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Kuroko No Basket And Zitate

GeschichteAllgemein / P16
Akashi Seijūro Aomine Daiki Kise Ryōta Kuroko Tetsuya Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi
27.06.2020
01.07.2020
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Happiness is found when you stop comparing yourself to other people – holograph/Asek Designs

                                                                                                                           -,-

Kise hatte schon immer die anderen beneidet und ihr Leben mit seinem eigenem verglichen – auch wenn er es eigentlich gar nicht brauchte. Doch in seinem Inneren, das er natürlich nach außen hin nie richtig zeigte, tat er es.


Gerade befand er sich mit den anderen GOMs und ihren Teams im Hamarikyu-Park. Es war Ende März und somit war es einer der letzten Tage die einige von ihnen als „Teams" verbringen konnten, denn viele der Senpais würden ab nächsten Monat auf die Unis gehen.
Auch wenn die anderen Aomine dazu eher zwingen mussten – er lamentierte immer wieder, dass er nichts mit den anderen Too Spielern zu tun hatte und das alles sehr peinlich wäre. Akashi hatte ihm darauf einen Blick zugeworfen und Kuroko hatte ihm eine Drohung ausgesprochen, dass wenn er nicht vernünftig wird, einen Ignite Pass Kai ins Gesicht geschossen bekommt. Danach war er still.
Im Moment beobachtete er gerade, wie Akashi und Midorima sich im Shogi duellierten. Natürlich hatte Akashi schon vier Mal gewonnen, doch Midorima erklärte ihm trotzdem dass er den rothaarigen Rakuzan-Kapitän, heute noch schlagen würde. Sein Blick ging weiter zu Aomine, der gerade dabei war ein Wettessen mit Kagami und Nebuya zu veranstalten. Dann fiel sein Blick auf seinen ehemaligen Mentor – Kuroko. Dieser war gerade so vertieft in einem Gespräch mit Mayuzumi – und man hätte sagen können, dass so viel wie die beiden miteinander sprachen, sie man noch nie gesehen hatte – die sonst so sturen und stillen „Phantome". Die beiden einzigen weiblichen Personen saßen zusammen und tauschten nicht nur Basketball-Daten aus. Auch die anderen hatten kleine Gruppen gebildet und unterhielten sich, lachten miteinander und die Senpais versuchten die zukünftigen Abschlussschüler auf ihre Unis zu locken.
Wenn Kise sich so umschaute, war es einer der wenigen Tage, an denen er wirklich glücklich war, zwischen so viel Personen zu sein, denn so konnten seine Fans ihn nicht gleich ausmachen zwischen den verschiedenen Farbköpfen.
Und zum ersten Mal verglich er sich mit keinem der anderen Teiko-Alumni und deren Leben – wie er sonst öfters getan hatte.

Kise war seit seiner späten Kindheit im Modebusiness tätig. Seine Schwester hatte ihn damals zu ihrer Agentur gebracht und kurz darauf wurde sie auch schon seine Managerin. Und ein Fototermin folgte dem nächsten Shooting.
Als Kind fand er es lustig, von so vielen Menschen umrundet zu werden und sich auszukleiden und irgendwann fing er an das Modeln wirklich zu lieben. Umso älter er wurde, umso mehr wurde er von Fans verfolgt – vor allem von weiblichen. Er wurde von vielen umgarnt und bald konnte er nicht mehr entscheiden, wer es ernst mit ihm meinte und wer nur an den Ruhm und an die Bekanntheit von ihm, dachte und interessiert war.

Dann kam er in den Teiko-Basketball-Club. Und zum ersten Mal wurde er nicht wie ein bekanntes Model behandelt, sondern wie ein ganz normaler Schüler der Basketball spielt. Abgesehen von den Dingen die dort passiert sind und der Ernennung zur Kiseki No Sedei, die natürlich auch wieder Aufmerksamkeit einbrachte – war er mit normalen Menschen umgeben – und das machte ihn, ja zugegebenermaßen, neidisch auf die anderen – vor allen auf die anderen fünf Mitglieder der Wundergeneration. Ab da an verglich er sich immer wieder mit ihnen, mit ihrem Verhalten gegenüber anderen oder auch ihrem Leben und das was sie von diesem preisgaben.

Da wäre zum Ersten natürlich Akashi – den er liebevoll Akashicchi genannt hatte. Den Rothaarigen lernte er als sehr hilfsbereite und freundliche Person kennen. Er würde sogar sagen, dass der ehemalige Teiko-Kapitän eine sehr große mütterliche Seite hatte, denn er machte sich stets Sorgen um die anderen, die ihm nahe standen. Auch wenn er diese Seite im dritten Teiko-Jahr nicht mehr oft, fast gar nicht, mehr zeigte, und er plötzlich diese Persönlichkeitswandlung hatte, wusste Kise, das die Seite richtige, originelle Seite – die kümmernde – nie weggegangen war.
Kise wusste, dass Akashi aus einer sehr reichen und alten Familie kam. Einer adligen noch dazu und das er sehr streng erzogen wurde und deswegen in allem der Beste sein musste. Das Gewinnen stand auch immer ganz oben. Deshalb war er auch so beeindruckt, wie Akashi alles meisterte. Den Basketball, das Kapitänsamt, den Student-Council-Posten und die Arbeiten für die Familienfirma. Und das alles mit einer Ruhe, die Kise nie hatte. Noch dazu plante der rothaarige Kapitän vieles alleine. Im Gegensatz dazu, musste Kise seine Termine, seiner Schwester geben, weil er selber sie sonst vergessen hätte.
Kise war auf einer Art und Weise neidisch auf den einschüchternden Kapitän. Er war genauso alt wie er, meisterte aber schon so viele erwachsenen Aufgaben alleine, das Kise nur starren konnte, wenn Akashi wieder über Dinge sprach, die nur einige wenige verstehen konnten – und zu diesen gehörte Kise eindeutig nicht.

Zu diesem engen Personenkreis gehört natürlich Midorima. Tsundere Midorima oder wie Kise ihn nannte: Midorimacchi. Oder auch, wie Aomine ihn seit einiger Zeit nannte, und damit den Shooter vollkommen aus der Fassung brachte: Midotsun Shincarrot.
Kise verstand den Grünhaarigen so gut wie nie und oftmals konnte er ihn auch nicht ernst nehmen. Vor allem wenn er mit einem pinken Plüschhasen durch die Gegend lief. Aber trotzdem: Er war der beste Shooting Guard im japanischen Highschool-Basketball. Und er hatte eindeutig die Drei-Punkte-Würfe auf eine neue Ebene gebracht.
Das er jedoch dabei immer die Ruhe in Person ausstrahlte und das Selbstbewusstsein hatte, dass seine Würfe immer wieder in den Korb gehen werden, ja das beeindruckte den Blonden schon immer wieder.
Und dann wäre da noch die Schlauheit, die der Brillenträger an den Tag legte. In Teiko, war er nach Akashi der Zweitbeste und wusste fast immer was zu sagen war, wenn es heikel wurde.
Darauf war Kise besonders neidisch. Denn Kise konnte nie richtig erklären was los war, wenn es heikel wurde. Eher stotterte er irgendeinen Schwachsinn herum – und dadurch wurde er immer wieder als kindisch und dumm hingestellt, dem man nichts richtig zutraut. Nichts was nicht mit Basketball zu tun hatte.
Also hielt er sich lieber bei Dingen, die nichts mit Fans und Basketball zu tun hatten, im Hintergrund – obwohl er so gerne mitreden wollte.

Mitreden. Das konnte Murasakibara, oder wie Kise ihn nannte, Murasakibaracchi, oftmals nur wenn es um verschiedene Geschmäcker von Snacks geht. Oh ja, dann konnte der lilane Center quasseln und mit seinen Erklärungen ein ganzes Buch füllen. In allen anderen Bereichen, des Lebens war er eher ... na ja ... ein Idiot. Sorry Murasakibaracchi.
Dazu war er auch noch faul, sogar fauler als Aomine, und das sollte schon etwas heißen. Er nahm vieles nicht ernst genug und vieles war ihm auf Anhieb zu anstrengend oder nervend. Der Lilane ging mit einer Selbstgefälligkeit durch sein Leben, dass viele eifersüchtig werden könnten. Dabei war er eigentlich echt gut in der Schule und hatte riesiges Talent zum Basketball spielen.
Doch vor allem auf diese Selbstgefälligkeit, war Kise neidisch. Er konnte das nicht. Er hatte Verträge zu erfüllen und konnte diese nicht einfach absagen oder kündigen. Das wäre eine Degradierung seiner Person in dem Business. Er konnte seinen Fans nicht gelangweilt und selbstgefällig gegenüber treten. Das würde er nie können.
Jedoch wünschte er sich manchmal trotzdem, dass er es könnte. Einmal seinen Fans sagen, dass er keine Lust auf Fotos hatte oder einmal sagen, das er die Outfits die er tragen musste ihm nicht gefielen. Doch das konnte Kise nicht.

Einer der immer sagte was er dachte und was ihm nicht gefiel war Kuroko. Seinen Mentor. Und die erste Person in Teiko, die er vollkommen respektierte und die er sein bekanntes „cchi" an den Namen hing. Ja, Kurokocchi war einzigartig – in allem was er tat. Denn vor allem hatte er Kise dazu gebracht, den Basketball lieben zu lernen.
Er hatte es geschafft einen ganz eigenen Basketballstil zu entwickeln. Er hatte es geschafft den anderen GOMs den Basketball wieder Schmackhaft zu machen, dass sie ihn wieder total genießen konnten.
Kise beneidete Kuroko bei so vielem. Wie er immer seiner Meinung treu blieb, wie er sich gegen Stärkere immer durch setzte und ihnen die Meinung geigte oder wie er als Einziger gegen Akashi standhielt, wie er allen frei heraus sagte was er dachte und dabei nicht mal vor Akashi Halt machte und der Rothaarige dem Hellblauhaarigen andächtig zuhörte. Und wie er ein ganzes Team auf eine neue Motivationseben schieben konnte, nur durch seine Anwesenheit.
Aber vor allem beneidete er Kuroko für seinen Charakter, denn diese ganzen Sachen machte er, während er eine so ausdrucklose Weise an den Tag legte, dass keiner richtig wusste, was Kuroko wirklich dachte und viele in seiner Umgebung damit zur Weißglut brachte. Namentlich: Midorima, Aomine und Kagami. Und er war noch in so vielen anderen Dingen unglaublich.
Trotzdem bleibt er sich immer treu. Natürlich will sich Kise auch immer treu bleiben aber einen Vergleich mit Kurokocchi konnte er nicht verhindern. Zwar war er körperlich besser im Basketball, doch das Wissen von Kuroko hatte er nicht. Er hatte auch nicht diesen starken Charakter wie der Phantomspieler sondern war eher am Wasser gebaut und überspielte alles mit Spaß. Er konnte auch nicht die Gedanken lesen und Personen auf genauste Verhaltenweisen studieren wie der Hellblauhaarige obwohl man es ihm zutraute wegen seinen perfekten Kopien.
Doch am Ende wäre er nie so gut wie Kurokocchi.

Und als Letztes wäre da noch Aomine. Oder Aominecchi. Derjenige, der ihn erst dazu angeregt hatte, den Basketball mal auszuprobieren, als er ihn das erste Mal spielen sah. Er sah die Leidenschaft die der gebräunte Spieler in den Augen hatte, wenn er Basketball spielte und vor allem wenn er gegen starke Gegner antrat. Dieses Lächeln was er dann trug, war faszinierend. Denn sonst war er eher der perverse, gelangweilte, übelgelaunte und faule Blödmann, dem man alles aus der Nase ziehen musste, bis er selber mit etwas herausrügte. Kise wusste, dass Aomine nicht immer so war, sondern diese Attitüde erst Ende des zweiten Jahres in Teiko bekommen hatte, als er auch nicht mehr trainierte.
Trotzdem gab es auch Aspekte bei Aomine, die Kise neidisch machten.
Da wäre vor allem die enge Freundschaft mit Kurokocchi. Insgeheim wusste Kise zwar, dass diese Bindung nie einer ganz durchschneiden könnte, doch er hatte es versucht – und war gescheitert. Sogar als beide im Streit lagen, hatten sie sich beide doch irgendwie beschützt, wenn man über den anderen dumm geredet hat. Und vor allem war er neidisch auf die Licht-und-Schatten-Bindung der beiden. Zwar war er das auch bei Kagami und dem Schatten, doch da war es anders. Aomine und Kuroko waren das Original – niemand konnte besser sein – auch wenn Kagami mit Kuroko da doch schon ein wenig ranreichte.
Und dann war Kise auch noch auf Aomines Unbesorgtheit neidisch.
Der Dunkelhaarige kümmerte sich weder um das was andere von ihm dachten, noch kümmerte er sich um wichtige Dinge – denn dafür hatte er ja Momocchi.
Er war der coole Blödmann – den viele beneideten aber auch verabscheuten. Wenn Kise sich so geben würde – oh, dann hätte er schon keine Fans mehr, denn diese wollten den „Super-Kise" sehen, der der immer strahlt und nett ist.

Ja. Wenn er sich mit den anderen Wundern verglich, war er wirklich ein Nichts und der Schwächste.

„Kise-kun?" Der Blonde wurde aus seinen Gedanken gerissen. Kuroko hatte sich unbemerkt an seine Seite gesetzt und sah in nun aus großen runden, blauen, emotionslosen aber doch wissenden Augen an.
„Wenn ich fragen darf, über was hast du so angestrengt nachgedacht?"
„Gomenasai, Kurokocchi, das ich nicht aufgepasst habe. Aber ich habe über uns alle nachgedacht – aber nichts Besonderes." Am Ende strahlte er den Kleineren mit einem perfekten Modelgrinsen an.
Doch dem Observierer konnte er nichts vormachen.
„Kise-kun!"
Kise schaute getroffen zu dem Kleineren und seufzte dann auf.
„Hnn. Weißt du Kurokocchi ... das ich manchmal wirklich neidisch auf euch andere bin?", fragte er diesen nun.
Kuroko blickte ihn auffordernd aber auch verwirrt an. Also machte Kise weiter.
„Weßt du ... ihr alle habt so einen ganz besonderen Charakter, der euch einzigartig macht. Ihr seid in eurem tun so starke Persönlichkeiten – da kann ich glaube ich nicht mithalten", begann Kise.
„Kise-kun ..."
„Nein, bitte. Lass mich vorher noch erklären. Als Beispiel du, Kurokocchi. Du bist nicht wie jeder andere. Trotz, deiner wenigen Präsenz bleibst du so standfest in unseren Erinnerungen. Mit deinem ganzen Handeln und mit deiner Kraft, die du produzierst. Das ist der Wahnsinn. Ich könnte das nicht. Trotzdem vergleiche ich manchmal mein Handeln mit deinem. Was würde Kurokocchi tun? Und so geht es mir auch bei den anderen Vieren", beendete Kise nun leise.
„Kise-kun", seufzte Kuroko auf. „Das ist so ein Schwachsinn, den du da von dir gibst."
Kise guckte geschockt zu Kuroko.
„So gemein, Kurokocchi!"
„Du musst dich nicht mit uns vergleichen. Du bist selber doch auch einzigartig. Niemand von uns ist auch an regnerischen Tagen, froh gestimmt, so wie du. Du kannst auch aus der schwierigsten Situation etwas Gutes machen. Du bringst einen zu Lachen. Na ja, vor allem kann man über dich lachen – aber das ist in dieser Hinsicht nichts Schlimmes. Das beweist uns nur immer wieder aufs Neue, das du eine Frohnatur bist. Und diese Sache kannst du mit keinem von uns vergleichen. Keiner von uns anderen Fünf ist eine derartige Frohnatur. Wenn ich es so bedenke, dann glaube ich Midorima-kun hat dieses Wort noch nie gehört?", überlegte Kuroko am Ende.
Er bemerkte dabei nicht wie Kises Augen immer größer wurden, bei den Dingen die Kuroko ihm sagte. So hat er darüber noch nie nachgedacht.
„Kuro ... kocchi", sprach er leise flüsternd ehrfürchtig aus.

„Tetsu hat Recht", mischte sich plötzlich eine andere Stimme mit ein. Aomine. Kise schaute sich um und bemerkte, das nun die ganze Aufmerksamkeit auf Kuroko und ihn lag.
„Du solltest glücklich sein, das du bei allem noch das Lachen hast. Du siehst vieles positiv wo viele von uns schon negativ sehen würden. Das hast du schon in Teiko. Und deine babblige Persönlichkeit leistet einen großen Teil dazu, deswegen bist du auch so gut als Opfer für unsere Sticheleien geeignet", grinste Aomine am Ende.
„Weißt du Kise-kun, du solltest immer im Kopf behalten, wenn du nochmal zweifelst oder dich mit uns vergleichst, dass du das Glück nur findest, wenn du aufhörst, dich mit anderen zu vergleichen. Dass würde auf Dauer nämlich deiner eigenen Persönlichkeit schaden – die genauso einzigartig ist, wie die von allen anderen Menschen."
Kise heulte Tränen und Rotz und warf sich dann dem Phantomspieler in die Arme.
„Oh, Kurokocchi – das hast du so schön gesagt!"
„Kise-kun ... kann ... nicht ... atmen ... Luft", stammelte Kuroko heraus, der nun seinen Haaren glich.
„OI KISE!", schrien nun Aomine und Kagami gleichzeitig auf und versuchten Kise von Kuroko loszubekommen.

Und seit diesem Tag, verglich sich Kise nie wieder mit einem anderen Menschen – den nun wusste er, dass er so ist wie er ist. Und zwar glücklich.
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