Die Reise ins Glück mit der AIDA

GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
30.06.2020
30.06.2020
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Die Reise ins Glück mit der Aida

Prolog:

Mein Name ist Dominik Klein, und nein ich bin nicht der Nationalhandballspieler, ich bin ein ganz normaler Mensch. Bin eins dreiundneunzig groß, habe schwarze Haare und grüne Augen. Was sich meine Eltern dabei gedacht haben, weiß ich auch nicht, aber es ist nun mal passiert. Ach ja, ich bin übrigens gestern dreißig Jahre alt geworden. Von Beruf bin ich Manager für Krisenmanagement, heißt, wenn es Probleme in der Firma gibt, wen ruft man, genau mich.Da mein Geburtstag gerade in ein Seminar viel, hatten Karsten mein Freund und ich vor, diesen  an einem anderen Tag nach zu holen.Da das diesmalige Seminar in München statt fand und wir in Hamburg wohnten, hatte ich mich entschlossen die Bahn zu nehmen. Und nun war ich auf dem Rückweg und schrieb Karsten eine SMS.

Hey, bin früher fertig geworden als geplant, freue mich auf nachher, dein Schatz.

Es wunderte mich zwar, dass er nicht gleich antworte, aber vielleicht war er ja gerade unter der Dusche oder einkaufen. So zog die Landschaft an mir vorbei und ich schlief sogar ein. Als sich mein Handy plötzlich meldete.

Hey, das freut mich, wann kommt dein Zug an, K

Ohne über diesen komischen Satz nachzudenken, schrieb ich zurück.

Um dreiundzwanzig Uhr bin ich zurück, aber bitte hole mich nicht ab, ich habe mein Auto am Bahnhof stehen. Sehen uns dann Zuhause, ILD,D.

Woraufhin ich keine Antwort mehr bekam, wahrscheinlich war er am arbeiten, denn Karsten war Werbegrafiker und arbeitete von Zuhause. Bis ich wieder in Hamburg war, verlief die Zeit nur langsam, aber ich hatte ja Zeit. Auch dachte ich an unsere Kreuzfahrt, die wir machen wollten, mit der Aida. Von Genua in die Karibik und zurück. Für diesen Urlaub hatten wir lange gespart und ich hoffte das es unsere Verlobungsreise würde, denn am Abfahrtstag würden Karsten und ich genau zehn Jahre zusammen sein. Das alles anders kam als ich gedacht hatte, erfuhr ich erst später.
Kurz vor Hamburg, bekam ich leichtes Hungergefühl und holte aus meiner Tasche das Brötchen, was ich mir beim Frühstück gemacht hatte für die Fahrt.
Wenig später hielt der Zug und ich stieg mit einigen anderen Reisenden aus.
Holte tief Luft und freute mich wieder Zuhause zu sein. Mit meinem Koffer verließ ich den Bahnhof und begab mich zu meinem Wagen und fuhr nach Hause. Dort angekommen, sah ich das im Schlafzimmer noch Licht war, und grinste. Wahrscheinlich warte er schon auf mich, wie süß.Aber als ich die Haustür leise öffnete, jetzt wollte ich ihn überraschen, bekam ich ein sehr komisches Gefühl, und wonach roch es hier, keiner von uns benutzte so ein After Shave? So stellte ich meinen Koffer in den Flur und zog meinen Mantel aus, hängte ihn an die Garderobe und ging leise auf das Schlafzimmer zu. Und jetzt konnte ich leise Geräusche hören.
„Oh ja, tiefer du machst mich wahnsinnig“, das war eindeutig Karstens Stimme.
„Gefällt dir das mein Hase“, und wem gehörte diese Stimme und wieso nannte er ihn Hase, Karsten hasste Kosenamen, außer Schatz.
Nun wenn ich nicht nach sah, würde ich es nie erfahren, aber wollte ich das überhaupt. Wir waren fast zehn Jahre ein glückliches Paar gewesen, weshalb ich mir beim besten Willen nicht vorstellen konnte, dass er mich betrog. So öffnete ich ganz leise die Schlafzimmertür und wurde eines besseren Belehrt. Karsten lag unten und ein junger Mann steckte in ihm.
Was ich da sah schockte mich, aber ich blieb ganz ruhig.
Wo ich diese Ruhe her nahm fragt mich nicht, ich wusste es selber nicht. So schloss ich wieder die Tür und ging ins Wohnzimmer und ging an unsere Bar, dort schenkte ich mir einen Jim Beam ein mit Eiswürfeln und warte bis sie fertig waren. Da unser Bad onsuit war, hörte ich wie sie noch gemeinsam duschten und Karsten mit ihm zusammen aus dem Schlafzimmer kam. Dort im Flur stand ja noch mein Koffer den er jetzt erblickte.
„Oh Scheiße, Dominik wo bist du?“; fragte er rufenden in die Wohnung.
„Hase wer ist Dominik, ich heiße Nils“; gab der jüngere von sich.
„Kennst du nicht, Kleiner es war toll, aber jetzt solltest du nach hause gehen“, antworte Karsten mit leiser Stimme.
„Ach ich dachte wir rauchen und trinken noch etwas?“; meinte der junge Mann und öffnete die Wohnzimmertür und entdeckte mich.
„Oh anschließend einen dreier, aber Hase davon war nicht die Rede, und wer bist du?“; kam er auf mich zu.
„Ich war sein Freund und ich heiße Dominik, Kleiner es ist wirklich besser du gehst jetzt“, sagte ich ganz ruhig, was Karsten eine Augenbraue hochziehen ließ.
„Na gut, dann bis bald Hase, ruf mich an“; hatte der Kerl gerade nicht mitbekommen, dass er eine Beziehung zerstört hatte, oder war er wirklich so naiv?.Kaum war er gegangen, ging ich ohne auf Karsten zu achten in das Schlafzimmer , holte meinen Koffer vom Schrank und begann zu packen. Das Karsten mir nach kam merkte ich nicht.
„Bitte Dom, was soll das, ich brauchte mal eine Abwechslung“; begann er zu sprechen.
„Ach und da kannst du nicht mit mir drüber reden, das wir was ändern im Bett, sondern holst dir direkt ein neues Häschen ins Bett?“; sagte ich ganz normal.
„Dom, bitte ich habe gedacht du würdest nein sagen, denn du kamst immer so spiessich rüber“; woraufhin ich nach diesen Worten herum wirbelte und ihm eine langte.
„Anstatt mich zu fragen, schmeißt du gerade mal so eben fast zehn Jahre weg, und ich bin nicht spiessich, du A..“. Immer noch seine Wange haltend sah er mich mit traurigen Augen an.
„Dann wars das wohl, auch gut, früher oder später hätte ich dich so oder so verlassen“; mit diesen Worten verließ er den Raum und ich sah ihm nur kopfschüttelnd hinterher.
Das ich weinte, merkte ich erst, als ich wieder in meinem Auto saß, er hatte mir sogar seine Karte von der Kreuzfahrt zurück gegeben und gemeint“ Da wollte ich so wieso nie mit fahren, verkaufe sie“. Nun saß ich hier im Auto vor einem Haufen Scherben und nun?, fragte ich mich. Zu meinen Eltern konnte ich nicht mehr, seit meinem Outing war ich für sie gestorben. Da fiel mir meine Oma ein, die wohnte zwar in Kiel, aber das war ja nicht weit. So startete ich meinen Wagen und fuhr los ohne mich noch einmal um zu drehen.
Es war weit nach Mitternacht, als ich bei ihr vor fuhr. Doch es brannte noch Licht, ob sie es vergessen hatte, nein denn als ich ausstieg öffnete sich ihre Haustür.
„Oh Dominik, wie schön, komm doch rein, du wunderst dich wahrscheinlich das ich noch auf bin, na ja wir alten Leute brauchen nicht mehr so viel Schlaf“, sagte sie und nahm mich in den Arm. Anschließend führte sie mich in ihr Wohnzimmer und als sie mir in die Augen sah machte sie ein trauriges Gesicht.
„Was ist passiert, du hast geweint, geht es um Karsten?“; fragte sie mich.
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Hallo zusammen,
diese Geschichte ist frei erfunden und alle Personen stammen aus meiner Feder.
Und nun viel Spaß.
KAtzenlady61
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