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500 Years later...

GeschichteAllgemein / P18
Inu-Yasha Kagome
26.06.2020
15.01.2021
33
124.445
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21.08.2020 7.874
 
11.Kapitel: Ein aufregender Abend





Mit einem schnellen Gang begab sich InuYasha auf den Weg zum Büro seines Bruders. Ohne anzuklopfen, trat er in dieses ein. Sesshōmaru sah nicht einmal von seinem Schreibtisch auf. Aber ihm wäre die sichtbare Wut im Gesicht seines Bruders sowieso egal gewesen.
Seelenruhig und ohne Regung im Gesicht, arbeitete er weiter an seinen Unterlagen, während InuYasha seinen Unmut äußerte.

„Du willst, dass Kagome eine Ausstellung kuratiert?“
„Das gehört unter anderem zu ihren Aufgaben bei uns und innerhalb ihres Arbeitsbereiches.“ Er sah von seinen Unterlagen nicht einmal auf, während er sich mit seinem Bruder unterhielt. „Das solltest du wissen. Immerhin zielte dein ganzes Handeln darauf ab, dass deine Gespielin diesen Job bekommt, weil du sie in der Firma haben wolltest.“
„Kagome ist nicht meine Gespielin!“
„Wie dem auch sei, solche Veranstaltungen gehören zu ihrem Aufgabengebiet.“
„Klammern wir an der Stelle mal aus, dass du zudem noch das ausgegrabene Leben unserer gemeinsamen Freunde dafür nutzt, dieses arrogante Gesocks zu bespaßen, hätte dir vielleicht auch mal in den Sinn kommen können, dass ich es eventuell nicht will, Kagome in dieses gesellschaftliche Haifischbecken zu werfen?“
„Dann hättest du sie nicht einstellen sollen. Diese Art der Öffentlichkeitsarbeit gehört zu ihren Aufgaben. Sie ist auch Historikerin und es ist ihr Projekt-“
„Dass du ihr, ohne Absprache mit mir, einfach übertragen hast. Weißt du, wie es ihr ging, als sie herausfand, dass sie das Leben unserer gemeinsamen Freunde, von denen sie sich nie verabschieden konnte, ausgrub?“
„Ihre persönlichen Befindlichkeiten sind für eine Ausübung ihres Jobs irrelevant. Wenn sie dem nicht gewachsen ist, war sie die falsche Wahl für diese Arbeit. Außerdem war dir schon damals bewusst, dass eine Integrierung in unser Unternehmen, in diesem Bereich, auch gesellschaftliche Verpflichtungen mit sich bringen.“
„Ich gab Kagome nicht nur das Stipendium für Geschichte und Archäologie, weil ich wusste, dass ihr diese Fächer liegen werden und ich hatte recht, ihre Noten geben ihr recht. Kagome ist wirklich gut auf diesem Gebiet. Ich wollte nicht nur, dass sie in meiner Nähe ist, sondern auch, dass sie in einem Bereich arbeiten kann, der eher ruhig ist. Ich wollte sie nicht in die Öffentlichkeit zerren. Du weißt doch, wie unser Leben ist. Warum wir uns in die Anonymität zurückzogen. Wie schwer es ist, bei all den Paparazzi und dem öffentlichen Interesse, das aufrecht erhalten zu können. Ich wollte, dass Kagome und ich wieder ein gemeinsames Leben haben, dass sie einen guten Job hat, aber auch ihr gewohntes Leben, mit ihrer Familie und ihren Freunden, weiterführen kann. Sie ist nicht die Natur dafür, sich zurückzuziehen und das Leben einer....reichen Gattin, in einem goldenen Käfig zu führen.“
„InuYasha...“
„Was?“ knurrte dieser aggressiv.
„Wie ich deine Menschenfrau bis jetzt erlebte, könnte sie mir ihren Standpunkt recht gut selbst verständlich machen. Und wenn du ihr eine solche Natur zusprichst, was machst du dann hier, um für sie einzustehen?“
Auch in seiner menschlichen Gestalt lies es sich der Han'yō nicht nehmen, kurz zu knurren.
Was Sesshōmaru doch eher zu amüsieren schien…

An diesem Abend füllten sich die großen Räume des Nationalmuseums Tōkyō mit vielen Menschen und Personen, die diese für Angehörige ihrer Spezies hielten. Darunter auch zwei jung erscheinende Männer, von denen einer einen schwarzen Anzug mit hellgrauen Rändern und silberfarbenen Manschettenknöpfen trug. Darunter eine dunkelgraue Weste und ein weißes Hemd. Um deren Kragen eine gelbe Krawatte mit lilafarbenem Muster gebunden und an dieser eine Krawattennadel, die wie die Miniaturausgabe eines Schwertes aussah.
Der Andere stach durch seinen roten Anzug hervor, unter dessen Jackett er eine schwarze Weste trug, in deren Tasche ein weißes Einstecktuch steckte. Seine rote Krawatte trug er nur locker um den Kragen seines weißen Hemdes gebunden. Direkt an seinem Hals trug er ein dünnes, schwarzes Band, an dem ebenfalls eine Miniaturausgabe eines Schwertes als Anhänger hing.
Er hasste diese Veranstaltungen, auf denen sich für gewöhnlich Angehörige der oberen Schichten tummelten.
An diesem Abend sollte, in der Japanischen Galerie des Museums, eine neue Ausstellung eröffnen, in der neue archäologische Funde präsentiert wurden. Zu der sich einige hochrangige Personen der Gesellschaft einfanden, die geladen waren.
Nur mit einer Einladung, konnte man dieser Eröffnung beiwohnen, bevor ab dem nächsten Tag auch Normalsterbliche dazu Zugang bekamen.

Zu den zwei jungen Männern gesellte sich eine junge Frau, die durch die Wahl ihres Outfits einen missfallenden Blick des Älteren erntete. Trug sie doch, mit ihrem zweifarbigen Jumpsuit, nicht das, was er sich unter Abendgarderobe vorstellte, welche gewünscht war.
Das Oberteil war schwarz und schulterfrei. Die Hosenbeine lang und weiß, aus weitem und luftigem Stoff. Über ihren nackten Schultern trug sie jedoch einen weißen Blazer auf ihren Schultern. Ihre braunen Haare trug sie zu einem hohen Ponytail gebunden. Besonders auffällig war ihre lilafarbene Blume an ihrem Zopf.
Neben ihr stand ihr Ehemann, der heute im Dienst war. Deshalb einen schwarzen Anzug und ein graues Hemd, dazu aber eine dunkelbraune Krawatte trug, seine Haare zu einem Knoten im Nacken zusammen gebunden hatte.
„Hör auf, mich mit deinen Blicken umbringen zu wollen.“ erwiderte Ayame kalt und ungerührt auf Sesshōmaru's Blick, ohne diesen anzusehen. „Ich muss sagen, dass Kagome-chan und Asagi das Ganze hier echt toll auf die Beine gestellt bekamen.“

Auch vier junge Frauen und ein junger Mann, die in diesem Moment die Ausstellungsräumlichkeiten betraten, machten große Augen und zeigten sich von der Veranstaltung beeindruckt. Zu der sie niemals Einlass bekommen hätten, wäre ihre gemeinsame Freundin nicht die Archäologin, deren Funde und Ergebnisse heute einem ausgewählten Publikum vorgestellt werden sollten.
„Kagome-chan knackte mit ihrem Job echt den Jackpot.“ Eri trug ein eng anliegendes und bodenlanges, gelbes Kleid. Vorne wie am Rücken war es hochgeschlossen, dafür schulterfrei und hatte keine Ärmel. Um ihre Taille und an den Schultern waren kleine Muster in den Stoff gestickt.
Zu ihrem Kleid trug sie goldfarbene High Heel Sandaletten mit Blockabsatz und kleiner Schnalle. Statt eines gelben Haarbandes trug sie einen dünnen, goldfarbenen Haarreifen.
„Nicht nur mit ihrem Job.“ Ihre Freunde folgten Yuka's Blick, der zu InuYasha ging, welcher in einigen Metern Entfernung neben seinem Bruder stand. Und Yuka konnte wohl froh sein, dass dieser sie nicht sah. Dehnte sie mit ihrem Outfit den Wunsch nach Abendmode noch weiter aus, als Ayame.
Yuka trug nicht nur eine weiße, eng anliegende, knielange Hose, sondern dazu doch lediglich eine lange, dunkle, orangefarbene Shirtbluse, die ihr bis zu ihren Hüften reichte. Über dieser trug sie einen schwarzen Bolero mit Chiffon-Einsätzen am Vorderteil, die wellig fielen. Ihr Outfit ergänzten die schwarzen Slingpumps mit Blockabsatz.
„So lange er sie auch glücklich macht. Und Kagome kam mir eigentlich sehr glücklich vor.“ Dabei drückte Hōjō's Verlobte seine Hand, was er auch mit einem Lächeln erwiderte.
Sie trug ein knielanges, dunkles und rosafarbenes Abendkleid mit Flügelärmeln aus leichtem Chiffon und dazu passende Pumps. Er trug einen einfachen, hellgrauen Anzug mit weißem Hemd und grauer Krawatte.
„Wenn man so lange auf das Wiedersehen warten muss, kann man doch nur glücklich sein.“ schien sich Ayumi fast zu verplappern, als Hōjō und seine Verlobte sie fragend und irritiert ansahen und Yuka und Eri sie sofort in ihrem Redefluss stoppten.
„Shhh.“ gingen die Zwei mit ihren Zeigefingern auf ihren Lippen, in Richtung Ayumi, dazwischen.
Abwehrend hoben sie Hände, lächelten verhalten und versuchten Ayumi's Aussage umzudeuten.
Die junge Dolmetscherin trug ein romantisch anmutendes, knielanges und helles rosafarbenes Kleid. Es hatte nur einen minimalen Rückenausschnitt zwischen den Schultern und war mit einem floralen Muster überzogen.

„Kagome-chan wird doch heute eine Rede halten. Wann steht die denn an?“ wollte sie das befreundete Paar schließlich selber von ihrer vorigen Aussage ablenken, die darauf ins Booklet schauten, das jeder Gast ausgehändigt bekam.
Erleichtert seufzten Yuka und Eri, dass das Ablenkungsmanöver funktionierte.
´´Kagome-chan's Rede wird den Abend heute eröffnen. Aber erst mal müssen alle Gäste eintreffen.`` zog eine junge, weibliche Stimme die Aufmerksamkeit von Kagome's Jugendfreunden auf eine junge Frau, die zu ihnen kam.
Sie trug ein apricotfarbenes Vokuhila-Kleid, dessen Chiffon-Rock zweilagig war und ihr in Wellen um die Beine fiel, ihr bis zu den Knöcheln reichte. Die untere Lage des Rockes war weiß. Es war trägerlos und schulterfrei. Doch darüber trug sie einen schwarzen Blazer, der am Bauch zugeknöpft war. Dazu trug sie schwarze Spangenpumps mit überkreuzten Riemchen.
Neben ihr stand ein junger Mann, der ihr sehr ähnlich sah, gut einen Kopf größer war und einen schwarzen Anzug, mit weißem Hemd und einer blassen, fliederfarbenen Krawatte trug.
„Und das wird wohl noch eine Weile dauern, wenn ich mir die Gästeliste so ansehe.“ Sie sah über ihre Schulter zum Eingang des Museums, von dem sie nicht weit entfernt standen und durch den noch immer Menschen eingelassen wurden. „Möchtet ihr vielleicht etwas trinken?“ Sie winkte einen der Kellner heran, die den ganzen Abend mit ihren Tabletts durch die Räume laufen und den Gästen Getränke und Häppchen servieren würden.
„Was für ein hübsches Paar.“ flüsterte die ahnungslose Ayumi ihren Freunden zu, die nickend zustimmten, ehe Anzu ihnen allen ein Glas in die Hand drückte.

Helles Lila, das an Flieder erinnerte, trug auch Kagome's Mutter, als diese auf InuYasha zuging, sich wie zufällig neben ihn stellte und ihn leise, für andere Gäste, die eh mit sich, ihren Gesprächen, Booklets oder Häppchen, beschäftigt waren, ansprach.
„Konbanwa, InuYasha-kun.“ Sie lächelte liebevoll. Und trug ein helles, fliederfarbenes Kostüm mit weißer Bluse und knielangem Rock, Pumps, Clutch und Perlenohrringen.
Sōta und seine Freundin, Hitomi, standen neben ihr.
„Müsste Nee-chan den Abend nicht bald mal eröffnen? Wir sind schon wirklich auf ihre Rede gespannt.“
InuYasha sah, wie Sōta die Hand seiner Freundin hielt. Hitomi trug ein knöchellanges, weißes Kleid mit breiten Trägern. Ein buntes Blumenmuster war darauf gedruckt. Um ihre Taille war eine Schleife gebunden. Sie trug eine Kette mit einem Schmetterling als Anhänger. Sōta trug einen dunkelblauen Anzug mit weißem Hemd und roter Fliege.
„Ich werde mal nach ihr sehen.“ Der Han'yō wollte gerade los gehen, als das Licht schummriger wurde und dafür andere Lichter angingen, die die Treppe in Szene setzten.

Das Nationalmuseum in Tōkyō erstreckte sich in mehreren Gebäuden über ein großes Gelände. Die Ausstellung fand in der Japanischen Galerie statt. Einem Gebäude aus hellem Stein und mit dunklem Dach, erbaut im Kaiserkronen-Stil.
Vor diesem Gebäude gab es einige kleinere Grünflächen, zwei Bäume, größere Sträucher und mit einem Wasserbecken auch eine Wasserfläche, in der sich das, von außen angeleuchtete Gebäude, an diesem Abend spiegelte.
Im Inneren des Gebäudes wurde die Aufmerksamkeit auf eine große Treppe gelenkt. Die, wie die Wände, aus Stein erbaut war, wenn auch die Wände mehr aus Marmor oder einem anderen, hochwertigen Gestein gemacht wirkten.
Auf einzelnen Ecken des steinernen Treppengeländers waren Lampen fest verbaut.
Die Treppe führte auf eine große, goldfarben glänzende Flügeltür zu. Hinter der sich Ausstellungsräumlichkeiten befanden. Über dieser Tür hing eine Uhr, die umgeben war von einem filigran gearbeiteten, metallenen Muster.
Am Ende dieser Treppe stand an diesem Abend ein Rednerpult und die Rednerin, die diese Rede halten sollte, kam soeben diese Treppe hinunter.

Die Pfennigabsätze ihrer silberfarbenen High Heel Sandaletten klackten auf der steinernen Treppe. Unter dem Vorderfuß hatten die Schuhe ein leichtes Plateau. An ihrem rechten Handgelenk glitzerte das Armband im Licht der Lampen, welches sie einige Tage zuvor noch geschenkt bekam.
Mit beiden Händen musste sie den Rock ihres Abendkleides leicht anheben, damit sie nicht die Treppe runter fiel. Es war enganliegend, betonte ihren Körper auf elegante Weise. Der Rock wurde in der Mitte ihrer Oberschenkel weiter, sie zog ihn wie eine Schleppe hinter sich her.
Eine Schleppe aus dunkelgrünem, durchsichtigen und leichtem Chiffon, unter dem der moosgraue Unterstoff sichtbar wurde. Auf dem auch das dunkelgrüne Spitzenmuster, das wie Blätter aussah, genäht war, das sich über das ganze Kleid und auch zwischen dem dunkelgrünen Chiffon, zog.
Am Ende der Schleppe war noch einmal Spitze aufgenäht, die leicht glitzerte, wenn sie bewegt wurde. Unterhalb ihres Dekolletés war der dunkelgrüne Chiffon noch einmal überkreuzt aufgenäht, darüber verzierten einige funkelnde Steine das Dekolleté.
Rechts und links dieses Dekolletés, das zu einem Carmen-Ausschnitt gehörte, hatte das Kleid durchsichtige, kurze Ärmel, die ihr bis zu den Ellenbogen reichten und mit dunkler Spitze überzogen waren, an denen sie noch zwei lange, dünne Stoffbahnen aus dunkelgrünem, durchsichtigem Chiffon hinter sich her zog.
Ihr langes, dunkles Haar, dessen dunkler, blauer Schimmer im Licht der Lampen noch mehr hervor gehoben wurde, wurde zu einem, in Wellen fallenden, Zopf an der rechten Seite ihres Kopfes hochgesteckt.
Auf ihren Lippen schimmerte ein heller Lipgloss. Das Rosa ihrer Wangen wurde durch eine hauchfeine Schicht Rouge betont. Ihre hellen, braunen Augen waren leicht von Kajal umrandet und ihre langen, schwarzen Wimpern mit etwas Mascara betont.
„Kago....me…“

Als ihre Mutter bemerkte, wie der Han'yō ihre Tochter ansah und ihren Namen nur brüchig gehaucht über seine Lippen bekam, lächelte sie wissend. Auch auf Hōjō's Wangen und denen ihrer Freundinnen legte sich ein leichtes Rosa. Ihre Augen weiteten sich und funkelten vor Staunen über die hübsche, junge Frau, die da vor ihnen stand. Nichts mehr erinnerte an die Mittelschülerin in ihrem weiß-grünen Sailorfuku.
„Konbanwa.“ begrüßte Kagome die Gäste, die in der Eingangshalle standen. „Ich freue mich, Sie alle heute hier zu sehen und kennen zu lernen. Und ich freue mich auch, dass sich so viele Menschen dafür interessieren, einen Blick in die Vergangenheit unseres Landes zu werfen. Ich bin Higurashi Kagome und arbeite als leitende Archäologin für die Stiftung der Mirai Corporation, die mir diese wunderbare Chance gab, ein so tolles Ausgrabungsprojekt wie dieses zu leiten.“ leitete Kagome ihre Rede ein. Kaum merklich atmete sie noch einmal tief durch, um sich zu beruhigen.
Noch nie zuvor stand sie vor so vielen Menschen. Noch nicht mal bei Vorträgen in der Uni.
„Dieser Ort hier, an dem diese Ausstellung stattfindet, könnte passender nicht sein, für diesen Anlass. Denn das Nationalmuseum Tōkyō, das in diesem wunderschönen Park steht, der selbst viele historische Verbindungen hat, befindet sich auch im Bezirk Taitō. Und auch, wenn es in dieser Ausstellung nicht um die Edo-Zeit gehen soll, so finde ich es doch passend, dass Taitō schon zu dieser Zeit ein belebtes Shitamachi-Viertel, eine Gegend der einfachen Leute war. So wie die Menschen, die ihre Spuren, die sie in der Geschichte unseres Landes, dieser schönen Stadt, hinterließen. Sodass wir uns nun ein Bild über ihr Leben machen können. Anhand der Fundstücke, die wir fanden, aber auch den Nachbauten der Häuser, dessen Grundrisse wir fanden und die wir annähernd originalgetreu nachbauen konnten. Aus Platzgründen musste dies jedoch in den schönen Garten des Museums verlegt werden. So bekommen Sie und alle weiteren Museumsbesucher, die einzigartige Möglichkeit, an der frischen Luft, in einer tollen, natürlichen Umgebung, einen Einblick in die Geschichte unseres Landes, den Alltag der Menschen in der Sengoku-jidai zu gewinnen.“
Als sie von den Menschen in der Sengoku-jidai sprach, wurde ihr Griff um den Rand des Rednerpults kurz etwas fester, musste sie kurz ihre Zähne zusammen und sich, kaum merklich, auf die Unterlippe beißen.
„Aber jetzt möchte ich Sie nicht länger mit meiner Ansprache langweilen. Bitte, genießen Sie diese tolle Ausstellung.“

Hinter ihr wurde die große, goldfarben glänzende Tür geöffnet.
Die Leute klatschten, vor allem ihre Freunde, ihre Familie. Nur Sesshōmaru und InuYasha nicht. Wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.
Sesshōmaru, weil seinem gefestigten Gemüt kaum etwas eine Regung abrang.
Und InuYasha, deren Ohren die ganze Zeit über, Kagome's gesprochene Worte, nahezu ausblendeten. Nur seine Augen ihr Aufmerksamkeit schenkten. Wussten sie doch nicht, wohin sie bei der jungen Frau, die eine Rede hielt, zuerst hinsehen sollten.
Auch das Trinken vergaß er über den Zeitraum, in dem sie vor diesen Leuten stand. Weshalb sein Mund schon ganz trocken war, als sie zu ihm und ihren Freunden, ihrer Familie kam. Sichtlich davon mitgenommen, vor so einem Publikum, eine derartige Rede zu halten.
„Du warst unglaublich da oben, Nee-chan.“ Sōta war sichtlich stolz auf seine große Schwester. Wie ein Schuljunge, der gerade ein wichtiges Tor schoss, grinste er breit und strahlte über das ganze Gesicht.
„Sōta hat recht, meine Kleine.“ Den Stolz sah man in den Augen ihrer Mutter glänzen. Sie war schon beinahe zu Tränen gerührt. „Und Opa wäre auch sehr stolz auf dich, genauso wie dein Vater.“
„Jii-chan hätte nach dieser Ausstellung sicher nicht mehr mit irgendwelchen alten Geschichten aufgehört, die er dir erzählt hätte.“
„Und nach meinem Studium und der Arbeit der letzten Wochen, könnte ich sogar mit ihm mitreden.“
„Bloß nicht.“ meinte Sōta lächelnd, trank von seinem Orangensaft, während alle um die kleine Familie herum begannen, verständnisvoll und wissend zu lachen und zu kichern.
Ein Verhalten, was Sesshōmaru doch eher fremd war. Weshalb er sich von der größeren Gruppe Menschen zurückzog.
Und auch jetzt, schluckten die optischen Einflüsse Kagome's, für InuYasha, alle Gespräche und andere Umgebungsgeräusche.
„Dein Kleid ist wirklich wunderschön, Kagome.“ bewunderte Hitomi das prächtige Kleidungsstück.
Kagome wurde etwas rot um die Nase. Sie lächelte verlegen und spielte unsicher mit einer ihrer Haarsträhnen.
Jede Bewegung ihrer hellen und schlanken Finger mit den dunklen Wellen, schienen sich dem jungen Mann neben ihr auf dessen Netzhaut einzubrennen, während er sie einfach nur ansah.
„Das ist ein Designerkleid.“ stellte ihre modeaffine Freundin Eri recht schnell fest. „Das merkt man an der Qualität der Stoffe.“ Sie rieb den Chiffon zwischen ihren Fingern.
„Du musst bei denen ja richtig gut verdienen.“ Yuka nahm ein Schluck aus ihrem Glas.
„Ich hab mir das nicht gekauft. Es wurde mir mit der Post zugeschickt.“ abwehrend hob sie ihre Hände, lächelte verhalten.
Ihre Freunde sahen sie irritiert an.
„Ich wüsste nicht, wo ich das in letzter Zeit mal gesehen hätte.“ überlegte Eri.
„Es scheint dir auch wie eine zweite Haut zu passen.“ Ayumi sah sie erstaunt an.
„So fühlt es sich auch an. Ich spüre es kaum, es ist sehr leicht. Es fühlt sich fast so an, als wäre es wie für mich gemacht.“
„Sicher, dass das nicht auch der Fall ist?“ Kagome horchte auf, sah auf ihr Armband, das sie an ihrem Handgelenk trug. Lenkte so auch die Aufmerksamkeit ihrer Freunde auf das Schmuckstück.
„Was ist das für ein hübsches Armband?“ fiel es Hitomi zuerst auf.
„Das ist...“ wieder wurde die Angesprochene etwas rot. „...ein Geschenk. Jade und...Aquamarine.“ gab sie zu, verschwieg allerdings das palladiumhaltige Weißgold. Sie wollte vor ihren Freundinnen nicht so dick auftragen.
„Da musst du aber jemandem ungeheuer wichtig sein.“ merkte Ayame, die sich zu der kleinen Gruppe gesellte, an. Grinsend sah sie zu InuYasha. Der gleich seinen Blick abwandte, als sich Kagome und auch die anderen zu ihm umdrehten. Seine Wangen nahmen sich nicht viel im Vergleich zu seinem Anzug. „Warum heute so still, hm?“ Ayame piesackte ihn ein wenig, kassierte dafür auch den dementsprechend bösen Blick. „Du sagtest noch gar nichts über Kagome-chan's tolle Rede oder ihr wirklich hübsches Kleid.“ Ayame's Grinsen wurde immer breiter und wissender.
„I-Ich muss an die frische Luft.“ kam es nur, sichtlich mit der Situation überfordert, von ihm und verließ das Museum sofort Richtung Hinterausgang.
//InuYasha?//

Draußen ging es ihm auch gleich viel besser. Auch ohne die geschärften Sinne, die er als Han'yō besaß, waren diese Menschenansammlungen stets nur schwer für ihn zu ertragen. Die vielen Menschen auf dichtem Raum. Die Wärme, die sie erzeugten und die die Luft stickig werden lies.
Die Lautstärke ihrer Gespräche.
Hier draußen war die Luft um einiges klarer und kühler. Es war ruhiger. Nur der Wind rauschte durch die Bäume und Büsche, die rund um den Teich standen, auf dem lediglich ein paar Enten schwammen.
´´InuYasha?`` Ihre Stimme lies ihn kurz zusammen zucken. Als er sich zu ihr umdrehte, machte das Licht, das vom Museum aus, sie von hinten anstrahlte, die Situation auch nicht besser. „Was ist mit dir los?“ Sie sah ihn fragend an, er erkannte den Anflug von Sorge in ihrem Blick. Als sie ihn kurz am Oberarm berührte, zog er ihn zurück. Nahm auch einen Schritt Abstand zu ihr ein. „InuYasha, was ist-“
„Gomene.“ entschuldigte er sich kleinlaut. Auch nach 500 Jahren etwas, was ihm nicht besonders lag. „Deine Rede, ich....bin mir sicher, sie war wirklich toll.“
Kagome seufzte und pustete sich die Ponyfransen aus ihrem Gesicht. „Du hast nicht zugehört.“ stellte sie fest, klang aber nicht wirklich sauer.
„Es tut mir leid.“ Ihrem Blick wich er aus, ballte seine Hände zu Fäusten, biss sich auf die Unterlippe. „Aber wie sollte ich das auch?“ hellhörig werdend, sah sie zu ihm. „Wenn du vor allen da oben stehst, im Licht, im Zentrum. In...diesem Kleid.“ Seine Handflächen begannen zu schwitzen und sein Herz schlug schneller. Selbst jetzt, nach all der Zeit, fiel es ihm nicht immer leicht, mit seinen Gefühlen umgehen zu können.
„Dann findest du auch, dass es mir steht?“ unsicher kratzte sie sich leicht an ihrer Wange.
Mit einem „Keh.“ lenkte er ihre Aufmerksamkeit auf sich. „Dir stehen?“ wiederholte er ihre Frage. „Kagome, du bist-“ unterbrach er sich selbst, bevor er zu viel sagte, was ehrlich war, ihn aber überforderte.
Plötzlich stand er wieder dicht vor ihr. Sah ihr direkt in die Augen. Sie hatte seinen Geruch in der Nase und er spürte die Wärme, die von ihrem Körper ausging. Der in diesem Kleid, das ihr saß wie eine zweite Haut, noch zerbrechlicher wirkte als damals – vor 500 Jahren.
„Was, InuYasha?“ kam es gehaucht von ihr.
„Du hast nicht ansatzweise eine Ahnung, welche Herausforderung dieses Kleid an dir, für mich ist, Kagome. Ich wüsste nicht, welches Stück Stoff auf der Welt, dir besser stehen könnte.“
Sie legte vorsichtig ihre Hände an seine Brust. Was dennoch tausend Stromstöße durch seinen Körper zu jagen schien.
Neben ihnen spiegelte sich der weiße Vollmond am dunklen Himmel über Tōkyō, auf der Oberfläche des Teichs.
InuYasha verzog seine Lippen zu einem kleinen Schmunzeln und legte seine Arme um ihren schlanken Körper, drückte ihren an seinen und legte sein Kinn auf ihr Haar.
In seinen dunklen Augen spiegelte sich der treffende Vergleich mit Kagome, wie er fand. Tief sog er ihren natürlichen Geruch ein. Sie brauchte kein Parfüm.
Kagome genoss seine liebevolle und starke Umarmung, schloss ihre Augen und schmiegte sich an ihn. All die Nervosität, die sich wegen ihrer Rede in ihr aufbaute, fiel nun langsam von ihr ab. Weshalb sie auch ihre Schultern etwas sinken und sich selbst in seine Umarmung fallen lies.

„Es gäbe im Moment nichts...“ durchbrach seine Stimme die Stille zwischen ihnen. „...was ich lieber machen würde, als dich mit zu mir nach Hause zu nehmen.“ Beinahe wie hypnotisiert sah er auf seine Finger, die immer wieder durch ihr dunkles, seidiges und schimmerndes Haar fuhren.
Kagome's Herz blieb für den Bruchteil einer Sekunde stehen, um dann umso mehr zu rasen. Kurz versteifte sich auch ihr Körper. Vor Überraschung leicht geschockt, diese Worte von InuYasha zu hören. Um dann festzustellen, dass sie nichts dagegen hätte.
Sie erwiderte seinen Blick, in dem sie nicht nur Verlangen sah, sondern auch etwas anderes.
Ihre Finger krallten sich leicht in das Jackett seines Anzugs, während sich ihre Lippen einander näherten.
500 Jahre....mussten sie auf diesen Moment warten.
Nur die Geräusche der Natur drangen an ihre Ohren, während sie sich küssten. Neben dem Teich, der ruhig neben ihnen lag. Unter dem Vollmond, der über Tōkyō stand. Ein leichter Wind lies ihrer beiden dunklen Haare wehen und den grünen Chiffon an Kagome's Kleid.
//InuYasha//
Sie spürte die Tränen, die ihr über die Wangen liefen. Ihre Finger krallten sich noch etwas mehr in sein Jackett. Weshalb er seine Umarmung intensivierte und sie näher an sich drückte.
Ihr zunächst sanfter Kuss, verfing sich zunehmend in etwas...intensiverem.
Bis sie beide, aus Luftnot, sich voneinander trennen mussten.
„Inu...Yasha, wir....können nicht einfach von hier verschwinden.“ Dennoch herrschte eine nahezu aufgeladene Atmosphäre zwischen ihnen. Ihre Wangen konnten schon fast seinem Anzug Konkurrenz machen, an dessen Kragen sie nervös herum nestelte.
„Und wieso nicht?“ Seine Finger fuhren zärtlich an ihren Seiten entlang. Was nicht nur Stromstöße bei jeder Berührung auslöste, sondern auch einen angenehmen Schauer über ihren Körper jagte.
Wieder küsste er sie, etwas leidenschaftlicher als zuvor.
„Weil das hier...“ Sie schob ihn wenige Millimeter von sich weg, als sie sich wieder lösen mussten. „...eine sehr wichtige Veranstaltung ist. Die Erste, auf der ich öffentlich auftrete und meine Arbeit präsentiere. Die wichtig für die Stiftung ist und...“ Seine Nase, die sich sanft an ihrem Hals rieb und sein warmer Atem da, wo sie ihren Puls spürte, machten es ihr nicht einfach, ihm zu widerstehen. Ihm und ihren eigenen...Wünschen.
„Glaub mir, diese Veranstaltungen werde immer wieder kommen und gehen.“ Als er begann, sie dort zu küssen, wo sie ihren Puls spürte und sie auch seine Hände an ihrem Rücken bemerkte, wie sie zärtlich über diesen fuhren, fiel es ihr noch um einiges schwerer, ihm zu widerstehen.
„M-Mag ja sein, aber... Es ist mein erstes Mal und...“ Sie brach ab, als sie merkte, was sie da eben sagte und wich scheu seinem Blick aus. „Ich möchte einfach...einen guten Eindruck hinterlassen und die Aufmerksamkeit und das Interesse der Menschen, für die Geschichte wecken.“
Sie musste einmal tief durchatmen, um sich ihm widersetzen zu können, als er von ihrem Hals weiter abwärts wandern wollte und sie ihn dennoch etwas von sich schob.
„Außerdem bist du doch auch Repräsentant der Firma. Solltest du dich da nicht auch...blicken lassen?“ Sie gewann zwei Schritte Abstand zwischen ihnen.
„Sesshōmaru und ich bevorzugen die Anonymität, weißt du doch.“ Sie nickte bestätigend. „Ich überlasse solche Angelegenheiten immer Sesshōmaru. Vor allem, weil er mich sowieso ganz furchtbar bei so etwas findet. So gewinnen wir beide bei der Sache.“ Hätte er noch Reißzähne, würden sie in diesem Moment im Licht des Mondes aufblitzen.

´´Kagome-onee-chan?!`` hörte sie Asagi nach sich rufen und die innige Atmosphäre zwischen ihnen verschwand so plötzlich, wie sie sich aufbaute.
„Warum muss in solchen Momenten immer jemand dazwischen platzen?“ Er klang genervt. Was sie verstehen konnte. Aber dennoch musste sie nun auch professionell an die Arbeit denken.
„I-Ich sollte zu ihr gehen. Es ist bestimmt wichtig.“ Sie wollte schon gehen, als er sie an der Hand festhielt, an deren Gelenk sie sein Armband trug.
„Warte noch kurz, Kagome.“ Sie sah zu ihm. „Ich weiß, deine Arbeit ist dir wichtig. Und mir ist es wichtig, dass du glücklich bist.“ Ihre Augen wurden ein wenig größer. Auch wenn sie diese Aussage wohl nicht mehr überraschen sollte. „Aber das vorhin war die Wahrheit. Es gibt im Moment nichts besseres oder wichtigeres für mich, als dich. Und ich...möchte wirklich gern mit dir beisammen sein.“ Sein griff um ihre Finger wurde etwas fester. Dennoch bedacht darauf, ihr nicht weh zu tun. Nichts läge ihm jemals ferner.
„Ich weiß. Mir geht es...nicht anders.“ gestand sie schüchtern ein. „Aber vorher will ich wenigstens nur noch kurz zurück und wissen, was Asagi-chan von mir will. Dann sehen wir weiter, okay?“
Er nickte nur und lies sie los, damit sie zurück gehen konnte. Es kam ihm beinahe wie in Zeitlupe vor, als ihre Finger einander los ließen und er sah ihrem langen Haar hinter her, das in der Luft zu schweben schien, als sie Richtung Hinterausgang des Museums lief.
„InuYasha?“ blieb sie dann doch noch kurz stehen und drehte sich zu ihm um. „Auch wenn es nicht nötig gewesen wäre. Arigatō, für das wirklich schöne Kleid.“
„Weißt du, ich würde lügen, würde ich sagen, dass es nicht...perfekt zu dir passt.“ verlegen kratzte er sich etwas in seinen schwarzen Haaren. „Aber ich lüge absolut nicht, wenn ich sage, dass ich dir das Kleid nicht schicken lies.“

„Was wolltest du von mir, Asagi-chan?“ fragte sie die junge Pressesprecherin, als sie zurück im Gebäude war. Trotz der kühlen Luft draußen, fühlte sie sich unglaublich erhitzt.
„Ein paar Reporter möchten dich interviewen.“
„Mich?“
„Hai.“ zusammen mit Asagi ging sie zu den Personen, die sie sofort fotografierten, als sie vor ihnen stand und hielten ihr ihre Smartphones vor ihr Gesicht, um jedes Wort aufzunehmen.
„Higurashi-san, wie ist es, in so jungem Alter, in dieser Position zu arbeiten?“
„Nun, ich kann Ihnen sagen, dass es eine wirklich tolle Aufgabe ist. Die mich erfüllt und mir Freude bereitet.“
„Wo studierten Sie, um sich für diesen Job angemessen zu qualifizieren?“
„An der Keiō Universität. Ich studierte Geschichte und Archäologie.“
„Dann stammen Sie also aus gutem Hause?“
„Nein, ich wuchs ganz normal in der Mittelschicht auf. Das Studium konnte ich mir nur dank eines Stipendiums leisten, welches mir die Mirai Corporation anbot.“
„Dann war dieses Unternehmen also schon lange an Ihnen interessiert?“
„Wieso studierten Sie genau diese Fächer?“
Kagome fühlte sich überfordert. Sie musste noch nie vor der Presse stehen.
„Zunächst einmal habe ich schon aufgrund meiner Familiengeschichte, eine enge Bindung an dieses Fachgebiet und-“
„Was ist Ihre Familiengeschichte?“
Kagome wollte gerade etwas sagen, als Asagi dazwischen ging. „Sie werden sicher verstehen, wenn das Privatleben unserer Angestellten kein öffentliches Interesse darstellt.“
Auch Asagi erhielt, wie jeder im Konzern, der in die wahren Strukturen eingeweiht war, eine Anweisung InuYasha's, wenn es um Kagome ging. Doch diese sprengte in diesem Moment seine Vorkehrungen, die sie betrafen.
„Wissen Sie, an meiner Familiengeschichte gibt es nichts wirklich, was ich als interessant erachten würde. Ich wurde in Tōkyō geboren und lebe schon mein ganzes Leben hier. Ich wuchs hier auf, ging zur Schule, studierte und machte meine Abschlüsse. Ich erhielt ein Jobangebot von der Mirai Corporation und nahm es an. Als ich dieses Projekt, welches auch gleich das erste meiner Laufbahn ist, anfing, fiel mir gleich am ersten Tag auf, dass die Ausgrabungsstelle ganz in der Nähe des Schreins liegt, den meine Familie seit hunderten Jahren hütet. Daher auch meine enge Verbindung zum Fachgebiet der Geschichte. Mein Großvater, der Kannushi war, wie jeder Mann in unserer Familie, mit Ausnahme meines Vaters, erzählte meinem Bruder und mir, seit wir klein waren, alle möglichen Geschichten über die vergangenen Jahrhunderte. Besonders...interessant war dabei für mich die Geschichte um das Shikon no Tama. Dessen letzte Erwähnung aus der Zeit der Sengoku-jidai stammt, weshalb mich besonders diese Epoche faszinierte und....ich deswegen froh bin, dass auch gleich mein erstes Projekt, mit dieser zu tun hatte.“
Kagome atmete einmal durch. Bemerkte daher auch nicht, wie Asagi, Kōga, der die ganze Veranstaltung im Blick hatte, ein Zeichen gab und er der Han'yō zunickte.
„Ich denke, damit beantwortete Higurashi-san dann auch all Ihre Fragen zufriedenstellend.“ Sie wollte Kagome schon weiter schieben, als die Reporter begannen, neue Fragen zu stellen. Da drückte Asagi der jungen Archäologin auch schon ein Glas Saft, das sie einfach von einem der Tabletts eines Kellners griff, in die Hand.
„Du gehst jetzt mit Kōga, er bringt dich hier raus.“ flüsterte sie ihr noch zu, fragend sah sie die junge Pressesprecherin an, die sich in diesem Moment aber auch schon zwischen sie und die Meute an Reportern stellte. Kōga war der Nächste, bei dem sie sich wiederfand.
„Kōga-kun?“ von ihm erhoffte sie sich eine Antwort, die ihr auch der Yōrōzoku schuldig blieb. Er gab nur seiner Frau und auch Anzu und Amida ein kurzes Zeichen, die, wie Kagome jetzt bemerkte, alle einen Knopf im Ohr hatten.
Nur im Augenwinkel bekam sie noch mit, wie auch ihre Freunde und Familie, vom Sicherheitsteam, das Kōga leitete, durch Nebenausgänge, unauffällig aus dem Gebäude gebracht wurden.
„Trink deinen Saft, dann wirkt es unauffälliger.“ flüsterte er ihr zu und sie nickte, nahm einen Schluck. Ehe ihr wieder die kühle Luft des späten Abends um die Nase wehte.
In der nächsten Sekunde setzte er sie in eine schwarze Limousine, einen LS 500h AWD Lexus, mit getönten Scheiben. Nachdem er ihr das Saftglas aus der Hand nahm und an einen seiner Männer weiter reichte.
Bevor er sich auch selbst ans Steuer setzte und das Fahrzeug startete, los fuhr.
„Kōga-kun?“
´´Hai?`` Sie hörte InuYasha's Stimme aus der Freisprechanlage.
„Ich denke, Asagi wird dich schon auf Stand gebracht haben.“ Das tiefe Knurren aus der Freisprechanlage war seine Antwort. „Wir hätten sie vielleicht vorher briefen sollen.“ gestand Kōga einen Fehler ein. „Wir sind jetzt auf dem Weg. Ihre Familie und Freunde sind ebenfalls draußen und informiert. Unter Berücksichtigung ihres unterschiedlichen Wissensstandes. Ich bringe sie jetzt direkt zu dir nach Hause.“

Kagome schwieg die ganze Fahrt über. Sie sah sein, ja doch sicher keine Antwort zu bekommen. Dafür musste sie sicherlich InuYasha direkt fragen. Der sich bestimmt etwas dabei dachte, was immer auch hier gerade los war.
Sichtlich wütend riss dieser auch gleich seine Wohnungstür auf und sah nicht gerade erfreut darüber aus, den Yōrōzoku zu sehen, der Kagome zu ihm brachte.
„Ihr geht es gut, keine Sorge.“ Sofort umfing sie die warme und sichere Umarmung des Han'yō. „Ich denke mal, du brauchst mich nicht mehr.“
„Nein, ich will heute keinen mehr sehen, kannst du ausrichten.“ Kōga nickte nur, knurrte auch kurz und ging Richtung Aufzug, ehe er noch mal kurz stehen blieb und über seine Schulter zu InuYasha sah. „Es ist nicht meine Schuld, Inukoro. Ich reagierte sofort, wie vorgeschrieben. Asagi konnte nicht schnell genug reagieren. Wer konnte auch damit rechnen, dass sie einfach so deine Pläne sprengt?“ Er sah zu Kagome, die nichts von allem verstand. „Wenn noch was sein sollte, du weißt ja, wo wir wohnen.“
Der Han'yō schloss kommentarlos die Tür hinter Kagome und sich und musste zum ersten Mal eingestehen, dass er froh war, den Wolf im selben Haus und nicht weit weg von seiner Wohnung zu haben.
„Erklärst du mir noch, was hier los ist?“ wollte Kagome dann doch noch gern wissen, die sich wie ein Gepäckstück durch die Gegend geschoben vorkam.
„Ich erkläre es dir in Ruhe, in Ordnung?“ Er legte seine Arme um ihre Taille, zog sie enger an sich, legte seine Stirn an ihre. „Im Moment bin ich nur froh, dass du da bist.“ Seinem Blick konnte sie nichts erwidern. Sie begann, auch vor Verwirrung über die ganze Situation, an seinem weißen Hemd herum zu nesteln. Das Jackett und die Weste hatte er bereits ausgezogen. Sie hingen über einer der Lehnen einer der Stühle seiner Küche. Auch die Schuhe, die er wohl immer noch nicht mochte, wie sie annahm, trug er nicht mehr.
„Ich nehme einfach mal an, dass du einen guten Grund für diesen ganzen Aufriss hast.“
„Den Wichtigsten von allen.“ hauchte er ihr entgegen, was ihren Puls wieder beschleunigte. Plötzlich griff er nach ihrem Kinn, drehte ihr Gesicht so, dass sie ihn ansah und küsste sie.
Zuerst war sie noch etwas steif, vor Überraschung über sein Verhalten. Doch dann erwiderte sie seinen Kuss und legte auch ihre Arme um seinen Hals. Trotz ihrer Schuhe musste sich sich ihm ein wenig entgegen strecken.
Sie spürte, wie sich seine Hände an ihren Rücken legten. Seine Finger ihrer Wirbelsäule sanft entlang strichen. Was ihr eine angenehme Gänsehaut verursachte.
Eine körperliche Reaktion, die ihm sehr gefiel, weshalb er es noch einmal wiederholte, während seine Lippen sich da wiederfanden, wo er vorhin aufhören musste.
Ohne sie vorzuwarnen, hob er sie auf seine Arme und trug sie die Treppe hoch, durch die offene Galerie und einen kurzen Flur, in dem nur ein großer, umfassender Kleiderschrank stand, durch eine offene Tür in sein Schlafzimmer. Vor seinem Bett stellte er sie wieder auf ihre Füße.
Ihre Lippen fing er sofort wieder in einem Kuss ein.
//Kagome...//

InuYasha zog sie noch etwas enger an sich, wollte ihren warmen Körper spüren, dass sie bei ihm war. Auch ohne seine Ohren, hörte er ihr Herz rasen. Sie sollte Sein werden.
Vorsichtig und doch deutlich signalisierend, was er wollte, leckte seine Zunge über ihre Lippen, die ihm tatsächlich Einlass gewährten. Seine Hände fuhren über ihren ganzen Körper. Jede Kontur, jede Kurve, wollte er sich einprägen. Ihr Geruch brachte ihn, auch ohne seine Nase, um den Verstand.
Er versank in ihren braunen Augen, als sie auf seinem Bett zum liegen kamen und er sich neben ihrem Körper auf diesem abstützte. Die Rötung ihrer Wangen machten den Rouge überflüssig. Lust verschleierte eindeutig ihre Augen und lies das sonst helle Braun, um einige Nuancen dunkler wirken. Ihr Atem ging schnell, im Takt ihres rasenden Herzens.
Wieder küsste er sie, was sie widerstandslos erwiderte. Währenddessen wanderten seine Finger zum Rock ihres Kleides, strichen zunächst noch langsam ihre Schenkel hinauf, was sie leicht zittern lies. Wieder so eine wundervolle Reaktion ihres Körper auf ihn.
Plötzlich spürte er ihre Finger an seiner Brust und sah, wie ihre Finger sich an den Knöpfen seines Hemdes zu schaffen machten. Mit einem breiten Grinsen und einem lüsternen Blick fing er ihre Lippen, die sich schon leicht geschwollen anfühlten, in einen weiteren Kuss ein.
Als auch der letzte Knopf offen war, zog er sich das Hemd einfach schnell von seinem Körper, ohne den Kuss auch nur zu unterbrechen.
Ihr Blick fiel dabei nicht nur auf das Band, an dem Tessaiga hing, sondern auch auf das Kotodama no Nenju, das ihr ein wenig entgegen fiel. Sie musste in diesem Moment einfach in den Kuss hinein lächeln, der immer leidenschaftlicher wurde.
Auch spürte sie, wie seine Hände immer weiter unter ihr Kleid wanderten, sich immer höher wagten.
Kagome stützte sich ein wenig auf ihren Armen ab, um ihm näher zu kommen, während sie sich küssten. Als sie über seine Lippen leckten, lies auch er sie rein.
Ab da war der Han'yō kaum noch zu bremsen.

InuYasha presste sie zurück aufs Bett, schob aber einen Arm unter sie, drehte sich mit ihr im Bett, sodass ihr Kopf auf den weißen Kissen lag. Über die ihr dunkles, glänzendes Haar, wie dunkles Wasser zu fließen schien. Er küsste sie weiter, während seine Hände zum Reißverschluss ihres Kleides wanderten. Sachte schob er es zunächst nur von ihren Schultern. Aus vergangenen Erinnerungen wusste er, wie es für ihn ausgehen konnte, wenn er zu vorschnell etwas von ihr sah.
Er spürte ihre Finger in seinen Haaren und an seinem Hals, wie sie ihm den Nacken kraulten und über seinen muskulösen Oberkörper fuhren.
Währenddessen wanderten seine Lippen über ihren Hals zu ihren nackten Schultern runter.
„I-Inu...Yasha...“ hauchte sie da plötzlich. Ihre Stimme klang fast schon heiser, atemlos und brüchig. Ihre hochroten Wangen unterstrichen wunderbar ihre glänzenden braunen Augen und bildeten ein Kontrast zu ihrer hellen Haut und ihrem dunklen Haar. Schon jetzt ging ihr Atem nur noch stoßweise, musste sie ein paar Mal richtig tief Luft holen.
„Ich werde nichts tun, was du nicht willst, das verspreche ich.“ Seine Finger legten sich an ihr Handgelenk, strichen über das Armband.
„Ich weiß.“ Sie sah das Versprechen in seinen Augen. Nie wieder wollte sie, dass er sie anders ansah, als mit diesem Blick. „Und es ist okay, wirklich.“ gab sie ihm die Einwilligung, ohne die er nie weiter gehen würde, als sie es ihm erlauben würde.
Seine Augen blitzten in diesem Moment wollüstig auf. Ihr Körper strahlte eine Wärme ab, die auch ihn weiter anheizte.
Dennoch merkte er, wie sie sich schüchtern um etwas herumdrückte, das sie zu beschäftigen schien.
„Was ist dann, Kagome?“ Er stützte sich neben ihr ab, strich ihr erst eine Strähne aus dem Gesicht und dann über die Wange, während er sie ansah.
„Du solltest wissen...dass ich...“ Vielleicht war es der ungünstigste Zeitpunkt, davon anzufangen und würde jetzt alles zerstören, was gerade zwischen ihnen war. Aber es beschäftige sie. „Die letzten Jahre sagten mir einige Mitschüler und Kommilitonen, dass sie Interesse an mir hätten.“
Er hielt in seiner Bewegung inne, seine Augenbrauen zogen sich zusammen. In seinem Blick blitzte nun kurz Wut auf.
„Ich weiß. Wie du weißt, weiß ich viel über dein Leben.“
„Mh.“ Sie nickte einfach. „Aber ich....hatte kein Interesse an ihnen. Nicht, dass sie als die Menschen, die sie sind, nicht interessant gewesen wären. Aber....“ Sie sah ihm direkt in die Augen. Auch, wenn sie nicht golden waren, waren es doch...seine Augen. „Ich hätte nie einem Mann, denselben Platz in meinem Herzen zugestehen können...den du hast.“
Seine Lächeln verzogen sich zu einem breiten Grinsen. Ein siegessicheres Grinsen. Und dieses Gefühl wurde größer, als sie sich an seinen Oberkörper schmiegte.
„Es hätte sich einfach falsch angefühlt. Egal mit wem. Da warst immer nur du, jeden Tag.“ Sie küsste ihn, was er nur zu gern erwiderte. Er sollte für immer der Einzige sein, den diese Lippen küssten.
InuYasha griff nach ihrer Hand. „Kagome, glaubst du wirklich, ich hätte auch nur irgendeinen einzigen Tag, einer anderen Frau beiwohnen können?“
Ihre Augen weiteten sich ein wenig, sicherlich auch vor Überraschung. „InuYasha, du...“
„Ich wartete all diese Jahrhunderte nur auf die eine Frau, der ich auf ewig loyal sein werde.“ wieder strich er über das Armband. „Da wird nie wieder jemand anders sein, so lange ich lebe.“ Ein weiteres Versprechen.
„InuYasha...“ Ein Mix aus überschwänglichem Glück und anderen Emotionen, lies Tränen in ihr aufsteigen, die ihr über die Wangen liefen. Glücklich fühlte sie sich auch, als er sie wieder küsste und sein Gewicht sie in seine Matratze drückte.
„Und als ob auch nur einer dieser Knilche einer Frau wie dir angemessen gewesen wären.“ Mit siegessicherem Grinsen auf den Lippen und einem lustvollen Blick musterte er ihren Körper, wollte sich jeden Zentimeter davon einprägen. Was bei diesem hautengen Kleid nicht schwer war, das sein Bett in ein Meer aus dunkelgrünem Chiffon verwandelte.

Niemals hätte sie je gedacht, solche Worte von ihm zu hören. Und dass sie sie so glücklich machen würden.
„Du spielst doch in einer ganz anderen Liga.“ fügte er noch hinzu und legte erneut seine Lippen auf ihre. Sie erwiderte und legte ihre Arme um seinen Hals. Er merkte, wie sie auch ihr linkes Bein, intuitiv, anwinkelte. Auch lagen ihre Beine nun etwas weiter auseinander.
Dann spürte er ihre Fingerspitzen, wie sie auch über seine Schultern und den oberen Rücken fuhren. Über seine Bauchmuskeln, zu seinem Gürtel.
Er hatte nicht vor, sie in etwas zu stoppen. Dennoch wollte er sich sicher sein.
Überrascht hielt sie inne, als er seine Hand auf ihre Finger legte, die seinen Gürtel öffneten. „Nur, wenn du es auch wirklich willst, Kagome. Du musst dich nicht von mir gedrängt fühlen.“
„Ich sagte doch, dass es okay ist. Warum sollte ich es auch nicht wollen?“ Es gab kein Wort, mit dem er die Gefühle, die er im Moment für sie empfand, benennen sollte. Für diese hübsche, kluge Frau, die hier unter ihm lag und sich ihm ganz hingeben wollte.
Alles von ihr, wollte er, dass es nur ihm gehörte. Ihr Herz, ihre Seele, ihr Körper.
Und nur ihm.

Schnell verschwand auch seine Hose auf seinen Zimmerboden und während ihre Finger seine Muskeln nachzeichneten und dieses Gefühl ihn nur noch mehr um den Verstand brachte, bekamen seine flinken Finger schnell die kleinen Schnallen ihrer Schuhe auf, um auch diese in eine Ecke zu befördern. Als nächstes sollte ihr Kleid verschwinden. Auch wenn er vorsichtig damit sein wollte. Nicht nur, weil es außerordentlich hübsch und teuer aussah und sie hervorragend widerspiegelte und kleidete. Sicherlich wäre sie auch ziemlich sauer, wenn er dieses schöne Kleid zerstören würde.
Doch auch vorsichtig kam er an sein Ziel. Und während er ihre Lippen immer wieder in leidenschaftliche Küsse einfing, strich er es ihr Stück für Stück, unter zärtlichen Berührungen, von ihrem Körper.
Der auch in der dunkelgrünen Unterwäsche mit schwarzer Spitze, nicht unbedingt seine Triebe zügelte.
„Es ist in Ordnung für dich?“ wollte er sich noch mal vergewissern, da sie scheu seinem Blick auswich und es ihr nicht leicht zu fallen schien, dass er sie so sah.
„Das ist es. Es ist nur eine Weile her, dass du mich....“ Er erinnerte sich an diese Male.
„Die Erinnerungen daran helfen mir nicht unbedingt, mich zu zügeln, Kagome.“ Jetzt wurde sie noch roter, was er jedoch süß fand. In ihrem Kopf schien sie immer noch dieses 15-jährige Schulmädchen zu sein. Das behütet zu Hause, in einer sicheren Zeit aufwuchs. Umgeben von Familie und Freunden. Und das sich erst innerhalb des Jahres, das sie bei ihm war und sowohl seine Welt als auch seinen Charakter auf den Kopf stellte, zu dieser starken und toughen, jungen Frau entwickelte. Die jedoch noch mal etwas gänzlich anderes war, als die Frau, die jetzt in seinem Bett lag.
Die letzten Jahre meinten es mehr als gut mit ihr.
„Ich werde nur tun, was du zulässt.“ Sie nickte nur und atmete noch einmal tief durch, ehe sie beschloss, selbst die Initiative zu ergreifen. Sie war doch kein Teenager mehr!
//Kagome?//
Sie setzte sich auf, lächelte ihn an und küsste ihn dann plötzlich. Während er in diesem Kuss mit ihr versank, öffnete sie ihren BH selber und lies ihn aus dem Bett verschwinden. Mit klopfendem Herzen und roten Wangen schmiegte sie sich an seinen Oberkörper, sodass er sie spürte.
Ihren Körper an seinem spürte.
Was ihn in den Kuss hinein lächeln lies. Er legte seine Arme um sie und intensivierte die Umarmung, den Kuss. Sie ließen sich einfach wieder in sein Bett zurück fallen. Ihre Finger verhakten sich miteinander, als er sie kurz betrachtete.
//Kagome...//

Er küsste sie noch einmal, während seine anderen Hand wieder über ihren Körper fuhr. Er wollte sich einfach alles davon einprägen. Kurz hielt er auch inne, als seine Finger sich unter ihren Slip einhakten und diesen langsam nach unten ziehen wollten. Er wartete kurz, ehe er fortfuhr und dabei die Reaktionen ihres Körpers im Auge hatte. Auch wenn ihm diese Zurückhaltung äußerst schwerfiel. Ihr ganzer Körper roch einfach wunderbar. Ganz so wie damals, als sie ihn auf ihrem Schoß schlafen lies, als sie vor den Spinnendämonen flüchten mussten.
Schon damals, in diesem Moment, hätte ihm alles klar sein sollen!

„InuYasha...“ flüsterte sie seinen Namen kaum hörbar.
Doch er sah sie sofort an. Wie ein Raubtier, das seine Beute fixierte. Weshalb sie kurz schlucken musste. Doch sie überwand den kurzen Schreckmoment der Angst und näherte sich ihm. Sacht berührte sie seine Wange und legte dann ihre Hand an diese. Sofort war er wieder da, dieser weiche, bewachende Blick. Genauso wie damals, kurz bevor Magatsuhi versuchte, ihren Körper zu übernehmen.
„Ich liebe dich, InuYasha.“

Zu lange musste sie darauf warten, ihm das sagen zu können. Nun konnte sie es ihm auch beweisen und sich ihm hingeben.
In dem Moment, in dem sie ihn küsste, presste er sie auf die Matratze. Definitiv nicht mehr so achtsam wie vorher, aber er tat ihr auch nicht weh. Dass er das nicht wollte, sah sie in seinen Augen.
„Kago....me...“ kam es von ihm.
Sie küsste ihn erneut. Was dazu führte, dass er sie endgültig zu Sein machen wollte.
Sie keuchte auf, als er in sie eindrang und verkrampfte sich einen Moment. Doch er hielt diesen Moment still. Und fing erst langsam an, sich zu bewegen, als sie ihm signalisierte, dass sie es zuließ.
Doch die Intensität, mit der er schneller wurde und immer tiefer in sie vordrang, nahm schnell zu.
Sie wollte jedoch nicht ganz untätig sein und es gelang ihr, sich seinen eisernen Griffen zu entziehen. Sie umfasste sein Gesicht, sodass er sie ansah und küsse ihn. Leckte mit ihrer Zunge über seine Lippen. Ihr Becken presste sie enger an seines, während ihre Finger über seine starken Schultern fuhren, über seine Bauchmuskeln, während ihr Becken sich immer mehr im Einklang mit seinem bewegte.
Die Schmerzen, die damit einhergingen, versuchte sie zu ignorieren. Sie wollte ihm einfach nur nah sein...




Nach so einem aufregenden Abend, an dem Kagome vielleicht ein kleiner Fehler unterlief, haben die beiden es wohl auch verdient, sich danach eher an einen ruhigeren Ort nächste Woche zurückzuziehen.
Bis nächste Woche zum Lesen^.<
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