[Das Haus der 101 Dalmatiner] Diamond the side character

GeschichteFreundschaft / P6
24.06.2020
01.09.2020
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Unter all den kleinen Welpen gibt es so viele im Haus der 101 Dalmatiner, dass es geradezu unmöglich ist, sich alle Persönlichkeiten zu merken. Da gibt es einmal Dolly, welche eine großartige Skaterin ist. Dylan mit seinem Verantwortungsbewusst sein und einem Tick für Astronomisches. Dawkins ist der Geek. Dante der Goth. Deepak der Meouwist. Tripple D sind Divas und so weiter und so weiter. Die genannten Welpen wiederum sind die welche am meisten hervorstechen. Dies kann ein echtes Problem sein, wenn man eine Eigenschaft hat, die nun mal nicht jeden Welpen anspricht. So geht es auch Diamond. Diamond, ein Name welcher bis jetzt nicht einmal in der Serie gefallen ist, außer auf dem englischen Youtube Channel des Hauses der 101 Dalmatiner. Sie ist leider keiner der Hunde, die hervorstechen, das wäre ja nicht so schlimm, wenn sie einen Zwilling hätte wie Dede und Dizzy. Stattdessen ist sie halt eher für sich selbst. Ihre Eigenschaft ist ähnlich zu der von tripple D. Auch sie ist gerne glamourös nur einfach weniger auffallend. Ein ganzes Buch voller Regeln wie man sich verhält steht in der Nähe ihres Bettchens. Dieses steht auf dem Dachboden, denn dort kann sie den Regen besser hören. Aber lasst mich das mal ein wenig genauer durchgehen.

Das Fell von Diamond hat auch teils was mit ihrem Namen zu tun. Sie hat keinerlei Flecken so wie Dorothy, nur das sie auch nie welche bekommen wird. Viel mehr allerdings, sind ihre Augen der Grund, weshalb sie diesen Namen trägt. Ihre Augen sind so strahlend Blau, da war der Name naheliegend. Sie ist gleichgroß wie der meistteil ihrer Geschwister, hat allerdings eine pinke Nase und ein coral farbenses Schleifenhalsband. Auch ein paar Strubel Haare hat sie auf dem Kopf.

Wie dem auch sei, sie ist sehr darauf aus höfflich und freundlich zu sein. Dabei macht sie gerne Teepartys, doch meist ist außer gelegentlich Doug oder Deepak, keiner wirklich daran interessiert mit zu machen. Diamond sieht das nicht als Beleidigung, sondern eher als völlig normal. Nicht immer haben alle die gleichen Interessen, nur schließt das nicht aus, das man dabei sehr einsam werden kann. Zudem ist sie ein ziemlicher Push-Over, da sie fürchtet unhöflich zu sein, sollte sie etwas sagen.
Heute, wie dem auch sei, hat sie sich etwas vorgenommen. Seit langer Zeit hat sie das hin und her zwischen ihrer Familie und dem Nachbars Corgi Clarissa mitbeobachtet. Sie empfand es als äußerst unanständig wie beide Seiten miteinander umgehen, drum dachte sie, wieso nicht einfach mal schauen ob sich das klären lässt. Vielleicht lässt sie mit sich reden. Bis jetzt hat sie noch nie mit dem Corgi interagiert und wenn nicht jetzt wann dann? Aus der Angst ausgelacht zu werden, erzählte sie nichts von ihrem Plan, welchen sie seit zwei Wochen am Durchdenken ist. Ihr ist klar, dass dies ein kläglicher Versuch sein könnte. Endend in einer peinlichen Blamage, doch die dachte, wenn Clarissa freundlicher wäre, könnte sie vielleicht mit ihr mal eine Tasse Tee trinken. Der Corgi ist Klassisch und hat auch eigentlich das Zeug zur feinen Dame, doch benimmt sie sich in Diamonds Augen wie eine Möchtegern Prinzessin. Für diesen Anlass wollte Diamond auch was backen.

Sie steht nun also früh morgens in der Küche und backt einen Hundekuchen. Damit ist ein wirklicher Kuchen gemeint, nur einfach Hundgrecht und nicht ein kleiner Biskuit. Dolly kommt dann in die Küche und schaut verwirrt zu ihrer kleinen Schwester.
„Diamond, was machst du da?“ Fragt sie dann, worauf der Welpe erschrickt, denn sie hat Dolly nicht kommen hören.
„Etwas zu naschen, ich wollte ein neues Rezept aus meinem ‚Feine Hunde‘ Buch ausprobieren.“ Erklärt Diamond, worauf Dolly eine Augenbraue hebt.
„Diamond, du weißt das es äußerst unhöflich ist zu lügen?“ Fragt Dolly mit einem Grinsen auf der Schnauzte.
Wollte man die richtigen Informationen aus dem kleinen Welpen herausbekommen, müsse man Diamond nur daran erinnern, dass ihre Taten als unhöflich gelten. Dieses Mal, hat der weiße Welpe allerdings nicht gelogen. Extra, um nicht direkt aufzufliegen, nahm sie sich vor ein neues Rezept für diesen Anlass zu probieren. „Keine Sorge Dolly, es ist die reinste Wahrheit, könntest du bitte hinaus gehen, ich wäre gern noch ein wenig allein.“ Auf die Bitte verlässt Dolly die Küche.

Nach gut zwanzig Minuten ist der Kuchen fertig und neben bei, hat sie einen kleinen Hunde Cupcake gebacken. Dieser ist nicht für ihr vorhaben, sondern für einen ihrer Brüder, zu welchem sie das Küchlein direkt bringt.
„Verzeihung Deepak?“ Fragt Diamond verunsichert. Der kleine Welpe ist in der Mitte einer Meditation und der Schwester ist bewusst, wie unhöflich es ist, jemanden aus der Konzentration zu reißen. Deepak reagiert nicht auf die Nennung seines Namens. Leise stellt die weiße Hündin das Küchlein ab und geht davon.
Während sie das tut, öffnet der Bruder ein Auge, lächelt und bevor er sich wieder vollständig konzentriert sagt er: „Danke Diamond.“
Sie dreht sich um, doch sieht das er sich kein wenig bewegt hat.

Wieder in der Küche angekommen, schaut sie auf die Uhr. Es ist zwei Uhr nachmittags und es ist die rechte Zeit, um hinüber zu gehen. So packt sie ihr Buch, den Hundekuchen und geht aus dem Haus. Sie hat das Glück, dass sie keiner fragt, wo sie hinwill und dann steht sie da, vor Clarissas Haustüre. Ihr Herz pocht ein wenig. Es könnte alles sehr schieflaufen oder auch gut. Drum klopft sie und öffnen tut Hugo.
„Huch, einer der Dalmatiner, was möchtest du denn hier?“ Fragt er und hinter ihm kommt der Corgi hervor.
„Ganz genau, was willst du hier Dalmatiner?!“ Ungeduldig schaut sie zu dem Welpen, welcher kaum ein Wort hinaus bekommt, so nervös wie sie ist.
„Ich lass dich das mal allein ausdiskutieren und vergiss nicht die Türe zu schließen, wenn du fertig bist.“ Sagt Hugo und geht wieder seinen Tätigkeiten nach.
„Also?“ Fragt Clarissa erwartungsvoll und schaut zu dem Welpen herab.
„I-Ich,“ Diamond räuspert sich: „Ich bin es, Diamond und bitte verzeih mir meine Störung, ich wollte nur was vorbeibringen.“ Sie schiebt denn Hundekuchen vor.
Ihr Plan war es eher, darum zu bitten reinkommen zu dürfen, um ein wenig zu plaudern, doch vielleicht ist es besser kleine Schritte zu machen. Der Hundekuchen ist verpackt unter einer Kuchenglocke. Er ist gut sichtbar und ein verwirrter Blick erscheint auf Clarissas Gesicht.
„Ein Kokosnuss-Beeren-Hunde-Kuchen?“ Fragt sie in einem entsetzten Ton, worauf Diamond sich vor einer falschen Wahl des Rezepts fürchtet.
„Stimmt was nicht, bist du allergisch?“ „N-nein nein, es ist nur… das Rezept…?“ Stammelt der Corgi verwundert.
„Eines aus dem Buch „Feine Hunde“.“ Meint Diamond und zeigt ihr Buch, im Falle das Clarissa Interesse an der Quelle des Rezepts hat.
„Ja ja.“ Clarissa schüttelt den Kopf, um sich aus dem Staunen heraus zu bekommen. Sie will nicht unbedingt mehr positive Reaktionen gegenüber des Nachbarswelpen offenbaren.
„Ich kenne das Buch und das hier ist äußerst aufmerksam, doch wozu hätte ich denn so was verdient.“ Misstrauisch mustert der Corgi Diamond, welche ein wenig lockerer mit den Schultern zuckt. „Keine Ahnung, ich dachte vielleicht hast du Freude daran.“ „Sie, es heißt ob Sie vielleicht Freude daran hätten.“ Sagt Clarissa genervt, worauf der Dalmatiner das gesagte überdenkt und bemerkt, dass sie tatsächlich vergaß die Nachbarin zu siezen. „Um Hundes willen, das muss ich ganz vergessen haben!“ Sagt sie entsetzt. „Was erhoffst du dir mit diesem ‚Geschenk‘?“ Fragt Clarissa vollständig darauf aus heraus zu bekommen, was hinter dem Verhalten steckt. Da es nach wie vor unhöflich ist zu lügen, seufzt Diamond. „Nun v-vielleicht könnte man ja mal plaudern.“ „Ich, Clarissa, plaudern mit einem dreckigen Dalmatiner?“ Fragt der Corgi empört über den Gedankengang des Nachbarwelpen. Diamond steht die dann auch Empörung für einen Moment im Gesicht. „Nun gut, sollten sie es sich anders überlegen, melden sie sich.“ Der Welpe geht die Treppe hinunter und sagt dann leise. „Wie prollig.“ Das hat Clarissa natürlich gehört doch bevor sie reagieren kann, ist der weiße Dalmatiner schon lang wieder in dessen Haus.

Der Corgi trägt den Kuchen hinein und will ihn wegschmeißen.
„Oh, schaue man sich diese Schönheit an Kuchen an, den muss der Dalmatiner dir geschenkt haben. Unerwartet, aber zuvorkommend.“ Meint Hugo als er das Geschenk von Diamond sieht und geht dann auch schon wieder aus der Küche hinaus.
Seufzend stellt Clarissa das gute Stück wieder runter, nimmt den Deckel ab und nimmt einen Bissen. Für einige Sekunden versucht sie auszumachen, wie gut das Geschenk ist. Sie kann es sich dann nicht verkneifen noch einen und noch einen Bissen zu nehmen, denn der Kuchen ist mit viel mühe gebacken worden. Für einen Moment fragt sie sich, ob sie sich nicht doch ein wenig vorurteilhaft und angesichts der Geste unhöflich verhalten hat. Sie entscheidet sich dann doch für: Ach was, ein nettes Geschenk macht keinen Dalmatiner auf einmal zu etwas weniger Schäbigen.

Diamond ist zu Hause direkt zu ihrem Körbchen auf dem Dachboden gegangen und hat sich für einige Zeit hineingelegt. Das tut sie immer, wenn sie etwas aufregt oder beunruhigt. „Ich habe nie gedacht, dass sie tatsächlich so hochnäsig ist, aber ich habe auch noch nie von Hund zu Hund mit ihr geredet.“ Sagt sie sich selbst und steht wieder auf. Sie geht wieder hinunter, um einen Tee zu machen und denkt dabei wieder and Deepak. Des Öfteren lässt es sich gut mit ihm reden, denn er ist sehr höflich und hat allmögliches an großartigen Weisheiten von sich zu geben. Sie ist sich nicht einig mit dem Vorsatz ‚Guru Miau findet nur, dass alle Tiere gleichbehandelt werden sollen, ganz besonders Katzen‘ doch stört sich nicht zu sehr daran. Aus diesem Grund, weil sie sich halt eher gut verstehen, kocht sie ihm auch gerne einmal eine Tasse Tee.

Als der Tee fertig ist, trägt sie die Tasse Tee zu Deepak, welcher derweil ein wenig Yoga macht. Erfreut grüßt er die Schwester. „Schön dich zu sehen Diamond und ganz neben bei, das Törtchen war wirklich gut.“ Sagt er und nimmt die Tasse an sich, welche der weiße Dalmatiner Welpe ihm hinhält. „Na, hast du irgendeine Weisheit des Tages die du mir geben kannst?“ Fragt Diamond, welche diese Weisheiten gewohnt ist. Deepak lächelt sanft und nickt. „Fang nie an aufzuhören, hör nie auf Anzufangen.“ Zitiert er, worauf Diamond den Satz sacken lässt. Der Jüngling wartet dabei geduldig auf eine Reaktion. Die Schwester lächelt dann und nickt: „Das ist eine äußerst passende und gute Weisheit!“ Sagt sie den Worten zustimmend.
Für einige Zeit bleibt Diamond bei Deepak und unterhält sich ein wenig über allmögliches.
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