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500 Years later...

GeschichteAllgemein / P18 / Het
Inu-Yasha Kagome
26.06.2020
05.03.2021
40
162.323
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10.07.2020 3.249
 
5.Kapitel: Alte Freunde in neuem Look





Der Han'yō handelte in dieser Situation aus einem intuitivem Reflex heraus. Sie war ihm so nah. Worauf er 500 Jahre wartete. Wofür er all diese Jahre weiter lebte. Er wollte sie festhalten, sicher gehen, dass sie nicht mehr aus seinem Leben verschwand.
Sacht legte er seine Arme um sie, um sie noch ein wenig mehr an sich zu drücken.
Wovon Kagome total perplex war.
Im ersten Moment versteifte sie sich, was sie jedoch schnell aufgab und sich in seine Arme und an seine Brust sinken lies.
Ihre Gesichter kamen sich immer näher.
Als es plötzlich klingelte.

Was sie beide aus ihrer Trance in den Moment zurück brachte. Und Kagome eindeutig Wut in seinen Augen erkannte, als er genervt aufstand und Richtung Wohnungsflur ging.
„Wenn es nicht gerade überlebenswichtig ist!“ knurrte er laut aus dem Flur.
Kagome sah ihm nach. Ihr Gesicht fühlte sich ganz warm an, ihr Herz raste.
Wie sehr veränderte das zurückliegende halbe Jahrtausend, den Han'yō?
´´Was wollt ihr denn jetzt hier?`` Sie hörte, wie genervt seine Stimme klang.
´´Naja, als dein Sicherheitschef muss ich doch mal nach dir sehen, wenn dein Bruder meint, du wärst weg und nicht zu erreichen.``
Als Kagome diese Stimme hörte, horchte sie auf.
´´Und ich dachte, ich könnte gleich mit kommen und dir die neuesten Forschungsergebnisse vorbei bringen.``
Als sie auch die zweite, weibliche Stimme hörte, sprang sie sofort vom Sofa auf, lief Richtung Flur und blieb dort wie angewurzelt stehen. Die beiden Personen, die in InuYasha's Tür standen, sah sie überrascht und erstaunt an. Sie spürte aufkommende Tränen.
Auch ihre beiden Gegenüber sahen sie überrascht an.
„A-Ayame-chan... Kōga-kun...“

Auch die beiden Yōrōzoku veränderte die vergangene Zeit.
Kōga trug seine schwarzen Haare zu einem Knoten an seinem Hinterkopf gebunden, aber immer noch sein braunes Stirnband, über das ihm einige Strähnen in die Stirn fielen. Dazu ein schwarzes Shirt, darüber eine braune Jacke, deren Kragen hoch stand. Er trug eine schwarze Jeans und braune High Top Converse. Was Kagome, neben einem Ehering noch auffiel, war ein Ring an seiner rechten Hand. Der aussah, wie eine verkleinerte Kralle seiner Goraishi.
Ayame band ihre Haare nun nicht mit zu zwei Zöpfen zusammen, sondern zu einem. Das dezente Make Up, das sie trug, vor allem der Lipgloss, ließen sie erwachsener aussehen, als damals. Äußerlich wirkte sie kaum älter als Kagome.
Über einem schwarzen Tanktop trug sie eine dünne, weiße Strickjacke mit leicht pelzigem Kragen. Dazu einen weißen Rock, der ihr bis zur Mitte ihrer Oberschenkel reichte. Ihre Converse waren weiß.
Auch sie trug einen Ehering.
Kagome fiel aber auch die lilafarbene Blume auf, die wie ein kristallines Abbild ihrer Blume aussah, die sie damals trug und die wohl an dem Zopfgummi befestigt war, mit dem sie Haare zu einem Ponytail gebunden hatte.
Und vor allem bemerkte Kagome nun das...humanoide Erscheinungsbild ihrer beiden Freunde.
Ihre Ohren waren nicht mehr spitz, sondern rund, ihre Reißzähne waren Eckzähne und ihre Krallen Fingernägel. Auch ihre Augen waren nun braun. Jegliches Rot war aus Ayame's Haaren gewichen, sodass nun, nur noch ein dunkles Braun zurückblieb.
Außerdem strahlten beide keinerlei Yōki aus.

„Kagome-chan!“ Ayame fiel ihr sofort um den Hals und die beiden jungen Frauen umarmten sich. „Schön, dich endlich wieder zu sehen.“
„Ich freu mich auch, Ayame-chan.“ Der Schwarzhaarigen standen kleine Tränen der Freude in ihren braunen Augen.
Breit grinsend lehnte sich Kōga zu InuYasha. „Du hattest also doch endlich mal die Eier, zu ihr zu gehen, Inukoro.“
Angesprochener knurrte unüberhörbar. Was die Aufmerksamkeit der beiden Frauen auf die zwei Männer lenkte. Als InuYasha gerade ausholte und nach dem menschlich erscheinenden Yōrōzoku schlug, der jedoch sofort auswich.
Kagome lächelte nur, als sie das sah. Es gab wohl Sachen, die sich selbst nach einem halben Jahrtausend nicht ändern würden.
„So, da du ja nun weißt, dass es mir gut geht...“ grimmig sah InuYasha zu Kōga. „...und du mir eure neuesten Forschungsergebnisse vorbei brachtest...“ Sein Blick wanderte zu Ayame. „...könnt ihr ja jetzt wieder gehen.“
Eher negativ überrascht sah Kagome ihn an.
„Sie können doch auch ruhig hier bleiben.“ schlug sie ihm vor. „Sofern ihr Zeit habt.“ wandte sie sich an Ayame und sah auch zu Kōga. „Es gibt so viel, dass ich euch fragen will. Nachdem wir uns so lange nicht sahen.“
InuYasha war wenig angetan von dieser Idee, doch er sah, dass Kagome unbedingt mit den beiden reden wollte. Bittend sah sie ihn an.
„Na gut.“ genervt verdrehte der Han'yō die Augen. „Aber wir gehen zu euch.“ sauer sah er den Yōrōzoku an, Ayame nickte lächelnd.
Was einen fragenden Blick seitens Kagome mit sich brachte.
„Zu eu-“
„Ich will nicht, dass meine Wohnung tagelang nach Wolf riecht.“ unterbrach der Schwarzhaarige sie.
Dann schob er sie durch seine offene Wohnungstür, die er hinter ihnen allen schloss, ehe sie sich zum Fahrstuhl begaben.
Mit dem sie zwei Etagen tiefer fuhren und dann wieder auf eine Wohnungstür am Ende eines langen Flurs zugingen, die aber genau die zwei Etagen unter InuYasha's Wohnung lag.

Als Ayame die Tür öffnete, betraten sie eine moderne, vollkommen fertig sanierte Wohnung.
Im Eingangsbereich war der Boden aus schwarzem Naturstein, links neben der Wohnungstür aus dunklem Holz gab es einen schmalen Wandschrank.
Die Wände der Wohnung waren weiß und glatt verputzt, der Boden des langen Flurs aus braunem Holz, darauf lag ein langer, schmaler und weißer Läufer. Am Ende des Flurs führte eine dunkelbraune Doppeltür mit zwei Glasscheiben in ein großzügiges Wohnzimmer.
Dieses war ein gut ausgewogener Mix aus japanisch und westlich, weiß und braun.

Die Wohnzimmertür führte direkt in die offene Küche.
Vorbei an einem Schrank, auf dem sich der Ofen befand, sodass man sich nach diesen nicht bücken musste. Neben diesem der Kühlschrank und dann die Küchenzeile und über diese einige Küchenschränke. Zum Wohnzimmer hin, grenzte sich die Küche durch eine hüfthohe Halbwand ab, die genauso hoch war, wie die Küchenzeile. Bis zu einer Nische, die durch eine eine kurze, eingezogene Wand sich dort befand, die sich hinter der Halbwand befand und in der ein Regal stand, war der Boden noch aus hellem Parkett. Ab diesem kleinen Raumteiler, waren Tatami verlegt.
Darauf standen ein Kotatsu, ein beheizbarer Tisch, und ein dunkelbraunes Ecksofa, das um diesen herum stand. Von diesem Sofa aus, konnte man auch direkt auf den Flachbildfernseher sehen, der an der Wand hing. Unter dem noch ein kleines Sideboard stand, neben diesem, in Richtung Küche, ein weißes Regal aus einzelnen Kästen und neben diesem eine alt aussehende Vitrine. Auch die beiden schienen Erinnerungen an alte Zeiten in ihren Regalen und der Vitrine aufzuheben.
In die Decke waren Spots eingefasst. Hinter dem Sofa lies eine große Schiebetür, die zu einem Balkon führte, viel Licht ins Wohnzimmer.
Man konnte sie aber auch mit leichten, weißen Vorhängen und schwereren, dunkelbraunen Vorhängen, die über diesen hingen, verhängen.

„Ihr seid...verheiratet?“
Zu viert saßen sie rund um den Kotatsu, einem beheizbaren Tisch, Ayame stellte Tee und Kekse auf diesen, ehe sie sich setzte.
Ayame nickte. „Wir heirateten, kurz nachdem sich bei euch die Brunnen schlossen.“
„Und wie...kam es dazu, dass Kōga-kun...“ Die zwei Frauen sahen zu den beiden Männer neben ihnen, die sich gegenseitig die ganze Zeit ansahen, sich ein Duell zu liefern schienen. „...Sicherheitschef wurde?“ Auch dieser Umstand irritierte Kagome. „Und dass ihr im Konzern von InuYasha und Sesshōmaru arbeitet?“
„Das ergab sich im Laufe der Zeit. Als es schwieriger wurde, zwischen Menschen und Yōkai, da musste unsere Spezies zusammenhalten. Und wir Yōrōzoku waren stets als Späher, Wachen und Informanten im Einsatz. Aufgrund unserer großen Rudel war, sozusagen, viel Personal vorhanden. Und viele von uns interessierten sich schnell für die neuen Waffen und allerhand anderer Technik, die ins Land kam. Wir fanden uns schnell in sie hinein, konnten kämpfen, hielten was aus. Weshalb Sesshōmaru uns, als die beiden ihre Firma gründeten, die Yōrōzoku zum Sicherheitsteam machte und Kōga, als deren Anführer, zu seinem Chef.“
„Dass die Zwei mal im selben Haus wohnen würden.“ Kagome sah neben sich, zu InuYasha, der Kōga grimmig anstarrte, was dieser erwiderte.
„Sein Bruder wollte das so.“ meinte Kōga, was InuYasha zu stören schien, wie Kagome an dessen Gesicht erkannte. „Weil Inukoro immer noch recht viel....herumstreunt. Da wollte er, dass immer jemand in seiner Nähe ist.“ Kōga lehnte sich nach vorn, legte seine Ellenbogen auf den Tisch. „Sesshōmaru selbst lehnt Personenschutz natürlich ab. Ihm kann ja niemand etwas, ihm, dem Daiyōkai.“ Kōga rollte mit den Augen.
„Und du erwähntest vorhin irgendwas von Forschungsergebnissen?“ setzte Kagome ihre Unterhaltung mit Ayame fort.
„Ayame leitet unsere pharmakologische Forschung.“ griff der Han'yō der Yōrōzoku vor.
Überrascht sah Kagome ihre Gegenüber an. „Wie kamst du denn auf Pharmakologie?“
„In den zurückliegenden fünf Jahrhunderten studierte und lernte ich vieles, das taten wir alle.“ Kagome sah zu Kōga, zu InuYasha, wieder zu Ayame. „Aber auf Pharmakologie brachte mich meine Blume.“ Ihr Finger berührten die kristalline Ausgabe der lilafarbenen Blume, die sie vor 500 Jahren noch hervor hob und die sie jetzt als Zopfgummi zu tragen schien. „Irgendwann erfuhr ich, dass man sie auch für medizinische Zwecke einsetzen kann. Im schnellen Wandel der Zeit und dem noch schnelleren Fortschritt ging das Wissen um die alte Medizin verloren, die den Menschen über tausende Jahre zuvor und teilweise genauso gut half, wie diese Chemiecocktails, auf die sie heute allein vertrauen und sich bei jedem Schmerz sofort einwerfen. Auch wenn viele davon ihre Daseinsberechtigung haben und Medizin aus der Natur wahrlich auch ihre Grenzen hat, so kann sie doch selbst heute noch, für viele Probleme eine Lösung darstellen. Dieses Thema lies mich nicht los. Also studierte ich auch Pharmakologie und spezialisierte mich auf die Wirkung und Verarbeitung natürlicher Stoffe.“
„Und die Blume an deinem Zopfgummi...“ begann Kagome ihre Annahme.
Ayame nickte bestätigend. „Sie unterdrückt mein Yōki und verbirgt meine eigentliche Gestalt, wie die Schwerter bei InuYasha und seinem Bruder.“
„Dann ist der Ring von Kōga-kun...“
„Meine Goraishi.“ stimmte er ihrer Annahme zu.
„Das ist die Arbeit von Hōsenki, wovon ich dir erzählte.“ kam es von InuYasha. „Er gab Ayame's Blume diese Form. Momentan trägt sie sie als Zopfgummi. Sie kann sie aber auch als jedes mögliche Accessoire tragen.“
„Und lebt Hōsenki auch noch?“ Sie wusste, dass damals, als sie bei ihm waren, um nach einer neuen schwarzen Perle zu bitten, um vor Naraku an den letzten Splitter zu gelangen, gerade kurz zuvor sein Vater starb, den sie dann auch im Skelett von InuYasha's Vater antrafen. Also musste er, damals, nach der Lebensspanne von Yōkai, noch recht junge gewesen sein. Zumal er es damals ganz locker nahm, dass er noch ein Lehrling war und sie hätten hundert Jahre auf die Perle warten müssen.
„Hai.“ bestätigte ihr Ayame.
„Er passte sich ebenfalls den Menschen an und gründete auch ein Unternehmen. Die erfolgreichste Juwelierkette der Welt und einen florierenden, legalen Juwelenhandel.“ In diesem Moment erinnerte sich Kagome an diese bekannte Juwelierkette, die Promis, Politiker, Magnaten und andere wichtige und wohlhabende Menschen auf der ganzen Welt, mit den besten und seltensten Juwelen ausstattete, die es gab. Immer nur in der besten Qualität – zu den entsprechenden Preisen.
Und die junge Frau schien sich zunehmend zu fragen, wie viel, von dem sie alltäglich umgeben war, das Werk von Yōkai war. Vor allem aber, wie ihr all das entgehen konnte. Immerhin war sie eine Miko.
„Er begann mit dem Handel, als die ganzen Europäer ins Land kamen und Handelsposten aufbauten.“ ergänzte InuYasha.

„Was sollte ich noch alles über euren Konzern wissen? Über die Menschen... Die Angestellten, die dort arbeiten?“
„Führende und wichtige Positionen besetzten wir mit vertrauensvollen Personen, die eingeweiht sind oder...“
„Yōkai.“ beendete sie InuYasha's Satz. Dieser nickte.
„Inukoro und sein Bruder sind ziemliche Snobs.“ Kōga grinste breit, lehnte sich zurück.
Auch wenn InuYasha momentan menschlich war, konnte er es nicht unterlassen, den ebenfalls menschlich erscheinenden Yōrōzoku anzuknurren.
„Man kommt nicht leicht in die Führungsebene.“
„Du solltest wirklich zu uns kommen, Kagome-chan.“ Ayame lächelte, trank einen Schluck ihres Tees und biss dann von einem Keks ab. „Dein Arbeitsbereich ist genau der Richtige für dich. Immerhin lag InuYasha ja auch schon mit der Auswahl des Studiums für dich richtig. Und es freuen sich schon alle, dich endlich wieder zu sehen oder dich kennen zu lernen.“
Kagome horchte auf und InuYasha sah sie grimmig an. Ayame sah man an, dass sie ertappt wurde und sich wohl verplapperte.
„Was meint Ayame-chan?“ Sie sah zu InuYasha, der kurz schluckte. An ihrem ernsten Blick sah er, dass sie eine Antwort wollte.
Sichtlich angesäuert sah er zu Ayame, die seinem Blick sofort auswich und noch mal von ihrem Tee trank.
InuYasha seufzte.
„Viele unserer Freunde von damals, arbeiten heute bei uns, Kagome. Oder auch...ihre Nachfahren.“
In diesem Moment hatte Kagome wieder das Gesicht von Anzu Nakamura vor sich, die sie anlächelte. Und die sie so sehr an Sango erinnerte.
„Und weil sie nun mal unsere Freunde sind, oder von ihren Vorfahren von dir wissen....wissen sie auch, dass ich all die letzten Jahre auf dich wart-“ Kagome's Blick wurde weicher, ihre Wangen röteten sich. Ayame lächelte vielsagend, Kōga grinste breit. „Dass ich die letzten Jahre alles für dein Studium und das Jobangebot bei uns in die Wege leitete.“ Sichtlich verlegen mied er ihren Blick. „Und wissen sie auch von deinem Leben.“
„Und warum soll ausgerechnet ich den Job bekommen?“ fragte Kagome in den Raum. „Ihr habt dafür doch bestimmt schon jetzt fähige Leute.“
„Weil Inukoro damit schlicht überfordert ist.“ Kōga lehnte sich zurück, biss von einem der Kekse ab.
Fragend sah die junge Frau zu dem menschlich aussehenden Han'yō neben sich.
„Ich dachte, du leitest, mit Sesshōmaru zusammen, eure Firma?“
„Das auch. Aber ich verantworte auch die Stiftung. Also den...den archäologischen Bereich. Sesshōmaru liegt mir schon länger damit in den Ohren, ich sollte etwas davon abgeben, weil ich mich übernehmen und meine Arbeit darunter leiden würde, keh.“
Als er den Satz beendete, musste sie schmunzeln.
„Wir kennen deine Ergebnisse, Kagome-chan.“ Ayame lächelte aufmunternd. „Du warst eine sehr gute Studentin, du bist sehr klug. Und du hättest es nicht studiert, würden dich diese Dinge nicht interessieren. Du bist die Beste für den Job.“
„Ich muss Ayame recht geben.“ mischte sich Kōga ein, sahen doch beide, dass die junge Frau noch zu zweifeln schien.
„Du würdest super zu uns passen und die Arbeit bei uns wird dir gefallen.“ Ayame biss noch einmal von einem der Kekse ab, strahlte über ihr ganzes Gesicht. Sie schien sich zu freuen, sie nach so langer Zeit wieder zu sehen. „Wir konnten uns so lange nicht sehen, jetzt könnten wir zusammen arbeiten.“
„Du hättest natürlich auch dein eigenes Büro.“ argumentierte Kōga eher sachlich. „Einen Firmenparkplatz, wenn du ein Auto hast. Und die Zwei bezahlen ziemlich gut.“ Kōga sah zu InuYasha, der jedoch nichts erwiderte. Auch nicht, als Kagome kurz zu ihm sah.
Dann stand er plötzlich auf.
„Niemand zwingt Kagome die Entscheidung auf.“ Er packte sie am Handgelenk, zog sie mit sich und sie folgte ihm, als er die Wohnung des befreundeten Paares verlassen wollte.
Die Zwei sahen den beiden hinter her.

Es war ruhig im roten Lexus, als sie sich auf der Rückfahrt zum Higurashi-Schrein befanden.
InuYasha sah stur auf die Straße, Kagome fummelte unentschlossen am Saum ihres grünen Oberteils herum.
Dieser unentschlossene Blick war es auch, weshalb InuYasha sie aus der Wohnung der beiden Yōrōzoku zog. Sah er ihr doch an, dass sie sich in die Ecke gedrängt fühlte und sich selbst nicht sicher war.
„Wirklich niemand zwingt dir die Entscheidung auf, Kagome.“ Eine rote Ampel zwang ihn zum anhalten.
„Ich weiß.“ Sie strich eine Haarsträhne hinter ihr Ohr. „Aber es ist nicht der Job, der mich beschäftigt. Zumindest nicht nur der Job.“
Er fuhr los, als die Ampel auf blau stellte.
Wenige Minuten darauf hielten sie auch schon vor der langen Treppe, die zum Schrein führte und stiegen aus, gingen die Treppe langsam hoch. Wobei InuYasha ziemlich ruhig war und auch einige Stufen Abstand zu ihr hielt.
„Ayame-chan hat recht. Ich hätte das Stipendium nicht angenommen und nicht Geschichte und Archäologie studiert, wenn es mich nicht auch interessiert hätte. Ich beschäftigte mich sogar recht viel damit, seit....ich wieder hier war. Diese beiden Studienbereiche zogen mich auch wie magisch an, als ich den Brief in der Hand hielt und las.“
Sie blieb stehen und er ebenso, dann drehte sie sich zu ihm.
„Was mich an der Sache stört, ist....dass ich nie gefragt wurde. Dass mir nie jemand sagte, was und...wer dahinter steckte.“ Sie sah ihm direkt in die Augen und am liebsten wollte er ihrem Blick ausweichen. „Auch, wenn ich mich dennoch selber für das Studium entschied, wäre es nett gewesen....“
„Zu wissen, dass ich dahinter stecke.“ beendete er ihren Satz. „Dass Sesshōmaru und ich....hinter dem Unternehmen stecken. Dass das Stipendium und das Jobangebot von uns kommen. Dass es meine Idee-“
„Einfach, dass du da bist, InuYasha.“ unterbrach sie ihn und er sah die leichten Tränen, die ihr in den Augen standen. Was ihm einen Stich in seinem Herzen versetzte. „So lange...vermisste ich dich. So viele Jahre. Ich dachte, ich würde dich nie wiedersehen. Und dann...tauchst du eines Tages einfach so, wieder in meinem Leben auf. Und ich... Ich erfahre all diese Dinge. Und dass du dahinter steckst, dass es deine Idee war. Dass du mich mein ganzes Leben schon beobachtest und alles weißt und nicht einmal....“ Sie musste kurz Luft holen, versuchte es zu unterdrücken, zu schluchzen. „Nicht einmal warst du hier, bei mir, liest dich bei uns blicken. All die Jahre fühlte ich mich so allein, so fehl am Platz. Die erste Zeit wusste ich nichts mit meinem Leben anzufangen, weil ich mir sicher war, dass mein eigentliches Leben, sich doch viel früher abspielen sollte. Und du warst die ganze Zeit über hier, in derselben Stadt.“
InuYasha hörte ihr zu, sein Pony warf einen Schatten über seine Augen.
„Und jetzt...willst du... Denkst du, kann ich einfach so bei euch arbeiten? Die ganze Zeit in deiner Nähe?!“ Die Tränen liefen ihr über ihre roten Wangen, ihr Körper bebte.

Doch all ihr schluchzen erstarb plötzlich, setzte ihr Herz kurz aus, um dann schneller zu schlagen, als sie plötzlich in seinen Armen lag.
Sie spürte die Muskeln unter seinen Sachen, seine Wärme, die sie umgab, hatte wieder seinen vertrauten Geruch in der Nase, hörte sie seinen Herzschlag.
„Gomene, Kagome.“ Er intensivierte die Umarmung, drückte sie noch etwas fester an sich. „Ich weiß, dass dich dieses Wissen verletzt.“ Er sah auf einen festen Punkt hinter ihr, als er seine Augen öffnete, wollte sie einfach nur im Arm halten. „Aber die ersten 15 Jahre, du weißt-“
„Es ging nicht anders, ich weiß. Aber danach...“
„Wollte ich, dass du erst mal ein ruhiges, ungefährliches und normales Leben haben kannst. Mit deiner Familie, deinen Freunden, eine einfache Schülerin sein kannst. Und dann...wollte ich einfach nur, dass du die beste Ausbildung bekommst. Um dir ein Leben aufzubauen. Für den Fall....dass du nichts mehr von mir wissen wollen würdest.“ Sie musste kurz schlucken.
Dann lies er sie los, sahen sie einander an.
„Ich zwinge dir diesen Job nicht auf, Kagome. Du bist frei zu entscheiden, zu gehen, wohin du willst. Mit den Abschlüssen dieser Uni und deinen Noten, stehen dir Türen in aller Welt offen.“ Er griff nach ihrer Hand. „Ich wollte einfach nur....dass du wieder Teil meines Lebens bist.“ Sein Blick war ernst, seine Stimme unterstrich dies. „Dass wir da weiter machen können, wo wir getrennt wurden.“
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