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Rise of Equestria: Fighting the Pegasi

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P18
OC (Own Character)
25.06.2020
20.11.2020
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25.691
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29.06.2020 1.242
 
Früh Morgens packten wir unsere Sachen und bereiteten uns auf unsere Abreise vor. Ich hatte ja nicht viel bis auf eine Tasche welche mir Suzu gab und meinem Schwert. Sie packte, im gegensatz zu mir, sehr viele Dinge ein, von Kräuter, zu Bücher, bis Verpflegung. Bei der Hälfte davon wusste ich nicht einmal um was es sich genau handelte. Doch Suzu wurde rasch fertig und wir konnten unsere Reise starten.

Wir beide liefen nebeneinander und sprachen zunächst recht wenig. Langsam wurde die stille unangenehm und ich wollte versuchen ein Gespräch anzufangen. Doch bevor ich anfangen konnte zu sprechen, begann sie bereits.
"Weißt du, ich mochte es schon immer ein wenig zu Reisen, dabei fühle ich mich immer ein Stück lebendiger. Dazu habe ich auf Reisen immer die Möglichkeit anderen zu helfen welche verletzt sind. Ich… brauche das irgendwie."
"Das kann ich gut nachvollziehen, doch ich war immer froh wenn ich nicht unterwegs sein musste. Wenn ich unterwegs war bedeutete es immer das andere sterben sollen, schön daran war nur das ich danach immer Zeit hatte mir die Städte anzuschauen und damit ein wenig aus meiner Welt hinaus zu kommen."
"Du hast getötet? Darf ich dich fragen, wie viele?"
"Zu viele… leider."
Nach dieser Aussage war es wieder einen Moment still. Hatte ich sie verschreckt? Wollte sie mich jetzt doch nicht mehr begleiten? Oder war es einfach nur krank was ich da erzählt hatte?
"Naja" begann ich "ich schätze mal man wird in der Hinsicht mit der Zeit kälter dagegen. Vielleicht bin ich schon innerlich verdorben, aber lieber ich als andere."
"Du bist nicht verdorben." sagte sie mit einem erwärmenden lächeln "Es kommt immer darauf an was man für Ziele hat. Erst wenn die eigenen Ziele grausam sind ist man verdorben. Ich gehe einfach mal davon aus ,dass dies bei dir nicht der Fall ist."
Damit schien sie schon recht zu haben, aber waren meine Ziele grausam oder nicht? Ich wollte meine Geschwister retten und diesen Krieg beenden, wenn nötig wäre es für mich auch ok jeden einzelnen den gar auszumachen. Ist das nicht genauso grausam?

Zweifel machten sich in mir breit und ich wusste nicht mehr ob ich nun für eine gute oder nur für meine eigene Sache kämpfen wollte. Viele würden denke das es für die gute Sache ist, da ich ja im Grunde möchte das die kämpfe aufhören. Doch ein großer Grund war für mich das diese Denkweisen von den Fraktionen zu extrem waren, sie gingen über Leichen um ein fleck Gras zu bekommen. Und ich teile diese Ansicht nicht. Ist es daher nicht eher ein Kampf weil ich die sichten der anderen nicht toleriere? Immer mehr dachte ich darüber nach, ob sich mein Leben ändert oder ob ich weiter wie gewohnt mache. Planen und angreifen. So wie ich es schon immer gemacht hatte. Langsam verlor ich mich in meinen Gedanken und vergass alles um mich herum.

Mit einmal lief ich gegen etwas, ich schüttelte meinen Kopf und bemerkte das Suzu vor mir stand und mich besorgt anschaute.
"Alles ok bei dir? Du wirkst so abwesend."
"Was? Achso, ja, alles gut. Ich hab nur ein wenig nachgedacht."
"Über was den? Magst du mir davon erzählen?"
Ich wusste nicht ob ich ihr davon erzählen sollte was mein leben vor dem Gefängnis anging. Doch während ich überlegte fing sie bereits an wieder zu reden.
"Ich kann auch erst einmal erzählen was mir durch den Kopf geht. Sonst wäre es irgendwie unfair. Also. Mit deinem Gedanken die kämpfe zu beenden, erinnerst du mich ein wenig an meinem Vater. Mit diesem Gedanken hat er damals am großen Krieg mitgekämpft und war auch bei den Friedensverhandlungen dabei. Doch bevor diese abgeschlossen wurden, ist er an seinen Verletzungen verstorben. Meine Mutter hatte es daher nicht leicht, doch sie schaffte es mit mir alleine zu leben. Nach der Gründung des jungen Königreiches dachten wir daher, wir wären sicher. Doch eines Nachts kamen eine Gruppe Pegasi in unser Haus gestürmt, meine Mutter rannte in mein Zimmer und versteckte mich im Schrank. Doch der Schrank war nicht groß genug für uns beide. Sie wollte sich unter dem Bett verstecken doch bevor sie es schaffte kamen die Pegasi herrein und zogen sie in die Mitte des Raumes. Ich schaute durch einen kleinen Spalt zu. Meine Mutter schaute angsterfüllt zu mir und machte mir Zeichen ruhig zu bleiben. Doch bevor sie fertig war stachen sie auf meine Mutter ein. Ich werde niemals ihre schreie und ihren Blick vergessen. Gefunden wurde ich nicht. Doch es war auch zu spät um ihr zu helfen. Ich blieb noch weinend einen halben Tag bis ich anfing sie in einem Loch zu begraben und abzuhauen." beendete sie ihre Erzählung.
Es schockte mich, nicht nur das sie das alles durchmachen musste, sondern auch das wir beide auf unterschiedliche Seiten standen, sie war das Opfer, und ich war in meinen Fällen der Täter.

Vorsichtig umarmte ich sie, nicht wissend ob ich das überhaupt darf oder ob sie es möchte. Ich erwiderte ihre Erzählung mit einem leisen
"Es tut mir Leid."
Sie erwiderte die Umarmung mit den Worten "Muss es nicht, du kannst ja nichts dafür."
"Naja, bei dir vielleicht nicht, aber bei anderen, für gewöhnlich stand ich auf der Täterseite. Ich bin bei den Pegasi aufgewachsen und wurde zur Kämpferin ausgebildet, oft war meine Aufgabe Attentatsziele zu beseitigen oder eine Gruppe zu Führer um ein feindliches Lager zu säubern." Gestand ich ihr, doch ihre Umarmung hielt weiter an.
Ich war mir unsicher ob es ihr egal war oder dass sie es nicht richtig verstanden hatte.
"Jedes Pony hat die Möglichkeit es besser zu machen, und du gehst in die richtige Richtung, deine Vergangenheit ist zwar bereits passiert, doch die Zukunft kannst du noch verändern."

Ihre Worte berührten mich, sie wirkte so sorglos und glücklich, doch auch sie hat schwere Zeiten hinter sich. Wie es scheint lebe ich immernoch in meiner Vergangenheit, versuche das wieder gut zu machen, was ich anderen angetan hatte.
"Danke dir, Suzu. Vielen Dank" war das einzige was ich hinaus bekommen hatte.
"Dafür musst du mir nicht danken. Es freut mich, dass ich dir helfen konnte. Wenn dich wieder einmal deine Gedanken gefangen nehmen, kannst du gerne darüber mit mir sprechen." Erwiderte sie.
Unsere Umarmung brach und wir liefen weiter. Ich fühlte mich besser und ich war ihr wirklich dankbar dafür.


Für ihre Hilfe wollte ich mich erkenntlich zeigen, doch ich wusste nicht genau wie ich das erreichen kann, ein Geschenk wirkt irgendwie so unpersönlich und ihre Vergangenheit kann ich auch nicht ändern. Kämpfen wollte sie nicht, also konnte ich ihr das ebenfalls nicht beibringen. Ich hatte also keine Ahnung und nahm mir somit vor, später erneut darüber nachzudenken.
"Hey, hast du hunger?" hörte ich plötzlich neben mir und schaute Suzu an, welche mich anlächelte.
Nach meinem nicken gab sie mir einen einfachen Apfel. Langsam biss ich hinein und er schmeckte richtig gut. Zu lange hatte ich keinen Apfel mehr gegessen, so lange das ich fast vergessen hatte wie süß und saftig er sein konnte.
"Danke dir, der schmeckt richtig gut."
"Wenn du noch einen möchtest sag es ruhig, ich habe noch ein paar."
"Ich werde dir Bescheid geben, oder mein Magen." antwortete ich kichernd und aß den Apfel auf.
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