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500 Years later...

GeschichteAllgemein / P18
Inu-Yasha Kagome
26.06.2020
15.01.2021
33
124.445
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11.09.2020 3.168
 
14.Kapitel: Ausgrabungen – Woche I





Unnachgiebig heiß brannte die Sonne Mexikos auf die Gruppe Archäologen und ihre Begleitpersonen. Weshalb auch jeder von ihnen versuchte, sich mit einem Hut vor der Sonne zu schützen. Zusätzlich band sich Kagome ihre schwarzen Haare zu einem Ponytail, auf dem sie ihren braunen Hut trug. Damit sich die Hitze nicht auch noch in ihrem Nacken staute. Sonst würde sie, trotz ihrem dunkelgrünen, ärmellosem Hemd, das sie am Bauch zusammen knotete und ihren braunen Hotpants, noch umfallen, da war sie sich sicher.

„Du solltest etwas trinken.“ riet ihr Kōga, der ihr nie von der Seite wich, der ihr eine Wasserflasche hinhielt, als sie gerade eine Pause machen wollte.
„Manchmal bist du schlimmer als eine Mutter, wenn man als Kind eine Erkältung hat.“
„Inukoro wird mich umbringen, wenn du auch nur mit einer ausgetrockneten Körperzelle zurück kommst.“ Kagome rollte mit den Augen.
An den Grund seiner Anwesenheit musste er sie nicht erinnern. Nicht, dass sie es nicht toll fand, einen alten und engen Freund um sich zu haben. Mehrere, da Ginta und Hakkaku ja auch immer bei ihr und Ayumi waren. Aber der Umstand, dass sie immer ihr eigenes Wachpersonal dabei hatte, hob sie doch sehr von ihren Kollegen ab, die mit ihr an dieser Ausgrabung arbeiteten. Das half nicht wirklich dabei, mit ihnen in Kontakt zu kommen. Traute sich doch keiner von ihnen wirklich in ihre Nähe. Und natürlich hinterfragten sie schnell, warum die drei Sicherheitsmänner immer bei ihr waren, in welcher Beziehung Kagome, zu wem stand. Was wieder zu diesen Blicken führte, die sie schon zu Hause bei ihren Kollegen hatte zu vermeiden versucht.

Seufzend erhob sich Kagome wieder, nachdem sie die kleine Plastikflasche fast leerte und ging zu ihren Kollegen zurück. Mit dem Bodenradar suchte sie diesen ab.
Und wurden tatsächlich schnell fündig.
Sie wies ihre Kollegen darauf hin, dass sie etwas fand. Die auch gleich alle zu ihr liefen und sich die Anzeige ansahen.
Kōga beobachtete sie die ganze Zeit.
Ihm war klar, dass es ihr nicht gefiel, andauernd bewacht zu werden. Aber in diesem Punkt war der Yōrōzoku derselben Meinung wie der Han'yō. Ihr Schutz hatte oberste Priorität.
Niemals könnte er es sich selbst verzeihen, würde ihr etwas zustoßen.
Er sah den Archäologen dabei zu, wie sie begannen zu graben.

Schon innerhalb der ersten Woche legten sie einen zentralen Platz frei, um den herum sich mehrere Kultorte gruppierten.
Nach typischem Maya-Muster befanden sich ein Ballspielplatz, öffentliche Bauten und Wohnhäuser der Eliten um diesen zentralen Platz herum.
Aufzeichnungen, die sie über ihre Funde anfertigten, schickten sie zur Identifikation und Bestätigung an andere Kollegen in anderen Ländern, an die dortigen Universitäten.

Kagome saß auf dem Sofa im Wohnzimmer an ihrem Notebook, als Ayumi zu ihr rein kam, die einen Bikini und Flipflops trug. Ihre Sonnenbrille steckte in ihrem Haar und sie hatte ein Badetuch bei sich.
„Hey, Kagome-chan. Willst du vielleicht mit zum Pool kommen?“
Die zwei Frauen und ihre drei Begleiter wohnten in einer vierstöckigen, gesicherten Anlage, deren Dach zu einer Dachterrasse ausgebaut war, die von allen Bewohnern genutzt werden konnte. Hier konnte man sich sonnen, die Aussicht oder den Whirlpool genießen.
Obwohl die Anlage direkt am Meer lag, verfügte sie auch über einen großzügigen Pool, den alle Bewohner nutzten. Zudem gab es einen Clubbereich, in dem man unter anderem Billard spielen konnte und ein nah gelegenes Restaurant.
„Später vielleicht gerne, Ayumi-chan.“ Sie sah weiter auf ihr Notebook, verglich die Fotos verschiedener Steine, auf denen Inschriften zu sehen waren.
Angesprochene nickte nur und verließ dann das gemeinsam bewohnte Apartment.
„Ich bin am Pool.“ informierte sie Kōga darüber, wohin sie ging, als sie diesen, auf ihrem Weg dorthin, vor der Tür antraf. Er nickte nur und lies sie gehen. Schrieb seinen beiden Freunden jedoch gleich, dass sie ihr folgen sollten.
Im Gegensatz zu Kagome, störte sich Ayumi nicht an ihren Bewachern. Sie fand das Ganze eher noch aufregend.
„Du solltest mal eine Pause machen.“ riet er ihr. Arbeitete sie die letzten Tage doch ziemlich viel und ziemlich lange. Außer zu den Ausgrabungen, verließ sie das Apartment noch kein einziges Mal. Was auch daran lag, dass die anderen Archäologen nicht um die Ecke wohnten und mehr Anschluss zu Ayumi suchten, als zu ihr. Was wohl nicht nur mit ihren ständigen Bewachern zu tun hatte.
Dass sie keinen Anschluss hatte und deshalb nie das Apartment verließ, erleichterte ihm zwar die Arbeit. Aber er wusste, dass auch das etwas war, was Kagome näher ging, als sie nach außen zugab.
Umso mehr verstand er jetzt InuYasha's Anweisungen und die Gründe für diese, dass er niemals wollte, dass sie in die Öffentlichkeit geriet. Mit jedem Tag mehr, sah der Yōrōzoku, wie sich der goldene Käfig um seine Freundin weiter schmiedete. Und er wusste, sie würde in diesem zu Grunde gehen.
„Mh, wenn ich hier fertig bin.“ versicherte sie ihm, ohne vom Bildschirm aufzusehen. Was bedeutete, dass sie sich wieder die Nacht um die Ohren schlagen würde.
„Kagome-“
„Ich weiß, was du sagen willst.“ Sie hielt inne in ihrer Arbeit, sah aber weiterhin auf das Notebook. „Ich sollte mich ausruhen, nicht bis spät in den Abend arbeiten. Ich sollte ruhig öfter etwas raus gehen, mir mehr Pausen gönnen. Und ja, ich achte darauf, mehr zu trinken.“
„Wenn du umkippst, werden wir dich in ein Krankenhaus bringen müssen. Und das wird über InuYasha's Kreditkarte bezahlt werden. Kannst du dir auch nur ansatzweise vorstellen, was los sein wird, wenn er das auf der Rechnung sieht? Bestenfalls brüllt er mich nur am Telefon taub.“
„Er würde auf jeden Fall sofort hier sein wollen.“ Sie lächelte und wollte gerade etwas sagen, als das Display ihres Smartphones auch schon aufleuchtete. „Als ob er wüsste, dass wir gerade von ihm reden.“ Sie legte sich das Telefon ans Ohr und stellte ihren Computer auf den Couchtisch, der vor dem Sofa stand, ging dann zu der offenen Balkontür, durch die hin und wieder eine kühle Meeresbrise in die Wohnung wehte. Sie stellte sich auf den kleinen Balkon und sah über den Pool zum weißen Strand und dem Ozean.
Eine dieser kühlen Meeresbrisen wehte ihr kurz durch die Haare.
„Es geht mir gut, es ist alles in Ordnung.“ beantwortete sie seine Frage.
Was Kōga einen Knoten im Magen verursachte. Nicht, dass sie lügen würde. Aber InuYasha verlangte eine tägliche Auskunft. Er wollte immer auf dem Laufenden sein, was Kagome anging. Und die war eigentlich ein soziales Wesen. Auch wenn es InuYasha sicher beruhigte, dass sie kaum raus ging, wusste der Bodyguard der jungen Frau nicht mehr, wie lange er dem Han'yō noch verschweigen konnte, dass es ihr zwar körperlich gut zu gehen schien, sie doch aber sehr isoliert war.
„Wie die Arbeit verläuft? Gut, wir graben jeden Tag mehr aus. Ich saß gerade am Computer und verglich ein paar Inschriften.“ Sie kicherte leicht und Kōga wusste nicht, ob das echt war, weil ihr die Arbeit wirklich Spaß machte und sie sich einfach freute, dass InuYasha gerade anrief.
Oder, weil die Telefonate mit ihm, ihrer Familie und ihren Freunden die einzigen, privaten Gespräche waren, die sie außerhalb der Arbeit, abgesehen von ihm, Ginta und Hakkaku und Ayumi, führte. Und sie den Han'yō nur über ihre Situation hinweg täuschen wollte…

Mit jedem Tag schritten die Ausgrabungen ein Stück mehr voran. Auch, wenn sie innerhalb der ersten Woche noch nicht alles ausgraben konnten, so hatten sie mittlerweile genug, um einen Plan über das anzulegen, was sie bereits hatten.
Kagome war gerade dabei, mit an der Prachttreppe, welche auf eine Tempelpyramide führte, gemeinsam mit einem der amerikanischen Kollegen zu graben, als ihr kurz die Sicht verschwamm. Doch sie schüttelte nur kurz mit dem Kopf, um dann weiter zu arbeiten.
Besorgt beobachtete Kōga sie, aus einiger Entfernung, bei ihrer Arbeit. Ihre letzte Pause lag schon ein paar Stunden zurück und im Moment trug sie ihren Hut nicht. Gern würde er zu ihr gehen, und sie an eine Pause erinnern.
Doch sie arbeitete gerade so gut mit ihrem Kollegen zusammen, schien langsam einen Zugang zu den Amerikanern zu finden. Er wollte nicht gleich wieder dazwischen funken.
Eine Entscheidung, die er nur wenige Minuten später schon wieder überdenken sollte.
Auf einmal winkte der Amerikaner ihn zu sich und schnell realisierte Kōga die Situation.
„Kagome!“ Sofort war er bei ihr, legte seine Hände auf ihre Schultern.
„Es geht schon wieder.“ fragend sah er zu dem anderen Archäologen, der mit dem Kopf schüttelte und dem er zunickte, bevor er Kagome auf seine Arme hob. Die sich aber dagegen wehrte. „Lass mich meine Arbeit machen.“
„Du bist schon ganz rot, Kagome.“ In dem Moment stoppte sie ihre Gegenwehr. Und lies sich, widerstandslos, in den Schatten bringen, wo er ihr eine Flasche Wasser gab. „Wir sollten zur Anlage zurück.“
Kagome schüttelte mit dem Kopf.
„Ich diskutier das nicht mit dir. Ich habe keine Lust, wegen deines Sturkopfes, meinen zu verlieren.“
„Was ist los?“ Ayumi kam gleich zu ihnen gelaufen.
„Sie war zu lange in der Sonne. Ich bin der Meinung, wir sollten zurück.“
„Kōga hat recht, Kagome-chan.“
Sie hatte wohl keine Wahl.

Zurück in der Anlage, führte ihr erster Weg sie auch gleich ins Badezimmer, dessen Tür sie hinter sich zuschlug. Bevor Kōga und Ayumi nur Würgegeräusche hörten.
„Vermutlich wohl ein Sonnenstich.“
Kōga seufzte, holte sein Smartphone aus seiner Hosentasche. „Bestenfalls wird InuYasha mich nur umbringen.“ Er wollte gerade einen Arzt anrufen, als sich die Tür öffnete, in deren Rahmen, Kagome sich abstützte.
„Kein Arzt, bitte, Kōga-kun.“ Sie sah ihn bittend an.
„Kagome, das kann ich nicht machen. Wenn InuYasha das mitbekommt-“
„Ich denke, das Problem lässt sich auch medizinisch lösen, ohne, dass InuYasha etwas erfahren muss.“ Ayumi grinste und suchte schnell selbst einen Kontakt aus ihrem Telefon heraus. „Hi, Hōjō-kun, ich hätte da mal eine Frage.“
Während sie mit ihm telefonierte, brachte Kōga seine Freundin zum Sofa, auf das sie sich legte. „Ich hab's übertrieben.“ Kagome versuchte zu lächeln.
„Dass du es wenigstens einsiehst, ist schon mal ein Fortschritt.“
„Du solltest Kagome-chan ein Kissen unterlegen, damit sie etwas aufrecht liegen kann.“ kam Ayumi mit den Empfehlungen ihres gemeinsamen Freundes zurück. „Außerdem soll sie sich ausruhen und viel trinken. Ihren Kopf und Nacken sollen wir mit kalten Umschlägen kühlen, das geht auch mit Quark oder Joghurt. Wir sollen ihre Temperatur beobachten und ihr fiebersenkende Medikamente geben, wenn sie nicht absinkt. Wenn ihre Temperatur nicht sinkt oder steigt, sollen wir sie zu einem Arzt bringen.“
„Du machst einen echt wahnsinnig.“ Kōga grinste dabei, als er das sagte. Was sie versuchte zu erwidern.
„Wenn es dir wieder besser geht, sollten wir mal aus der Anlage raus, Kagome-chan.“ Ayumi hockte sich neben sie. „Du solltest dir wirklich auch mal was ansehen.“
„Ich will nur....meine Arbeit gut machen. Damit...ich nach meinen Ergebnissen beurteilt werde.“
„Wir wissen alle, was für eine tolle Wissenschaftlerin du bist, Kagome-chan. Und du weißt das auch. Du solltest nichts auf diese Presse geben.“
„Erst mal ruhst du dich aus.“ Kōga legte ihr ein feuchtes und kühles Tuch auf die Stirn.
Kagome lächelte.
„Ich wüsste nicht, was an deiner Situation komisch sein sollte.“ Kōga war kein bisschen zum lachen zumute.
„Das weiß ich selber.“ Sie fühlte sich elend.
„Warum lächelst du dann?“
„Weil ich daran denken muss, welch irrwitziger Zufall uns alle her brachte.“
„Was meinst du, Kagome-chan?“ Ayumi setzte sich auf einen der Stühle, die am Esstisch standen.
„Wir sind alle nur hier, weil vor ein paar Jahren, ein Bauer auf einen Studenten zukam. Und der dachte, er wolle ihm Essen verkaufen. War aber Vegetarier und ging weiter. Doch der Bauer gab nicht auf und erzählte ihm von einem Stein, den sein Freund auf seiner Ranch fand. Von dem er glaubte, er gehörte den Maya. Und jetzt graben wir eine Maya-Stadt aus, nach deren Existenz Forscher schon seit über zwanzig Jahren suchen. Die vorher nur in Aufzeichnungen ihrer Feinde vorkam.“
Ihr fielen immer wieder die Augen zu.
„Du solltest dich jetzt ausruhen, Kagome.“
Sie nickte nur und schlief auch schnell ein…

Kagome erarbeitete gerade die Kartierung des Geländes auf ihrem Notebook. Mittels LIDAR, einer Methode, bei der ein Lasersucher auf einem Flugzeug oder einer Drohne montiert wurde, konnte sie so auch die Topographie unter dem dichten Dschungeldach erkennen
So stellte sie auch schnell fest, wie groß das Gelände dieser Stadt eigentlich war.
Ein Teil der Stadt befand sich auf der anderen Seite der Grenze, in Guatemala.
Da die Drohne, die sie nutzten, auch Kameras hatte, konnte sie auch gleich einige beeindruckende Luftaufnahmen von allem machen. So konnte sie den hufeisenförmigen Bau als Palastbereich identifizieren.
Als eine kühle Wasserflasche an ihrer Stirn, sie aufschreckte. Neben ihr stand Kōga, der ihr diese hinhielt.
Es ging ihr mittlerweile besser. Trotzdem sollte sie nur Arbeit erledigen, die sie im Schatten machen konnte. Und er hatte ein Auge darauf, wie viel sie trank. Er war froh, dass sie, dank des Anrufs bei Hōjō, darum herum kamen, sie zu einem Arzt bringen zu müssen. Um das dann InuYasha erklären zu müssen.
„Ist ja gut, ich trink ja schon was.“ Sie sah ihn dabei an, als sie einen großen Schluck nahm. Kōga grinste nur.
„Ayumi möchte heute Abend in das Restaurant gehen. Wirst du mitkommen?“
„Ich nehme an, ich sollte wirklich etwas weniger arbeiten, oder?“
„Die Qualität deiner Arbeit wird nicht darunter leiden, wenn du dich ein wenig amüsierst.“
„Aber mach ich dir damit nicht deinen Job schwerer?“
„Es wird mir einige Kopfschmerzen bereiten, wenn ich deinen Dickkopf in der Öffentlichkeit im Auge behalten muss. Aber wenn dich das glücklicher macht, kann ich damit leben. Tu mir nur bitte den Gefallen, und bleib in meiner unmittelbaren Nähe, damit ich jederzeit reagieren kann.“
„Wir gehen doch nur essen.“ Sie nahm noch einen Schluck. „Auch wenn ich mal Lust hätte, etwas schwimmen zu gehen.“ Kōga sah sie schief an. „Hai, nur im Pool, ich weiß.“ Kagome rollte mit den Augen. Sie konnte die Regeln nachvollziehen. War aber nicht angetan davon.
Sie sah zu ihren mexikanischen, amerikanischen und kanadischen Kollegen und ihr Blick wurde schwerer. Ein kurzer, warmer Wind wehte durch ihren Zopf und ihren Pony.
„Kōga-kun?“
„Hai?“
„Meinst du...ich werde nach dieser Arbeit....auch nur dafür noch in der Wissenschaftswelt angesehen?“
„InuYasha und...seine Familie werden alles tun, um das aus der Welt zu schaffen.“
Kagome nickte nur und sah dann wieder auf ihr Notebook, um weiter zu arbeiten…

Ein lautes Durcheinander von Stimmen umgab die beiden jungen Frauen, die an diesem Abend in dem Restaurant saßen, in das Ayumi gehen wollte.
Und auch, wenn Kōga wusste, dass InuYasha das niemals zulassen würde, so wollte er Kagome doch etwas mehr Leine lassen, ihr Raum geben. In dem sie sich bewegen konnte.
„Hältst du das wirklich für eine gute Idee, Kōga?“ Weshalb die drei Männer an einem anderen Tisch saßen, gut zwei Tische von dem entfernt, an dem Kagome und Ayumi saßen und in unauffälliger Alltagskleidung.
Und er war momentan froh, sich in dieser schwachen Menschenform unter diesen zu bewegen. Hätte er momentan die geschärften Sinne eines vollwertigen Yōkai, würde er bei dieser Lautstärke und den Gerüchen in der Luft, wahnsinnig werden.
„Ich hab das im Griff.“ versicherte er seinen Freunden und Kollegen und sah immer mal wieder nach den beiden jungen Frauen, während er sein Glas auf den Tisch stellte. Natürlich kein Alkohol, der in seiner menschlichen Gestalt anders auf ihn wirken würde, als wenn er ein Yōkai wäre.
Immerhin musste er dennoch blitzschnell reagieren können und brauchte wache Sinne.
„Und morgen will Kagome-nee-san schwimmen gehen?“ Die beiden anderen Yōrōzoku sahen ebenfalls zu Kagome und ihrer Freundin, die gerade ihr Essen gebracht bekamen.
„Sie wird im Pool der Anlage bleiben.“
„Sicher, dass InuYasha damit einverstanden wäre?“
„Vielleicht noch damit, dass sie im Pool schwimmt. Aber hiermit bestimmt nicht.“
„Inukoro würde selber wollen, dass sie ihr Leben genießen kann, statt sie in einen goldenen Käfig zu sperren.“
„Würde er ihre Sicherheit nicht als wichtiger erachten, als ihre Freiheit?“
„Wirklich toll, wie ihr mir vertraut.“
Seine wachen Sinne stellte er dann auch gleich unter Beweis, als er aufstand, um Kagome und Ayumi zu folgen, die das Restaurant verließen. Wobei sie beide von einem jungen Mann angerempelt wurden, der ein langes Hemd und eine lange Hose trug.
„Sorry.“ antwortete Kagome und nahm sich vor, noch ein paar Sprachen mehr zu lernen.
„Okay.“ gab er nur zurück und lächelte dabei höflich. Kagome und Ayumi verließen währenddessen das Restaurant, während der junge Mann zu den Toiletten ging.
„Wo ist Kōga-kun?“ fragte Kagome ihre anderen beiden Begleiter, als diese zu ihnen aufschlossen.
„Er meinte, er wollte noch mal kurz zur Toilette.“
„Wir sollen euch schon mal zurück in die Anlage bringen.“

Derweil stand der junge Mann in der Herrentoilette vor dem Waschtisch, auf den er die Portemonnaies der beiden jungen Frauen ausbreitete und grinste.
´´Ich an deiner Stelle würde das wieder zurückgeben.`` schreckte ihn eine Stimme auf. Die des sichtlich wütenden Kōga's, der mit verschränkten Armen vor der Tür lehnte, bei der es sich um den einzigen Weg nach draußen handelte.
„Und wenn nicht?“ Er grinste breit, zückte nebenbei aber ein Taschenmesser, das Kōga sofort registrierte.
„Hoffe ich für dich, dass du dir eine gute Zahnkorrektur leisten kannst.“ Als der Yōrōzoku in Menschengestalt auf den jungen Mann zuging, kam dieser direkt auf ihn zu, das Messer voran in der Hand haltend.
Doch Kōga grinste nur kurz, wich seinem Gegenüber aus. Der davon so überrumpelt war, dass er das Knie nicht kommen sah, das ihm sein Gegner in den Magen rammte, um ihm dann direkt mit der Faust ins Gesicht zu schlagen. Was ihn sofort niederstreckte.
Auch in seiner Menschenform hatte Kōga einiges drauf. Das brachte schon sein Job mit sich.
Er nahm die zwei Portemonnaies an sich und kehrte zur Wohnanlage zurück.

Er klopfte an die Tür des Apartments, das Kagome und Ayumi bewohnten. Erstere öffnete ihm die Tür und sah ihn verwundert an.
„Kōga-kun, wieso-“ „Hier.“ Er gab ihr beide Portemonnaies, auf die sie kurz sah. Dann verwirrt zu ihrem Gegenüber.
„Ihr solltet hier wirklich besser auf eure Sachen aufpassen. Wir sind hier nicht zu Hause.“
Kagome nickte nur und legte beide Geldbörsen auf das Sideboard, das im kleinen Flur stand.
„Arigatō, Kōga-kun.“ Sie umarmte ihn kurz. Was er ebenso kurz erwiderte.
„Nicht dafür. Es ist mein Job, auf euch aufzupassen.“ Sie lösten sich voneinander. „Vor allem auf dich, Kagome.“ Sie lächelte und nickte. „Aber ich würde es auch tun, wenn es nicht mein Job wäre.“
„Ich weiß. Und ich danke dir dafür. Ich kann mich auf dich verlassen.“
„Ich werde euch nicht von der Seite weichen. Allein schon, weil Inukoro mich dann einen Kopf kürzer machen würde.“
„Wenn er dann das Echo von Ayame-chan vertragen kann.“ Bei dem Gedanken daran mussten beide schmunzeln...




Da kamen sie wohl schon in der ersten Woche ziemlich gut voran. Und Kōga konnte eine, für sich, gefährliche Klippe umschiffen. InuYasha wäre sicher wenig über einen Krankenhausaufenthalt begeistert gewesen. Und nächste Woche gehen die Ausgrabungen dann auch schon weiter.
Bis nächste Woche zum Lesen^.<
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