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500 Years later...

GeschichteAllgemein / P18
Inu-Yasha Kagome
26.06.2020
15.01.2021
33
124.445
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13.11.2020 3.131
 
23.Kapitel: Presserummel





Es waren Fotos und die dazu gehörigen Artikel, die auftauchten und die Kōga von Asagi zugeschickt bekam. Gerade, als er und Kagome den Tanz beendeten. Fotos, die ihn und Kagome in Mexiko zeigten. Wie sie das Restaurant betraten und er dabei direkt, eng, neben ihr stand. Am Pool, wo er ihr das Handtuch umlegte. Eine Außenaufnahme, auf der er gerade ihr Apartment betrat. Als er ihr die Portemonnaies zurückbrachte und sie ihn aus Dank umarmte.
Dazu die Schlagzeilen.

Liebesurlaub in Mexiko?

Affäre mit dem Bodyguard!

Es waren Fotos und Schlagzeilen wie diese, die den Han'yō am nächsten Morgen rasend über die Flure der Etage stürmen ließen. Direkt auf die Bürotür einer bestimmten Person zu.
In deren Büro er auch, ohne zu klopfen, eintrat.
„Hast du schon einen Plan dagegen?!“ Asagi wusste, dass er nicht sauer auf sie war, nicht wegen ihr, so aus der Haut fuhr. Weshalb sie seinen lauten und wütenden Ton auch nicht persönlich nahm.
„Was ich dir sagen kann, ist der Name des Reporters und seines Schmierblattes, der Kagome-onee-chan nach Mexiko folgte.“ antwortete sie ganz ruhig, ohne ihn anzusehen und auf den Bildschirm ihres Notebooks konzentriert.
Wobei der Han'yō sah, an was sie gerade arbeitete und zog seine Augenbrauen nach oben, legte seine Stirn in Falten. Dass er nicht zufrieden mit ihrer Arbeit war, während um sie herum die Telefone klingelten, war ihm anzusehen.
„Wieso schreibst du eine Pressemitteilung über eine Ausstellung?“
„Weil Kagome-onee-chan mich darum bat.“
„Kagome?“
„Sie bat mich darum, dass wir das zusammen organisieren.“
„Kagome ist hier?“
„Sie rief gestern wohl noch Anzu und auch Sesshōmaru an, um zu sagen, dass sie wie-“ Asagi sah ihm noch nach, als er ebenso schnell aus ihrem Büro stürmte, wie hinein.
//Wieso hat sie mir nichts gesagt?//

Auf dem Weg zu Kagome's Büro lief ihm Anzu über den Weg, die ihr dienstliches Tablet in ihren Händen hielt.
„Anzu!“ Er kam direkt auf sie zu.
„Dir auch einen Guten Morgen.“ Sie legte ihren Kopf schief, schürzte ihre Lippen.
„Asagi meinte eben, Kagome wäre zurück.“ überhörte er ihre leichte Empörung einfach.
„Hai, sie rief mich gestern Abend noch an und fragte mich, ob es möglich wäre, wenn sie gleich heute wieder...“
Ohne ihr noch richtig zu zuhören lief er weiter, bis er vor der Tür stand, zu der er wollte und riss diese einfach auf.
Kurz blendete ihn das Sonnenlicht, das durch eines der offenen Fenster fiel. Vor dem einer der weißen, dünnen und durchsichtigen Vorhänge wehte.
Sie saß an ihrem Schreibtisch und als sie zu ihm sah, fiel ihr eine Strähne über ihre Schulter.

„InuYasha, was machst du denn hier?“ Sie sah ihn verwundert und überrascht an.
Sie trug eine weiße, ärmellose Bluse mit Rundhalsausschnitt, an dem sich Rüschen befanden. Dazu einen knielangen grünen Rock und dunkle, braune Ballerinas.
„Dasselbe kann ich dich fragen. Was machst du hier?“
„Ich arbeite zufällig in dieser Firma. Weil die Geschäftsführung mir diese Stelle unbedingt geben wollte.“ Sie wandte sich wieder ihrem Notebook zu. Auf dem er die Bilder einiger Artefakte sah, die sie in Mexiko ausgrub.
„Das meine ich nicht. Ich will wissen, warum du einfach so wieder zurückkommst. Ohne mir was zu sagen. Dafür aber Asagi eine Pressemitteilung schreiben lässt. Und was für eine Ausstellung wollt ihr da überhaupt veranstalten?“
Kagome seufzte kurz, atmete einmal tief durch.
„InuYasha, du weißt ja wohl, dass an den Schlagzeilen zu diesen Bildern nichts dran ist, oder?“ Sie sah ihn direkt an, erwartete eine Antwort von ihm.
Er erwiderte ihren ernsten Blick, stellte sich neben ihren Schreibtisch. „Ich vertraue dir, Kagome.“ versicherte er ihr, was sie mit einem zufriedenen Lächeln quittierte.
„Kōga-kun war immer an meiner Seite, so wie du es wolltest. Und natürlich müssen sie mir daraus einen Strick drehen. Aber das heißt nicht, dass ich mir das gefallen lassen muss. Wenn der Fokus schon auf mir liegt, sollte ich ihn auch nutzen.“
„Nein, Kagome. Ich lasse nicht zu, dass du dich noch einmal vor die Presse stellst.“
„Das ist nicht deine Entscheidung, InuYasha.“
„Als Teil der Geschäftsführung ist es das sehr wohl.“
„Wirklich? Du willst jetzt die Chef-Karte spielen?“ Sie hob eine Augenbraue.
„Wenn ich das muss, um dich vor dir selbst zu schützen, hai.“
„Dann hab ich hier die neueste Nachricht für dich. Das musst du gar nicht.“
„Als du das letzte Mal vor der Presse standest, endete das darin, dass wir dich nach Mexiko schickten und du entführt wurdest.“
„Ich will mir davon aber nicht mein Leben diktieren lassen, InuYasha!“ wurde sie nun lauter. „Ich weiß, was mir passiert ist. Du musst es nicht immer wieder wiederholen. Ich werde das niemals vergessen!“ Der Ausdruck in ihren Augen lies ihn schweigen. „Aber ich kann nicht mein ganzes weiteres Leben davon abhängig machen. Und Öffentlichkeitsarbeit ist nun mal auch ein Teil meines Jobs. Wenn du das nicht wusstest, hättest du mir dieses Jobangebot niemals machen sollen.“ ruckartig stand sie auf.
//Aber, Kagome, ich wollte für dich doch nur...//

Kleine Tränen funkelten in ihren Augen. Er bemerkte ihre angespannte Körperhaltung. Sie versuchte angestrengt, ihre flache und schnelle Atmung unter Kontrolle zu halten.
„Außerdem...“ Sie lies ihre Schultern wieder sinken, ihre Körperhaltung entspannte sich wieder. Ein trauriges Lächeln bildete sich auf ihren Lippen. „...darf diese Arbeit nicht umsonst gewesen sein, InuYasha.“ Ihre Stimme senkte sich wieder. „Wir alle steckten so viel Zeit und Mühe in dieses Projekt. Ayumi-chan wurde...“ kurz zitterte ihr Körper. „Andere starben an diesem Tag.“ Sie sah ihn mit einem Ausdruck in ihren Augen an, der ihm klar zu verstehen gab, dass sie nicht nachgeben würde. „Soll diese Arbeit, die Bedeutung der Funde, einfach vergessen werden?“ Sie schüttelte mit ihrem Kopf. „Das möchte ich nicht, InuYasha. Dafür ist diese Arbeit zu wichtig. Und den Fokus, in dem ich stehe, möchte ich dann für etwas gutes nutzen. Warum sollte ich diese Möglichkeit verstreichen lassen? Ich möchte diese Ausstellung wirklich auf die Beine stellen, InuYasha.“
Sie trat näher an ihn heran, legte ihm ihre Hand an seine Wange.
„Meine Arbeit wird immer irgendwie mit der Presse zu tun haben, ich kann davor nicht wegrennen. Und ich weiß, was letztes Mal meine Fehler waren. Ich schaff das schon. Asagi-chan wollte mich vorher noch mal darauf vorbereiten.“
Er sah diesen bestimmten Ausdruck in ihren klaren braunen Augen. Ihren Trotz, ihre Stärke.
Es war derselbe Ausdruck wie damals. Als sie glaubten, Naraku hätte Kohaku getötet und mit ihrem Pfeil wies sie seinem Tessaiga damals den Weg.
„Und ich weiß, du wirst auch versuchen wollen, mich davor zu beschützen, was dann auf mich einprasseln könnte. Du wirst sie verklagen, oder sonst was machen. Deswegen bin ich mir auch sicher, es mir zutrauen zu können.“
//Kagome...//
InuYasha seufzte, atmete tief durch.
„Wenn du dir das wirklich zutraust, Kagome? Wenn dir das wirklich so wichtig ist?“
„Ist es.“ Sie nickte. „Und mit Sesshōmaru ist es auch schon abgesprochen.“ Sie lächelte breit. Der Wind, der von hinten durch ihr Fenster wehte, wehte ihr die Haare nach vorne...

„Und ich muss wirklich euren Anwalt kennen lernen?“
„Als Anwalt unserer Firma vertritt er alle Interessen, die mit ihr zu tun haben. Also auch deine. Folglich ist er auch dein Anwalt.“
Zusammen liefen sie über einen langen Flur, der direkt auf eine breite Doppeltür zuführte. Als InuYasha diese öffnete, standen sie in einem großen Konferenzraum. In dem ein Teppich alle Geräusche schluckte und ein langer dunkler Holztisch stand. Um diesen herum viele Bürostühle.
In den Ecken des Raumes standen grüne hohe Topfpflanzen. Und durch riesige Fenster, hatte Kagome das Gefühl, fast ganz Tōkyō überblicken zu können.
Dann fiel ihr Blick auf den Mann, der langsam und gemächlich auf sie zukam. Der eine unglaublich ruhige Ausstrahlung hatte. Und sie hatte das Gefühl, eine Nackenstarre zu bekommen. Er überragte sogar Sesshōmaru, der auch anwesend war, um gut einen Kopf.
Grob schätzte sie ihn auf eine gute Größe an von fast zwei Metern. Sehr ungewöhnlich für Japan.
Nun wusste sie auch, warum alles in diesem Gebäude, die Decken und Türen, so groß und hoch gebaut waren.
An seinem ovalen Gesicht, das von Tränensäcken unter den Augen und tiefen Falten auf den Wangen gezeichnet war und das sehr ermüdet wirkte, las sie ein langes und erlebnisreiches Leben ab. Er hatte eine Glatze, dafür aber einen Bart, der sein ganzes, aber äußerst schmal zulaufendes Kinn, bedeckte. Seine Nase war sehr spitz und schien etwas über seinen Mund zu ragen. Er hatte einen sehr schlanken, gestreckten aber stark wirkenden Körperbau und trug einen hellen, braunen Anzug. Dazu ein dunkelgrünes Hemd und eine weiße Krawatte.
Als er sie ansah, mit seinen kleinen Augen, über die sich bogenartige Augenbrauen zogen, verzog er seine Mundwinkel zu einem sanften Lächeln.
„Du musst Kagome sein. InuYasha's...“ Er sah kurz zu diesem, dann wieder zu ihr. „...Gefährtin.“ Erwähnter knurrte auch sogleich.
Was ihr verriet, dass der alte Riese vor ihr, etwas erwähnte, was ihm nicht passte. Und da er seinen echten Namen benutzte, musste es sich auch bei ihm um einen...
„Hai, ich bin Higurashi Kagome. Freut mich, Sie kennen zu lernen...“
„Bitte, nenn mich Bokusenō, mein Kind. Ich stehe schon sehr lange im Dienst des Clans der no Taishō.“ Kagome nickte einfach.
„Kagome, das ist Bokusenō.“ stellte InuYasha ihr ihren Gegenüber noch einmal offiziell vor. „Ein alter Freund unseres Vaters.“
„Eures...“ Noch bevor sie ansatzweise das Alter des alten Riesen vor ihr einzuschätzen versuchte, klärte der Han'yō sie auch schon auf.
„Ein, mittlerweile, bereits 2.500-jähriger Hōnoki-Baum.“

Es war viel los, an diesem Abend. Im Eingangsbereich des Heiseikan. Einem der verschiedenen Ausstellungsgebäude, die das Nationalmuseum Tōkyōs bildeten. Viele Gäste und auch Reporter, sammelten sich lange vor der offiziellen Einlasszeit vor dem grauen, rechteckigen Flachbau, vor dem sich eine kleine Wasserfläche befand. In diesem Gebäude war der zweite Stock den Sonderausstellungen vorbehalten. Und so eine sollte heute Abend hier stattfinden.
„Ist das so in Ordnung?“ sichtlich nervös und aufgeregt, schien sie verunsichert wegen ihres Outfits zu sein. Sie trug ein dunkelgrünes Vokuhila-Kleid. Darüber einen weißen Blazer, den sie am Bauch zuknöpfte und braune Pumps. Ihre Haare hatte sie zu einem hohen Ponytail gebunden.
„Es ist absolut in Ordnung, Kagome.“ Dieser Abend sollte nur ihr gehören. Ihr und ihren Ergebnissen, der Ausstellung. Weshalb er sich auch im Hintergrund hielt. Nirgendwo die Mirai Corporation erwähnt wurde.
Und doch kamen viele interessierte Besucher. Diese Ausstellung richtete sich nicht nur an ausgewählte Gäste – sondern an alle.
„Die Klage gegen den Reporter und sein Schmierblatt, der dir nach Mexiko folgte, liegt übrigens schon vor.“ Kagome nickte nur. Sie war froh, dass er versuchte, sie ein wenig abzulenken. „Um allerdings nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen und unnötig Aufmerksamkeit auf uns zu lenken, wird nur Bokusenō vor Gericht erscheinen. Sesshōmaru...legte uns nah, einen kleinen Urlaub zu unternehmen.“
„Und dir schwebt da schon was vor, oder?“ Sie legte ihren Kopf zur Seite, sah ihn wissend an, schmunzelte.
InuYasha atmete einmal tief durch. „Ich war schon wieder viel zu lange hier in Tōkyō. Ich brauch mal wieder ein bisschen Abstand.“ Er legte seine Arme um sie, zog sie an seine Brust, legte sein Kinn auf ihren Kopf. „Und ich denke, ein wenig Abstand täte dir auch ganz gut.“
Er spürte ihr Nicken an seiner Brust. „Ein kleiner Urlaub wird uns beiden recht gut tun, nach der letzten Zeit.“ Sie strich ihm kurz durch seinen Pony, lächelte dabei liebevoll. „Und wo geht's hin?“
„Das wirst du dann schon sehen.“ Er lies sie wieder los. Tauchte doch Asagi in diesem Moment auf.
„Komm, Kagome-onee-chan, es ist so weit.“
„Du schaffst das schon.“ wollte er sie noch aufbauen, ehe sie mit Asagi vor das anwesende Publikum trat.

Welches das Museumsgebäude durch automatische Glastüren betrat, neben denen sich rechts und links jeweils ein feingeschliffenes, decken hohes Glasfenster befand. Die Decke war weiß, Spots waren eingefasst, rund um die großen und schweren Glaslampen, die wie einzelne kleinere Kuppeln in die große Glasfläche eingefasst waren, die sich in der Mitte der Decke befand. Über Rolltreppen, die der Eingangstür gleich gegenüber lagen, kam man in den zweiten Stock, in dem die Ausstellung stattfinden sollte.
Und vor diesen Rolltreppen stand nun Kagome. Im Blitzlicht der Kameras der anwesenden Reporter.
Aber auch ihre Familie und Freunde, bis auf Ayumi, waren unter den Gästen. Standen in der ersten Reihe.
„Ich freue mich, Sie alle heute hier begrüßen zu dürfen und dass Sie der Eröffnung dieser besonderen Ausstellung beiwohnen.“ begann Kagome ihre Rede. „Diese Ausstellung ist nicht nur einer unglaublich faszinierenden Kultur gewidmet, sondern auch den Menschen, die ich während meiner Arbeit, einen Teil dieser Kultur wieder zu entdecken, kennen lernen durfte. Denn heute sind wir nicht nur hier, um uns eine besondere Ausstellung anzusehen, sondern auch an die Menschen zu erinnern, die an ihrer Bergung einen wichtigen Anteil hatten. Und die bei einem brutalen Überfall, während unserer Arbeit an dieser Ausgrabung, ihr Leben verloren.“
Ein Stream der Veranstaltung wurde im Internet übertragen.
Sofort intensivierte sich das Blitzlichtgewitter. Und InuYasha fragte sich, wie sie das aushielt, ohne auch nur eine Regung zu zeigen.
Schon begannen die Fragen.
„Higurashi-san, waren Sie auch anwesend, als dieser Überfall stattfand?“
„Wer überfiel Sie?“
„Was passierte Ihnen und konnte Ihr Bodyguard Sie beschützen?“

InuYasha ballte seine Hände zu Fäusten. Es kostete ihn alle Selbstbeherrschung, nicht dazwischen zu gehen. Doch er sah, dass Kagome ruhig blieb.
„Stimmt es, dass er mehr ist, als nur Ihr Bodyguard?“
„Was sagen Sie zu den Fotos von Ihnen beiden? Vor allem das am Pool?“
Kagome holte einmal tief Luft. Asagi stand die ganze Zeit neben ihr. Bereit, einzugreifen, wenn Kagome es brauchen würde.
„Zunächst einmal möchte ich, dass Sie wissen, dass es sich bei dem Mann nicht um meinen Bodyguard handelt, sondern um meinen Privatsekretär, der mich zu all meinen Projekten begleitet.“ Mehr brauchte die Presse nicht zu wissen, da waren sich alle Beteiligten einig. „Weshalb es auch nichts an diesen Fotos gibt, was zu dementieren wäre. Bei dem Projekt, dass mich in ein wirklich wunderschönes und kulturell reiches Land führte, handelt es sich um die Entdeckung einer alten Maya-Stadt, von deren Existenz man bisher nur aus Aufzeichnungen ihrer Feinde wusste. Doch an diesem Projekt wirkte ich nicht allein mit. Sondern durfte mit vielen tollen Kollegen daran arbeiten, deren Andenken wir heute auch mit dieser Ausstellung ehren wollen. Ich möchte Sie daher darauf hinweisen und darum bitten, dass Ihr Fokus bei der Berichterstattung, nicht auf mir, sondern auf der tollen Arbeit liegen sollte, die diese Menschen leisteten.“ Kagome lächelte noch einmal, stand selbstbewusst vor der Presse.
In ihrem Blick lag derselbe Trotz, dieselbe Stärke, wie InuYasha sie auch auf den Bildern, die man ihm von ihr schickte, in ihren Augen sah.
„Und nun wünsche ich Ihnen allen, dass Sie eine tolle Zeit in diesem besonderen Museum und in dieser besonderen Ausstellung verbringen. Für weitere Fragen stehen unsere Pressesprecherin und ich, Ihnen zur Verfügung.“
Nach Kagome's Verbeugung vor dem Publikum, wurde die Ausstellung eröffnet...

In Räumen mit hohen und hellen Decken, in denen Spots eingefasst waren, und hellen Holzböden, hellen und dunklen Wänden, Ausstellungsflächen und Schaukästen, hielten sich die Besucher und auch die Reporter auf.
Sie sahen sich gefundene Mauerstücke und Steintafeln mit Inschriften an. Bilder, Fotos und Karten, die als große Ausdrucke an den Wänden hingen, neben den Berichten dazu. Vasen, Krüge und andere Keramik, die auf den einzelnen Flächen oder in gläsernen Schaukästen standen, vor denen auf kleinen Schildern, die angebracht waren, alle Informationen dazu standen.
Es herrschte eine angenehme und andächtige Ruhe in den großen und rechteckigen Räumen.
Aus sicherer Entfernung beobachtete InuYasha, Kagome dabei, wie sie inmitten einer Gruppe Reporter stand, sich mit ihnen unterhielt. Und zunächst schien ihr das auch wirklich leicht zu fallen.
„Higurashi-san, Sie kuratierten hier eine wirklich tolle Ausstellung.“ bekam sie das Kompliment einer Reporterin. Waren doch auch etliche Kulturreporter unter den anwesenden Pressevertretern.
„Ich danke Ihnen für dieses Kompliment. Aber es war nicht allein mein Verdienst. In vielen Bereichen half mir unsere tolle Pressesprecherin.“ Sie winkte Asagi zu sich, die sich auch gleich neben sie stellte. „Dazu danke ich unseren Partnern in Mexiko. Dass sie mir all diese Exponate für diese besondere Ausstellung überließen.“
„Wird uns diese Ausstellung denn länger erhalten bleiben?“ stellte die junge Reporterin vor ihr eine angebrachte Frage.
„Leider nicht. Es konnte eine Vereinbarung getroffen werden, dass jeweils ein halbes Jahr hier und ein halbes Jahr in Mexiko, eine solche Ausstellung stattfinden soll. Bevor die gefunden Exponate ihre endgültige Heimat in einem Museum in San Cristóbal de las Casas finden.“
„Wie war es, an diesem Projekt zu arbeiten, Higurashi-san?“
„Es war ein wirklich tolles Erlebnis. Das Gefühl, das man hat, wenn man den Beweis für die Existenz einer Kultur findet, kann man kaum beschreiben.“

Auch InuYasha war zunächst zufrieden mit der gegenwärtigen Atmosphäre.
Doch schon in der nächsten Sekunde kippte die ruhige Stimmung schnell.
„Higurashi-san, Sie erwähnten vorhin einen brutalen Überfall.“ Sofort klingelten alle Alarmglocken bei der jungen Archäologin, ihrer Pressesprecherin und auch InuYasha. „Möchten Sie uns erzählen, was genau vorfiel?“
„Nein, ich werde mich dazu nicht äußern. Hier und heute soll es einzig allein um die Ausstellung gehen.“
„Erklären Sie uns dann noch bitte diese Fotos?“ Einer der Reporter zeigte ihr einige Fotos, die sie und Kōga bei Hōjō's Hochzeit zeigten. Wie sie an einem Tisch saßen, eng beieinander. Sie unterhielten sich, er brachte sie zum lachen. „Wollen Sie uns wirklich erzählen, dass da nichts ist, zwischen Ihnen und Ihrem, wie nannten Sie ihn vorhin noch, Privatsekretär?“ Auf einem weiteren Foto waren sie und Kōga zu sehen, wie sie tanzten.
„Mein Privatleben steht nicht im Interesse der Öffentlichkeit.“
Sofort ging auch Asagi dazwischen. „Weder Higurashi-san noch die Mirai Corporation, werden sich zu solchen haltlosen Spekulationen äußern. Zudem behalten wir uns auch gegen Sie und Ihre Redaktion rechtliche Schritte vor.“ sprach sie den Reporter vor sich direkt an. „Wenn noch jemand eine Frage hat, die die heutige Veranstaltung betrifft, können Sie diese gerne an Higurashi-san richten. Alle anderen Fragen richten Sie bitte an mich.“ Sofort wandten sich die restlichen Reporter an Asagi, die Kagome signalisierte, besser zu verschwinden.
Was diese auch sofort tat und sich über einige Schleichwege aus den Ausstellungsräumen zurückzog und Richtung Ausgang ging.
Kurz bevor sie diesen erreichte, war auch schon InuYasha an ihrer Seite.
„Ich weiß, ich hätte mich nicht vor die Presse stellen sollen.“ Sie wich seinem Blick aus.
„Eigentlich wollte ich sagen, dass du das, bis eben, toll gemacht hast.“
Überrascht sah sie ihn an. „Dann lässt du mich so was in Zukunft also etwas öfter machen?“ verschmitzt lächelte sie. Ihre Augen glänzten.
„Wir werden sehen.“ Ein breites Grinsen lag dabei auf seinen Lippen…




Erst mal sollten sie in den Urlaub fahren. Dort ein paar Wochen die Ruhe genießen. Zeit für sich haben, die sie miteinander verbringen können.
Bis nächste Woche zum Lesen^.<
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