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500 Years later...

GeschichteAllgemein / P18
Inu-Yasha Kagome
26.06.2020
22.01.2021
34
131.044
12
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14.08.2020 3.037
 
10.Kapitel: Schlechtes Gewissen





Auch wenn sie zugeben musste, dass es wirklich toll war, in diesem Luxuskaufhaus shoppen zu gehen, über dessen Dachgarten zu spazieren und in so einem tollen und teuren Restaurant zu essen, so genoss Kagome doch auch gerne die einfachen Freuden des Lebens.
So wie heute, wo sie mit ihren Freundinnen, Hōjō und seiner Verlobten, Keiko, nachmittags bei Wacdnalds saß und sich die einfachen Pommes, Burger und einen Softdrink schmecken lies.

„Und? Wie war dein Date?“ Eri grinste vielsagend, sah sie mit hochgezogenen Augenbrauen an.
„Nichts...besonderes.“ Sie nahm noch einen Schluck von ihrem Softdrink. Kagome war sich nicht sicher, wie viel sie erzählen sollte, erzählen konnte. Sicher zog InuYasha es immer noch vor, Außenstehenden nicht zu viele Einblicke zu gewähren. Und für Menschen mit seinem Vermögen, galt das wahrscheinlich gleich doppelt.
„Kagome-chan?“ Yuka schnippte vor ihrem Gesicht herum, riss sie so aus ihren Gedanken. Sie sah in die interessierten Gesichter ihrer Freunde.
„Hai?“
„Wir wollten wissen, was ihr so gemacht habt.“
„Wir waren shoppen, dann spazieren und zum Schluss noch essen. Außerdem bekam ich Blumen.“
„Das klingt ja wirklich ziemlich unspektakulär.“ Eri schien unzufrieden, als sie sich eines ihrer Pommes in den Mund steckte.
„Also ich finde, das waren ziemlich süße Ideen.“ Ayumi grinste. „Vor allem das mit dem Essen und den Blumen. Wart ihr denn in einem schönen Restaurant?“
„Hai, wir hatten einen tollen Ausblick über die Stadt im Skytree...“ In diesem Moment merkte Kagome auch schon, dass das zu viel Info war.
Als ihre Freunde sie überrascht ansahen.
„Er war mit dir im Musashi Sky essen?“
„Hai.“ antwortete Kagome leise und nickte, seufzte.
Die Augen ihrer Freundinnen glänzten und strahlten.
„Das muss wirklich ein toller Ausblick gewesen sein.“ schwärmte Ayumi.
„Bezahlte er eigentlich auch die Sachen für dich, die ihr geshoppt habt?“ fragte Yuka nach.
„Und wenn ihr im Musashi Sky wart, wart ihr doch sicherlich auch nicht in einem einfachen Kaufhaus.“ stellte Eri ihre Vermutung auf.
Weshalb Kagome, sich ertappt fühlend, sich kurz an ihrem Softdrink verschluckte und hustete.
„Du scheinst da ja einen wirklich tollen Typen abbekommen zu haben.“ Hōjō's Verlobte lächelte, was Kagome erwiderte.
Kurz erschien ihr InuYasha's Gesicht vor ihrem inneren Auge und ihr Herz machte einen kleinen Sprung, ein angenehmes Gefühl fuhr ihr durch den Körper.
„Wie kann sich jemand in unserem Alter, denn so etwas leisten?“ schien es Hōjō zu interessieren.
//Wenn du nur wüsstest...//
Dieser Gedanke amüsierte sie schon ein wenig.
„Er muss ja einen wirklich guten Job haben.“ merkte Keiko an.
„War er nicht ein Kollege von dir, Kagome-chan?“ Eri sah sie mit diesem Blick an. Bei dem Kagome wusste, dass sie sie durchschaute.
„Ist er.“ So gesehen log sie ja nicht.
„Und er scheint Kagome-chan wirklich imponieren zu wollen.“ Kagome horchte auf, als Ayumi das sagte. „In so einem schicken Restaurant zahlt man sicher nur mit Kreditkarte, die man schnell in der Rechnung verschwinden lassen kann, wenn die Eingeladene nicht hinsieht, damit sie nicht mitbekommt, was so ein tolles Essen kostet. Ein wirklicher Gentleman.“
Das war jetzt vielleicht nicht das erste Wort, das ihr zu InuYasha einfallen würde. Wobei er sich schon ziemlich geändert zu haben schien.
In der nächsten Sekunde erinnerte sie sich daran, dass er, sowohl in der Boutique, als auch am Eingang des Restaurants, nur kurz eine schwarze Karte vorzeigte.
„Sie war schwarz.“ kam es ihr leise, kaum hörbar und eher in Gedanken, über die Lippen.
Doch ihre Freundinnen verstanden es und Eri zückte sofort ihr Smartphone, um nach einer schwarzen Kreditkarte zu suchen.
Als sie das Ergebnis auch Yuka und Ayumi zeigte, sahen die Drei ihre langjährige Freundin aus großen Augen, schon nahezu fassungslos, an.
Ein Blick, den sie das letzte Mal bei ihnen sah, als sie ihnen die Geschichte von den Reisen durch den Brunnen, durch ihre heiligen Pfeile beweisen musste...

Kagome war noch dabei die Erkenntnisse, die Eri ihr über diese Art von Kreditkarte mitteilte, zu verarbeiten, als sie am nächsten Morgen ihr Büro betrat. Und verwundert in der Tür dieses stehen blieb, als sie ein kleines, längliches Paket auf ihrem Schreibtisch vorfand.
Es war grün und eine weiße Schleife darum gebunden. Es lag auf einem zusammen gefalteten Zettel, der darunter lag.
Welchen sie zuerst öffnete und ihre Augen weiteten sich leicht, als sie ihn las. Ihre Unterlippe begann leicht zu zittern, ihr Herz dafür umso mehr zu rasen.

Es war ein wirklich schöner Tag mit dir. Vor allem der Abend.
Wenn du willst, können wir das wiederholen. Und bis dahin, hoffe ich, freust du dich über dein kleines Geschenk, das ich für dich anfertigen lies.

Kagome öffnete die Schachtel und musste kurz schlucken, als sie sah, was sich darin befand.
Ein filigran gefertigtes, silbernes Armband. Mit dunklen, grünen und hellen, blauen Steinen. Dazwischen fanden sich immer wieder kleinere, silberne Glieder am Armband, die aussahen wie kleine Blätter.
Nicht, dass sie es nicht hübsch fand. Aber sie wollte wirklich nicht wissen, was dieses kleine Schmuckstück kostete.
Als es plötzlich klopfte, schreckte sie aus ihren Gedanken hoch.
„H-Herein.“ kam es schreckhaft von ihr, während sie schnell das Armband in der Schachtel verschwinden lies. Und, während Anzu ihr Büro betrat, sie auch versuchte, die Schachtel, unauffällig, in ihrem gelben Rucksack verschwinden zu lassen.
„Ohayō.“ begrüßte Anzu sie.
„Ohayō.“ erwiderte Kagome und setzte sich an ihren Schreibtisch, klappte ihr Notebook auf.
„Das ist typisch für dich, immer fleißig am arbeiten.“ Anzu lächelte leicht.
„Ich will ja auch beweisen, dass ich den Job wirklich verdient hab und gut mache.“
„Also ich hörte bis jetzt nichts negatives.“
„W-Was hörst du denn so?“ Kagome spannte sich kaum merklich an. Sie befürchtete, dass einige der Mitarbeiter vielleicht irgendwas zwischen ihr und InuYasha bemerkten und vielleicht schon darüber sprachen.
„Dass die Chefetage sehr zufrieden mit deiner Arbeit und den Ergebnissen der Ausgrabung ist.“
„Wo du gerade von der Chefetage redest, ist InuYasha gerade in seinem Büro?“
„Nein, soweit ich weiß, ist er momentan nicht mal im Haus. Deswegen bin ich auch hier. Sesshōmaru will dich sehen.“

Kagome kam sich vor, als wäre sie wieder in der Schule und auf dem Weg zum Direktor, als sie im Aufzug stand und auf dem Weg zu Sesshōmaru's Büro war.
Was der Daiyōkai wohl von ihr wollte?
Zögerlich und nervös blieb sie vor seiner Bürotür stehen, ehe sie zaghaft klopfte. Als sie nach ein paar Sekunden nichts hörte, fasste sie sich ein Herz und trat einfach ein, schloss die Tür leise hinter sich.
Sein ganzes Büro strahlte Ruhe aus und das war es auch – ruhig.
„Du wolltest mich sehen?“ trat sie ihm schließlich genauso ohne Angst gegenüber, wie damals, vor 500 Jahren.
„Hinsetzen.“ kam nur von ihm, gewohnt emotionslos, und ohne, von seinen Unterlagen aufzusehen. Kagome folgte der Anweisung einfach mal. „Es geht um deine Arbeit.“
Nun schaffte er es wieder, sie etwas nervös zu machen. Hoffte sie doch, ihren Job gut zu machen. Es war nicht nur die Nähe zu InuYasha, weshalb sie ihren Job mochte und weiter hier arbeiten wollte. Sie mochte ihren Job auch gerne, er machte ihr Spaß.
„Demnächst ist eine Ausstellung geplant. Ich will, dass du sie kuratierst.“
„Nani?“ Sie klang kurz verunsichert, wofür sie sich am liebsten kurz selbst schlagen würde. Immerhin saß sie hier gerade vor Sesshōmaru.
Ihre Reaktion war es auch, die ihn langsam, aber wie gewohnt kalt, von seinen Unterlagen aufsehen lies. „Wenn es dich überfordert, trafen wir mit deiner Einstellung wohl die falsche-“
„Nein.“ unterbrach sie ihn sofort und biss sich dann kurz auf die Unterlippe, als sie merkte, was da eben passierte und wie ihr Gegenüber leicht eine Augenbraue hob. „Ich meine, ich hab schon verstanden, was du von mir willst. Ich würde nur gerne wissen, was die Ausstellung behandeln soll und ob du sie nach einem genauen Programm organisiert haben willst.“ Mit entschlossenem Blick sah sie ihn an.
„Besprich das mit unserer Pressesprecherin.“
„Klar.“ Sie stand auf. „War das dann alles?“ und lies ihn hören, dass sie genervt war. Wegen so einer kleinen Sache, die er auch Anzu hätte übermitteln lassen können, sie hier antanzen zu lassen.
„Hai.“
Sie stand gerade an seiner Bürotür, war schon dabei, die Hand auf die Türklinke zu legen, als er sich noch einmal an sie wandte.
„Die Ausstellung wird ein gesellschaftliches Event. Wähle deine Garderobe dementsprechend.“ Er sah sie nicht an, als sie zu ihm sah.
Also nickte sie einfach und ging.

Toyoshima stand auf dem Schild, welches an der Tür hing, neben der auf einem weiteren Schild Pressebüro stand.
Kagome klopfte an und trat ein, als sie eintreten durfte. Um dann wie angewurzelt in der Tür stehen zu bleiben, als sie die junge Frau sah, die gerade ihr Temperament durch einen Telefonhörer ausließ.
Ihre Haare waren schwarz und länger. Mit demselben Haarband wie damals, zu einem längeren, hohen Ponytail gebunden, dessen Ende in ihrem Nacken hing. Ihre Augen waren dunkelbraun.
Um den Kragen ihrer weißen, kurzärmligen Bluse trug sie dieselbe Kette wie damals, aus Perlen und dreieckigen Anhängern.
Die weiße Bluse steckte in ihrem knielangen, zweilagigen, sandgelben Rock, dessen etwas längerer Unterrock dunkelbraun war. Dazu trug sie dunkelbraune Ballerinas.
Ihr äußerliches Erscheinen würde man auf Anfang Zwanzig schätzen.
Auch ihr Temperament erkannte Kagome sofort.
„Asagi...-chan...“ hauchte sie. In diesem Moment legte die energische junge Frau auch schon auf und lächelte sie, wie zur Bestätigung, breit an.
„Lange nicht gesehen, Kagome-onee-chan.“
Helle Nachmittagssonne fiel durch die Fenster in das Büro der jungen Frau, die mit ihrer neuen Kollegin an einem kleinen Tisch saß, der in ihrem Büro stand.
„Die beiden machten dich also zur Pressesprecherin.“ stellte Kagome fest.
„Hai, sie dachten, jemand wie ich, mit meinem Temperament, könnte sich gut in diesem Job behaupten.“
„Sie scheinen ja nicht allzu sehr daneben zu liegen.“
„Ich muss zugeben, sie hatten ein gutes Auge bei der Jobvergabe.“
„Und was machen dann die anderen?“ erkundigte sich Kagome nach den anderen Kindern, die sie wohl heute nicht mehr waren.
„Moegi und Shion leiten die Verwaltung. Sie sind ja sehr ruhige Charaktere und sie kommen da auch nur selten raus. Sodass es mit dem Altern kein Problem gibt, das war von den beiden gut gewählt. Dai und Roku absolvieren eine hausinterne Ausbildung bei den Wölfen, sie wollten unbedingt ins Sicherheitsteam. Kōga will sie später im Bereich der Haussicherheit einsetzen. Ai ist InuYasha-nii-chan's persönliche Assistentin. Aber immer viel für ihn unterwegs, damit er möglichst wenig hier raus muss.“ Asagi lächelte amüsiert und liebevoll.
Kagome nahm dies mit einem Nicken zur Kenntnis. „Sesshōmaru schickte mich zu dir...“ lenkte sie das Gespräch wieder auf die berufliche Ebene. „....weil sie mit den Ergebnissen und Fundstücken meiner Ausgrabung, eine Ausstellung planen. Welche ein gesellschaftliches Event werden soll. Er übertrug mir die Aufgabe, alles zu kuratieren und dafür soll ich mich mit dir zusammen setzen.“
„Klar.“ Asagi nickte. „Ich werde die Presse kontaktieren. Und wir müssen ein Booklet für die Veranstaltung zusammenstellen, für die Gäste. Dafür brauche ich eine Übersicht aller Fundstücke und Bilder davon.“
„Da werd ich mich gleich dran setzen.“
„Wenn du willst, können wir auch dein Redeskript zusammen schreiben.“
„Wozu brauch ich denn ein Redeskript?“
„Naja, du bist die leitende Archäologin. Es war dein Projekt, das du dort vorstellen sollst. Dieser Anlass ist auch dazu da, dich offiziell als neues, führendes Mitglied der Mirai Corporation, öffentlich, vorzustellen.“
Kagome wurde etwas blass im Gesicht, als Asagi ihr damit, Sesshōmaru's wahre Absicht hinter der Veranstaltung, erklärte…

InuYasha fühlte sich total fertig, als er an diesem Abend nach Hause kam. Zwar hatte es auch Vorteile, dauerhaft seine menschliche Gestalt zu haben, aber auch Nachteile. Und die spürte er immer dann, wenn ein langer Arbeitstag ihn schlauchte. Vor allem dann, wenn Sesshōmaru ihn auf irgendwelche lästigen Auswärtstermine schickte. Nur, weil er selber sein Büro so ungern verließ. So wie er seinen Bruder kannte, legte der Tenseiga abends ab, wenn alle nach Hause gingen, um sicher die ganze Nacht durchzuarbeiten.
„Kagome?“ Er war überrascht, wenn auch positiv, sie in seiner Wohnung zu sehen, als er ins Wohnzimmer trat und sie dort auf dem roten Sofa vorfand. „Was machst du hier?“ In diesem Moment fiel sein Blick auch schon auf das kleine Päckchen, das vor ihr auf dem Couchtisch lag.
„Du meintest ja, ich könnte jederzeit vorbei kommen.“ Sie hob die weiße Transponderkarte hoch und grinste dabei, ehe sie sie wieder einsteckte.
„Nach so einem Tag wie heute....“ Er griff nach ihrer Hand und zog die junge Frau etwas näher zu sich, sah ihr in die braunen Augen. „...gibt es nichts, was mich mehr freuen würde, als dich hier zu sehen.“ Er strich ihr sanft durchs Haar.
Was ihr sehr gefiel. Seine Berührung fühlte sich schön an und jagte ihr einen angenehmen Schauer über den Körper. Ihr Gesicht fühlte sich wärmer an und ihr Herz schlug etwas schneller.
„Gefällt dir dein Geschenk?“ Er griff nach dem kleinen Präsent und öffnete die Schachtel, ehe er es ihr zärtlich an ihr Handgelenk anlegte. „Palladiumhaltiges Weißgold, Jade und Aquamarine.“
Kagome musste kurz schlucken, als er diese Komponenten ihres Schmuckstücks aufzählte. Nun schlug ihr Herz aus einem anderen Grund schneller.
„Als mich Hōsenki zudem danach fragte, ob er auch die Glieder des Armbandes irgendwie besonders gestalten soll, dachte ich daran, dass die Glieder ja die Steine miteinander verbinden und was uns verbindet. Sofort sah ich die Krone des Goshinboku vor mir und hörte das Rauschen des Windes in seinen Blättern.“
Kagome fehlten die Worte, um etwas zu erwidern, dem auch nur zu zustimmen. Wie konnte sie dieses, auch materiell gesehen, kostbare Schmuckstück, jetzt noch ablehnen? Nicht, dass sie dies würde, dafür fand sie es auch einfach viel zu schön. Trotzdem lag ihr etwas auf dem Herzen, worüber sie mit ihm reden wollte.
„Du hast dir ja....richtig Gedanken gemacht.“ Ihr ganzer Körper fühlte sich nun wärmer an und kribbelte, wo der Han'yō sie auch nur sacht berührte.
„Naja...“ sichtlich verlegen fuhr er sich durch den Pony und lies sie los, rutschte ein Stück weg. Wohl, damit sie nicht das Rot um seine Nase sah. „...die Bedeutung der Steine erklärte mir Hōsenki, als er mich fragte, welche Steine er verwenden und für wen er das Armband anfertigen soll.“
„Wo du das auch gerade ansprichst, InuYasha.“ nervös wich sie seinem fragenden Blick aus und strich sich eine Haarsträhne zurück.
„Es gefällt dir nicht.“ stellte er mit nüchternem Ton fest.
„Was? Doch, ich finde es...“ Sie besah es sich noch mal genau, fuhr mit den Fingern über die einzelnen Komponenten. „...wirklich hübsch und es ist ein wahrlich aufmerksames und durchdachtes Geschenk.“
„Aber?“ Er klang grimmig und leicht angesäuert.
„Aber...“ griff sie es auf. „..du meintest ja schon, ich sei bescheiden. Und auch wenn ich mich...über solche Geschenke wirklich freue und ich nicht über dein Geld nachdenken soll, so möchte ich dennoch nicht, dass du ständig diese Summen für mich ausgibst.“ Auch wenn sie nicht genau wusste, wie viel das Armband wohl kostete. Sie wollte es auch gar nicht wissen. „Und schon gar nicht möchte ich, dass es jetzt die Regel zu sein scheint, mir fast jeden Tag solche Kostbarkeiten zu schenken. Auch wenn sie unglaublich hübsch sind, so brauche ich all diesen Luxus nicht, InuYasha.“ Sie sah ihn liebevoll an, lächelte und rutschte wieder auf ihn zu, legte ihm ihre Hand an die Wange, die er sofort umfasste und ihren Blick erwiderte. „Ich bin auch ohne solche Geschenke glücklich, so lange du nicht wieder so lange aus meinem Leben verschwindest.“
„Das werde ich nie wieder, das verspreche ich dir, Kagome.“ Sein Blick glich ganz dem, mit dem er sie damals in ihrem Zimmer ansah. Ernst und aufrichtig ehrlich. „Ich wollte auch nur, dass du weißt, wie wichtig du mir bist.“
„Das weiß ich doch schon, das musst du mir nicht beweisen.“ Nun lächelte sie etwas amüsiert. „Du wolltest dein schlechtes Gewissen mir gegenüber beruhigen.“
„W-Warum sollte ich ein schlechtes Gewissen haben?“ Der Han'yō fühlte sich ertappt. Ein Gefühl, das er selbst heute noch hasste und das eigentlich nur Kagome in ihm hervor rief. „Vielleicht, weil du schon lange hier in Tōkyō bist, ohne dich einmal blicken zu lassen?“ traf sie den Nagel auf den Kopf. Weshalb er ihrem Blick auswich.
„Ich lies...“ rang er sich dazu durch, es ihr zu gestehen. „...dieses Armband noch an deinem Geburtstag anfertigen, nachdem ich kurz bei dir im Krankenhaus war.“

„Ich nehme an, du wirst auch bei der Ausstellung anwesend sein?“ fragte sie, um die Stille, die zwischen ihnen herrschte, zu durchbrechen.
„Ausstellung?“
„Hai.“ Sie nickte. „Die Ausstellung über meine Ausgrabung und die Fundstücke. Ich soll sie zusammen mit Asagi-chan organisieren. Wäre nur nett gewesen, hätte mir Sesshōmaru erzählt, dass er mit so einer Veranstaltung auch vor hat, mich offiziell als neues Mitglied in eurer Firma vorzustellen und dass ich deswegen eine Rede schreiben soll.“ Kagome seufzte, leicht genervt, auf. „Jetzt muss ich mir auch noch irgendein tolles Abendkleid für so eine Veranstaltung kaufen.“ Sofort sah sie zu InuYasha. „Denk nicht mal dran. Eri-chan fand viel über deine schwarze Kreditkarte heraus. Ich möchte nicht, dass du sie für mich benutzt, ich werde mir selbst ein Kleid kaufen.“
„Okay.“ Seine Reaktion verwunderte sie. Er schien in Gedanken.
„Wenn es für dich okay ist, geh ich dann mal.“
„Soll ich dich nach Hause fahren?“
„Wenn ich eigenständig her kam, komm ich auch eigenständig wieder nach Hause.“ verabschiedete sie sich von ihm und war dann auch schon aus seiner Wohnung verschwunden.
InuYasha sah ihr nur hinter her.

Als Kagome nach Hause kam, sah sie einen Postboten vor ihrer Wohnungstür, als sie vor dieser ankam.
„Higurashi-san?“ fragte er nur kurz und sie nickte. Sie holte ihren Hanko aus ihrer Handtasche und unterzeichnete mit diesem die Annahme des Pakets, brachte dies dann in ihre Wohnung.
//Vorhin sagte ich ihm noch, er soll mir nichts für den Abend kaufen//
Sie war nicht wirklich sauer, fühlte sich aber übergangen.
//Aber vielleicht bestellte er es ja auch schon vor einigen Tagen?//
Allerdings machte er vorhin nicht den Eindruck, von der Ausstellung zu wissen, als sie ihn darauf ansprach.
Neugierig öffnete sie das Paket einfach...




Kagome wird nächste Woche also offiziell als ein weiteres Gesicht der Mirai Corporation vorgestellt. In dem sie ihre erste Ausstellung eröffnen wird. Das wird sicher ein aufregender Abend für sie.
Bis nächste Woche zum Lesen^.<
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