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500 Years later...

GeschichteAllgemein / P18 / Het
Inu-Yasha Kagome
26.06.2020
26.02.2021
39
158.852
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18.12.2020 3.642
 
28.Kapitel: Umzug und Neuanfang





Sein Arm lag um ihre Taille, er zog sie enger an sich. Er spürte ihren warmen Körper eng bei sich. Ja, so war es gut. So sollte es bleiben. Sie sollte bei ihm bleiben. Dann war sein innerer Yōkai zufrieden. Seine Nase vergrub er in ihrem Haar, sog ihren einzigartigen Geruch tief ein.
Als er kurz aber tief und zufrieden knurrte, drehte sie sich in seinen Armen, schmiegte sich freiwillig noch enger an seine Brust und vergrub ihr Gesicht an dieser.
So war es auch besser. Er hätte nicht noch länger ihren warmen Hintern in seiner Leistengegend ertragen können.

Es war sein Knurren, dass sie langsam aus ihrem Schlaf weckte. Und sie drehte sich zu ihm, weil sie schon das Gefühl hatte, dass er etwas wollte, dass ihm etwas fehlte, dass ihn etwas unzufrieden machte. Aber sie wollte auch seine Nähe spüren.
Doch sie spürte auch mehrere kurze Schmerzen, als sie sich bewegte. Zuckte deswegen auch kurz zusammen.
Eine Reaktion, die dem Han'yō neben ihr nicht entging.
„Was ist los?“ hörte sie seine Stimme, dicht an ihrem Ohr und ein Lächeln bildete sich auf ihren Lippen. Er würde immer bei ihr sein, an ihrer Seite. Nie wieder würde sie ohne ihn leben müssen.
„Es ist nichts. Mir geht's gut.“ Sie wollte sich noch dichter an seine Brust kuscheln. Aber natürlich konnte er sich nicht mit ihrer Antwort zufriedengeben. Unzufrieden murrte sie, als er die Decke wegzog.
„Kagome...“ Er klang entsetzt von sich selbst.
„Es geht mir gut, wirklich.“ versicherte sie ihm. Auch wenn sich ihr ganzer Körper wie ein einziger Muskelkater anfühlte. Aber das war ihr egal. Vor allem, als ihr Blick auf den Grund dafür fiel.
Verträumt besah sie sich den Ring an ihrer Hand.
„Gefällt er dir?“ Seine Nase vergrub er tief in ihrem seidigen Haar, ehe er mit ihr an ihrem Hals entlangfuhr.
InuYasha war froh, dort keine Bisswunde vorzufinden.
„Hai.“ Sie nickte und musste schlucken, um ihre aufwallenden Gefühle und aufkommenden Tränen zurückzuhalten. „Er ist wirklich schön. Du hast ihn extra anfertigen lassen, nehme ich an.“ Als ob sie von etwas anderem ausgehen könnte.
„Der Ring ist aus Rhodium.“ Sie nickte einfach, wollte besser gar nicht wissen, was das kostete.
„Und wieso...eine schwarze Perle?“
„Perlen werden, im westlichen Tierkreis, dem Sternzeichen Fische zugeordnet, dein westliches Sternzeichen. In Japan stehen sie zudem für Glück. Eine schwarze Perle brachte mir sehr viel Glück, Kagome.“
„Tessaiga...“ hauchte sie, in Gedanken versunken und er nickte.
„Tessaiga rettete nicht nur mich einige Male, sondern gab mir auch die Möglichkeit, dich zu beschützen. Außerdem wird die Perle seit dem Altertum mit Vertrauen, Freundschaft, sowie Ehrlichkeit und Loyalität in Verbindung gebracht. Perlen sollen zur Verarbeitung von Lebenserfahrung beitragen. Die Farbe schwarz steht bei einer Perle für Wohlstand. Den ich auf ewig mit dir teilen werde, Kagome.“ Sie spürte einen Kuss auf ihrem Haar und ihre Wangen röteten sich.
„Und die kleinen Steine in dem Geäst?“ Was dieses bedeuten sollte, war ihr klar. Und es war eine süße Idee von ihm. „Diamanten?“
Er schüttelte mit dem Kopf. „Adamanten. Ich lies Hōsenki einige davon von Tessaiga brechen, als ich es mit ihnen überzog, damit er sie verarbeiten kann.“
„Sie schimmert bläulich.“ fiel ihr dieser Effekt an ihrer Perle auf, wenn das Sonnenlicht auf diese fiel.
„Wie deine Haare.“ Die er sich durch seine Finger rinnen lies….

Sie konnte gar nicht aufhören, den Ring anzusehen und den ganzen Tag zu lächeln, als sie auf dem Rückweg nach Tōkyō waren. Am liebsten würde sie es sofort jedem erzählen. Ihrer Mutter um den Hals fallen, ihre Freundinnen anrufen. Es vom Tokyo Skytree über die ganze Hauptstadt brüllen. Aber sie wusste ja, wie ungern InuYasha persönliche Informationen, mit anderen teilte.
„Hattest du das geplant, bevor wir nach Karuizawa fuhren? Oder war das von Anfang deine Absicht, um nach Karuizawa zu fahren?“
„Ich hatte es nicht explizit darauf angelegt, dich dort zu fragen. Aber ich wollte ihn mitnehmen, falls sich die Gelegenheit bieten würde.“
Wirklich gefragt hatte er sie ja nicht, mehr gebeten. Wenn auch mit einem sehr fordernden Ton. Aber das störte sie nicht. Ihr ging es nur darum, dass sie nun.....InuYasha's Verlobte war. Immer noch ein Gedanke, der ihr noch immer unwirklich vorkam.
Natürlich entging es InuYasha nicht, wie glücklich sie zu sein schien.
„Wir sollten es deiner Mutter zuerst erzählen.“ Vor ihr wollte er es auch gar nicht verheimlichen, behandelte sie ihn doch von Anfang an, wie ein Mitglied ihrer Familie.
„Dann kann ich ihr auch gleich sagen, dass ich wieder ausziehe. Zu dir.“ Er konnte es nicht oft genug hören, dass sie zu ihm ziehen wollte. „Aber ich werde es sonst noch niemandem sagen, wenn du es nicht willst.“ wurde ihr Ton plötzlich ernst.
„Was meinst du damit?“
„InuYasha, ich weiß doch, wie du es mit persönlichen Angelegenheiten hast. Wenn du nicht willst, dass ich es zum Beispiel schon Eri-chan oder Yuka-chan erzähle, Hōjō-kun oder Anzu-chan und Ayame-chan, ist das in Ordnung für mich.“
„Sag es ihnen ruhig.“ überrascht sah sie zu ihm, als er an einer Ampel hielt. „Sie sind unsere und...deine Freunde. Sango würdest du es auch gleich als erste erzählen. Aber ich muss nicht unbedingt dabei sein, wenn du es deinen Freundinnen erzählst.“ Er erinnerte sich noch an ihre letzte Begegnung. Und jetzt waren sie eingeweiht und er mit Kagome verlobt. Das würden seine Nerven nicht überleben. „Immerhin wolltest du sie doch auch sicher zur Hochzeit einladen.“
Bei diesem Wort machte ihr Herz wieder einen schnellen Sprung. „Du willst wirklich, dass ich sie einlade?“ Das hatte sie ihm nicht zugetraut.
„Glaubst du wirklich, nach den letzten 500 Jahren, wüsste ich nicht, wie wichtig euch Frauen solche Sachen wie eine Hochzeit ist?“ Das klang jetzt nicht wirklich romantisch und als ob er sich darauf freuen würde. Aber so war er nun mal.
„Ich dachte nur, dass du...das vielleicht lieber ohne Gäste machen wollen würdest.“
„Sango und Miroku würden höchstpersönlich aus ihren Gräbern wieder auferstehen, würde ich Anzu und Amida nicht einladen. Kōga ist für deine Sicherheit zuständig und Ayame seine Partnerin. Und dich gibt es nur mit deiner Familie und deinen Freunden.“
Sein Auto hielt genau vor der Treppe, die zum Schrein führte.

„Mama!“ rief Kagome, lief freudestrahlend auf ihre Mutter zu, die gerade dabei war, das Schreingelände zu fegen und aufsah, als sie ihre Tochter hörte. Die ihr auch gleich um den Hals fiel.
„Aber Kagome, was ist denn los?“ liebevoll legte sie ihre Arme um ihre Tochter.
„InuYasha...“ Sie war ganz außer Atem. Weil sie die Treppe förmlich hoch stürzte...und vor Freude. Sie musste erst ihre Gedanken ordnen.
„Was ist denn mit InuYasha-kun?“ Sie sah die Tränen in den Augen ihrer Tochter, aber auch ihr breites Lächeln und dass ihre Augen mit der Sonne um die Wette strahlten. Dann fiel ihr der Ring an der Hand ihrer Tochter auf und sie sah zu dem Han'yō in Menschengestalt, der auf die beiden Frauen zukam. Ein wissendes und liebevolles Lächeln bildete sich auf ihren Lippen. „Jetzt gehörst du auch offiziell zur Familie, InuYasha-kun.“

Über seinem weißen T-Shirt trug er seinen roten Suikan, dazu eine schwarze Jeans und rot-weiße Sneaker. Um seinen Hals sah man Tessaiga und das Kotodama no Nenju. Kagome trug ihr weinrotes Oberteil, darüber die dünne, rosafarbene Jacke und dazu ihren hellblauen Rock und die weinroten Ballerinas.
Seine Arme lagen um ihren Oberkörper und er zog sie eng an sich. Während sie ihre Hände auf seine Brust legte, sich an diese drückte.
So standen beide vor dem Goshinboku, lächelten in die Kamera. Wenn Kagome auch mehr als der Han'yō.
Nicht zu übersehen war so ihr Verlobungsring, der in der Sonne funkelte, als ihre Mutter das Foto von ihnen beiden machte...

Das sie nur ein paar Tage später in einen der Bilderrahmen aus dunklem Holz steckte, die sie in Karuizawa kaufte. Nachdem sie all ihre Sachen aus ihrer Wohnung holte und mit Hilfe ihrer Familie und ihren Freunden in die Wohnung des Han'yō, ihres Verlobten, brachte.
„Wirklich cool, Kagome-chan.“ Yuka war eindeutig von InuYasha's Wohnung beeindruckt. Nur schwer rang er sich dazu durch, die Schulfreundinnen seiner Verlobten in seine Wohnung zu lassen.
Allerdings achtete Kagome auch darauf, dass sie nicht ihren persönlichen Code kannten, der nun im System stand und den sie im Aufzug eingeben musste, um zu dieser Etage zu kommen.
„Nicht, dass deine Wohnung nicht schon cool gewesen wäre. Aber das hier ist definitiv eine Verbesserung.“
„Zeig uns noch mal den Ring.“ Eri war noch immer ganz aufgeregt. Und ihre Augen weiteten sich, als sie das besondere Schmuckstück an der Hand ihrer Freundin sah. Auch wenn sie nicht ansatzweise die Bedeutung hinter allen Komponenten kannten.
„Und es ist wirklich in Ordnung für InuYasha, dass sie hier sind?“ Ayame lehnte im Türrahmen der Wohnzimmertür ihres langjährigen Freundes. Neben ihrem Mann, der den Umzug der gemeinsamen Freundin beaufsichtigte, aber auch zum Helfen da war.
„Inukoro meinte, das wäre abgesprochen. Aber ich konnte ihm deutlich anmerken, dass es ihm nicht ganz recht war, dass er es Kagome zuliebe tut. Aber sie achtet auch wirklich darauf, dass sie nicht mehr sehen und wissen, als sie brauchen.“
Die beiden Yōrōzoku in Menschengestalt sahen zu den drei Frauen, von denen zwei ganz aufgeregt waren.
„Habt ihr eigentlich schon was von Ayumi-chan gehört?“ Durch ihren Aufenthalt in Karuizawa bekam Kagome ja nichts von der Außenwelt mit.
„Sie ist aus ihrer stationären Therapie zurück.“ antwortete Yuka auf die Frage ihrer Freundin.
„Und sie zog vorübergehend wieder bei ihren Eltern ein.“ Kagome nickte, ihr tat das ja auch gut.
„Ich weiß nicht, wie es Ayumi-chan geht, aber sie sollte sich nicht zu lange von ihrem Freund distanzieren. Mir zumindest...hätte ein früherer Kontakt zu InuYasha wahrscheinlich sehr bei der Bewältigung geholfen.“
An den Gesichtern ihrer Freunde merkte Kagome sofort, dass etwas nicht stimmte.
„Was ist los?“
„Ayumi-chan und ihr Freund haben Schluss gemacht.“ eröffnete ihr Eri. Kagome sah sie aus großen Augen an.
„Ihr Therapeut in der Klinik meinte, ein Gespräch wäre vielleicht hilfreich. Aber sie kamen beide zu dem Schluss...dass ihre Beziehung das nicht verkraftet.“
Und auf einmal fühlte Kagome sich schlecht. Sie hatte InuYasha an ihrer Seite, der sie nie verlassen würde. Mit dem sie wundervolle Tage an einem tollen Ort verbrachte. Der sogar wollte, dass sie ihn heiratete. Sie zog bei ihm ein und lebte ihr Leben weiter. Während das ihrer Freundin gerade den Bach runter zu gehen schien.
Sie musste etwas dagegen tun...

„Kagome-chan?“ Ayumi war sichtlich überrascht, die junge Frau, in Begleitung ihrer anderen beiden Freundinnen, vor der Wohnungstür des Apartments zu sehen, in dem sie aufwuchs und in dem sie nun wieder in ihrem alten Zimmer wohnte.
„Es tut mir leid, Ayumi-chan.“ Ihre Eltern waren gerade arbeiten, weshalb die junge Frau allein zu Hause war, als sie ihre Freundinnen hereinbat und ihnen nun Tee machte. „Eri-chan und Yuka-chan erzählten mir, dass du und dein Freund euch....getrennt habt.“
Der Blick ihrer Freundin senkte sich auf den Couchtisch und das Braun ihrer Augen verdunkelte sich etwas.
„Es ist schon gut, Kagome-chan.“ Es war das erste Mal seit Wochen, dass sie ihre Freundin lächeln sah. „Es ist nicht deine Schuld.“
„So fühle ich mich aber. Weil ich diejenige war, die dir den Job anbot.“ Kagome hatte mit ihren Tränen zu kämpfen.
„Und ich nahm ihn an und kam mit. Glaubst du, ich weiß nicht, welche Risiken mit dem Job einer Dolmetscherin einher gehen? Wenn ich in Gebiete reise, die risikoreich sind? Außerdem hat niemand schuld, außer diesen Männern. Die doch sicherlich ihre gerechte Strafe bekamen?“
Kagome wusste nicht, wie viel Ayumi wusste oder auch nur vermutete. Sie selber wusste ja nicht mal besonders viel, was ihr künftiger Schwager im Hintergrund für Strippen zog. Für ihr Seelenheil und ihren Schlaf war es wohl auch besser, das nicht zu wissen. Aber sie sah ihrer Freundin an, dass sie nie mehr ganz wie die süße liebe Ayumi sein würde, die sie während ihrer Schulzeit war.
„Ich freue mich für dich, Kagome-chan.“ Ein kleines Lächeln bildete sich dennoch auf ihren Lippen.
Kagome sah auf den Ring an ihrer Hand. Auch wenn sie sich glücklich fühlen sollte, fühlte sie sich mies.
„Du musst dich deswegen nicht schlecht fühlen.“ schien ihre Freundin ihre Gedanken zu erraten. „InuYasha ist ein guter Mann.“ Kagome lächelte, ihr Herz schlug schneller. Ja, das war er. „Und ich dachte mir schon, als ich nach den Bedeutungen der Steine sah, dass das nicht mehr lange dauern kann. Vor allem, nachdem Eri-chan mir sagte, dass du doch tatsächlich den Brautstrauß gefangen hast.“ Das schien Ayumi schon zu amüsieren. „Aber gibt es einen bestimmten Grund, dass du vorbeikamst?“
„Abgesehen davon, dass ich nach dir sehen wollte, als Eri-chan und Yuka-chan mir sagten, dass du wieder hier bist, wollte ich dich fragen....ob du schon weißt, wie es jetzt weiter gehen soll.“
„Erst mal werde ich meine Therapie hier ambulant weiterführen. Und dann hatte ich vor, mich nach einer neuen Wohnung umzusehen. Die Mirai zahlt mein Gehalt ja weiter. Und mit meinem Job dürfte das kein Problem sein.“
„Du willst wieder arbeiten?“ Ihre Freundinnen waren darüber doch sehr überrascht.
„Nicht sofort, aber in nächster Zeit, hai.“ Ayumi nickte. „Diese Sache ändert nichts daran, dass ich diesen Job gerne mache. Und auch gerne weiter mit dir zusammenarbeiten will, Kagome-chan.“ Für einen kurzen Moment schien sie wieder wie die Ayumi zu sein, die sie damals bei Wacdnalds über ihren gemeinen Freund ausquetschte.
„Du musst nicht, wenn du nicht willst, Ayumi-chan, aber du kannst gern in meine Wohnung ziehen.“
„Ich hab schon gehört, dass du gerade bei InuYasha einziehst. Und dass seine Wohnung unglaublich toll sein soll.“
„Wenn du möchtest, lad ich dich gerne mal zum Frühstück ein.“ bot sie ihrer Freundin an.
„Und das mit deiner Wohnung ginge wirklich klar?“
„Wenn ich dich gleich als Nachmieterin anmelde, dürfte das kein Problem sein.“ Kagome kam es wie das Mindeste vor, das sie tun konnte, um ihrer Freundin dabei helfen zu können, wieder auf die Beine zu kommen. „Ich weiß, dass du stark genug bist, deinen Weg zu gehen, Ayumi-chan. Aber ich möchte dir dennoch etwas dabei helfen.“ Sie legte ihre Hand auf eine der beiden ihrer Freundin, die auf ihren Knien lagen.
Die beiden Frauen lächelten sich einander an und nun legten auch Eri und Yuka ihre Hände auf Kagome's, die auf ihren lag. Sah sie in ihren Blicken den Willen, ihr helfen zu wollen und an ihrer Seite zu sein, wenn sie sie brauchte.
„Ich danke euch.“ Ayumi lächelte, ihre Augen glänzten, fast weinte sie. „Und wann ist der Termin für eure Hochzeit?“ wechselte sie dann auch schon lächelnd das Thema.
„Genau.“ kam es von Yuka, die grinste. „Wer wird eigentlich alles eingeladen?“
„Und schwebt dir schon ein Kleid vor, Kagome-chan?“ wollte Eri interessiert wissen.
„Eine große Hochzeit wird es bestimmt nicht.“ Ayumi trank einen Schluck vom Tee. „InuYasha ist ja eher nicht der Typ, der Wert auf ein großes Aufsehen legt.“ schien sie das Wesen des Han'yō schon gut einschätzen zu können...

Dieser lag an diesem Abend schon im Bett, wartete darauf, dass Kagome aus dem Bad kam, was an sein Schlafzimmer angeschlossen war, welches ab heute ihr gemeinsames Schlafzimmer sein würde.
Würde er jetzt nicht Tessaiga tragen, würde sein innerer Yōkai kurz knurren. Aber auch seiner menschlichen Seite gefiel die Vorstellung, Kagome nun nah bei sich zu wissen. Sie neben sich zu haben, wenn er schlief und wenn er aufwachte.
´´Und du hast mich in Karuizawa noch gefragt, was ich mit den Bilderrahmen will.`` riss ihn ihre Stimme aus dem Bad, aus seinen Gedanken. Ihr Verlobungsfoto hatte sie natürlich gleich sofort aufstellen wollen. Noch bevor sie ihre restlichen Kartons auspackte.
Nun stand es im Wohnzimmer auf dem Kamin.
„Und was willst du mit den restlichen Bilderrahmen machen?“
Lächelnd, sichtlich glücklich und mit geröteten Wangen, tauchte sie im Türrahmen auf, gegen den sie sich lehnte. „Wir haben doch noch ein ganzes Leben, um sie mit Bildern zu füllen.“
Doch was sie dabei trug, war es, was seine Aufmerksamkeit bekam.
Ein grünes Nachthemd, das ihre Oberschenkel umspielte. Mit schwarzen Spaghettiträgern und einem schwarzen Rand an ihrem Dekolleté, an dem eine kleine schwarze Schleife hing. Ihre längeren Haare, die zunehmend glatter zu werden schienen, umso länger sie wurden, fielen ihr in einer Strähne vorn über ihre linke Schulter und offen über ihren Rücken, welchen sie zur Hälfte bedeckten.
Seine Augen folgten ihr, als sie von der Badezimmertür zu ihrer Seite des Bettes ging, um sich in dieses hinein zu legen. An seine Seite.
„Ich war heute auch bei Ayumi-chan. Sie ist aus ihrer stationären Therapie zurück und will sie in Tōkyō noch eine Weile ambulant fortsetzen. Sie....und ihr Freund haben sich getrennt. Sie wohnt jetzt erst mal wieder zu Hause. Ich bot ihr an, dass sie meine Wohnung übernehmen könnte. Sie will auch wieder arbeiten und tatsächlich bei der Mirai bleiben und weiter meine Dolmetscherin sein.“
All das blendete er aus, hörte ihr gar nicht zu.
„Ich denke, das wird ein guter Neuanfang für Ayumi-chan sein.“ Was sie in diesem Moment auch zu bemerken schien. „InuYasha, hörst du mir überhaupt zu?“
„Nani?“
Kagome seufzte. „Manche Sachen ändern sich wohl auch nach 500 Jahren nicht.“ Doch sie lächelte dabei und lehnte sich an seinen Oberkörper, begann mit ihren Fingern über seine Muskeln zu streichen. Und spürte, wie sich sein Körper unter ihren Fingern anspannte.
„Kagome, du.... Was hast du...“
„Ich dachte mir, ich zieh mir mal was Bequemes zum schlafen an.“ Mit ihren Fingern begann sie, an dem kleinen Tessaiga an seinem Hals herum zu spielen.
„Was soll das werden, wenn's fertig ist?“ Er stoppte sie dabei, in dem er ihre Hand umfasste. Als sie zu ihm sah, hob er skeptisch eine Augenbraue und sah sie fragend an.
„Es ist vielleicht nicht das erste Mal in diesem Bett. Aber unsere erste Nacht, jetzt, wo wir zusammen hier wohnen.“ Sie wollte ihn küssen, doch er zog sein Gesicht zurück. „InuYasha?“
„Wir sollten noch etwas warten.“ Er versuchte unauffällig ihren Körper zu mustern. Und sie sah, wie er sich dabei auf seine Unterlippe biss. „Bis wieder alles verheilt ist.“ Immer noch waren überall blaue Flecken an ihrem Körper zu sehen. Ihren Oberarmen, ihrem Brustansatz, ihren Oberschenkeln und die rote Stelle an ihrem Hals. Noch nicht alle dunklen Flecken an ihrem Körper waren verheilt. Nur einige wurden langsam heller.
„Es ist mir egal, InuYasha.“ Sie strich ihm eine dunkle Haarsträhne von seiner Schulter nach hinten.
„Aber mir nicht, Kagome. Ich will nicht der Grund dafür sein, dass du Schmerzen hast und dein Körper...“ Sie legte ihre Hand auf seine, die er gerade zur Faust ballte.
„Wir könnten auch langsamer machen, jetzt wo du menschlich bist.“
„Es würde dir trotzdem wehtun, wenn ich dich anfasse.“ Sichtlich eingeschnappt zog sie sich von ihm zurück.
//Warum willst du nur nicht verstehen, dass ich dir nicht wehtun will, dumme Gans?//

„Ayumi-chan und die anderen fragten mich heute übrigens nach einem Termin.“ Sie hatte ihre Arme vor der Brust verschränkt.
„Such dir doch einen passenden Termin aus.“
„Und ob ich schon eine Vorstellung von meinem Kleid hätte.“
„Wenn du willst, gebe ich dir eine der Karten. Dann kannst du dir das Kleid kaufen, was du willst. Egal was es kostet.“
„Wir haben sowieso noch über gar nichts gesprochen, InuYasha. Und ich hab, ehrlich gesagt, auch keinerlei Vorstellung. Ich dachte immer, wenn ich dich wiedersehen kann, dann wäre es in deiner Zeit. Aber jetzt leben wir beide in meiner Zeit. Und ich...fände es schön, wenn wir am Schrein heiraten könnten.“ Bei diesem Wort, der Vorstellung davon, tatsächlich InuYasha's Frau zu werden, schlug ihr Herz schneller und spürte sie Wärme auf ihren Wangen.
„Und was sollte dagegen sprechen?“ passender konnte es auch für ihn nicht sein. Ihr unter dem heiligen Baum zu versprechen, für immer an ihrer Seite zu sein.
Doch als sie ihre Knie anzog und ihre Arme um diese legte, ihr Kinn auf ihnen ablegte, merkte er sofort, dass etwas nicht stimmte.
„Ich dachte immer....dass Jii-chan mich....in diesem Fall trauen würde.“ Er sah die kleinen Tränen, die in ihre braunen Augen traten.
Er hasste es, wenn sie weinte. Damit konnte er nach wie vor nicht umgehen.
„Kagome...“ Er wusste nicht, was er tun sollte, um sie aufzumuntern. „Hier.“ ungelenk, von der Situation überfordert, schob er ihr ein kleines quadratisches aber hohes Geschenk zu, das in Geschenkpapier verpackt war.
„Was ist das?“ Sie wischte sich kurz über die Augen, wischte sich die Tränen weg, ehe sie es in die Hand nahm. Ihre Augen weiteten sich, als sie das Geschenkpapier entfernte.
„Menschen schenken anderen Menschen gerne etwas zum Einzug. Und glaubst du wirklich, es wäre mir entgangen, wie du es in Karuizawa angesehen hast?“
In ihren Händen hielt sie eine kleine Box aus dunklem Holz, in das Äste, Blüten und Blätter eines Sakurabaumes geschnitzt waren. Sie hatte zwei Schubladen, eine flache und eine tiefe. Und obendrauf war eine kleine Klappe, die man umklappen konnte und auf deren Innenseite sich ein kleiner Spiegel befand.
„Aber die ist doch teuer.“
„Ich dachte mir aber, jetzt, wo du bei mir wohnst, brauchst du was, wo du deinen ganzen Schmuck aufbewahren kannst.“ sichtlich verlegen und mit einem roten Schleier um seine Nase, kratzte er sich an seinem Kopf.
„Meinen ganzen Schmuck?“ wiederholte sie fragend. „So viel hab ich doch gar nicht.“ Er legte seinen Arm um ihre Taille, zog sie an sich, legte seinen Kopf auf ihren.
„Ich habe sehr viel Zeit, in der ich dir mehr schenken kann.“ flüsterte er ihr zu und sie nickte einfach.
„Arigatō, InuYasha.“




Na, was meint ihr, interessenhalber, wie wohl ein perfektes Kleid für Kagome aussehen könnte?
Iwelche Vorschläge?
Bis nächste Woche zum Lesen^.<
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