Show me Heaven

KurzgeschichteRomanze, Familie / P16 Slash
Fingon Maedhros Nerdanel
30.06.2020
30.06.2020
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30.06.2020 866
 
Titel: Show me Heaven
Autor: Storm{X}Padmé
Disclaimer: Alle originalen Charaktere und Elemente gehören Familie Tolkien, New Line, den Rechteinhabern und allen, die dafür bezahlen. Ich geb sie ja wieder zurück, ich leih sie mir doch nur... Ich tu ihnen auch nicht weh… Jedenfalls nicht sehr *G*
Universum: Bücher
Zeitlinie: Viertes Zeitalter
Zensur: P16 (Sex)
Zusammenfassung: Als Maitimo in Valinor wiedergeboren wird,  hat Findekáno nur noch eine einzige Sorge. Maitimo findet diese sehr amüsant.
formale Bemerkungen:
- kursive Sätze = Erinnerungen, Träume oder zur Betonung
- Sätze in ‚ ‚-Zeichen = eigene Gedanken, Telepathie oder indirekte Rede
Feedback: Ist nicht nur erwünscht sondern wird auch geknuddelt, abgeschmust, gestreichelt und George genannt :D







The Silmarillion
SHOW ME HEAVEN




"Ich habe genauso viel Angst wie du.”

“Soll das ein Witz sein?“ Maitimo nimmt seinen Kopf von Findekános Brust and funkelt ihn aus schmalen Augen an, viel zu gereizt für Findekános Geschmack für den sonstigen angenehmen, schwerelosen Glückszustand gleich nach einem Orgasmus. „Wovor sollst du bitte Angst haben müssen? Du hast das Ganze hier schon hinter dir. Ich bin seit genau zehn Minuten wieder am Leben.”

„Also bitte. 45 Minuten. Mindestens.”
Ja, Maitimo und er haben es zugegebenermaßen ein wenig eilig damit gehabt, wenigstens einen Bruchteil davon aufzuholen, was sie in den letzten Jahrtausenden versäumt haben. Aber gerade angesichts dessen, wie überstürzt und heimlich dieses kleine Zwischenspiel mitten im hohen Gras rund um die Hallen abgelaufen ist, hat Findekáno wirklich sein Bestes gegeben. Er hat sogar immer noch ein wenig den Geschmack vom Samen seines Gemahls in seinem Mund, also kann es so schlimm nun wirklich nicht gewesen sein.
Genau genommen hätte er nichts gegen eine zweite Runde gehabt, wenn das nur bedeutet hätte, dass sie beide es so noch länger vermeiden könnten, sich mit den anderen Mitgliedern ihrer Familien zu treffen, die bereits aus den Hallen entlassen worden sind.
“Ernsthaft. Das ist das erste Mal, dass wir ada gemeinsam gegenüberstehen werden, ohne dass wir etwas zu verbergen haben. Ich habe nicht nur Angst, ich habe Todesangst. Ich habe keine Ahnung, wie er reagieren wird.“

Irgendetwas an dieser Erklärung findet Maitimo anscheinend ausgesprochen unterhaltsam. Er hat seine liebe Mühe damit, sein Kichern an Findekános bloßer Brust zu verbergen. Das leicht zerzauste Flies seiner feuerroten Haare gleitet über Findekános Haut, und wenn Findekáno sich nicht immer noch so wund gefühlt hätte, hätte er jetzt vermutlich wirklich darüber nachgedacht, noch mal loszulegen.
“Du willst mir also gerade sagen, dass du in zwei Zeitaltern nie auf die Idee gekommen bist, ihm zu sagen, dass wir verheiratet sind.“

“Das ist eben nie zur Sprache gekommen.“ Findekáno schlägt sich die Hand vors Gesicht, weil Maitimo nur noch lauter zu lachen beginnt. „Wir mussten andere Dinge diskutieren. Andere Sachen erledigen. Versöhnungen hinter uns bringen. Städte aufbauen. Russo, lass das! Wir müssen über diese Sache reden, bevor wir zu ihnen gehen. Vielleicht fangen wir besser bei nana an; sie war immer verständnisvoller, was solche Dinge angeht. Nerdanel weiß Bescheid, und Írissë ebenso. Vielleicht können sie uns helfen.“

Maitimo hat endlich Mitleid mit ihm. Sich aufsetzend zieht er Findekáno mit sich hoch und tut sein Bestes, das amüsierte Grinsen von seinen Lippen zu verbannen. „Ich muss deinem Vater meinen Respekt aussprechen. Ich hatte nicht erwartet, dass er das Ganze so lange durchhalten würde. Gut, dass er und ich keine Wette abgeschlossen haben, sonst müsste ich die nächsten Jahre für ihn arbeiten.“

„Ich habe nicht die geringste Ahnung, wovon du sprichst.“
Leider hat Findekáno die allerdings doch. Als sein Gemahl nachsichtig die Augen in seine Richtung verdreht und ihm einen weiteren sanften Kuss gibt, fühlen sich seine Wangen schon wieder verdächtig heiß an.

„Finno. Dein Vater weiß über uns Bescheid, seit du mich von Angband zurückgebracht hat.“

Findekáno kann nichts anderes tun, als ihn einfach nur anzustarren. Er öffnet seinen Mund, klappt ihn wieder zu. „Ich … wie?“

Maitimo zuckt ungerührt mit den Schultern. „Die Details wirst du dir von ihm selbst geben lassen müssen, aber nach allem, was man mir gesagt hat, wäre es einfacher, die Leute aufzuzählen, die nicht Bescheid gewusst haben. Wenn du damit fertig bist, rot zu werden, mîl, ein paar Ratschläge würden mir wirklich recht kommen. Letztes Mal, als ich die meisten von diesen Leuten gesehen habe, hat niemand von uns einen Körper gehabt.“

Findekáno hat ja wirklich die besten Absichten, diesem Wunsch nachzukommen, aber er hat sich noch nicht mal vom Schock erholt, sie sind gerade damit fertig geworden, sich anzuziehen, als sich schnell, leichte Schritte vom Fuß des Hügels nähern und lange rote Haare, Maitimos sehr ähnlich, in ihr Sichtfeld geraten. Er hat es geschafft, seinen Gemahl so lange für sich zu beanspruchen, dass Nerdanel anscheinend die Geduld verloren hat.
Während die ersten Umarmungen sich abspielen und mehr als eine Träne vergossen wird, lässt Findekáno die beiden allein, um die Pferde zu holen; das ist einfacher, als darüber nachzudenken, was Maitimos Mutter vielleicht gesehen oder gehört hat, bevor sie sie gestört hat.
Nicht, dass das wohl einen Unterschied macht, dem nach zu urteilen, was Findekáno gerade erfahren hat.
Wenn sein größtes Problem in diesem Zeitalter allerdings sein wird, sich ein Jahrhundert lang oder zwei für seine eigenen Dummheit zu schämen, glaubt er, dass er damit ganz gut zurechtkommen wird.
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