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Somebody to love

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 Slash
Azumane Asahi Ennoshita Chikara Nishinoya Yuu Sawamura Daichi Sugawara Koushi Tanaka Ryuunosuke
06.07.2020
23.11.2020
17
71.009
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
10.08.2020 4.477
 
Einen wunderschönen guten Abend <3
Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für euch ^^
Die gute ist, das ich jetzt wieder wunderbar mit Internet versorgt bin und deswegen wieder regelmäßig Kapitel posten kann :D
Die schlechte ist, dass ich morgen mit verdacht auf Knochenbruch ins Krankenhaus muss und ich hoffe einfach, das sich das nicht bestätigt, ich morgen nach dem KH zur Arbeit kann und dann alles ganz normal weiter läuft ...

Hier auf jeden Fall schon mal das neue Kapitel für euch :3
Und ich hoffe, wir lesen uns nächsten Montag wieder <3


lg eure AnubisBride


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Kapitel 5:
Yunas Name

„Oh …!“, war alles, was Yuu heraus brachte. Dann verfiel er in Schweigen, starrte auf seinen leeren Karaage Teller, grübelnd darüber warum Shiro Asahi unbedingt beim Spiel dabei haben wollte.
Hatte der Flügelspieler etwa gewusst, dass Yuu so viel besser wäre, wenn Asahi dabei war? Oder war Shiro vielleicht auch Bi und wollte auch was von Asahi? Wollte er Yuu eifersüchtig machen?
Aber das machte doch gar keinen Sinn! Er wusste doch gar nicht, das Asahi sich für Jungs interessierte.
Noch bevor Yuu sinnvolle Ideen fassen konnte, riss die Kellnerin ihn aus eben diesen, als sie seinen Teller abräumte.

„Ich verstehe es nicht“, sprach Yuu es schließlich aus, „Warum hat Shiro dich angebettelt zu kommen?“
„Ich … weiß es nicht“, zuckte Asahi mit den Schultern, doch da wurden auch schon ihre Nudelsuppen serviert.
Erneutes Schweigen überfiel sie, während sie ihre Nudelsuppen schlürften.


Nach der Nudelsuppe fühlte sich Yuu vollgefressen genug, um aus dem Laden zu rollen.
„Das war sooooo köstlich! Shiro hatte Recht diese Ramen sind …!“, Yuu brach ab.
„Alles in Ordnung?“, fragte Asahi verwundert.
„Shiro bettelt dich an zum Spiel zu kommen. Dann, als du da bist kommt er in die Umkleide und erzählt es, als ob er dich ganz zufällig gesehen hätte und dann empfiehlt er mir noch ein Nudelsuppen Restaurant, was dein Lieblingsessen ist und er …!“, Yuu schlug sich auf den Mund bevor er weiter reden konnte und sich am Ende noch verplapperte, das Shiro ihm noch ganz andere Dinge empfohlen hatte – allem vor ran das er Asahi seine Liebe gestehen sollte. Das konnte er nicht – wie sollten sie mit so einer Belastung weiter leben? Asahis Glasherz war bereits gebrochen und Yuu versuchte den Scherbenhaufen zu kleben – er wollte es nicht wieder zerstören!
„Du … du weißt noch, das ich Ramen am liebsten esse?“, Asahi hatte einen Rotschimmer auf den Wangen.
„Aber natürlich“, Yuu grinste, „Wie könnte ich das vergessen?“
Wie sollte er? Als sie damals mit der Mannschaft nach einem harten Trainingstag Ramen essen waren hatte Asahis Gesicht gestrahlt. Heller als Ryuunosukes Gesicht, wenn er Kiyoko sah. Das konnte Yuu niemals vergessen!

Er seufzte.
„Jedenfalls werde ich am Montag ein Ernsthaftes Gespräch mit Shiro führen müssen“, setzte Yuu schließlich an, bevor er das Thema wechselte, „Schaffst du noch ein Dessert?“
Asahi lächelte, schüttelte jedoch den Kopf.
„Es war sehr lecker, Nishinoya, aber ich bin voll. Vielen Dank“, sprach der Ältere, „Aber wenn du noch ein Dessert möchtest, bestell dir ruhig noch was.“
„Du bist verrückt!“, Yuu lachte, „Wenn in deinen großen Magen nichts mehr passt, wie soll denn dann in meinen kleinen etwas passen?“
Sie lachten beide leise.

Yuu bezahlte und gemeinsam machten sie sich auf den Weg zur U-Bahn Station, wo Asahi schließlich begann sich laut zu fragen, wie es Yuna gehen würde und ob seine Mutter ihre Wohnung stehen lassen hatte.
Kurz streifte Yuus Hand Asahis und der Gedanke sie zu ergreifen war da, doch Yuu schob ihn schnell bei Seite.
Asahi liebte ihn nicht – Asahi war immer noch in Ayumi verliebt.
„Sag mal …!“, begann Yuu um die Stille zu füllen, während sie auf die Bahn warteten, „Wie kamt ihr auf den Namen Yuna? Wolltet ihr nicht noch mehr A. A. Initialen in der Familie?“
Asahi lachte leise.
„Tatsächlich war das eigentlich der Plan gewesen“, antwortete Asahi, „Eigentlich sollte Yuna einen Namen bekommen, der mit A anfängt. Aber …!“ – er seufzte – „Ich fand den Namen Yuna so schön. Ich … ich wäre auch einverstanden gewesen, ihn als zweiten Vornamen zu nehmen. Aber Ayumi wollte … wollte unser Kind nicht mehr.“
Asahi wurde immer stiller, ließ Yuu zu ihm aufschauen.
„Manchmal kommt mir die Idee, das sie deswegen gegangen ist“, murmelte Asahi leise, doch Yuu hatte ihn verstanden.
„Wegen einem Namen?“, fragte der Kleinere verdattert, „Das … das kann ich mir nicht vorstellen.“
„Nicht wegen dem Namen …!“, Asahi sah ihn an, „Sondern für dir Bedeutung die er hat.“
Yuu überlegte.
„Nacht?“, sah der Jüngere überrascht auf, doch dann lächelte er, „Passt zu meinem Namen.“
Und als Asahi rot wurde viel ihm alles aus dem Gesicht.
„Wegen mir?“, Yuus Anmerkung war halb aus dem Stegreif gerissen und eigentlich glaubte Yuu selbst nicht dran, doch als Asahi nickte, klappte Yuus Mund auf und der Libero wusste absolut nichts zusagen.
„Verrückt, ich weiß“, begann Asahi dann schließlich, „Aber … ich dachte …!“
Weiter kam der Größere nicht. Die U-Bahn fuhr in die Station, hielt vor ihnen und sie stiegen wortlos ein.


Es war nicht brechend voll – sie mussten sich nicht quetschen – aber es war voll genug, dass es keine Sitzplätze mehr gab. Also blieben sie an der Tür stehen.
„Du hast Yuna wirklich nach mir benannt?“, fragte Yuu noch einmal ungläubig aber leise und Asahi nickte, „Wow.“ – ein leichter Rotschimmer legte sich auf Yuus Wangen.
„Na ja, ich dachte … es würde dir gefallen“, lächelte Asahi.
„Das tut es“, Yuu strahlte, „Aber … das hätte ich nicht erwartet. Ich meine … du bist damals einfach gegangen.“
„Nicht einfach“, Asahi schüttelte den Kopf, „Das war absolut nicht einfach. Sachen packen, in eine eigene Wohnung ziehen und eine Ausbildung anzufangen …! Karasuno zu verlassen war einiges, aber nicht einfach.“ – er sah Yuu an – „Meine ganzen Freunde zu verlassen …! Aber ich musste es tun.“
Yuu lächelte matt.
„Es war auch echt hart am Anfang. Deinen Rücken in meinem Blickfeld zu haben war immer beruhigend für mich – und dann warst du nicht da. Ich hab den Ball gerettet, nach dir gerufen und … und Ryuu hat ihn rein gemacht. Er hat mir auf den Rücken geklopft und mir gesagt, das wir jetzt die Großen sind“, sprach Yuu ruhig, „Aber … es war hart.“
Asahi nicht mehr zu sehen und sich damit abzufinden, das der Mann, den er so sehr bewunderte und liebte, nicht mehr da war.
„Suga war auch nicht mehr da – Chikara und Tadashi mussten sich zusammenschließen um die Ruhe in die Truppe zu bringen, die Suga sonst rein gebracht hat und Chikara hat echt sein bestes gegeben um an Daichis Anweisungen und Führung zu kommen. Aber die schwierigsten Annahmen hab dann doch ich übernommen“, seufzte Yuu, wir haben lange gebraucht um euren Verlust zu verarbeiten – trotz der neuen Erstklässler.“
Asahi nickte.


Sie stiegen an ihrer Haltestelle aus, liefen schweigend die Treppen hoch und scannten ihre Fahrkarten beim verlassen der Station.
„Ist das okay, wenn ich dich und deine Mutter gleich alleine lasse und mich ins Bett lege?“, fragte Yuu vorsichtig.
„Nach dem Spiel auf jeden Fall“, Asahi lächelte und Yuu lächelte zurück.
„Möchtest du beim nächsten Spiel auch dabei sein?“, die Frage war noch vorsichtiger gestellt.
„Gerne“, Asahi lächelte, „Dir beim spielen zu zusehen motiviert mich, wieder anzufangen.“
„Sag Bescheid, wann du Training hast und ich pass auf Yuna auf“, Yuu grinste und Asahi nickte.
Sie betraten das Hochhaus in dem sie wohnten, Yuu drückte den Knopf für den Aufzug und lächelte.
„Danke, das du heute da warst“, er lächelte.
„Ich habe zu danken, das ich zugucken durfte“, Asahi lächelte, „Ich habe jede Minute genossen.“

Sie betraten den Aufzug, Asahi betätigte die 7 und der Aufzug setzte sich in Bewegung.
Yuu gähnte bereits als sie ausstiegen, er schloss die Tür auf und ließ sie Beide ein; im Wohnzimmer sahen sie bereits Asahis Mutter mit Baby Yuna auf dem Arm.
Yuu begrüßte sie höflich und entschuldigte sich dann, ehe er seine Sportsachen in den Wäschekorb brachte und sich dann in sein Zimmer verkroch.


Zum ersten Mal seit langem sah er auf sein Handy. Glückwünsche zu Sieg von Freunden und ehemaligen Mitstudenten. Aber auch eine von Shiro.
>> Hoffe dein Date mit Asahi lief gut <<
Yuu grummelte und klickte auf Antworten.
>> Das war kein Date, Idiot!
Und was fällt dir überhaupt ein, Asahi so zu drängen, zum Spiel zu kommen?! <<
Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten.
>> Ich hätte nicht gedacht, dass ihr so gut mit einander sprecht ^^‘
Aber wenn du ihn liebst, solltest du dir ihn schnappen bevor jemand anderes schneller ist. <<
„So ein Arsch“, Yuu grummelte, stellte sich einen Wecker und viel ins Bett ohne sich umzuziehen.



Als Yuus Wecker in weckte war er irritiert. Er war sich sicher, in seiner Straßenkleidung eingeschlafen zu sein – außerdem hatte er sich nicht die Mühe gemacht sich zu zudecken.
Jetzt hatte er sein Schlaf-T-Shirt und Boxershorts an und lag unter seiner Bettdecke.
Kopfschüttelnd stand Yuu auf, verließ sein Zimmer und wollte die Treppe hinunter, als er gerade noch abbremsen konnte, bevor er mit Asahi zusammenstieß.
„Hallo Nishinoya“, Asahi lächelte, „Ich hoffe, du hast gut geschlafen.“
Yuu hingegen starrte. Asahi war mit nichts weiter bekleidet als einen Handtuch, das ihm von der Hüfte bis knapp unter die Knie bedeckte; die Haare offen. Yuna saß auf seinem Arm mit Windel und Babybody bekleidet, beide hatten sie die Haare noch nass.
„Ha-Hallo“, schaffte es Yuu noch zu antworten, während er starrte – er starrte und er konnte nicht aufhören zu starren!
Wenn Asahi seit gut 4 1/2 Monaten, die Yuna auf der Welt war, kein Volleyball mehr spielte, wie konnte er dann eine solche Bauch- und Brustmuskulatur haben? Wie schaffte er solche Oberarme zu behalten? Wie um alles in der Welt konnte er so unverschämt gut aussehen, wenn er doch gar kein Sport machte?!
„Nishinoya?“, Asahis Stimme riss ihn aus den Gedanken und endlich konnte er seinen Blick von dem göttlichen Oberkörper nehmen und … und warum hatte Asahi so schöne Haare? Warum trug er sie nicht immer offen?
Warum sah er so verboten gut aus?
Es war wirklich ungerecht! Es ...!
„Nishinoya?“, Asahis erneute Frage, riss ihn erneut in die Realität. Yuu schüttelte den Kopf.
„Entschuldige, Asahi, ich …!“, setzte Yuu an und wusste dann jedoch nicht ganz weiter zu sprechen.
„Noch nicht ganz wach?“, Asahi lächelte und strich Yuu durch die fluffigen Haare.
Vielleicht träumte er wirklich noch.
„Wäre möglich“, murmelte Yuu leise. Asahi hingegen lächelte und lief weiter, ehe er in Yunas Zimmer verschwand.
Yuu trottete ins Bad und klatsche sich eine Ladung kaltes Wasser ins Gesicht. Was auch immer das gerade war, sollte sich bitte nicht wiederholen!

Langsam ließ Yuu sich im Wohnzimmer auf eines der Sitzkissen sinken, stützte die Ellbogen auf dem Tisch ab und das Kinn auf den Knöcheln.
Was für ein verrückter Tag. Das Spiel mit dem Sieg, Asahi, das Essen mit Asahi und dann … Asahi. Halb nackt und gut aussehend. Es sollte verboten sein, so gut auszusehen!



„Hey, Noya“, Asahis Stimme riss ihn aus den Gedanken, „Jetzt wach?“
Yuu drehte sich um und fand einen angezogenen Asahi vor. An seiner Brust Yuna in einer Art langen Schal, das als Tragegeschirr umfunktioniert wurde.
„Hmhm“, nickte Yuu.
„Ich würde uns gleich Abendessen machen – was leichtes. Hast du viel oder wenig Hunger?“, ließ sich Asahi auf das Sitzkissen gegenüber von Yuu sinken.
„Ehrlich gesagt … gar kein Hunger“, antwortete Yuu leise, „Aber wenn du Hunger hast, iss ruhig was, lass dich von mir nicht aufhalten.“
Asahi lächelte.
„Gut, dann lass ich mir Zeit“, das Karasuno Ass legte den Kopf schief, „Ist … alles in Ordnung?“
„Ich … weiß nicht. Ich glaube, ich bin etwas durcheinander“, seufzte Yuu, „Heute war viel los.“
„Ja, das war es“, Asahi lächelte, „Aber es war ein schöner Tag. Ich … hatte fast vergessen wie ruhig es ohne Yuna sein kann.“ – er sah verlegen zur Seite – „Das Essen mit dir war toll. Vielen dank, Nishinoya.“
Yuu spürte, wie ihm das Blut in die Wangen schoss.
„G-gerne“, antwortete er, während er auf die Tischplatte starrte und lächelte dann, „Wir können gerne noch mal zusammen Essen gehen.“
„Das würde mich freuen“, Asahi lächelte und Yuna quiekte, als ob sie ebenfalls zustimmen würde, ehe sie versuchte ihre ganze Faust in den Mund zu schieben. Yuu lachte bei dem Anblick.
„Das macht sie gerne, wenn sie keinen Beißring hat“, Asahi seufzte und nahm schnell den Beißring, der auf dem Tisch lag. Doch Yuna schien viel lieber an ihren eigenen Fingern zu nuckeln.

Yuu ließ sich nach hinten sinken, bis er auf dem Boden lag.
„Wir brauchen diese coolen Rückenlehnen. Die, die man auf den Boden stellt und die dann aussehen wie Sofa Rückenlehnen.“
„Klingt interessant“, setzte Asahi an.
„Die sind echt cool, ich muss Mahiru mal fragen, wo er seine her hat“, Yuu grinste.
„Ich bin gespannt“, Asahi lächelte, „Aber du musst sie in der Farbe der Kissen holen.“
„Oder wir kaufen neue Kissen“, Yuu lachte.
„Dann brauchen wir aber auch neue Gardinen, Platzdeckchen und gegebenenfalls müssen wir mit dem Teppich gucken“, sprach Asahi nachdenklich. Yuu setzte sich auf.
„Wenn du so was sagst, könnte man meinen, du wärst schwul“, kam es trocken vom Kleineren.
„Ich … ich bin nicht schwul“, lief Asahi rot an, „Ich bin Designer; das ist mein Job. Wenn auch nicht ganz mein Gebiet.“
„Aber du wirst rot“, konnte Yuu es nicht nicht bemerken.
„Ich … ich bin manchen Männern halt nicht abgeneigt“, sprach Asahi, während sich seine Gesichtsröte ein wenig intensivierte.
„Warte, heißt das, es gibt aktuell Männer, für die du dich interessierst?“, Yuu stockte, „Ich … ich dachte, du wärst immer noch in Yunas Mutter verliebt …!“
Asahi setzte zum Reden an, doch kein Ton verließ seinen Mund und schließlich schloss er ihn wieder.
„Das dachte ich auch“, murmelte Asahi schließlich und ließ Yuu innerlich nervös werden, „Ich meine … sie und ich waren fast vier Jahre zusammen und dann ist sie einfach gegangen.“ – er seufzte und seine Augen wurden ganz traurig – „Können … können wir über ein anderes Thema reden?“
„Uh … klar“, antwortete Yuu, auch wenn er das Thema gerne ausgebaut hätte. Asahi, der nicht mehr richtig Ayumi hinterher trauerte war ein wichtiges Thema für ihn. Doch Asahi wollte nicht mehr darüber reden.
Und was noch viel erstaunlicher war: Asahi hatte direkt heraus gesagt, das er nicht darüber reden wollte! Früher war er einfach stummer geworden und man hatte sich es zusammen reimen müssen.
Yuu lächelte bei dieser Erkenntnis.
„Okay. Zurück zu den Sofa Lehnen. Ich frag Mahiru, wo er sie her hat und dann können wir zusammen schauen, welche Farbe wir nehmen. Dann müssen wir nicht alles andere neu kaufen“, schlug Yuu vor und Asahi nickte, während sein Gesicht wieder seine normale Farbe annahm, „Da fällt mir ein …! Ich muss Ryuu schreiben! Ich muss ihm das mit Daichi und Suga erzählen!“
Er sprang auf und verließ das Wohnzimmer, wo er einen lachenden Asahi zurück ließ.



Es tutete drei Mal, ehe eine Frauenstimme abnahm.
„Tanaka Saeko, guten Tag“, meldete sich Saeko am anderen Ende der Leitung.
„Hallo Saeko-nee! Hier ist Yuu“, grinste Yuu, „Sag mal ist Ryuu da?“
„Hallo Yuu“, Saeko lachte, „Ryuunosuke ist unten im Restaurant.“
„Hat er Zeit? Es ist wichtig!“, antwortete Yuu, und hibbelte nervös mit seinem Fuß.
„Ich gehe runter und frag“, hörte er Saeko lächeln, ehe Treppe poltern und andere, seltsame Geräusche zuhören waren und schließlich, „Ryuu! Yuu ist am Telefon und fragt ob du Zeit hast.“
Yuu hörte Ryuunosukes „Kann er auf Lautsprecher?“ und antwortete: „Lautsprecher ist kein Problem.“
Ein paar seltsame Geräusche später erklang Ryuunosukes Stimme am Telefon.
„Hey Yuu, ich schneide gerade Fleisch. Geht‘s um Asahi?“
„Indirekt. Er hat mir was erzählt und ich muss es dir sagen – aber du solltest das Messer weg legen“, antwortete Yuu – Sicherheit ging vor. Er hörte das Messer auf dem Brettchen, dann Ryuunosuke, der Anweisungen an andere gab und dessen Antworten.
„So, jetzt“, sprach der geschorene Glatzkopf schließlich.
„Daichi und Suga sind zusammen!“, platzte es aus Yuu heraus.
„Uh … klar. Auf der Uni. Erzähl mir was neues“, schien Ryuunosuke wenig beeindruckt.
„Nein! Sie gehen mit einander! Mit Dates und Küssen und allem!“, Yuus zweiter Anlauf.
Waaaaaaaaas?!“, er hörte seinen besten Freund losbrüllen und ein böses „Ryuunosuke!“ aus dem Hintergrund.
„Entschukdige, Oka-san! Aber Noya sagt Daichi und Sugawara daten!“, er hörte Ryuunosuke in den Hintergrund rufen.
„Das war doch offensichtlich!“, das war Ryuunosukes Mutter, „Grüß Yuu von mir.“
„Grüße von meiner Mutter“, sprach Ryuunosuke schließlich ins Telefon, „Hat Asahi das echt einfach so erzählt?“
„Zurück. Na ja … nicht ganz einfach“, setzte Yuu an und erzählte Ryuunosuke dann die ganze Geschichte: das Spiel, Asahi im Publikum, ihr Sieg, Shiro der ihm ein Nudelsuppen Restaurant empfohlen hatte, das Essen gehen mit Asahi, die Erkenntnis, das Shiro irgendwie alles eingefädelt hatte, das Koushi und Daichi zusammen waren und seine Beichte an Asahi, das er Bi war inklusive Asahis Beichte, das dieser sich auch für Männer interessierte.
„Wow! Das ist echt ne Menge für einen Tag“, antwortete Ryuunosuje, der hörbar wieder etwas mit dem Messer zerlegte, „Ich wünschte, ich hätte irgendeine Erkenntnis bei … du weist schon.“
Chikara. Natürlich. Und klar, das Ryuunosuke es in der Restaurantküche nicht laut aussprechen wollte.
„Das wird schon, Bro“, Yuu lächelte aufmunternd, „Übrigens kommt Asahi auch zum nächsten Spiel. Du musst auch mal kommen – wann hast du frei?“
„Keine Ahnung“, Ryuunosuke lachte, „Aber ich würde gerne kommen.“
„Gute Einstellung“, Yuu grinste, „Ich … Ryuu glaubst du, ich hätte eine Chance bei Asahi? Ich meine … wenn er doch auch auf Männer steht.“
„Warum denn nicht?“, fragte Ryuunosuke gelassen, „Ich meine, bis vor kurzem dachten wir noch er wäre Hetero und trauert seiner Freundin hinterher. Und jetzt kommst du und sagst er ist vermutlich Bi. Ich glaube es ist alles möglich.“
Das war vielleicht Motivierend, aber nicht hilfreich.
„Noya, ich glaube, da musst du mit jemandem Reden, der Asahi besser kennt als ich. Daichi oder Suga vielleicht“, äußerte sich der Jüngere.
„Hmhm“, antwortete Yuu, das Problem war nur, das er in den letzten 5 Jahren einfach gar keinen Kontakt zu den Beiden hatte, „Ich … vermutlich.“ – sein Blick wanderte an sich hinunter zu seinem Schlafanzug und … Schlafanzug! – „Ryuu! Ich muss auflegen; mir ist da gerade ein seltsamer Gedanke gekommen! Ich … ich schreib dir! Viel Spaß beim Kochen!“
Ryuunosuke schaffte gerade noch ein „Alles klar, viel Erfolg.“ dann hatte Yuu aufgelegt, das Handy fast über sein Bett gepfeffert und war nach unten gerannt.


„Asahi!“, der Kleinere stolperte fast ins Wohnzimmer, doch es war leer, „Asahi?“
„Badezimmer!“, kam es aus dem Bad, „Yuna hat die Windel voll.“
„Oh, ähm … ich … warte“, setzte Yuu an und setzte sich auf sein Stamm-Sitzkissen.
Ja, er hatte Asahi versprochen, dass er Yuna die Windeln wechseln würde, wenn Asahi nicht da war. Aber … jetzt war Asahi ja da.


Als Asahi das Bad verließ war Yuna auf seinem Arm fast eingeschlafen. Die Augen immer wieder zufallend, während sie an ihrem Schnuller nuckelte und sich selbst immer weiter ins Land der Träume schickte.
„Was wolltest du?“, Asahi lächelte, „Doch Abendessen?“
„Uh … nein, ich … ich muss dich was total dummes Fragen“, antwortete Yuu, worauf hin Asahi ein ernstes „Oho“ entfuhr, „Hey! So dumm ist es auch wieder nicht!“
Beleidigt zog der Libero eine Schnute.
„Entschuldige bitte“, Asahi lächelte dümmlich – und Yuu liebte dieses Lächeln; wie konnte er da böse sein, „Was wolltest du fragen?“

Richtig. Fokus!

„Na ja, wir sind heute Mittag nach hause gekommen und ich hab mich direkt hingelegt. Ich bin mir ziemlich sicher, meine Schlafsachen nicht angezogen zu haben. Warum trage ich sie jetzt?“, fragte Yuu und sah den Größeren an.
„Na ja, Yuna war geschlafen und meine Mutter wollte sie noch ins Bett bringen, bevor sie nachhause gefahren ist. Als sie wieder runter gekommen ist, hat sie gemeckert, dass du im Trainingsanzug im Bett liegst“, Asahi seufzte leise, „Ich hatte ein schlechtes gewissen und als meine Mutter weg war und als ich an deinem Zimmer vorbei bin … du musstest dich wohl aus dem Bett gerollt haben und hast auf dem Boden weiter geschlafen. Also hab ich dich ungezogen und … und Ordentlich ins Bett gelegt.“ – Asahi sah ihn an – „Ehrlich gesagt bin ich erstaunt, was für einen festen Schlaf du hast.“
Yuu lief rot an. Er hatte absolut nichts von der ganzen Geschichte mitbekommen!
„Entschuldige“, murmelte der Kleinere.
„Ach was“, Asahi lächelte.
„War ich nicht zu schwer?“, fragte Yuu vorsichtig.
„Schwer? Den ganzen Tag ein Kind zu tragen, das ist schwer. Aber kurzzeitig dich zutragen …!“, Asahi verstummte und lächelte dann verlegen, „Du bist wirklich nicht schwer, Nishinoya.“
Schmetterlinge – fünftausend Stück – direkt in Yuus Bauch.
„Ähm … danke“, sprach der Jüngere schließlich leise, „Und … ähm …! Ist das dein Training? Also … ich meine den ganzen Tag Yuna zu tragen.“
Konnte man davon so viele Muskeln aufbauen?
„Hmm?“, Asahi verstand offensichtlich nicht.
„Du … du spielst doch kein Volleyball, seit Yuna auf der Welt ist.“ – Asahi nickte – „Aber du hast trotzdem einen super gut Trainiert aussehenden Oberkörper“, es platzte einfach so aus Yuu heraus, er konnte es nicht mal ansatzweise aufhalten.
„Oh …!“, Asahi lachte verlegen, „Danke, ich ähm … trainiere ein bisschen zuhause. Der Rest ist vermutlich Yuna zu tragen, ja.“
Das wäre ein Anblick, den Yuu erleben wollen würde und er musste sich auf die Zunge beißen um nicht irgendwas dummes, verräterisches zu sagen.
„Cool“, war schließlich alles, was Yuu aussprechen konnte.

Stille herrschte zwischen ihnen; ein wenig peinlich und Yuu überlegte etwas zusagen. Doch er wusste nicht was.
„Ich … werde das Abendessen vorbereiten“, Asahi lächelte und stand auf. Yuu nickte.
„Sag Bescheid, wenn du Hilfe brauchst“, der Jüngere lächelte.
„Mache ich“, Asahi lächelte zurück und ging, während in Yuus Kopf alles schrie, er sollte Aufstehen, hinterher rennen und Asahi sagen, das er in ihn verliebt war! Doch er konnte nicht. Was wenn Asahi in jemand anderen verliebt war? Es könnte so viel kaputt machen.

Sie aßen gemeinsam zu Abend, wobei Yuu wirklich nicht viel aß.
Sein Hunger war einfach kaum vorhanden.



>> Feierabend <<
Ryuunosukes Nachricht erreichte Yuu, als dieser gerade einschlafen wollte.
Yuu starrte die Nachricht an, überlegte was er antworten sollte. Zu sagen, das er jetzt schlafen gehen würde, oder sein Herz ausschütten.
>> Asahi hat mich umgezogen <<
>> ??? <<
Irgendwie war Ryuunosukes Antwort verständlicher als Yuus Aussage.
>> Ich bin in meinen Trainingssachen eingeschlafen und als ich aufgewacht bin hatte ich Schlafsachen an .//////. <<
>> Heißt das, Asahi hat dich nackt gesehen? <<
Nun war es an Yuu wirklich rot anzulaufen.
>> Ich hab immer noch die Gleiche Boxer an! Ich hoffe also nicht! <<
Aber was, wenn doch?
>> Ryuu ich verzweifle! Asahi hat angemerkt, das er in einen Mann verliebt ist. Was wenn ich ihm meine Liebe gestehe und er aber jemand völlig anderes liebt? Das könnte alles kaputt machen! Aber was, wenn er tatsächlich in mich verliebt ist (was ich mir nicht wirklich vorstellen kann) und ich nichts sage?
Asahi ist einfach viel zu schüchtern was das angeht! Er wechselt das Thema, wenn ich versuche mehr zu erfahren!
Ich drehe noch durch!!!!!! <<
Ryuunosukes Antwort ließ auf sich warten. Yuu war schon fast eingeschlafen, doch dann vibrierte es in seiner Hand.
>> Bro! Zu aller erst tief einatmen.
Dann solltest du villt versuchen zu schlafen – es ist viel passiert heute. Lass dein Hirn das im Schlaf verarbeiten.
Wir telefonieren morgen. <<
Nicht ganz die Antwort, die Yuu erwartet hatte. Doch er musste Ryuunosuke recht geben. Die Augen fielen ihm sowieso schon zu.
Seufzend stellte er das Handy auf Stumm, legte es bei Seite und …

Schreien.

Yunas weinen riss ihn aus seinem fast-Schlaf.
Müde tapste Yuu auf den Flur, den Asahi bereits durchquert hatte und nun mit Yuna auf dem Arm betrat.
„Haben wir dich geweckt?“, fragte Asahi als er Yuu sah, doch dieser schüttelte nur langsam den Kopf.
„Ich hatte noch gar nicht geschlafen“, sprach Yuu und sah zu, wie Asahi den riech-Test an der Windel durchführte – offensichtlich negativ – und sie dann auf den Arm nahm um ihr über den Rücken zu streicheln. Ein Bäuerchen folgte und Yuna beruhigte sich wieder.
„Asahi?“, setzte Yuu plötzlich an und der Größere, der sich gerade umdrehen wollte, stockte in der Bewegung und drehte sich zurück, „Machen wir morgen was zusammen? Wir drei?“
„Gerne“, Asahi lächelte, „Hattest du an was bestimmtes gedacht?“
„Bisher nicht“, erwiderte Yuu, „Aber mir fällt bestimmt was schönes ein.“
Damit verschwanden Beide vom Flur, Yuu fiel in sein Bett, rollte sich in die Decke, wie in einen Borito und schlief ein.



Es war der nächste Morgen, Yuu schaffte es bis acht Uhr zu schlafen, doch als er die Augen öffnete war er wach.
Er schlurfte in den Flur, sah durch Asahis halb geöffnete Tür, das dieser noch im Bett lag und schlief. Grinsend schlich er sich in Yunas Zimmer –  neugierig. Doch als er über das Gitter des Bett schaute, grinste Yuna ihn an.
„Na wer ist denn da schon wach?“, Yuu grinste, „Komm wir gehen ins Wohnzimmer, damit wir deinen Papa nicht wecken.“
Vorsichtig hob er die Kleine aus dem Bett, die sofort vergnügt anfing zu strampeln, und lief mit ihr in die untere Etage.

Als Asahi die Treppe herunter geschlichen kam war es fast zehn Uhr. Er blieb an der Ecke zwischen Flur und Wohnzimmer stehen und sah zu, wie Yuu mit Yuna Flugzeug spielte. Der Libero hielt sie gut fest, das sie auf dem Bauch vor ihm her schwebte und lief durch das Wohnzimmer, während er selbst Propeller-Geräusche verursachte. Yuna quietsche vor Lachen.
Asahi lächelte, ehe er sich räusperte und Yuu zum stehen kam.
„Guten Morgen Asahi“, grinste der Kleinere und wandte sich dann zu Yuna, „Guck mal, wer da ist.“
Und dann flog das Yuna Flugzeug auf Asahi zu, machte vor dessen Bauch halt um dann im senkrecht Flug zu Asahis Brust hoch zufliegen und dort schließlich parkte. Was nichts anderes bedeutete, als das Asahi seine Tochter auf seinen Arm nahm.
„Guten Morgen meine kleine Maus“, Asahi lächelte, „Wie ich sehe habt ihr euch gut amüsiert.“
Yuna quietschte noch immer.
„Ich dachte, ich lasse dich ausschlafen“, Yuu lächelte.
„Danke“, Asahi lächelte, „Hast du schon gefrühstückt?“
Yuus Magen antwortete schneller als sein Besitzer.
„Ich … ähm … war beschäftigt damit Yuna zu beschäftigen“, lachte Yuu schließlich.
„Wollen wir Frühstücken?“, Asahi lächelte und Yuu nickte. Dann gingen sie in die Küche, wo sie das Frühstück vorbereiteten und dann aßen.

Asahi schlug ein Picknick im Park vor und Yuu war ganz begeistert.
Also überlegten sie, was sie alles an Essen und mitnehmen wollten, zogen sich an und gingen Einkaufen, ehe Yuu Yuna beschäftigte und Asahi ihre Bento vor bereitete.

Dieser Tag würde toll werden.



                              …




Ende des 5. Kapitels
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Das war's für heute ^^
Wie das ganze weiter geht?
Was beim Picknick passiert und ob Asahi irgendwann mit der Sprache raus rückt - oder Yuu?
Ich freue mich auf eure Ideen und Kommentare <3

lg eure AnubisBride
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