Drowning

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P16
OC (Own Character) Suga
24.06.2020
30.06.2020
2
3.139
1
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
30.06.2020 1.572
 
Heey, hier ist das zweite Kapitel, ich hoffe ihr mögt es.



~ Depression, Angst und Panikattacken sind kein Zeichen von Schwäche. Sie sind ein Anzeichen dafür, dass man zu lange versucht hat, stark zu sein. ~  




Kya starrte an die weisse Zimmerdecke und spürte wie ihr eine Träne die Wange hinunterlief. Es war zehn Uhr morgens, an einem Sonntag. Von der Küche aus konnte sie die drei Jungs lachen hören, doch ihr fehlte die Motivation aufzustehen und raus zu gehen. Sie wusste das spätesten in einer halben Stunde Jimin kommen würde, und sie so wie früher aus dem Bett zerren würde. Früher hatte sie extra drauf gewartet das ihr Cousin sie aufwecken kam, und sie dann nach unten zu ihren Eltern gehen konnte, an einen reich gedeckten Frühstückstisch und einer warmen Schokolade. Doch jetzt wollte Kya verhindern das Jimin mitbekam wie es ihr ging. Sie wollte nicht, dass er es mitbekommt wie gebrochen sie sich fühlte. Erinnerungen der Vergangenheit stürzten auf sie ein und weitere Tränen fielen über ihre Wangen nach unten. Langsam raffte sie sich aus dem Bett und lief langsam, sich die Wangen trocknend, nach vorne wo die anderen waren. Als Jimin sie erblickte lächelte er sie herzlich an und rief ein lautes: «Guten Morgen» Auch Taehyung und Jungkook stimmten mit ein und Taehyung winkte Kya an den Tisch auf dem Früchte und Pancakes standen. Kya murmelte ein leises guten Morgen bevor sie einen Schluck von der Tasse nahm, welche Jimin ihr hinhielt. Es war ein warmer Kaffee, und Kya nahm genüsslich einen Schluck des warmen Getränks. Kaffee war das was sie morgens aus ihrer schläfrigen Laune holte, sonst gelang es nichts und niemandem sie aus ihrem schlaf Modus heraus zu holen. «Kya, bevor ich es vergesse, du hast heute um 14 Uhr deine erste Schicht im Kaffee, wenn das für dich geht.» Kya blickte zu Jimin der sie leicht besorgt musterte und nickte während sie ein Lächeln aufsetzte, obwohl ihr nicht danach war.  

Die vier assen ihr Frühstück, bevor Taehyung und Jungkook sich verabschiedeten während sie etwas von Spielhalle erwähnten. Jimin würde nachgehen, sobald er Kya mit ihrem Vorgesetzen bekannt gemacht hatte. Kya stand unter die Dusche und zog sich schwarze Hosen und ein graues Oberteil an, bevor sie zu Jimin ging, welcher an der Tür auf sie wartete. Gemeinsam fuhren sie, in Jimins Auto, zum Café, welches direkt am Fluss lag. Es sah sehr gemütlich aus. Im ganzen Raum verteilt waren verschiedenste Sessel, die zum verweilen einluden. Es standen Sofas da, auf denen man einen gemütlichen Nachmittag zu zweit verbringen konnte. Die Tische waren in unterschiedlichsten Farben gehalten, von blau zu rosa bis hin zu grün. An den Wänden hingen Kunstwerke, welche man lange ansehen konnte und immer wieder etwas Neues entdecken würde. Leicht lächelte Kya, das Café war gemütlich und es war eine entspannte Atmosphäre. Kya und Jimin traten an den Tresen und stellten sich vor. «Hallo, ich bin Jimin, und das ist meine Cousine Kya. Ich habe vor ein paar Tagen mit dem Boss gesprochen wegen einer neuen Stelle.» «Hi, ich bin Yugeom, kommt mit, Jaebeom ist hinten in seinem Büro.», Yugeom führte die beiden in einen angrenzenden Raum, worin ein grosser Tisch stand, hinter dem ein junger Mann sass und lächelnd aufblickte als die drei zur Tür reinkamen. «Hallo, du bist dann wahrscheinlich Kya» Kya nickte und setzte ein kleines Lächeln auf. «Freut mich dich kennen zu lernen, ich bin Jaebeom.» Sie verbeugten sich kurz voreinander. «Am besten führe ich dich einmal im Laden herum und weise dich ein.», erklärte Jaebeom und Kya nickte in Einverständnis. «Na dann, bis heute Abend Kya.», verabschiedete Jimin sich und verlies das Café. Jaebeom führte Kya herum und erklärte ihr was sie zu tun hatte. Sie würde in der Bedienung arbeiten, während ihre Mitarbeiter teilweise ebenfalls mit ihr die Gäste bedienten und andere hinter dem Tresen den Kaffee und Kuchen zubereiten oder backten. Jetzt kamen Jaebeom und Kya im letzten Raum an. Er befand sich hinter der kleinen Küche und war mit weiteren Sesseln und Sofas ausgestattet. Auf den Sitzflächen hatten es sich sechs Jungs breit gemacht, und Kya erkannte Yugeom darunter. Die aufgeregten Gespräche der Jungs verstummten als Kya eintrat, und alle Blicke landeten auf ihr. Kya blickte auf den Boden, um Blickkontakt zu vermeiden. «Leute, dass ist Kya eure neue Mitarbeiterin.», meinte Jackson und Kya blickte kurz in die Runde und verbeugte sich kurz. «Das sind: Mark, Jackson, Jinyoung, Youngjae, BamBam und Yugeom, aber den kennst du ja schon.», stellte Jaebeom die sechs vor und diese lächelten Kya warm an. «Hey, ich bin Park Kya und gestern von Busan hierhergezogen.», stellte auch Kya sich kurz vor und setzte wieder einmal ein Lächeln auf. «Na dann, ab an die Arbeit.», rief Jackson und zog Kya mit sich mit. Eigentlich hasste Kya solchen körperlichen Kontakt mit nahezu fremden Menschen, aber sie musste sich zusammenreissen, wenn sie den Job behalten wollte.

Die Sitze im Café hatten sich inzwischen gefüllt und Jackson, Yugeom, Mark und Kya hatten alle Hände voll zu tun. Die Stunden vergingen schnell, und bald war nur noch eine halbe Stunde von Kya’s Schicht übrig. Die anderen hatten sich vor kurzem verabschiedet und Kya wartete nun alleine beim Tresen das die letzten Kunden gehen würden. Es sassen noch zwei alte Frauen, ein Pärchen und ein junger Mann im Café. Kya beobachtete die Gäste genau, und der junge Mann hatte etwas an sich, was sie faszinierte. Er hatte einen Carmel Macciato vor sich stehen, und nebendran einen Laptop.

Zudem hatte er Kopfhörer an und blickte die ganze Zeit auf seinen Bildschirm und liess sich nicht ablenken. Doch irgendetwas fesselte Kya an ihm. Vielleicht seine Aura. Er schien ihr wie eine Art Ruhepol. Gedankenverloren blickte sie durch die Gegend, bis ihre Ohren auf den vertrauten Klang eines Liedes stiessen. Aus den Boxen des Cafés ertönte: You’re Beautiful von James Blunt. Augenblicklich schoss Kya das Bild ihrer Halmeoni in den Kopf, wie diese in der Küche stand und das Lied laut mitsang. Kya hatte es geliebt ihrer Halmeoni zu zuhören. Und dieses Lied hatte ihre Halmeoni besonders oft gesungen. Kya fühlte wie das Atmen auf einmal schwer wurde, und ihre Augen feucht wurden. So ruhig wie möglich verliess sie den Raum und verschwand in den Mitarbeiterraum hinter der Küche. Kaum war sie zur Tür ein da brach sie zusammen.

You're beautiful, You're beautiful,
You're beautiful, it's true.

Die Tränen begannen zu laufen und Kya versuchte verzweifelt nach Luft zu schnappen. Doch es gelang ihr nicht ihren Atem unter Kontrolle zu bringen. Sie schloss ihre Augen während sie immer noch nach Atem rang. Es fühlte sich an als würde sich, bei jedem Wort, welches durch die Lautsprecher erklang, ihre Lunge mehr zusammen ziehen und sie ersticken. Auf einmal hörte sie neben dem Lied eine Stimme:

You're beautiful. You're beautiful.
Ein atmen, aus atmen
There must be an angel with a smile on her face,
Ein atmen, ausatmen
But it's time to face the truth,
I will never be with you.

Kya versuchte sich auf die Stimme zu konzentrieren, doch sie konnte nicht. Dann spürte sie wie ihr etwas weiches auf die Ohren gesetzt wurde und sie hörte eine leise Stimme rappen. Sie konzentriere sich auf den Beat welcher erklang und passte ihre Atmung an.

I wanna be a rap star
I wanna be the top
I wanna be a rockstar
I want it all mine

Kya beruhigte sich und öffnete langsam die Augen und blickte in das besorgte Gesicht des jungen Mannes aus dem Café. Als er sah das sie ihre Augen wieder auf hatte entspannte sich sein Gesichtsausdruck und er wechselte von der knienden Position so das er vor ihr sass.  

P.O.V unbekannt:

Genüsslich nahm er einen schluck des Kaffees. Wieder lies er das Lied laufen und hörte genau hin, ob er noch Fehler erkennen würde. Aus dem Augenwinkel bemerkte er das nun nur noch die neue Serviererin da war, und sie ihn beobachtete. Leicht lächelnd fokussierte er sich wieder auf den laufenden Song. Shadow. Das war wohl der perfekte Name für diesen Song. Er hatte nun lange an ihm gearbeitet und war echt zufrieden mit dem erlangten Ergebnis. Er wollte bereits die Augen schliessen als er registrierte wie die Frau am Tresen sich versteifte, es schien als hätte sie Schwierigkeiten beim Atmen, und seine Vorahnung das etwas nicht stimmte bestätigte sich als sie zu schnell den Raum verliess. Augenblicklich stand er auf und folgte ihr, den Laptop dabei, da er diesen nicht unbeaufsichtigt lassen wollte.

Als er durch die Tür trat, aus der sie gerade verschwunden war kam er in eine kleine Küche, doch sie war nicht zu sehen. Er lief schnell auf die nächste Tür zu und fand sie am Boden zusammen gekauert vor. Sie hatte die Augen geschlossen, ihr Gesicht war Tränenüberströmt und ihr Atem ging schnappend. Eine Panikattacke, er kannte das Gefühl nur zu gut. Leise fing er an auf sie ein zu reden: «Ein Atmen, aus Atmen.» doch es schien nicht zu wirken. Besorgt sah er sich um und entschied sich dann ihr die Kopfhörer aufzusetzen. Und tatsächlich beruhigte sich ihre Atmen und die Tränen stoppten. Dann schlug sie die Augen auf und er setzte sich hin und entspannte sich. Nach einer Weile, wahrscheinlich war das Lied fertig, setzte sie die Kopfhörer ab und blickte ihn danken a: «Danke…» «Yoongi, Min Yoongi.» «Danke Yoongi.»
Review schreiben