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Die Drachenkrieger

von Bibale
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12
Dagur der Durchgeknallte Heidrun Hicks der Hüne OC (Own Character) Valka
02.07.2020
29.08.2020
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01.08.2020 1.743
 
Als die Wikinger in Berk ankamen, war von dem Berk, was sie verlassen hatten, nicht mehr viel übrig. Überall brannte es und die Bewohner standen gefesselt auf dem Marktplatz. Als sie den Rand der gewaltigen Flotte, die vor der Insel lag, erreichten, schnappte jeder der Drachen sich einen der Berkianer, flog zum Marktplatz und setzte ihn dort ab. Die anfänglichen Proteste wurden dabei einfach ignoriert. Die auf dem Marktplatz anwesenden, staunten nicht schlecht, als das Oberhaupt Berks von einem Drachen abgesetzt wurde. Doch dieser ließ sich nicht beirren, Griff zu seinem Schwert und griff direkt an. Die anderen taten es ihm gleich.

Nachdem sie ihre ‘Passagiere’ abgesetzt hatten, flogen Linja und ihre Freunde wieder hoch, um zu besprechen, was sie als nächstes tun sollten.

Allerdings hatten sieben Wikinger gegen hunderte Drachenjäger keine Chance, auch wenn sie noch so gut kämpfen. Innerhalb kürzester Zeit wurden sie eingekreist und in die Enge getrieben.

“Also was haltet ihr davon, wenn ich Astrid helfe, Hicks hält die Drachenjäger von den Gefangenen fern, Liv und Ikan befreien diese und halten uns im Notfall den Rücken frei und Heidrun und Dagur Räumen in der Mitte ordentlich auf. Die Drachen fliegen dann auf mein Zeichen erstmal weg, damit Reiker sie nicht in die Finger bekommt.”

Alle stimmten zu und flogen auf ihre Position, um im richtigen Moment abspringen zu können.

“Du hast meinen Bruder getötet. Dafür wirst du bezahlen!"

Mit diesen Worten, holte der Jäger aus und wollte den finalen Schlag gegen die, zuvor entwaffnete, Astrid schlagen. Linja sprang von  Sturmwind, kam vor Astrid auf, rollte sich elegant ab, zückte dabei ihre Waffe und parierte den Schlag, bevor er Astrid treffen und töten konnte.

“Linja? Was machst du denn hier?”, fragt Astrid erschrocken.

“Euch ein bisschen unter die Arme greifen  sonst wird das hier nie was.”, antwortete diese grinsend und parierte weitere Schläge ihres Gegenübers. Als sie gerade etwas Abstand zwischen sich und dem Drachenjäger gebracht hatte, sah sie sich einmal zu ihren Freunden um und hob dann die Hand. Darauf flogen die Drachen, die bis dahin über ihnen kreisten, hoch und verschwanden in den Wolken.

“Ist das Hicks?”

“Wo kommt er denn her und was hat er vor?”

“Hat er sich wieder mit Haudrauf versöhnt?”

Die Wikinger Berks sahen ihn verwirrt an, als er von Ohnezahn sprang und die Drachenjäger die sich näherten abwehrte oder sie von alleine weg rannten, um ihr Heil in der Flucht zu suchen.

Währenddessen schlichen sich Liv und Ikan hinter die Gefangenen und befreiten sie nach und nach. Heidrun kam vom Rechts und Dagur von Links. So hatten sie die Drachenjäger schnell in die Enge getrieben und besiegt, denn diese konnten sich nicht nach allen Richtungen gleichzeitig wehren.

Da tauchte der Rest des Grimmborn Clans an den Klippen auf und Reiker rief:“Was ist hier schon wieder…Linja? Nicht du schon wieder. Egal was man macht, immer tauchst du auf und machst unsere Pläne zu Nichte."

“Wir freuen uns auch, dich zu sehen, aber trotzdem muss ich dich jetzt bitten zu gehen, sonst wird es nämlich ungemütlich für euch.Außerdem wartet Viggo auf dich, auf dem Meer treiben kann auf Dauer nämlich ziemlich anstrengend werden.”, antwortete Linja und lächelte ihm Provokant zu. Reiker sah sie böse an befahl dann aber den Rückzug, um Viggo einzusammeln.

Die Drachenkrieger kamen zusammen und unterhielten sich, während Haudrauf sich um sein Volk kümmerte. Nachdem alle versorgt waren, ging er zu den Drachenkriegern und sprach:“Ich möchte mich im Namen aller Berkianer bei euch bedanken. Ohne euch hätten wir es nicht geschafft. Deshalb lade ich euch alle herzlich ein, an unserem Fest teilzunehmen.”

“Kein Problem. Die Einladung nehmen wir gerne an. Allerdings geht das nur, wenn die Drachen sich solange im Dorf aufhalten dürfen. Und wir müssen eine Nachricht an den Rest verfassen, damit sie Bescheid wissen und sich keine Sorgen machen.”, erwiderte Liv.

“Solange die Drachen sich benehmen, sollte es gehen.”- Mehltau schiebt sich durch die Menge um sich zu beschweren-“Und bevor du jetzt irgendwas sagst, ich habe entschieden Mehltau. Linja und ihre Freunde haben uns geholfen und gezeigt, dass man in Frieden mit den Drachen leben kann. Auch wenn ich den Drachen noch nicht ganz traue, gehe ich davon aus, dass sie nichts kaputt machen werden und niemanden etwas tun werden.”

Darauf ging er mit den anderen in die große Halle und das Essen wurde vorbereitet. Mehltau sah ihm entsetzt hinter her, grummelte etwas und verschwand dann mit Fungus zwischen den Häusern. Währenddessen verfasste Linja  eine Nachricht an Valka und den restlichen Drachenkriegern. Als sie fertig war ging sie mit den anderen und einigen Neugierigen Wikingern nach draußen und pfiff einmal. Schon nach kurzer Zeit kamen sieben Drachen angeflogen. Nachdem die Reiter ihre Drachen begrüßelt hatten, fing Liv an sie vorzustellen.

“Das ist Blaumond, mein tödlicher Nadder. Der Alptraum von Ikan heißt Feuerbauch, der Gronckel von Yarek Rumpel, Hicks Nachtschatten Ohnezahn, die Klingenpeitschling Dame hat Heidrun Windfang genannt, der Dreifachstachel von Dagur wird Schnüffler genannt und Linjas Nadder heißt Sturmwind. Achja und der Schrecken der gleich kommen müsste heißt Scharfschuss.”

Tatsächlich kam kurz darauf ein Schrecklicher Schrecken angeflogen und landete auf Dagurs ausgestrecktem Arm. Linja band ihm die Nachricht ans Bein und schon flog er, nach einer Belohnung, in Form eines kleines Fisches, wieder los. Nachdem dann auch die restlichen Drachen versorgt waren, gingen alle in die große Halle und fingen an zu essen.

“Hättet ihr etwas dagegen, nachdem Essen eure Geschichten zu erzählen?”

Die Drachenkrieger stimmten zu und fingen, nachdem alle fertig  mit essen waren, an zu erzählen. Dabei übernahm jeder der anwesenden seinen Part selbst. Als Linja mit Valkas Ankunft endete, fing Liv an zu erzählen:“Zu der Zeit war mein Dorf, welches nur aus knapp 20 Leuten bestand, mit einem der Nachbar Dörfer im Krieg und wir wurden immer wieder angegriffen. Doch diesmal war es anders.”



“Achtung wir werden Angegriffen! Die Truppen nähern sich von Norden!”

Sofort machten sich alle bereit. Sie waren zwar bei fast jedem Angriff zahlenmäßig unterlegen, glichen dies jedoch meisten mit ihrer Kampftechnik wieder aus. Weshalb sie fast immer siegreich ausgingen.

“Da kommen sie.”, wurde bescheid gegeben und alle stellten sich auf. Von der Tatsache, dass es dieses Mal doppelt soviele Angreifer waren wie sonst, ließen sie sich nicht abschrecken und stürzten ihren Gegnern mutig entgegen. Der Kampf dauerte eine ganze Weile, doch irgendwann wurden sie nach und nach entwaffnet und in die Enge getrieben. Als dann auch der letzte gefangen wurde, wurden alle auf dem Marktplatz gesammelt. Ein Mädchen mit braunen Haaren wurde mitgenommen und die anderen eingesperrt. Sie wurde auf ein Schiff gebracht und das Dorf geplündert. Danach legte das Schiff ab und segelte davon. Dem Mädchen, was, wie die Wachen später erfuhren, Liv hieß, gelang es immer wieder zu entkommen und auch des öfteren über Bord zu springen. Allerdings wurde sie immer wieder gefangen. Das hielt sie aber nicht davon ab, es weiter zu probieren und dabei immer mehr ihrer Entführer, zumindest vorübergehend, auszuschalten.

“Mir reicht es jetzt mit ihr werft sie über Bord und sorgt dafür, dass die Fesseln ordentlich sitzen und sie sich nicht befreien kann.”

Gesagt getan. Liv wurde über Bord geschmissen und das Schiff fuhr einfach weiter.



“Was dann genau passiert ist weiß ich nicht,  ich muss irgendwann bewusstlos geworden sein, bis Ikan und Yarek mich dann fanden.”

Diesmal war es Yarek, der fortfuhr:“ Ikan und ich kommen von einer kleine Insel weit im Süden. Wir waren von Anfang an beste Freunde und unzertrennlich. In den Letzten Jahren haben wir dann genauso wie Hicks den Frieden mit den Drachen gefunden, wenn damals auch nur mit Schrecklichen Schrecken. Worüber unsere Eltern nicht sehr erfreut waren und auch die anderen auf der Insel fanden unsere Sichtweise nicht gut. Also beschlossen wir, bevor noch etwas passierte, die Insel zu verlassen. Wir warteten noch bis es dunkel wurde und schlichen dann zum Hafen. Dort schnappten wir uns ein kleines Boot und machten uns auf den Weg Richtung Norden. Wir segelten eine Weile bis wir zu einer Sandbank kamen. Wir machten dort halt, weil wir meinten etwas gesehen zu haben. Wir liefen mit unseren Fackeln, die spärliches Licht spendeten, über die Sandbank, bis wir zu einem Gefesselten und bewusstlosen Mädchen kamen, was im nassen Sand lag. Da wir sie nicht einfach zurück lassen konnten und wollten, lösten wir ihre Fesseln und brachten sie aufs Boot. Außer ein paar Schürfwunden, schien es ihr gut zu gehen, weshalb wir erstmal weiter fuhren. Als sie dann nach ein paar Stunden aufwachte, war sie nicht so begeistert, aber wir konnten sie beruhigen und nachdem wir uns gegenseitig unsere Geschichten erzählt hatten und noch etwas gesegelt waren, freundete wir uns an.”

“Wir segelten noch ein paar Stunden, bis am Horizont eine Insel auftauchte.”, setzte Ikan  die  Geschichte fort.



“Was haltet ihr davon wenn wir dort anlegen. Unsere Vorräte gehen zu neige und vielleicht können wir dort ja sogar bleiben.”

Die anderen beiden waren mit dem Vorschlag einverstanden und sie segelten weiter in Richtung, am Horizont immer größer werdender, Insel. Schon von weitem sahen sie die verschiedensten Drachen über die Insel kreisen, was sie aber nicht wirklich störte.

“Da kommen ein Gronckel und ein Donnertrommler auf uns zu. Es sieht so aus, als würde auf ihnen jemand sitzen.”, meldete Liv. Nun entdeckten auch die anderen beiden die Drachen, doch diese drehten kurz vorm Schiff wieder ab und flogen zur Insel zurück. Als diese bei der Insel ankamen, landeten auch die anderen Drachen nach und nach. Beim näherkommen bemerkten sie dann die Gruppe, die sich am Steg versammelt hatte und sie erwartete. Als sie anlegten erkannten sie, dass alle eine schwarze Leder Rüstung mit verstärkten Brustpanzer und verschiedenen Waffen, sowie eine Maske trugen. Nur ein Mädchen hatte die Mask abgenommen und trat nun vor.

“Willkommen auf der Drachenklippe. Mein Name ist Linja. Was führt euch hier her?”, fragte das Mädchen, etwa in ihrem Alter. Also erzählten die Drei ihre Geschichte nochmal.



“Nachdem wir alles erzählt hatten gingen wir gemeinsam ins Dorf. Dort stellten sich auch die anderen vor und uns wurde angeboten, dort zu bleiben. Yarek und ich waren sofort einverstanden. Liv zögerte kurz, wusste aber, dass sie nicht in ihr Dorf zurück konnte und stimmte dann auch zu.

Schon zwei Wochen später waren unsere Hütten fertig und unser Training sollte beginnen. Doch dann kam Hicks vom Himmel gestürzt.”, endete er lachend und übergab das Wort an Hicks.

Nachdem erzählen gingen alle Schlafen, denn es war ein anstrengender Tag gewesen.
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