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500 Years later...

GeschichteAllgemein / P18
Inu-Yasha Kagome
26.06.2020
22.01.2021
34
131.044
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04.09.2020 3.357
 
13.Kapitel: Ausgrabung im Ausland





Am nächsten Tag waren dann auch schon die Schlagzeilen da. Gleich auf der Titelseite aller Klatschmagazine. Waren Fotos der beiden zu sehen, die gemacht worden sein mussten, als InuYasha das kleine motorisierte Boot noch nicht wahrnahm.
Sie zeigten Kagome bei der Ankunft im Yachthafen, als sie die Yacht betrat. Wie sie und InuYasha aßen, eng nebeneinander standen, sich küssten. Wie sie unter Deck gingen und wieder nach oben kamen.
Wenn zum Glück auch kaum etwas von seinem Gesicht zu erkennen war. Verdeckte doch entweder das Cap, ihr Hut, seine Haare oder die Sonne, gegen die ein paar Mal fotografiert wurde, in den richtigen Momenten einiges davon. Oder es waren Aufnahmen aus weiter Entfernung.
Dafür war Kagome oft genug, eindeutig zu erkennen.

Junge Star-Archäologin turtelt auf Taishō-Yacht!
Aufgedeckt: Wie eine junge Archäologin an eine leitende Position bei der Mirai Corporation kam!
Mirai Corporation: Ein verschwiegener Konzern, in dem nur körperliche Qualifikationen über den Jobeinstieg entscheiden!
Titelten die verschiedensten Klatschmagazine am nächsten Tag. Waren ihre Titelseiten schon am nächsten Morgen im Internet und an jedem Kiosk zu sehen.

Die aufstrebende Jungarchäologin, Higurashi Kagome, die für die Stiftung der Mirai Corporation in leitender Position tätig ist und der Öffentlichkeit das erste Mal durch ihre erste eigene Ausstellung im Nationalmuseum Tōkyō bekannt wurde, wurde nun in inniger Zweisamkeit mit einem jungen Mann gesehen.

Beide wurden auf einer Segelyacht fotografiert, die nicht bestätigten Gerüchten nach, einem der beiden Geschäftsführer der Mirai Corporation, gehören soll.
Vor zehn Jahren wurde diese Yacht auf besonderen Wunsch eines japanischen Firmenchefs gebaut, dessen Namen das Unternehmen, das diese Yacht baute, nicht bestätigen will.
Insidern zufolge soll es sich dabei um Yasha Taishō handeln, einen der beiden, der Öffentlichkeit so gut wie nicht bekannten, Geschäftsführer der Mirai Corporation. Eines von Japans größten, wichtigsten und bekanntesten Unternehmen.

Laut ihrer eigenen Aussage erfuhr Higurashi Kagome schon vor sechs Jahren die Aufmerksamkeit der Mirai Corporation, in dem sie ein Stipendium des Konzerns annahm. Dem vor kurzem ein Jobangebot mit darauffolgender Einstellung folgte. Mit diesen Fotos dürfte nun bewiesen sein, woher diese Aufmerksamkeit rührte, die sie wohl einem der vermutlichen Firmenlenker der Mirai Corporation zukommen lies.
Waren Auszüge aus verschiedensten Artikeln, die unter den einzelnen Headlines standen.

Deutlich angespannt fixierte InuYasha einen Punkt an der gegenüberliegenden Wand. Um nicht endgültig auszurasten. Während sein Bein unter seinem Schreibtisch nicht aufhörte, auf und ab zu zittern und zu zucken. Die Finger seiner Hände hatte er ineinander verhakt, presste sie geradezu zusammen. Seine Stirn und seine Augenbrauen zogen sich in Wutfalten zusammen.
Von einer Sekunde auf die nächste, fegte er, mit einer einzigen Bewegung seiner Arme, alles von seinem Schreibtisch. Seine Kiefer presste er fest aufeinander. Er spürte das tiefe Grollen eines lautstarken Knurren in ihm aufsteigen. Und er wusste, wenn er jetzt nicht Tessaiga tragen würde, das er an seinem Hals wild schwingen und pulsieren spürte, wäre spätestens jetzt, die Tarnung aller dämonischen Lebensformen, die sie sich die letzten 500 Jahre aufbauten, zunichte gemacht.

„Ich hoffe, du bist dir darüber bewusst, welchen Schaden du für unsere Firma damit anrichtetest.“ Ohne eine Regung im Gesicht, betrat Sesshōmaru das Büro seines Bruders.
„Du solltest lieber gehen, wenn das hier nicht hässlich zwischen uns werden soll.“ Auch jetzt fixierte er noch den Punkt an der gegenüberliegenden Wand.
„Du kannst dir gewiss sein, dass sich unser Anwalt dieser unschönen Angelegenheit annehmen wird.“ Sein kühler Blick schweifte nur kurz über die Klatschblätter, die verstreut auf dem Boden des Büros seines Bruders lagen.
„Und auf was beziehst du dich mit dieser Aussage? Der vermeintliche Skandal, der das Image unserer Firma ankratzt? Dass dies unser aller Tarnung gefährden könnte? Oder Kagome's Ansehen, das gerade durch den Schmutz gezogen wird?!“ lies er dem lauten Knurren doch noch Raum und fixierte seinen älteren Halbbruder dabei mit einem Blick voller Wut. „Genau deswegen, Sesshōmaru.“ Dieser erschrak sich keine Sekunde lang, als InuYasha ruckartig aufstand und seine Hände laut auf seinen Schreibtisch stemmte. „Genau deswegen war ich bei dir. Bat dich darum, sie aus der Presse raus zu halten! Aber du...“ In einer nahezu fließenden Bewegung umrundete er seinen Schreibtisch und stand nur wenige Millimeter vor dem Älteren, sah ihm direkt in die Augen. „Aber du musstest ja mal wieder allen Schaden, den du damit im Leben anderer in Kauf nimmst, ausblenden und deinen Willen durchsetzen!“
Nun reichte es auch dem sonst so besonnenen Daiyōkai – er zog seine Stirn zusammen. Zorn blitzte kurz in seinen kalten, dunklen, bernsteingrauen Augen auf.
„Vorsicht, InuYasha.“ warnte er ihn nur einmal vor. „Geh nicht weiter, als du es eben schon bist.“
„Ich?“
„Wer von uns beiden läuft dieser Frau, seit 500 Jahren, wie ein Welpe hinter her? Wer von uns beiden trieb sich in der jüngsten Vergangenheit vermehrt draußen herum, als dass es für unsere Tarnung zuträglich wäre? Wessen, wichtigstes Anliegen, über alles andere, war es, dass sie hier arbeitet? Wessen Sicherheitsteam war es, das an diesem Tag zuständig war und versagte? Und wer musste sie unbedingt auf die Yacht einladen, die nicht weit genug weg vom Festland war?“
Es schien nur noch den Bruchteil einer Sekunde zu dauern, bis die beiden Brüder aufeinander los gehen würden.
Doch dann wandte sich Sesshōmaru mit einem kleinen und kühlen Lächeln und einem verachtenden Blick vom Jüngeren ab.
„Sinnlos.“ kam es nur von ihm, bevor er dessen Büro verließ.

Vor dessen Tür, an die InuYasha von innen etwas nach seinem Bruder an diese warf, er auf jemanden traf, der sich nur selten in Tōkyō blicken lies und dann noch weniger ihr Büro verließ.
Sie trug ein dunkles, pinkfarbenes und eng anliegendes, hoch geschlossenes Kostüm. Unter dem geschlossenen Blazer war eine hellblaue Bluse zu sehen.
„Mir schwebt da schon eine Lösung für unser aller Problem vor.“ kühl lächelte Himiko…

Kagome versuchte an diesem Morgen nur in ihr Büro zu kommen, ohne, dabei auch nur einem ihrer Kollegen zu begegnen. Was sich allein schon mal wegen dem Empfang im Foyer als unmöglich herausstellte.
Sie wollte nur noch versuchen, so schnell wie möglich in ihr Büro zu kommen, um sich in diesem, bis zum späten Abend, einigeln zu können. Den Blicken all ihrer Kollegen auf dem Weg dorthin wich sie aus. Auch ihr Outfit strahlte nicht gerade ein starkes Selbstbewusstsein aus.
Eine hoch geschlossene, weiße Bluse mit langen Ärmeln und ein knielanger, grüner Rock. Sie kam sich vor wie eine Klosterschülerin. Aber sie hatte keinen Bedarf danach, etwas von ihren sonstigen Sachen anzuziehen. Auch wenn diese ebenfalls kaum einen Schluss über ihren Körper zuließen. Im Moment wusste sie nicht einmal, ob sie überhaupt je wieder solche Sachen anziehen wollte.
Mit rasendem Herzen, als wäre sie eben einen Sprint gelaufen, was sie wohl auch war, schloss sie ihre Bürotür hinter sich und lehnte sich erst mal für einen kurzen Moment an diese. Ihren Blick richtete sie gen Boden, sodass ihr Pony einen Schatten über ihre Augen legte.
Dann lies sie ihren gelben Rucksack einfach so von ihrer Schulter fallen, als ihr Körper begann zu zittern.
Noch am Morgen lag sie im Bett und überlegte ewig hin und her, ob sie überhaupt zur Arbeit kommen sollte, weshalb sie nun auch noch zu spät war. Was wahrscheinlich noch mehr Anlass zum Tratsch gab. Was, oder besser wer, wohl der Grund war, warum sie zu spät war.
Eigentlich hatte sie zur Arbeit gewollt, um all dem mutig entgegen zu stehen und keine Angriffsfläche zu bieten. Aber das war ja allein schon, durch ihr nicht unbedingt selbstbewusstes Auftreten eben, gründlich daneben gegangen.
Hatte sie jetzt überhaupt noch eine Chance in der wissenschaftlichen Welt? Würde man ihre Ergebnisse jemals noch ernst nehmen?

Sie hatte das Gefühl, ihre Beine würden ihr gleich den Dienst versagen und sie wollte dem einfach nachgeben, sich an ihrer Bürotür herunter rutschen lassen. Als es plötzlich klopfte.
´´Kagome-chan?``
In Anzu's Gesicht erkannte sie ehrliche Sorge. Ganz so wie damals bei Sango, wenn InuYasha wieder Kikyō hinterher lief und sie... Nein, sie wollte und sollte im Moment am besten wohl besser an nichts denken, was mit InuYasha zu tun hatte.
„Was gibt es, Anzu-chan?“
„Du sollst zu Sesshōmaru ins Büro kommen.“ Anzu's Blick lies vielleicht Sorge um ihre Freundin erkennen, aber in ihm lag auch etwas Endgültiges. Kagome musste die Übelkeit runter schlucken, die in ihr aufwallte.
Würde sie jetzt auch noch ihren Job verlieren? Den sie so mochte? Konnte sie hier überhaupt noch arbeiten? Würde sie überhaupt noch mal einen Job auf diesem Gebiet bekommen?
Die Flure waren alle leer, als sie ihrer Freundin und Kollegin zum Aufzug folgte.
Vor Sesshōmaru's Bürotür schnürte es ihr noch einmal kurz die Luft ab. Sie sah in Anzu's Gesicht, die versuchte, sie aufmunternd anzulächeln. Ihr aber auch deutlich signalisierte, sie nicht hinein begleiten zu können.
Kagome nickte verstehend und trat alleine ein…

In dem großen Büro war es noch kühler, als am Vortag im Lexus. Sie unterdrückte den Reflex, sich über die Arme zu reiben, um sich etwas aufzuwärmen.
„Setz dich.“ lautete seine emotionslose Anweisung. Seine Stimme war so scharf und präzise wie ein Skalpell.
„Ich denke, wir müssen dir nicht sagen, dass wir momentan wohl alle nicht recht glücklich über die gegenwärtige Situation sind.“ Kagome senkte ihren Blick auf ihren Schoß, in dem sie nervös mit ihren Fingern knetete. Nur mit Mühe gelang es ihr, ihre Tränen zurückzuhalten.
Und sie versuchte auch, unauffällig mit ihren Augen nach InuYasha zu suchen.
„InuYasha ist nicht hier.“ stellte ihr Gegenüber klar.
„Er weiß nichts hiervon. Das wäre seinem gegenwärtigen Gemüt auch nicht zuträglich.“
„Wovon?“ kam es nur schwach über ihre Lippen.
„Von einer Lösung für die gegenwärtig schwierige Situation.“
Kagome war nicht wohl bei Himiko's Blick. Das, was Sesshōmaru nicht mit seiner Stimme an ihr sezierte, das sezierte sie mit ihren Blicken an ihr. Unter denen sie sich, trotz ihrer zurückhaltenden Kleidung, unwohl fühlte.

„Anzu?“ sprach InuYasha die Nachfahrin seiner besten Freundin an, als er zwar Kagome's Rucksack in ihrem Büro vorfand, nicht aber dessen Besitzerin. „Weißt du, wo Kagome ist?“
Die junge Personalvorständin wich seinem Blick aus, biss sich auf ihre Unterlippe, wirkte nervös.
„Anzu?“ fragte er noch einmal nachdrücklich nach.
„Dein Bruder...wollte sie sehen.“ kam es kleinlaut über ihre Lippen.
InuYasha's Augen weiteten sich, ehe sich seine Augenbrauen vor Wut erneut zusammen zogen und er sofort in Richtung Aufzug zulief.
Die junge Frau sah ihm nach und seufzte. Sie hoffte nur, dass es für ihre Freundin ein gutes Ende nehmen würde. Sie hatte kaum mehr mit dem Daiyōkai zu tun, als in ihrem beruflichen Alltag nötig. Sie konnte daher auch seine derzeitige Stimmung kaum einschätzen. Sie wusste nur, dass er momentan nicht zum spaßen aufgelegt war und man ihm besser aus dem Weg ging. Allerdings sagten ihr ihre schwach ausgeprägten Sinne, die sie wohl von ihren beiden Vorfahren erbte, dass sie eine Begegnung mit diesem eiskalten Raubtier besser meiden sollte...

„Kagome?!“ platzte InuYasha aufgebracht ins Büro seines Halbbruders. Wo ihm auch sofort die Anwesenheit dessen Mutter ins Auge stach. Und Kagome, die vor beiden saß, sich sichtlich klein machte und im Moment nichts mit der Frau gemein hatte, deren eine ihrer Stärken ihre eigene war. Die sie auch dem Daiyōkai gegenüber oft genug bewies. „Was läuft hier?“
„Nichts, was dich angeht.“
„Ihr werdet sie nicht feuern!“ Er stand sofort neben ihr. Sie wich seinem Blick aus, als er zu ihr sah.
„Warum sollten wir sie entlassen, InuYasha?“ fragte Himiko ruhig, aber präzise klingend wie ein Skalpell nach. Legte dabei ihren Kopf schief und zwei Finger an ihre rechte Wange.
„Wenn überhaupt, ist das Ganze meine Schuld. Ich war nicht aufmerksam genug.“
Kagome's Finger krallten sich in ihren grünen Rock. „Sie werfen mich nicht raus.“ kam es, kaum hörbar, von ihr. „Sie bieten mir ein neues Projekt an.“ Er sah zu ihr. „In Mexiko.“
Es dauerte einen kurzen Moment, ehe das, was sie sagte, in seinem Hirn verarbeitet wurde.
„Mexiko?“ wiederholte er ungläubig.
Hai, Mexiko.“ wiederholte die Mutter seines Halbbruders. „Im Süden Mexikos wurden Ruinen eines Stadtstaates der Maya entdeckt. Ein perfektes Projekt, um ihre...“ Himiko fixierte Kagome mit ihrem Blick, die sich unter diesem noch kleiner machte. „...fachlichen Qualitäten...“ Kagome zuckte kurz zusammen. „...unter Beweis zu stellen. Das nimmt sie nicht nur aus der Schussbahn, so lange sie weg ist werden wir uns auch juristisch um die Sache kümmern.“
„Ich kann aber kein Spanisch, ich werde einen Dolmetscher brauchen.“ verwundert sah InuYasha zu Kagome. Für ihn klang es so, als hätte sie bereits zugestimmt.
„Wir werden dir einen Dolmetscher organisieren.“ sicherte Himiko ihr zu.
„Nicht nötig. Ich kenne eine gute Dolmetscherin, sie könnte sofort bei uns anfangen.“
„Gut, du bist in leitender Position. Du besitzt eine Einstellungsberechtigung. Kläre dafür alles mit unserer Personalvorständin.“ Kagome nickte einfach.
„Ihr glaubt doch nicht etwa, dass ich dem zustimme? Dass ihr Kagome in eines der gefährlichsten Länder der Welt schickt. Besonders für Frauen.“
„Was du willst, ist in diesem Fall irrelevant, InuYasha.“ erhob sich Sesshōmaru über den Willen des Jüngeren, der ihn daraufhin anknurrte. So gut, wie es diesem in seiner menschlichen Form möglich war.
„Das könnt ihr vergessen!“
„Du musst dir um nichts Gedanken machen, InuYasha.“ richtete Himiko das Wort an ihn. „Wir werden ihr dort eine Wohnung in einer sicheren Anlage besorgen und unsere Sicherheitsleute werden sie natürlich begleiten. Wer, diese Entscheidung überlassen wir dir. Und während sie weg ist, werden wir uns juristisch darum kümmern, diese kleinen Käfer, die sich Verlage nennen, zu zerquetschen.“ lies sie ihre gnadenlose Natur durchblitzen.
„Das können wir auch, wenn Kagome hier bleibt.“
„Es ist besser für sie, aus der Schusslinie zu kommen.“
„Und das weißt du genau so gut wie wir. Sie weiß das auch.“ Sesshōmaru's kalter Blick lag auf Kagome, die diesem auswich, aber nickend zustimmte. „InuYasha..“ erhob Sesshōmaru seine Stimme. „..war dein wichtigstes Bestreben nicht stets, dein Weibchen zu beschützen?“ Er sah zu Kagome.
„Nenn sie nicht so.“
„Glaubst du, es wäre gut für sie, zwischen die Fronten zu geraten?“
„Das lässt sich auch verhindern, wenn sie hier ist. Ich beschütze sie ganz sicher nicht dadurch, dass ich sie in ein derart gefährliches Land schicke.“
„Ich möchte an diesem Projekt aber teilhaben.“ kam es kleinlaut von Kagome, die damit die Konfrontation der beiden Brüder störte. Verwundert sah InuYasha zu ihr, mit ihren Fingern krallte sie sich in ihren Rock.
„Es ist dort viel zu gefährlich für dich, Kagome.“
„Himiko sagte doch, dass eure Sicherheitsleute mich begleiten und ich eine Wohnung in einer sicheren Anlage bekomme. Und ich werde auf mich aufpassen. Es wird mir nichts passieren.“ Sie legte eine Hand an seine Wange, versuchte zu lächeln. „Außerdem klingt das nach einem wirklich großartigen Fund. Ich wäre wirklich gern dabei. Und ich war noch nie außerhalb Japans.“
„Ich werde dich begleiten.“ Er wusste, er konnte es ihr nicht ausreden.
„Wirst du nicht.“ machte Sesshōmaru eine klare Ansage. „Bist du wirklich so dumm, InuYasha? Wir schicken sie ins Ausland, damit sich die ganze Sache beruhigt und Gras darüber wächst. Damit sie sich auf ihrem Fachgebiet verdient machen kann. Nicht, damit wir noch Öl ins Feuer gießen. An dem ihr euch schon viel zu sehr verbranntet.“
„Ich werde sie auf keinen Fall alleine gehen lassen.“
„Sie ist doch gar nicht alleine. Ihre Dolmetscherin und unsere Sicherheitsleute werden sie begleiten.“
InuYasha wollte etwas sagen, als er Kagome's Hand an seinem Handgelenk spürte und zu ihr sah. Sie schüttelte nur schwach mit dem Kopf.
„Dein Weibchen scheint über mehr Durchblick zu verfügen, als du.“ InuYasha wollte schon erneut knurren, doch Kagome hielt ihn zurück. „Ich denke, damit wäre diese Angelegenheit dann geklärt.“
„Das denkst du vielleicht.“ kam es aufgebracht von InuYasha, während Kagome neben ihm schon aufstand und Richtung Bürotür ging.
InuYasha musste einsehen, in diesem Moment zu unterliegen und folgte ihr auf den Flur. Wo sie bereits telefonierte.
„Hi, Ayumi-chan, ich wollte dir nur sagen, dass ich dir einen Job anbieten kann.“
InuYasha sah ihr nach, während sie Richtung Aufzug ging. Bei der Vorstellung, dass sie in einem anderen Land, in Mexiko, weit weg von ihm, weit außerhalb seiner Reichweite, und nicht an seiner Seite war, drehte ihm den Magen um…

Es war viel los, am Flughafen Tokio-Haneda. An dem sich eine Gruppe von Menschen und denen, die wie diese aussahen, einfanden. Zwei junge Frauen sahen auf die Anzeigetafel, um ja nicht ihren Flug zu verpassen. Eine von ihnen hatte einen grünen, die Andere einen rosafarbenen Koffer bei sich.
„Ich kann es gar nicht glauben, dass die Firma uns First Class-Tickets und jedem jeweils eine Wohnung bezahlt. Und dann bekommen wir noch Sicherheitsleute zur Begleitung.“ Ayumi war begeistert. Und Kagome nahm sich vor, sie während des Fluges, nachdem InuYasha sein Einverständnis gab, über die wahren Strukturen innerhalb der Mirai Corporation, aufzuklären.
„Pass auf dich auf, Kagome.“ Ihre Mutter nahm sie noch mal in den Arm, sie erwiderte diese liebevolle Umarmung. „Und ruf uns mal an, damit wir deine Stimme hören können.“
Kagome nickte. Sie versuchte die Tränen zu unterdrücken. „Gomene, dass auch ihr solchen Stress hattet.“ lag die Aufmerksamkeit der Presse doch auch schnell auf ihrer Familie.
„Mach dir darum keine Gedanken.“ Sie strich ihrer Tochter liebevoll eine Strähne aus ihrem Pony, die ihr ins Gesicht fiel, aus diesem. „Konzentrier dich ganz auf deine Arbeit an diesem tollen Projekt.“
„Aber vergiss nicht, uns auch ein paar coole Souvenirs mitzubringen, Nee-chan.“ Kagome wuschelte Sōta durchs Haar.
„Ich werd schon daran denken.“
InuYasha sah besorgt zu Kagome. Nichts lag ihm im Moment ferner, als sie gehen zu lassen.
„Pass auf sie auf.“ Es klang nicht sauer oder streng, als InuYasha Kōga diese Anweisung gab. Sonder eher bittend. Und auch hoffend, dass ihr nichts passieren würde. Begleitet von Ginta und Hakkaku. Auch die drei Yōrōzoku würden in der ersten Klasse mitfliegen und den beiden Frauen keine Minute von der Seite weichen.
„Das musst du mir nicht sagen, Inukoro.“ Auch die Augen des schwarzhaarigen Sicherheitschefs, lagen auf der jungen Archäologin. „Ich würde für sie durch die Hölle gehen. Ich würde für ihre Sicherheit sterben.“
„Damit Ayame dann mich umbringt?“ Ohne eine Antwort abzuwarten, ging er zu Kagome.
„Ich pass auf mich auf, keine Sorge.“ ging sie noch einmal auf seine Sorgen ein. Dass sie sich so ungestört am Flughafen aufhalten konnten, lag daran, dass sie sich in dessen First Class Lounge aufhielten. Hier war es ruhig und die Anzahl der Gäste übersichtlich.
Den Zugang dazu, gab ihr InuYasha. Verwundert sah sie auf das schwarze Stück Plastik.
„Ich möchte, dass du diese Centurion immer bei dir trägst, Kagome.“
„Aber es ist...deine.“ überfordert sah sie ihn an.
„Es ist eine von meinen.“ Nun sah sie ihn fragend und zugleich verwirrt an. „Zu der Originalkarte gibt es noch einige Zusatzkarten. Und ich möchte, dass du die hier bei dir hast. Ich weiß, du legst nicht viel Wert auf diese Annehmlichkeiten. Aber du wirst dadurch keinerlei Probleme haben, in jedem Bereich. Und sie sichert dir eine kostenlose Gesundheitsversorgung in jedem Land zu, auf dem höchsten Niveau.“ Und wenn es nach ihm ginge, sollte sie sich nicht einmal an einem Blatt Papier schneiden.
Sie sah die ernste Sorge, die in seinem Blick lag und steckte die Karte deshalb kommentarlos ein – bevor sie ihn umarmte.
Es dauerte eine Sekunde, bis eine Reaktion erfolgte. Doch er erwiderte ihre Umarmung, drückte sie fest an sich, vergrub seine Finger und seine Nase in ihrem Haar. Wollte ihren Geruch so tief wie möglich aufsaugen und in sein Gedächtnis einbrennen.
„Komm zu mir zurück, Kagome, hörst du.“ Nun konnte sie ihre Tränen nicht mehr zurückhalten und vergrub ihr Gesicht an seiner Brust.
„Wir müssen zum Flieger.“ spielte Kōga ungern den Spielverderber, wofür er auch einen bösen Blick des Han'yō kassierte.
„Wir sehen uns in ein paar Wochen.“ versicherte sie ihm, ehe sie seine Hand los lies. Ihre Finger, sich seinen Millimeter für Millimeter entzogen. Bis er ihr nur noch dabei zusehen konnte, durch ein Flughafenterminal aus seiner unmittelbaren Nähe zu verschwinden...




InuYasha musste sich also der Idee Himiko's und Kagome's Willen, an diesen Ausgrabungen teilzunehmen, geschlagen geben.
Aber zumindest wird sie die nächsten Wochen nicht allein bei den Ausgrabugen sein.
Ob sie das aber auch vor größeren Schwierigkeiten bewahren wird?
Bis nächste Woche zum Lesen^.<
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