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Somebody to love

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 Slash
Azumane Asahi Ennoshita Chikara Nishinoya Yuu Sawamura Daichi Sugawara Koushi Tanaka Ryuunosuke
06.07.2020
23.11.2020
17
71.009
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Dieses Kapitel
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28.09.2020 6.965
 
Einen wunderschönen guten Abend  ^^
Ich hoffe, ihr hattet eine wunderschöne Woche und seit am Wochenende nicht so durchgefrohen wie ist xD
Vielen Dank für eure Kommis und viel Spaß beim lesen <3

Liebe Grüße eure AnubisBride

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Kapitel 10:
Schlechte Erfahrung

„Wenn wir Yuna gleich ins Bett bringen können, machen wir dann noch ein bisschen rum?“, Yuus Frage ließ Asahis Wangen erröten, „Das nehme ich als ja.“
Asahi lächelte und erinnerte Yuu daran wie Schüchtern das ehemalige Karasuno Ass doch war.
Vorsichtig stand Yuu auf und lief mit einem „Du darfst gerne mitkommen, Asahi!“ die Treppe herauf.
In einem neuen Versuch legte er Yuna ins Bett, doch dieses Mal schlief sie weiter.
Erleichtert verließ Yuu ihr Zimmer und begegnete Asahi bereits auf dem Flur, ehe er die Hand des Größeren ergriff und ihn mit in Asahis Zimmer zog. Immerhin war Asahis Bett viel Größer.

Doch noch bevor sie Asahis Bett erreichen konnten zog Asahi Yuu zu sich und in einen Kuss, während die Hände des Größeren unter Yuus T-Shirt verschwanden.
Das war nicht unbedingt das, was Yuu unter „rummachen“ einkalkuliert hatte, aber verdammt! Es machte ihn an!
Er hob die Arme und unterbrach den Kuss, damit Asahi ihm das T-Shirt ausziehen konnte, ehe er zum Gegenangriff ausholte um Asahis T-Shirt auszuziehen.
Und er hätte diesen Oberkörper den ganzen Tag anstarren können.
Asahi jedoch ließ ihm keine Zeit dafür, zog den Jüngeren zu sich und in einen weiteren Kuss.
Vorsichtig wurde Yuu von Asahi zum Bett gezogen, der Größere setzte sich auf die Bettkante, zog Yuu zu sich und der Kleinere nahm breitbeinig auf Asahis Schoß platz, ehe er den Kuss inniger werden ließ, seinen Körper an Asahis drückte – Haut an Haut – und in den Kuss stöhnte, als Asahi Hand nach Yuus Hintern griff.
„Asahi“, Yuu keuchte, „Bitte! Nimm mich!“

Und als hätte sich ein Schalter in Asahi umgelegt, ließ er los. Er ließ los und sah Yuu ängstlich an.
Gedanken rasten durch den Kopf des Jüngeren – was war falsch an seiner Bitte? Es konnte doch nicht ernsthaft an seiner Gehirnerschütterung liegen!
„A-Asahi?“, fragte Yuu vorsichtig.
„Entschuldige, ich … ich kann nicht“, sprach Asahi leise.
„Du … du kannst nicht was?“, fragte Yuu verwirrt. Wollte Asahi ihm mitteilen, das er Yuu nicht nehmen wollte, weil er von Yuu genommen werden wollte?
„Ich kann nicht mit dir schlafen, es … es tut mir Leid“, setzte Asahi an und nun war Yuu gänzlich verwirrt.
„Warum?“, war das einzige, was dem Libero einfiel.
Asahi senkte den Kopf, bis er auf Yuus Schulter lag.
„Ich … Ayumi und ich haben es einmal versucht – Anal Sex meine ich“, begann der Ältere leise und Yuu ahnte bereits schlimmes, „Es … es hat nicht geklappt, es ist schief gelaufen. Sie … sie hatte Schmerzen und Tage lang danach immer noch. Die ersten zwei Tage wollte sie sich nicht Mal hinsetzen. Ich … ich kann und will dir das nicht antun.“

Yuus Herz wurde schwer. Da er und Hina es nie probiert hatten, hatte Yuu keine Ahnung und Asahis Erfahrungen klangen schrecklich! Er wollte mit Asahi schlafen; dieses Bild, wie er ihn nahm hatte sich in seinem Kopf gebildet und er wollte es fühlen und erleben. Aber er wollte danach nicht Tage lang Schmerzen haben und nicht nicht sitzen können.
„Es … es tut mir Leid, Asahi“, murmelte Yuu leise, „Das wusste ich nicht.“
Er strich Asahi über den Rücken, doch dieser schüttelte langsam den Kopf.
„Es ist nicht deine Schuld“, murmelte der Größere. Doch Yuu hob Asahis Kopf hoch und drückte seine Stirn sanft gegen die des anderen.
„Ich bin mir sicher, es gibt noch eine Menge anderer, schmerzfreie Wege, um miteinander Spaß zuhaben“, Yuu grinste, „Weißt du, ich mag es zum Beispiel, wenn man das hier mit mir macht.“
Und damit zog er Asahi in einen Kuss und fuhr mit einer Hand hinunter zu Asahis Brust, eher er begann, Asahis Brustwarze mit seinem Daumen zu massieren. Asahi keuche auf, mochte es offensichtlich genau so sehr wie Yuu.
„Du scheinst es auch zu mögen“, grinste Yuu in den Kuss hinein.
„Hmhm“, brummte Asahi zurück, „Fast so gut wie das hier.“
Yuu keuchte auf – Asahis Hand an der Linie zwischen Torso und Schritt.
Der Größere ließ sich nach hinten sinken, zog Yuu mit sich und drehte sie dann, das Yuu mit dem Rücken auf der Matratze lag und Asahi über ihm kniete.
Der Ältere zog Yuu in einen Kuss und während Yuu diesen erwiderte wanderte Asahis Hand zu Yuus Brustwarze und ließ den Kleineren erneut keuchen.
Leises Stöhnen entkam Yuus Lippen, während Asahi in seinen Bewegungen fortfuhr und als er seine Lippen um eine der Brustwarzen legte und begann an ihr zu knabbern konnte der Libero nicht anders als laut zu stöhnen.
„Asa- fuck“, war alles, was Yuu heiser heraus bekam, ehe Asahis zweite Hand in Richtung Hose wanderten.
„Hmm?“, fragte Asahi vorsichtig.
„Nicht aufhören!“, Yuu keuchte und Asahis Hand fuhr tiefer, öffnete die Schleife an Yuus Jogginghose.

Kurz hörte Asahi auf, ließ von Yuu ab, um ihn vollständig zu entkleiden – und Yuu nutzte die Gelegenheit um Asahi zu entkleiden, bevor er Asahi neben sich aus Bett zog, ihn auf die Matratze drückte und sich dann genau auf Asahis Erregung setzte.
„Noya … Yuu, nicht …!“, setzte Asahi an, doch Yuu grinste bereits, „Und dein Kopf.“
„Dem geht es gut“, Yuu lächelte und rollte mit seinen Hüften nach vorn und bewusst über Asahis Schwanz – Asahi stöhnte, „Jetzt vielleicht sogar noch besser.“
Vorsichtig begann er seine Hüften zu bewegen, es war ein seltsamer Bewegungsablauf, doch es brachte die schönsten Töne aus Asahi, der sich mittlerweile in den Stoff unter ihm krallte.
„Yuu … Yuu …!“, der Größere keuchte und Yuu spürte, wie Asahi unter ihm immer erregter und härter wurde.
„Fass mich an“, setzte Yuu an, keuchte, „Lass mich mit dir kommen.“
Asahi löste seine rechte Hand aus den Lacken, legte sie um Yuus Erregung und fuhr mit der Hand über den Schwanz. Yuu stöhnte; das hier war gut – verdammt gut!
Er bewegte seine Hüften schneller, ließ Asahi lauter stöhnen, während dieser seine Handbewegungen anpasste. Nicht mehr lange und Yuu würde kommen, er wusste es und er brauchte es.
„Fuck“, es entwich Yuus Lippen, hoch und heiser, während er kam und er spürte, wie Asahi direkt mit über die Klippe ging.

Schwer atmend waren sie da, Asahi noch immer auf dem Rücken, Yuu noch immer aufrecht. Er wollte sich nach vorne sinken lassen, sich an Asahi kuscheln und schlafen. Doch sie hatten sich beide über Asahi ergossen; er würde sich vollschmieren, dabei sollte er Asahi sauber machen.

„Das … war gut“, setzte Asahi an.
„Hmhm“, war alles, womit Yuu zustimmen konnte.
Bis sie schließlich Yuna aus dem Nachbarzimmer weinen hörten.
„Das ist nicht gut“, Asahi seufzte, „Haben wir sie geweckt? Bestimmt!“
Yuu kletterte von Asahi.
„Ich … ich kümmer mich um Yuna“, er griff nach der Tempo Box und wischte das Sperma von Asahi weg, das ihn getroffen hatte, ehe er in seine Boxershorts schlüpfte, „Du … machst dich sauber.“
Dann lief er aus dem Zimmer, seufzend.

Er sollte sich nicht beschweren – immerhin hatte Yuna gewartet, bis sie fertig waren.
Aber Sex mit einem Kind in Nachbarzimmer würde eine ziemliche Herausforderung werden!
„Hey, wer weint denn da?“, Yuu lachte, als er Yunas Zimmer betrat, doch Yuna hörte nicht auf zu weinen, „Yuna …! Es ist doch alles in Ordnung.“
Er holte das Kind aus dem Bett und legte sie aufrecht auf seinen Arm.
„Alles ist gut; ich bin ja da. Dein Otou-san kommt auch gleich, du hast gar keinen Grund …!“, dann roch er es, „Okay, du hast definitiv n Grund zu weinen.“ – er lief mit ihr aus dem Zimmer – „Asahi! Sie hat die Windel voll!“

„Ich kümmere mich gleich drum“, rief Asahi aus dem Badezimmer gegenüber von Yunas Zimmer, „Versuch sie zu beruhigen und geh schon mal runter zum Wickeltisch.“
Yuu versuchte es, doch ein Kind zu beruhigen, das nicht aufhören wollte zu schreien, war gar nicht Mal so leicht.
Er lief die Treppe hinunter, lief mit ihr durchs Wohnzimmer und alberte herum – doch nichts beruhigte länger als zehn Sekunden.
„Wer weint denn da?“, Asahis Stimme wirkte Wunder – Yuna verstummte augenblicklich und streckte ihre Arme aus. Aber Yuu konnte es ihr nicht verübeln – Asahi in Boxershorts und mit offenen Haaren sah einfach verboten gut aus.
Yuu reichte sie rüber und noch bevor das kleine Mädchen wieder weinen konnte redete Asahi weiter.
„Hast du die Windel voll? Dann müssen wir dir ganz schnell einen sauberen Popo machen“, Asahi lächelte und strahlte so viel Ruhe aus, das sogar Yuu einen Gang runter schaltete.
Der Ältere verschwand mit der Kleinen im Bad und Yuu ließ sich erleichtert im Wohnzimmer auf sein Sitzkissen fallen.

Er schloss die Augen und dachte nach. Asahi, der Angst hatte war nichts neues – das kannte Yuu, damit konnte er umgehen. Auch wenn Asahi im Vergleich zu früher schon viel weniger ängstlich war.
Aber ein Asahi, der Angst vor Sex hatte? Das war eine Herausforderung, von der Yuu noch nicht ganz wusste, wie er damit umgehen sollte. Zumal ihn die Angst mit angesteckt hatte. Er brauchte Hilfe! Aber wen konnte er fragen? Seine Eltern? Scheiße, nein! Er musste ihnen erst einmal erzählen, dass er mit Asahi zusammen war! Ryuunosuke? Eher nicht; Ryuunosuke hatte noch weniger Erfahrung als Yuu! Der Glatzkopf hatte seine Jungfräulichkeit bei einem Dorffest verloren und soweit Yuu wusste war es das erste und letzte Mal gewesen, dass der Jüngere Sex gehabt hatte.
Am besten fragte er jemanden, der Erfahrung in diesem Bereich hatte – also jemanden, der selbst schwul oder wenigstens Bi war.
Daichi und Koushi!
Warum war er da nicht schon früher drauf gekommen?
Die beiden mussten doppelt, nein, dreifach qualifiziert für diese Aufgabe sein!
Sie waren seit Jahren mit einander zusammen und bestimmt schliefen sie auch miteinander! Sie kannten Asahi mindestens so gut wie Yuu. Und mindestens Koushi musste Ayumi kennengelernt haben – wenn er an Ryuunosukes Worte dachte.


Mit frischer Windel ging es Yuna direkt besser, in ihrem Bett wollte sie trotzdem nicht schlafen und schließlich gab Asahi sich geschlagen.
Das Gitter an sein Bett gemacht legte sich etwas chaotische WG in Asahis Bett. Yuu kuschelte sich an Asahi und war schnell eingeschlafen, Yuna hingegen wollte offensichtlich noch nicht schlafen. Sie war wach, lag mit ihrem Bauch auf Asahis und strampelte. Das Asahi ein Schlaflied summte störte sie auch nicht – im Gegenteil. Freudig begann sie zu quieken, das sogar Yuu wieder wach wurde.
Verschlafen richtete sich der Libero auf und reagierte gerade noch rechtzeitig, als Yuna sich drehte und von Asahi runter fiel.
Es reichte, das sie erneut zu weinen begann.
„Schlaf ruhig weiter“, Asahi lächelte und gab Yuu einen Kuss auf die Stirn, „Ich mach das schon.“
Dann verließ Asahi das Zimmer.

„Schhhhhhhht“, begann er ruhig, „Alles ist gut, Otou-san ist da und passt auf dich auf“, er gab ihr einen Kuss aufs Haar, „Du hast dich nur erschreckt, Yuna.“
Er legte sie waagerecht in seine Arme und schaukelte sie langsam hin und her, während er wieder das Schlaflied zu summen begann. Bis sich Yuna schließlich beruhigt hatte. Doch müde war sie immer noch nicht.



Als Yuu wach wurde, war er allein.
Verwundert, wo Asahi war, sah er sich um. Die Uhr zeigte 5:26 Uhr – keine Zeit in der Yuna wach wäre.
Doch es wirkte auch noch nicht so, als ob Asahi im Bett geschlafen hätte.
Vorsichtig kletterte Yuu aus dem Bett und lief auf dem Flur; dem schwachen Licht aus Yunas Zimmer gefolgt fand Yuu sich in einem Chaos wieder.

Da lag Asahi, im schwachen Licht der Sternlampe, die über Yunas Bett an der Wand hing. Neben ihm schlief friedlich Yuna und um sie herum war allerlei Spielzeug verteilt.
Mit einem Seufzen und wie Storch im Salat lief Yuu vorsichtig durchs Zimmer, hob die schlafende Yuna auf seinen Arm und legte die vorsichtig ins Bett. Friedlich schlief die Kleine weiter.
Dann schaufelte Yuu einen breiten Weg von der Tür zum Bett und schließlich strich er Asahi sanft über den Rücken.
„Asahi, aufstehen“, lächelte Yuu sanft, doch Asahi murrte nur, „Komm schon, ab ins Bett, dann kannst du weiter schlafen.“
„Noch fünf Minuten“, murmelte der Ältere.
„Jetzt ins Bett, dann kannst du ein paar Stunden schlafen“, antwortete Yuu. Doch Asahi wurde nicht wach.

Ein paar Versuche später gab Yuu auf.
Der Libero lief in sein Zimmer, holte seine Bettdecke und lief zurück in Yunas Zimmer, wo er den Kindesvater zudeckte.
Dann kuschelte sich Yuu wieder in Asahis Bett, mit der Hoffnung, Asahi würde wach werden und nachkommen.


Irgendwas hatte Yuu geweckt.
Doch als der Libero die Augen öffnete und sich umsah war er allein.
Die Sonne schien bereits und die Wanduhr teilte kurz nach Acht Uhr mit.
Asahi war wohl nicht zurück gekommen.
Nun würde Asahi in der Küche sitzen, Yuna hätte ihre Flasche fertig und würde jetzt ihr Bäuerchen machen. Vielleicht hatte Asahi auch schon Frühstück gemacht.
Aber als Yuu in der Küche ankam war diese verlassen.
Vollkommen verwirrt lief er hoch in Yunas Zimmer; und da lag Asahi immer noch in mitten von Spielzeug, zugedeckt wie Yuu ihn verlassen hatte.
Yuna hingegen war wach und kaute auf einem Beißring herum.
„Guten Morgen“, Yuu grinste sie an und als sie ihre Arme ausstreckte hob Yuu sie aus dem Bett und ging mit ihr ins Wohnzimmer.
„Deinen Otou-san lassen wir noch Schlafen, ja?“, begann Yuu, „Was machen wir denn so lange?“
Er setzte sich vor Yunas Krabbeldecke und legte sie mit dem Rücken auf diese. Dann hielt er ihr ein Kuscheltier hin und sie schmiss es weg.
Gespielt erschrocken atmete Yuu laut und erschrocken ein: „Oh nein! Teddy-chan!“
Er nahm den Stoffteddy und stellte ihn auf sein Knie.
„Keine Sorge! Denn ich, Teddy-chan, bin hier um euch zu retten! Yuna! Gib auf, bevor es zu spät ist!“, spielte Yuu den Teddybären als Superheld aus, ließ den Teddy in die Luft springen und auf Yuna springen – Yuna hingegen fand das alles eher amüsant und lachte.
„Super Knuddel-Power!“, setzte der Teddy zum Angriff an und Yuu kitzelte die Kleine, die daraufhin vor lauter lachen fast zu weinen begann.


Als Asahi die Küche betrat blieb er irritiert stehen.
Yuu saß auf seinem Platz, Yuna im Arm und fütterte das kleine Mädchen.
„Hallo Asahi“, Yuu grinste, „Gut geschlafen?“
Es war ihr üblicher Morgentrott – nur umgekehrt, viel später und Yuu hatte viel zu gute Laune um Asahi zu sein.
„Guten Morgen“, Asahi lächelte, „Warum habe ich mit deiner Decke in Yunas Zimmer geschlafen?“
„Weil ihr beide auf dem Boden eingeschlafen seid und ich dich leider nicht ins Bett tragen konnte, ich dich aber auch nicht wach bekommen habe“, antwortete Yuu und lächelte, „Und da ich mir sicher war, du würdest in deiner Boxershorts frieren, hab ich dich zugedeckt.“
„Danke“, Asahi lächelte, beugte sich zu Yuu und gab ihm einen Kuss.
Der Ältere setzte sich auf Yuus Platz und begann erst richtig wach zu werden.
„Ich sollte mich anziehen“, murmelte er.
„Oder du bleibst noch ein bisschen mit diesem Oberkörper vor mir sitzen. Ich hab mich noch nicht satt gesehen“, grinste Yuu unverschämt.
„Ich sollte mich definitiv anziehen“, setzte Asahi an, „Bevor du noch auf dumme Ideen kommst.“
Asahi stand auf und verließ die Küche. Als er wiederkam trug er T-Shirt und Jeans, bevor er mit den Frühstücksvorbereitungen begann.

„Du, Asahi?“, fragte Yuu irgendwann, „Hat Suga noch die gleiche Handynummer wie früher?“
„Uh … ja“, nickte Asahi, „Aber ruf ihn nicht vor 17 Uhr an, wegen der Arbeit meine ich.“ – Yuu nickte – „Was willst du von Suga?“
„Ach, nur reden“, lächelte Yuu, Probleme lösen, „Was machst du heute?“
„Einkaufen“, Asahi lächelte, „Wenn du möchtest, kannst du mitkommen.“


Yuu ging mit einkaufen.
Er half bei den Vorbereitungen fürs Abendessen und beschäftigte Yuna, als sie wach wurde.
Während das Abendessen köchelte übernahm Asahi Yuna und Yuu nutzte die Gelegenheit um Mahiru anzurufen. Er ließ sich auf den aktuellen Stand der Mannschaft bringen – auch wenn er schnell merkte, das er nichts verpasst hatte.
Koushi anzurufen vergaß er voll und ganz.


Und dann wurde es Dienstag.
Das Yuu Koushi nicht angerufen hatte, fiel ihm schlagartig ein, als der Postbote ihm einen Paket brachte.
Sexspielzeug und Vorbereitungshilfen, die Yuu bestellt hatte, bevor Asahi ihm gesagt hatte, er könnte nicht mit ihm schlafen.
In den letzten Nächten hatte Yuu in seinem eigenen Bett geschlafen, weil er früh müde war und Asahi noch Aufträge nähen wollte. Also hatte es keine weitere Erinnerung an den Anruf gegeben.
Jetzt schob Yuu den Karton ungeöffnet unter sein Bett.
„Wer war an der Tür?“, fragte Asahi, als Yuu zurück in die Küche kam.
„Postbote, Paket für mich“, ließ Yuu es so beiläufig klingen, wie er konnte.
„Alles in Ordnung?“, fragte Asahi.
Offensichtlich nicht beiläufig genug.
„Hmm? Ja, alles gut. Ich … überlege gerade nur“, setzte Yuu an. Überlegen, wie er Koushi die Situation schildern konnte, ohne zu übertreiben.


Nachmittags war Asahi weg. Die Baby Gruppe traf sich wieder – heute ausnahmsweise nachmittags. Asahi hatte irgendwas von Attraktion im Park gesagt, aber Yuu hatte es schon wieder vergessen.
Der Libero saß im Wohnzimmer und wartete auf Koushis Nachricht.
Er hatte den ehemaligen Vizekapitän angeschrieben, das er seinen Rat bräuchte und gefragt, ab wann er anrufen könnte. Jetzt wartete er auf ein Lebenszeichen Koushis.

Um 16:30 Uhr klingelte schließlich Yuus Handy: Koushi rief an.
„Hallo Suga“, grinsend begrüßte Yuu ihn – auch wenn er keinen Anruf erwartet hatte.
„Hallo Noya, wie kann ich dir helfen?“, klang Koushi optimistisch wie immer.
„Es … geht um Asahi“, setzte Yuu an, „Da du wahrscheinlich besseren oder überhaupt Kontakt zu ihm hattest, als er mit Ayumi zusammen war und weil … na ja, weil du mit Daichi zusammen bist, dachte ich, du könntest mir vielleicht helfen.“
„Okay, bei der Themenüberschneidung bin ich wirklich neugierig“, begann Koushi, „Asahi und ich hatten in der Zeit allerdings hauptsächlich telefonisch Kontakt. Wir haben uns wenig gesehen.“
„Hmhm“, nickte Yuu, „Also … das ganze ist … na ja … n heikles Thema.“ – schließlich druckste Yuu noch herum.
„Okay. Ich sag zu niemandem was, wenn du nicht willst“, Koushi lächelte.
„Es … es geht um … um Sex“, jetzt hatte Yuu es ausgesprochen – trotzdem froh das er alleine in der Wohnung war.
„Das … ist glaub ich weniger ein heikles Thema“, setzte Koushi an, „Außer du redest über den von Asahi und Ayumi.“
„Ein … bisschen“, seufzte Yuu, „Ich meine … das Asahi und sie Sex hatten ist ja offensichtlich. Wie sollte Yuna sonst zur Welt gekommen sein. Hina und ich hatten auch Sex gehabt; wir haben also alle unsere Erfahrung. Aber …!“
Yuu seufzte.
„Ihr hattet vermutlich beide noch keinen mit Männern“, schlussfolgerte Koushi.
„Ja. Aber das ist tatsächlich nicht das Problem. Das Problem ist … ist Asahis Angst“, rückte der Jüngere schließlich mit der Sprache raus.
„Wovor hat unser großes Weichei denn jetzt wieder Angst“, Koushi lachte leise.
„Vor … wegen schlechten Erfahrungen“, Yuu seufzte erneut.
„Oh“, klang der Ältere dann doch vorsichtig, „Weist du, was passiert ist?“
„Alles, was ich weiß ist, das Asahi mir erzählt hat, das er und Ayumi Anal Sex ausprobiert haben. Und … das lief nicht gut. Er hat gesagt sie hatte Schmerzen, beim Sex und noch lange nach dem Sex und … und sie konnte Tage lang nicht sitzen“, packte Yuu sein Wissen aus, „Und jetzt hat er Angst, dass das wieder passiert und ich hab angst, dass das passiert! Ich meine … ich will Sex mit Asahi! Aber ich will nicht nicht sitzen können und ich will keine Schmerzen haben und ich meine … hast du Asahi mal nackt gesehen? Das ist viel!“
Er vergrub das Gesicht in seiner Hand. Er hatte es wirklich ausgesprochen!
„Nishinoya beruhige dich“, lachte Koushi gerade etwa?!
Und wie sollte er sich beruhigen?!
„Zu aller erst sei gesagt, dass das alles gar nicht so schlimm ist, wie du dir das vorstellst“, setzte Koushi an und Yuu hörte im Hintergrund eine Autotür zufallen, „Daichi und ich hatten schon oft Sex – schmerzfrei auf beiden Seiten. Wir waren vor dem ersten Mal super nervös – ich meine, wir hatten absolut keine Erfahrung und Daichis Eltern saßen eine Etage tiefer im Wohnzimmer.“
Koushi schmunzelte.
„Ihr wart bei Daichi?!“, fragte Yuu überrascht.
„Natürlich. Wir haben auf zwei verschiedenen Unis studiert. Daichi war im Studentenheim mit drei Jungs auf einem Zimmer und ich in meinem sogar mit fünf. Zwei davon offenkundig gegen Homosexuelle“, erzählte der Grauhaarige amüsiert, „Wir hatten die Wahl zwischen bei mir oder bei ihm und bei ihm konnten wir die Zimmertür wenigstens abschließen.“
„Oh“, setzte Yuu an, „Na ja, wir müssen halt leise sein um Yuna nicht zu wecken.“
„Verständlich“, schmunzelte Koushi, „Ich fürchte Asahi und Ayumi waren damals vielleicht einfach zu nervös oder hektisch. Man muss sich Zeit nehmen und sich beziehungsweise seinen Partner vorbereiten. Ist er nicht richtig vorbereitet kann das durchaus schmerzhaft werden.“
„Was muss ich machen?“, platzte es fast aus Yuu heraus, was Koushi zum lachen brachte.
„Ruhe bewahren. Immer, überall und vor allem während der Vorbereitung“, begann Koushi und erklärte Yuu, wie er und Daichi sich vorbereiteten – wobei Yuu erfuhr, dass sich Koushi auch von Daichi nehmen ließ. Sie hatten es auch einmal andersherum probiert, waren aber beide nicht richtig glücklich. Yuu sprach es nicht aus, doch er war richtig froh über all das und vor allem das er von Koushi lernen konnte.

„Danke, Suga“, der Libero lächelte.
„Gerne“, lächelte Koushi ebenfalls.
„Und entschuldige, das ich so viel von deiner Zeit in Anspruch genommen habe“, Yuu seufzte.
„Ach, gar kein Problem“, Koushi lächelte, „Daichi muss heute lange arbeiten. Ich bin also eh alleine zu hause. Ich stell dich einmal auf Freisprechen.“
Yuu hörte Getrappel, dann einen startenden Motor.
„Ich hoffe, ich konnte dir die Angst nehmen und das sich das ganze auch ein bisschen auf Asahi überträgt“, fuhr Koushi fort, „Vielleicht rede ich mal mit unserem Glasherz-Ass. Oder ich schicke Daichi, was vielleicht mehr Sinn macht.“
„Nur wenn Daichi Asahi nicht anbrüllt“, Yuu lachte und Koushi stimmte ein.
„Ich sag es ihm“, setzte Koushi an, „Aber ich denke du solltest auch mit Asahi reden.“
„Hmhm“, nickte Yuu, „Und ich hab jetzt eine Kiste voll von Dingen, die ich jetzt Ausprobieren kann.“
„Das hast du?“, lachte Koushi ungläubig.
„Na ja, es gab da diesen Online Sexshop und ich hatte da ein paar Sachen gekauft, von denen ich dachte, das sie aufregend sein. Danach hab ich die Sache mit Asahi und Ayumi erst erfahren“, Yuu seufzte, „Jedenfalls kam das Paket heute Vormittag an und ich denke, ich werde es gleich auspacken.“
„Halte mich auf dem Laufenden und sag Bescheid, wenn es was aufregendes aus deiner Bestellung gibt“, Koushi grinste.
„Das mach ich“, Yuu grinste, „Danke, Suga.“
„Dafür spann ich dich als Umzugshelfer ein“, Koushi lachte.
„Kein Problem“, Yuu grinste, „Solang ihr nicht umzieht, wenn ich ein Spiel habe.“
„Das sollte zu machen sein“, Koushi grinste.
„Sehr gut. Ich freue mich auf jeden Fall, wenn ihr hier …!“, setzte Yuu an, doch dann hörte er die Wohnungstür, „Hallo Asahi!“
„Hallo Yuu“, Asahi lächelte, „Telefonierst du gerade?“
„Mit Suga“, grinste Yuu.
„Grüß von mir und Yuna“, lächelte Asahi und Yuna quietsche vergnügt.
„Grüße zurück“, lachte Koushi und Yuu hörte, wie am anderen Ende ein Motor abgestellt wurde.
„Ich hab Suga gesagt, ich helfe beim Umzug. Machst du mit?“, fragte Yuu, während Asahi die Wickeltasche ablud.
„Wenn meine Oka-san auf Yuna aufpassen kann, klar“, Asahi lächelte und verschwand im Badezimmer.
„Und weg ist er“, Yuu lächelte.
„Nun, dann würde ich sagen wir legen auf und du genießt deinen Abend mit Asahi, während ich mir was leckeres koche und einen Film gucke, den Daichi nicht mag“, lächelte Koushi sanft.
„Okay“, Yuu lachte, „Dann viel Spaß beim Film und guten Appetit. Und vielen dank noch mal.“
„Gerne“, Koushi lächelte. Dann legten sie auf.


Als Asahi und Yuna aus dem Bad kam, war die Kleine quietsche vergnügt und aufgedreht.
„Na, wie war es?“, fragte Yuu neugierig.
„Wie immer“, Asahi lächelte, „Ich habe mich gut unterhalten und Yuna hat sich lautstark mit Neji unterhalten – niemand hat es verstanden, aber die Beiden hatten Spaß.“
„Sehr gut“, Yuu grinste, „Wollen wir heute bestellen? Wir hatten schon lange keine Pizza!“
Asahi sah so aus, als ob er widersprechen wollte, lächelte dann jedoch.
„Können wir machen. Dann schaff ich das Kleid heute und kann wahrscheinlich noch mit dem nächsten beginnen“, lächelte er, „Was gab‘s bei dir?“
„Ich hab ein bisschen aufgeräumt und mit Suga telefoniert. Daichi muss heute lange arbeiten“, Yuu lächelte, war jedoch noch nicht gewillt, den eigentlichen Grund für das Telefonat preis zu geben.
„Oh. Aber dann habt ihr euch Sicherlich gut beschäftigt“, Asahi lächelte und Yuu nickte. Dann verschwand Asahi ins obere Stockwerk.

Als Asahi umgezogen zurückkehrte, hatte Yuu seine Pizza bereits ausgewählt und und reichte sein Handy an Asahi weiter.
Dieser legte Yuna auf die Krabbeldecke, reichte ihr eine Rassel und suchte sich seine Pizza raus. Dann reichte er Yuu das Handy zurück und ließ sich vom Kleineren in einen Kuss ziehen.
„Was war das denn?“, Asahi lachte verwundert.
„Ich musste meine Akkus aufladen“, Yuu grinste, „Jetzt kann ich wieder weiter machen.“
„Wunderbar“, Asahi lächelte und ließ Yuu nach oben flitzen.

In seinem Zimmer angekommen schloss Yuu die Tür hinter sich, bevor er den Karton unter seinem Bett hervor zog und ihn an der Reißleine aufzog.
Die Rechnung bei Seite gelegt – er hatte schon wieder verdrängt, wie viel ihn der Paketinhalt gekostet hatte – holte er die ersten Sachen heraus.
Allen voran – weil er neugierig gewesen war und sich nicht entscheiden konnte – drei Tuben Gleitgel in verschiedenen Farben und Gerüchen.
Rosa mit Himbeergeruch öffnete Yuu zuerst um daran zu schnuppern und durfte grinsend feststellen, das es vollkommen seiner Vorstellung entsprach.
Als nächstes die orange Flasche mit Pfirsich Geruch, die sehr nach künstlichem Pfirsich roch – aber das war vollkommen in Ordnung.
Zu guter Letzt eine leicht rote Flasche mit künstlichem Wassermelonen Duft.
Zufrieden stellte Yuu sie bei Seite und wandte sich der nächsten Tüte zu. Er hatte mehrere Analplugs bestellt – alle im selben Design, doch jede Größe in anderen Farben. Er nahm sich die kleinste Größe Heraus und legte den Rest bei Seite. Der Analplug war nur so breit wie ein Finger; das sollte ein guter Anfang sein.
„Wichtig ist, das ich mich entspanne“, sprach Yuu leise zu sich selbst und beschloss den Rest der Sachen später auszupacken.
Er legte bis auf den kleinsten Analplug und das Himbeergleitgel alles zurück in den Karton, schloss ihn und schob ihn unter das Bett.
Dann legte er er das Gleitgel in sein Nachttisch und verschwand mit dem Analplug im oberen Bad. Er wollte ihn erst sauber machen, bevor er ihn ausprobierte.

„Hey Yuu“, Asahi versetzte Yuu einen halben Herzinfarkt. Der Libero war gerade aus dem Bad in den Flur abgebogen, den Analplug in der Hand. Asahi hatte er gar nicht mehr auf dem Schirm.
„A-Asa-hi“, setzte Yuu an und schob die Hand mit dem Plug vorsichtig hinter seinen Rücken.
„Ist alles okay?“, legte der Größere den Kopf schief.
„Ja, klar! Ich … ich hab mich nur erschreckt“, lächelte Yuu schnell.
„Entschuldige, ich wollte dich nicht erschrecken“, Asahi lachte peinlich berührt, „Ähm … die Pizza ist da.“
„Oh, cool! Ich komm sofort!“, grinste der Libero und rannte schnell in sein Zimmer, ehe er den Analplug in seine Nachttischschublade schmiss, diese zuschmiss und Asahi nach unten folgte. Alle Testläufe konnten warten; jetzt gab es Pizza mit Asahi!


Die saßen gemeinsam im Wohnzimmer und aßen ihre Pizza.
Yuna lag auf ihrer Krabbeldecke biss auf ihrem Spielzeug herum und strampelte vergnügt.
„Ähm … Yuu?“, setzte Asahi vorsichtig an und ließ Yuu aufblicken, „Ich … werde heute Abend wieder lange nähen. Wenn es dich nicht stört, kannst du trotzdem in meinem Bett schlafen. Ich … ich möchte dich nur nicht vom Schlafen abhalten.“
„Schon okay“, Yuu lächelte, „Ich bin einfach gespannt, was du nähst.“ – Yuu lächelte, „Aber mach nicht zu viele Nachtschichten! Weil sonst werde ich dich einfach von der Arbeit abhalten und für mich beanspruchen! Außerdem sind Nachtschichten ungesund!“
Asahi lächelte.
„Im schlimmsten Fall muss ich morgen noch eine Nachtschicht machen, aber dann darfst du mich in Anspruch nehmen“, erklärte der Ältere.
„Dann mach dich auf was gefasst“, grinste Yuu.
„Oh, ähm … du dich gegebenen Falls auch“, setzte Asahi an, „Daichi hat vorhin geschrieben, das er und Suga am Wochenende vorbei kommen wollen. Sie haben noch eine Wohnungsbesichtigung.“
„Cool“, Yuu grinste – ziemlich sicher, das Asahi sich noch mehr fassen musste als er, „Bleiben sie über Nacht? Sie könnten in meinem Bett schlafen.“
„Wenn Daichi nicht arbeiten muss, bestimmt“, Asahi lächelte.
Sie aßen ihre Pizzen auf, dann ließ Yuu sich zurück in die Lehne sinken.

„Ich werde morgen zum Training gehen um den Teamarzt und den Trainer zu sprechen und auf aktuellen Stand bringen“, begann der Libero, „Ich werde nicht morgens früh fahren, aber ich denke vor Nachmittags komme ich nicht wieder.“ – er hob den Kopf um Asahi anzusehen – „Wenn Yuna dann wach sein sollte, kann ich gerne auf sie aufpassen, dann kannst du nähen.“
Er ließ den Kopf wieder sinken.
„Ich denke, da komme ich gerne drauf zurück“, Asahi lächelte, dann beugte er sich über Yuu und gab ihm einen Kuss, „Entschuldige.“
Yuu rappelte sich auf: „Hmm? Wofür?“
„Ich schicke dich allein ins Bett und nehme dich so in Anspruch“, Asahi seufzte.
„Unsinn! Du kochst immer für uns und du schmeißt im Prinzip den ganzen Haushalt. Ich muss mich entschuldigen! Ich mach viel zu wenig …!“, konterte Yuu ohne groß darüber nachzudenken. Asahi lächelte.
Yuu zog den Älteren in einen Kuss.
„Und ich muss mich bedanken“, Yuu lächelte, dann ließ er sich auf seinen Platz zurück sinken.
Der Kleinere verabschiedete sich an diesem Abend noch früher ins Bett.
Er gab Asahi einen gute Nachtkuss, putzte seine Zähne und gab Asahi noch einen gute Nachtkuss, ehe er schließlich in seinem Zimmer verschwand und die Tür hinter sich abschloss.

Sich selbst anzufassen war … mittlerweile normal.
Doch wenn Yuu an das erste Mal dachte, wo er sich selbst einen runter geholt hatte war es nicht ansatzweise so seltsam wie das, was er jetzt tat.
Er hatte sich vorbereitet. Koushis Erfahrungen und ein Bericht im Internet, den er gerade noch gelesen hatte. Yuu hatte ein Handtuch auf seinem Bett ausgebreitet, damit er nicht das Lacken einsaute. Er hatte sich für das Himbeer Gleitgel entschieden und stellte Tube und den nochmals gereinigten Plug auf den Nachttisch.
Yuu war nervös. Richtig, richtig nervös. Was, wenn er sich verletzte?
Er schüttelte den Kopf, er machte sich selbst viel zu viel angst. Koushi hatte selbst gesagt, dass das wichtigste war, das sie ruhig blieben und sich entspannten.



Als Asahi Yuna ins Bett gebracht hatte und nun mit Babyfon an Yuus verschlossener Tür vorbei ging, überkam ihn das schlechte gewissen. Er sollte jetzt ins Bett gehen, morgen früh dann mit Yuu aufstehen und dann das Kleid weiter nähen. Er sollte Yuu nicht alleine schlafen lassen.
Doch noch bevor seine Hand an Yuus Tür klopfen konnte, nahm er sie wieder hinunter. Yuu würde jetzt schon schlafen – es wäre nicht fair ihn jetzt zu wecken.
Leise seufzend ging Asahi in sein Zimmer, sah kurz zwischen Bett und Nähmaschine hin und her und entschloss sich dann doch fürs nähen. Er war einfach noch nicht müde genug fürs Bett.



Als Yuu am nächsten Morgen die Küche betrat saß Asahi am gewohnten Platz und fütterte Yuna.
Er lächelte über den so gewohnten Anblick.
„Guten Morgen“, der Libero lächelte.
„Hmhm“, Asahi war wie gewohnt noch nicht sehr wach, „Frühstück ist so weit.“ – mehr Murmeln als Aussage.
„Ich finde es faszinierend, das du trotz Frühstück machen so verschlafen sein kannst“, Yuu kicherte und tat sich Reis aus dem Reiskocher in seine Schüssel, „Du auch?“
„Hmhm“, summte Asahi, „Ich war wach, aber ich schlafe wieder ein.“
„Dann werd wach, denn jetzt bin ich da“, grinste Yuu, stellte Asahis Schüsselchen mit Reis vor ihn und gab ihm einen Kuss.
„Hmhm“, murmelte Asahi zur Antwort, dann gähnte er.
Yuu legte Fisch auf ihre Teller, servierte und ließ die Miso Suppe folgen.
„Ich hab das Kleid gestern übrigens fertig bekommen“, der Ältere lächelte.
„Cool! Kann ich gleich noch gucken, bevor ich mich auf den Weg mache?“, Yuu strahlte.
„Natürlich“, Asahi lächelte, stellte Yunas leere Flasche auf den Tisch und nahm sie aufrecht auf den Arm für ein Bäucherchen.
„Das heißt, heute Abend kann ich dich für mich alleine beanspruchen?“, Yuu grinste.
„Davon Abgängig wie glücklich meine Kundinnen mit den Kleidern sind, aber ich denke schon“, Asahi lächelte, ehe Yuna laut ihr Bäuerchen verkündigte – Yuu lachte los.

Nach dem Frühstück jagte Yuu Asahi fast die Treppen hoch. Doch der Jüngere war von Asahis neustem Kleid restlos begeistert.
Nach einem Haufen von Lob und Küssen verabschiedete Yuu sich schließlich und gab Asahi ein wenig Zeit zum Aufräumen, ehe die Auftraggeberin ihr Kleid abholen würde.
Yuu hingegen hatte das Haus verlassen und war unterwegs zu seinem Team.
Dies war auch in vollem Einsatz, als Yuu die Halle betrat – und es juckte Yuu in den Fingern mit zu mischen! Doch der Libero konnte froh sein, wenn er nächste Woche wieder joggen durfte und Muskeln aufbauen konnte.
„Nice Kill!“, rief Yuu bei einem besonders coolen Angriff Mahirus.
„Nishinoya!“, fast das halbe Team brüllte und augenblicklich war das Training unterbrochen.
Mahiru und Maki waren die ersten bei Yuu.
„Wie geht es dir?“, fragte Maki begeistert.
„Gut, wenn auch mit Bewegungsdefizit“, Yuu grinste.
„Du hat uns n richtigen Schrecken eingejagt, Noya!“, setzte Shiro an und der Rest des Teams stimmte zu.
„Entschuldigt, Leute“, Yuu lächelte, „War nicht beabsichtigt.“
„Und was machst du jetzt? So ohne uns?“, Maki lachte, „Langweilst du dich?“
„Es geht“, Yuu lächelte, „Ich beschäftige Yuna, damit Asahi in Ruhe arbeiten kann.“ – bewusst verschwieg er die Beziehung; das wollte er Shiro einfach nicht gönnen – „Und ich telefoniere mit Suga und Daichi! Sie ziehen bald nach Tokyo!“
„Wer?“, zog Mahiru die Augenbrauen hoch.
„Daichi war Kapitän und Suga Vizekapitän unserer Volleyballmannschaft, als ich im zweiten Jahr bei Karasuno war“, stellte Yuu seine Freunde auf ein hohes Treppchen. Er wollte nicht direkt wieder Bezüge zu Asahi schaffen, darum ließ er die Info weg, das sie in Asahis Jahrgangsstufe wahren.
„Nishinoya“, der Trainer unterbrach die Traube, die sich um Yuu geschart hatte, „Jungs, zurück aufs Spielfeld!“
Die Mannschaft ging, Yuu blieb zurück.
„Hallo Trainer“, Yuu lächelte.


Als Yuu Nachmittags nach hause kam hörte er das Rattern einer Nähmaschine.
Der Libero war irritiert – Asahi hatte doch gesagt, er wäre fertig.
Irritiert schlüpfte er aus seinen Schuhen und lief die Treppe hoch.
Er klopfte an Asahis geöffnete Zimmertüre und ließ den Älteren überrascht aufblicken, während die Nähmaschine stoppte.
„Yuu“, setzte Asahi überrascht an, „Du bist schon da?“
„Schon? Erst! Ich war voll lange weg“, setzte Yuu an, „Warst du nicht fertig mit dem Kleid?“ – Yuu erkannte einen anderen Stoff unter der Nähmaschinennadel – „War sie nicht zufrieden mit ihrem Kleid?“
Das wäre ungeheuerlich! Das Kleid war wunderschön!
„Oh, im Gegenteil. Ich … nähe schon wieder das nächste Kleid“, Asahi lächelte verlegen.
„Du bist unverbesserlich“, Yuu lachte leise und lief zu Asahi hinüber, „Viel Spaß beim Nähen.“
Dann drehte er sich um.
„Yuu!“, Asahi hielt ihn an der Tür auf, „Was sagt dein Trainer und der Arzt?“
„Das erzähle ich dir heute Abend, wenn ich an dich gekuschelt in deinem Bett liege“, lächelte Yuu scheinheilig, „Also besser du machst heute keine Nachtschicht.“
Damit war der jüngere in seinem Zimmer verschwunden.

Umgezogen verließ Yuu sein Zimmer und wollte gerade die Treppe runter ins Wohnzimmer gehen, als Yuna zu schreien begann.
„Nähe, weiter Asahi!“, rief Yuu und lief in Yunas Zimmer, „Hey, hey, hey! Ist da jemand wach geworden und alleine?“
Grinsend betrat er Yunas Zimmer, doch die Kleine hörte nicht auf zu weinen, wie sonst.
„Hey, Yuna …!“, setzte Yuu an und holte sie aus dem Bett, „Was ist denn los, kleine Maus?“ – selbst auf Yuus Arm weinte sie noch.
Der Windeltest stinke-frei strich Yuu Yuna über den Rücken, doch ein Bäuerchen schien ihr nicht quer zu sitzen.
So ruhig er noch sein konnte lief er mit Yuna in Asahis Zimmer.
„Guck mal, Otou-san ist da, ich bin da …!“, setzte Yuu an und stellte sich so hin, das Yuna Asahi sehen konnte. Doch Yuna schien immer noch nicht aufhören wollen zu weinen.
„Sie wird hunger haben“, setzte Asahi an und stand auf, „Ich werde …!“
„Nein, nein, nein“, setzte Yuu an, „Ich kann das! Du arbeitest weiter. Ich pass doch bald auf Yuna auf, wenn du zum Volleyball gehst.“
Dann verschwand er die Treppe hinunter.
Yuna weinte weiter, als Yuu sie in der Küche in ihre Sitzvorrichtung legte und anschnallte.
Doch als er mit der leeren Trinkflasche vor ihr herum wedelte hörte sie auf zu weinen und streckte ihre Arme aus.
„Aye aye, my Lady“, Yuu grinste und wandte sich schnell um, um die Flasche fertig zu machen.

Zufrieden saß Yuu auf Asahis Platz, Yuna im einen Arm, ihre Flasche in der anderen Hand. Friedlich nuckelte die Kleine an ihrer Flasche, während Yuu die Stille genoss. So schlimm war es gar nicht, auf ein kleines Kind aufzupassen. Wenn Asahi irgendwann wieder Volleyball spielen würde, konnte Yuu problemlos auf Yuna aufpassen.
Als sie fertig getrunken hatte legte Yuu sich das Spucktuch auf die Schulter und nahm sie so auf den Arm, das sie ein Bäuerchen machen konnte.
Als nach gut fünf Minuten immer noch kein Bäuerchen gekommen war, ging Yuu mit Yuna ins Wohnzimmer zur Krabbeldecke und legte sie auf den Rücken und schnappte sich zwei Stofftiere um der Kleinen ein Theater vor zu spielen.
Es funktionierte. Yuna beobachtete fasziniert, was Yuu ihr vorführte, bis sie schließlich meckernde Geräusche von sich gab. Der Libero blickte auf, doch Yuna schien konzentriert ins Nichts zu starren – der darauf folgende Pups war nicht zu überhören.
„Oha, Yuna! Du bist ein Mädchen …!“, setzte Yuu an und ließ sich nach hinten fallen. Yuna hingegen fing an zu lachen.
„Wenn noch einer behauptet, Mädchen würden nicht furzen und stinken, dann schmeiß ich dem deine volle Windel ins Gesicht“, setzte Yuu ernst an. Nicht, das Yuna ihn verstehen würde, aber sie lachte trotzdem.
Seufzend setzte Yuu sich auf und nahm die Stofftiere in die Hand um ein neues Theater anzufangen. Doch stattdessen verzog Yuna das Gesicht und begann zu weinen.
„Hey, was ist los?“, fragte Yuu und nahm sie auf den Arm, „Musst du jetzt dein Bäucherchen ...! Oha, nee! Du brauchst was anderes!“ – es war nicht zu über riechen, also lief Yuu mit der knötternden Yuna zur Treppe – „Aaaaasaaaaahiiiiiiiiii? Hilfe! Stinke-Windel!“
Asahi kam mit sehr amüsiertem Blick nach unten.
„Wolltest du dich nicht um sie kümmern?“, lachte er.
„Sie hat eine Stinkbombe in der Hose, Asahi! Das ist dein Fachgebiet, nicht meins“, winkte Yuu ab, als Asahi seine Tochter an sich nahm, „Mein Fachgebiet ist Bespaßung.“
Kopfschüttelnd verschwand Asahi im Badezimmer.

Yuu hingegen rannte die Treppe hinauf in Asahis Zimmer und fand ein Kleid auf der Schneiderpuppe vor. Schimmernd, mit Orgaza Rüschen am Ende und ein paar Nadeln die noch im Kleid steckten. Asahi schien gut voran zu kommen.
Schnell lief Yuu wieder nach unten.
Er sollte heute Abend für das Abendessen sorgen. Also so wirklich, nicht bloß bestellen.
Aber was konnte Yuu kochen, was am ende auch schmeckte? Und ohne die Küche in Brand zu setzen.
Bei Asahi sah alles immer so super leicht aus.
Er konnte Pfannkuchen machen.
Omuraisu bekäme er vielleicht auch hin – wenn niemand den Reis IM Omelette erwartet.
Er seufzte und überlegte. Er sollte sich bei einem Kochkurs anmelden.
Schließlich verließ Asahi das Badezimmer mit Yuna, er versuchte zu lächeln, doch es sah eher unglücklich aus.
„Es war wirklich eine Stinkbombe“, der Ältere seufzte und Yuu nickte, ehe er Yuna auf den Arm nahm.
„Asahi, ich wollte einkaufen gehen. Kann ich Yuna mitnehmen?“, fragte Yuu, doch Asahis unglücklicher Gesichtsausdruck verriet, was der Ältere nicht sagen konnte: Nein.
„Ich ... wollte fürs Abendessen einkaufen“, erklärte Yuu.
„Du möchtest kochen?“, war Asahi überrascht, doch Yuu nickte.
„Nichts großes. Nur ... Reis und Gemüse und so“, setzte Yuu an, „Das Gemüse vielleicht roh.“
Asahi lächelte.
„Wir können zusammen einkaufen gehen, ich brauche ein bisschen Bewegung“, der Ältere lächelte und Yuu nickte.
Gemeinsam waren sie in den nahegelegenen Supermarkt gegangen und während Asahi bei der Baby Milch stand, rätselte Yuu, welches Gemüse er am besten kaufen sollte.
„Was hältst du von Möhren?“, setzte Asahi an, „Und dann holen wir noch ein bisschen Gehacktes und Eier und dann zeige ich dir, wie man ein ganz einfaches Gericht kocht.“
„Aber wenn du kochst, kannst du nicht weiter nähen“, setzte Yuu an und strich Yuna dabei abwesend über den Handrücken, während diese in Asahis Tragegurt hing und sich neugierig umsah.
„Yuu“, Asahi lächelte, „Allein dadurch das du die ganze Zeit auf Yuna aufgepasst hast, bin ich schon viel weiter als gedacht.“ – er drückte Yuu einen Kuss auf die Schläfe – „Ich kann das Kleid heute sowieso nicht mehr fertig stellen. Mir fehlen ein paar Sachen für Details, die ich morgen kaufen werde.“
Yuu nickte langsam.
„So lange du heute Abend keine Überstunden machst“, Yuu lächelte.
„Und die Erlebnisse deines Tages verpassen? Auf keinen Fall“, Asahi lächelte zurück und ergriff Yuus Hand.

Sie kehrten mit den Einkäufen zurück in die Wohnung, wo Yuu alles auspackte und Asahi Yuna in ihren Sitz in der Küche legte.
Kochen war wirklich einfach – wenn man wusste, wie. Und unter Asahis Anleitung war es richtig einfach.

Nach dem Abendessen fütterte Asahi Yuna noch einmal, ließ sie ihr Bäucherchen machen und hielt sie so lange auf dem Arm, bis sie eingeschlafen war. Schließlich brachte er sie ins Bett und lief dann wieder runter in die Küche, wo Yuu sich aufgeschrieben hatte, wie er das Essen zubereitete.
„Möchtest du noch ein bisschen Fernsehen, bevor wir ins Bett gehen?“, fragte Asahi sanft, als er die Küche betrat. Yuu sah ihn an.

„Was für eine Frage“, setzte der Libero an, „Ins Bett natürlich.“


                              …




Ende des 10. Kapitels

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Das war's für heute ^^
Wie das weiter geht?
Ob Asahi sich überwinden kann?
Ob Yuu jemals Windelnwechseln wird?
Und was Daichi und Suga demnächst noch alles anstellen werden xD

Ich bin auf eure Ideen und Kommentare gespannt ^^


liebe Grüße
Eure AnubisBride
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