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500 Years later...

GeschichteAllgemein / P18 / Het
Inu-Yasha Kagome
26.06.2020
26.02.2021
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04.12.2020 3.844
 
26.Kapitel: Die Ruhe in Karuizawa – Teil III





Unsicher drehte sie sich ein paar Mal vor dem Spiegel hin und her. Heute wollten sie rausgehen. InuYasha bot es ihr von sich aus an. Und da sie auch etwas von der Umgebung sehen wollte und wusste, dass sie diesen Gefühlen der Angst nicht zu sehr Raum geben sollte, wenn sie ihr Leben vollständig zurückhaben wollte, wollten sie heute einen Ausflug unternehmen.
Weshalb sie sich, nachdem sie ihre morgendliche Schwimmrunde beendete, das schwarze Kleid anzog, was sie sich vor ein paar Monaten, eigentlich für den Strand, im Mitsukoshi aussuchte. Dazu die hellbraunen Riemchensandalen und einen weißen Sonnenhut mit schwarzem Band, der zum Kleid passte. Da InuYasha ihr empfahl, einen aufzusetzen.

„Kommst du jetzt?“ fragte er ungeduldig, lehnte sich an den Türrahmen der Fusuma, die zu dem Schlafzimmer führte, in dem sie schliefen. Er trug ein rotes kurzärmliges T-Shirt. Darüber ein weißes kurzärmliges Hemd, dessen Kragen er aufstellte. Um seinen Hals sah man so nicht nur das Band, an dem Tessaiga hing, sondern auch das Kotodama no Nenju. Dazu trug er eine schwarze Jeans und rot-weiße Sneaker.
„Geht das so?“ Immerhin wollten sie nur einen Ausflug machen und sie hatte das Gefühl, zu overdressed zu wirken. Außerdem...war sie noch unsicher, ein Kleid zu tragen.
Und das merkte er auch sofort. „Es passt gut, Kagome.“ sprach er ihr deswegen in einem sanften Tonfall Mut zu und griff nach ihrer Hand, sie sah zu ihm. „Und jetzt komm.“
Sie nickte nur und folgte ihm...

Es war ihre Idee, den heutigen Tag damit zu beginnen, auf eine der umliegenden Farmen zu fahren, um dort selbst Erdbeeren zu pflücken. Die sie dann auch dann mit nach Hause nehmen konnten.
„Ich weiß, es wird vielleicht weniger etwas für dich sein.“ meinte sie, als sie während der Fahrt aus dem Fenster sah. „Aber ich bin froh, dass sie noch Plätze frei hatten. Normalerweise muss man lange im Voraus welche reservieren.“
Sicher, es gefiel ihm nicht, in der Zeit, in der er keinerlei andere Menschen sehen wollte, sich ins Auto zu setzen und irgendwo hin zu fahren, wo viele sich von diesen aufhielten. Aber er sicherte ihr zu, etwas mit ihr zu unternehmen und das wollte sie machen.
„Ist schon gut, Kagome. Ich habe es dir ja versprochen.“

Auf der Farm angekommen, musste er zugeben, war es dann doch weniger anstrengend, als er zunächst befürchtete. Auch wenn sie ihn den schweren Eimer tragen ließ. Was er ihr aber schwer übelnehmen konnte. Und auch der Geruch der frischen Früchte, war doch sehr angenehm.
Reihe für Reihe gingen sie durch das Gewächshaus, in dem die Erdbeeren das ganze Jahr übergezogen wurden. Von allen unterschiedlichen Sorten wollte Kagome welche mitnehmen. Und natürlich bestand sie darauf, die Kurse dafür, von ihrem Geld zu zahlen.
Er widersprach ihr erst gar nicht. Inmitten der anderen Menschen wollte er keine aufsehenerregende lautstarke Diskussion anfangen. Überhaupt wollte er nicht auffallen. Weshalb er die langen schwarzen Haare auch zusammenband und eine Cap trug.
„Meinst du, Mama würde sich über Marmelade als Souvenir freuen?“ riss sie ihn aus seinen Gedanken, während sie vor ihm herlief und die besten Erdbeeren, die sie fand, ihrer Auswahl hinzufügte.
„Das wäre eher etwas für ein westliches Frühstück. Frühstückt sie denn oft westlich?“
Kagome dachte kurz nach. So lange, wie sie sich zurückerinnerte, sah sie ihre Mutter immer nur japanisch frühstücken.
„Ich weiß, dass wir Toastbrot im Haus haben, weil Sōta öfters mal westlich frühstückt.“ Heute schien sie wieder ein wenig fahrig beim Denken zu sein. Sie wirkte aufgeregt und begeistert. Was ihn zum Lächeln brachte, als er sah, wie sehr sie sich über den Ausflug freute.
„Dann nimm doch ruhig Marmelade für sie mit. Sie würde sich sicherlich freuen.“
„Wir könnten sie auch zum Frühstück zu uns einladen und ihr dann die Marmelade geben, wenn es dich nicht stört?“ fragte sie, etwas zurückhaltend.
„Nein, es ist okay, wenn deine Mutter zu mir-“ In dem Moment realisierte er eben, was sie zuvor sagte und sah ihr überrascht hinterher, als sie auch schon bei der nächsten Erdbeerpflanze war...

„Wir müssen wirklich nicht shoppen gehen, wenn es dir nicht passt.“ Nachdem sie genug Erdbeeren hatten, erwähnte sie nur kurz, noch einige Souvenirs besorgen zu wollen.
Weshalb InuYasha mit ihr nach Kyukaruizawa fuhr. Hier, wo es eine lange Straße, die Kyukaruizawa Ginza, gab, entlang derer sich mehrere tolle Geschäfte befanden.
„Wenn wir schon mal hier sind, können wir das doch auch gleich abhaken.“
Kagome wusste das als Einverständnis seinerseits zu verstehen und stieg aus dem roten Prius aus, den er auf einem Parkplatz in der Nähe der Straße abstellte, die sich in ihrem Namen an der großen luxuriösen Einkaufsmeile der Hauptstadt orientierte.
Zuerst betraten sie das Geschäft Nakayama's Jam. Ein Geschäft mit hundertjähriger Geschichte.
InuYasha, zu dem ihr Blick kurz schweifte, und der sich wohl selbst etwas auszusuchen schien, musste diese Zeitspanne geradezu lächerlich vorkommen.
„Hast du alles?“ fragte er sie, als sie mit einigen Gläsern hochwertiger Marmelade an der Kasse ankam. Schließlich entschloss sie sich doch noch dazu, ihrer Mutter einige davon mitzubringen.
Dem Han'yō entging nicht, dass der junge Kassierer, der ihre Einkäufe abrechnete, immer mal wieder zu Kagome sah. Ein leichtes Rot sich um seine Nase legte.
Was ihn dazu veranlasste, einen Arm, um ihre Taille zu legen und sie zu sich zu ziehen und seinen Gegenüber dabei bedrohlich anzufunkeln. Noch mehr wies er ihn in seine Schranken, nachdem er Kagome's Einkäufe in mehrere Plastiktüten steckte – die InuYasha lediglich mit einer Hand gleichzeitig tragen konnte. Was dem jungen schmächtigen Kassierer einen erstaunten Blick abrang...

„Meinst du, das würde Hitomi-chan gefallen?“
Als nächstes gingen sie zu OSAKAYA. Einem kleinen Möbelhaus, das Möbel und auch andere Accessoires und Waren, noch in Handarbeit aus Holz herstellte.
Kagome besah sich gerade eine kleine Vase aus dunklem Holz, die wie eine Mondsichel geschnitzt war. Es gab sie in zwei Farben, dunkel und hell. Aber immer mit einem Blütenmuster. In eine kleine Glasvase, für die der hölzerne Mond die Halterung war, konnte man Blumen stellen.
InuYasha lehnte neben ihr am Regal, hatte die Arme verschränkt und zuckte nur mit den Schultern.
„Als ob ich die Freundin deines Bruders gut genug kennen würde, um dir zu etwas zu raten.“
Kagome nickte einfach nur und entschied sich dann für den Mond aus hellem Holz, in den Sakurablüten geschnitzt und die zudem rosa und ihre Blätter grün gefärbt waren.
„Die sind doch wirklich hübsch.“ Sie hielt einen Bilderrahmen hoch, die es in dunklem und in hellem Holz und sowohl hochkant als auch quer zu erwerben gab. Jeweils zwei diagonal gegenüberliegende Ecken waren zu Sakurablüten und Blätter geschnitzt.
„Was willst du denn mit Bilderrahmen?“
„Fragt mich derjenige von uns beiden, der so viele Fotos aufbewahrt.“ Sie grinste ihn nur an.
„Das sind ja einfache und die tun's doch auch.“ Auch nach 500 Jahren verstand er noch immer nicht, wieso Frauen so einen Wert auf Details legten.
„Dann willst du unsere Fotos auch nur in einfache schwarze und weiße Rahmen hängen?“ Sie sah ihn fragend an. Doch er blieb ihr eine Antwort schuldig. Zu sehr beschäftigte ihn das, was sie ihn eben fragte. „Ich nehm auf jeden Fall welche davon mit. Hoch und quer.“ Sie zuckte mit den Schultern. „Man weiß ja nie.“
Kagome sah sich noch weiter im Laden um. Wobei dem Han'yō nicht entging, dass sie wohl Gefallen an einem hübschen Handspiegel aus dunklem Holz mit Sakuraschnitzerei und einer kleinen Box, aus demselben Holz und mit derselben Schnitzerei, fand. Letztere hatte innen einen Spiegel und dazu zwei kleinere Schubladen. Aber dann schien sie wohl auf die Preise zu sehen und stellte beides wieder zurück.
Ehe sie auch für ihre anderen Freunde noch nach Souvenirs suchte...

InuYasha hatte zwar keine sonderlich große Lust auf den Abend. Doch Kagome zuliebe erklärte er sich bereit, sie an diesem Abend zum Sommerfest am örtlichen Suwa-Schrein zu begleiten.
Es war ein kleiner Schrein, der inmitten eines Waldstückes, in der Nähe der Kyukaruizawa Ginza, lag. Ein, mit Moos, bewachsenes Torii führte zu diesem.
„Heute kannst du die Sachen tragen, ohne groß aufzufallen.“ Kagome lächelte, als sie das sagte und sich bei ihm einhakte.
Sie trug einen enganliegenden grünen Yukata, darunter einen weißen Juban, dessen Kragen jedoch aus Spitze war. Auf dem grünen Stoff war ein Muster aus goldfarbenen Blüten und silberfarbenen Schneeflocken genäht. Ihr Obi war hell- und dunkelblau quer gestreift. Dazu trug sie schwarze Zōri mit einem roten Steg aus Stoff. Ihre Haare hatte sie zu einem voluminösen Ponytail frisiert. Mit einem roten Band, an dem, an kleinen gold- und silberfarbenen Perlen, kleine rote Quasten hingen, hatte sie ihn zusammengebunden. Auf ihren Lippen glänzte eine dünne Schicht Lipgloss.
Sowohl der Kragen ihres Kimonos als auch ihre Frisur, betonten ihren schlanken und zarten Hals. Wollte diese Frau ihn foltern?
„Was ist?“ fragte sie ihn, als sie seinen Blick bemerkte, der auf ihr lag. „Steht mir der Kimono nicht? Oder passt die Frisur nicht dazu?“ nervös spielte sie mit dem Ende des Zopfes, wickelte ihre dunklen Haare immer wieder um ihre hellen Finger.
Sie wollte ihn foltern!
„Das ist es nicht.“ Er wich ihrem Blick aus, damit sie das Rot seiner Wangen nicht bemerkte und war froh, dass es im warmen Orange des beginnenden Sonnenuntergangs, sicherlich unterging. „Aber wenn du noch was von deinem Fest haben willst, nach dem ich jetzt ewig auf dich hier warten musste, sollten wir langsam los.“ Natürlich durchschaute Kagome, was hinter seinem plötzlichen Gemütswechsel steckte. Doch sie beließ es dabei.
Sie war ihm schon dankbar, dass er mit ihr zu dem Fest ging. Für gewöhnlich konnte man ihn ja mit so etwas jagen...

Deswegen ließ sie ihm auch etwas Raum, als sie auf dem örtlichen Sommerfest ankamen. Während sich InuYasha zunächst noch am Rand der ganzen Veranstaltung aufhielt, war sie schon mittendrin und lief gleich zu dem kleinen Schrein, um dort am Seil zu ziehen, das die Glocke läuten lies.
Wobei sie auch kurz betete.
„Man sollte meinen, dass du in deinem Alltag genug von historischen Schreinen hast, um dich in deinem Urlaub nicht damit zu befassen.“
Kagome lächelte nur kurz. „Es liegt mir wohl einfach im Blut.“
„Und für was betest du?“
„Verrat ich dir nicht.“ Sie streckte ihm kurz die Zunge raus, ehe sie zu den Essensständen weiter ging, die überall rund um den Schrein standen.
Auch bunte Lampions und Papierlampen hingen zwischen den dunklen Baumkronen.
„Möchtest du auch etwas?“ riss sie ihn aus seinen mürrischen Gedanken. Selbst in seiner Menschenform, war es ihm hier definitiv zu eng, zu laut, zu viele Gerüche. „Die haben hier auch Ramen.“
„Nein, hab gerad keinen Hunger.“ kam es nur kurz, aber hörbar misslaunig von ihm.
Was auch Kagome's Stimmung senkte. „Wir können auch gehen, wenn du willst.“ Sie vermied seinen Blick. „Wir waren ja heute schon so viel unterwegs.“ gestand sie ihm seine aufgebrachte Ausdauer zu.
Der Tonfall ihrer Stimme behagte ihm nicht und ein kurzer Blick in ihr Gesicht bestätigte seine Vermutung.
„Nein, Kagome, ist schon gut.“ Sie sollte sich amüsieren, auch etwas Normales erleben. Es würde ihr Leben in Zukunft sicher noch genug beeinflussen, für seine Firma zu arbeiten.
„Und es ist wirklich okay für dich, wenn wir noch ein bisschen bleiben?“
„Das sagte ich doch gerade.“
Sie nickte einfach nur. „Du willst hier die ganze Zeit nur rumstehen?“ fragend legte sie ihren Kopf schief.
Noch bevor er etwas sagen konnte, griff sie nach seiner Hand und zog ihn mit sich. Es kam ihm fast so vor wie damals, als er mit ihr einkaufen ging und sie ihn durch den Supermarkt zog. Sie griff damals einfach nach seiner Hand und hielt sie, ohne darüber nachzudenken. Aber für ihn war es etwas anderes…

„Aber verbrenn dich nicht wieder.“ Seine Arme in seinen Ärmeln steckend, stand er neben ihr, als sie sich an einem der Essensstände Yakitori kaufte.
Von seinem mürrischen Tonfall, der seine Sorge um sie nicht so kaschierte, wie er vielleicht dachte, ließ sie sich nicht beeindrucken. „Keine Sorge, diesmal puste ich mehr und warte noch etwas länger.“
Und während sie ihrem Essen noch etwas Zeit gab, um abzukühlen, sah sie den Musikern zu, die gerade etwas aufführten. Entweder trommelten Trommler auf ihrer Taiko oder es wurden Shamisen gespielt.
Kagome war dabei so auf das Fest fokussiert, dass sie nicht merkte, wie InuYasha sie hin und wieder fotografierte.
Als nächstes sahen sie den Mikos des örtlichen Schreins dabei zu, wie sie einen Kagura aufführten.
„Wäre das vor 500 Jahren auch eine meiner Aufgaben gewesen, wenn im Dorf ein Fest gefeiert wurde?“
„Sicher hätte die alte Hexe das auf dich abgewälzt. Sie konnte sich ja nicht mehr bewegen.“
„InuYasha...“ raunte sie ihm empört zu und stieß ihm dabei leicht mit einem Ellenbogen in die Seite.
Der Abend des Festivals klang damit aus, dass ein riesiges Schriftzeichen aus Feuer auf dem nahe gelegenen Berg entzündet wurde. Begleitet von einem großen Feuerwerk.
Kagome's Augen weiteten sich erstaunt und sie strahlte über ihr ganzes Gesicht, als sie beidem zusah. Die bunten Sterne des Feuerwerks spiegelten sich in ihren Augen.
Etwas, das InuYasha nicht entging, der direkt neben ihr stand und sie kurz fotografierte, ohne dass sie es merkte.
„Komm mit.“ griff er plötzlich nach ihrer Hand und zog sie mit sich. Es war ein Impuls, der ihn plötzlich überkam.

„InuYasha?“ Sie ließ sich von ihm mitziehen. Weg von der Festgesellschaft, weg vom Fest. Tiefer in den umliegenden Wald. Bis dieser alle Geräusche der feiernden Bewohner der umliegenden Orte schluckte.
Im nächsten Moment spürte sie nur kurz seine Arme unter ihren Knien und an ihrem Oberkörper, als auch schon ein starker Wind ihr ins Gesicht wehte. Welches sie deshalb an seiner Brust vergrub. Als sie das Gefühl hatte zu schweben, sah sie kurz nach unten. Um so auch in ihrer Vermutung bestätigt zu werden, dass er mit ihr durch den Wald sprang. Was bedeutete...
„InuYasha?“ wiederholte sie seinen Namen noch mal, als sie sah, dass sein Haar nicht mehr schwarz war und sie seine Krallen leicht durch den dünnen Stoff ihres Yukata spürte. „Wann hast du...“
Vorsichtig setzte er sie plötzlich auf einer kleinen Lichtung ab. Abgesehen vom leisen Rauschen des Flusses, der sich in ihrer Nähe befand, dem noch leiseren und entfernteren Rauschen von Wasserfällen, die sie sich sicher war, zu hören, und dem leichten Wind in den Blättern der umstehenden Bäume, war nichts um sie herum zu hören. Und nur in weiter Ferne sah sie die Lichter des Feuerwerks und des großen Schriftzeichens.
„Wo sind wir...“ Sie sah sich um. „...hier?“
„Ich wollte dir etwas zeigen.“ Sein Tonfall änderte sich, er klang sanfter und ruhiger.
„Und was?“ Doch die Frage beantwortete sich schon im nächsten Moment, als ein kleiner grünlich glühender Lichtpunkt an ihrem Gesicht vorbeiflog. Sie folgte diesem Lichtpunkt mit ihren Augen und sah, dass sich diesem einige anschlossen.
Die rund um den Fluss herum flogen. Auch über ihrem Kopf und durch die dunklen Baumkronen, die sie so ein wenig erhellten.
„Das ist wirklich schön. Erinnert mich an die schönen Ecken von Hōrai.“ Sie strich sich eine Strähne aus ihrem Gesicht, die sich bei seiner Aktion eben aus ihrem Zopf löste. „Wie kamst du darauf?“
„Als das Feuerwerk sich eben in deinen Augen spiegelte, erinnerten mich die kleinen Lichtpunkte an die Glühwürmchen hier.“ gab er zu, hörbar verlegen und froh, dass sie aufgrund der Dunkelheit, das Rot auf seinen Wangen nicht sah.
„So genau beobachtest du mich also?“ Sie setzte sich direkt vor ihn.
„Ich...“ Er wusste nicht, was er sagen sollte.
„Das ist wirklich eine süße Idee von dir.“ Sie lehnte sich an ihn, er spürte die Wärme ihres Körpers, zusätzlich zu den angenehmen Temperaturen eines Sommerabends in einer nicht ganz so aufgeheizten Gegend wie Tōkyō.
„Kagome, du...“ Sie sah zu ihm. „Heute im Marmeladenladen, da....hast du gesagt, du würdest deine Mutter gerne zu...uns einladen, wenn es mir recht wäre. Aber du wohnst nicht bei-“
„Ich will bei dir einziehen, InuYasha.“

Ihr selber fiel es erst danach auf, nachdem es schon raus war, was sie im Geschäft zu ihm sagte. Und sie dachte anschließend darüber nach. Um festzustellen, dass es wohl etwas war, was sie eigentlich schon länger wollte. Doch durch ihre gemeinsamen Tage hier in Karuizawa, in seinem Haus, wurde ihr dies erst so richtig bewusst.
„Wir verloren schon...so viel gemeinsame Zeit.“ Ihr Blick heftete sich an seine Brust, wo sie an seinem Suikan herum nestelte. „Dadurch, dass die Brunnen nicht mehr funktionieren. Und dann weigerte ich mich auch noch, als du es mir anbotst.“ Sie konnte nur mit dem Kopf schütteln, als sie darüber nachdachte. Natürlich verstand sie ihre Gründe, die sie für ihre Entscheidung hatte. Aber dennoch raubte sie sich damit selbst weitere gemeinsame Zeit mit dem Han'yō, an den sie sich schmiegte. „Dann noch die Sache mit Guatemala. Nach der ich dich von mir stieß und auf Distanz ging, obwohl ich dich...“ Er hörte Tränen in ihrer Stimme, die sie zu unterdrücken versuchte. „...eigentlich näher bei mir haben wollte.“ Ihre Finger krallten sich in den roten Stoff des Feuerrattenfells. „Aber durch die Zeit, die wir hier verbrachten, zusammen, in deinem schönen Haus, in der Ruhe, nur wir Zwei. So, wie es schon damals hätte sein sollen.“ gab sie ihm recht. „Ich will nicht noch mehr unserer gemeinsamen Zeit verlieren, InuYasha.“
Jedes Mal, wenn sie ihn irgendwo berührte, fühlte es sich für ihn an, als würde ein, sich angenehm anfühlender, Stromstoß durch seinen Körper jagen.
„Ich möchte mit dir zusammenleben, InuYasha.“

Schon ihr Geruch fing an, ihm die Sinne zu vernebeln. Er war einfach um so vieles intensiver, wenn sein Yōki nicht unterdrückt wurde und ihm alle seine Sinne zur Verfügung standen. Sein innerer Yōkai war es auch, der seine Arme um sie legte, als sie sich selbst an ihn lehnte, ihm näherkam.
Er wollte diese Frau einfach nie wieder loslassen. Und er spürte, wie sich sein Yōki und ihr Reiryoku sich aneinander rieben, was eine merkwürdige aber ihn äußerst reizende Spannung um sie herum aufbaute. Es war wie ein angenehmes Knistern in der Luft, wie kleine Funken, die sich jeden Moment entzünden könnten.
Doch als sie ihm sagte, dass sie bei ihm, mit ihm, leben wollte, war genau dies der Moment, in dem sich diese Funken zu entzünden schienen.
Kagome war zunächst noch ganz perplex, als er plötzlich seine Finger an ihr Kinn legte, sodass sie ihn ansah, als er in dieser Sekunde auch schon seine Lippen auf ihre legte.
Ihr Herz stand für einen Wimpernschlag lang still, um dann doppelt so schnell zu schlagen. Sie bemerkte die Hitze auf ihren Wangen und sah die Wärme im Gold seiner Augen.
Wie konnte sie anders, als den Kuss in diesem Moment zu erwidern? Legte dabei ihre Arme um seinen Hals, drückte sich näher an ihn.
//InuYasha...//

Sie ließ sich von ihm ins Gras legen und lächelte liebevoll, als sie sich einander ansahen. Wieder spürte sie seine Lippen und seine Hand, die an ihrem Körper entlangfuhr, zu ihrem Obi.
„Ich werde nichts tun, was du nicht willst, Kagome.“ hauchte er ihr zu. Sein warmer Atem an ihrem Hals, lies ihren Puls an der Stelle, an der sie seine Lippen spürte, rasen. Mit seinen Reißzähnen kratzte er vorsichtig etwas an ihrer dünnen Haut. „Du...solltest nur etwas wissen.“
„Was denn?“ Auch sie spürte jetzt diese Spannung, die ihre jeweiligen Kräfte zwischen ihnen aufbauten. War es das immer, was sie in den wenigen ruhigen, aber innigen Momenten zwischen ihnen, damals spürte?
„Das letzte Mal...war ich menschlich. Jetzt...ist mein Yōkaiblut mit im Spiel. Dieser Teil in mir...hat Instinkte. Von denen ich nicht weiß, wie weit ich sie kontrollieren kann. Ich werde auf jeden Fall...grober sein, als letztes Mal. Könnte dich sogar ein wenig verletzen.“ Er schüttelte mit dem Kopf und zog sich von ihr zurück. „Nein, das ist dumm. Wir sollten das nicht tun, wenn mein Yōkaiblut im Spiel ist.“ entschloss er.
Machte dabei aber die Rechnung ohne Kagome.
„Das ist mir doch völlig egal.“ Sie richtete sich auf, setzte sich direkt vor ihn, zwischen seine Beine. Ihre Atmung ging etwas schneller, ihre Wangen waren gerötet, ihr Körper leicht erhitzt. Seine Hände lockerten ihren Yukata anscheinend schon etwas. Um ihre Schultern fiel er nun sichtlich lockerer, gab so ein Dekolleté frei, das er, dass seine animalische Seite, mehr als anziehend fand. „Ich weiß, dass du mir nie absichtlich wehtun würdest.“ Sie strich ihm über die Wange.
//Das ist absolut nicht hilfreich, Kagome//
Er spürte dieses tiefe Knurren in sich aufwallen, musste sich zurückhalten.
„Ich will nicht, dass du wegen mir anders sein musst als du bist, InuYasha. Ich akzeptiere alles an dir, so wie du bist. Du musst dich, meinetwegen, nicht zurückhalten. Solange wir zusammen sind.“ Er spürte ihren Atem an seinen Lippen, sie war ihm so nah. Sagte diese Worte, die sie schon damals sagte, woraufhin er ihr versicherte und sich schwor, sie mit seinem Leben zu beschützen. Und dann küsste sie ihn auch noch.
Wie hätte er in dieser Situation anders handeln können, als seinem inneren Yōkai nachzugeben und sich diese Frau, die sich ihm freiwillig hingab, zu Sein zu machen?

Schnell war der Suikan unter ihr ausgebreitet, auf den er sie legte. Und während er keine Sekunde von ihren Lippen lassen konnte und sie ihm sein weißes Oberteil von den Schultern streifte, lösten seine Hände ihren Obi.
Als er ihre Finger an seinen Muskeln spürte, in seinem Nacken, konnte er das tiefe Knurren in seinem Brustkorb nicht mehr unterdrücken. Er wollte es auch gar nicht.
Kagome lächelte in den Kuss hinein, als sie sein Knurren hörte und intensivierte ihren gemeinsamen Kuss.
Deine Gefährtin.... grollte es irgendwo aus seinem tiefen Unterbewusstsein, über das er versuchte, die Kontrolle zu behalten, als seine Finger an der Innenseite ihrer Schenkel entlang strichen.
Seine Nase, seine Ohren, alle seine Sinne führten ihn zu dieser Stelle an ihrem so verlockend aussehenden Hals, wo er ihren Puls spürte. Der raste, weil er sie berührte. Er es war, der diese Reaktion an ihrem Körper auslöste.
Wenn sie leise stöhnte, zuckten seine Ohren und er grinste breit in ihren Kuss hinein, bleckte dabei seine Reißzähne. Die immer wieder leicht über diese Stelle kratzten.
Doch er zwang sich dazu, nicht jedem Wunsch seines inneren Yōkai nachzugeben. Er wusste, das würde sie ihm niemals verzeihen.
Und sie sollte Sein werden. Sich ihm mit Haut und Haar verschreiben, ihm alles geben. Ihre Seele und ihr Herz.
Die Hitze ihres Körpers, aber vor allem ihr Geruch, der ihm verriet, wie bereit sie für ihn war, vernebelten ihm seine Gedanken und erschwerten es, einen klaren Gedanken zu fassen.
„Es tut mir leid...“ hörte sie leise von ihm, als sich ihre Finger ineinander verhakten und sie ihr Gesicht kurz vor Schmerz verzog, als er mit einem einzigen und kräftigen Stoß in sie eindrang.
Doch sie versuchte, die Schmerzen zu ignorieren und küsste ihn, als er einen Moment wartete, ehe er begann, sich zu bewegen.
Sie wollte einfach nur mit ihm zusammen sein…




Da war er heute aber besonders bereit, ihr einen Gefallen zu tun, mit den Ausflügen. Und mal sehen, wie sich dieser Urlaub noch entwickeln wird?
Bis nächste Woche zum Lesen^.<
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