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Somebody to love

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 Slash
Azumane Asahi Ennoshita Chikara Nishinoya Yuu Sawamura Daichi Sugawara Koushi Tanaka Ryuunosuke
06.07.2020
23.11.2020
17
71.009
17
Alle Kapitel
43 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
29.07.2020 5.565
 
Einen wunderschönen guten Abend/ Morgen :D
Irgendwie klappt das mit meinen Posting-Mondasy nicht so, wie ich es gerne hätte ^^'
Leider kann ich auch aktuell nicht garantieren, das nächste Woche überhaupt ein Kapitel gepostet wird. Ich ziehe am Samstaf um und ich habe leider noch keinen Termin, damit mein Internet in der Wohnung funktioniert.
(Bis dato habe ich auch noch keinen Strom in der Wohnung *schreit leise und leider bereichtigt vor sich hin*)

Ich hoffe, das Internet erreicht mich so schnell wie Möglich und ich bekomme dann das neue Kapitel gepostet ^^
Bis dahin wünsche ich euch viel Spaß mit diesem Schmuckstück :D
(auch wenn der Titel möglicherweise romantischer klingt, als er ist xD)


Liebe Grüße,
eure AnubisBride


_____________________________________________

Kapitel 4:
Für Asahi!

Yuu setzte sich durch, sie bestellten Pizza.
Und während Asahi und Yuu ihre Pizza aßen, lag Yuna auf einer Decke neben Asahi und kaute auf einem neuen Beißring herum.
Sie genossen die Ruhe, die sie hatten, während der Fernseher die einzige Geräuschquelle war.

Nach dem Essen nahm Asahi Yuna auf den Arm, während Yuu auf einen ruhigen Film schaltete. Eigentlich wäre ihm ein Actionfilm lieber gewesen, doch wie sollte Yuna bei einer Aktion reichen Geräuschkulisse einschlafen können?
Der Film war noch nicht einmal zur Hälfte gelaufen, als plötzlich etwas gegen Asahis Schulter stieß.
Überrascht drehte Asahi seinen Kopf zur Seite und sah Yuu gleichmäßig atmend an ihn gelehnt. Der Kleinere war eingeschlafen.
Ein Lächeln legte sich auf Asahis Lippen und vorsichtig lehnte er sich gegen Yuu um ihm ein Kuss aufs Haar zu geben.
„Langer Tag, hmm?“, lächelte er leise, ohne eine Antwort zu bekommen, „Schlaf ruhig.“

Am Ende des Films schaffte Asahi es vorsichtig aufzustehen und Yuu auf die Kissen sinken zu lassen. Schnell brachte er Yuna ins Bett – die Kleine schlief friedlich weiter – schaltete dann den Fernseher und die Lichter im Wohnzimmer aus und lud Yuu vorsichtig auf die Arme, um ihn ins Bett zu tragen.
Wohlig murmelnd kuschelte sich Yuu an Asahis Brust, und Asahi genoss das Gefühl. Am liebsten würde er Yuu gar nicht in dessen Bett tragen, sondern in sein eigenes; sich an den Jüngeren kuscheln und einschlafen. Den Geruch von Yuus Haarshampoo in der Nase.
„Asahi“, Yuus Murmeln brachte den Angesprochenen zurück in die Realität: er konnte Yuu nicht mitnehmen! Was für eine Erklärung hätte er? Yuu war einer seiner besten Freunde und er selbst war noch nicht mal über den Verlust seiner Freundin weg.
Asahi seufzte leise, doch Yuu schien nicht wach zu sein, sondern nur im Schlaf zu reden – eine Tatsache, die Asahi erröten ließ.

Langsam betrat der Ältere Yuus dunkles Zimmer, fand schnell den Weg zum Bett des anderen, zog die Bettdecke weg und legte Yuu ins Bett.
Die Pantoffeln ausgezogen und Yuu zugedeckt wollte Asahi eigentlich gerade aufstehen und gehen, als Yuu seinen Arm griff und an sich zog.
Vom Schreck erholt fand Asahi sich fast auf Yuu liegend vor, rappelte sich schnell auf, doch Yuu hielt ihn immer noch fest. Die Stirn fest gerunzelt schien der Kleinere sich fast komplett zu verkrampfen.
„Asahi“, murmelte er, „Geh nicht!“ – Asahi wollte gerade etwas antworten, doch Yuu war schneller – „Ruf nochmal nach dem Ball … Ass …!“
Asahis Gesicht war heiß. Glühend heiß. Der Größere war sich sicher, sein Gesicht würde nun einer Tomate gleichen. Yuu schien offensichtlich von ihm zu träumen – von ihm in ihrer gemeinsamen Schulzeit.
„Ich hab so oft gerufen, wie ich konnte“, lächelte Asahi leise und strich mit seiner freien Hand über Yuus Haare, „Und ich würde immer noch versuchen alle Bälle zu schlagen, die du für mich rettest.“
Es wäre ein tolles Gefühl, noch mal mit Yuu auf dem Feld zu stehen – das Wissen, das der Libero ihm den Rücken freihielt, das wissen um den Schutzgott!
„Asa- … hi?“, Yuus verschlafenes Murmeln ließ Asahis Lächeln aus dem Gesicht fallen, „Was … machst du hier?“ – nun war der Libero wach.
„Du … ähm … bist im Wohnzimmer eingeschlafen, da hab ich dich in dein Bett gebracht“, erklärte Asahi schnell und erntete ein „Oh“ Yuus, „Und dann hast du meinen Arm gepackt, dass ich nicht gehen konnte.“ – oder wollte.
Sofort ließ Yuu Asahis Arm los und Kälte überkam den nun freien Arm.
„Ouuh! Entschuldige, Asahi“, kam die Entschuldigung direkt hinterher.
„Ach, kein Problem“, Asahi lächelte, „Gute Nacht, Nishinoya.“
„Gute Nacht, Asahi“, lächelte Yuu zurück, während Asahi sich erhob, „Und danke.“
„Gerne“, lächelnd verließ Asahi das Zimmer und lief zurück in sein eigenes. Doch bis ins Bett kam er gar nicht – Yuna begann zu weinen.



Als Yuu am nächsten Morgen in die Küche kam, sah Asahi nicht so aus, als hätte er viel Schlaf gehabt. Er schien auf dem Stuhl einzuschlafen, doch Yuu wollte ihn einfach nicht wecken.
Erst als Yuna ausgetrunken hatte und zu knatschen begann kam Leben in das ehemalige Ass.
Er brachte sie zum Bäuerchen machen und behielt sie auf dem Arm, während er versuchte Yuus Bento mit einem Arm fertig zu machen.
Schließlich nahm Yuu ihm das immer wieder knötternde Baby ab.
Bento und Kind zurück getauscht verließ Yuu die Wohnung und ließ Asahi und Yuna zurück.



Die Tage vergingen, Yuna zahnte und weinte weiter und Yuu hatte den Eindruck, die Schatten unter Asahis Augen würden immer größer werden. Doch jedes Mal, wenn er nach dem Befinden seines Mitbewohners fragte, lächelte Asahi nur und sagte es sei nicht schlimm, die Nacht war kurz oder Yuu würde übertreiben.
Asahi hingegen nähte weniger. Yuu sagte er, er wäre nun fertig mit den Vorhängen die er für die halbe Nachbarschaft seiner Eltern genäht hatte und er sei froh, erst Mal keine Vorhänge mehr sehen zu müssen. Doch in Yuu schrie eine Stimme, das Asahi es einfach nicht mehr schaffen würde.


Yuu betrat die Wohnung.
Das Training war länger gewesen und der Libero hatte das Gefühl, sich bei seinem heutigen Rolling Thunder einen dicken, blaue Fleck zugezogen zu haben.
Doch alles war vergessen, nach dem er die Wohnungstür hinter sich geschlossen hatte.
Kein Duft von Essen in der Luft.
Kein Asahi in der Küche – es war generell niemand in der Küche. Doch Asahis Schuhe standen an ihrem Platz.
Yunas Weinen aus dem oberen Stockwerk irritierte den 22 Jährigen. Nicht das sie weinte, sondern wie sie weinte!
Yuu ließ die Tasche stehen sprang nahezu in seine Hausschuhe und rannte die Treppe hoch – rannte, obwohl seine Oberschenkel mehr als nur protestierten!
„Asa- …!“, setzte Yuu an, doch er brach ab, als er in Asahis Zimmer schlitterte, „Was zum …?! Was ist los?!“
Da saß Asahi. Weinend, zitternd, gebückter als sonst. In seinen Armen Yuna, die immer herzzerreißender weinte.
Der Anblick war wie ein Schlag ins Gesicht, während sich zeitgleich eine Faust um Yuus Herz schloss und sich Steine in seinem Magen bildeten.
Asahi sah auf, der Blick voll Tränen, fast glasig.
„Sie hört einfach nicht mehr auf“, sprach der junge Vater mit zitternder Stimme, „Ich … ich weiß einfach … nicht mehr, was … was ich machen soll.“
„Asahi, nein …!“, setzte Yuu an und lief zum Bett des anderen.
Vorsichtig nahm er Yuna auf den Arm, aufrecht und begann ihr über den Rücken zu streichen.
„Ich kümmer mich um Yuna und du musst dich beruhigen, Asahi“, setzte Yuu an, „Leg dich hin, ich komm gleich wieder.“
Er wartete, bis Asahi genickt und sich hingelegt hatte und verließ dann mit der immer noch schreienden Kleinen das Zimmer.
Eine Melodie summend strich Yuu Yuna weiter über den Rücken, lief in die Küche und gab sein Bestes, ihre Trinkflasche so zu machen, wie Asahi es tat. Auch wenn es bei Asahi wesentlich einfacher aussah, wenn er es mit einer Hand machte, als Yuu es jetzt mit einer Hand schaffte. Aber er schaffte es.

Vorsichtig setzte er sich auf Asahis Stuhl und gab Yuna die Flasche.
Ruhe. Himmlische Ruhe.
Für circa 20 Sekunden.
Dann weigerte Yuna sich zu trinken, schob mit unkoordinierten Händen die Flasche weg und drehte den Kopf in eine andere Richtung, bevor sie wieder weinte.
Yuu roch an der Windel – zum Glück nichts!
Seine letzte Hoffnung: Seine eigene Mutter.

Die weinende Yuna im Arm zog er sein Handy aus der Tasche und rief seine Mutter an.
„Yuu-chan, mein Liebling“, die Herzlichen Worte seiner Mutter, „Was ist los?“
„Oka-san? Hilfe! Yuna hört nicht mehr auf zu weinen! Asahi ist fix und fertig mit den Nerven, sie hat kein Hunger, keine volle Windel, kein Bäucherchen …! Ich weiß nicht mehr weiter und sie hört einfach nicht auf!“, ratterte er fast runter.
„Schnuller?“, fragte seine Mutter.
„Spuckt sie sofort wieder aus“, antwortete Yuu.
„Sing ihr was vor, schaukel sie sanft; du musst ruhig bleiben, Yuu. Gib ihr ihr Lieblingskuscheltier und beruhige sie“, sprach die Mutter weiter, „Möglicherweise ist sie übermüdet.“
„Danke, ich versuch‘s“, sprach Yuu schnell, „Ich melde mich.“
Yuu legte sie waagerecht in seinen Arm und begann ein altes Kinderlied zu singen, dass seine Mutter immer gesungen hatte. Nicht das er besonders gut im Töne treffen war. Doch es beruhigte ihn und langsam kam auch Yuna zur ruhe, während er ihr sanft über den Bauch strich. Bis sie schließlich einschlief.

Yuna in ihr Bett gelegt blieb Yuu noch eine ganze Lied Wiederholung singend am Bett stehen und blieb dann noch mal eine gewisse Zeit, bevor er sich raus und zu Asahis schlich.
Asahi schlief.
Eher unruhig, denn er zuckte immer wieder. Vorsichtig setzte er sich auf Asahis Bettkante.
„Asahi“, Yuu sprach leise, doch mit einem weiteren Zucken war der Angesprochene wach und blickte auf. Als er sich jedoch aufrichten wollte, drückte Yuu ihn sanft aber bestimmend zurück auf die Matratze.
„Yuna schläft jetzt. Alles ist gut“, sprach Yuu leise, „Ich kümmere mich jetzt um sie und du schläfst jetzt erst Mal.“ – Yuu lächelte und begann Asahi über den Kopf und Rücken zu streicheln – „Du brauchst jetzt Ruhe und ich bestell uns später Reisepfanne zum Abendessen, ja?“
Asahi nickte.
„Und beim nächsten Mal sagst du mit vorher Bescheid, dass es dir nicht gut geht. Ich mach mir große Sorgen um dich“, sprach Yuu weiter und erhielt ein weiteres, schwaches Nicken, „Gut. Dann entspann dich jetzt und schlaf.“

Yuu strich Asahi noch über Kopf und Rücken, bis er sich sicher war, dass das ehemalige Karasuno Ass eingeschlafen war. Dann nahm er all seinen Mut zusammen, gab Asahi einen Kuss auf die Wange und schlich sich aus dem Zimmer.
Schnell schrieb er seiner Mutter eine Nachricht:
>> Alles in Ordnung. Yuna und Asahi schlafen jetzt.
Danke <<
Dann schnappte er sich das Babyfon und ging mit dem Empfänger in die Küche um Tee zu machen.


Yuna war zuerst wach.
Ihr knöttern im Babyfon und Yuu sprintete nach oben.
„Ja, wer ist denn da wach geworden?“, lachte er sie leise, aber glücklich an, „Hallo Yuna.“
Und Yuna lächelte zurück.
„Hast du gut geschlafen?“, Yuu grinste, „Möchtest du noch ein bisschen im Bett liegen bleiben? Ich hab auch so n coolen Beißring hier.“ – er hielt das Plastikstück in ihren Greifbereich und sie schnappte danach – „Dann wünsche ich dir viel Spaß.“
Damit verließ er das Zimmer, blieb aber direkt neben der Tür stehen.
Yuna sagte nichts, schien beschäftigt. Also riskierte Yuu ein Blick in Asahis Zimmer. Der Ältere schlief immer noch, und Yuu war erleichtert.
Schnell flitzte er die Treppe runter und holte eine Flasche Wasser und ein Glas, ehe er beides leise auf Asahis Nachttisch stellte – Asahi musste sicherlich viel trinken.
Dann schloss er die Zimmertüre und wollte gerade die Treppe hinunter gehen, als Yuna sich erneut meldete.
„Hey. Hey. Hey“, Yuu lächelte über das Gitter des Bettes, „Wer meckert denn da?“ – zur Antwort sah Yuna ihn gequält an – „Also gut, komm her.“
Vorsichtig nahm er sie aufrecht auf den Arm und strich ihr sanft über den Rücken, während der Libero die Treppe hinunter ging. Yuna hingegen gab Geräusche von sich, als ob sie mit voller Anstrengung einen LKW ziehen wollte. Yuu wollte sich gerade in Sorgen wälzen, als die Kleine einen lauten Pups von sich gab.
„Oha, Yuna ...!“, setzte Yuu gespielt entsetzt an, doch Yuna lachte los, „Du machst Sachen.“
Doch auch er konnte nicht nicht lachen, während er leise betete, das die Windel nicht voll war.


Yuna im Wohnzimmer auf ihre Krabbel Decke gelegt – sie konnte ja noch nicht weg krabbeln – lief Yuu in die Küche und bereitete alles für ein Fläschchen vor. Er wollte vorbereitet sein, falls sie wieder weinte.
Anschließend setzte er sich neben sie, streichelte ihr mit der linken Hand über den Bauch, während er mit der rechten Hand durch die Lieferservice App scrollte.
Schließlich fand er die Reis Pfannen Portion, die Asahi so gerne aß, fügte sie in den Bestellkorb und wählte dann sein eigenes Essen aus, ehe er bestellte, bezahlte und das Handy wieder weglegte.
Yuna biss auf ihrem Ring herum; strampelte, wenn Yuu sie kitzelte und schien um so vieles friedlicher als vor ein paar Stunden.
„Was haben du und dein Otou-san gemacht, dass ihr so geweint habt, als ich nach hause gekommen bin?“, fragte Yuu und sah die Kleine an – natürlich erhielt er keine Antwort. Yuna strampelte nur.

Als es an der Tür klingelte öffnete Yuu mit Kind auf dem Arm, nahm das Essen entgegen und bedankte sich, ehe er mit dem Fuß die Wohnungstür schloss.
Das Essen auf den Wohnzimmertisch gestellt lief Yuu mit Baby auf dem Arm in Asahis Zimmer.
Leise öffnete er die Tür, setzte sich auf Asahis Bettkante und begann den Älteren über den Rücken zu streicheln.
„Asahi, Essen ist da“, lächelte er, doch Asahi grummelte, „Komm schon, du musst was essen und was trinken.“
Langsam blinzelte Asahi und richtete sich auf.
„Essen ist da“, lächelte Yuu, „Komm, bevor es kalt wird.“
Asahi nickte, obwohl er sichtbar noch nicht ganz wach war. Doch als Yuu das Zimmer verließ folgt Asahi ihm.
„Wie geht es Yuna?“, fragte der Größere, während sie die Treppe herunter stiegen.
„Sie hat geschlafen, gestrampelt und war ein liebes Mädchen“, lächelte Yuu, „Oh, und die hat voll gefurzt! Aber zum Glück ist die Windel nicht voll!“ – er lachte – „Ich hab alles vorbereitet, wenn sie gleich ihre Flasche braucht.“
„Wie … wie hast du sie Beruhigt?“, sie erreichten das Wohnzimmer, während Asahi langsam wach wurde.
„Ehrlich gesagt …!“, setzte Yuu an, „Ich hab Oka-san angerufen, weil ich mir auch nicht mehr zu helfen wusste. Sie hat gesagt, ich muss ruhig werden um sie zu beruhigen und … ähm …!“ – er lächelte ein wenig peinlich berührt, während Yuu sich setzte – „Ich hab ihr ein Schlaflied gesungen.“
Asahi lächelte, setzte sich auf seinen Platz und sah zu, wie Yuu Yuna auf dem Arm umlegte.
„Danke“, Asahi lächelte, „Und entschuldige, das hätte einfach nicht passieren dürfen.“
„Sag mir beim nächsten Mal einfach früher Bescheid“, Yuu lächelte, „Ich helfe dir sehr gerne.“ – er hob die Abdeckung seiner Reisschale ab und der köstliche Geruch stieg ihm sofort in die Nase – „Itadakimasu!“
„Itadakimasu“, Asahi lächelte und begann ebenfalls zu essen.
Yuna ließ sie aufessen, bis sie weinte und als Asahi sich äußerte, dass es nur der Hunger sein konnte, gab Yuu ihm Yuna in den Arm und machte ihre Flasche fertig.
Zwar war es dann Asahi, der Yuna fütterte, doch Yuu war glücklich und stolz auf das, was er heute geschafft hatte.

„Sag mal Nishinoya ...!“, fiel es Asahi plötzlich auf, Yuna hatte fertig getrunken und sollte nun ihr Bäuerchen machen, doch jetzt wo Asahi anders saß, sah er es, „Was hast du am Arm gemacht?“
Er wies auf Yuus Haut, die bereits die Färbung eines Hämertom aufwies.
„Oh, das …!“, winkte Yuu ab, „Halb so wild. Ein Tauchgang ist schiefgelaufen – du weißt schon.“ – doch Asahi sah den Kleineren ernst an, während er Yuna über den Rücken strich – „Ich … bin nach dem Ball getaucht und … vielleicht hab ich … im Pfosten gebremst?“
Asahi sah aus, als würde er das Gesicht in den Händen vergraben wollen, die er jedoch nicht frei hatte.
„Nishinoya …!“, er seufzte.
„Der Arzt hat n Blick drauf geschmissen. Keine Prellung, nur ein blauer Fleck“, antwortete Yuu, „Mach dir keinen Kopf um mich. Ich hab andauernd irgendwelche blauen Flecken.“
„Das wird sich auch nie ändern, oder?“, seufzte Asahi.
„Nein“, Yuu lachte verlegen. Am liebsten hätte er einen Kommentar im Sinne von „du kannst mich ja Pflegen“ los gelassen, doch aktuell war es eher Asahi, der Pflege brauchte.
„Ich fürchte es“, Asahi seufzte.
„Irgendwann musst du mal mit zum Training kommen“, Yuu lächelte, doch Asahi seufzte.
„Ich glaube, wenn ich dich beim Spielen sehe, möchte ich auch wieder spielen. Aber ich kann Yuna einfach nicht alleine lassen“, setzte er an und sah sie an.
„Ich kann doch auf Yuna aufpassen“, Yuu grinste, „Dann kannst du Volleyball spielen.“
„Glaubst du, das funktioniert?“
„Warum sollte es nicht? Die Nachbarschaft Vereine spielen doch immer Nachmittags, da bin ich mit meinem Training fertig. Auf Yuna aufpassen kann ich“, Yuu grinste immer noch, „Trösten, beschäftigen und füttern ist kein Problem.“
„Und Windeln wechseln?“, zog Asahi die Augenbrauen hoch und stellte die Frage, die Yuu definitiv nicht hören wollte.
„Das …!“, setzte Yuu mit einem Gesicht an, als hätte er überraschend in eine Zitrone gebissen, „Das lerne ich dann noch.“
Für Asahi! – hing sein Gehirn stumm hinten dran.
Und Asahis Lächeln war Belohnung genug.
„Traust du dir das denn zu? Ich meine … dein Training ist doch sicherlich anstrengend“, zogen Zweifel in Asahi auf.
„Den ganzen Vormittag auf Yuna aufzupassen ist bestimmt auch anstrengend – gerade jetzt, wo sie zahnt“, zuckte Yuu mit den Schultern, „Und du bist doch nicht jeden Tag beim Training, oder?“
„Stimmt“, Asahi lächelte, „Ich koch dann an den Tagen das Essen früher, dann brauchst du kein Fast Food.“
Yuu wollte protestieren und sagen, dass Fast Food gar nicht so schlecht war; doch er wusste, dass es für sportliche Leistungen nicht das förderlichste war.
„Also gut, Deal“, lächelte der Kleinere schließlich und Asahi nickte.
„Wir sollten damit allerdings warten, bis Yuna die meisten Zähne hat“, merkte Asahi an, „Ich weiß nicht, ob ich sonst die Kraft und Ausdauer für irgendeinen Sport hab.“
„Woha, Asahi! Du hast seit vier Monaten nicht gespielt! Du musst komplett außer Form sein!“, es fiel Yuu wie Schuppen von den Augen; bis auf das eine Training damals im Karasuno Nachbarschaft Verein hatte ja nie jemand auf Yuna aufpassen können – und damals war Asahi schon nicht in Bestform.
Asahi nickte ertappt.
„Du solltest bald mit dem Laufen anfangen“, Yuu kicherte, „Aber vielleicht nicht heute.“
„Hmhm“, nickte Asahi, „Heute lege ich mich nur noch in mein Bett.“ – er sah Yuu an – „Gucken wir vorher noch einen Film zusammen?“
„Klar“, Yuu strahlte, „Was schauen wir?“

Asahi hatte die ersten 20 Minuten des Films gesehen. Dann war er eingeschlafen – mit Yuna auf dem Arm und an Yuu gelehnt.
Als Yuu es gemerkt hatte, war er sich vorsichtig nach hinten gerutscht, das Asahi gerade auf dem Boden lag, Yuna auf dessen Bauch und Asahis Kopf auf Yuus Schoß gebettet war.
Während Vater und Tochter friedlich schliefen und die Komödie über den Bildschirm flackerte, lag Yuus Augenmerk auf Asahis friedlichem Gesicht. Der Bart, der seit der Oberschule in beide Richtungen zu den Ohren gewachsen war, die Konturen, die kaum härter geworden waren, die Haare, die wieder länger geworden waren aber heute ausnahmsweise nicht in einem Zopf oder Haarknoten zusammen gebunden waren. Die langen Wimpern, die er hatte … er war wunderschön.
Sanft strich Yuu über Asahis Gesichtskonturen, die weiche Haut, die leichten Bartstoppeln und die wunderschöne Nase.

Als der Film zu Ende war, überlegte Yuu, ob er nicht vielleicht einfach eine Decke holen sollte, das sie alle hier auf dem Boden nächtigen würden. Doch dann entschied er, dass er und Asahi dann morgen mit Rückenschmerzen belastet wären und eigentlich war sein Bett halt schon bequemer.
„Asahi“, Yuu lächelte leise, „Asahi, du musst bitte aufwachen. Ich bin nicht Stark genug, dich die Treppe hoch zu tragen.“ – auch wenn er es gerne getan hätte – „Asahi!“
„Hmm?“, es dauerte etwas, bis dieser wach wurde und blinzelnd die Augen öffnete, „Nishinoya, … was …? Bin ich eingeschlafen?“
„Ganz friedlich, ja“, Yuu lächelte, „Hast du gut geschlafen?“
„Hmhm“, Asahi murmelte, legte seine Hände um Yuna und richtete sich mit ihr auf.
„Auf geht‘s ins Bett“, Yuu lächelte, „Zähneputzen und los.“
Nach Zähne putzen und Windelwechseln lagen Asahi und Yuna in Asahis Bett.
Der sanfte Riese war augenblicklich eingeschlafen und Yuu hatte ihm noch ein paar Mal übers Haar gestrichen, ehe er in sein eigenes Bett gekrochen war – glücklich über seinen Abend mit Asahi.



Als Yuu am nächsten Morgen in die Küche trottete fand er einen hab schlafenden Asahi vor.
„Guten Morgen“, gähnte der Libero und öffnete die Klappe des Reiskochers.
„Morgen“, klang Asahi genau so wach, wie er aussah.
„Gut geschlafen?“, fragte Yuu trotzdem.
„Wenig geschlafen“, seufzte Asahi, „Ich hoffe, es wird bald besser.“ – er sah Yuu an, „Der erste Zahn ist schon ein wenig zu sehen.“
„Das … das ist gut, oder?“
„Ja“, Asahi lächelte, „Sie hat ein bisschen Fieber, aber der Arzt hatte gesagt, das können normale Begleiterscheinungen sein. Vielleicht schläft sie dafür etwas mehr.“
„Oh …!“, Yuu sah seinen Mitbewohner vorsichtig an.
„Mach dir keine Sorgen, es ist alles gut“, Asahi lächelte, „Pass du nur mit deinem Training auf, dass du dir nicht noch mehr Verletzungen und blaue Flecken zu ziehst.“
„Ich gebe mein bestes“, zeigte Yuu Grinsend den Daumen Hochgestreckt und packte Reis in eine Schale, „Großen oder kleinen Hunger?“
„Klein“, Asahi lächelte, „Der Fisch müsste auch gleich fertig sein.“

Nach dem Frühstück brach Yuu zum Training auf, ließ sich von Asahi noch eine Einkaufsliste geben und beeilte sich.
Nicht mehr lange und sie würden das erste Spiel der Saison haben.



Und schließlich war es so weit.
Die große Halle war voll von Fans beider Mannschaften.
Yuu saß in der Umkleidekabine und hibbelte nervös herum. Was, wenn er versagte? Wenn er seinem Team im Weg stand? Wenn er den Ball nicht in der Luft halten könnte? Oder …?!
„Nishinoya!“, Shiro riss ihn aus den Gedanken, „Heute musst du extra gut spielen – dein Asahi sitzt im Publikum.“
„Asa- … hi?“, Yuu war mehr als nur verwundert. Warum war Asahi hier? Er würde doch wohl kaum mit Yuna im Stadion sein, oder aber sie alleine zuhause lassen …!
„Jap, der große Asahi!“, lachte Shiro.
„Der ist da? Dieses Mal müsst ihr ihn mit zeigen!“, funke Marki dazwischen.
„Nicht zu verfehlen; VIP Lounge, groß, breite Schultern, braune Haare zurück gebunden und er schau aus, als ob er Menschen zusammen schlagen wollte“, Shiro lachte. Doch Yuu musste sich eingestehen, dass das wirklich nur Asahi sein konnte.
„Tja, dann wirst du wohl tatsächlich dein bestes geben müssen, Nishinoya“, Mahiru lachte.
„Leute, hört doch auf den armen Jungen zu ärgern. Er hat doch gerade erst die Trennung von seiner Freundin. Hört auf so zu tun, als wäre er in seinen Mitbewohner verliebt“, ging nun Tamaki, der älteste und selbsternannter Team-Papa, dazwischen.
„Aber er ist in Asahi verliebt“, lachte Maki los, während Yuu einfach nur rot anlief und der Rest der Mannschaft mitlachte, während Tamaki nur noch ein „Oh“ heraus rutsche, „Macht uns nichts aus, aber er sollte es ihm bald sagen!“
„Das kann ich nicht …!“, setzte Yuu an und seufzte, „Asahi hat ganz andere Sachen im Kopf. Er hat Yuna, auf die er aufpassen muss, das ist schon viel Stress – gerade jetzt wo sie zahnt. Dann arbeitet er noch zuhause, er kocht und wenn ihr mich fragt schläft er auch viel zu wenig. Außerdem … außerdem glaube ich, dass er immer noch in Yunas Mutter verlieb ist und das er gar nicht auf Jungs steht.“
Stille breitete sich in der Umkleide aus.
„Hat er dir gesagt, das er nicht auf Jungs steht?“, versuchte Mahiru es aufmunternd, „Ich meine … du findest ja auch an Frauen und Männern gefallen.“
Yuu sah auf und seufzte.
„Hat er nicht“, antwortete Yuu leise.
„Vielleicht sagst du ihm mal, dass du auf Beide stehst“, lächelte Shiro, „Und dann guckst du einfach mal, was daraus wird – und wenn du ihm im Haushalt hilfst, schläft er vielleicht ein bisschen mehr.“ – Shiro lachte – „Kinder können einem ne Menge Schlaf rauben.“
Yuu lächelte und nickte.
„Gut, wenn das geklärt ist, können wir ja jetzt da raus gehen und das Spiel gewinnen“, klatschte Tamaki grinsend in die Hände.
„Ja!“, brüllte Yuu enthusiastisch auf.
„Für Asahi!“, grölte Shiro los und die Mannschaft stimmte grölend zu: „Für Asahi!

Geschlossen ging die Mannschaft hinaus aufs Feld. Natürlich sah Yuu Asahi sofort – wie hätte er ihn übersehen können?
Und er würde sein bestes Spiel seit langem hinlegen!


Sie gewannen in drei Sätzen. 25 zu 20, 25 zu 19 und 25 zu 17.
Yuu rettete Bälle, von denen er selbst kaum erwartet hatte, das er sie bekommen konnte. Der Team Manager war hoch auf begeistert und Mahiru und Shiro hatten Yuu am Ende vor lauter Begeisterung in die Luft geschmissen.

„Asahi-san!“, als Yuu wieder Boden unter den Füßen hatte rannte er direkt zur VIP Lounge, wo Asahi direkt am Geländer stand. Yuu hob die Handflächen, Asahi streckte ihm die seinen entgegen und der Libero schlug begeistert ein.
„Du warst großartig, Noya“, Asahi strahlte.
„Danke“, leuchteten Yuus Augen direkt, „Aber wo ist Yuna?“
„Mit meiner Mutter unterwegs“, Asahi lächelte, „Ich hatte vor ein paar Tagen Shiro in der Stadt begegnet. Er hatte mich eingeladen und mir das Ticket besorgt.“
„Shiro!“, Yuu knurrte.
„Ich bin froh, das ich das Spiel nicht verpasst hab“, Asahis Stimme riss Yuu aus seinem kleinen Wutanfall, „Wir sehen uns später. Ich glaube dein Trainer ruft euch zusammen.“
Yuu nickte und lief dann zum Trainer, wo die Mannschaft bereits versammelt war.
Es gab nicht viel negative Kritik – im Gegenteil. Hellauf begeistert lobte der Trainer Yuus Einsatz und als Mahiru einwarf, das sie auch das nächste Spiel unbedingt für Asahi spielen würden, da mussten sie alle lachen.
Doch Yuu würde es definitiv wieder tun.

Nach dem alle Formalitäten abgewickelt waren und Yuu aus der Dusche kam zog er sich schnell um, nahm sich nicht einmal die Zeit zum Haare föhnen sondern schnappte sich nur seine Tasche und rannte zur Tür hinaus.
Er musste Asahi unbedingt wieder sehen!
Und Asahi wartete draußen, am vereinbartem Treffpunkt.


„Asahi!“, Yuu grinste, „Gehen wir schnell, bevor die Presse mich sieht.“
„Dafür müssten sie dich erst einmal erkennen“, Asahi lachte und wuselte durch Yuus nasse Strähnen, „Deine Haare sind ganz nass, du holst dir eine Erkältung.“
„Ach gar nicht“, Yuu grinste und griff nach Asahis Hand, „Komm, wir gehen.“
Gemeinsam liefen sie zur U-Bahn Station, bis Yuu auf einmal stehen blieb.
„Sag mal, Asahi“, setzte er an und sah dem Größeren dann ins Gesicht, „Wie lange ist deine Mutter mit Yuna unterwegs?“
„Na ja, bis sie alle Erledigungen fertig hat“, setzte Asahi an, „Sonst hat sie meinen Wohnungsschlüssel. Ich wusste ja nicht, wie lange das Spiel geht.“
„Dann haben wir noch Zeit?“, glänzte Yuus Blick – in seinem Kopf war ein Plan gereift und als Asahi nickte war der Plan besiegelt, „Gut, dann fahren wir jetzt noch nicht nach hause, sondern wo anders hin.“
„W-Wo geht es hin, Nishinoya?“, fragte Asahi vorsichtig und ließ sich mit ziehen. Sie liefen in die Station hinein, scannten ihre Fahrkarten, doch Yuu zog Asahi zu einem anderen Gleis.
„Das wird ne Überraschung“, Yuu grinste, „Es wird dir bestimmt gefallen!“

Sie fuhren in ein anderes Stadtviertel.
Yuu sah auf einem Plan auf seinem Handy nach, hielt es dabei jedoch immer so, das Asahi es nicht sehen konnte. Schließlich blieben sie vor einem Restaurant für Nudelsuppen stehen.
„Überraschung“, grinste Yuu, „Wir gehen Ramen essen; ich lade dich ein. Wir feiern das erste gewonnene Spiel der Saison.“
Asahis Wangen wurden rosa.
„N-Nishinoya, du … du muss nicht …!“, setzte Asahi an.
„Doch, klar. Wir haben Zeit für uns, das nutzen wir aus! Und außerdem hat Shiro gesagt, hier gibt es das besten Ramen in ganz Tokyo!“, Yuu grinste, „Und ich weiß, das du Ramen liebst!“
Asahis Gesicht verriet, das Yuu vollkommen ins Schwarze getroffen hatte.

Yuu betrat den Laden und bat um einen Platz für zwei.
Eine Angestellte verbeugte sich und wies sie zu ihrem Tisch, ehe sie fragte, ob sie bereits wussten, was sie trinken wollten.
Die Getränke bestellt – Tee und Soda – verfielen sie in Stille um sich das Speiseangebot anzusehen.
Als ihre Getränke serviert wurden, bestellten sie direkt.
Sie saßen einander Gegenüber und während Asahi vorsichtig an seinem Tee nippte, nahm Yuu einen Schluck seines Soda und wusste, dass er richtig bestellt hatte, ehe ihm ein anderer Gedanke in den Sinn kam.
War das hier ein Date? Immerhin waren sie zu zweit Essen gegangen. Ohne Yuna. Yuu hatte Asahi zum Essen eingeladen und Asahi sah wirklich süß aus, wie er fast verlegen an seinem Tee nippte.
Sollte Yuu etwas sagen? Aber was?
Und dann viel ihm wieder das Gespräch aus der Umkleide ein. Konnte er das wagen? Er musste!
Schließlich nahm er all seinen Mut zusammen und Räusperte sich.
„Sag mal, Asahi …!“, setzte Yuu an, „Was denkst du über … na ja … Männer. Also … über Männer die Männer mögen.“
Asahi blinzelte überrascht. Offensichtlich hatte er nicht mit einer solchen Frage gerechnet.
„Ähm … mögen Männer im Sinne von beste Freunde oder … Liebe“, fragte Asahi vorsichtig und leise.
„Na ja … letzteres“, in Yuus Magen legte sich ein ganz seltsames Gefühl.
„Das kommt auf den Charakter von ihnen an“, Asahi lächelte, „Ich hab kein Problem mit schwulen Menschen. Wirklich nicht, hatte ich nie.“
„K-kennst du welche?“, jetzt war Yuu überrascht.
„Ist das ein Test?“, fragte der Ältere irritiert und sah Yuu an – dieser sah verwirrt zurück, „Warte … du weißt es nicht?“
„W-Was weiß ich nicht?“, fragte Yuu verunsichert – Hirngespinste überschlugen sich in seinem Kopf.
„Das mit Suga und Daichi“, sprach Asahi, als sei es das offensichtlichste.
„Was ist mit ihnen?“, stand der Libero komplett auf dem Schlauch.
„Das sie … du weist schon“, setzte Asahi leise an, doch offensichtlich wusste Yuu nichts, „Mit einander gehen?“
Yuus Hände flogen gerade noch rechtzeitig auf seinen Mund, das er seinen Schrei ersticken konnte.
„Okay, du wusstest es nicht“, sah es Asahi schließlich ein, „Ich dachte, alle hätten es gewusst.“
„Ich … nein. Nein, ich glaube keiner“, sagte Yuu schließlich.
„Na ja, sie … sie sind seit dem Schulabschluss zusammen. Suga hat es Daichi nach der Verabschiedung gesagt und Daichi ist alles aus dem Gesicht gefallen“, Asahi lächelte, „Wenn ich jemanden hätte, der oder die mich so angucken würde, wie Suga Daichi ansieht …!“ – Asahi seufzte verträumt.
„Der … oder die?“, war Yuu überrascht.
„Ähm … na ja … ja“, setzte Asahi, „Ich … finde manche Männer auch sehr attraktiv.“ – er sah Yuu mit leicht geröteten Wangen an – „I-ich hoffe, das stört dich nicht!“
„Was? Nein! Ich … ich meine … ich auch“, gestand Yuu, „Also … ich mag auch Frauen und Männer.“
„W-Wirklich? Dann … dann war das von Ennoshita damals gar kein Witz?“, fragte Asahi überrascht, lehnte sich dann jedoch zurück, als ihre Vorspeise serviert wurde.
„W-Was ha-hat Chikara denn gesagt?“, war Yuus Puls direkt in die Höhe geschossen. Hatte Chikara etwa etwas von seiner Liebe zu Asahi mitbekommen?
„Na ja, ich hab's damals für n Scherz gehalten, weil du so offenkundig für Shimizu geschwärmt hast“, begann der Ältere, „Aber er meinte damals das was zwischen dir und … und Tanaka …!“
Ryuu?!“, jetzt konnte Yuu sich nun wirklich nicht zurück halten. Die übrigen Gäste sahen sie an.
„Entschuldigung“, entschuldigte sich Asahi sofort. Doch Yuu kicherte bereits leise.
„Ich hoffe, dass du das nicht geglaubt hast“, lachte Yuu, „Ryuu ist mein bester Freund und wir beten Kiyoko heute noch an – sie ist eine Göttin, die auf die Erde geschickt wurde! Aber zwischen mir und Ryuu könnte niemals was laufen und …!“ – er errötete – „Ich glaube aus mir und Shimizu wäre wohl auch nie was geworden.“
Asahi lächelte – war er etwa erleichtert?
„Und wenn sie jetzt zu dir kommen würde und fragen, ob du mit ihr zusammen sein wollen würdest?“, fragte Asahi.
„Ich … ich würde tot umfallen“, klang Yuu halb entsetzt und halb lachend.
„D-das heißt?“, fragte Asahi deutlich verunsichert.
„Na ja …!“, Yuu seufzte, „Ich hab Kiyoko seit 5 Jahren nicht mehr gesehen. Sie wird immer noch wunderschön sein – vielleicht sogar so schön, das ich es nicht ertragen kann. Aber …!“ – er starrte auf seine Vorspeise – „Ich bin in jemand anderes verliebt.“
„Oh“, Asahi nickte, schnappte sich seine Stäbchen und beendete das Thema, „Lass uns das gute Essen genießen. Itadakimasu!“
„Itadakimasu“, lächelte Yuu und schnappte sich ebenfalls seine Stäbchen – froh, das Asahi nicht weiter fragte.

Doch ein Biss in sein Karaage reichte, um Yuu wieder reden zu lassen.
„Hmm …!“, stöhnte er genussvoll auf, „Asahi, das Karaage ist super köstlich!“
Asahi lachte leise, während er in sein eigenes Karaage biss.
„Hmhm“, nickte Asahi und schluckte bevor er sprach, „Wirklich, wirklich gut.“
„Nicht wahr?“, Yuu strahlte und schob sich den Rest des Hühnchen Stücks in den Mund.
Schweigend aßen sie ihre Vorspeise und schließlich war es Asahi, er das Wort erhob.
„Sag mal, Nishinoya. Suzuki-san aus deiner Mannschaft, ist er … schwul?“, fragte Asahi vorsichtig.
„Shiro?“, fragte Yuu verwundert und lachte dann leise, „Niemals! Nicht bei den Frauen Geschichten.“ – doch dann beschlich ihn ein Verdacht; immerhin hatte Shiro Asahi zum Spiel eingeladen – „Willst du etwa was von ihm?“
„W-was? Nein, nein“, winkte Asahi direkt ab, „Ich … ich hatte angst, er würde was von mir wollen.“
„Warum?“, fragte Yuu verwirrt.

„Na ja“, Asahi seufzte, „Weil er mich fast angebettelt hatte zu eurem Spiel zu kommen.“



                             …




Ende des 4. Kapitels

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Das war's für heute ^^
Ich hoffe, ihr hattet beim lesen genau so viel Spaß wie ich beim schreiben :D
Was die Sache mit Shiro noch auf sich hat, was Asahi und Yuu tun, nach dem sie den nächsten Schritt aufeinander zu gemacht haben und wie viel DaiSuga noch vor kommt ...

Freut euch auf die kommenden Kapitel :D
Ich freue mich auf eure Kommentare <3

liebe Grüße
AnubisBride
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