Plot für einen Liebesfilm

GeschichteParodie, Romanze / P12
02.07.2020
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02.07.2020 3.066
 
Die ehrgeizige und selbstbewusste Elisabeth ist eine erfolgreiche Ärztin, die mit einem erfolgreichen Arzt verheiratet ist, mit dem sie zwei Kinder mit guten Erfolgsaussichten hat, und nur noch wenige Jahre bis zur Rente hat. Doch trotzdem ist sie nicht glücklich, sie fühlt sich nicht erfüllt und sucht eine neue Herausforderung. Daher gibt sie ihren Job auf und betätigt sich als Pfandflaschensammlerin. Obwohl ihr Mann skeptisch ist, blüht sie auf und genießt das freie Leben mitten in der Stadt. Eines Tages trifft sie, als sie eine Mülltonne durchwühlt, völlig unvermittelt auf einen in ihren Augen wunderschönen Mann um die 70. Als er sie erblickt, ergreift er erschrocken die Flucht. Elisabeth ist zu verwirrt und zu überwältigt, um zu reagieren, doch in den folgenden Tagen kann sie nur noch an ihn denken. Gewissensbisse gegenüber ihrem Mann Ernst plagen sie.

Als sie wieder zu der Mülltonne kommt, in der sie den Mann getroffen hat, ist er nicht da – doch die Tonne ist voller Pfandflaschen. Elisabeth traut sich nicht, davon zu nehmen, da sie sie als Eigentum des Mannes sieht. Sie geht an diesem Abend mit wenig Flaschen nach Hause. Ihr Mann stellt erneut ihren neuen Beruf in Frage.

Am nächsten Tag findet sie die Mülltonne wieder voller leerer Pfandflaschen vor. Als sie sich zum Gehen wendet, sieht sie, wie ein Jugendlicher die Mülltonne ausräumen will, und stellt sich ihm in den Weg. Sie behauptet, dass diese Flaschen einem Freund von ihr gehören. Der Jugendliche zuckt die Achseln und geht weg. Elisabeth findet auch an diesem Abend nicht sehr viele Flaschen. Um Streit mit Ernst zu vermeiden, kauft sie welche im Supermarkt, schüttet sie aus und behauptet, dass sie sie gefunden habe.

Als sie am nächsten Tag an die Mülltonne kommt, fehlen die Flaschen. Elisabeth ist erschüttert, als sie erkennt, dass der Jugendliche sie anscheinend betrogen hat. Oder – war der Mann wieder da gewesen? Sie muss ihn unbedingt wiedersehen.

Es vergehen Tage, in denen Elisabeth und Ernst streiten und sich wieder vertragen. Die Mülltonne bleibt leer. Elisabeths und Ernsts Sohn Rüdiger, der gerade sein Abitur bestanden hat, offenbart, dass er gerne zum Zirkus gehen würde. Ernst ist entsetzt, doch Elisabeth unterstützt Rüdiger. Es kommt erneut zum Streit.

Rüdiger begleitet Elisabeth beim Flaschensammeln und sie finden endlich wieder mehr Flaschen, da Rüdiger sehr sportlich ist und so besser an Flaschen kommt. Aus einem Altpapiercontainer, in den Rüdiger gerade klettern will (manche Menschen sortieren ja den Müll falsch und deshalb können sich auch dort wertvolle Flaschen verbergen), springt plötzlich ein Mann hervor und Elisabeths Herz setzt einen Schlag aus. Diesmal flüchtet der Unbekannte nicht. Er erzählt, dass er aus freiem Willen in Mülltonnen lebe, da er dieses schlichte Leben faszinierend finde. Rüdiger findet ihn ausgesprochen cool und fragt ihn, ob er sich diese Idee vom Krümelmonster abgeguckt habe. Der Mann namens Gernot freut sich über das Interesse und erzählt, dass schon der antike Philosoph Diogenes angeblich in einer Tonne gelebt habe. Elisabeth und Rüdiger sind beeindruckt von seinem Wissen. Elisabeth fragt ihn, warum er in eine andere Tonne umgezogen sei, und entschuldigt sich, dass sie ihn damals so erschreckt hat. Gernot winkt mit einem milden, weisen Lächeln ab und meint, dass er ein Nomade sei. Doch Elisabeth verschweigt ihm, dass seine alte Wohnung/Mülltonne ausgeräumt wurde.

Elisabeth und Rüdiger besuchen nun häufiger Gernot und freunden sich mit ihm an. Da er sich gut in der Gegend auskennt, finden sie sehr viele Flaschen, und Ernst räumt ein, dass der Job vielleicht doch nicht so schlecht ist. Die Ehe läuft wieder besser. Doch Elisabeths Gefühle für Gernot werden immer stärker und ihr schlechtes Gewissen gegenüber Ernst immer schlimmer.

Rüdiger geht zum Zirkus, Ernst gibt ihm seinen Segen.

Elisabeth gesteht Gernot, dass seine alte Mülltonne ausgeräumt wurde. Gernot erklärt ihr, dass er die Flaschen extra für sie dort deponiert hatte. Elisabeth ist überwältigt. Es kommt zum Kuss.

Elisabeth und Gernot genießen ein romantisches Abendessen im Schatten einer großen Biomülltonne. Das Essen stammt aus der Mülltonne.

Eine Gruppe aus dem Altersheim macht einen Ausflug in die Stadt. Dabei hört Gernot ein Gespräch zwischen Elisabeths Mutter und einer anderen Frau mit an und erfährt so, dass Elisabeth verheiratet ist.

Er geht auf Abstand zu ihr. Elisabeth heult sich die Augen aus. Doch sie hängt auch an Ernst und kann sich nicht einfach von ihm trennen.

Da Gernot ihr nicht mehr beim Flaschensammeln hilft, ist Elisabeths Einkommen wieder weniger gut. Sie erwartet, dass Ernst deshalb wieder Streit anfängt, doch er zeigt sich sehr verständnisvoll und möchte mit ihr zusammen Flaschen sammeln. Elisabeth lehnt erschrocken ab. Ernst wird misstrauisch. Elisabeth erklärt ihm, dass sie ihm die Arbeit nicht zumuten wolle, da sie weiß, dass er sehr geruchsempfindlich ist. Doch Ernst ist plötzlich zum edlen Ritter mutiert: Er erklärt, dass er nie hätte zulassen dürfen, dass sie Flaschen sammelt, da diese Arbeit doch viel zu anstrengend für sie sei. Daraufhin meint Elisabeth, dass Frauen und junge, schlanke Männer besser für die Arbeit geeignet seien, weil die besser in Mülltonnen greifen können. Ernst sei zu dick und unbeweglich. Daraufhin ist Ernst nun beleidigt und lässt sie allein gehen.

Elisabeth besucht ihre Mutter im Heim und schaut mit ihr Fernsehen.

Ernst macht nun eine Diät und außerdem Sport. Elisabeth beobachtet das beunruhigt und macht extra Fett in sein Essen. Dennoch nimmt Ernst immer mehr ab und kommt immer besser in Form. Elisabeth trifft eine Entscheidung: Sie wird Ernst verlassen.

Doch dann sieht sie Gernot zusammen mit einer anderen Frau am Fluss sitzen und ist überzeugt, dass das seine neue Liebe ist. Also beschließt sie, Gernot zu vergessen und bei Ernst zu bleiben.

Schließlich ist es so weit und Ernst begleitet sie beim Flaschensammeln. Demonstrativ küsst ihn Elisabeth vor Gernots Augen.

Rüdiger kommt zu Besuch nach Hause und will Elisabeth und Gernot beim Flaschensammeln begleiten. Elisabeth meint, das sei zu anstrengend, er solle sich ausruhen, er habe doch beim Zirkus schon so viel zu tun. Doch Rüdiger lacht und meint, es gehe ihm wunderbar und er vermisse die Bewegung. Elisabeth weist ihn darauf hin, dass heute Abend ein Fußballspiel komme, doch Rüdiger erklärt, dass ihn der Verein nicht interessiere. Und so kommt es, wie es kommen muss: Sie begegnen Gernot, und Rüdiger begrüßt ihn begeistert. Ernst fragt Elisabeth, ob sie diesen schrecklich heruntergekommenen Mann (Gernot) kenne. Nur flüchtig, sagt sie. Doch Rüdiger verrät alles (was er weiß. Er weiß nicht, dass die was miteinander hatten). Ernst dämmert etwas, er wird misstrauisch.

Doch statt Elisabeth direkt zu befragen, setzt er seinen anderen Sohn, den Polizisten Manfred, auf Gernot an, indem er behauptet, dass dieser ein Dieb sei. In Wirklichkeit will er nur Elisabeth und Gernot beschatten. Manfred meint, der Typ sei harmlos. In diesem Moment steht Elisabeth unbemerkt an der Tür und lauscht.

Sie fragt daraufhin Manfred, worum es denn gehe, doch der sagt etwas von Dienstgeheimnis. Als sie ihn jedoch mit seinem Lieblingsessen besticht, gibt er zu, dass Ernst Gernot für einen Dieb hält. Elisabeth ist hin- und hergerissen. Kann das stimmen? Der wunderbare Gernot ein Dieb? Immerhin hat sie ihn mit einer Frau gesehen. Womöglich hat er sie schon länger mit der betrogen und wer betrügt, der stiehlt sicher auch. Aber andererseits: Sie denkt an ihre gemeinsame Zeit, wie fürsorglich er immer war und wie er ihr die Flaschen schenken wollte. Tut so etwas ein Dieb?

Schließlich sucht sie Gernot persönlich auf. Er ist allein von dem Verdacht entsetzt und sagt, dass es gut war, dass er sich von ihr getrennt habe. Elisabeth erwidert, dass er ja wohl auch nicht ehrlich gewesen sei, sie habe ihn ja mit einer anderen Frau gesehen. Gernot erwidert, dass das nur die Müllfrau gewesen sei, die gerade zufällig in dem Moment den Müll geholt habe. Elisabeth fragt, wieso sie ihm das glauben solle. Gernot sagt, wenn sie ihm das nicht glaube, habe es sowieso keinen Sinn mit ihnen, und rauscht ab.

Manfred hat das Gespräch belauscht und ist verwirrt. Doch Elisabeth überzeugt ihn davon, Ernst nichts zu erzählen. Manfred forscht jedoch und findet heraus, dass Gernot nicht der ist, der er zu sein vorgibt. Er ringt mit sich, ob er seiner Mutter die Wahrheit sagen soll.

Elisabeth beschließt, Gernot zu vergessen und mit Ernst glücklich zu sein.

Manfred hat eine neue Freundin.

Elisabeths Mutter muss ein fauler Zahn gezogen werden und deshalb braucht sie ein neues Gebiss.

Manfred beschattet weiterhin Gernot. Seine Freundin Susanne wird misstrauisch, da sie denkt, dass er fremdgeht. Daraufhin schleicht sie ihm nach. Sie sieht Gernot und wundert sich, was Manfred da Komisches macht. Ist er etwa schwul? Doch etwas an Gernot kommt ihr merkwürdig vor, und so beschattet sie nun öfter Manfred, wie er Gernot beschattet. Und plötzlich huscht ein finsteres, zutiefst bösartiges und hinterhältiges Grinsen über ihr Gesicht, eine unheilvolle Melodie ertönt und es wird langsam ausgeblendet.

Elisabeth ist mit Ernst nicht so glücklich, wie sie sein sollte. Immer wieder taucht vor ihrem inneren Auge Gernots Bild auf. Was, wenn er die Wahrheit gesagt hat? Sie fragt daraufhin Manfred, ob er für sie die angebliche Müllfrau beschatten könne. Manfred meint, er hätte schon so viel Arbeit, doch Elisabeth blickt ihn so treuherzig an, dass er schließlich nachgibt. Er denkt, dass sich die verschiedenen Beschattungen vielleicht gut vereinbaren lassen.

Elisabeth telefoniert mit ihrer Schwester und erzählt ihr, dass ihre gemeinsame Mutter gestern Schluckauf hatte.

Manfred bestätigt Elisabeth, dass es sich um eine Müllfrau handelt. Über ihre komischen Fragen, was diese Frau so mache, ob sie öfter mit einem Mann herummache, wundert er sich. Er sieht sie tatsächlich mit einem Mann. Elisabeth fragt ihn, wie der aussehe, und er sagt, das dürfe er nicht sagen, und überhaupt, wieso wollen eigentlich alle, dass er irgendwen beschatte, und er habe keine Lust mehr darauf, er sei schließlich Polizist und das gehöre sich doch gar nicht. Dann zuckt er die Achseln und gibt eine kurze Beschreibung ab. Elisabeth erkennt, dass es sich bei dem beschriebenen Mann nicht um Gernot handelt.

Sie ist über sich selbst schockiert und liegt eine Woche im Bett. Sie überlegt, dass sie Ernst die Wahrheit sagen sollte, doch er ist so fürsorglich, dass sie es nicht übers Herz bringt. Er fragt sie, was mit ihr los sei, und sie erwidert, dass die Verdauungsprobleme ihrer Mutter sie so mitnehmen. Ernst ist gerührt und meint, er werde nie bereuen, dass er sie geheiratet hat, da sie die fürsorglichste Frau sei, die er kenne.

Elisabeth will sich nun zu Gernot schleichen, um sich wenigstens zu entschuldigen. Gernot ist zunächst nicht bereit, ihr zu verzeihen. Manfred sieht seine Mutter bei Gernot und wieder fragt er sich, ob er sie nicht über Gernots wahre Identität aufklären sollte. Doch dann beobachtet er zufällig einen Einbruch und muss dem Täter hinterher. Er kann ihn zwar fassen, stolpert jedoch und verstaucht sich den Fuß. Gernot, der zusammen mit Elisabeth alles mitbekommen hat, bietet ihm Schnaps an, um die Schmerzen zu vergessen. Manfred beschließt daraufhin, ihn gegenüber Elisabeth nicht zu verraten.

Nachdem Gernot so fürsorglich zu ihm war, gibt Manfred seine Beschattungen auf.

Elisabeth geht täglich zu Gernot und bittet ihn um Verzeihung. Sie schenkt ihm Flaschen und erzählt, dass sie sich ja selbst nicht verzeihen könne, aber dass ein gütiger Mensch wie er doch sicher verzeihen würde. Ohne Verzeihen gäbe es schon längst keine Welt mehr und so sei doch das Verzeihen der Beginn von allem. Und so schlecht ihr Handeln auch war, das Irren liege leider in der Natur des Menschen und sie hoffe, dass auch das Verzeihen zur menschlichen Natur gehöre. Gernot bleibt stur.

Dann schließlich sagt sie ihm, dass sie nicht mehr auf seine Vergebung hoffen könne und dass sie das auch verstehe. Sie hätte nie so vorschnell urteilen dürfen und das sei einfach nicht zu vergeben. Dann schenkt sie ihm das alte Gebiss ihrer Mutter.

Gernot ist begeistert. Er erzählt ihr, dass er selbst begonnen habe, Gebisse aus Abfall herzustellen, und nun habe er ein perfektes Modell, an dem er sich orientieren könne. Er verzeiht ihr alles. Sie küssen sich, dann fallen sie übereinander her und haben leidenschaftlichen Sex – bis Gernot plötzlich von einer Pistole im Po getroffen wird. Gernot bricht zusammen, Elisabeth zieht ihn in Deckung. Über ihnen ertönt ein finsteres, gehässiges Lachen. Elisabeth erkennt eindeutig die Stimme von Susanne.

Elisabeth kann Gernots Blutung mit Tempos und Bananenschalen aus dem Abfall stoppen und seine Schmerzen mit Schnaps lindern. Gernot kommt ins Krankenhaus, wo Ernst gerade Notdienst hat. Statt sich um den Patienten zu kümmern, glotzt er Elisabeth entsetzt an. Sie sagt, es sei nicht so, wie er denke. Er fragt sie, was sie denn denke, das er denke, und warum sie denke, dass er das denke. Elisabeth beißt sich ertappt auf die Lippen. Während die beiden streiten, kümmern sich andere Ärzte um Gernot.

Unterdessen wird Susanne von Manfreds Kollegen abgeführt. Manfred eilt aufs Polizeirevier. Warum sie das getan habe, fragt er entsetzt. Susanne erzählt ihm die Geschichte: Dieser Dreckskerl habe sie hinterhältig hintergangen. Sie habe ihm Sex angeboten, doch er habe abgelehnt. Das Schwein verdiene es zu sterben. Manfred ist entsetzt, kapiert aber nicht so alles.

Elisabeth gesteht Ernst, dass sie Gernot liebt.

Gernot wird operiert. Elisabeth und Ernst streiten in der Zeit. Dann kommt ein sehr ernst aussehender Arzt zu ihnen und fragt sie, wie der Mann heiße und wo er wohne. Elisabeth erzählt, dass er Gernot heiße und ein Mülltonnennomade sei. Der traurig aussehende Arzt sieht sie traurig an und sagt, dass er dann offensichtlich gelogen habe. Ernst triumphiert, also handelt es sich doch um einen gesuchten Verbrecher! Der Arzt sagt, er dürfe ihnen die wahre Identität nicht verraten wegen Schweigepflicht. Ernst redet auf Elisabeth ein, bei ihm zu bleiben. Elisabeth ist verunsichert. Schon einmal hat sie Gernot zu Unrecht misstraut. Sie beschließ, ihm diesmal zu vertrauen.

Ernst stampft irgendwann davon und knallt die Tür zu.

Elisabeth sitzt an Gernots Bett. Dann geht die Tür auf und ein fertig aussehender Manfred kommt herein. Er setzt sich neben seine Mutter und verbirgt den Kopf in den Händen. Elisabeth tätschelt ihm mitfühlend die Schulter. Manfred beruhigt sich ein bisschen und Elisabeth bittet ihn, ihr die Wahrheit über Gernots Identität zu sagen. Manfred schluckt und weist auf sein Dienstgeheimnis hin. Elisabeth wird wütend und schreit. Sie sei es leid, immer mit den Dienstgeheimnissen, Polizeigeheimnis, ärztliche Schweigepflicht, das sei ihr alles scheißegal, es gehe um den Mann, den sie liebe, mit dem sie alt werden wolle. Manfred schluckt noch einmal und holt tief Luft, um ihr nun endlich die Wahrheit zu sagen – doch genau in dem Moment geht die Tür auf, eine junge, gut gekleidete Frau stürzt herein und rennt an Gernots Bett, während ihr die Tränen über die Wangen rinnen und sie etwas Unverständliches vor sich hin murmelt.

Wieder erwachen in Elisabeth Zweifel: Hat Gernot doch eine andere? Dann kann sie verstehen, was die Frau murmelt: „Papa.“

Elisabeth starrt die Frau an. Die Frau bemerkt es nicht, sondern starrt nur Gernot an.

Elisabeth fragt die Frau, ob sie Gernots Tochter sei. Die Frau dreht sich daraufhin zu ihr um und fragt sie, ob sie Gernots Frau sei.

Elisabeth lächelt und antwortet, dass sie hoffe, es zu werden.

Die Frau stellt sich als Melanie vor, die Tochter von Gernot. Sie haben sich zerstritten, erklärt sie, weil sie BWL studiert hat. Er habe das nicht akzeptieren können, sagt sie. Natürlich, fügt sie hinzu.

Elisabeth blickt sie fragend an. Was ist denn an BWL falsch?

Melanie lächelt. Na ja, bei seinem Beruf. BWL sei einfach so trocken und geldfixiert, damit könne der zerstreute Philosophieprofessor nicht umgehen.

Elisabeth ist fassungslos: Gernot ist ein Philosophieprofessor. Sie blickt zu Manfred, der bestätigend nickt. Er erklärt, dass Susanne Gernot deshalb umbringen wollte, weil er nicht auf ihr Bestechungsangebot eingegangen sei. Sie habe ihm angeboten, ihm zum Sex zu Verfügung zu stehen, wenn er ihr eine gute Note gebe. Doch er lehnte das ab und ließ sie durchfallen.

Elisabeth ist erschüttert. Eine Weile debattiert sie innerlich. Sie hat sich in einen Mülltonnenomaden verliebt. Doch dieser Mülltonnennomade ist in Wirklichkeit ein Philosophieprofessor.

Gernot wacht auf. Melanie entschuldigt sich für ihre Studienwahl und sagt, dass sie ihn so vermisst habe, sich aber nicht getraut habe, sich bei ihm zu melden. Gernot sagt, dass es nicht ihre Schuld, sondern seine sei. Er sei ein schlechter Philosoph, weil er ihren freien Wille nicht akzeptieren konnte. Doch er habe es nur gut gemeint, denn er konnte sich einfach nicht vorstellen, wie irgendein Mensch mit BWL glücklich werden kann. Er wolle doch nur, dass sie glücklich sei. Sie fallen sich weinend in die Arme.

Melanie geht, um Kleider für Gernot zu besorgen.

Elisabeth sieht Gernot an. Er erzählt ihr, dass er in Wirklichkeit nur in die Mülltonne geflüchtet war, um sich vor Susanne zu verstecken. Doch durch sie, Elisabeth, habe er erkannt, wie wertvoll dieses freie Leben sei. Nie wieder wolle er die Straße und die Mülltonnen gegen die staubige Uni eintauschen. Er fragt, ob sie ihm verzeihen könne, dass er sie belogen habe. Natürlich, antwortet Elisabeth, sie habe begriffen, wie wichtig das Verzeihen sei. Gernot lächelt und sagt, ja, er habe es jetzt endlich auch begriffen. Die beiden umarmen und küssen sich glücklich.



ROMANTISCHE MUSIK



Ein Jahr später



Gernot und Elisabeth sind auf dem Standesamt, um zu heiraten. Rüdiger ist mit seiner Freundin vom Zirkus da, Manfred ist allein da und Melanie, die Wirtschaftsprüferin ist, ist mit ihrem Mann, der Steuerberater ist und die Hand auf ihren leicht gewölbten Bauch legt, da. Außerdem sind Elisabeths Schwester Annemarie mit Familie und Ernst mit seiner neuen Frau, der Zahnärztin Luise, da, die wie sich herausstellt, die Mutter von Melanie und Gernots einstige Frau, die ihn schon vor vielen, vielen Jahre verlassen hat, ist. Elisabeths Mutter wurde aus dem Altersheim abgeholt, um mit ihnen zu feiern. Sie freut sich über den neuen Schwiegersohn und sagt, sie habe es von Anfang an gewusst und sie sei ja so froh, dass sie diesen Langweiler Ernst jetzt los sei, den habe sie ja nie leiden können. Elisabeth räuspert sich und sieht zu Ernst, doch der schaut verliebt Luise an und bekommt sonst nichts mit. Manfred und Melanie sind die Trauzeugen. Getraut werden Elisabeth und Gernot schließlich von einem Standesbeamten, da Manfred sich geweigert hat, das zu machen, weil er der Ansicht ist, dass er das nicht darf. Sie sagen ja und küssen sich. Im Anschluss fahren sie auf einem Mülltransporter und es gibt ein rauschendes Fest bei der Müllverbrennungsanlage.



ROMANTISCHE MUSIK + ENDE



<3



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AN: So. Und jetzt hätte ich gerne ein Angebot für die Verfilmung.
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