nähe ein bisschen“, Asahi lächelte, „Melde dich, wenn du was brauchst.“
„Mach ich“, Yuu grinste, „Aber ich denke, ich werde jetzt ein Bad nehmen, bis ich ganz schrumpelig bin.“
„Pass auf, das du nicht einläufst“, Asahi scherzte, doch Noya war leicht grummelig: „Ich laufe nicht ein, ich bin groß!“
„Ich weiß“, Asahi lächelte, „Und sonst bist du perfekt, wie du bist – egal ob du so groß bist wie jetzt oder so klein wärst, wie in der Oberschule.“
Yuu lief rot an – war sich sicher einer Tomate zu gleichen.
„D-Danke“, murmelte Yuu, bevor er schnellen Schritts in Richtung Bad ging.

Eigentlich wusch Yuu sich warm, bevor er in die Badewanne ging. Aber jetzt musste er sich das kalte Wasser über den Kopf laufen lassen, bis er das Gefühl hatte, sein Kopf abgekühlt zu haben.
Verdammt! Wie konnte Asahi so was einfach sagen?! Hatte er überhaupt eine Ahnung, was er da mit Yuu anstellte?! Offensichtlich nicht!
Der Libero stellte das Wasser aus, kniete noch immer auf den Fliesen und starrte auf die Fugen.
„Ruhig Blut“, murmelte er zu sich selbst, „Fokus, Nishinoya!“
Er shampoonierte seine Haare, stellte das Wasser erneut an – dieses Mal warm – und stellte sich unter den Wasserstrahl.
Fertig geduscht trat Yuu vorsichtig in die Badewanne; das Wasser heiß aber angenehm.
Seine Gedanken drifteten ab, während er im heißen Wasser lag, doch natürlich gingen sie am Ende zu Asahi.

Asahi, wie er damals im Flur stand. Scheiße! Er wollte diesen Körper anfassen; diese Muskeln berühren, sich in diesen Armen wissen, seine Hände in den Haaren vergraben und diese makellose, leicht gebräunte Haut markieren.
Fuck! Er musste aus dieser Wanne raus; sein Kreislauf machte nicht mehr lange mit.

Yuu schaffte es noch, aus der Wanne zu klettern, machte die Dusche Lauwarm an und brauste sich ab, doch es half nichts; ihm war schwindelig und es wurde nicht besser.
Er griff nach seinem Handtuch, trocknete schnell seine Haare ab – ganz dumme Idee. Schnell fuhr er sich damit über den Körper, stand auf und noch während er das Handtuch um seine Hüfte Band wusste Yuu, das dies der größte Fehler wahr.

Asahi!“, irgendwie hatte Yuu es noch geschafft zur Badezimmertür zu kommen, diese zu öffnen und zu rufen. Dann lager da. Starrte auf den Holzboden, fühlte sich unfähig irgendwas zu tun.
Getrampel auf der Treppe.
„Nishinoya!“, Asahis panische Stimme. Und im nächsten Moment fand er sich in Asahis Armen wieder.
„Bin da“, murmelte Yuu, „Nur mein Kreislauf nicht. Baden war eine dumme Idee, Asahi.“
„Ich bring dich ins Bett und dann ruf ich den Arzt an“, sprach Asahis besorgte Stimme und dann fand Yuu sich auf zwei starken Armen wieder.


Wenn die Situation nicht so furchtbar wäre, würde er das hier genießen.
Doch Asahi trug Yuu nicht in das Zimmer des Liberos. Sondern in das des Designers und vorsichtig legte Asahi Yuu in seinem eigenen Bett ab.
„A-Asahi?!“, Yuu wollte in Panik ausbrechen. Immerhin lag er gerade in Asahis Bett – mit nichts weiter bekleidet als einem Handtuch! Nicht, dass er das nicht gewollt hätte und es gab Träume von solchen Momenten. Aber die Situation war eine ganz andere!
„Liegen bleiben“, setzte Asahi an und mit einem *Klick* hatte der Ältere ein Gitter an den Rand gemacht, „Nicht aufstehen, raus fallen oder sonst was! Ich bin gleich wieder da.“
Dann war Asahi verschwunden.

Scheiße! In was war Yuu da rein geraten?!

Als Asahi zurück ins Zimmer kam, telefonierte er.
„Ja, selbstverständlich“, der Größere lächelte, „Ja, ist er. Ich reiche Sie weiter. Vielen Dank.“ – er hielt Yuu das Handy hin – „Der Doktor möchte dich sprechen.“
Yuu nahm das Handy entgegen.
„Moshi moshi“, sprach er und setzte sich auf; vorsichtig, aber schwindelfrei.
„Herr Nishinoya. Wie geht es Ihnen? Was haben Sie gemacht?“, fragte er.
„Ich glaube zu kalt geduscht und dann zu heiß gebadet“, Yuu seufzte, „Dann wurde mir schwindelig, ich bin schnell aus der Wanne, wollte mich lau warm abduschen und bin dann zu schnell aufgestanden.“
„Herr Azumane sagte, Sie lagen am Boden, als er Sie auffand“, sprach der Arzt.
„Bin zu Boden gegangen“, Yuu seufzte, „Aber nicht auf den Kopf! Meinem Kopf geht es gut!“
Der Einwand, der alle beruhigen sollte schoss aus ihm heraus.
„Also gut“, kam es vom Arzt, „Bitte legen Sie sich ins Bett und bleiben Sie für den Rest des Tages da. Sollte Ihnen schlecht, schwindelig oder ähnliches werden rufen Sie bitte noch mal an. Ansonsten würde ich Sie gerne morgen noch einmal hier untersuchen.“
„In Ordnung“, nickte Yuu.
„Dann bis Morgen, Herr Nishinoya“, der Arzt lächelte.
„Bis Morgen und vielen Dank, Doktor“, sprach Yuu und legte auf.
Er legte das Handy bei Seite und vergrub das Gesicht in den Händen.

„Das kann auch nur mir passieren!“, er jammerte, doch dann strich eine große, warme Hand über Yuus nackten Rücken. Er blickte auf und da stand Asahi.
„Ich bin für dich da“, lächelte er, seine warme Hand verließ Yuus Rücken und er entfernte das Gitter wieder, „Das ist … wenn Yuna bei mir im Bett schläft, damit sie nicht raus rollen kann.“ – Asahi lächelte verlegen und Yuu nickte – „Wenn du irgendwas braust … sag Bescheid.“
„Ich … könnte ne Umarmung gebrauchen“, murmelte Yuu leise – mehr zu sich als zu irgendwem.
Doch dann setzte Asahi sich neben ihn und zog den Kleineren in seine Arme.
„Umarmungen sind kein Problem“, Asahi lächelte und strich Yuu beruhigend über den Rücken.
Und es wirkte. Es wirkte sogar sehr!

Anfangs wollte Yuu noch in Panik ausbrechen, weil er zwar in Asahis Armen war, jedoch weiterhin nur ein verdammtes Handtuch(!) trug. Jedoch waren Asahi und seine Berührungen so beruhigend, dass Yuu sich beruhigte, entspannte und eindöste.
Er bekam nicht einmal mit, wie Asahi ihn vorsichtig hinlegte und zudeckte. Er spürte nur, wie Asahi ihm durch die Haare strich und dann war er vollkommen im Land der Träume.



Asahi betrat sein Zimmer, lächelte Yuu an und Yuu strahlte zurück.
Der Ältere setzte sich auf sein Bett und strich Yuu durch die Haare.
„Ich … bin beeindruckt, dass du sie nach all der Zeit immer noch so hast, wie früher“, sanft strich Asahi über Yuus blonde Strähne, „Ich hätte diese blonden Haare vermisst.“
„Du hast mal gesagt, dass sie toll aussieht; ich konnte sie nicht raus wachsen lassen – ich hab‘s probiert“, lächelte Yuu verlegen, „Als sie auf der Uni halb raus gewachsen war, hab ich geträumt, dass du mich beschimpfst, wie ich sie raus wachsen lassen konnte. Da hab ich sie schnell nach gefärbt.“
Asahi lachte.
Er legte seine Stirn an Yuus und lächelte leise.
„Du bist verrückt, wie immer“, sprach der älter, „Darum liebe ich dich.“
„Du … was“, sah Yuu mit großen Augen auf.
„Ich … liebe dich, Noya“, Asahi lächelte und Yuu wollte seinen Ohren nicht trauen.
„Ich … ich dich auch“, setzte Yuu vorsichtig an, „Verdammt, Asahi ich liebe dich, seit ich dich kenne!“
Und dann zog er Asahi an sich, zog ihn in einen Kuss, fühlte Asahis Arme um sich und ließ sich nach hinten fallen, während er Asahi mit sich mit zog.

„Asahi!“, ein leichtes Keuchen entkam Yuus Lippen.
Asahis Hände hingegen wanderten von Yuus Rücken über dessen Seite, während Yuus Finger unter Asahis T-Shirt wanderten – verdammt; er musste diese Haut berühren!
Langsam aber bestimmend zog er Asahi das T-Shirt hoch, bis dieser den Kuss unterbrach um es ganz auszuziehen.
Und Yuu wusste nicht ganz, wo er zuerst hinstarren sollte; bis Asahi ihm die Entscheidung abnahm und ihn in den nächsten Kuss zog.
Asahis eine Hand in seinem Nacken, die andere wanderte die Seite hinunter, bis sie auf Yuus Hüfte blieb und den Kleineren keuchen ließ.
„Asahi, ich …!“, setzte Yuu an, doch weiter kam er nicht. Ein Baby weinte; immer lauter. Yuna!



Yuu zuckte zusammen und sah sich um.
Er brauchte einen Moment um zu begreifen wo er war: in Asahis Bett!
Und Asahi lief gerade aus dem Zimmer – hatte er gerade geträumt oder war das real gewesen?!
Yuna weinte zumindest immer noch.
Yuu setzte sich aufrecht, winkelte die Beine an, stütze die Ellbogen auf diese und legte seine Stirn in die Handflächen. Dann wiederum starrte er auf die Decke über seinen Knien und seinen Nackten Oberkörper. War dieser Traum vielleicht doch …?! Nein. Er war ja fast nackt aus der Dusche gekommen und …!

„Fuck“, unterbrach Yuu murmelnd seine Gedanken. Er lag nackt in Asahis Bett! Und die Frage war nicht, wie er hier her kam, sondern wie er hier wieder raus kam!
„Hey“, Asahi stand in der Tür und ließ Yuu zusammen zucken, „Entschuldige. Und entschuldige, das Yuna dich geweckt hat. Schlaf ruhig weiter, wenn du möchtest.“
Das Asahi komplett angezogen war bestätigte nur die Traum Theorie.
„Alles gut“, murmelte Yuu.
„Ich nehme an, du … ähm hast gut geschlafen?“, fragte Asahi vorsichtig.
„Ich … denke ja“, antwortete Yuu ruhig, „Warum? Ist was passiert?“
„Du … ähm … hast geredet. Im Schlaf.“
„Ich … oh …!“, setzte Yuu an, während Farbe in sein Gesicht kam, „Was … was hab ich gesagt?“
„Meinen Namen“, antwortete Asahi leise, doch es reichte und Yuus Gesicht machte einer Tomate Konkurrenz.
„Es tut mir Leid“,murmelte Yuu.
„Alles gut“, Asahi lachte leise, „Es … war nur erst irritierend. Ich dachte, du wärst wach. Aber dann hab ich ich zu dir gedreht und gesehen, das du noch geschlafen hast.“
„W-Warum eigentlich?“, fragte Yuu überrascht, „Wann bin ich eingeschlafen?“
„Du … wolltest eine Umarmung und dann …!“, druckste Asahi, „Warst du eingeschlafen.“
„Kannst du mich immer in den Schlaf umarmen?“, kam es über Yuus Lippen, bevor dieser sein Gehirn einschalten konnte und schließlich flogen ihn die Hände auf den Mund, „Entschuldigung.“
Doch Asahi lachte.
„Schon okay. Yuna schläft dann auch am liebsten ein. Meine Umarmungen scheinen magisch zu sein“, Asahi lächelte.
„Sind sie“, murmelte Yuu und Asahis Wangen färbten sich.

„M-Möchtest du was zum anziehen?“, fragte Asahi schnell und Yuu, dem seine Nacktheit erst jetzt wieder bewusst wurde, nickte schnell.
Farbe schoss in Yuus Gesicht, als er sich erneut der Tatsache bewusst wurde, das nackt war.
„Bitte, ja“, vergrub er die Hände in seinem Gesicht.
„Könntest du so lange Yuna nehmen?“, fragte Asahi und im nächsten Moment hatte er Yuna auf dem Arm, die zufrieden an ihren Fingern nuckelte.
„Hey Yuna“, Yuu lächelte leise, „Du hast wenigstens das Recht, dich immer an Asahi zu kuscheln.“
Es wäre Grund genug, eifersüchtig zu sein. Aber es wäre auch dumm, auf ein Baby eifersüchtig zu sein.


Asahi betrat das Zimmer, in seiner Hand T-Shirt und Boxershorts.
„Kann ich dich alleine lassen?“, fragte Asahi vorsichtig, „Ich würde Abendessen machen.“
„Kannst du“, Yuu lächelte, „Mach für mich aber bitte nicht so viel.“
Asahi nickte, legte Yuus Sachen auf dessen Knie und nahm ihm Yuna wieder ab.
„Du musst besser auf dich aufpassen“, setzte Asahi an, „Ich sterbe noch vor Sorge.“
Yuu errötete ein wenig und nickte dann.
Als Asahi den Raum verlassen hatte fiel sein Gesicht in seine Hände – er wollte Asahi doch helfen und ihm nicht noch mehr Sorgen machen!

Angezogen und mit langsamen schritten tapste Yuu die Treppe hinunter. Er fand seine Pantoffel vor dem Bad und schlüpfte hinein, ehe er in die Küche ging.
Yuna saß in einer Art Baby-Liege auf einem der Stühle und begann freudig zu quieken, als sie Yuu sah.
„Was macht dir denn so viel Freude?“, drehte sich Asahi lachend zu ihr, folgte Yunas Blick und sah Yuu, „Alles gut bei dir?“
„Hmhm“, nickte Yuu, „Ich mach heute nur noch langsam. Das ist nervig, aber das funktioniert.“
Asahi lächelte.
„Dann geh dir schon mal langsam die Hände waschen, dann ist das Essen auch fertig“, begann der Ältere, „Würde es dir was ausmachen, in der Küche zu essen?“
„Nein, nein. Gar nicht“, Yuu lächelte – alles was mit Asahi zusammen war, war gut. Egal, wo sie waren.

Als Yuu vom Hände waschen zurück kam, war der Tisch fast fertig gedeckt. Yuu setzte sich und zog Fratzen für Yuna, die das natürlich vollkommen amüsierte.
„So, mein Komiker“, Asahi lächelte, „Abendessen.“
Und es roch herrlich!



Das Abendessen verlief angenehm still. Yuu lobte Asahi für seine Kochkünste und Yuna quiekte ab und zu dazwischen, während sie ihren Beißring durch die Gegend schmiss. Dieser flog jedoch nicht weit, da er an ihrem Sitz befestigt war und ihre Reaktion, als Asahi ihn ihr wieder hinhielt brachte beide Männer zum lachen.


Nach dem Abendessen machte Asahi Yunas Flasche fertig und Yuu überredete ihn dazu, die Kleine zu füttern. Da Yuu dabei am Küchentisch sitzen blieb, willigte Asahi ein und räumte die Küche auf, währen Yuu Yuna fütterte.
„Was hältst du davon, wenn wir morgen zum Krankenhaus fahren, du dich untersuchen lässt und wenn es dir gut geht, fahren wir zusammen einkaufen?“, schlug Asahi vor, als er die Schüsselchen in die Spülmaschine stellte.
„Klingt gut“, Yuu lächelte und verkniff sich die Frage, was wäre, wenn es ihm nicht gut ging, „Ich hab mir überlegt, dass ich morgen Nachmittag ein paar Filme gucke. Ich kann aber auch auf Yuna aufpassen, wenn du dann besser nähen kannst.“
„Mal sehen, wie Yuna morgen drauf ist“, Asahi lächelte und Yuu nickte.

Doch der nächste Tag sollte eine große Überraschung mit sich bringen.


                              …



Ende des 7. Kapitels

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Ich hoffe, ihr hattet beim Lesen mindest genau so viel Spaß, wie ich beim Schreiben :D
Was Yuus Träume noch bringen?
Was am nächsten Tag noch interessantes passiert?

Ich freue mich auch eure Ideen und Kommis <3

lg eure AnubisBride
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