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Eine verlorene Welt

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Izaya Orihara Shizuo Heiwajima
25.06.2020
02.03.2021
8
14.887
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25.06.2020 619
 
Der Junge hielt die Hand seiner Mutter ganz fest. Sie ließ ihn nicht los. "Wir schaffen das.", sagte sie beschwichtigend, "Schaue bloß nicht nach hinten." Der kleine braunhaarige Junge rannte nur immer weiter. Dabei fragte er sich, wo sein Vater sei. Seine Mutter hatte ihn aufgelöst von dem Spielplatz geholt, war in das Haus gegangen und kam allein zu dem wartenden Jungen zurück. Zu diesem Zeitpunkt hielt sie seinen kleineren Bruder auf dem Arm.

Mit einer freien Hand griff sie ihren älteren Sohn und rannte so schnell sie konnte. Der kleine Junge fragte nicht nach. Er wusste nicht, ob er sie damit vielleicht stressen würde. Denn sie wirkte sehr aufgelöst und war das noch mehr, als das Junge in ihren Armen anfing zu weinen. Sie zerrte ihren Sohn hinter einer kleinen Mauer und tröstete den kleineren auf ihrem Arm, der wohl von dem schaukeln auf ihren Arm, der Angst bekommen hatte. "Ich bin ja da.", flüsterte sie ganz leise. Der ältere griff nun nach dem Shirt seiner Mutter und fragte: "Wovor laufen wir weg?" Die Mutter schien sich kurz an etwas zu erinnern und schaute, ohne dem Jungen zu antworten, auf ihr kleines und war beruhigt, da es nun still war.

Sie schnappte sich nun wieder die Hand ihres älteren Sohnes und rannte erneut los. Sie ließen verwirrte Menschen hinter sich, doch die Frau ließ sich davon nicht beirren.
Als der ältere Sohn bemerkte, dass sie sich dem Haus seines besten Freundes näherten, hüpfte sein Herz vor Freude. Wollte Mama etwa dringend zu Shingen-san? Er schaute auf zu seiner Mutter, die eifrig an der Klingel stand und klingelte. Ihre Hand, mit der sie nun nicht mehr ihren Sohn hielt, drückte sie zitternd wieder und wieder auf den Knopf.

"Ja?", kam die Stimme eines Mannes aus dem Hörer. "Sie hatten Recht. Bitte helfen sie uns." Was meint Mama damit? Es kam ein schrilles Geräusch und die Mutter öffnete die Tür, spazierte mit ihren Kindern herein und sie warteten dort. Ein Mann mit Atemschutzmaske und ein kleiner Junge, der wie der Mann, einen Kittel trug, kamen zu ihnen und die Frau sagte in einem leisen Ton: "Er ist wahnsinnig geworden und wollte auf ihn losgehen. Und unsere Nachbarn auch. Ich habe sie gehört und gesehen. Ich bin so schnell ich konnte her gekommen." Der Mann legte eine Hand auf ihre Schulter. "Wir schaffen das", sagte er.

Der ältere Sohn griff nach der Hand seines Freundes und sie rannten erneut los, bloß diesmal zum Auto des Mannes. Sie stiegen ein. Die Frau setzte ihren kleinen auf ihrem Schoß ab, da dort kein Kindersitz war. Die anderen Kinder saßen hinten und schnallten sich schnell an. "Wohin fahren wir?", fragte der kleine Junge seine Mutter. "Wir fahren in Urlaub." Sie wirkte Müde. Der kleine Junge schaute aus dem Fenster und schaue zurück.
Er sah, wie einige plötzlich aufeinander losgingen. Und an der Tankstelle, die dort um die Ecke war, kam plötzlich eine Explosion. Jeder im Wagen schreckte hoch und der Fahrer schwankte kurz.

Sie fuhren auf relativ leeren Straßen, da es Mittag war. In dieser Kleinstadt hatten nicht viele die Möglichkeit, mit einem Auto durch die Stadt zu düsen. Das machte diese Fahrt um einiges leichter.

Der Junge sah die ganze Zeit aus dem Fenster, zurückblickend auf sein Zuhause. Er fühlte etwas, was er nicht beschreiben konnte. Er hatte das Gefühl, als sei jetzt die Zeit gekommen, an der sich alles stetig ändern würde. Der kleine Junge hatte Angst vor Veränderungen. Er gewöhnte sich schlecht an etwas und wenn dann eine Veränderung stattfand, war seine innere Ruhe zerstört. Wo ist mein Zuhause?
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