Zweifel und Gefühle

OneshotRomanze / P6
Rikki Chadwick Zane Bennett
30.06.2020
30.06.2020
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Es war Nachmittag, als Rikki durch den Ozean schwamm. Das tat sie immer, wenn sie nachdenken musste. Hier konnte sie allein sein. Selbst Cleo und Bella konnte sie aus dem Weg schwimmen.

Rikki musste nachdenken. Über Zane!
Rikki war schon immer eine Einzelgängerin. Sie hatte nie an die große Liebe geglaubt. Ihr war es nicht wichtig geküsst zu werden oder Händchen zu halten.
Klar, zu wissen, von jemandem geliebt zu werden, war sicher ein tolles Gefühl, aber Rikki fand nicht, dass dieses Gefühl es wert war, jemanden die Möglichkeit zu geben, einen zu verletzen, indem man ihm sein Kostbarstes, nämlich sein Herz, vollkommen schenkte und sich öffnete.
Und Zane hatte sie verletzt. Als er Sophie geküsst hatte.
Sie hatte an sich gezweifelt. Sie wollte Zane gefallen - aber wie sollte sie das können? Sie war niemand der sich viel leisten konnte, sie konnte sich nichtmal ebenso einen MP3 - Player kaufen. Und Zane wollte heute mal ein neues Boot, ja, warum doch nicht? Kostet ja nicht viel.
Verzweifelt hatte Rikki versucht, sich seinen Standards anzupassen, aber sie war nunmal die, die sich Vater in einem Wohnwagen und nicht in einer Villa mit eigenem Pool lebte.
Was sollte Zane auch an dieser Rikki lieben?
Ihr hätte von Anfang an klar sein müssen, dass Zane sich irgendwann nach einer anderen umsehen würde, die mehr Geld hatte. Und diese war jetzt eben Sophie.

Seufzent tauchte Rikki in der Mondseegrotte auf. Eigentlich bekam sie beim Schwimmen immer einen klaren Kopf und konnte besser nachdenken, aber diesmal half es nicht. Sie versuchte die Gedanken abzustellen. Es gelang ihr nicht. Sie grübelte noch immer über Zane nach.
Sie liebte ihn noch immer, obwohl er eine andere geküsst hatte. An dem Tag hatte er alles versaut. Er ist der einzige Mann mit dem sie sich hätte eine Zukunft vorstellen können, aber Zane empfand wohl nicht das gleiche für sie.

Bella und Cleo mochten Zane noch nie besonders, aber Rikki wusste, dass das nur daran lag, dass Zane nie sein wirkliches Ich zeigte. Am Anfang mochte Rikki ihn auch nicht, aber nach einiger Zeit lernte sie den „richtigen” Zane kennen. Er konnte so lieb, so aufopferungsbereit, so perfekt für Rikki sein. Sie liebte ihn so wie er war. Auch er kannte Rikki gut. Wahrscheinlich besser als sie sich selbst.

Sie hatte ihm ihr Herz geschenkt und er hatte es gebrochen.

- Einige Stunden später -

Mittlerweile war es schon elf Uhr abends, als sie noch immer auf einem Stuhl vor dem Rikki's saß. Ihr Blick war auf das Café gerichtet. Eigentlich hätte sie schon längst zuhause sein sollen, aber sie musste nachdenken. Dieses Café hatte Zane ihr geschenkt. Spätestens an dem Tag hatte sie gedacht, dass ihre Liebe für immer hält. Doch da hatte sie sich anscheinend getäuscht.

Noch immer in Gedanken, hörte sie nicht, dass sich jemand von hinten näherte. Dieser jemand war niemand anderes, als Zane. Sie bemerkte ihn nicht. Er sah, dass sie Tränen in den Augen hatte. Wenn das bei Rikki geschah, musste wirklich etwas schlimmes geschehen sein. Zane wusste, dass er der Grund war. Und es tat ihm wirklich leid. Rikki war die einzige Frau die er liebte.

„Rikki, alles in Ordnung?” fragte Zane sie besorgt. „Zane! Was machst du denn hier?” fragte sie verwundert. „Ich musste nur nochmal kurz ins Café,” erklärte er. „Und was machst du hier?” Rikki antwortete ihm nicht. Er wusste auch so warum sie hier war.

„Komm doch erstmal mit rein. Dann können wir reden,” bot er an. Da es sehr kalt war, stimmte sie zu.

Sie setzten sich an einen der Tisch an der Wand. „Ok Rikki. Was hast du vor dem Café gemacht?” fragte Zane erneut. Wieder antwortete sie nicht. „Rikki, das mit Sophie war ein Fehler. Es tut mir leid!” fuhr Zane fort. Auch jetzt zeigte sie keine Reaktion. „Rikki Ich liebe dich und bin mir sicher, dass das andersherum genauso ist,” stellte er fest. „Nein!” war das einzige was Rikki sagte. Dabei konnte sie ihm nicht in die Augen schauen. Er merkte, dass sie log. „Guck mir in die Augen und sag mir, dass du mich nicht liebst. Dann lasse ich dich in Ruhe.” „Das kann ich nicht,” flüsterte sie. „Rikki ich liebe dich. Bitte gib mir noch eine Chance,” bat Zane. Sie guckte langsam hoch. Zane beugte sich zu ihr. Ein wohliges Gefühl durchfuhr ihren Körper, als seine Lippen auf die ihren trafen.

„Und?” fragte Zane hoffnungsvoll. Als sie ihn erneut küsste, war ihm das Antwort genug. „Ich liebe dich Rikki,” flüsterte Zane ihr zu.

Als sie mit dem Küssen fertig waren, lehnte sich Rikki an seine Schulter und er legte seine Arme um ihren schlanken Körper. Es dauerte nicht lange und sie war eingeschlafen. Als Zane das bemerkte, trug er sie in sein Büro. Erst da merkte er wie leicht sie geworden war. Sie wog schon immer nicht viel, aber es schien, als sei sie noch schlanker geworden. Er machte sich Sorgen um sie.

Im Büro legte er sie auf die Couch und deckte sie liebevoll zu. Er gab ihr noch einen Kuss auf die Stirn und setzte sich dann an seinen Schreibtisch um etwas zu arbeiten. Er konnte sowieso nicht schlafen, da konnte er wenigstens etwas nützliches machen.

- Einige Stunden später -

Es war 8 Uhr morgens, als Rikki wach wurde. Erst wusste sie nicht wo sie war, als sie sich an die vergangene Nacht erinnerte. Sie war tatsächlich wieder mit Zane zusammen und hatte ihm noch eine Chance gegeben.

Da kam Zane schon ins Büro. „Guten Morgen! Gut geschlafen?” fragte er sie. „Ja, so gut wie schon lange nicht mehr,” gab sie zu. „Schön! Ich habe Frühstück gemacht. Kommst du?” fragte Zane. „Ja, ich komme gleich.”
Er hatte einen der Tisch im Café gedeckt und Brötchen geholt. Sie setzten sich hin und aßen gemeinsam.„Möchtest du eigentlich wieder hier arbeiten und unser Café leiten?” fragte Zane. „Aber das macht doch jetzt Sophie,” erinnerte Rikki ihn. „Nein, sie wollte das Schild abhängen und den Name des Cafés ändern, damit ich dich vergesse. Deswegen habe ich sie gefeuert,” erzählte Zane „OK, dann möchte ich natürlich gerne wieder hier arbeiten,” Als sie fertig waren, musste Rikki nach Hause, damit sich ihr Vater keine Sorgen machte.

8 Jahre später:
Rikki und Zane haben geheiratet und eine gemeinsame Tochter. Sie heißt Emilia und ist 5 Jahre alt. Gemeinsam leiten sie noch immer das Café und sind eine glückliche Familie.

Ende

Hallo meine lieben Leserinnen und Leser, ich hoffe, dass euch dieser OS gefallen hat. Ich würde mich sehr über Rückmeldung freuen.
Ich habe überlegt noch eine Fortsetzung zu machen. Die würde dann 8 Jahren später spielen und ich würde genauer auf das Familienleben eingehen. Vielleicht taucht ja auch Sophie wieder auf?
Wie fändet ihr die Idee?
LG Leyla-DrSonnenschein
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