There is no such thing as a perfect world (wakatoshi ushijima x oc)

KurzgeschichteDrama, Romanze / P18
OC (Own Character) Tendou Satori Ushijima Wakatoshi
24.06.2020
04.07.2020
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30.06.2020 2.063
 
Nachdenklich räumt sie die Sachen in die Küche ein, als ihr Bruder seine Hand auf ihre legt. „Akira was ist los?“, fragt er sie besorgt und schaut auf ihre Hand. Sie war gerade dabei den Reis in den Kühlschrank zu stellen. So weit weg ist sie gerade mit ihren Gedanken.
„Wusstest du, dass Wakatoshi eine Freundin hat?“ Yato lässt von ihrer Hand los und räumt den Reis in die Reisbox ein. „Es würde mich nicht wundern. Er ist erfolgreich und er sieht gut aus. Wieso sollte er keine Freundin haben?“ versucht er so sachlich wie möglich zu bleiben. „Du hast recht... wie dumm von mir.“ traurig lächelt sie und versucht dieses unwohle Gefühl in ihr zu unterdrücken. „Akira? Was, was ist denn?“ fragt er besorgt und ratlos und nimmt sie in den Arm.

Was ist los... Sie hatte sich in den schweigsamen Wakatoshi Ushijima verliebt. Andere würden ihn wahrscheinlich als kühl und stumpf bezeichnen. Aber sie nicht. Wakatoshi scheint sehr ernst zu sein und er will seine Ziele verfolgen. Er ist kein Mann von vielen Worten, nein er ist ein Mann von Taten. Das ist das, was sie an ihm so fasziniert. Es gibt heutzutage so viele Männer, die einfach nur reden, aber ihr Wort nicht halten. Nicht so Wakatoshi. Für sie strahlt er Ruhe aus. Geborgenheit. In seiner Nähe fühlt sie sich wohl und sicher. Sie müssen nicht viel miteinander reden. Denn auch die Stille, ist nie eine unangenehme Stille. Sie ist immer angenehm. Seine olivgrünen Augen sind trotz ernstem Gesichtsausdruck immer warm, wenn sie in diese hinein schaut. Sein Lächeln ist atemberaubend. Auch, wenn er es so gut wie gar nicht zeigt.

Sie erzählt Yato alles über ihre Gefühle für Wakatoshi und dieser mysteriösen Frau. Yato versucht sie mit ihrer Lieblingsserie abzulenken aber so richtig gelingt es ihm nicht. Denn als ihr Handy vibriert, und sie sieht, wer ihr geschrieben hat, rast ihr Herz schnell und sie ist wieder den Tränen nah.

Wakatoshi Ushijima [19:50 Uhr]:
Guten Abend Akira, hast du morgen Zeit?

Akira Akaguchi [19:51 Uhr]:
Frag doch bitte erst einmal deine dunkelhaarige, große Freundin, ob das in Ordnung ist. Ich will nicht schon wieder von ihr blöd angemacht oder angerempelt werden.

Akira kann nicht glauben, dass er sich mit ihr treffen will, obwohl er doch eine andere Freundin hat. Ihr Brustkorb zieht sich zusammen und sie klammert sich noch enger um ihr Sofakissen. Wie sie es auch nicht anders erwartet hatte, antwortet ihr Wakatoshi nicht mehr.

-

Völlig verwundert liest er die Nachricht noch weitere Male und versteht nicht, was mit Akira los ist. Welche dunkelhaarige Frau. Er schaut auf sein Hintergrundbild und sieht dort Akira und ihn. Er hatte einen anstrengenden Tag und kam gerade vom Training. Sie saß unter einem Kirschbaum und Wakatoshi lag mit seinem Kopf auf ihrem Schoß, während sie ihm einen Artikel über die Folgen einer Überbelastung des Körpers vorlas. Er lächelte auf dem Foto zu ihr hoch. Tendou hatte das Foto gemacht, als er zufällig im Park joggen war und die beiden entdeckt hatte. Er hatte ihm das Bild geschickt mit dem Vermerk 'Sind das etwa die zukünftigen Ushijima Eheleute?' So ganz hat er die Nachricht nicht verstanden, aber er fand das Bild wunderschön und hatte es dann als Hintergrund in seinem Handy vermerkt.

Wieso denkt sie, dass er eine Freundin hat? Und wen meint sie mit dunkelhaariger Frau? Als ob ihn ein Blitz getroffen hätte, taucht schlagartig ein bestimmtes Gesicht in seinem Kopf auf. Yui Tsukawa.


„Mach die Tür auf!“, brüllt Wakatoshi vor einer kleinen Wohnung und hämmert mit voller Wucht gegen die Tür. „Yui!“, seine Stimme ist nun noch lauter und viel aggressiver. Nach einigen Minuten öffnet sich dann die Tür und Yui steht vor ihm. Die Frau, die er früher geglaubt hat zu lieben. Allerdings war bereits nach mehreren Wochen Beziehung für ihn klar, dass sie nicht die Frau ist, die er sich an seiner Seite vorstellen kann. Im Gegenteil. Er wollte sie und ihren widerlichen Charakter nicht in seiner Nähe haben. „Wakatoshi?“, tut sie überrascht. „Stell dich nicht dumm. Was hast du gemacht? Was hast du zu Akira gesagt?“ sagt er noch recht ruhig und versucht seine Wut nicht zu zeigen, während er sie gegen die Hauswand drückt. „Hey, nicht so stürmisch du alter Hengst. Ich habe dich nur vor ihr beschützt. Sie tut dir nicht gut. Ich bin diejenige, die dir guttut. Du solltest mir dankbar sein.“ lacht sie spöttisch. Sein Griff an ihren Schultern wird stärker. „Dankbar? Einem widerlichen Menschen wie dir wird nie jemand dankbar sein. Du hast mir nie gutgetan und das wirst du auch nicht. Also halt dich von mir fern und vor allem halt dich von Akira fern. Sollte ich dich noch einmal in ihrer Nähe sehen, wirst du mich von einer ganz anderen Seite kennenlernen.“ mit wutentbrannten Augen schaut er sie an. „Oho... du bist heute aber sehr gesprächig. Wakatoshi was findest du nur an dieser Frau?! Sie ist nicht die richtige für dich!“ schreit Yui. „Das geht dich nichts an.“,  erwidert er grimmig und schaut sie ein letztes Mal an, bevor er mit einem zischen von ihr geht.


Was er an ihr findet? Sie ist eine wunderschöne Frau. Er bewundert es, dass sie ihre Gefühle so offen zeigen kann. Sie ist intelligent, kann unglaublich gut kochen und sieht ihn als einen normalen Menschen. Es ist ihr egal, dass er ein bekannter Volleyballspieler ist. Es ist ihr egal, dass er mit der linken Hand schreibt. Es ist ihr egal, dass er nicht viel redet. Es stört sie nicht einmal. Sie macht sich Sorgen um ihn, was ihn aus unerklärlichen Gründen glücklich macht. Er redet eigentlich immer über Volleyball. Denkt nur an diesen Sport. Aber sobald er mit Akira zusammen ist, denkt er kaum an seinen geliebten Sport. Er denkt nur an sie. Er findet es  so toll, ihre kleinen Hände in seinen zu halten und er würde so gerne ihren zarten Körper in seinen Armen halten. Ihre Lippen küssen. Ihren Herzschlag spüren. Nennt man das Liebe?

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**Ding-Dong** hören Yato und Akira die Klingel ihrer Wohnung und schauen sich fragend an. „Erwartest du wen Yato?“, fragt sie verwirrt. Kopfschüttelnd steht er auf, um zur Tür zu gehen.

„Guten Abend, ist Akira zu Hause?“ mit einer ruhigen Stimme steht Wakatoshi vor ihm und schaut ihn fragend an. Yato geht einen Schritt nach vorne, um die Eingangstür etwas anzulehnen, damit Akira das Gespräch nicht hören kann. „Du bist Wakatoshi Ushijima richtig? Hör zu... es mag ja sein, dass du ein super Volleyballspieler bist. Aber ich will nicht, das du mit Akira spielst. Haben wir uns da verstanden? Ich glaube nicht das sie dich jetzt sehen will.“ flüstert er leise. „Und wer sind Sie, dass sie über Akira bestimmen? Akira kann mir auch selbst sagen, dass sie nicht mit mir reden will.“ erwidert Wakatoshi ernst und schaut ihren Bruder durch dringlich an. „Ich bin Akiras Bruder. Ushijima-san, Sie sollten gehen...“ Nachdruck ist in seiner Stimme zu hören.

Doch das stört Wakatoshi nicht. Er möchte nur mit ihr reden. Alles aufklären. „Hier liegt ein Missverständnis vor. Lassen Sie mich also zu Akira. Wenn sie mich nicht sehen will, gehe ich.“ sagt er ruhig. Lange überlegt Yato, ob er ihn wirklich in die Wohnung lassen soll. „Gut...“ seufzt er leise und öffnet wieder die Tür um mit Wakatoshi reinzugehen. Im Wohnzimmer schauen beide in Akiras Richtung und auch sie blickt nach wenigen Sekunden zu ihnen.

Als sie Ushijima sieht, fängt ihr Herz wieder an schneller zu schlagen. „Lass mich mit dir reden.“, in einem tiefen Ton hallt seine Stimme durch den Raum. „Warum?“, „Weil dir Lügen erzählt wurden.“, antwortet er schnell und sie schaut kurz zu ihrem Bruder. „Ihr solltet reden.“, sagt er besorgt und setzt sich auf das Sofa. Nickend steht Akira auf und geht rüber zu Wakatoshi. „Komm mit in mein Zimmer.“, murmelt sie leise vor sich hin und gibt ihm mit einer nickenden Kopfbewegung zu verstehen, dass er ihr folgen soll.

In ihrem Zimmer schließt sie die Tür und setzt sich auf ihr Bett. Wakatoshi folgt ihr und ihr Bett knackt bei dem zusätzlichen Gewicht von ihm. „Also?“, seufzt sie traurig. Kurz überlegt er was er sagen soll und stützt seine Arme an seinen Beinen ab. „Also diese Frau, von der du erzählt hast, ist nicht meine Freundin. Wir waren mal zusammen aber ich habe sie nie geliebt. Sie war ein Fehler. Nicht so wie du.“ Den letzten Teil, verschlingt er so sehr, dass es kaum hörbar ist.

Die Erleichterung zeichnet Akiras Gesicht und sie merkt, wie ihr angespannter Körper sich langsam entspannt. „Tut mir leid, dass ich dachte, dass diese Frau wirklich deine Freundin ist.“ entschuldigt sie sich bei ihm und legt ihm eine Hand auf seinen Rücken. „Das sollte dir auch leidtun.“, erwidert er und richtet sich wieder auf. Er schaut ihr tief in die Augen und sein Blick wandert langsam zu ihren Lippen runter. Sie sind so wunderschön. Rot und so zart. „Das sollte es auch.“, nuschelt er noch einmal vor sich hin ehe seine Lippen auf ihre treffen. Er weiß nicht was ihn dazu gebracht hat sie zu küssen, aber sein Körper und sein Verstand arbeiten schon lange gegeneinander.

Sein Kuss ist so liebevoll, vollkommen anders als seine Worte oder seine Erscheinung. In Akira macht sich ein wohlwollendes Gefühl breit und sie rutscht näher an Wakatoshi ran. Er merkt, dass sie seinen Kuss erwidert und zieht sie an der Hüfte hoch auf seinen Schoß.

Kurz hält er inne und schaut ihr tief in die Augen. Ihr Atem ist flach, ihre Lippen so rot wie Blut und ihre Wangen leuchten in einem zarten rosa. Fragend aber auch mit einem schmerzerfüllten Gesicht schaut sie zu ihm hoch. Sie kann ihre Gefühle nicht mehr für sich behalten. Sie muss es ihm sagen. Auch wenn es zu dem Ende ihrer Freundschaft führen würde, aber es für sich zu behalten, wird sie zerstören. Und das weiß sie auch. „Waka- toshi... ich... ich liebe... dich...“ dringt ihre zarte, zerbrechliche Stimme in sein Ohr. Seine Augen werden groß bei ihren Worten und er hat das Gefühl das die Wärme, die in ihm aufsteigt, ihn verbrennt.

Seine Augen, die bis vorhin noch in einem olivgrün Akira angesehen haben, zeichnen sein Gesicht nun in einem dunklen grün. Fast schon schwarz. Sein Gesicht was vorhin noch kaum zu deuten war, zeigt nun die pure Lust und Begierde. Er ist hin- und hergerissen. Er weiß, dass er mehr für sie empfindet als nur Freundschaft. Auch, wenn er es lange nicht einsehen wollte. Aber er will sie auch nicht verletzen. Er will nicht noch einmal ihre aufgequollenen Augen sehen. Könnte er sie so glücklich machen, wie sie ihn?

Mit einem schweren Seufzer legt er seine Stirn gegen ihre. „Wir fangen bald wieder mit den ernsten Spielen an. Das heißt mehr Training, zusätzliches Training, Training an den Wochenenden, wenig bis keine Freizeit.“ Wie immer ist wenig Emotion aus seiner Stimme zu hören. Sein Griff an ihrer Hüfte wird stärker. Fast schon so, als ob er etwas bereut... Seine nächsten Worte. „Ich werde keine Zeit für dich haben. Ich bin nicht derjenige, der dich glücklich machen kann.“ fährt er in einem ruhigen Ton fort. Bei seinen Worten schnürt sich kurz Akiras Brust zusammen, doch sie atmet tief aus und umfasst seine Wangen mit ihren Händen.

Er findet es fast schon lustig, wie ihre kleinen Hände nicht einmal die Hälfte seines Gesichts umfassen können. Trotzdem will er nicht das sie von ihm loslässt. Mit einem bittersüßen Gefühl schaut er sie an und hat Angst vor ihren nächsten Worten.
„Wakatoshi? Ich sage dir nicht das ich dich liebe, um danach von dir loszulassen. Ich weiß, dass du einen straffen Zeitplan hast und das du weniger Zeit haben wirst. Aber das ist okay für mich. Ich habe selbst meine eigene Praxis, die ich leiten muss. Ich werde auch hin und wieder zu neuen Seminaren gehen. So ist das nun Mal. Aber wenn ich mit der Arbeit fertig bin, werde ich dich so gut wie ich nur kann unterstützen. Ich wäre gerne deine Partnerin. Vorausgesetzt... du erwiderst meine Gefühle. Wenn nicht dann tut es mir leid, aber ich kann es nicht länger für mich behalten. Es würde mir nicht guttun, weiter so zu tun als, ob ich für dich nichts als nur-“ Diese Worte haben ihm gereicht, um sie weiter an sich zu ziehen und ihr einen weiteren Kuss zu geben.