Die Drachenkrieger

von Bibale
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12
Dagur der Durchgeknallte Heidrun Hicks der Hüne OC (Own Character) Valka
02.07.2020
29.08.2020
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08.08.2020 1.191
 
“Hey Leute, hat irgendjemand Linja gesehen? Wir hatten uns verabredet, aber sie ist noch nicht aufgetaucht und ich habe sie auch seit gestern Abend nicht mehr gesehen.”, meinte Yarek, als er bei seinen Freunden, welche sich vor der großen Halle versammelt hatten, ankam.

“Ne, auch schon seit gestern Abend nicht mehr. Sie ist gestern Abend noch kurz in den Wald gegangen. Seitdem habe ich sie nicht mehr gesehen. Habe allerdings auch nicht darauf gewartete, dass sie wieder kommt.”, antwortete Heidrun ihm.

Da kam Hicks wieder, welcher zuvor ein Gespräch mit seinem Vater hatte. Als er bei den anderen ankam, wurde er erwartungsvoll angesehen, worauf er anfing zu lachen und meinte:“Ja ja ich erzähl ja schon. Zwischen mir und Haudrauf ist alles wieder in Ordnung. Er hat sich desöfteren bei mir entschuldigt und außerdem seine Sichtweise über die Drachen geändert. Aber Mal ne andere Frage, wo ist eigentlich Linja? Sie ist gestern Abend nicht mehr im hellen aus dem Wald gekommen. Zumindest habe ich sie nicht mehr gesehen. Und sie ist doch normalerweise Frühaufsteherin, heißt sie müsste schon lange hier sein.”

Zwar freuten sich seine Freunde für ihn, sahen sich aber alle besorgt an, da niemand wusste wo Linja war. Also beschlossen sie zu Haudrauf zu gehen und ihn zu fragen. Vielleicht wusste er etwas oder einer der Dorfbewohner hatte sie gesehen. Nachdem sie Haudrauf die Geschichte erklärt hatten, ließ er eine Versammlung in der großen Halle einrufen und Hicks erklärte alles nocheinmal.

Doch niemand hatte Linja  gesehen. Sie saßen noch etwas beisammen und rätselten, was passiert sein könnte oder unterhielten sich, als plötzlich die große Tür der Halle aufgerissen wurde.

“Da sind gerade einige Drachenjäger Schiffe an Berk vorbei gesegelt und wir haben eine Nachricht von Viggo bekommen. Er hat Linja und ist morgen Mittag wieder bei uns um alles weitere zu besprechen. Der Rest der Drachenkrieger soll ebenfalls hier herkommen und sollte er einen von uns in der Nähe seiner Schiffe sehen, ist Linja tot.”, brachte Fischbein aufgebracht hervor, als er zu den Drachenkrieger gerannt kam. Als die anderen anfingen durcheinander zu rufen und Ideen vorzuschlagen, bat Heidrun um Ruhe.

“Wir werden es so machen, wie Viggo es sagt, ansonsten gefährden wir Linja. Hicks, könntest du den Brief an die anderen schreiben und dann Kralle zu ihnen schicken? Und der Rest sollte die Waffen bereit halten, denn Viggo will sicherlich wieder die Insel einnehmen.”

Heidrun endete und alle gingen aus der Halle und machten sich an die Arbeit, bevor sie schlafen gingen, um am nächsten Tag ausgeruht zu sein.

Am nächsten Morgen waren alle schon früh auf den Beinen. Das Wetter hatte umgeschlagen und dichter Nebel legte sich über Berk und das umliegende Meer. Es roch nach Salz und Seetang. Trotzdem suchten die Berkianer Waffen zusammen und sicherten die Häuser. Die Elitekrieger begrüßten ihre Freunde, die im Morgengrauen ankamen. Sie waren in ihre Arbeit oder Gespräche vertieft, als plötzlich das Horn ertönte. Alle machten sich auf den Weg zum Dorfplatz, von wo man den tiefer gelegenen Hafen trotz Nebel erkennen konnte. Nach kurzer Zeit erkannte man die ersten Schiffe, die sich immer weiter durch den Nebel näherten.

Astrid hatte amWaldrand noch etwas mit ihrer Axt trainiert und war durch den längeren Weg noch nicht am Dorfplatz angekommen. Mit schnellen Schritten lief sie zwischen den Häusern entlang. Plötzlich wurde sie an den Schultern gepackt und  zwischen zwei Häuser gezogen.

“Linja?!…”

Linja nahm ihr Schwert wieder in die Hand und ging in Richtung Dorfplatz, wo man Viggo mit seinen Männern stehen sehen konnte. Diese hatten sich vor dem Berkianer und  Drachenkriegern versammelt.

“Ihr gebt uns alle eure Waffen, ansonsten müsst ihr euch von Astrid verabschieden.”, sprach er zu den versammelten und wies mit der anderen Hand auf Linja, die mit Astrid auftauchte und ihr demonstrativ das Schwert an die Kehle legte. Ihre Freunde sahen sie entgeistert an, doch anstatt sie zurück anzusehen, starrte Linja mit leeren Blick nach vorne. Viggo setzte wieder  sein altbekanntes, überlegenes, lächeln auf und seine Männer sammelten die Waffen der Wikinger und Drachenkrieger ein. Als sie alle Waffen hatten gab er Linja ein Zeichen und sie schubste Astrid nach vorne zu den anderen und ging zu Viggo. Heidrun fing Astrid auf und löste ihre Fesseln.

Als Linja bei Viggo ankam, verzog sie das Gesicht vor Schmerzen und hielt sich den Bauch. Viggo sah sie an und rief dann etwas zu seinen Männern. Nach kurzer Zeit kamen drei zu ihnen gelaufen. Zwei hielten Linja fest und der dritte verabreicht ihr irgendein Getränk. Sie verzog noch einmal das Gesicht und sah dann wieder mit leeren Blick, ohne jegliche Emotionen, nach vorne, als wäre nichts gewesen.

“Schon erstaunlich, was Drachenwurz, Oleander und ein paar andere Kräuter so anrichten können oder? Bringt mir Heidrun und Hicks! Ich will mein Reich heute noch vergrößern.”

Zwei Wachen gingen zu ihnen und holten Heidrun und Hicks, welche sich gegen Viggos Erwartungen nicht wehrten, sondern einfach mit liefen. Die Jäger blieben mit den beiden ein Stück vor Linja stehen und warteten auf weitere Befehle.

“Also Haudrauf, Valka, Dagur, nun liegt es an euch. Übergebt mir die Inseln und niemanden wird etwas passieren.”

“Du hast da etwas vergessen Viggo, Dagur ist nicht alleiniges Oberhaupt. Und daher muss ich dich leider enttäuschen. Du kriegst die Insel nicht.”

Während Dagur sie, wohl wissend was das bedeutet, entsetzt ansah, lächelte Viggo weiter vor sich hin und gab Linja den Befehle sie zu töten. Diese nahm ihr Schwert und ging auf Heidrun, welche noch immer von einer Wache festgehalten wurde, zu und holte aus. Doch statt sie zu töten, drehte sie sich blitzschnell zur Seite und legte das Schwert Viggo, der sich daneben stellte und triumphierend zu  den anderen sah, an die Kehle.

Der sonst so gefasste Viggo verlor kurz die Beherrschung und sein lächeln und sah sie fassungslos an.

“Aber wie? Dass Gift hat doch gewirkt. Wir haben doch schon einige Tests gemacht.”

“Tur mir Leid aber da muss ich dich enttäuschen. Es hat kein bisschen gewirkt. Und jetzt alle Drachenjäger auf die Schiffe, sonst ist euer Anführer Tot.”

Wiederwillig ließen die Drachenjäger alles stehen und liegen und verteilten sie sich auf den Schiffen und machten sich bereit abzulegen. Zuletzt ging Linja mit Viggo rüber, wobei erstere wieder zurück auf den Steg sprang, wo sie schon von dem anderen erwartet wurde.

“Du hast die ganze Zeit nur so getan? Das Gift hatte keinerlei Wirkung auf dich?”

Die andern konnten es immer noch nicht so Recht glauben. Linja hatte es geschafft alle zu täuschen. Nichtmal ihre Freunde hatten etwas bemerkt.

“Nein außer Bauchschmerzen nicht. Aber nachdem ich herausgefunden hatte, was Viggo bewirken wollte, habe ich einfach mitgespielt. Als ich Astrid dann abgefangen habe, habe ich ihr alles erzählt und sie zu Heidrun geschubst, damit sie ihr auch Bescheid geben konnte, da ich wusste, dass Viggo sie als Druckmittel nehmen wollte. Das schwierigste dabei war aber bei euren entsetzten Gesichtern nicht zu lachen.”

Als sie das sagte musste sie dann doch lachen und auch die anderen fielen mit ein. Danach gingen alle wieder ihrer Arbeit nach und die Drachenkrieger flogen zur Drachenklippe zurück und versorgten die Drachen, erledigte die nötigen Arbeiten oder unterhielten sich.
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