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500 Years later...

GeschichteAllgemein / P18
Inu-Yasha Kagome
26.06.2020
15.01.2021
33
124.445
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18.09.2020 3.313
 
15.Kapitel: Ausgrabungen – Woche II





Ein lautes Gewirr an Stimmen und ein buntes Gemisch an Gerüchen umgaben Kagome, als sie gerade über einen Markt ging. Dabei hielt sie sich ihr Smartphone ans Ohr und versuchte, ihren Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung zu verstehen.
Während Kōga, Ginta und Hakkaku, ihr und Ayumi folgten. Wenn auch in einigem Abstand, damit ihre Bewachung nicht so auffällig war und die jungen Frauen sich freier bewegen konnten.

„Hai, ich denke an eure Souvenirs.“ Kagome lächelte, als sie an einem Stand stehen blieb. „Deswegen sind Ayumi-chan und ich auch gerade unterwegs, wie du vielleicht hörst.“
Ihre Freundin stand an einem Stand, der verschiedenste Tücher und Oberteile verkaufte. Allesamt in kräftigen Farben, mit Mustern, überwiegend floral bestickt.
Kagome sah zu ihr und überlegte, ob sie ihrer Mutter auch so etwas als Souvenir mitbringen könnte.
„Nein, ich arbeite schon noch. Aber heute haben wir mal einen eher ruhigeren Tag.“ Sie klemmte sich ihr Telefon zwischen Schulter und Wange, um zu versuchen mit der Besitzerin des Standes zu verhandeln.
Stieß dabei aber schnell an ihre Grenzen. Weshalb sie Ayumi gestikulierte, zu ihr zu kommen.
„Grüß Hitomi-chan von mir, bye, Sōta.“
Kagome legte auf, steckte das Smartphone weg und bezahlte die freundliche Frau mittleren Alters, ehe sie und Ayumi zum Stand mit den Textilien gingen…

Mittlerweile hatten die Archäologen die Größe der antiken Stätte ermittelt. Insgesamt 21 Hektar.
Kagome kam eine Überlegung in den Sinn und sie machte sich einige Notizen am Rand ihrer Aufzeichnungen. Da ihr Bruder immer noch gern Fußball spielte, kannte sie die Maße eines Fußballfeldes und berechnete das kurz.
So kam sie auf die Gesamtfläche von knapp dreißig Fußballfeldern.
Allein 1,5 Hektar davon nahm der Innenhof ein, auf dem sich die Menschen damals für Zeremonien einfanden.
Zudem zählten sie die Bauwerke und die Denkmäler. Kamen so auf 120 Bauwerke und 56 geschnitzte Denkmäler.
„Ihr macht wirklich Fortschritte.“ Ein gewisser Stolz klang in Kōga's Stimme mit, als er Kagome etwas zu essen und zu trinken brachte. Von dem sie Letzteres dankbar annahm, bevor sie sich kurz über die Stirn wischte.
Sie sah über ihre Schulter zu einigen ihrer Kollegen, die noch an der Pyramide arbeiteten, die sie auch schon vermaßen.
„Vor allem die Pyramide wird eine Herausforderung. Sie ist immerhin 13,7 Meter hoch.“ Sie aß auch kurz etwas. „Und nächste Woche wollen wir dann mit der Datierung beginnen. Dafür können wir ja das Holz der Denkmäler für eine Radiokarbondatierung an eine der Universitäten schicken.“
Ein Kichern zog die Aufmerksamkeit der beiden auf Ayumi und Ginta. Die sich über irgendetwas unterhielten, was Ayumi anscheinend zum Lachen brachte.
Kagome's Augen wurden ein bisschen größer und ein Lächeln bildete sich auf ihren Lippen.
„Da verstehen sich Zwei aber richtig gut.“ Kōga grinste vielsagend.
„Fiel dir das die letzten Tage also auch auf.“ Kagome sah zu Ginta, dem Ayumi's Aufmerksamkeit nicht zu stören schien. „Schade nur für Ginta-kun, dass Ayumi-chan einen Freund hat, mit dem sie gerade zusammenzog.“
„Ich bin vielleicht nicht so hochintelligent wie du, aber nicht blind.“
„Arigatō, für das Kompliment, aber du überschätzt mich in diesem Bereich.“ amüsierte sah sie zu ihren beiden Freunden. Irgendwie erinnerte es sie an Sango und Miroku damals. Und dann dachte sie auch schon eine Ecke weiter. „InuYasha würde das niemals erkennen.“ Sie trank noch einen Schluck des kühlen Wassers, was die drei Yōrōzoku für sie und ihre Freundin immer in einer Kühlbox mitschleppten.
„Inukoro war schon immer für vieles blind.“
Mittlerweile konnte Kagome darüber nur noch lächeln. Sie akzeptierte die Vergangenheit ihres Han'yōs vollkommen und wusste, dass er jedes Wort ehrlich meinte.
„Er hat sich in der zurückliegenden Zeit aber auch ziemlich geändert. Ich vermisse ihn.“ klang sie etwas schwermütig. „Arigatō, Kōga-kun.“ bedankte sie sich für das Essen und das Wasser, ehe sie zur Pyramide zurückging...

„Ist das nicht herrlich, Kagome-chan?“ Ayumi genoss es, sich im Pool der Wohnanlage auf dem Rücken treiben zu lassen.
Während ihre Freundin ihre Arme verschränkt auf den Beckenrand legte und sich an diesem festhielt. Ihre Haare hatte sie zu einem Ponytail gebunden.
Kagome musste zugeben, dass es sich gut anfühlte, auch mal aus der Wohnung raus zu kommen. Trotzdem hielten sie sich überwiegend innerhalb der Anlage auf. Gerne würde sie auch mal was anderes sehen, irgendwas unternehmen.
„Weißt du was, Kagome-chan? Wir sollten uns auch mal was in der Umgebung ansehen.“ schlug Ayumi vor, als könnte sie Kagome's Gedanken lesen. Weswegen diese sie auch überrascht ansah.
„Und was schwebt dir da so vor?“
„Das weiß ich noch nicht. Aber ich kann ja nachher mal nachgucken, welche Attraktionen Chiapas so zu bieten hat.“ Ayumi strahlte regelrecht und genoss weiterhin den Aufenthalt im Pool.
Kagome sah über ihre Schulter zu ihr und lächelte. Dann sah sie wieder nach vorne. Zum weißen Strand, an den der blaue Ozean anschloss. Beides war nur wenige Meter von ihrer Anlage entfernt. Und doch so fern. Sie hörte sogar das Wellenrauschen.
Sie seufzte leicht. „Meinst du denn, dass Kōga-kun, Ginta-kun und Hakkaku-kun uns das durchgehen lassen?“
´´Was sollen wir euch durchgehen lassen?`` Mit einem breiten Grinsen und in einer braun-schwarzen Badehose, tauchte Kōga vor Kagome auf. Er stand zwischen ihr und der Sonne, weshalb sie sich nun in seinem Schatten befand. Er hatte eine Hand in die Hüfte gestützt und grinste wie immer selbstbewusst. Seine Haare band er auch wieder zu einem Zopf, seit sie hier waren. Auch ihm war es viel zu warm.
Hinter ihnen platschte es kurz zweimal. Ginta und Hakkaku sprangen ins Becken.
„Ayumi-chan schlug eben vor, dass wir uns ja auch mal irgendwas ansehen könnten.“ Schon verschwand sein Grinsen. Und auch Kagome's Lächeln, mit dem sie den Vorschlag eben noch vorbrachte, verschwand in diesem Moment.
„Kagome, du weißt, dass das ein schwieriges Thema ist.“
„Hai.“ Sie senkte den Blick.
„Ich möchte dir diese Wünsche erfüllen, das weißt du. Aber so etwas wäre ein Sicherheitsrisiko. Weißt du wie angespannt ich schon jedes Mal bin, wenn wir euch bis zur Ausgrabungsstelle raus fahren und abends wieder zurück? Durch den mexikanischen Wald?“ Immerhin lag der mexikanische Bundesstaat, in dem sie sich befanden, auch noch an der Grenze zu Guatemala. „Inukoro würde mir schon die Gurgel umdrehen, wenn dich bei den Fahrten auch nur ein Ast kratzen würde.“
„Ich weiß doch.“ Sie gab ihm ja auch keine Schuld. Und nach dem Vorfall im Restaurant war ja auch sie selber schon vorsichtiger und umsichtiger.
Es nagte an Kōga, sie so zu sehen und er seufzte. „Ich werde mal mit InuYasha darüber reden, okay?“ Sofort hatte er ihre Aufmerksamkeit. „Aber ich kann dir nichts versprechen, das weißt du.“
Sie nickte, schien gleich viel fröhlicher zu sein.
„Aber ich weiß, was du kannst.“
„Und was?“
„Mir bitte mal mein Handtuch geben.“ Sie zeigte auf die Liege, auf der ihr grünes Badetuch lag.
Zu der ging er auch und legte es ihr dann um die Schultern, nachdem sie aus dem Pool stieg, um dann in ihr Apartment zurück zu gehen. Sie wollte heute noch ihre Mutter anrufen...

„Also ich würde sagen, dass das hier, eindeutig die Überreste einer Befestigungsmauer sind.“ stimmte sich Kagome mit einem ihrer Kollegen ab, für den Ayumi übersetzte, die neben ihr stand.
Dieser nickte und sie machten sich weiter an die Arbeit, auch die anderen Reste der Mauer auszugraben.
Kagome nahm sich vor, sich auf jeden Fall noch mit den indigenen Bewohnern des mexikanischen Bundesstaates zu treffen, ehe sie flogen. Sie konnten ihr bestimmt noch einiges an alten Geschichten ihrer Ahnen erzählen. Und außerdem interessierten sie die alten Sprachen zunehmend.
Sie ging noch mal zurück zu ihrem Computer, der an ihrem mobilen Arbeitsplatz stand. Sie wollte sich noch einmal das Bild der Steintafel genauer ansehen, die sie hierher führte.
Auf dem 0,6 mal 1,2 Meter langen Stück Stein, dem jedoch die linke Ecke fehlte, erzählten Inschriften Geschichten von einer alten mythischen Wasserschlange, mehreren älteren, namenlosen Göttern und Berichten dynastischer Herrscher. Hier verflochten sich wohl Mythos und Realität.
Später wollte sie noch genaueres über den darauf abgebildeten Gott raus finden, als der die abgebildete Figur verkleidet war.
Als sie einer ihrer Kollegen zu sich winkte.
Mittlerweile hatte sie auch zu den Archäologen einen besseren Draht. Bekam sie Kōga doch dazu, auch für diese schattige und mobile Arbeitsplätze zu bauen. Auch ihnen kalte Getränke und kleinere Snacks anzubieten…

InuYasha versuchte wirklich, sich auf seine Arbeit zu konzentrieren. Die zur Zeit aus Vorstandssitzungen, Meetings, Mittagessen mit verschiedenen Politikern, wobei ihm der junge Umweltminister am sympathischsten war, Videokonferenzen mit den Chefs der Standorte in anderen Ländern bestand. Er bekam Geschäftszahlen und Quartalsberichte vorgelegt, unterschrieb Verträge und wurde von Sesshōmaru zu verschiedenen gesellschaftlichen Veranstaltungen geschleift.
Wie er das alles leid war!
Dazu kam der Prozess, den sie bereits gegen die Magazine, die dahinter stehenden Verlage und den Paparazzo führten, der diese Bilder von ihr machte und weiter verkaufte.
Jedes Mal, wenn sein Smartphone vibrierte, das auf seinem Schreibtisch lag, und auf das er immer wieder sah, schreckte er kurz auf und hatte das Gefühl, dass alle Alarmglocken in ihm schrillten. Jedes Mal war seine erster Gedanke, dass es Kōga war, der ihn anrief und ihm sagte, dass er Kagome nicht beschützen konnte...
Doch heute war es jedes Mal nur ein Foto, das Kagome ihm schickte. Um ihm zu zeigen, dass es ihr gut ging, dass alles in Ordnung war. Dass sie Spaß hatte.
Die letzten Tage nahm er Tessaiga immer ab, wenn er für sich allein war. Ohne zwischendurch seine normale Gestalt anzunehmen, hätte ihn der Schlafmangel, den Kagome's Aufenthalt in Mexiko ihm bescherte, sicher schon umgebracht.
Sie schickte ihm Fotos von sich und Ayumi aus dem archäologischen Museum in Tapachula.
Aus San Cristóbal de las Casas, das im Bergland lag und noch von vielen Maya bewohnt wurde, die dort ihre Lebensweise pflegten. Und wo es noch eine fast vollständig erhaltene Altstadt gab, die im kolonialen Baustil gehalten war. Wo es aus dieser Zeit zahlreiche Kirchen und Museen zu besichtigen gab.
Besonders gefielen ihm, das musste er zugeben, die Fotos vom Steilsturz-Wasserfall von Misol-Ha. Oder aus den zwei Nationalparks, die es dort gab. Von denen einer eine Seenplatte mit unterschiedlich farbigen Gewässern hatte.
Die Bilder zeigten entweder nur sie. Oder sie und Ayumi. Sie und Kōga. Sie zusammen mit Ginta und Hakkaku, oder sie alle zusammen.
Einmal schickte sie ihm ein Foto von sich und den anderen Archäologen, als sie zusammen in einem Restaurant essen gingen.
Es fiel ihm nicht leicht, ihr diese Ausflüge zu erlauben. Aber er sah an ihrem Gesicht auf den Bildern, dass es sie glücklicher machte, als sich immer nur in der Wohnanlage aufzuhalten.
Und noch etwas fiel ihm auf diesen Bildern auf.
Kagome begann wieder aufzublühen. Ihre Augen leuchteten, sie lächelte. Gern nahm sie Posen auf diesen Bildern ein, die sie als starke und mutige Frau zeigten. Die sie in seinen Augen auch war.
All der Stress, die emotionalen Belastungen und Ängste, die sie nach den Artikeln über sie hatte, schienen dort von ihr abzufallen und ins Vergessen zu geraten.
Denn auch wenn sie miteinander telefonierten bemerkte er allmählich einen Unterschied. Kōga musste ihm nichts sagen, dass er am Anfang nicht hörte, wie schwer ihr der Aufenthalt dort fiel. Dass sie am Anfang nicht glücklich klang.
Was sich zunehmend änderte.
Klang sie am Anfang noch lediglich von der Arbeit geschafft, erzählte sie ihm nun viel mehr über ihre einzelnen Arbeitstage, ihre Fortschritte. Dass sie schon die ersten Brocken der alten Sprachen konnte.
Sie dorthin zu schicken war wohl doch eine gute Entscheidung.
Ein Gedanke, der langsam in ihm aufkeimte und den er nie zugeben würde…

Umso weiter die Ausgrabungen voranschritten, desto mehr Gebäude legten sie auch frei. So fanden sie auch immer mehr Fundstücke, die ihnen einen Aufschluss über das Leben der Menschen ermöglichten, die damals hier lebten.
Hauptsächlich lebten die Bewohner wohl ländlich. Führten ein einfaches Leben. Sie bauten Getreide an, stellten Töpferwaren und Steinwerkzeuge her.
Diese Waren wurden dann auf den Marktplatz der Stadt gebracht, wo sie verkauft und gehandelt wurden.
Aber sie fanden auch Gebäude, die wohl den Eliten der Gemeinde zu zuordnen waren, die damals hier lebte.
Und an einem der Denkmäler fanden sie eine Inschrift, die die Rituale, Schlachten, eine mythische Wasserschlange und den Tanz eines Regengottes beschrieb…

„Es geht mir gut, wie du siehst.“ Kagome lächelte in die Kamera ihres privaten Laptops, den sie mitnahm. Da das Notebook ja nur zu dienstlichen Zwecken genutzt werden sollte. Und ein Videotelefonat mit InuYasha jetzt nicht in diesen Bereich fiel.
Sie sah über den Rand des Deckels hinweg zu Ayumi, die gerade aus dem Bad kam und ihre Haare trocknete.
´´Ist schon abzusehen, wann die Ausgrabungen beendet sind?`` hörte diese die Stimme des Han'yō aus dem Laptop ihrer Freundin.
„Das kann ich dir nicht sagen. Es gibt noch so viel zu finden und zu analysieren.“
´´Ich bin zuversichtlich, dass der Prozess bald beendet sein wird. Dann kannst du wieder nach Hause kommen.``
„InuYasha, ich weiß, du machst dir Sorgen.“ Es machte es doch um einiges einfacher, wenn man vor seinen Freunden offen reden konnte und keine Geheimnisse haben musste. „Aber hier läuft wirklich alles gut, glaub mir. Ich esse regelmäßig, trinke genug, mach Pausen und schlafe. Ich bekam vorher alle nötigen Impfungen und wurde noch nicht mal von irgendwas gestochen. Das Essen ist lecker, ich bin nicht krank. Und ich halte mich überwiegend in der Anlage auf.“
´´Überwiegend.`` war seine Unzufriedenheit zu deutlich zu hören.
„Jetzt sei nicht unfair. Du hast es erlaubt.“
Es war nur ein kurzes Knurren zu hören.
„Wenn es dich wieder etwas sanftmütiger stimmt. Ich möchte die nächsten Tage einmal versuchen zu verhandeln, ob wir nicht einige der Fundstücke in Tōkyō ausstellen können. Damit könnten wir dann vielleicht auch das Fiasko vom letzten Mal ausbaden. Einfach nur professionelle, berufliche Antworten, keine zum Privatleben.“
´´Du denkst doch nicht wirklich, dass ich dich noch mal vor die Presse lasse?!``
„Du nicht, deswegen wollte ich ja auch eine Abhandlung über das Projekt hier schreiben.“ Von draußen wehte eine kühle, abendliche Meeresbrise durch die offene Tür und wehte ihr kurz ihr dunkles Haar, das sie offen trug, in ihr Gesicht. Aus dem sie dieses hinter ihr Ohr zurück strich.
´´Nein, Kagome. Keine Schritte in die Öffentlichkeit. Auf welche Art auch immer!`` Man hörte ihm an, dass er sie nur beschützen wollte. Aber Kagome's Toleranzgrenze war erreicht.
„Hör zu, InuYasha.“ Ayumi horchte auf. Sie kannte diesen Tonfall von ihrer Freundin gar nicht. „Du hättest mir dieses Stipendium und den Job nie geben brauchen, wenn es sowieso nicht deine Absicht war, dass ich unabhängig bin und in der Welt arbeite. Ich werde mich nie wirklich als seriöse, ernstzunehmende Wissenschaftlerin etablieren können, wenn ich nie an etwas arbeite, etwas dazu publiziere. Und ich werde auf keinen Fall, einfach nur bei dir zu Hause sitzen!“
´´Kagome, war-`` Sie würgte ihn einfach ab, als sie den Laptop zuklappte.
„Ging es immer so zwischen euch her?“ bezog sich Ayumi auf die Zeit, in der ihre Freundin damals abwesend war und von der sie sich noch immer, auch nach all den Erzählungen, kein Bild machen konnte, wie es in dieser Zeit und zwischen ihrer Freundin und dem Han'yō war.
„Oft genug.“ Kagome seufzte und sah dann genervt auf ihr Smartphone, das neben ihrem Laptop auf dem Couchtisch lag und vibrierte.
„Du wirst nicht ran gehen.“ war Ayumi's nüchterne Annahme.
„Du nimmst richtig an.“ bestätigte Kagome dies dadurch, dass sie Richtung Badezimmertür verschwand. „Ich hatte heute einen langen Tag und wir müssen morgen wieder früh raus. Und ich wollte heute noch baden.“

Die ganze Zeit über, die Kagome im Bad war, vibrierte ihr Telefon, das neben ihrem Laptop auf dem Couchtisch lag. Ayumi, die vor dem kleinen Gerät auf dem Sofa saß, rang bei jedem Anruf InuYasha's mit sich, ob sie nicht einfach ran gehen sollte.
Es würde seine Laune sicherlich nicht heben und zur Deeskalation der Situation zwischen den beiden beitragen, wenn er immer wieder anrief.
„Hey, InuYasha. Ich bin's, Ayumi.“ rang sie sich dann doch dazu durch, einen der Anrufe anzunehmen. „Kagome-chan ist gerade im Bad, baden. Deswegen geht sie nicht ran. Aber es geht ihr wirklich gut.“ versuchte sie ihn zu beruhigen. „Ich werde diesbezüglich noch mal mit ihr reden.“
Allerdings bezweifelte sie, dass das etwas bringen würde.
„Ayumi-chan?“ Kagome sah fragend zu ihrer Freundin, als sie aus dem Bad kam und diese gerade ihr Smartphone auf den Tisch zurück legte, wohl gerade damit telefonierte.
„Das war nur InuYasha. Ich hab ihm gesagt, du gehst nicht ran, weil du im Bad bist. Und dass es dir gut geht. Er bat mich außerdem, noch mal mit dir über deinen geplanten Auftritt in der Öffentlichkeit zu reden.“
„Da gibt's nichts zu reden.“ In ihrer offenen Küche lehnte sich Kagome an die Küchenzeile, als sie eine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank nahm und sich etwas von deren Inhalt in ein Glas füllte.
„Kannst du ihn denn nicht verstehen, dass er sich Sorgen um dich macht? Vor allem nach dem letzten Mal?“
„InuYasha macht sich immer Sorgen um mich.“ Kagome lächelte liebevoll, ihr Blick wurde weich und verträumt. „Aber solche Dinge sind nun mal Teil meines Jobs. Und ich habe ja aus dem letzten Mal gelernt.“
„Weißt du eigentlich, was InuYasha dir mit dem Armband sagen wollte?“ stellte ihre Freundin ihr diese Frage.
„Was meinst du?“
„Du meintest doch, die Steine wären Jade und Aquamarine.“ Kagome nickte. „Neugierig wie ich war, sah ich im Internet nach, ob diese Steine eine bestimmte Bedeutung haben.“ Auf Ayumi's Lippen bildete sich ein sanftes Lächeln. „Jade steht für Weisheit, Gerechtigkeit, Bescheidenheit, Barmherzigkeit und Mut. Außerdem soll sie Langlebigkeit, sogar die Unsterblichkeit vermitteln und wurde ins Yin-Yang-System eingebunden. Sie steht für das Weibliche und soll ihrem Besitzer Glück, Harmonie und ein gesundes, erfolgreiches, langes Leben bringen.“
Bei Ayumi's Erklärung hörte Kagome interessiert zu.
„Und ich weiß nicht, ob das seine Absicht oder weise Voraussicht war.“
//Bei InuYasha sicher nicht//
„Aber in der Kultur der Maya ist Jade der Stein der Liebe, der Freundschaft in innige Liebe zu verwandeln mag.“ Ayumi's Wangen färbten sich leicht rosa. „Und wie wir ja jetzt auch wissen, war Jade für die Maya so wertvoll, wie für uns Gold.“
Und auch Kagome's Herz begann ein wenig schneller zu schlagen.
„Bei dem Aquamarin handelt es sich um den Geburtsstein des März.“ Kagome's Geburtsmonat. „Ein Aquamarin soll seinen Besitzer vor Unehrlichkeit und Betrug schützen.“ Das Braun ihrer Augen verdunkelte sich kurz. Was wollte InuYasha ihr damit sagen? „Aquamarine sollen sich dunkel verfärben, wenn jemand ihrem Besitzer gegenüber unehrlich ist. Außerdem stehen sie für Klarheit, nicht nur in der Liebe, sondern auch auf den Verstand bezogen. Sie sollen eine beruhigende Wirkung auf ihren Träger haben und so verhindern, dass er sich aus der Ruhe bringen lässt.“
//Was meinst du denn damit, InuYasha?!//
„Zudem stehen sie für Loyalität.“ Kagome horchte aus ihren Gedanken auf, sah zu ihrer Freundin. „Sie werden der Venus zugeordnet. Kagome-chan, dein voller Name verwendet die Zeichen für Abend. Und dein Vorname entspricht einer Sternenform. Das könnte plausibel als Abendstern, also die Venus, interpretiert werden.“
So langsam wurde der jungen Archäologin immer mehr bewusst, dass sich InuYasha bei diesem Geschenk doch um einiges mehr Gedanken gemacht hatte, als sie zunächst annahm. Und nicht nur, ob es ihr gefallen würde.
„Außerdem...“ Allein schon daran, wie sehr die Wangen ihrer Freundin aufflammten, wusste Kagome, dass noch etwas anderes hinter dem Armband stecken musste. „...sollen sie ihrem weiblichen Träger eine glückliche Heirat bringen, die sie froh und reich machen soll.“
Und die einzelnen Glieder sahen genauso aus wie die Blätter des Goshinboku. Waren diesen exakt nachempfunden.




Nächste Woche dann wird noch ein bisschen weiter gegraben.
Also bis nächste Woche zum Lesen^.<
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