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500 Years later...

GeschichteAllgemein / P18 / Het
Inu-Yasha Kagome
26.06.2020
26.02.2021
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158.852
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11.12.2020 5.172
 
27.Kapitel: Die Ruhe in Karuizawa – Teil IIII





Der nächste Tag begann damit, dass sie sich ein weißes Spaghetti-Top und einen grünen Hakama, den sie die Tage zuvor in Karuizawa fand und kaufte, anzog, nachdem sie ihre morgendlichen Bahnen durch den See beendete. Ihre noch leicht nassen Haare band sie mit ihrem roten Band zusammen, um dann nach ihrem Bogen zu greifen, dem sie sich wieder mehr widmen wollte.

Als InuYasha aus dem Wald zurückkam, fiel sein Blick sofort auf sie. Schon von Weitem hörte er auf seinem Rückweg, wie sie die Sehne losließ und ihre Pfeile in einem der Bäume stecken blieben. Sie lächelte freudestrahlend über ihr ganzes Gesicht, als sie ihn sah.
Doch in ihm löste dieser Anblick ein Gefühl aus, das er nicht benennen oder genau beschreiben konnte.
„Du trainierst wieder?“
„Hai.“ Sie nickte, ohne zu ihm zu sehen. Da sie gerade die Sehne spannte, ehe sie sie losließ und der Pfeil in einem der Baumstämme stecken blieb. „Nachdem du ihn mir gegeben hast, merkte ich erst wieder, wie sehr ich das vermisste.“ Sie strich über das rot gefärbte Holz ihres Bogens und ein eigenartiges Gefühl durchströmte sie dabei.
Es war, als würde etwas, das lange in ihr schlief, jetzt wieder wach werden und sich an die Oberfläche und in ihr Bewusstsein zurück drängen. Als würde sich ein Nebel, der sie bis jetzt umgab, wieder verziehen.
„Es ist fast so wie gestern Abend.“ Sie legte noch einen Pfeil auf, konzentrierte sich, was ihr jetzt irgendwie besser gelang.
„Was meinst du?“
„Gestern, als wir.... Da konnte ich es wieder spüren.“ Sie lies den Pfeil los und beide sahen ihm dabei zu, wie er durch die Luft auf den Baum zuflog. „Mein Reiryoku und wie es sich...an deinem Yōki rieb.“ Sie sah über ihre Schulter zu ihm. „Und jetzt kann ich es auch wieder spüren. So wie damals, als ich es noch täglich einsetzte. Ich habe dieses Gefühl...wirklich vermisst.“
Sie schien sich wirklich gut zu fühlen. Das machte ihn glücklich, sie so zu sehen. Den hellen Funkel in ihren Augen.
Was ihm nicht gefiel, waren die vielen dunklen Stellen, die er an ihrem Körper sah. Vor allem an ihren Oberarmen. Und er wusste, da waren noch viel mehr an ihren Seiten, ihrem Bauch, ihren...Oberschenkeln.
„Es tut mir leid, Kagome.“ entschuldigte er sich deswegen auch gleich kleinlaut bei ihr, als sie sich zu ihm an den Tisch setzte.
„Wovon redest du?“ Seinen missbilligenden Blicken folgte sie zu den dunklen Flecken an ihrem Körper. Von denen sie zugeben musste, dass sie auch etwas schmerzten, wenn sie sie berührte. Aber das war ihr egal. „Das sind doch nur ein paar blaue Flecken.“
Dann sah er die rote Stelle an ihrem Hals, über die sich auch gerade mit ihren Fingern fuhr.
„Was hattest du da eigentlich vor?“ war ihre Frage dazu.
„Nicht so wichtig.“ wiegelte er ab. Wenn er ihr das erklären würde, würde sie ausrasten, da war er sich sicher.
Kagome akzeptierte seine kurz angebundene Aussage nur mit einem kurzen Schulterzucken, ehe sie in die Küche ging.
„Möchtest du auch welche?“ Aus der sie mit einer Holzschüssel voller Erdbeeren zurückkam und sich neben ihn setzte. „Ich hab es wohl wirklich etwas übertrieben.“ gestand sie dann doch ein.
„Hast du schon gepackt?“ Nach ihrer Rückkehr bekam sie noch mit, wie Sesshōmaru, der wohl der einzige war, der wusste, wo sie sich aufhielten, InuYasha einen Brief zukommen lies. Alle Angelegenheiten schienen sich geklärt und die Situation in Tōkyō wieder beruhigt zu haben. Also wollten sie am nächsten Tag wieder fahren.
Kagome seufzte. Eigentlich wollte sie hier nicht weg. Hier waren sie allein, nur zu zweit. Es war ruhig und gab ihr einen Einblick in das Leben, das sie mit ihm hätte führen können.
„Bis auf die Sachen, die ich heute und morgen früh noch brauche, hab ich schon alles eingepackt. Auch die Souvenirs.“ Hier waren sie beide glücklich. Aber vor allem InuYasha, der hier so sein konnte, wie er war. „Wo wir gerade bei Bildern sind.“ fiel ihr ein, als sie daran dachte, dass sie auch die Bilderrahmen bereits in ihrem Rucksack verstaute. „InuYasha, du weißt, das hinter den Bildern von Kōga-kun und mir nichts steckt, oder?“ Es wunderte sie schon eine Weile, dass er so ruhig blieb, obwohl er die Bilder kannte.
Von ihr und Kōga in Mexiko. Oder beim tanzen auf Hōjō's Hochzeit.
Sie legte ihre Hand auf seine und sah zu ihm. „Kōga-kun war immer nur genauso in meiner Nähe, wie du es wolltest. Diese Fotos wurden nur immer in genau den Momenten gemacht, die man nur falsch verstehen kann.“
„Glaubst du wirklich, ich würde diesem Sumpf aus Boulevardpresse, auch nur die kleinste Bedeutung beimessen?“ trotzdem klang er aufgebracht.
„Deine Eifersucht ist absolut unbegründet.“ Als ob sie diesen typischen Tonfall, den er dann immer an den Tag legte, nicht erkennen würde.
„Glaubst du, ich würde den Winselwolf irgendwohin allein mit dir schicken, wenn ich nicht wüsste, dass er seine Finger von dir lassen würde?“ Sein innerer Yōkai sträubte sich zutiefst gegen die Vorstellung, die Frau neben sich, mit einem anderen Alphamännchen, weg zu schicken. Aber seine menschliche Hälfte wusste, dass es zu ihrer Sicherheit war und Kōga alles für diese tun würde.
Damals war er sich dem nicht immer so sicher, wie sie sich erinnerte.
Kagome spürte sein ansteigendes Yōki und lehnte sich gegen ihn. Sofort bewirkten ihre Nähe und ihr Reiryoku, dass es sich wieder beruhigte.
„Du scheinst Kōga-kun viel mehr zu vertrauen als damals.“
„Was redest du da, Dummkopf?“ polterte aus ihm heraus. Irritiert, aber auch schon sichtlich aufgebracht, dass er sie wieder so nannte, sah sie ihn an. „Schon damals vertraute ich ihm deine Sicherheit an.“ Worte, mit denen er ihre Wut sofort wieder verrauchen lies. „Glaubst du, es gefällt mir, dass ich weiß, dass er in solchen Situationen immer um dich rum ist?“InuYasha knurrte tief. „Aber ich weiß, dass er alles tun würde, um dich zu beschützen.“
„Sogar für mich zu sterben.“ erinnerte sie sich, dass er davon nicht mehr weit entfernt war, als es darauf ankam.
InuYasha verschränkte seine Arme in seinen Ärmeln. „Und außerdem ist es nicht so einfach, einen starken Yōkai zu finden, den wir lange genug kennen, um ihm zu vertrauen.“ wollte er mal wieder über seine wahren Gefühle hinweg täuschen. „Und der einigermaßen etwas drauf hat.“
„Natürlich.“ nahm sie es nur zur Kenntnis und griff sich eine der Erdbeeren aus der Schüssel. „Ich frage mich nur, wie die Bilder von Hōjō-kun's Hochzeit an die Presse gelangten.“ überlegte sie laut.
„Kōga und Asagi fanden heraus, dass einer der ehemaligen Schulfreunde, mit denen Hōjō damals die Oberschule besuchte, einige Fotos an dem Tag machte und, gegen eine nicht geringe Aufwandsentschädigung, an die Presse weiter gab. Nachdem er von einem Reporter kontaktiert worden war, der herausfand, dass ihr zwei befreundet seid und euch seit der Mittelschule kennt.“
Kagome senkte ihren Blick. „Es ist meine Schuld, dass nun auch noch die Leben meiner Freunde in die Öffentlichkeit gezerrt werden. Weil ich in meinem ersten Interview nicht darüber nachdachte, was und wie viel davon, ich wem gegenüber erwähnte.“
Sie spürte, wie sich sein Körper anspannte. „Hör auf damit, Kagome!“ fuhr er sie kurz lauter an, als beabsichtigt. „Es ist nicht deine Schuld. Ich hätte dich in meine Anweisungen dir bezüglich einweihen sollen. Aber ich wollte all diesen Stress von dir fernhalten.“
„Weil du wolltest, dass ich einfach nur unbeschwert und normal weiterleben und arbeiten kann.“ Er bestätigte ihre Aussage lediglich durch ein Nicken...

Alle Gliedmaßen von sich gestreckt, lag InuYasha mit der einen Hälfte seines Körpers im Haus, mit der anderem auf dem Engawa. Und sah Kagome dabei zu, wie sie weiter trainierte. Er musste zugeben, dass man es ihr am Anfang noch anmerkte, dass sie die letzten Jahre keinen Bogen mehr in der Hand hatte und etwas aus der Übung war. Doch es dauerte auch nicht lange, bis sie diese wieder hatte und genauso zielsicher war, wie damals.
Er wusste nicht wieso, aber das vertraute Geräusch, wenn sie die Sehne losließ und die Pfeile im Baumstamm stecken blieben, beruhigte ihn. Vielleicht, weil es ihm so vertraut vorkam.
Nebenbei nutzte der Han'yō seine Krallen, um die Erdbeeren, die sie noch am Morgen auf den Tisch stellte, und die nun neben ihm standen, auf diese aufzuspießen und sich hin und wieder eine in den Mund zu stecken.
„InuYasha...“ Sie lächelte, klang amüsiert, schüttelte mit dem Kopf, als sie zu ihm kam und sich neben ihn auf den Engawa setzte. Sich selbst eine Erdbeere aus der Schüssel nahm.
„Was denn?“ fragte er, kratzbürstig wie eh und je. „Das ist mein Haus. Ich kann hier machen was ich will.“ wurde er bockig und setzte sich in den Schneidersitz auf, verschränkte seine Arme und steckte sie dabei in seine weiten Ärmel. „Sag mal...“ Er sah ihr dabei zu, wie ihre Finger nach den Erdbeeren griffen. Die dann zwischen ihren Lippen verschwanden und mit jeder weiteren, die sie aß, ihre Farbe an diese abgaben.
„Hm?“ fragend sah sie zu ihm.
„...wo du das vorhin schon mal angesprochen hast.“
„Was denn?“
„Du und der Winselwolf, auf der Hochzeit deines....Schulfreundes.“ Seinem inneren Yōkai fiel es nicht leicht, das Wort 'Freund', im Zusammenhang mit ihr, auszusprechen. Weshalb er den Teil mit der Schule noch extra betonte. Ihm gefiel auch das Bild vor seinem inneren Auge nicht, wie sich gleich zwei Männer, die mal etwas von ihr wollten, um sie herum befanden. „Warum hast du überhaupt mit ihm getanzt?“ Sie hörte seine Eifersucht ganz klar heraus. Überging diese aber einfach.
„Kōga-kun kam auf mich zu und bot es mir von ihm aus an.“ Ihre Aussage half ihm jetzt auch nicht unbedingt, diese innere gereizte Anspannung, die sich in ihm aufbaute, zu unterdrücken. „Ich saß am Tisch, an dem ich mit Mama, Sōta, Hitomi-chan und meinen Freundinnen saß und sah Hōjō-kun und seiner...Frau...“ Sie musste sich noch an den Umstand gewöhnen, dass einer ihrer Schulfreunde bereits verheiratet war. „...und ihrer Hochzeitsgesellschaft beim tanzen zu. Und da kam Kōga-kun zu mir und fragte, ob ich auch tanzen will.“
„Einfach so?“ skeptisch hob der Han'yō eine Augenbraue.
„Naja, Sōta tanzte mit Hitomi-chan und mich schien niemand von Hōjō-kun's Freunden, fragen zu wollen. Sie trauten sich wohl nicht, weil Kōga-kun ständig bei mir war.“ Sein innerer Yōkai war halbwegs zufrieden. „Er fragte mich dann auch, ob du, selbst wenn du mich begleitet hättest, dich zum tanzen bewegen lassen würdest. Und ich meinte zu ihm, das wär nicht so dein Ding. Er wollte nur, dass ich auch ein wenig Spaß auf der Hochzeit meiner Freunde habe.“ Sie kicherte kurz. „Du hättest mal Eri-chan's und Yuka-chan's permanent irritierte Blicke sehen sollen, wenn ich mich mit Kōga-kun unterhielt oder als ich mit ihm tanzte.“
Den Rest ihrer Erklärung hörte er schon gar nicht mehr, blendete ihn aus, nachdem sie fallen lies, dass sie mit ihm wohl nicht getanzt hätte. Aber sie hatte recht. So etwas vor anderen Menschen zu tun, Fremden, würde sie ihn nie bekommen.
Sein Blick blieb weiterhin an ihren Fingern hängen, mit denen sie sich Erdbeere um Erdbeere aus der hölzernen Schüssel nahm.
„Die sind wirklich lecker, oder?“ riss sie ihn aus seinen Gedanken. „Schön fest, aber auch weich und nicht zu matschig und süß.“ Sie leckte sich den klebrigen Saft der kleinen roten Früchte von ihren Fingern. „Hab ich gut ausgesucht, oder?“ Das mitanzusehen, machte ihn innerlich wahnsinnig.
Verwirrt sah sie ihn an, war ganz perplex, als er plötzlich nach dem Handgelenk der Hand griff, von deren Finger sie sich den Saft der Erdbeeren ableckte.
„InuYasha?“
„Du hast recht.“ Seine Stimme klang etwas tiefer, rauer. Sie spürte, wie sein Yōki und ihr Reiryoku sich wieder gegenseitig anfingen zu berühren. „Sie sind wirklich süß.“ Ihre Nackenhaare stellten sich auf, als er plötzlich an ihren Fingern leckte, wie sie es vorher tat. Aber es war kein unangenehmes Gefühl. Ihre Sinne sagten ihr, dass sie sich nicht bedroht fühlen musste.
„InuYasha?“ Ein angenehmer Schauer jagte kurz über ihren Körper, als er sie zu sich ran zog und auf einmal begann, sich ihren Arm entlang herauf zu küssen.
Dann legte er seine Arme um sie, zog sie an sich und sie spürte seine Lippen an ihrem Hals.
„Kagome...schmeckt süß...“ raunte er ihr ihren Namen zu. Sie spürte seinen warmen Atem.
Plötzlich lag sie auf den weichen Tatami und InuYasha über ihr. Sie spürte seine Lippen an ihrem Hals. Wieder kratzte er mit einem seiner Reißzähne an ihrem Hals.
Doch sie blieb ruhig. Ihre Sinne sagten ihr zwar, dass sie sich in der Gegenwart eines Raubtieres befand, aber ihr keine Gefahr drohte. Ihr Reiryoku kannte sein Yōki, akzeptierte es.
„Es ist in Ordnung, InuYasha.“ Sie küsste ihn und spürte, wie sich sein zuvor angespannter Körper, wieder entspannte und sich ganz auf sie einließ. Sie legte ihre Arme um seinen Hals, begann seinen Nacken zu kraulen und spürte, wie sich seine Nackenhaare dabei aufstellten.
„Kagome...“ raunte er ihren Namen mit einer etwas tiefer klingenden Stimme. Sie spürte seine Hände unter ihrem weißen Top, wie sie über ihren flachen Bauch fuhren.
Sie spürte wie die Hitze in ihrem Körper zunahm und lies seinen Kuss leidenschaftlicher werden. Begann damit, seinen Suikan zu öffnen und ihn, zusammen mit seinem weißen Oberteil darunter, von seinen Schultern zu streifen.
Intuitiv öffnete sie ihre Beine, als seine Finger die Schleife an ihrem Hakama öffneten und er ihr dann das Top über den Kopf zog.
Im Hintergrund bemerkte sie, wie sich der zuvor blaue Himmel, mit grauen Wolken zu zog und die ersten großen Tropfen auf dem Engawa zu hören waren.
Doch die kühle Luft des Sommerregens, fühlte sich angenehm auf ihrem erhitzten Körper an.
„InuYasha...“ hauchte sie ihm zu und drückte dann ihre Lippen an seinen Hals, als sie sich aufsetzte und ihm entgegen kam, sich zwischen seine Beine setzte und ihn küsste, während er ihr den Hakama langsam über ihr Becken streifte.
Seine Ohren zuckten, wenn sie seinen Namen hauchte. Er legte seine Arme um ihren Oberkörper, drückte sie enger an sich.
„Ich werde dich nicht mehr verlassen.“ flüsterte sie ihm sanft zu und fand sich im nächsten Moment auf seinem Suikan wieder, der auf den Tatami lag. Mit einem seligen Ausdruck in ihren, vor Lust verschleierten Augen, lächelte sie ihn an.
Was er mit einem Grinsen erwiderte, dabei einen seiner Reißzähne bleckte.
Zähne, die an der dünnen und warmen Haut ihres Halses knabberten, als er sie erneut zu Sein machte. Wieder verzog sie leicht das Gesicht. Was er jedoch nicht mitbekam. Zu sehr vernebelte ihr Geruch seine Sinne.
Sein innerer Yōkai wollte nur diese besondere Frau Sein werden lassen...

„Dir ist kalt.“ So haltlos er auch immer dabei war, so sanft war er danach auch immer wieder zu ihr. Sachte fuhr er mit seinen Fingern über die dunklen Stellen an ihrem Körper und die, die neu dazu kamen. Bemerkte dabei, wie sich eine leichte Gänsehaut über ihren Körper zog.
Die Shōji zum Garten standen noch offen und der Sommerregen hörte noch nicht auf, seine kühle Luft zog durch das Haus.
„Es geht.“ Sie schmiegte sich an seine Brust. Er legte seinen Kopf auf ihren und sog tief ihren Geruch ein.
„Es tut mir leid, Kagome.“ Sie schüttelte mit dem Kopf.
„Wie oft soll ich dir noch sagen, dass es mir egal ist?“ Ja, es war nicht immer ganz schmerzlos mit ihm, in dieser Gestalt. Aber dennoch überwogen so viel andere Empfindungen die Schmerzen, die auch nie lange anhielten.
„Wir sollten das trotzdem nicht mehr tun, wenn ich nicht menschlich bin.“
„Ich will aber nicht, dass du wegen mir deine wahre Natur zurückhältst. Ich will, dass du ganz der sein kannst, der du bist, InuYasha.“ Sie spürte nur ein Nicken.
Dann zog er sich seine rote Hose an und ihr seinen Suikan über, hob sie hoch.
„Was tust du?“
„Verhindern, dass du dich erkältest, dumme Gans.“ Sie sollte sich aufregen, weil er sie so nannte. Aber darauf hatte sie nun keine Lust und auch keine Kraft dafür. Sie wollte ihm einfach nur nah sein und lehnte sich an ihn. Spürte schon im nächsten Moment den weichen Futon unter sich.
Und wie seine Finger ihr sanft durch die Haare strichen...

Als sie wieder aufwachte, war der Himmel zwar wieder klar, aber dunkel. Sie bemerkte gar nicht, wie sie unter seinen Zuwendungen einschlief. Und stellte auch sofort fest, dass er nicht neben ihr lag.
//InuYasha?//
Dafür hörte sie plötzlich...Klavierklänge? Sie zog sich ihr kurzes grünes Nachthemd an und darüber ihren weißen Juban.
Dann folgte sie der Musik und war mehr als nur überrascht, das diese von einem Flügel kam, der in dem kleinen Nebengebäude stand, welches sich neben dem Haus befand, in dem sie sich die ganzen letzten Tage aufhielten.
Von den Blättern der Pflanzen, die sie hier umgaben, tropften noch einige Tropfen des Sommerregens und glitzerten im Mondlicht, das vom allmählich abnehmenden Vollmond, auf sie schien.
„InuYasha?“ Ihre Augen weiteten sich, als sie ihn am Flügel vorfand. Aber wer sonst hätte es auch sonst sein sollen? Außer ihnen war ja niemand hier. „Du kannst...Klavier spielen?“ sichtlich überrascht davon, setzte sie sich neben ihn auf die Bank, die vor dem großen weißen Flügel stand.
„Ich sagte dir doch schon auf der Segelyacht, dass ich sehr viel Zeit hatte, viele Dinge zu lernen.“ Sie nickte einfach nur und sah seinen Finger kurz dabei zu, wie sie über die Tasten glitten.
„Ich kenne den Song. Das ist A thousand Years.“
Er begann noch mal von vorne und sie lies sich darauf ein.
„Heart beats fast. Colors and promises. How to be brave? How can I love when I'm afraid to fall? But watching you stand alone. All of my doubt suddenly goes away somehow. One step closer. I have died every day waiting for you. Darling, don't be afraid. I have loved you. For a thousand years. I'll love you for a thousand more.“
Er spielte weiter, auch als sie weiter sprach.
„Ayumi-chan klärte mich übrigens über die Bedeutung der Steine meines Armbands auf.“ Sie hatte es sich umgelegt und sah, wie das Mondlicht, das von draußen reinfiel, die klaren und durchsichtigen Aquamarine zum funkeln brachte.
Er sah, wie das Mondlicht den blauen Schimmer ihres Haars und den hellen Teint ihrer Haut betonte, ebenso wie das leichte Rot, das sich in diesem Moment auf ihre Wangen legte.
„H-Hō...senki wählte diese Steine für dein Armband aus, als ich ihm sagte, für wen er es anfertigen soll.“ versuchte er sich noch raus zu reden.
„Wirst du mir auch noch sagen, warum du diese auswähltest?“ Natürlich durchschaute sie ihn. Wie hatte er auch etwas anderes annehmen können?
„Ich wollte mich auch...entschuldigen. Was für ein Holzkopf ich war, dich so oft verletzt zu haben. Was dich auch in Gefahr brachte. Ich hätte viel früher erkennen und dir sagen sollen, was du mir bedeutest, Kagome.“ Sein Herz schlug schneller, als sie sich an ihn lehnte. „Und dir zeigen, dass ich dir immer loyal sein werde. Es wird nie wieder eine Frau, außer dir, in meinem Leben geben.“ Seine geschärften Sinne ließen ihn hören, wie ihr Herz in dem Moment begann, schneller zu schlagen. „Und was könnte dich besser beschreiben, als Jade? Vom ersten Tag an, warst du mutig. Auch wenn dich das mehr als einmal in Gefahr brachte.“ Was ihm, öfter als ihm lieb war, einige Herzaussetzer und Seelenqualen bereitete. „Selbst jetzt, wo ich dir die Welt zu Füßen legen könnte, bist du noch bescheiden und würdest auch ein einfaches Leben mit mir in der Vergangenheit akzeptieren. Du hattest schon immer ein starkes Gerechtigkeitsgefühl.“ Was ihr fast den Tod durch das Gift seines Bruders gebracht hätte. „Du bist sogar denen noch barmherzig gegenüber, die dir feindlich gegenüber auftreten und hilfst ihnen.“ Er würde nie vergessen, was sie für Kikyō tat, weil sie wollte, dass er glücklich war.
„Und die...“ Ihre Wangen glühten und ihr Herz raste. „...Sache mit der Langlebigkeit und der Unsterblichkeit?“
„Liegt das nicht auf der Hand?“ Er zog sie enger an sich, legte seinen Kopf auf ihren.
„Ich werde für immer bei dir sein, InuYasha. Ich werde nicht mehr von deiner Seite weichen.“
„Ich habe viele hundert Jahre hinter mir, Kagome. Ich sah unserer Freunde alt werden und sterben. Genauso ihre Nachkommen. Ich sah, wie die Welt sich veränderte. Schneller und fortschrittlicher wurde. Kaum jemand, wie wir Yōkai, wie ich, weiß um die schnelle Vergänglichkeit eines menschlichen Lebens im Fluss der Geschichte. Ich lebte schon in allen Teilen und Ecken der Welt. Mal länger, mal kürzer. Aber ich kam immer wieder hierher zurück, lebte am längsten hier. Und jetzt werde ich nie wieder von hier weg gehen. Weil du jetzt wieder bei mir bist, Kagome.“
Er drückte sie noch etwas fester an sich, spürte die Wärme ihres Körpers. Sie schmiegte sich enger an ihn.
„Nichts in meinem Leben hat wirklich Bestand. Alle Menschen, die mir wichtig waren, sind von dieser Welt verschwunden. Leben nur noch in meinen Erinnerungen. Freunde, die ich nur dank dir finden konnte, weil du mir so vieles zeigtest. All die Jahre gab es nur einen Grund für mich, all diese Verluste, die Wirren der Geschichte, zu überstehen und diesen wirklich grässlichen Papierkram und diese nervenden gesellschaftlichen Verpflichtungen zu ertragen.“
Sie musste kurz kichern, als er für einen Moment wieder in seine gewohnten Muster verfiel.
„Weil ich dich wieder sehen wollte, Kagome.“ Sie war der einzige Mensch, die einzige Person auf der Welt, in deren Geschichte, die ihm dieses Gefühl geben konnte, es in ihm auslöste. Die einzige Frau, die er so tief in sein Herz und so nah an sich heran lassen würde. „Du bist mein Zuhause, Kagome.“
Für die junge Frau stand kurz die Zeit still, so kam es ihr vor. Seine Worte hallten in ihrem Kopf immer wieder. Überrascht sah sie zu ihm, in das warme Gold seiner Augen.
„I'll love you for a thousand more.“ beendete sie das Lied, das sie die ganze Zeit über, im Hinterkopf, mitsang, während er es spielte.
„Bist du glücklich, Kagome?“
Sie legte seine Arme um seinen. Er trug ein rotes Hemd, dessen obere Knöpfe offen waren. Über das seine langen Silberhaare fielen, die im Mondlicht noch heller zu glänzen schienen. Tief sog sie seinen Geruch ein, der nach Wald und Freiheit roch.
„Ich bin immer glücklich, so lange ich mit dir zusammen bin.“
„Heirate mich.“

Es war kam ihr wie in Zeitlupe vor, als sie ihren Kopf zu ihm drehte, um ihn anzusehen. Ihre Augen weiteten sich, während sie die Geräusche des Waldes draußen ausblendete, dafür aber ihr Blut in ihren Ohren rauschen hörte und ihren rasenden Herzschlag.
„I-I-Inu...Yasha....“ hauchte sie nahezu tonlos, bekam kaum einen Ton raus. Sie hatte nie damit gerechnet, dass er...
Ihr Herz blieb für einen Wimpernschlag lang stehen, als sie den Ring sah, den er ihr hinhielt. In einer kleinen Ringschachtel, die von dunkelgrünem Samt überzogen war. Und die er von dem Flügel runter nahm. Wieso fiel ihr die nicht vorhin schon sofort auf, als sie den Raum betrat?
Aus der kleinen Schachtel funkelte ihr, im Licht des Mondes, ein schöner, eleganter, silberfarbener Ring entgegen. Er wirkte eher altmodisch, wie man sich einen Ring aus dem 19.Jahrhundert vorstellte. Schön verschnörkelt und verziert, aber edel. Dieses Verschnörkelte war ein feines, filigran gearbeitetes Geäst aus vielen kleinen Ästen und Blättern, aus denen mehrere, kleine und farblose Steine funkelten. Umgeben von diesem Geäst war eine schwarze Perle, die jedoch nicht aufdringlich groß war und sich perfekt in den Ring einfügte.
Der Ring war nicht wirklich dünn, aber auch nicht breit.
„Ayumi wird doch sicher herausgefunden haben, was die Aquamarine noch bedeuten.“
Kagome nickte nur. Als wäre sie in Trance, sah sie den Ring an. In ihrem Kopf herrschte eine endlose Leere.
„Ich dachte, du hättest es schon verstanden, als ich dir das Armband schenkte.“
Nun schüttelte sie nur kurz mit ihrem Kopf.
„Als ich in Mexiko, im Krankenhaus, ankam, wollten sie mich nicht zu dir lassen. Weil wir nicht verheiratet sind. Ich bin fast ausgetickt. Ich wollte dich einfach nur endlich wieder sehen, nachdem ich schon dachte....dich verloren zu haben. So etwas...will ich nicht noch einmal erleben, Kagome. Werde meine Frau.“
In ihren Augen sammelten sich Tränen und er verstand die Welt nicht mehr. Ihre Atmung beschleunigte sich, wurde flacher.
„Kagome.“ Er griff sie an ihrem linken Oberarm, dann lächelte sie, weinte aber weiter.
„E-Es...geht mir gut.“ Sie wusste gar nicht wohin mit ihren Gefühlen. „Und es tut mir leid, dass ich dir so viele Sorgen bereitet hab.“ Sie lächelte, während sie weiter weinte.
„Sorgen?“ hauchte er. „Kagome, als ich endlich ein Lebenszeichen von dir bekam....hast du dich von mir verabschiedet!“ Nun beschleunigten sich auch seine Atmung und sein Herzschlag. Nie wieder würde er ihre Worte vergessen, die sich in diesen Sekunden in sein Gedächtnis brannten.


>>Hör mir bitte zu, InuYasha. Du weißt, dass ich immer nur wollte, dass du glücklich bist. Und egal, was noch passieren sollte. Hör nicht auf damit, zu leben. Dein Leben weiter zu leben und nach dem Glück zu suchen, was du verdienst<<


Kagome spürte sein steigendes Yōki, sah den Ausdruck von Angst in seinen Augen, mit denen er sie ansah.
Sanft legte sie ihm ihre Hand an die Wange, strich zärtlich mit ihren Fingern über diese, lächelte und sah ihn voller Liebe in ihren Augen an.
Plötzlich zog er sie an sich, legte seine Arme um sie, eine Hand auf ihren Hinterkopf. Er drückte ihr Gesicht an seine Brust und sie war völlig von seiner Wärme umgeben, spürte jede Bewegung seiner Muskeln, die sie sicher und schützend festhielten.
„Ich dachte, ich hätte dich endgültig verloren, Kagome. Nachdem wir endlich wieder zusammen sein konnten. Nachdem ich...mit dir wieder zusammen sein konnte und dich wieder hatte.“
Er spürte, wie sich die Finger ihrer rechten Hand in sein Hemd krallten und sah sie an, strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht.
„Hai...“ hauchte sie. „J-Ja, Inu....Yasha.“ Tränen liefen ihr über ihre geröteten Wangen. „Natürlich will ich....deine Frau werden.“
Noch bevor er etwas sagen oder tun konnte, oder sein Hirn verarbeitete, dass sie eben einwilligte, spürte er ihre Lippen auf seinen.
//Kagome...//
Er vergrub seine Hand in ihrem dunklen Haar, das wie dunkle Wellen über seine Finger zu fließen schien. Er begann leicht zu zittern, vertiefte den Kuss. Er brauchte ein Ventil für die Gefühle, die ihn innerlich gerade übermannten und die er nicht händeln konnte.
Sie ahnte ja nicht einmal ansatzweise, was sie ihm bedeutete. Was er alles für sie tun würde.
Ruckartig stand er auf, zog sie mit sich hoch und legte seine Arme um ihre Taille, drückte ihren warmen und erhitzten Körper an sich. Seine Hand suchte ihre, um ihr, während er sie küsste, den Ring über zu streifen.
Sie lächelte in den Kuss hinein, als sie diesen an ihrem Finger spürte und legte dann ihre Arme um seinen Hals.
Was er dazu nutzte, sie hoch zu heben und ins Schlafzimmer zu bringen.
Noch während sie rückwärts auf den Futon zugingen, begann er damit, ihren Juban zu öffnen und ihn ihr vom Körper zu streifen. Sodass er sich, um ihre Füße, und vor dem Futon, auf dem Boden kringelte.
Er grinste und knurrte in den Kuss hinein, als er das grüne Stück Stoff sah, das nicht mal ihre Oberschenkel ganz bedeckte. Über welche seine Hände sofort strichen und er vorsichtig, sie nicht zu verletzten, dort mit seinen Krallen über ihre zarte Haut fuhr.
Während sie ihm das Hemd aufknöpfte, welches er sich gleich über seinen Kopf zog.
Einfach alles an ihm, jede menschliche Faser seines Körpers und jede dämonische Zelle, schrie danach, diese Frau, Kagome, einfach nur zu lieben.
Jedes Haar, jede Faser und jede Zelle ihres Körpers.

Mit seinem Körper drückte er sie noch tiefer in den Futon, während seine Zähne erst leicht an ihren Lippen knabberten, dann an ihrem Hals, ihrem Brustansatz. Seine Finger fuhren in der Zeit über jeden Zentimeter ihres Körpers. Aber am liebsten an der Innenseite ihrer Schenkel entlang.
Zwischen denen der verführerischste Geruch der Welt für ihn, ihn lockte.
Kurz brachte sie seinen inneren Yōkai aus dem Konzept, als sie ihn leicht von sich drückte, um sich dann auf seinen Schoß zu setzen und ihn unter ihr zum liegen zu bringen.
Woran er jedoch schnell Gefallen fand. Konnte seine Erregung sich doch so perfekt an ihrem Becken reiben, was auch ihr zu gefallen schien.
Dieser hübschen Frau, die auf ihm saß, sich ihm ganz hingeben wollte. Was er in ihrem Kuss spürte, den sie ihm auf seine Lippen drückte, während sie ihre Hände an seine Brust legte und ihre zarten Finger über diese wandern ließ.
Weil sie sich dafür leicht vorbeugte, hatte er einen wundervollen Blick in ihr Dekolleté, während seine Finger, seine Krallen, wenn auch vorsichtig, ihre Schenkel liebkosten und dieses Stück Stoff, was ihren Körper verhüllte, höher schoben.
„InuYasha...“ hauchte sie seinen Namen und seine Ohren zuckten. Die hörten, wie bereit sie für ihn war.
Dann folgten seine Augen ihrem Blick, der auf ihre Finger gerichtet war, die über eine bestimmte Stelle an seiner Brust verharrten.
Der kleinen und punktförmigen Narbe, die er dort hatte und die dadurch verstärkt wurde, weil ihm dasselbe zwei Mal passierte. In ihren Augen sah er, wie leid es ihr tat, ihm dasselbe angetan zu haben, wie Kikyō.
Er vergrub seine Hand in ihrem dunklen seidigen Haar und grinste, ehe er sie küsste und ihre Hand umfasste, um sie von dieser Stelle weg zu schieben.
Sofort brachte er sie wieder unter sich zu liegen, seine Zähne kratzten sanft über der Stelle an ihrem Hals, an der ihren Puls spürte.

„InuYasha...“ hauchte sie, als sich ihre Finger ineinander verhakten, als sie ihn in sich spürte. Mit der anderen Hand stützte er sich gegen die Wand. Irgendwo musste er seine Energie loswerden, wenn er sie nicht verletzen wollte. Und nichts würde ihm je ferner liegen.
//Kagome...//
Am liebsten würde er ihren Namen im Moment immer und immer wiederholen. Sie machte ihn einfach verrückt und war im Moment alles, was für ihn zählte. Sie zog ihn an, wie das Licht die Motte. Er wollte am liebsten jede Sekunde bei ihr sein, ihr nicht mehr von der Seite weichen.
Etwas in ihm pulsierte kurz und ihm wurde warm.
Schon damals hatte er diese starken Gefühle für sie. Stärker, als er sie für Kikyō fühlte. Aber jetzt war irgendwas anders, als damals, in der Sengoku. Als sie den ganzen Tag, in ihrem kurzen Rock, um ihn herum war. Wie hatte er nur damit umgehen können, ohne seine animalische Seite zufrieden zu stellen?
//Kagome...//
Sein ganzer Körper spannte sich an, er hörte und spürte das dünne hölzerne Bettgestell brechen, während er seinen Instinkten ihre Rechte einräumte...


Song: A thousand Years - Christina Perri




Wie hätte Kagome auch mit einem solchen Ende ihres Urlaubs rechnen können? Oder überhaupt jemand?
Kann so eine Verlobung doch auch der Neuanfang für einen ganz neuen Abschnitt im Leben sein.
Bis nächste Woche zum Lesen^.<
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