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500 Years later...

GeschichteAllgemein / P18 / Het
Inu-Yasha Kagome
26.06.2020
05.03.2021
40
162.323
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31.07.2020 3.026
 
8.Kapitel: Eigene Wohnung





Kagome sah den Han'yō an, als wollte er etwas in einer Sprache von ihr, die sie nicht verstand. Vor Verwirrung blinzelte sie ein paar Mal, während ihr Hirn die Zeit dazu benutzte, zu verarbeiten, was er da eben von ihr wollte.
Umso länger er keine Antwort von ihr bekam, desto ungeduldiger und irritierter wurde sein Gesichtsausdruck.

„Sag mal...“
„Hm?“
„Rede ich irgendwie rückwärts?“
„Nein, aber...“ Sie lehnte sich in ihrem Sitz zurück, hatte ihren Blick auf ihren Schoß geheftet. „...ich kann doch nicht einfach so bei dir einziehen, InuYasha.“
„Und wieso nicht?“ wollte er wissen, hörbar grimmig.
„Weil ich, trotz allem, immer noch deine Angestellte bin. Und soweit ich das bis jetzt mitbekam, weiß doch nur ein Bruchteil der Belegschaft, die leitenden Angestellten, über euch Bescheid, oder sind, wie Ayame-chan und Kōga-kun, selbst Yōkai. Der Rest sind normale Menschen. Die sich sonst was dabei denken werden, sollten sie irgendwann mitbekommen, dass ich nach nur einer Woche, nachdem ich anfing bei euch zu arbeiten, bei dir wohne. Sie würden denken wir wären...“ wieder flammten ihre Wangen bei dem Gedanken auf.
„Wir wären was?“
„Nichts, schon gut.“ Sie schüttelte mit dem Kopf, sah dann mit einem Lächeln zum Schrein hinauf. „Und außerdem....bin ich gerade dabei, meinen Umzug in eine eigene Wohnung, meine eigene Wohnung, zu organisieren. Nach 25 Jahren, die ich zu Hause wohnte, sollte ich, zumindest eine Weile, alleine wohnen, für mich sein. Und nicht gleich wieder mit jemandem unter einem Dach leben, verstehst du?“
InuYasha atmete einmal tief durch, fuhr sich durch den Pony. Ein ganz anderes Verhalten, als sie von ihm kannte. Früher wäre er sofort ausgerastet. Aber dass er mit ihrer Antwort nicht zufrieden war, sah sie ihm auch so an.
„Was aber nicht heißt....“ Ihr Herz raste und ihre Wangen fühlten sich warm an, als sie ihre Hand auf seine legte. „...dass ich es nicht möchte.“
„Kagome...“ Es fehlte ihr so, ihren Namen von ihm ausgesprochen zu hören. Weshalb ihr ein angenehmer Schauer über den Körper lief.
„Gib mir...einfach noch ein wenig Zeit. Mit dem all hier zurecht zu kommen.“ liebevoll lächelnd sah sie von ihrem Schoß zu ihm auf. „Dass du...jetzt tatsächlich hier bist. In meiner Nähe. Dass du diese Zeit und alle technischen Entwicklungen kennst. Dass du...mein Chef bist.“
„Kagome?“
„Hai?“
„Ich würde dich dann gerne mal sehen.“ Er war froh, dass es schon dunkel war. Und dass das lediglich schummrige Licht der Straßenlaterne, die in einigen Metern Entfernung zu ihnen stand, nicht alles erkennbar sein lies. Sonst würde sie jetzt seine roten Wangen sehen. „Außerhalb der Arbeit.“

Lustlos stocherte Kagome am nächsten Tag in ihrem Essen, als sie in ihrer Mittagspause zusammen mit Anzu, ihrem Bruder Amida, aber auch Ayame und Kōga am Tisch saß.
Noch immer schwirrten ihr InuYasha's Worte im Kopf herum.
Er fragte sie wirklich....nach einem Date. InuYasha!
„Erde an Kagome-chan.“ riss Ayame sie aus ihren Gedanken.
„Hä, was?“
„Was ist los, Kagome-chan?“
Die junge Frau biss sich auf die Unterlippe. Sie wusste ja nicht, ob sie mit Ayame, ob sie überhaupt mit jemandem, darüber reden durfte. Sie wusste, wie InuYasha vor 500 Jahren dazu stand. Aber heute?
„Ach, es ist nichts. Es ist nur...“ Sie legte ein Lächeln auf, von dem sie hoffte, dass Ayame es ihr glauben würde. „...ich hänge mit den Gedanken noch bei meinem Projekt.“
„Du warst ja gerade dabei, die Fundstücke aus Sango's und Miroku's Leben zu dokumentieren.“ erinnerte sich Ayame.
Anzu, die neben ihr saß, lies ihre Hand sinken, in der sie ihre Stäbchen hielt.

„Herein.“ InuYasha unterzeichnete gerade einige Unterlagen, als es an seiner Tür klopfte.
Er hasste diesen Papierkram, der zu seinem Geschäftsführerposten gehörte. Umso mehr freute ihn das Gesicht, das so eben durch seine Tür trat.
„Was willst du denn hier?“
„Wenn ich dich gerade störe...“ Sie sah die Unterlagen auf seinem Schreibtisch. „...kann ich auch später wieder-“
„Nein, ich hab immer Zeit für dich.“
Kagome wurde rot, als er das sagte. Verlegen strich sie sich eine Strähne hinter ihr Ohr.
„Was führt dich her?“ erhielt er wieder ihre Aufmerksamkeit. Sie ging zu ihm.
„Du meintest doch, du wolltest mich mal sehen. Außerhalb der Arbeit.“ Der jung aussehende Mann nickte. „Ich weiß, das ist sicherlich nicht ganz das, an was du dachtest, aber würdest du vielleicht zu meiner Einweihungsparty kommen?“
Das war tatsächlich nicht ganz das, an was er dachte. InuYasha seufzte.
„Ich weiß, du wolltest etwas anderes.“ Ihr Blick richtete sich auf ihre Hand, als er diese umfasste. „Aber du bist trotz allem auch mein Chef.“
„Wieso habe ich gerade nur das Gefühl, dass ich mir mit dem Jobangebot, ziemlich viel verbaut hab?“
„Das hast du nicht.“ liebevoll schmunzelnd, erwiderte sie den Griff um ihre Hand. „Aber es macht die Sache nur nicht einfacher.“
„Na gut, ich komme.“ Kagome's Lächeln wurde größer. Sie freute sich und das reichte ihm erst einmal. Vorerst.

An diesem Abend trug er ein dunkles, rotes Hemd, dazu eine schwarze Jeans. Er sah an dem Apartmentkomplex hoch, vor dem er stand und in dem Kagome von heute an wohnte.
Das war in keiner schlechten Gegend. Auch das Gebäude sah gut aus. Ein großer und freundlich, aber auch sehr anonym aussehender Gebäudekomplex mit unübersichtlich vielen weiteren Mietparteien, der in L-Form an einen Fluss gebaut war, auf welchen man, von den ausgerichteten Balkonen, sehen konnte.
Dennoch verstand er nicht, was sie für ein Problem damit hatte, bei ihm zu wohnen und verfluchte sich allmählich für die Idee des Jobangebots.
Als er an die Wohnungstür klopfte, neben der Higurashi über der Klingel stand, öffnete ihm ihre Mutter, die auch gleich breit lächelte und zur Seite trat, damit er die Wohnung betreten konnte.
Dort traf er auch auf Kōga, Ayame, sowie Kagome's Freundinnen und Hōjō und dessen Verlobte. Auch Sōta und seine Freundin Hitomi waren anwesend.

Rechts neben der Wohnungstür befand sich ein langer Wandschrank, der die gesamte rechte Wand, bis zur Abbiegung des L-förmigen Flures, einnahm. Verlegt war helles Parkett. Die Wände waren in hellem creme gestrichen.
Am Ende des Flures, bevor er nach rechts abbog, führte eine dunkelbraune Tür mit zwei Streifen aus Milchglas, jeweils im oberen und unteren Bereich der Tür, zu einem großzügigen Wohnzimmer.
Dessen Boden ebenfalls helles Parkett und die Wände in einem warmen und hellen creme gestrichen waren. In die Decken waren Spots eingebaut. Links der Wohnzimmertür war die kurze Wand aus hellem, braunem Naturstein, der in Streifen angebracht war. Links stand eine hellbraune Kommode an der Wand. Auf dieser standen einige Fotos und ein kabelloses Festnetztelefon. Über der Kommode hing ein gerahmtes Bild an der Wand.
Hinter der kurzen Natursteinwand befand sich die offene Einbauküche, deren Tresen, an dem drei Hocker standen, Richtung Wohnzimmer ausgerichtet war.
Durch zwei große Fensterfronten, vor denen sich der Balkon befand, konnte man auf den Fluss sehen, der vor dem Gebäudekomplex entlang floss.
Weiße, durchsichtige und dünne Vorhänge hingen vor den großen Fenstern.
An der rechten Wohnzimmerwand stand ein Sideboard, darauf ein Flachbildfernseher, in der Ecke eine grüne Zimmerpflanze. In einigen Metern Entfernung vor dem Fernseher stand ein helles, grünes Sofa, auf dem große, weiße Kissen mit grünen Streifen an den Rändern lagen.
Vor dem Sofa stand ein kleiner, heller Couchtisch aus Holz. Unter Sofa und Tisch lag ein heller, grüner und quadratischer Teppich mit weißen Rändern.
Hinter dem Sofa war eine große, braune Schrankwand in die Wand eingefasst. In welcher einige Bücher, Fotos, Vasen und andere Erinnerungsstücke standen.

„Es freut mich, dass ihr heute alle hier seid.“ Kagome lächelte breit und voller Freude, als sie ihre Gäste begrüßte.
Sie trug eine helle, grüne Bluse mit kurzen Ärmeln, die sich wellten, die eine kleine Schleife unter ihrer linken Brust und einen V-Ausschnitt hatte, in dem man ein weißes Top sah, das sie darunter trug. Dazu einen kurzen, weißen Rock, der ihre Beine umspielte.
Ihre Haare waren heute noch etwas welliger und mit kleinen, grünen Spangen an ihren Seiten und seitlich neben ihrem Pony, festgesteckt. Auf ihren Lippen schimmerte leicht ein wenig Lipgloss.
„Es ist noch nicht alles fertig eingerichtet. Aber das wird mit der Zeit sicherlich noch. Wenn ihr Hunger habt, nehmt euch ruhig was aus der Küche.“
„Kampai!“ stießen sie anschließend in der Gruppe mit dem Eistee an, den Kagome zuvor in die Gläser füllte.

„Du hast wirklich eine tolle Wohnung, Kagome.“ meinte er ehrlich zu ihr.
„Ich fand sie auch gleich toll, als ich sie mir ansah. Und weil ich bei euch so gut verdiene, kann ich sie mir leisten.“ Sie nahm einen Schluck von ihrem Eistee. „Du glaubst gar nicht, wie begeistert Vermieter sind, wenn man einen Arbeitsvertrag von euch vorweisen kann.“
InuYasha wurde umso nervöser, je länger er die Blicke ihrer Freundinnen, in seinem Rücken auf sich spürte.
„Ich glaube, die Drei überlegen sich gerade, ob sie mich kennen.“ Mit einem unauffälligen Blick über seine Schulter wies er Kagome auf die ratlosen Gesichter ihrer drei Freundinnen hin, die immer wieder zu dem jungen Mann sahen, der draußen auf dem Balkon stand.
Kagome schmunzelte kurz und schloss dann eine der Balkontüren, damit sie ungestört reden konnten.
„Sie wissen alles, InuYasha.“ erschrocken sah er sie an. „Über dich, die Zeitreisen in die Sengoku, das Shikon, unsere Reisen, Freunde und Gegner, über meine Kräfte.“
„Nani?“ Seine Augen wurden größer, sein Gesichtsausdruck wurde nicht unbedingt entspannter. „Wieso?“
„Ich hatte nicht wirklich eine Wahl.“ kurz wehte ihr ein kühler Wind durch ihre langen, dunklen und welligen Haare. „Mama sagte mir, dass sie mitbekamen, wie sie alle um die Stelle, an der der Brunnen verschwand, hockten und nach mir riefen und auch deine Stimme hörten. Also mussten wir ihnen ja einiges erklären. Du hättest ihre erstaunten Gesichter damals sehen sollen.“ Heute sah Kagome das Ganze eher mit einem lachenden Auge. „ Sie glaubten mir natürlich kein Wort. Bis ich ihnen einen meiner heiligen Pfeile zeigte.“ Auch Kagome warf nun einen Blick in ihre Wohnung zu ihren Freundinnen. „Wahrscheinlich überlegen sie gerade, wie du deine Haare schwarz und deine Augen dunkel bekommen hast.“
„Haarfarbe und farbige Linsen.“
„Aber wo sind deine Ohren hin verschwunden? Unter eine Perücke gingen die sicherlich schwer.“ Kagome zwinkerte ihm vielsagend zu. „Keine Sorge, nur sie wissen davon. Hōjō-kun und seine Verlobte weihten wir nie ein. Es ist nicht gut, wenn zu viele Menschen ein Geheimnis kennen. Ich kann auch Hōjō-kun's mentalen Zustand nicht einschätzen, ob er es verkraften würde. Und sie wissen natürlich nichts über den wahren Hintergrund eurer Firma oder einiger ihrer Angestellten.“
InuYasha nahm dies mit einem Nicken zur Kenntnis. Dennoch war ihm nicht ganz wohl dabei, dass ihre Freundinnen über so viel eingeweiht waren.
„Was machen die Drei heute eigentlich?“
„Ayumi-chan studierte einige Sprachen und Internationale Beziehungen, sie wollte Dolmetscherin werden. Aber bis jetzt hat sie noch keine Stelle. Eri-chan arbeitet dafür seit kurzem bei einem Fernsehsender. Und Yuka-chan studierte Sportwissenschaften, wie Sōta jetzt. In der Oberschule trat sie in den Kyūdō-Club ein. Sie tritt demnächst eine Stelle als Sportlehrerin an unserer alten Mittelschule an.“ Kagome musste bei dem Gedanken lächeln.
Er sah ein friedliches Lächeln in ihrem Gesicht. Die Oberfläche des Flusses, welche den beginnenden Sonnenuntergang reflektierte, spiegelte sich in ihren Augen.
„Du hast mir noch gar nichts über dein Leben erzählt.“ riss sie ihn aus seinen Gedanken, stützte sich mit einem Arm auf ihrem Balkon ab.
„Nach 500 Jahren wird das eine sehr lange Unterhaltung.“ scherzte er ein wenig, was sie nicht von ihm kannte, aber ganz angenehm fand.
„Das würde mich höchstens aus historischen Gründen interessieren. Ich meinte dein Leben, wie es jetzt ist. Was du außerhalb deines Jobs so machst. Und wie es für dich so ist, jetzt in dieser Zeit zu leben.“
„Dank meines Jobs hab ich nicht viel Freizeit. Ich bin auch viel unterwegs. Kunden, Geschäftspartner, Politiker. Immer mal wieder an anderen Standorten, In- wie Ausland.“ Er nahm einen Schluck vom Eistee, der im Licht des Sonnenuntergangs in einem hellen, karamellfarbenem Braun schimmerte. „Viele Veranstaltungen. Internationale Galas und Empfänge, auch wegen unserer Stiftung. Viele große, internationale Konferenzen.“
„Gomene, wenn ich dir deinen Terminkalender durcheinander bringe. Wenn es heute nicht passt, hättest du auch nicht kommen müssen.“
„Hör auf damit, Kagome.“ wurde er lauter und energischer, als er es eigentlich wollte. „So ein Abend ist mir viel wichtiger, als die hundertste Gala oder die tausendste Konferenz. Ich hab da eh bescheiden wenig Lust auf diese ganzen Sachen. Aber hin und wieder muss ich mich blicken lassen. Wenn auch eher hinter den Kulissen.“
„Ihr wollt ja nicht, dass die Öffentlichkeit weiß, wie ihr ausseht.“
„Um solche Abende wie heute ungestört verbringen zu können.“ Er griff nach ihrer Hand und auf ihre Wangen legte sich ein leichtes Rosa. Ihr Herz stolperte kurz, doch sie erwiderte den sanften Griff um ihre Finger. „Ich werde immer Zeit für dich haben.“ Sein Griff wurde etwas fester, doch er tat ihr nicht weh. Kagome nickte lediglich.
„Und wie ist es für dich...so lange ein Mensch zu sein?“
„Ich brauchte lange, um mich an diesen Zustand zu gewöhnen. Aber umso länger er anhält und da ich mich ja fast nur noch unter Menschen bewege, ist es schon recht normal und natürlich für mich geworden. Und so ist es auch wesentlich angenehmer und um einiges leichter zu ertragen. Als Han'yō, mit all diesen Geräuschen, diesen Gerüchen, würde ich wahnsinnig werden. Das würde ich nie länger als einen Tag durchhalten.“
„Ich hab das Gefühl...du bist auch um einiges ruhiger.“
„Das musste ich mit der Zeit lernen. Aber ich denke, da spielte auch mein Yōkaiblut einen großen Teil mit rein. Umso länger diese Gestalt anhielt, desto ruhiger wurde ich mit der Zeit.“
Für Kagome klang das logisch.
„Und wie ist es, Sesshōmaru den ganzen Tag um sich zu haben? Und seine...Mutter?“ Das Bild dieser Frau ging ihr nur schwer aus dem Kopf. Sie kannte diese Frau ja nicht, wusste nicht einmal, dass sie existiert. „Wie ist sie überhaupt so? Was für einen Charakter hat sie?“
„Das erzähle ich dir irgendwann anders. Das heute, ist doch deine Einweihungsparty, du solltest wieder zu deinen Gästen gehen.“ Mit einem Blick über seine Schulter, in ihr Wohnzimmer, wies er sie auf die ganzen Gesichter hin, die sie wohl zunehmend beobachteten.
Schnell lösten sie ihre Hände wieder voneinander und Kagome nickte noch kurz, ehe sie in ihr Wohnzimmer zurückkehrte.
InuYasha blieb noch ein wenig auf dem Balkon stehen. Genoss die seltene Ruhe in dieser Global City und seinem verplanten Leben und trank sein Glas aus. Er musste zugeben, dass Kagome eine tolle Gegend zum wohnen fand.
Auch wenn es ihm besser gefiele, wenn sie bei ihm wohnen würde. Wo sie bei ihm wäre, er mit ihr zusammen leben und mit ihr aufwachen könnte.

„Du hast dir da ja einen sehr attraktiven Freund angelacht.“ meinte Hōjō's Verlobte, mit der sich die junge Archäologin gut verstand.
Kagome sah über ihre Schulter zu InuYasha, der auf dem Balkon blieb.
„Er ist nicht mein Freund.“ Davon ging sie zumindest aus. Sie wusste nicht, wie sie das zwischen ihnen bezeichnen sollte.
„Dann ist er einer deiner Kollegen?“
„Hai.“ Kagome trank von ihrem Eistee. So gesehen log sie ja nicht, nicht direkt.
„Dann muss das ja ein Kollege sein, mit dem du dich besonders gut verstehst, wenn du ihn einlädst.“ Hōjō sah sie vielsagend an, stieß sie freundschaftlich in die Seite.
Kagome lächelte verhalten, sah kurz nach draußen. Um anhand von InuYasha's Blick zu wissen, dass Hōjō's Interaktion mit ihr, obwohl er eine Verlobte hatte, dem Han'yō sichtlich nicht gefiel.
Im nächsten Moment wurde sie auch schon von Eri unauffällig am Arm in die offene Küche gezogen, in einige Meter Entfernung zu Hōjō und dessen Verlobter, sowie Kōga und Ayame. Die die Drei ja nicht kannten.
Zu ihrem Glück. Sonst müsste sie ihnen noch viel mehr erklären.
„Sag mal, Kagome-chan...“ begann Eri, die Drei sahen sie neugierig an.
„Das ist doch InuYasha, oder?“ beendete Yuka die Frage, die alle drei brennend interessierte.
Kagome atmete einmal tief durch, sah noch einmal zum Balkon. Doch der Han'yō in menschlicher Gestalt war verschwunden.
„Hai, ich...“ Sie sah sich in ihrem offenen Wohn-Koch-Bereich um, entdeckte ihn aber nirgendwo.
„Aber wieso sieht er jetzt so aus?“ vor allem Ayumi schien neugierig zu sein.
„Er wartete einfach, bis die letzten 500 Jahre umgingen, in der Kurzform. Ich erklär euch das wann anders ausführlich.“ Sie verließ das Wohnzimmer, traf ihn auch gleich im Flur an. Wo er an einer Wand lehnte. „Was machst du hier?“

„Es ist schon recht spät.“ Er streckte sich kurz. „Und ich muss morgen wieder früh im Büro sein. In dieser Gestalt kann ich nicht die ganze Nacht problemlos wach bleiben.“
Kagome nickte einfach nur verstehend.
„Hier.“ Er hielt ihr einen kleinen Zettel hin, den sie entgegen nahm. „Du kannst mich jederzeit erreichen, wenn du willst.“ Sie faltete ihn auf. Seine Telefonnummer. „Wir sehen uns ja dann morgen.“
„Hai, bis morgen.“
An ihrer Wohnungstür blieb er noch kurz stehen, drehte sich zu ihr um. „Warum hast du eigentlich Anzu und Amida nicht eingeladen?“
Kagome dachte kurz darüber nach. Tatsächlich musste sie sich eingestehen, gar nicht wirklich an die beiden gedacht zu haben. Was ihr nun leid tat.
Vor ihrem inneren Auge erschienen Sango's und Miroku's Gesichter, ehe sie zu denen von Anzu und Amida wurden und die junge Frau schüttelte nur kurz mit dem Kopf. Sie fühlte sich schuldig.
„Ach, Kagome, da wäre noch etwas.“ riss er sie aus ihren Gedanken.
„Was denn?“
Plötzlich stand er direkt vor ihr. Sie konnte seine Wärme spüren und hatte seinen Geruch in der Nase. Der noch genauso nach frischem und kühlem Wind, Wald und Freiheit roch, wie damals.
„Das nächste Mal, wenn wir uns außerhalb der Arbeit sehen, wäre ich dabei gern allein mit dir.“
Im nächsten Moment war er auch schon durch die Tür verschwunden, auf die Kagome, völlig perplex, sah...




Da muss sich InuYasha wohl erst mal damit abfinden, dass nicht immer alles gleich nach seinem Plan geht. Und mal schauen, wie dann nächste Woche das, wie ich finde, ungewöhnliche Date der beiden abläuft.
Bis nächste Woche zum lesen^.<
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