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500 Years later...

GeschichteAllgemein / P18 / Het
Inu-Yasha Kagome
26.06.2020
05.03.2021
40
162.323
14
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
26.06.2020 2.976
 
Hi,

dank einiger, technischer Probleme, die erst einmal behoben werden mussten, kommen zusätzlich noch Kapitel zwei und drei online.
Viel Spaß beim lesen^^

Eure LJ





2.Kapitel: Jobangebot





Sechs Jahre war das nun her.
Und der Tag heute kam ihr wie ein Déjà-vu vor. Wie sie hier vor ihrer Uni stand. Die Rolle mit ihrem Abschluss in der Hand. Umgeben von ihren Kommilitonen. Die vor Freude weinten, Fotos machten, oder sich einfach über den letzten Tag ihres Lebens freuten, den sie in einer Bildungseinrichtung verbrachten.
Aus den Lautsprechern hörten die Absolventen die Glückwünsche des Präsidenten ihrer Universität.

„Wir sind ja so unglaublich stolz auf dich, Kagome.“ Ihre Mutter schloss sie in ihre Arme.
Sie war nun 25 Jahre alt. Besaß jetzt zwei Masterabschlüsse einer Eliteuniversität. Für deren Abschluss, sogar als Jahrgangsbeste, sie die letzten Jahre hart arbeitete und kaum eine freie Minute hatte.
Nun konnte sie ihr Leben wieder genießen.
Auch wenn sie noch nicht wusste, wie das aussehen sollte. Außer, dass sie, sobald sie einen Job haben würde, endlich von zu Hause ausziehen wollte, nach 25 Jahren.
Selbst wenn das hieß, allein zu wohnen. Da sie noch immer Single war.
Es war nicht so, dass sie nicht oft genug die Chance auf ein Date oder gar eine Beziehung gehabt hätte. Doch auf nichts davon lies sie sich ein. Fühlte es sich doch nie richtig an. Immer würde sie das Gefühl haben...ihn zu betrügen....
Sie konnte andere Männer auch irgendwie einfach nicht lieben.

Auf ihrem Rückweg nach Hause kamen ihre Mutter und Kagome gerade auf dem Schulhof der Oberschule an, an der sie selbst vor sechs Jahren ihren Abschluss machte.
Doch heute gratulierte sie hier ihrem kleinen Bruder, auch, wenn dieser sie mittlerweile um anderthalb Köpfe überragte. Seine Haare trug er noch genauso wie damals, als ihr letztes Jahr in der Oberschule endete, nur etwas länger. Sie reichten ihm jetzt bis in seinen Nacken.
Allein schon daran sah sie, wie schnell die Zeit verging, die sie hier in ihrer Zeit lebte.
Hitomi stellte sich neben Sōta, hakte sich mit ihrem Arm bei ihm ein und lächelte ihn glücklich an. Seit dem letzten Jahr der Mittelschule, dieselbe wie Kagome sie zuvor besuchte, waren sie zusammen. Davor war es doch mehr eine sehr enge Freundschaft. Auch wenn von Sōta immer mehr ausging.
Auch mit Hitomi meinte die Zeit es gut. Sie war nun genauso groß wie Kagome. Ihre Haare waren nun schulterlang, aber immer noch so lockig wie damals und rahmten ihr Gesicht ein. Wie ihre Freundin Ayumi damals, trug auch sie eine Spange an ihrem Hinterkopf in ihren Haaren.
„Und was möchtest du studieren, Hitomi?“ fragte Sōta's und Kagome's Mutter das junge Mädchen, das wohl in einigen Jahren ihre Schwiegertochter werden würde.
„Biologie.“ antwortete sie stolz, lächelte dabei voller Freude und schmiegte sich an Sōta, der ein wenig rot um die Nase wurde.
Hitomi liebte Tiere schon, seit sie ein Kind war und nun wollte sie diese, ihre Lebensräume und die Zusammenhänge studieren. Wusste aber noch nicht, auf was sie sich spezialisieren wollte.
„Du bleibst bei Sportwissenschaften?“ fragte seine Mutter nach, ihr Sohn nickte.
Dem Sport und besonders dem Fußball blieb ihr kleiner Bruder auch in den letzten Jahren weiter treu...

Jahre, die man auch ihrer Mutter ansah. Allmählich sah man die ersten kleinen Falten in ihrem Gesicht, rund um Mund und Nase und unter den Augen.
Ihre braunen Haare, die sie immer noch kurz trug, wurden zunehmend heller. Hin und wieder fand sie mal vereinzelte graue Haare.
Doch nicht nur ihr aller Aussehen änderte sich mit der Zeit, sondern auch ihre Familie, welche zunehmend kleiner wurde. So starb Buyo, als Kagome im zweiten Jahr die Oberschule besuchte. Und ihr Großvater erst letztes Jahr.
So gern hätten alle, hätte er die Abschlüsse seiner Enkelkinder noch miterleben können. Aber sie wussten auch so, dass er immer stolz auf sie war.
Auch für Kagome's Freundinnen ging das Leben in dieser Zeit weiter.
Sie alle waren in einer Beziehung.
Hōjō und seine Freundin waren verlobt.
Ayumi und ihr Freund gerade zusammen gezogen.
Eri und ihr Freund feierten vor kurzem ihren ersten Jahrestag.
Yuka's neue Beziehung war noch recht frisch.

Nur für sie persönlich, für Kagome, schien die Zeit still zu stehen, während sich alles um sie herum veränderte.
Mit jedem Jahr, das sie vergehen sah, kam sie sich immer mehr wie ein Fremdkörper in dieser Zeit vor.

Als sie mit ihrer Familie das Gelände des Schreins betrat, wanderte ihr Blick automatisch in Richtung des kleinen Gebäudes, in dem sich der Brunnen befand.
Es war auch schon sechs Jahre her, dass sie...

„Hier ist Post für dich, Kagome.“ riss ihre Mutter sie aus ihren Gedanken, als sie nach Hause kamen.
Die Gespräche ihrer Mutter und ihres Bruders und seine zwischen ihm und Hitomi, bekam sie in der Zeit gar nicht mit.
Ihre Mutter hielt ihr einen A4-großen, braunen Umschlag hin. Sowohl sie als auch Sōta, sahen diesen neugierig an.
Das letzte Mal, als sie einen solchen Umschlag bekam...

„Und was steht drin, Nee-chan?“ Selbst jetzt noch, nannte er sie so. Manche Dinge änderten sich nie.
Wieder war es ein Schreiben der Mirai Corporation.
Ein Headhunter der Firma bot ihr einen Job an.
Mittlerweile wusste sie auch, mit welcher Firma sie es zu tun hatte, nachdem sie die letzten Jahre ihre wenigen freien Minuten damit verbrachte, über diese zu recherchieren.
Dabei handelte es sich um Japans führenden Technologiekonzern. Tätig waren sie in vielen Bereichen, in denen sie auch forschten und dafür bekannt waren, führend zu sein und weltweit die mitunter besten Fachkräfte zu beschäftigen.
Bis zum zweiten Weltkrieg waren sie ein Rüstungskonzern.
Danach strukturierte sich das Unternehmen neu.
Heute arbeitete die Firma in vielen Bereichen. Sie waren weltweit führend, in allen Bereichen, die mit Technologie zu tun hatten. Erneuerbare Energien, Autonomes Fahren, Telekommunikation, Informationstechnik, KI und Quantencomputer, Blockchain und Cloud Computing, Satelliten.
Sie hatten noch eine Tochterfirma, die weltweit Immobilien kaufte, baute und verwaltete. Über alle Preisklassen hinweg. Jedoch forcierten sie weltweit, dass sich auch normale Menschen, Familien, Studenten, ihre Immobilien leisten konnten.
Diese wurden durch die Gewinne in den hochpreisigen und den Luxussegmenten finanziert.
Und sie hatten eine Stiftung, die weltweit und in verschiedenen Bereichen tätig war. Unter anderem der Medizin- und Pharmaforschung. Der Genetik, Umwelt- und Weltraumforschung.
In Entwicklungs- und Schwellenländern, aber auch überall sonst in der Welt, bauten sie Waisenhäuser. Und für diese Schulen, Straßen, Brunnen. Unterstützen den Aufbau von Krankenhäusern.
Außerdem betrieb die Stiftung der Mirai Corporation, auch Geschichtsforschung und führte in diesem Rahmen auch weltweit archäologische Grabungen durch. Um die daraus gewonnen Erkenntnisse und Funde in Museen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und sie vor denen zu schützen, die sie zerstören wollten.
„S-Sie bieten mir einen Job an. In ihrer Stiftung.“
Alles, was die Mirai Corporation heute tat, sollte nachhaltigen und friedlichen Zwecken dienen.
„Das sind ziemlich coole Menschen, die diese Firma führen, Nee-chan.“ Sōta lächelte, er freute sich für seine Schwester. „Erst geben sie dir ein Vollstipendium und jetzt gleich einen Job.“
Kagome nickte und las sich das Schreiben noch einmal durch, in dem stand, dass sie all die Jahre ihres Studiums, mit ihrer Uni in Verbindung standen, sich regelmäßig über sie erkundigten. Weshalb sie auch von ihren Leistungen wussten und ihr diesen Job anboten.
Über die Firmeninhaber der Mirai Corporation wusste kaum jemand etwas. Nicht einmal wirklich, wie sie aussahen.
Was man wusste, war, dass sie noch heute in Familienbesitz war, es nur wenige Aktien auf dem Markt gab. Der Konzern entstand in dem Jahr, in dem sich Japan dem Westen öffnete.
Doch über die Familie hinter diesem Unternehmen, wusste man so gut wie nichts.
„Ich soll mich innerhalb einer Woche auf das Angebot zurückmelden, ob ich den Job will.“

3 Tage vergingen, seit sie das Jobangebot im Briefkasten hatte.
Und Kagome war sich unsicher, ob sie dieses auch annehmen wollte. Sicher, es wäre ein tolles Unternehmen und ein toller Job, nachdem sie die Bewertungen von Angestellten und Bewerbern im Internet las. Und immerhin konnte sie, dank diesem Unternehmen, an dieser tollen Uni studieren.
In Studiengängen, die, wie sie in deren Verlauf raus fand, wirklich gut zu ihr passten und in denen sie aufging.
Aber was sollte sie von einer Firma halten, über die sie so gut wie gar nichts wusste, die ihr aber solche Wege ebnete und dann noch einen Job anbot? Ohne, dass sie einen Grund dahinter erkennen konnte, was so besonders an ihr war, dass sie diese Gelegenheiten bekam?
´´Wäre es denn kein toller Job?`` Sōta stand in ihrer Zimmertür, sah, wie seine Schwester an ihrem Schreibtisch stand, auf das Schreiben sah und grübelte.
„Doch, schon. Wahrscheinlich auch der beste Job, der zu meinem Studium passen würde. Aber es erschließt sich mir einfach nicht, wieso ausgerechnet diese Firma, mich so fördert.“
„Wir wissen doch mittlerweile, dass die Mirai Corporation jedes Jahr, Vollstipendien an verschiedene Schüler in jedem Land vergibt, in dem sie einen Standort haben.“ Das war gleich eines ihrer ersten Ergebnisse, das sie im Internet zu dem Stipendium fanden.
„Und ich weiß immer noch nicht, was an mir so besonders ist, dass sie mich in Betracht zogen.“
„Vielleicht sahen sie einfach dein akademisches Talent in dir, noch bevor du selber drauf kamst?“ Sōta grinste, seine Schwester nickte. Ihr fiel eh nichts darauf ein. „Also ich an deiner Stelle würde den Job annehmen. Du kannst ja zumindest zum Vorstellungsgespräch gehen und dir alles ansehen.“
„Wann bist du so clever geworden?“ Kagome lächelte, ihr Bruder hatte ja recht. Er war wirklich erwachsen geworden.

Noch am selben Tag rief Kagome die Nummer an, die im Schreiben stand und vereinbarte einen Termin.
Sodass sie schon am Folgetag in der großen Lobby der Mirai Corporation saß und auf die Personalvorständin wartete, die persönlich mit ihr das Gespräch führen wollte.
Schon als sie das Gebäude betrat, weiteten sich Kagome's Augen vor Überraschung. Allein die Lobby war überwältigend.
Obwohl sie sich im Inneren eines Gebäudes befand, hatte sie das Gefühl, frische und klare, kühle Luft zu atmen. Von draußen erhellte Sonnenlicht, das durch die große Glasfassade nach innen fiel, den Raum, der nach oben offen war. Sodass man die verschiedenen Etagen sehen konnte.
Zu denen Fahrstühle führten, mit denen die Angestellten runter und hoch fuhren. Inmitten der Lobby befand sich der Empfang, der kreisförmig war und hinter dem Wasser an einer Wand herunterfloss. Auch Bäume standen in der Lobby. Und Beete mit verschiedensten Pflanzen, schafften eine angenehme Atmosphäre.
´´Higurashi-san.``
//Sango...-chan?//
Ihre Haare waren hellbraun, endeten einige Zentimeter unterhalb ihrer Schultern. Genauso wie ihre zwei seitlichen Strähnen vorne. Ihr Pony war durchgehend und geschlossen. Der einst dicke Lidschatten, wich nun dezentem, abricofarbenem Make-up. Sie trug ein enges, apricotfarbenes und knielanges Kleid. Dazu eine kurze und schwarze Bluse mit kurzen Ärmeln, die vorne mit einem Knopf verschlossen war und dazu schwarze Pumps.
Doch für einen kurzen Moment war ihr so, als stünde ihre beste Freundin wieder vor ihr.
Sie war ihr wie aus dem Gesicht geschnitten.
Anzu Nakamura.


„Folgen Sie mir bitte.“ riss sie Kagome aus ihren Gedanken, die nur kurz nickte und ihrer Bitte nachkam.
Sogar ihre Stimme klang nahezu wie die ihrer Freundin.
Sie meldete Kagome am Empfang an, gab ihr einen Besucherausweis, welchen diese sich umhängte und folgte ihr dann zu einem Fahrstuhl.

Als sie das Büro der jungen Frau betrat, weiteten sich ihre Augen kurz erstaunt.
Es war kein besonders großes Büro und einfach rechteckig geschnitten. Dafür ein Eckbüro mit tollem Ausblick über Tōkyō. Es war richtiges Parkett verlegt. Nur unter ihrem Schreibtisch und den Stühlen, lag ein großer, runder und heller apricotfarbener Teppich.
Auch die Wände waren in dieser Farbe gestrichen und leichte Vorhänge in dieser Farbe hingen vor ihren Fenstern. Auf ihrem Schreibtisch stand ein silberfarbener Laptop. An der rechten Wand hing ein Monitor an der Wand, auf dem Termine standen und sich in Echtzeit zu aktualisieren schienen.
„Möchten Sie etwas trinken?“ bot sie der jungen Frau etwas zu trinken an.
„Hai, gerne.“ Kagome nickte und versuchte, sie nicht die ganze Zeit anzusehen. Auch wenn ihre Ähnlichkeit mit der Taijiya, ihr dies nicht einfach machte.
„Ich freue mich wirklich, dass Sie gekommen sind. Sie wären ein Gewinn für unser Unternehmen und die Ziele unserer Stiftung.“
„Arigatō gozaimasu, dass Ihr Unternehmen mir diese Chance gab.“ bedankte sich Kagome erst einmal. „Auch wenn sich mir nicht ganz erschließt, weshalb ein Unternehmen wie Ihres, an einer einfachen Schülerin wie mir, interessiert war.“
„Nun, im Rahmen unseres Stipendienprogramms, erhalten wir von vielen Schulen des Landes die Profile ihrer Schüler. Daher fiel uns auch Ihre hohe Abwesenheitsrate in Ihrem letzten Jahr der Mittelschule auf.“
Kagome verkrampfte sich kurz und kaum merklich, ihre Finger krallten sich kurz in ihren Rock.
„Was nicht weiter von Belang für uns gewesen wäre, hätten wir danach nicht sehen können, dass Sie es dennoch auf eine gute Oberschule in Ihrem Bezirk schafften.“
//Ich sag ihr besser nicht, dass es sich dabei um einen Nachrückerplatz handelte//
Vor ihrem inneren Auge kratzte sich Kagome verlegen an ihrem Hinterkopf.
„Und während Sie diese besuchten, stieg Ihre Lernkurve sehr stark an. Sie holten sämtlichen Rückstand auf und verpassten die Platzierung unter den Besten Ihrer Schule nur knapp.“
Anzu Nakamura warf Kagome's Profil, das in den Datenbanken der Mirai Corporation existierte, kurz auf den Monitor an der Wand, damit auch Kagome dies sehen konnte. Ihr sich aktualisierender Kalender rückte dafür kurz in den Hintergrund.
„Das machte uns neugierig auf Sie und unser Programm zog sie für eines unserer Stipendien in Betracht. Es analysierte auch Ihren Werdegang und familiären Hintergrund und bezog Ihre besten schulischen Leistungen mit ein. Sodass es die höchste Erfolgsquote für Geschichte und Archäologie errechnete.“
„Ich muss zugeben...“ Etwas nervös nestelte sie am Saum ihres Rockes herum. „...dass ich zunächst irritiert davon war.“ Anzu Nakamura sah sie fragend an. „Nicht nur, ein so prestigeträchtiges und wirklich tolles Stipendium angeboten zu bekommen, sondern auch, mir mein Studium nicht selbst aussuchen zu können.“ Anzu Nakamura lehnte sich leicht in ihrem Bürostuhl zurück. „Aber beide Fächer passten wirklich gut zu mir und ich ging völlig darin auf.“ Ihre Gegenüber lächelte kurz. Und wieder war es für die junge Frau so, als würde sie ihrer Freundin gegenüber sitzen.
„Sie enttäuschten unsere Erwartungen an Sie auch nicht, übertrafen sie sogar.“ sprach sie ihrer Bewerberin Lob aus.
„Bei einer solchen Chance, eine so renommierte Universität besuchen zu dürfen, für diese noch ein Vollstipendium zu erhalten, motivierte mich dies stets, immer mein Bestes zu geben und einen möglichst guten Abschluss zu machen. Allerdings muss ich zugeben, selbst von meinem Ergebnis überrascht worden zu sein.“
„Und genau wegen diesem Ehrgeiz, Ihrer Leistungsbereitschaft, Ihrem guten Abschluss, all den positiven Bewertungen Ihrer ehemaligen Professoren und Ihren Fachkenntnissen, die Sie durch das Studium erlangten, bieten wir Ihnen diesen Job an. Wir sind uns sicher, mit Ihnen eine erfolgreiche Mitarbeiterin zu gewinnen, die mit ganzem Herzen hinter dem Anliegen unserer Stiftung steht.“
„Auf jeden Fall.“ stimmte Kagome ihrer Gegenüber energischer zu, als es üblich war. „Das Anliegen Ihrer Stiftung ist auch mir, unglaublich wichtig.“
„Hierbei würde es sich um Ihren Aufgabenbereich handeln.“ Anzu Nakamura warf eine kurze Übersicht von Kagome's Aufgaben auf den Monitor. Unter dieser Auflistung stand ihr Gehalt. „Ich hoffe, das Gehalt ist soweit zu Ihrer Zufriedenheit.“
„H-Hai.“ Kagome nickte nur kurz und nahm einen Schluck von dem ihr angebotenen Wasser, war ihr Hals doch in diesem Moment ziemlich trocken.
„Es orientiert sich an Ihren Abschlussnoten und Absolventen einer Universität wie der Keiō steigen naturgemäß auf dieser Stufe ein. Mit den Jahren und der Führungsverantwortung, die zunehmen wird, wird es sich natürlich steigern.“
„Natürlich.“ stimmte Kagome ihr kleinlaut zu und nickte noch einmal.
Anzu Nakamura stand auf, weshalb Kagome es ihr gleichtat und sich auch verbeugte, als sie es tat.
„Ich danke Ihnen, dass Sie heute bei uns waren.“
Sie begleitete die junge Frau auch wieder runter in die Lobby, wo sie ihren Besucherausweis wieder abgab.
„Ihren Arbeitsvertrag erhalten Sie dann in den kommenden Tagen.“
Auch dies nahm Kagome mit einem Nicken zur Kenntnis, ehe sie das eindrucksvolle Gebäude wieder verließ...

Und tatsächlich dauerte es kaum mehr als 3 Tage, dass ihr Arbeitsvertrag sie per Post erreichte.
Nervös öffnete sie ihn und setzte sich an den Esstisch in der Küche, um ihn ausführlich zu lesen. Sie griff auch gleich nach einem Kuli, wollte ihn sofort unterschreiben. Hielt jedoch wenige Millimeter über dem Papier inne und starrte auf den schwarzen Text.
Dann atmete sie einmal tief durch, legte den Kugelschreiber wieder neben den Vertrag und ging nach draußen. Wo ihr gleich eine sanfte Brise durch ihr Haar wehte, um es ihr dann direkt ins Gesicht zu wehen. Als sie es wieder aus ihrem Gesicht heraus strich, fiel ihr Blick ganz von allein auf das kleine Holzgebäude, in welchem sich der Brunnen befand.
An den sie, all die Jahre, so wenig dachte. Hauptsächlich, weil ihr Studium sie gut beschäftigte.
Wie von allein trugen ihre Füße sie plötzlich in diese Richtung. In Gedanken legte sie ihre Hände an das Holz der Schiebetür, welches in den letzten Jahren einiges durch die Witterung mitmachte.
Nach nur wenigen Schritten stand sie das erste Mal, seit etwas über einem halben Jahrzehnt, wieder an diesem Ort. Mit dem sie so viel Glück und auch so viel Leid in Verbindung brachte. Gute und schlechte Erinnerungen.
Kagome konnte es nicht genau benennen. Aber irgendwie war es ein intuitives Gefühl, das sie auf einmal hier her brachte. Und zum ersten Mal, in den letzten sechs Jahren, jetzt, wo sie das erste Mal wieder daran dachte, kam es ihr falsch vor. Der Weg, für den sie sich damals entschied und dass sie damals einfach aufgab und es nicht mehr versuchte, in die Zeit der kriegerischen Staaten zurückzukehren.
Sie legte ihre Hand auf den Rand des Brunnens und lehnte ihren Oberkörper nur leicht nach vorn. War gerade dabei, ihr Knie auf den Rand zu legen.
´´Ich an deiner Stelle würde das Jobangebot annehmen.``
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