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Ohne dich. [Projekt]

KurzgeschichteAllgemein / P12 / Het
Harley Quinn / Dr. Harleen Quinzel Joker
28.06.2020
28.06.2020
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Dies ist ein weiterer Beitrag zum dem Projekt Inspiration durch Bilder Nr. 4

Mein Bild war die Nr. 15

Viel Spaß! :)
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Ohne dich ginge es mir so viel besser.
Davon bin ich überzeugt.
Ich sitze jetzt schon seit geraumer Zeit auf der Bank, den Blick auf den Gotham City River gerichtet und sinniere über mein bisheriges und mein zukünftiges Leben nach.
Bisher ist es doch ziemlich gut gelaufen, abgesehen von der Prügel und den Aufenthalten in der Anstalt kann ich mich nicht beschweren.
Doch dann kamst du.
Hast dich in mein Leben gedrängt.
Anfangs warst du amüsant.
Dann hast du nur noch gestört.
Hast mir den letzten Nerv geraubt.
Doch egal wie oft ich dich weggejagt habe, du bist immer wieder zurückgekrochen.
Wie ein getretener Hund, der einfach nicht von seinem Herrchen lassen kann.
Du bist erbärmlich.
Du bist lächerlich.
Und du merkst es nicht einmal.
Egal, wie oft ich es dir an den Kopf geworfen habe.
Du hältst dich für witzig.
Du hältst dich für wichtig.
Du glaubst, dass ich ohne dich nicht leben kann.
Doch jetzt, je länger ich auf dieser Bank sitze, merke ich, dass es sehr wohl geht.
Ich kann sehr wohl ohne dich leben.
Ich brauche niemanden, der über meine Witze lacht.
Brauche niemanden, der mir den Rücken freihält.
Brauche niemanden, der mich aus Arkham rausholt.
Brauche niemanden, der mich nachts im Arm hält.
Brauche niemanden, der mir aufmunternde Worte zuflüstert.
Brauche niemanden, der sich neben mich auf diese Bank setzt und mich anlächelt.
Und doch sitzt du plötzlich neben mir und starrst mich mit deinem Dackelblick an.
Erwartest eine Reaktion von mir.
Ein Lächeln.
Ein »Schön, dass du hier bist.«
Aber darauf wartest du vergebens.
Und dennoch sitzt auf dieser Bank und gehst nicht fort.
Du bist immer in meiner Nähe.
Lässt mich nie allein.
Weichst nie von meiner Seite.
Bist wie mein zweiter Schatten.
Die Minuten ohne dich auf dieser Bank haben sich wie Stunden angefühlt.
Es hat sich gut angefühlt.
Doch jetzt, wo du da bist, fühle ich mich besser.
Vollständiger.
Kann ich ohne dich leben?
Vielleicht.
Irgendwann werde ich es vielleicht herausfinden.
Aber nicht jetzt.
Jetzt sitzen wir gemeinsam auf der Bank und starren in die Ferne, während wir die Nähe des anderen deutlich spüren.

-ENDE.-
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