Die Drachenkrieger

von Bibale
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12
Dagur der Durchgeknallte Heidrun Hicks der Hüne OC (Own Character) Valka
02.07.2020
29.08.2020
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25.07.2020 1.842
 
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

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*Zeitsprung von ein paar Wochen*

“Na komm Sturmwind, wir wollen noch ein paar Fische fürs Abendessen fangen.”

Linja und ihr Nadder Sturmwind waren auf einer kleinen, mit Bäumen bedeckten, Insel, auf halber Strecke zwischen Berk und der Drachenklippe. Die Drachenkrieger hatten hier einen Stützpunkt, in Form einer Höhle errichtet, weil sich auf der Insel oft verschiedene Drachenjäger Flotten trafen und sich austauschten. Diesmal waren die Beiden dran, für  ein paar Tage dort zu bleiben, Drachenfallen zu entschärfen,sowie, falls möglich, Drachenjäger über ihre nächsten Pläne auszuhorchen.

Als die beiden vom Fischen wieder kamen, legte der Drache sich hin, mit Essen war er fertig und Linja nahm ihre Fische aus und briet sie. Nach dem Essen saß Linja noch etwas am warmen Feuer und hing ihren Gedanken nach. Aufeinmal hörte sie einen Schmerz erfüllten Aufschrei und sprang erschrocken auf. Sie rannte nach draußen und setzte sich auf den ebenfalls aufgesprungenen Sturmwind, der die Witterung aufnahm. Sie rannten einige Zeit durch den düsteren Wald, bis sie auf einer, vom Mondlicht erhellten Lichtung, ankamen. Dort lag eine bewusstlose Person, die offenbar in eine, noch nicht entschärfte, Drachenfalle geraten war.

“Komm Sturmwind, wir müssen sie zur Höhle bringen.”- Linja ging zu der Person hin und wollte sie behutsam, ohne die Schusswunde oder den noch darin steckenden Pfeil zu berühren, als sie die Person überrascht ansah.-“Das ist Ja Astrid. Was macht sie denn hier?”

Linja überlegte kurz, sollte sie Astrid mitnehmen? Immerhin war diese nicht gerade nett zu ihr. Allerdings würde sich die Wunde ohne ihre Hilfe entzünden, Wildschweine fanden sie oder Drachenjäger kamen. Noch dazu war ja nicht wirklich etwas passiert. Also nahm sie Astrid hoch und legte sie auf Sturmwind. Zusammen brachten sie sie zur Höhle und legten sie auf ein Schlaffell.

Dort versorgte sie die Wunde, die zum Glück nicht genäht werden musste und ging los um Wasser und Kräuter für eine Suppe zu holen.

Als Astrid aufwachte, lag sie in einer Höhle, auf einem Schlaffell. Sie sah sich um, neben ihr lag ein weiteres Fell und daneben stand eine Truhe. Vor ihr stand ein kleiner Tisch mit einem Hocker. Daneben lag auf einer weiteren Truhe eine Rüstung, die ihr irgendwie bekannt vorkam, doch sie konnte sie nicht zuordnen. Am Höhleneingang brannte ein Feuer und spendete warmes Licht. An diesem saß eine Person, die ihr den Rücken zu gedreht hatte und sah nach draußen in den Nachthimmel. Neben ihr hatte sie ein Schwert mit hellblauem Griff und dunkelblauer Klinge gelegt. Auch dieses kam ihr bekannt vor.
Da fiel es ihr aufeinmal wie Schuppen von den Augen. Erfreuen schien es sie allerdings nicht, denn ihr Gesicht verdunkelte sich und sie fragte:“Linja?”

“Ah du bist Wach. Wie geht es deinem Bein?”, erwiederte diese und drehte sich um.

Erst da bemerkte Astrid den Verband um ihrem Bein.

“Ganz gut glaube ich. Was ist passiert? Wo sind wir und was machst du hier?”

Linja, welche sich wieder zum Feuer gedreht hatte und etwas zu kochen schien, antwortete ruhig:“Ich habe dich verletzt im Wald gefunden. Du bist in eine Drachenfalle geraten, ein Pfeil, welcher von einer, mit Mechanismus ausgelösten, Armbrust stammt, hatte sich ziemlich tief in deinen Unterschenkel gebohrt. Wir befinden uns immer noch auf der gleichen Insel. Ich war hier mit Wachdienst dran und werde deswegen ein paar Tage hier bleiben. Da ich aber heute erst ankam, sind noch alle Fallen intakt. Und bevor du fragst, wir haben auf vielen Inseln solche Stützpunkte, weshalb alles so gut eingerichtet ist.”

Sie stand auf und ging zu Astrid hin und gab ihr eine Schüssel mit eine Art Kräutersuppe.

“Hier trink das. Es hilft der Wunde zu verheilen. Warum bist du eigentlich hier?”

Astrid beäugte das Gebräu vor ihr misstrauisch, bevor  sie zögerlich anfing zu trinken. Erstaunt stellte sie aber fest, dass es gut schmeckte und nicht so faulig wie die Tränke von Gothi, weshalb sie es in einem Zug leer trank, was  Linja zu einem Lächeln veranließ.

“Das war echt Lecker. Nun wir, also Haudrauf, Grobian, Rotzbacke, die Zwillinge und Fischbein, sind hier um Erze für Grobian und Kräuter für Gothi Rotzbacke”

Als Astrid endete, ging Linja zu eine der Truhen kramte etwas darin ein  und holte einen Zettel raus und gab diesen Astrid.

“Hier ist das Rezept, ich brauche es nicht mehr und dann kannst du es noch ein paar Tage einnehmen. Möchtest du mal probieren aufzustehen? Der Trank sollte gewirkt haben, sodass du das Bein, wenn auch schonend, wieder belasten kannst.”

Astrid Tat wie geheißen und es ging sie spürte nur leichte Schmerzen und humpelte zum Feuer. Sie setzte sich zu Linja und gemeinsam aßen sie etwas Brot und Fisch. Auch wenn sie in Linja noch immer eine Verräterin sah, merkte sie, dass sie ihr  zumindest im Moment nichts tun wollte.

“Aaaaastrid? Wo bist du?”, erschollen da  Stimmen aus dem Wald, die sie ihre Freunden zu ordnete.

“Bleib du erstmal hier. Du solltest dein Bein noch nicht zu viel belasten. Ich hole sie.”

“Ok. Aber bist du dir sicher, dass das so eine gute Idee ist? Sie sind immer noch nicht gut auf dich zu sprechen.”, zweifelte Astrid ihre Idee an.

“Ich weiß, du aber auch nicht. Außerdem wollen sie sicher erstmal zu dir und werden mit nichts tun.”, antwortete Linja und ging aus der Höhle, während Astrid ihr verwirrt hinterher sah. Dort blieb sie kurz stehen um zu lauschen und ging dann in Richtung der Stimmen. Kurz Zeit später kam sie auf der Lichtung an, auf der sie auch Astrid gefunden hatte. Als sie Linja zwischen den Büschen hervor kommen sahen, zückten alle bis auf Fischbein ihre Waffen. Linja hob, um zu zeigen, dass sie unbewaffnet ist, beschwichtigend Hände

“Nehmt die  Waffen runter. Ich will euch nichts tun. Wenn hätte ich dies schon lange getan, so unvorsichtig wie ihr seid. Ich will euch abholen, denn ihr wollt sicher zu Astrid.”

Die anderen nahmen die Waffen zwar runter, steckten sie aber nicht weg. Nur Fischbein ging ohne zu zögern auf sie zu, begrüßte sie freundlich und fragte dann wo Astrid denn sei.

“Hey Fischbein. Astrid wurde durch eine Drachenfalle verletzt und ist nun in unserer Höhle. Bevor hier jetzt wieder alle sonst was denken, ihr geht es wieder besser ich hab ihr nur eine Suppe gemacht und die Wunde versorgt und sie könnte jederzeit gehen. Also kommt einfach mit.”

Linja ging los und ließ die anderen einfach stehen. Nur Fischbein lief ohne zu zögern hinterher. Die anderen überlegten noch kurz, folgten dann aber auch.

Kurz darauf kamen sie an der versteckten Höhle, zwischen zwei großen dunkelgrünen Kiefern, an. Linja ging gefolgt von den anderen in die Höhle und tatsächlich fanden sie Astrid dort am Feuer sitzend und eine Suppe trinkend vor.

“So da wären wir. Wie ich sehe hast du es gleich ausprobiert. Schmeckt es denn?”, richtete sie das Wort diesmal an Astrid, welche dieses bejahte.  

Da es inzwischen dunkel war, das silberne Mondlicht zwischen den Bäumen durch schien und Astrid ihr Bein schonen sollte, bot Linja ihnen an, hier zu bleiben. Es wäre zwar etwas beengt, würde aber passen. Wirklich begeistert sahen die Berkianer zwar nicht aus, willigten aber trotzdem ein. Denn sie wussten nur zu gut, dass es keinen Sinn hatte,  im Dunkeln durch den Wald voller Fallen zu irren.  Nach einem kurzen Essen, bestehend aus Brot, Wasser und Suppe, legten sich alle Schlafen.

Mitten in der Nacht schreckten sie durch ein Geräusch vor der Höhle hoch. Nach angestrengtem lauschen hörten sie ein Krächzen.

“Sturmwind!”

Linja sprang auf und rannte nach draußen. Als die andern draußen ankamen, kniete diese neben einen Nadder, der von Schnittwunden übersät war.

“Hier sind irgendwo Drachenjäger. Ihr solltet so schnell wie möglich lossegeln. Ich zeige euch den Weg.”

Linja rannte gefolgt von den anderen in den Wald. Als sie nach kurzem Laufen am Strand ankamen, gingen sie sofort auf ihr Schiff und segelten los, denn am Horizont tauchten die ersten Drachenjäger Schiffe auf.

Nachdem sie weg waren, ging Linja wieder zur Höhle, versorgte Sturmwinds Wunden  und packte zusammen. Sie musste, sobald Sturmwind wieder bei Kräften war, zur Drachenklippe zurück fliegen und die anderen vor der riesigen Drachenjäger Flotte warnen.

“So Astrid. Was genau ist denn jetzt eigentlich passiert?”

“Ich ging in den Wald um Holz zu holen, als ich einen stechenden Schmerz im Bein spürte. Dann muss ich bewusstlos geworden sein. Aufgewacht bin ich erst wieder in der Höhle.”

Haudrauf nickte und fragte:“Und vertraust du ihr?”

“Nicht wirklich. Sie hat mir zwar geholfen, obwohl ich auf der Drachenklippe nicht gerade nett zu ihr war. Aber sie ist und bleibt eine Verräterin.”

Darauf sah Haudrauf sie nachdenklich an. Plötzlich knallte etwas neben dem Schiff ins Wasser und erschütterte es, so dass man Angst bekam, dass es untergehen könnte.

“Was war das?”, rief Fischbein, sich an die Reling klammernd, ängstlich.

“Das waren die Drachenjäger Fischgesicht. Sie haben uns umkreist und schießen nun mit Katapulten auf uns. ”, mischte sich da Rotzbacke ein und wich ein paar Pfeilen aus, während die Zwillinge begeistert das Chaos beobachteten.

“Du hast keine Chance Haudrauf! Ergib dich und es wird niemand verletzt!”, erscholl da die Stimme von Viggo.

Haudrauf sah zwar ein, dass sie gegen die Drachenjäger keine Chance hatten, wollte sich Viggo und Reiker aber auch nicht einfach ausliefern. Also machten sie eine scharfe Kurve und versuchten so zwischen den Schiffen durch zu fahren, die ihnen inzwischen schon ziemlich nah waren.

“Da vorne, noch ein kleines Stück, dann habe wir es geschafft!”, rief Astrid übers Schiff, während sie mit ihrer Axt herum wirbelte, um weitere Pfeile abzuwehren. Dann endlich war der Bug des Schiffes durch, auf der anderen Seite der Mauer aus Schiffen.  Den Jubel mussten die Wikinger aber runter schlucken, denn aufeinmal ging ein Ruck durchs Schiff. Die Drachenjäger waren auf das Schiff gesprungen, hatten Seile am Schiff fest geknotet und das Schiff an ihres gezogen.

Die Berkianer stürzten sich sofort in den Kampf und versuchten, zu den Seilen zu gelangen und sie durch zu schneiden. Sie hätten mit ihrer Kampftechnik auch eine gute Chance gehabt, würde ihnen nicht 200 Drachenjäger gegenüber stehen. Sie schafften es zwar einen ganzen Teil abzuwehren, wurden aber letztendlich doch gefangen und unter Deck eingesperrt.

“Na toll und was machen wir jetzt? Wir sind direkt in die Falle gesegelt.”

“Jetzt halt die Backen Rotzbacke, das hilft uns hier nicht weiter. Außerdem glaube ich nicht, dass es Linjas Absicht war. Also hör auf zu meckern und denk dir was aus, wie wir hier raus kommen.”

Rotzbacke schaute Grobian nach seiner Ansage beleidigt an und ging maulend in eine Ecke. So saßen alle grübelnd rum und überlegten, was sie tun sollten. Nur die Zwillinge alberten mal wieder rum und schlugen eine dumme Idee nach der anderen vor. Von “Wir graben einfach einen Tunnel hier raus.” bis “Raffnuss heiratet eine Wache, lässt sich scheiden und kriegt den Schlüssel als Abfindung.” war alles dabei.

Nach etwa einer Stunde, die sich für die sieben wie eine Ewigkeit anfühlte, kamen aufeinmal einige Drachenjäger, warfen jemanden in die Zelle gegenüber und gingen wieder.

“Warte mal…”
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