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500 Years later...

GeschichteAllgemein / P18 / Het
Inu-Yasha Kagome
26.06.2020
26.02.2021
39
158.852
14
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25.12.2020 5.231
 
29.Kapitel: Das perfekte Kleid





Kagome war mehr als nervös an diesem Tag. Immerhin hatte sie heute einen Termin, um ihr Hochzeitskleid zu kaufen. Und auch, wenn InuYasha und sie noch nichts von dem festgemacht hatten, was man sollte, so wollte sie doch zumindest ihr Kleid schon sicher haben.
Denn momentan stand nur eines fest: Dass InuYasha, entgegen japanischer Gepflogenheiten, ihre Hochzeit bezahlen würde.
Normalerweise taten dies die Eltern der Braut. Aber ihre Mutter hatte das Geld nicht. Vor allem jetzt, wo ihr Bruder studierte.
Damit konnte sie leben. Nur einigten InuYasha und sie sich darauf, dass sie ihr Kleid selbst bezahlen würde.

Mit Eri und Yuka traf sie sich vor einer großen Mall. Da Ayumi an diesem Tag ihren ersten Termin in Tōkyō, zur ambulanten Fortsetzung ihrer Therapie hatte und sich unter vielen Menschen noch unwohl fühlte, fehlte sie an diesem Tag in der Mädchenrunde.
Dafür begleitete sie heute Ayame.
Ihre Mutter wollte sich lieber am Hochzeitstag ihrer Tochter von deren Kleid überraschen lassen.

„Weißt du schon, was du willst, Kagome-chan?“ kam es gleich direkt von Eri, da standen die vier Frauen noch nicht mal richtig im Geschäft.
„Ehrlich gesagt, hab ich mir noch nicht so viele Gedanken gemacht.“ Sie ließ ihren Blick durch das Geschäft mit der riesigen Auswahl schweifen. „Ich lass alles auf mich zukommen.“ Immerhin hatte sie nie wirklich darüber nachgedacht, wie es sein würde....InuYasha zu heiraten.
Bei dem Gedanken spielte ihr Herz verrückt.
Begrüßt wurden sie von einer freundlich wirkenden Frau mittleren Alters, deren dunkelbraune Haare ihr Gesicht einrahmten. Sie trug eine hübsche dunkelblaue Bluse und eine schwarze Stoffhose und Pumps.
„Irasshaimase, o-kyaku-sama.“ wurden sie auch gleich freundlich begrüßt. Die Besitzerin des Geschäfts verbeugte sich höflich vor ihnen, was die jungen Frauen erwiderten. „Wer von Ihnen ist Higurashi-san?“ erkundigte sie sich nach der Braut, mit der sie einige Tage zuvor telefonierte.
Kagome hob die Hand und wurde sofort von der überaus freundlichen Verkäuferin in Beschlag genommen.
„Was genau stellen Sie sich denn vor?“ Sie führte sie weiter in ihr Geschäft hinein. „Und was sind Ihre Budgetvorstellungen?“
„So wirklich hab ich keine Vorstellung davon, was mir stehen würde.“
„Dann sollten Sie sich ruhig ausprobieren.“ riet sie der jungen Braut. „Möchten Sie und Ihre Begleiterinnen etwas trinken?“ bot sie Kagome und ihren Freundinnen dann noch höflich an. „Und wenn Sie wollen, lasse ich erst mal Sie und Ihre Begleiterinnen etwas aussuchen.“
Ayame setzte sich erst mal, trank etwas von dem kühlen, ihr angebotenen Wasser. Während Eri und Yuka schon damit begannen, sich die ersten Kleider anzusehen.
„Kagome-chan führt kein Standardleben.“ überlegte Eri laut, während sie durch die Reihen weißen Tülls ging. „Also verdient sie auch ein Kleid, das keinesfalls Standard sein sollte.“ Ihre Augen leuchteten, als sie ein Kleid fand, das in diesen perfekt für ihre Freundin zu sein schien.
Auch wenn sie sich fast einen Bruch zu heben drohte, als sie es zu dieser brachte.
„Findest du das nicht ein wenig übertrieben, Eri-chan?“ schleppte ihre Freundin doch ein Kleid an, das von den Ausmaßen des riesigen Tüllrocks her, auch gut auf einem amerikanischen Prom Ball oder einer lateinamerikanischen Quinceañera getragen werden könnte. Kagome wusste nicht mal, woher ihre Freundin die Kraft nahm, das Kleid allein zu tragen.
Es war strahlend weiß, bodenlang, war sowohl am Saum des Rocks, der eine Schleppe hinter sich herzog, mit Spitze überzogen, als auch an der Korsage mit Glitzer verziert. Es war schulterfrei. Dafür begannen an den Oberarmen lange und durchsichtige Ärmel.

„Ich weiß nicht mal, wie ich darin laufen soll, Eri-chan.“ Kagome lächelte verhalten, als sie aus der Umkleidekabine kam. Welche eh schon breit gebaut war, aufgrund der vielen ausladenden Kleider im Geschäft. Und dennoch hatte Kagome mit dem Kleid Probleme, diese zu verlassen.
Das sah nun auch ihre Freundin ein, auch wenn sie von dem Kleid, an sich, begeistert war.
„Du brauchst also eine schlankere Variante.“ sofort verschwand sie wieder zwischen dem weißen Angebot des Ladens, ehe Kagome sie davon abhalten konnte.
„Eri-chan übertreibt es manchmal wirklich.“ Yuka schüttelte nur mit dem Kopf und reichte ihrer Freundin ihren Vorschlag. „Versuch es mal damit, Kagome-chan.“ Sie zwinkerte ihr zu. „Damit dürftest du dich um einiges besser bewegen können.“
Yuka's Vorschlag war ein zweiteiliges Vokuhila-Kleid. Es war weiß und das langärmlige, hochgeschlossene Oberteil, das ihr bis zum Bauch reichte, aus Spitze. Auch hier war der Rock aus Tüll, aber doch um einiges leichter.
„Ich kann mich damit auf jeden Fall um einiges besser bewegen.“ Kagome hatte sogar das Gefühl, aufatmen zu können. In die Korsage des ersten Kleides musste sie doch ziemlich eingeschnürt werden.
„Und sieh mal...“ bemerkte ihre Freundin die Besonderheit des Kleides. „...in den Taschen, die der Rock hat, kannst du deine Sachen mit dir rumtragen.“
Kagome musste zugeben, dass es ein Pluspunkt war, sich freier bewegen zu können. Was jedoch nur für den Rock galt. Das Oberteil mit seinen langen Ärmeln, das bis zum Hals hochgeschlossen war, war zwar weitaus angenehmer zu tragen als die Korsage, lies sie sich doch aber recht eingeengt fühlen. Außerdem schien die Spitze an einigen Stellen auch leicht zu kratzen. Und als sie sich darin im Spiegel sah, konnte sie sich nicht wirklich mit diesem Stil identifizieren.
„Ich glaube, das wäre doch mehr etwas für dich, Yuka-chan.“ Sie stieg von der kleinen Plattform und lächelte ihre Freundin dabei an.
„Ich denke nicht, dass es etwas zählt, wenn man den Brautstrauß von derjenigen, die ihn fängt, in die Hand gedrückt bekommt.“ um die Nase ihrer kurzhaarigen Freundin, legte sich ein leichtes Rot.

„Wir sollten das vielleicht auch farblich anders angehen.“ brachte sich nun doch die Verkäuferin und Besitzerin des Brautmodegeschäfts ein. „Bei so einer hellen Haut...“ Sie besah sich Kagome's Teint. „...sind solch helle, reinweiße Kleider, eher weniger geeignet als eines, das doch eher einen leichten Kontrast bildet. Sonst sehen Sie an ihrem Hochzeitstag noch wie eine Marmorsäule oder eine weiße Wand aus.“ Ein freundliches Lächeln bildete sich auf ihren Lippen.
´´Das dachte ich mir auch schon.`` Eri kehrte aus den Untiefen des weißen Tülls mit einer blushfarbenen Prinzessin zurück, die doch wie eine deutlich schlankere Version des ersten Kleides wirkte, aber immer noch auffiel.
Mit einem weiten Rock aus Tüll, auf dem kleine Ornamentverzierungen glitzerten. Genauso wie die seidenglänzende Bordüre, die um die Korsage gebunden war.
Dieses Kleid, das ihr schon fast zu sehr ins Rosa ging, würde vom Farbton her, doch viel eher zu Sango passen, stellte Kagome fest, als sie sich darin im Spiegel sah.
„Weißt du, was dir auch noch gutstehen würde?“ kam Eri der nächste Geistesblitz. „Ein Kleid mit Spaghettiträgern.“
„Warte, Eri-chan.“ Doch da zog diese schon wieder los, um solch ein Kleid zu finden.
„Ich glaube nicht, dass Kagome-chan ein Typ für etwas auffälliges ist.“ kam es von Yuka und sah dabei auf den Verlobungsring ihrer Freundin. „Du solltest vielleicht mal etwas eher Ruhigeres probieren. Und etwas, das mehr deiner Figur entspricht.“
Weshalb Yuka ihr ein enges, nudefarbenes Vintagekleid reichte, das mit weißer Spitze überzogen war und einen Carmen-Ausschnitt sowie kurze Ärmel an den Schultern hatte.
„Du hast recht, Yuka-chan.“ Eri kam mit ihrem Fang zurück, als sie ihre Freundin in dem engen Kleid sah. „Kagome-chan hat eine tolle Figur. Die sollte in Szene gesetzt werden. Sie braucht nichts zu verstecken.“ Sie reichte ihre Auswahl an Yuka weiter, die sie Kagome anziehen sollte, während sie schon das nächste Kleid suchte.
Und Kagome musste, als sie sich im Spiegel sah, zugeben, dass Yuka nicht ganz falsch lag. Sie schien doch mehr der Typ für ein enges Kleid zu sein. Nur das, was sie gerade trug, diese Farbkombination, das war es nicht.

Also zog sie erst mal, ihrer Freundin zuliebe, deren weitere Auswahl an, die sie Yuka eben noch in die Hand drückte.
Eine Prinzessin ohne Korsage, dafür mit dünnen Spaghettiträgern. Die genauso funkelten wie das Oberteil. Aber der Hüfte floss auch hier ein weiter Rock aus Tüll über den Boden, der eine Schleppe hinter sich herzog.
Zurück kam Eri mit einer engen Meerjungfrau mit Knopfleiste am durchsichtigen Rücken, an dem man die Ausläufer der Spitze sah, die das Kleid überzog. Nach unten ging es in weiten Volants auseinander.
Was Kagome auch nicht unbedingt viel Bewegungsfreiheit einräumte.
Ayame beobachtete dieses Vorgehen eine Weile und lächelte nur, während sie ihr Wasserglas Schluck für Schluck leerte. Es schien ihr, als wäre Kagome der einzige Mensch, den ihre Natur verstand. Die vom Wesen her auch völlig anders als ihre Freundinnen zu sein schien.
Ihre gemeinsame Freundin schien wirklich zwischen Welten zu wandeln und diese miteinander zu verbinden. Mit InuYasha und während ihrer Arbeit schien sie ein gänzlich anderes Leben zu führen als mit ihren menschlichen Freunden.
„Ich denke, Kagome-chan sollte etwas weniger freizügiges tragen.“ wollte sich nun auch Ayame einbringen.
Und da sie von Kagome wusste, dass diese zumindest am Schrein ihrer Familie heiraten wollte, vor dem heiligen Baum, suchte die menschlich erscheinende Yōrōzoku auch nach einem Kleid, das ein gewisses natürliches Flair mitbrachte.
Was Ayame ihr dann auch vorschlug, entsprach zwar mehr den romantischen Naturen der Yōrōzoku in Menschengestalt oder ihrer Schulfreundin Ayumi, aber sie fand es auch wirklich hübsch und wollte es einfach mal anprobieren.
Die dezente, cremefarbene A-Linie, die nur eine leichte Schleppe hinter sich herzog, kam ohne Tüll aus. Der Rock war aus glattem Stoff. Der Kagome optisch auch wesentlich mehr zusagte, wie sie feststellte. Es hatte keine Korsage. War dafür aber mit einem hübschen 3-D-Blumenmuster am Oberteil und den kurzen Ärmeln überzogen, die an ihren Schultern begannen. Auf dem durchsichtigen, hautfarbenen Stoff zogen sich die kleinen Äste und Ranken mit ihren Blättern und Blüten auch zu ihren Schultern hoch und hinten am Rücken entlang. Sowie über den oberen Bereich des Rockes.
Als sie das Kleid, das sich auch leicht tragen ließ, im großen Spiegel vor sich ansah, entging ihr Ayame's Blick nicht, mit dem sie es ebenfalls ansah. Und jetzt fiel Kagome auch auf, dass die vielen kleinen Blüten, den ihrer lilafarbenen Schwertlilie äußerst ähnlich waren.
„Das ganz Besondere an diesem Kleid, ist, dass es einen Solareffekt hat. Wenn die Blüten mit Sonnenlicht in Kontakt kommen, färben sie sich nach und nach lila.“
Kagome sah den Blick ihrer Freundin. Nein, abgesehen davon, dass es zwar hübsch aussah, so viele Blüten aber auch nicht ihr Ding war, konnte sie das ihrer Freundin nicht antun.
„Die Blüten sind mir doch etwas zu viel. Das ist eher nicht das Richtige für mich.“ Mit einem vielsagenden Lächeln sah sie im Spiegel zu ihrer Freundin.
„Ist die Familie Ihres Verlobten denn sehr traditionell?“ erkundigte sich die Besitzerin des Geschäfts freundlich und ruhig bei der jungen Frau, die sich in dem Kleid vor dem Spiegel ansah.
Und Kagome überlegte. Was konnte wohl traditioneller sein als zwei Daiyōkai, die über tausend Jahre alt waren?
„Ich würde schon sagen, dass sie wohl eher....traditionell eingestellt sind.“ dachte sie daher laut nach.
„Aber sie passen sich wirklich gut an und kommen mit der Moderne zurecht.“ ergänzte Ayame, die über den Spiegel zu Kagome sah, wissend und grinste dabei. Was Kagome mit einem Nicken erwiderte.
Ein Insider, den Yuka und Eri nur halb verstanden.
„Aber der Bräutigam gibt nicht so viel auf alte Familienregeln.“ meinte Yuka dazu.

Kagome wollte sich gerade selbst auf die Suche nach einem Kleid machen, nachdem sie das, was Ayame ihr brachte, auszog und die Kabine verließ, als ihr im Augenwinkel eine kurze Bewegung auffiel. Als sie zum Schaufenster des Geschäfts sah, weiteten sich ihre Augen kurz vor Schreck, als sie einen Mann bemerkte, der vor diesem stand und deutlich erkennbar Fotos mit seinem Smartphone machte.
Vor ihrem inneren Auge sah sie schon die nächsten Schlagzeilen.
Als auch schon plötzlich Kōga hinter dem Mann auftauchte und ihn mehr als finster ansah. Sofort nahm er ihm das kleine Gerät ab und zertrat es auch gleich auf dem Boden des Einkaufszentrums.
Er sagte dem Reporter irgendwas, was sie nicht hörte, da er draußen vor dem Geschäft stand. Und als sie bei ihm war, war der Paparazzo auch schon verschwunden.
„Was machst du hier, Kōga-kun?“
„Hast du vergessen, was meine Aufgabe ist?“ Kagome sah ihn überrascht an. Hieß das....
„InuYasha schickte dich hinterher.“ Eine Feststellung seitens Ayame, die ihr Mann mit einem Nicken bestätigte.
„Was ist denn los?“ Kagome sah in die verunsicherten Gesichter ihrer Freundinnen.
„Für heute müssen wir die Suche nach meinem Kleid wohl beenden.“ Kōga's Gesichtsausdruck lies keine Diskussion zu. Aber nach dem, was eben passierte, hatte sie jetzt eh keine Lust mehr.
Kōga fuhr sie auch alle nach Hause, auf Kagome's Wunsch.
Auch wenn die drei Frauen sich auf der Rückbank der schwarzen Lexus-Limousine etwas zusammenquetschen mussten. Was wahrscheinlich weder mit gültigen Gesetzen des Straßenverkehrs und erst recht nicht mit InuYasha's Anspruch an Kagome's Sicherheit, übereinstimmte.
Deren Laune aber eh momentan im Keller war, soweit er das durch die Blicke in den Rückspiegel beurteilen konnte. Still sah sie die ganze Zeit aus dem Fenster, lies die Global City an sich vorbeiziehen. Die vielen grauen Gebäude spiegelten sich in ihren Augen.
Lediglich ihre beiden Freundinnen waren begeistert von der Fahrt in dem komfortablen Fahrzeug...

Die Wohnung war leer, als Ayame und Kōga ihre gemeinsame Freundin in diese zurückbegleiteten. Abgesehen von Kirara, die sofort zur Tür lief, als sie Kagome's Schritte hörte und ihren Geruch wahrnahm und die ihr gleich um die Beine lief, als sie die Wohnung betrat.
Liebevoll streichelte sie die kleine Nekomata, die sich das gefallen lies.
„Es tut mir leid, Kagome. Ich hätte schneller etwas bemerken und reagieren sollen.“ Kōga fühlte sich dafür verantwortlich, dass sie diesen schönen Tag, an dem sie ausgelassen war und Spaß zu haben schien, abbrechen musste.
Doch Kagome schüttelte nur mit dem Kopf, lächelte sogar. „Du kannst nichts dafür, Kōga-kun. Schuld sind diese nervigen Paparazzi.“
„Ich dachte ehrlich nicht, dass sich von denen noch mal welche in deine Nähe trauen, nachdem der letzte Prozess die Verlage, gegen die er geführt wurde, praktisch einebneten.“ kam es von Ayame.
Kagome zuckte nur kurz mit den Schultern. „Manche lernen es halt nicht.“ Sie streckte sich kurz. „War heute ein anstrengender Tag. Und langsam hab ich etwas Hunger.“
„Ist okay, Kagome-chan.“
„Wenn etwas ist, sind wir ganz in deiner Nähe.“ Kagome nickte nur und schloss die Tür hinter ihren beiden Freunden.
Und in diesem Moment verschwand auch ihr Lächeln aus ihrem Gesicht und sie ließ ihre Hand von der Türklinke sinken, senkte ihren Blick und fixierte einen Moment lang einen Punkt auf der dunkelbraunen Holztür.
Ehe sie ins großzügige Wohnzimmer ging und sich etwas zu essen machte. Auch wenn sie keinen wirklich großen Hunger hatte. Nicht mal richtigen Appetit.
Nach dem Essen und dem Abwasch, nahm sie sich ihr Arbeitsnotebook zur Hand und vertrieb sich die Zeit mit noch etwas liegengebliebener Arbeit. Unter anderem befanden sich viele Anfragen in ihrem Postfach. Wobei sie sich fragte, ob das nicht über Asagi laufen sollte.
Aber auch Mails von verschiedenen Kollegen aus aller Welt. Für die Organisation der Ausstellung in Mexiko musste sie noch einiges regeln.
Sodass ihr die vergangene Zeit gar nicht lang vorkam, als Kirara zuerst ihre Ohren spitzte und sich aufsetzte, ehe auch Kagome den Schlüssel im Türschloss hörte und InuYasha schließlich, ihre nun gemeinsame Wohnung, betrat.
„Ich will wahrscheinlich gar nicht wissen, wie dein Tag war.“ Sein Gesicht sprach Bände.
„Sesshōmaru meinte, ich hätte eine Firma zu leiten. Da könnte ich nicht jedes Mal gleich aufspringen und raus rennen, wenn Kōga mich anruft.“
„Da hat er doch auch recht.“ Sie sah wieder auf den Bildschirm ihres Notebooks.
„Es gab heute einen Vorfall bei deiner Kleidersuche?“ Er setzte sich neben sie und sie seufzte, klappte den Computer zu und legte ihn neben sich auf das Sofa.
„Kōga-kun ging gleich dazwischen und klärte das. Es ist alles in Ordnung.“ Sie stand auf, ging in die offene Küche, die mitten im Raum stand und holte sich etwas zu trinken aus dem Kühlschrank. „Aber es wäre wirklich nett gewesen, mir zu sagen, dass ich einen Schatten hab.“ Sie sah ihn nicht an, drehte ihm weiterhin den Rücken zu. Sie klang leicht sauer, das hörte er. „Oder brauch ich danach gar nicht mehr fragen? Und wird es jetzt immer so sein, dass ich nirgendwo ohne ihn hin gehen kann?“
„Kagome...“ Vor seinen Augen schien genau das zu passieren, was er immer vermeiden wollte.
„Aber ist ja auch besser als wieder irgendwelche blöden Berichte, oder?“ Im nächsten Moment saß sie schon wieder lächelnd vor ihm auf dem Sofa. „Es ist doch recht nervig, wenn man ständig auf den Titelblättern der Klatschpresse auftaucht.“

Auch beim zweiten Versuch begleiteten sie Eri, Yuka und Ayame. Aber InuYasha wollte, dass sie diesmal in ein Geschäft ging, dessen Belegschaft doch mehr Wert auf Diskretion legte. Kam doch im Zuge von Kōga's Nachforschungen heraus, dass es die Assistentin der Besitzerin des Brautmodegeschäfts war, die, als sie hörte, mit wem ihre Chefin am Telefon sprach, dies an die Presse weitergab. Wohl mit der Absicht, dass dies auch andere, kaufkräftige Kunden ins Geschäft bringen würde. Nun war sie ihren Job los.
Aber die Abmachung mit InuYasha führte Kagome nun wieder in eine der hochpreisigen Malls voller Luxusboutiquen, in einem der teuren Viertel Tōkyōs. Und auch, wenn sich ich an ihrer Abmachung, dass sie ihr Kleid selber zahlen wollte, dadurch nichts änderte, war sie wenig optimistisch, das hier auch tun zu können. Selbst mit den Rücklagen, die sie durch ihr weiter gezahltes Gehalt hatte.
Und dieses Mal war Kōga auch gleich von Anfang an mit dabei.
Was auch die junge gestylte Verkäuferin, die ein schwarzes Kostüm mit knielangem Rock trug, irritierte, als die Gruppe ihr Geschäft betrat.
„Ich bin Higurashi Kagome, ich hab hier heute einen Termin.“
Sie nickte nur und führte ihre Kundin und deren Begleiter weiter in die großzügige Boutique.
Beim Anblick der Kleider, aber auch schon beim Betreten, sowohl des großen Kaufhauskomplexes als auch des Brautmodegeschäfts, wurden auch die Augen von Kagome's Freundinnen immer größer. Nach der Fahrt in der Limousine, waren sie nun das erste Mal in einem Luxuskaufhaus.
„Was stellten Sie dich denn vor?“ fragte die junge Frau, die ihre dunklen, braunen Haare mit einem langen Zopf streng nach hinten gebunden trug, und die kaum älter schien als ihre Kundin und deren Begleiterinnen, diese in einem ruhigen und leisen Tonfall.
„Ich denke, ich möchte etwas enges und elegantes. Kein Tüll. Aber wenn es nichts ausmacht, würden meine Freundinnen und ich uns gern etwas umsehen.“
„Das müssen Sie nicht. Sagen Sie mir einfach, was Sie sich genau vorstellen und ich bringe es Ihnen.“ Ja, das kannte sie schon von ihrem ersten Einkauf mit InuYasha in solch einem Luxuskaufhaus.
„Hai...“ Sie nickte nur kurz und die junge Verkäuferin wollte schon losgehen, nachdem sie ihrer Kundin, für die sie sich exklusiv Zeit nahm, und deren Begleiterinnen unaufgefordert Getränke hinstellte, als Kagome ihren Satz beendete. „...aber meine Freundinnen und ich würden uns doch gerne selbst einen Eindruck von allem machen. Dann weiß ich auch genau nach was ich suche, wenn ich es sehe.“
Die junge Frau nahm dies nur mit einem Nicken zur Kenntnis und sah dann dabei zu, wie zwei der jungen Frauen, die ihre Kundin begleiteten, zwischen all den Kleidern verschwanden...

„Also wenn ihr noch diesen Sommer heiratet, Kagome-chan, dann könntest du auch ein kurzes Kleid tragen.“ Um dann erst mit einem solchen kurzen Kleid, wie Yuka es vorschlug, zurück zu kommen.
Das Kleid hatte eine Korsage, die am Rücken geschnürt wurde und die mit Spitze überzogen war. Es war trägerlos, schulterfrei und in ivory gehalten. Auch am Saum des weit ausgestellten Tüllrocks befand sich Spitze, die zudem glitzerte, wenn sich das Kleid bewegte.
„Hörten die beiden ihr eben nicht zu, als Kagome sagte, sie wolle lang und elegant und ohne Tüll?“ fragte der Yōrōzoku seine Frau flüsternd, die neben ihm saß und ebenfalls erst mal nur wieder zusah.
Ayame lächelte nur kurz und nahm sich dann einen Schluck des bereit gestellten Wassers. „Ist es nicht aber auch recht erfrischend, mal wieder den Esprit der Jugend so mitzuerleben und zu spüren?“ Sie drückte sich ein wenig an ihren Mann.
Kagome probierte das Kleid, ihrer Freundin zuliebe, dennoch an. Und sie lächelte auch. Beide Frauen schienen Spaß zu haben. Was die junge Verkäuferin irritierte.
„Sie genießen ihre Jugend und denken gar nicht an Morgen oder viel weiter darüber hinaus. Und Kagome-chan tut das gut.“
Das sah auch Kōga ein, er sah es ihr ja an. Sie hatte Spaß.
„Kagome-chan muss hin und wieder...auch mal ihr altes Leben noch leben können. Zeit mit ihren menschlichen Freunden verbringen. Sie kann nicht immer nur in unserer Welt leben, hinter den Spiegeln.“
Kōga nickte, hatte seine Arme verschränkt. „Ich finde es nicht gut, dass Inukoro sie in unsere Welt zieht.“ Er sah zu Kagome, die, obwohl sie das Kleid sicher nicht nehmen würde, es sich nicht nehmen ließ, darin vor dem Spiegel zu posieren. Wovon Yuka Fotos machte. Ein Verhalten, dass die junge Verkäuferin an die Grenzen ihrer Fassung zu bringen schien. „Er versucht zwar, sie so weit wie möglich aus allem heraus zu halten. Aber wir wissen beide, dass ihm das nicht gelingen wird. Nach und nach wird der goldene Käfig sie in sich hineinziehen.“
Um das zu wissen, musste er nur seine Frau und sich selbst ansehen. Kleideten sie sich für den Termin doch heute bedeutend seriöser, als es im Alltag ihre Natur war und bildeten damit den Gegensatz zu Kagome und ihren Freundinnen. Deren Mittelschicht nicht zu verleugnen war und die deshalb vollkommen deplatziert an diesem Ort wirkten.
„Himiko bekam sie noch nicht in ihre Krallen.“ merkte Ayame an und dabei krallten sich ihre Finger in den Ärmel ihres Mannes, als sie ihre Hand an seinen Arm legte.
„Das wird sie demnächst noch.“

Am anderen Ende des Stadtzentrums, aber nicht weit entfernt vom Luxuskaufhaus auf der Ginza, öffnete eine jung und erhaben erscheinende Frau langsam ihre Augen, als sie, in ihrem Bürostuhl zurückgelehnt, an ihrem Schreibtisch saß. Der gleich gegenüber der riesigen Panoramafenster stand, die ihr einen Blick über das Häusermeer zu ihren Füßen boten.
Sie drückte auf den Knopf ihrer kleinen Sprechanlage auf ihrem Schreibtisch.
´´Hai?`` war eine Stimme aus dem Lautsprecher zu hören.
„Shō-Yōkai.“ kam es von ihr in befehlendem Tonfall.
´´Mein Name ist Jaken.```wurde sie über Lautsprecher erneut korrigiert.
„Wenn InuYasha's Menschenfrau sich morgen früh hier einfindet, bringe sie zu mir.“ Nach dieser Anweisung nahm sie ihren Finger vom Knopf und trennte so die Verbindung...

„Hast du Kagome-chan nicht zugehört, Yuka-chan?“ kam nun Eri mit einem Kleid zu ihren beiden Freundinnen. „Sie wollte etwas langes und elegantes.“
Eri brachte ihrer Freundin ein enges schlankes und locker fallendes Kleid im Empirestil. Es war weiß und hatte einen leichten und bodenlangen Rock aus Chiffon, der eine leichte Schleppe hinter sich herzog. Die durchsichtige Spitze, die sich vorne um ihren Hals legte und das Kleid so hochgeschlossen sein ließ, abgesehen von den freien Schultern, fungierte an ihrem Rücken nur noch als Träger.
„Ich weiß, es ist weiß, Kagome-chan. Aber in so einem schicken Laden ist es ja sicher möglich, es in einer Farbe deiner Wahl zu bestellen.“ Dabei sah Eri zu der jungen Verkäuferin, die einfach nur nickte.
Kagome zog das Kleid an, stellte sich dabei auf das kleine Podest vor den Spiegel und besah sich in dem Kleid. Es war leicht und fließend, elegant und sie spürte es kaum auf ihrem Körper, fühlte sich darin wohl.
Aber trotzdem fehlte ihr etwas. Es war elegant und unauffällig, ja. Es war ihr schon wieder zu unauffällig. Sie vermisste etwas, was das Kleid zu etwas Besonderem machen würde. Für sie und InuYasha. Was zu ihnen und ihrer Hochzeit passte, ihrer Geschichte.
„Ich denke nicht, dass Kagome etwas so Freizügiges tragen sollte.“ kam es von Kōga. Nicht, dass er nicht fand, dass ihr dieses Kleid nicht stehen würde. Es wäre ihm völlig egal, welches Kleid sie anziehen würde. Sie würde eine wundervolle Braut für den Han'yō werden. Und InuYasha würde das zweifellos ebenso sehen, da war er sich sicher. Aber es würden nicht nur sie und er auf der Hochzeit sein. Oder ihre Familie und Freunde. Und er ahnte zumindest die besonderen Ansprüche gewisser Personen, die nun mal auch zu dieser Familie gehörten, deren Mitglied sie mit der Hochzeit werden würde.
„Was soll denn daran schon so besonders freizügig sein?“ Eri verstand nicht, was er an diesem schlichten Kleid auszusetzen hatte.
„Kōga wollte damit nur sagen, dass es schwer wird, solche Kleider abgenickt zu bekommen. Bei einer solch alten und traditionellen Familie.“
„Meintest du nicht beim letzten Termin, dass sie sich gut an die heutige Zeit anpassen konnten?“ hakte Eri, aufgrund Ayame's letzter Aussage im vorigen Geschäft, nach.
„Wenn ich Ihnen etwas empfehlen dürfte?“ versuchte die junge Verkäuferin die Situation zu deeskalieren, bevor sie eskalieren würde.
Kagome nickte nur und ließ sie ziehen. Sie wollte selbst keinen Streit. Aber sie verstand, was Kōga und Ayame meinten und stellte sich noch einmal vor den Spiegel, in dem sie sich ansah. Hatte sie zu wenig an diesen Aspekt gedacht? Die Familie, in die sie einheiratete?
Würden die beiden Daiyōkai eine menschliche Ehe überhaupt akzeptieren und anerkennen? Und ihr damit einen Rang in der Familie zugestehen? Denn Kagome war sich sicher, dass es so etwas bestimmt bei Yōkai gab, eine Hierarchie? Wenn nicht bei ihnen, wo dann sonst? Und wenn sie Regeln hatten, würde sie diese, als InuYasha's Frau, doch sicher befolgen müssen. Ob es auch gewisse Rituale bei den Yōkai gab?

Zurück kam die junge Verkäuferin mit einer zweifarbigen A-Linie. Sie hatte eine trägerlose Korsage, die geschnürt wurde und der Rock zog eine leichte Schleppe hinter sich her. Das gesamte Kleid war aus einem glatten, schillernden Stoff gefertigt. Sowohl die Korsage als auch der obere Teil des Rocks war silberfarben, der untere Teil des Rocks war weiß. Weiße Spitze befand sich entlang dem Rand der oberen silberfarbenen Hälfte.
„Zweifarbige Kleider sollen dieses Jahr Trend sein, lies ich mir sagen.“
Alle waren begeistert, als Kagome in diesem Kleid vor dem großen Spiegel stand. Es passte ihr wie angegossen und floss natürlich an ihrem Körper herab. Trotz des Unterrockes fühlte es sich leicht an und ließ sich ebenso leicht tragen.
„Um die Schultern zu bedecken gäbe es die Möglichkeit eines passenden Boleros.“ riet die Verkäuferin ihrer jungen Kundin.

„Und du willst dein Kleid tatsächlich selbst zahlen, Kagome-chan?“ riss Eri sie aus ihren Gedanken, als sie sich vor dem Spiegel hin und her drehte. „Du willst es also wirklich komplett kaufen? Und was ist dann mit deinen anderen Sachen?“
War es doch in Japan völlig normal, alles was man an diesem Tag anzog, aufgrund der horrenden Kaufkosten, lediglich zu leihen. Und eine Braut zog sich auch mehrmals um.
Eri sah sie dabei erstaunt an, als sie ihr diese Frage stellte.
„Warum sollte Kagome-chan das auch nicht?“ Yuka hatte ihre Arme hinter ihrem Kopf verschränkt. „Er hat doch genug Kohle.“ sprach sie InuYasha an, ohne seinen Namen zu erwähnen. Ganz so, wie Kagome ihre Freunde darum bat, dies in der Öffentlichkeit zu tun.
„Aber Kagome-chan meinte doch, dass sie ihr Kleid selbst zahlen will. Er bezahlt nur die Hochzeit, weil ihre Mutter, das, wegen Sōta-kun's Studium, nicht kann.“
//Wie indiskret kann man eigentlich sein?!//
Kōga's Gedanken waren im peinlich berührten Gesicht der Verkäuferin, dieses Gespräch mitzubekommen, abzulesen.
„Kommt das nicht darauf an, wie Kagome-chan heiraten will?“ fragte Yuka erst Eri und sah dann zu ihrer Freundin nach oben. „Oder habt ihr noch keinen Plan, nach welchem Ritus eure Hochzeit ablaufen soll?“
„Also sofern ihre neue Familie....“ Eri rollte dabei mit ihren Augen. „...keine besonderen Abläufe verlangt, würde es doch nur Sinn machen, auch shintōistisch zu heiraten, wenn sie die Trauung schon am Schrein abhalten.“ Nun sah Eri zu ihrer Freundin. „Ich würde dir allerdings eine modern, westliche Zeremonie empfehlen, Kagome-chan. Dann sparst du dir dieses Hin und Her.“
„Es ist Kagome's Hochzeit.“ polterte nun Kōga in die Diskussion. „Sie allein entscheidet, wie sie heiratet.“ Er war kurz davor zu knurren, sah die beiden jungen Frauen grimmig an.
Doch die Diskussion ihrer beiden Freundinnen ließ Kagome über einen wichtigen Fakt nachdenken. Wie eine Zeremonie aussehen sollte, die InuYasha und sie, ihre Geschichte, ihr Leben und ihre Beziehung zueinander, widerspiegeln sollte. Und das dazu passende Kleid.
Denn auch, wenn sie das hier wirklich toll fand...fehlte ihr doch noch immer was. Es fühlte sich einfach nicht wirklich richtig an. Und vor allem wollte sie keinen Modetrend mitmachen, der dann jahrelang im Schrank hängen und sie nicht widerspiegeln würde. In dem sie sich nicht wieder erkannte. Und als sie dann noch auf den Preis sah, war ihre Entscheidung klar.
„Kagome-chan?“

Ayame, die die ganze Szene über still beobachtete, riss sie mit einem Lächeln auf den Lippen aus ihren Gedanken. Die sie ihr die ganze Zeit, in dem großen Spiegel, durch ihre Gesichtsausdrücke, die ihr über dieses huschten, wie einen Newsticker auf ihrer Stirn lesen konnte.
Kagome horchte auf, als sie Ayame's Stimme aus ihren Gedanken riss. Mit verschränkten Armen und einem Bein über das andere geschlagen, saß die brünette und menschlich wirkende Yōrōzoku auf dem großen Sofa hinter ihr, neben ihrem Mann.
„Ich machte mir beim letzten Termin schon einige Gedanken.“ lächelnd legte Ayame ihren Kopf schief. „Du bist der einzige Mensch, den ich wirklich verstehe, Kagome-chan. Und ohne dich, wäre ich den anderen wohl nie begegnet. Dafür...sind unsere Welten doch zu unterschiedlich.“ wissend sah sie ihre menschliche Freundin über den Spiegel an, diese nickte ihr zu. „Du bist wie eine Wandlerin zwischen den Welten, die du verbindest. Du schaffst es, in beiden zu leben und in beiden ein Gleichgewicht für dich zu finden.“ Nun schlug sie das andere Bein über das eine. „Ich bin mir sicher, du wirst das daher auch mit deiner Hochzeit schaffen. Diese vielen Welten friedlich zusammen zu führen.“
Kagome verstand, was Ayame ihr zwischen den Zeilen zu verstehen gab und nickte.
Während ihre beiden Freundinnen sich nur gegenseitig verwirrt und fragend ansahen. Sie waren in alles eingeweiht und merkten nun doch, wohl nicht alles zu wissen.

Kagome stieg währenddessen von dem kleinen Podest runter und ging zurück in die Umkleidekabine. In der sie das Kleid auszog und wieder auf den Bügel, an einen Haken hängte.
„Ich würde mich gerne selbst ein wenig im Laden umsehen.“ trat sie freundlich mit ihrer Bitte an die junge Verkäuferin heran, die nur nickte.
Interessiert ging Kagome durch den Laden. Sah sich jeden Stil an, den sie dort fand. Sie bemerkte auch, wie ihre Freunde ihr zwar neugierig folgten, blendete sie aber aus. Ihrer Intuition folgend, ging sie durch den Laden.
Bis sie vor einer Kleiderpuppe stehen blieb, die ein Kleid trug, bei dem ihr Herz kurz höherschlug und sich ihre Augen weiteten, als sie es sah. Ein Lächeln bildete sich auf ihren Lippen.
„Dieses Kleid ist aus der Kollektion vom letzten Jahr. Es ist runter gesetzt.“ wollte die Verkäuferin sie wohl auf einen Makel hinweisen.
Doch Kagome schüttelte nur mit dem Kopf. Dann sah sie auf das Preisschild und wieder machte ihr Herz einen Sprung.
„Das ist mir nicht wichtig. Für mich ist es perfekt.“




Kagome hat nun also ihr perfektes Kleid. Wie das dann wohl aussehen wird, hm?^^
Und was wohl auf sie, als InuYasha's künftige Gefährtin, noch zukommen wird?
Bis nächste Woche zum Lesen^.<
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