Art Project

von KleinAya
GeschichteDrama, Angst / P12
Tendou Satori
29.06.2020
02.07.2020
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29.06.2020 1.025
 
Es war der erste Schultag des 2. Schuljahres auf der Shiratorizawa Highscool für Satori Tendou.
Nach den üblichen Reden der Schulleitung zur Begrüßung der Schüler, vor allem der Erstklässler, wurden die Schüler der 2. und 3. Stufe in ihre Klassenräume geschickt, während die Erstklässler genauere Anweisungen erhielten.

Im Klassenzimmer angekommen, setzte sich Tendou wie üblich in die letzte Reihe ans Fenster.
Es schien fast, als würden die anderen Schüler, die Tische, die eine feste Ordnung hatten, ein bisschen weiter weg schieben, um möglichst viel Abstand zu halten. Das störte den Rothaarigen nicht im Geringsten, war er es doch schon längst gewohnt.

Die ersten 3 Stunden flogen nur so an den Schülern vorbei und nach einer kurzen Pause, die Tendou im Klassenzimmer verbrachte begann die 4. Stunde: Kunst.

Eine junge Lehrerin betrat das Zimmer und stellte sich allen vor. Es war ihr erstes Jahr als Lehrerin und sie freue sich bereits auf die Zusammenarbeit mit den fleißigen Schülern in dieser Schule.
Tendou konnte nur die Augen verdrehen und sah gelangweilt aus dem Fenster, während er mit einer Hand sein Kinn stützte. So motivierte Lehrer konnten ziemlich anstrengend sein, denn sie hatten immer seltsame Einfälle, das Geschehen im Unterricht "interessanter" zu gestalten.

Und als hätte er es Vorausgesehen, klatschte die Junge Lehrerin in die Hände und dachte, es wäre eine nette Idee, zusammen mit einem Klassenkameraden oder Kameradin eine Partnerarbeit bis Donnerstag zu machen, dann könnten sich die Schüler untereinander besser kennenlernen und sie selbst würde die Schüler besser kennenlernen, wenn sie einen kleinen Vortrag zu ihrer Arbeit halten würden.

Tendou seufzte. Das war unter anderem eines der schlimmsten Dinge, die ihr hätten einfallen können. Er konnte Partner-Arbeiten nicht leiden.

"Jetzt sucht ihr euch einen Partner und dann sage ich euch genau was ihr tun müsst." sagte die Lehrerin fröhlich.
Fast alle Schüler standen aufgeregt auf und rannten durchs Zimmer und schwatzten miteinander wer nun mit wem zusammenarbeiten würde.
Tendou blieb einfach sitzen. Jemanden zu fragen hätte sowieso keinen Sinn. Er machte es einfach wie immer und wartete. Da die Klasse eine gerade Anzahl an Schüler hatte würde eine Person übrig bleiben und die würde mit ihm zusammen arbeiten MÜSSEN.
So starrte er weiter aus dem Fenster und beachtete den Tumult im Klassenzimmer gar nicht.

=FLASHBACK=

Es war in der 2. Klasse der Unterstufe, als der Biologie Lehrer wollte, dass die Kinder in 2er Gruppen eine Arbeit zusammen schreiben sollten.

Der kleine Satori stand auf und suchte im Klassenzimmer nach Kindern, die noch alleine waren. Auf jede Frage ob man mit ihm zusammenarbeiten wolle bekam er ein "Tut mir Leid.. ich habe schon einen Partner.."
So war es, das am Ende nur noch der kleine rothaarige Junge alleine im Klassenzimmer stand, während die anderen Kinder bereits zu zweit an den Tischen saßen.

Mit großen Augen starrte er nun ratlos seinen Lehrer an, der selbst leicht genervt durchs Klassenzimmer sah und nach einer Lösung suchte. "Eine Gruppe wird aus 3 Schülern bestehen. Wer von euch nimmt Satori-kun?"

Satori drehte sich hin und her, aber alle seiner Mitschüler wichen seinem Blick aus.

Der Lehrer seufzte und ging auf Satori zu. Etwas unsanft packte er den Jungen am Oberarm und zerrte ihn zu zwei Jungen, die in der Mitte der Klasse saßen und stellte einen Stuhl dazu. "Das ist jetzt deine Gruppe."
Das stöhnen zwei Jungen konterte der Lehrer mit einem scharfen Blick und Beide verstummten.

Während der Lehrer die Aufgaben verteilte, die jede Gruppe zu erfüllen hatte, streckte Satori seine Füße aus und schaukelte auf dem Stuhl hin und her. Er hörte wie die Jungs aus seiner Gruppe tuschelten und lachten, reagierte aber nicht darauf, sondern hörte dem Lehrer aufmerksam zu. Dieser Maßregelte den Rothaarigen, still zu sitzen und nicht immer den Unterricht zu stören.

Satori drehte seinen Kopf leicht zur Seite. "Stören?" sagte er leise. Er verstand nicht, warum es irgend jemanden stören solle, wenn er da saß. Aus der Reihe hinter sich hörte er jemanden flüstern. "Der Idiot kapierts nicht." Doch auch dieses Mal zeigte er keine Reaktion.


Nach dem Unterricht hörte er, wie die 2 Jungen seiner Gruppe ausmachten, sich bei dem Größeren daheim zu treffen und das Projekt gleich heute zu beenden, dann hatten sie die nächsten Tage mehr Zeit.
Satori beeilte sich nach draußen zu kommen um die 2 die anscheinend schonmal voraus gegangen waren einzuholen. Als er die Zwei erreicht hatte drehten sie sich kurz um und gingen dann etwas schneller als vorher. Satori folgte ihnen mit etwas Abstand. Er hatte noch nie einen Klassenkameraden besucht und war etwas aufgeregt.

Der Kleinere und Dickere drehte zu Satori um. "Verpiss dich Freak! Hör auf uns hinterherzulaufen!" Mit großen Augen sah der kleine Satori den Jungen an. "Aber wir müssen doch die Arbeit zusammen machen!"
Der Größere der Beiden flüsterte seinem Freund etwas zu, beide kicherten und liefen los. Satori folgte ihnen.

Die Kinder liefen in einen kleinen Park und als sie eine ziemlich verlassene Ecke erreicht hatten blieben sie stehen und waren ziemlich außer Atem. Als Satori sie eingeholt hatte meinte der Große: "Glaubst du wirklich wir würden mit dir etwas zusammen machen? Niemand will etwas mit dir zu tun haben du roter Affe!" Während der Große redete umkreiste der Kleine Satori bis er sich hinter diesem befand und ihn von hinten mit  ganzer Kraft packte, obwohl Satori keine Anstalten machte sich zu wehren. Stattdessen starrte er den Großen an und verstand nicht was er falsch gemacht hatte.

Der Große stapfte auf die 2 zu. "Glotz mich nicht so blöd an Freak!" Er holte aus und schlug Satori ins Gesicht, welcher keinen Laut von sich gab. Dann packte der Große Satori am Kragen, warf den schmächtigen Jungen auf den Boden und gab ihm noch einen Tritt in die Seite.
"Halt dich von uns fern, sonst steckst du uns mit deiner Dummheit an!" er spuckte auf den am Boden liegenden und die Zwei gingen lachend davon.

Satori lag auf dem Boden und bewegte sich nicht. Er sah einfach in den Himmel und beobachtete die Wolken am Himmel.
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