Kampf um die Vaterschaft

GeschichteFamilie / P18 Slash
Joachim "Joko" Winterscheidt Klaas Heufer-Umlauf
29.06.2020
09.08.2020
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01.08.2020 1.815
 
Es geht weiter. Und in diesem Sinne wünsche ich euch mal wieder viel Spaß beim Lesen.
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Kapitel 7: Sehnsüchte

Mit zärtlichen Küssen arbeitete sich Joko am Oberkörper seines Freundes nach unten. Immerzu darauf bedacht, nicht zu ungeduldig zu sein, langsam vorzugehen und auf jede noch so kleine Regung dessen zu achten. Klaas hatte sich jedoch glücklicherweise recht schnell entspannt, ließ den Kopf in die Kissen sinken und atmete ruhig, während er die Liebkosungen seines Partners genoss.

Lange hatte er sich nach solchen Zärtlichkeiten gesehnt. Schon fast vergessen, wie schön diese sanften Berührungen doch waren. So kam nun ein wohliges Seufzen aus seiner Kehle, sobald Joko fortfuhr, sein Shirt noch ein weiteres Stück nach oben schob und sich Richtung Brustwarzen voranküsste.

Eigentlich konnte es Klaas ebenso kaum erwarten, bis sein Freund endlich dort angekommen war. Oder gar andere Dinge mit ihm tat. So reckte er ihm nun auch seinen Körper entgegen, was der Ältere mit einem Grinsen annahm. Dessen Hände glitten dabei langsam an der Taille nach unten, während er die linke Brustwarze küsste, sie zwischen seine Lippen nahm und daran zu saugen begann.

Ein heißeres Keuchen war damit nicht zu unterdrücken. Doch das war egal, sollte Joko erfahren, wie gut das tat, was er gerade tat. Mit diesem Wissen wiederholte dieser sein Handeln, saugte etwas fester an der empfindlichen Knsope, umspielte sie mit seiner Zunge und grinste, als er merkte, wie das Drängen des Jüngeren stärker wurde.

Damit umschloss er nun auch den Bund dessen Boxershorts, wollte sie ihm gerade herunterziehen, als ein altbekanntes Geräusch sie auseinander brachte.

„Fuck!“

Sofort fuhr Klaas nach oben, schob Joko dabei von sich und blickte zur Tür. Das Weinen des kleinen Mädchens kam aus dem Wohnzimmer. Kein Wunder, hatte der Ältere sie, nachdem er aufgestanden war, zu sich geholt, damit sein Freund hatte weiterschlafen können. Das was gerade fast passiert wäre, hatte er erst später geplant. Bis eben war das Kind auch ruhig gewesen, so dass er sein Vorhaben hätte umzusetzen können. Nun aber benötigte sie wohl die Aufmerksamkeit ihres „Vaters“.

Eben dieser zog nun sein Shirt wieder zu Recht und erhob sich, ohne nur ein Wort an den Anderen zu wenden. Dieser seufzte tief, ließ sich auf seinen Hintern sinken und blickte ihm etwas gefrustet hinterher. Er hatte sich schon komplett auf Sex eingerichtet. Seine Mitte ziepte bereits unangenehm, hatte aber auch noch warten können, um seinen Partner weiter anzuheizen. Jetzt aber konnte er das Erhoffte komplett vergessen.

So trat ein weiteres, tiefes Seufzen aus seiner Kehle, bevor er sich dazu entschloss, ebenso vom Bett aufzustehen. Er überlegte gleich ins Bad zu gehen, beschloss dann aber kurz bei seinem Freund im Wohnzimmer vorbei zu sehen.

Dieser stand mit dem kleinen Mädchen auf dem Arm mitten im Raum, wiegte sie etwas auf und ab und versuchte sie zu beruhigen. Eben das hatte er verhältnismäßig schnell geschafft, woraufhin Joko nun zu ihm trat, die Arme um ihn legte und ihm leise ins Ohr hauchte.

„Na, hat sie sich beruhigt?“
„Mhm.“
„Wie wäre es dann, wenn wir… dort weiter machen, wo wir aufgehört haben?“

Natürlich hatte Joko wenig Hoffnung, dass ihm dieser Wunsch erfüllt werden würden. Dazu verhalfen, wie erwartet, auch nicht seine Finger, die er erneut zu den Shorts des Kleineren geführt hatte. Stattdessen bekam er mehr Gegenwehr.

„Alter, lass das.“
„Ich wollte doch nur…-.“
„Nicht, wenn ich die Kleine auf dem Arm hab.“

Dass er sie auch hatte ablegen können, sagte Joko nicht. Stattdessen seufzte er erneut frustriert und sah mit mitleidigem Ausdruck in den Augen zu Klaas. Dieser erwiderte seinen Blick jedoch nur mürrisch.

Lange konnte dieser den genervten Schein jedoch nicht aufrechterhalten. Er verstand seinen Partner ja irgendwie. Ihm ging es ja nicht anders. Wollte ihn auch gerne mal wieder spüren. Doch die Umstände machten es derzeit unmöglich.

Dennoch wollte er sich mit ihm versöhnen, wofür er ihm einen sachten Kuss auf die Lippen hauchte. Anschließend schenkte er ihm einen entschuldigenden Blick, welcher es Joko unmöglich machte, wirklich sauer auf ihn zu sein. Wäre er auch nicht gewesen. Nur enttäuscht. Doch auch das konnte er dem Jüngeren nicht lange zeigen. So beugte er sich nun zu ihm hinunter und legte ihm noch einmal seine Lippen auf.

„Schon gut, Klaas. Ich vesteh’ dich ja. Ich hab’ nur…-.“
„Ein „kleines“ Problem?“

Klaas grinste keck und deutete mit dem Kopf zur Mitte seines Partners, woraufhin dieser ebenfalls kurz nach unten sah, dann wieder in die frech strahlenden Augen seines Gegenübers. Auch er musste daraufhin grinsen, nickte dann aber und erwiderte seine Worte:

„Ja.“
„Dann solltest du dich noch drum kümmern, bevor da was platzt.“
„Witzig, Heufer.“

‚Witzig’ fand es dieser irgendwie tatsächlich. Daher kicherte er auch kurz, hatte allerdings nicht mit der Revange darauf gerechnet. Sein Freund aber ließ sich diese nicht nehmen, überwand den Abstand, den dieser hatte entstehen lassen und kniff ihm in den Hintern, woraufhin ein lautes Quietschen aus dessen Kehle trat. Dieses belustigte nicht nur Joko, sondern auch das kleine Mädchen, das ebenso zu kichern begann. Den strafenden Blick ihres „Vaters“ verstand sie nicht, sondern zeigte ihre Erheiterung weiterhin. Daraufhin war es Joko, der nun keck das Wort ergriff:

„Sie scheint es witzig zu finden, wie du Quietschst.“
„Sehr witzig.“
„Du hast angefangen.“
„Penner.“

Klaas’ Stimme klang etwas beleidigt, woraufhin Joko nun wieder an ihn herantrat und ihn von hinten umarmte. Dabei hauchte er ihm einen sachten Kuss unter sein linkes Ohr.

„Komm schon, sei nicht sauer.“
„Bin ich nicht.“
„Sondern? Beleidigt?“
„Nein.“

Vielleicht war er etwas genervt von der Situation. Auch ein wenig gefrustet, wie sein Partner. Doch dieser versuchte ihn aufzuheitern, indem er mit den Lippen über sein Ohr streifte:

„Keine Sorge, die Tage werden wir es sicher noch schaffen, das zu vollenden, was wir heute morgen versucht haben.“
„Glaubst du?“
„Ja.“

In den braunen Augen lag Zuversicht. Ob das aus Überzeugung, oder Hoffnung kam, wusste Klaas nicht. Jedoch wusste er, was dabei eine Rolle spielte. So drehte er sich nun langsam zu ihm herum, grinste verführerisch und beugte sich zu ihm nach oben.

„Na, wenn du meinst.“

Damit deutete er einen Kuss an. Doch bevor sich ihre Lippen trafen, setzte er zu seiner Rache an, die sein Partner seiner Meinung nach verdient hatte. Dafür löste er seine Linke von dem kleinen Mädchen, das noch immer auf seinem Arm lag, reckte diese nach unten und griff ihm bestimmend in den Schritt. Darauf war es nun Joko, der erschrocken aufquietschte.

„Alter~!“

Nun war es an Klaas laut aufzulachen. Dabei trat er rasch einen Schritt nach hinten, bevor sein Freund ihn mit der Hand treffen konnte, mit der er ihm einen Schlag verpassen hatte wollen. Auf den nächsten Schritt auf ihn zu, wich er erneut nach hinten aus und gab mit Worten zu verstehen, dass der Ältere aufhören sollte:

„Nicht! Ich hab die Kleine auf dem Arm.“
„Du… elendiger Sack!“

Ja, das war gerade gemein gewesen. Doch Joko hatte angefangen. Daher befand er seine Rache auch als angemessen. Dass sein Freund das Ganze anders sah, war klar. Aufgrund dessen, drängte ihn dieser nun auch gegen die Wand, die hinter ihm war.

„Du bist ein hinterhältiger Penner.“
„Du hast angefangen.“

Wieder versuchte Klaas mit erhobenem Arm zu verhindern, dass der Andere näher trat. Doch dieser ergriff einfach sein Handgelenk, drängte ihn weiter zurück und sah ihm direkt in die Augen.

„Penner.“

Drauf antwortete er nun nichts mehr. Stattdessen erwiderte er den Blick, bis Joko seine Lider schloss und seinem Gesicht näher kam. Damit vereinte er nun ihre Lippen, fachte einen innigen Kuss an, der jedoch schon bald wieder ein Ende hatte. Atemlos sahen sie sich dabei direkt an. Eine ganze Weile schweigend. Bis Klaas das Wort erneut ergriff:

„Geh’ duschen, Alter. Bevor du noch was Unüberlegtes tust.“
„Zum Beispiel? Dich hier mit Kind auf dem Arm überfallen?“
„Wer weiß.“

Dass er eben das niemals tun würde, wussten sie Beide. Dennoch war duschen eine gute Idee. So ließ er Klaas’ Arm nun los und brachte wieder etwas Abstand zwischen sie. Bevor er jedoch ins Bad verschwand, ergriff er noch einmal das Wort:

„Das gibt noch Rache, Klaas. Das kannst du mir glauben.“
„Oho. Da bin ich ja mal gespannt.“
„Darfst du sein.“

Mit diesen Worten verließ Joko schließlich den Raum und trat unter die Dusche. Das kalte Wasser beruhigte sein brodelndes Blut wieder etwas. Doch Sehnsucht nach dem Körper seines Freundes hatte er noch immer.


Dass er bis zu einer Vereinigung noch eine Weile warten musste, wurde ihm auch wieder klar, als er aus dem Bad heraus schritt.

„Ja. Okay. Alles klar, dann müssen wir eben noch etwas warten. Sag mir auf jeden Fall bescheid, wenn du mehr weißt.“

Allein das sagte Joko, mit wem sein Freund gerade telefonierte und worum es ging. Genaueres würde er jedoch nachhaken, sobald dieser auflegte. Vorher wandte Klaas noch weitere Worte an seinen Gesprächspartner:

„Ja, ich weiß. Aber irgendwann muss sie sich dazu ja äußern. …Ja…. Okay, dann bis irgendwann. Ja, ich komm’ eh die Tage noch mal ins Büro. …Okay. Tschau.“

Damit beendete er das Gespräch endlich, legte sein Handy auf den Tisch und blickte dann auf. Dabei bemerkte er Joko, der ihm einen mitleidigen Blick schenkte.

„Was los?“
„Ach nichts. Thomas hat zwar ne Antwort bekommen, jedoch steht da nur drin, dass sich Lina zu den „Vorwürfen“ nicht äußern will.“
„Was heißt hier Vorwürfe? Dass die Kleine nicht deine Tochter ist, haben wir schwarz auf weiß“.
„Ich weiß. Aber sie macht eben wieder bisschen Theater. Dass sie das tun wird, war uns aber von vorne herein klar.“

Auf diese Worte hin nickte Joko. Ja, es war ihnen klar gewesen. Doch er hätte es sich für seinen Freund anders gewünscht. Allerdings verlief es bei ihnen nur selten, wie sie es gerne hätten. Von daher blieb ihnen – wie Klaas eben gesagt hatte – nichts Anderes, als abzuwarten.

Bis dahin würden sie die Zeit eben irgendwie vorüber bringen müssen. Vielleicht auch nutzen. Dazu erkundige sich der Blonde nach etwas Anderem, nachdem er sich kurz umgesehen hatte:

„Wo ist die Kleine?“
„Wohnzimmer. Hab sie zum Telefonieren kurz abgesetzt.“
„Okay. Wollen wir dann wieder zu ihr rüber gehen?“

Darauf nickte Klaas und setzte sich, ebenso wie es sein Partner tat, in Bewegung, um gemeinsam mit diesem ins Wohnzimmer zu treten, indem das kleine Mädchen auf der Spieldecke lag und munter an ihrem Ring lullte.

Dieser Anblick brachte Joko irgendwie zum Lächeln. So ein kleines Kind war schon manchmal süß. Und mit diesem Gedanken erhoffte er sich irgendwie, dass die Kleine bei ihnen Beiden nicht nur ein Zuhause auf Zeit, sondern vielleicht sogar für immer gefunden hatte.

Tbc
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Ich finde, den Beiden ist nicht zu verübeln, dass sie Sehnsucht nach einander haben.
Blöd, dass sie gestört wurden und Jokos Vorhaben nicht umsetzen konnten.
Aber wer weiß, vielleicht bekommen sie ja noch die Chance dazu.
Oder die Kleine stört sie auch noch öfter.

Das wird sich wohl dann in den nächsten Kapitel zeigen.
Nummer 8 kommt jedenfalls kommenden Samstag.
Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Woche.
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