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RDR2:  A complicated Love Story

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / Het
Abigail Roberts Arthur Morgan Charles Smith John Marston Sadie Adler
23.06.2020
18.10.2020
22
57.932
4
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25.06.2020 2.385
 

Während Arthur sich eine Zigarette anzündete, dachte er noch einmal an das Gespräch mit Sadie. Hatte er sie zu forsch abgewiesen? Immerhin war er einfach aufgestanden und gegangen. Nicht gerade ein richtiges Verhalten gegenüber einer Frau. Mary hatte anscheinend noch immer eine gewisse Macht über seine Gefühlswelt.
„Nein...Das ist einfach nicht fair. Es ist Vergangenheit.“ sprach Arthur leise zu sich selbst und dämpfte dann seine Zigarette aus, ehe er sich wieder in den Saloon begab.

Zu seinem Erstaunen, saß Sadie noch immer an dem kleinen Tisch und starrte gedankenverloren aus dem Fenster. Langsam näherte er sich, als ihr Blick ihn plötzlich und irgendwie liebevoll erfasste. Ihre Mundwinkel formten sich zu einem Lächeln. „Da bist du ja wieder. Hör mal, es tut mir leid. Ich hatte nicht das Recht, in deiner Vergangenheit herumzustochern.“

„Nein..schon gut. Ich sollte wohl endlich damit abschließen. Es ist einige Zeit vergangen. Und ich hätte vorhin nicht einfach gehen sollen. Ich muss mich bei dir entschuldigen.“ Er atmete einmal tief durch und sprach weiter: „Ich möchte mit dir darüber reden... wenn du es noch willst.“

Sadie nickte. „Natürlich Arthur. Ich würde es gerne verstehen. Aber wirklich nur, wenn es für dich in Ordnung ist.“

Eine Weile saßen die beiden noch da und Arthur erzählte an diesem Abend  vieles aus seiner Vergangenheit. Vor allem aber Dinge, die sich um Mary Linton und seine Beziehung zu ihr, drehten.




Einige Stunden später...


Der Abend hatte dann doch mehr als zwei Bier lang gedauert und einige kleine Schnäpse kamen noch dazu.

Leise kichernd, hielt sich Sadie an Arthur fest, der nur belustigt grinste, während sie die Stufen nach oben gingen, zu ihrem Zimmer.

„Wir sollten wirklich leiser sein...“ sprach Sadie, konnte aber nicht aufhören zu lachen, nachdem Arthur die Zimmertür versehentlich viel zu laut hinter sich zuknallte.

„Ich versuche es ja... aber... Na egal. Wir sollten jetzt schlafen. Morgen haben wir einen langen Weg vor uns. Nicht das noch einer von uns vom Pferd fällt.“

„Wo wirst du schlafen?“ fragte Sadie.

„Das Sofa sieht ganz gemütlich aus. Vielleicht könntest du nur ein Kissen entbehren, dann wäre es noch bequemer.“ erwiderte Arthur, legte seinen Revolver auf die Kommode neben dem Sofa und nahm dann langsam seinen Hut ab. Mit einer Hand strich er sich durch sein kurzes Haar und gab Sadie damit einen echten Grund sich ihrer Gefühle nun langsam völlig sicher zu sein.
Etwas war da zwischen ihr und ihm, doch anscheinend waren beide so unsicher, um es sich noch nicht einzugestehen.

Mrs Adler wollte sich dieser Unsicherheit aber entziehen und ging auf Arthur zu. Langsam berührte sie, ohne auch nur eine Sekunde zu überlegen, seine Wange. Sein Blick traf ihren und eine Weile standen sie einfach nur so da. Völlig versunken in den Augen des jeweils anderen.

Ihre Berührung hinterließ eine Gänsehaut auf seiner, von Narben gezeichneten Haut, während es bei Sadie selbst ein angenehmes Prickeln auslöste.

„Wieso so umständlich?“ fragte sie schließlich mit ihrer rauchigen Stimme, die Arthur schon öfters die ein oder andere schlaflose Nacht bescherte, wenn er nur an sie dachte.
„Was meinst du?“ fragte er, wohl wissend, was sie wollte.

„..Naja...ich..ähm... Du kannst ebenso gut mit mir im Bett schlafen...also ich meinte natürlich...bei mir im Bett...oder...auch...mit mir...“

So gerne er dieser Aufforderung gefolgt wäre, so vehement wehrte er sich dagegen. Es erschien ihm nicht richtig das zu tun. Oder vielleicht doch? Verdammt nochmal, er konnte nicht mehr lange auf ihre Nähe verzichten.

„Sadie...das ist...ich meine, willst du das wirklich?“ fragte er noch einmal nach und strich dabei über die kleinen Sommersprossen auf ihrer Wange. Sie waren mitunter ein Merkmal, welches er an ihr so anziehend fand, weil sie damit noch viel natürlicher und einfach wunderschön aussah.

Ihr Kopf senkte sich, bevor sie ihn wenig später wieder ansah. Er tat nichts der gleichen und erwiderte ihren Blick. Sie war ihm mittlerweile so nah, dass er ihren warmen Atem auf seinem Kinn spüren konnte. Was machte sie nur mit ihm? War vielleicht alles nur ein Traum? Oder wollte sie etwa wirklich das, was auch er sich in seinen unzähligen Fantasien ausmalte?
Schon bald bekam er die Bestätigung dafür, denn langsam öffnete sie die oberen beiden Knöpfe seines Hemds und steckte dann einen Finger in die kleine Öffnung. Sie fühlte seine Haut darunter und den minimalen Haarwuchs auf seiner Brust. „Arthur...Ich sagte dir, dass du ein Gentleman bist und das ist ehrenhaft. Aber im Moment hätte ich dich gerne anders.“
Er schluckte hart. „Wie lange? Wie lange willst du das schon?“
Sadie grinste. „Schon eine halbe Ewigkeit. Und jetzt halt die Klappe und küss mich endlich.“

Arthur, der nun sämtliche Zweifel, die ihn zuvor noch davon abgehalten hätten, einfach beiseite schob, ließ sich nun vollends darauf ein und kam dieser Aufforderung nur zu gerne nach. Er legte seine Hände auf ihre Wangen und berührte dann mit seinen Lippen, stürmisch, die ihren. Ihrer beider Zungen trafen sich. Stießen aneinander. Liebkosten sich. Es war ein Tanz. Ein anfangs sinnliches Spiel, welches schon sehr bald immer fordernder und temporeicher wurde.
Sadie schlang ihre Arme fast hilfesuchend wie eine Ertrinkende, um Arthurs Oberkörper und strich mit ihren Fingerspitzen an seiner Wirbelsäule entlang nach oben, ehe sie ihre Hand in seinem kurzen Haar vergrub. Sie stöhnte in den Kuss hinein und machte sich mit ihren Fingern an seinem Hemd zu schaffen.
Ein Knopf nach dem anderen glitt aus dem Knopfloch.
Oberhalb seiner Lenden, zog sie den lästigen Stoff einfach aus der Hose und löste rasch den Gürtel, ehe das leere Holster mit einem lauten Scheppern zu Boden fiel.

Dies brachte beide dazu, sich kurz voneinander zu trennen.
Arthur fühlte das Pumpen in seinem Glied. Die Erregung, die diese Frau in ihm auslöste hatte er schon so lange vermisst. Viele schlaflose Nächte ertrug er bereits wegen ihr. Doch niemals traute er sich ihr etwas derartiges zu sagen oder zu zeigen. Vor allem hatte er immer Angst davor, dass sie es falsch auffassen und ihn daraufhin abweisen würde. Immerhin war sie etwas Besonderes und nicht irgendeine Zufallsbekanntschaft und schon gar nicht war sie irgendeine Hure, die man danach einfach wieder wegschickte.

„Was machst du nur mit mir Sadie Adler?“ fragte er mit rauer und erregter Stimme.
Sie grinste und genau in diesem Lächeln konnte er erahnen, was sie ihm nun gleich darauf antworten würde.
„Ich lasse mich darauf ein...“

Arthur konnte nichts mehr darauf erwidern, denn erneut küsste sie ihn, während ihre Hand bereits in seiner Hose verschwunden war. Raue Töne verließen seinen Mund, als sie sanft seinen Penis umfasste. Langsam und hingebungsvoll  rieb sie ihn ihrer Handfläche.
Ja...Er wollte diese Frau. Jetzt und keine Sekunde später.
Stürmisch griff er nach ihrem Hosenbund und wollte ihre begehrenswerten Hüften aus dem dunkelblauen Stoff befreien. Dies gestaltete sich schwieriger als gedacht, denn genau wie er, trug auch sie diesen schweren Waffengürtel.
Nachdem er dieses Hindernis überwunden hatte, griff er nach ihrer Hand die noch immer in seiner Hose weilte und sein steifes Glied massierte.
„Du machst mich wahnsinnig... weißt du das?“ raunte er, nachdem er den Kuss unterbrochen hatte, in ihr Ohr.
„Wirklich? Dann befrei das Ding endlich. Bitte.“
Es war eigentlich keine Bitte, sondern eher ein Flehen und nur zu gerne kam er ihrem Wunsch nach. Sie wollte es so, dann sollte sie es auch so bekommen.

Mit sanftem aber dennoch bestimmenden Griff, umfasste er ihre Oberarme und schob sie ein wenig von sich weg. Er wollte ihr Hemd öffnen, aber das übernahm sie bereits selbst. Rasch löste sie jeden einzelnen Knopf und Arthur drehte erneut fast durch, weil sie ihn dabei nicht aus den Augen ließ und wieder diesen dreckigen Blick inne hatte. Es fühlte sich irgendwie an wie Folter. Sie provozierte ihn damit, aber genau das war es, was seine Erregung ins unermessliche steigerte.

Kaum war das Hemd, ihre Hose und ihr Slip auf dem Boden gelandet stand sie vor ihm, in nichts anderes gekleidet als ihrer Haut. Dieser Anblick war für ihn vergleichbar mit Dynamit, welches gezündet war und schon sehr bald explodieren würde. Er wollte einfach keine Zeit verlieren,  legte seine Hände auf ihr Gesäß und entlockte Sadie damit einen kecken und gespielt geschockten Seufzer.
„Gefällt das Madame etwa nicht?“ fragte Arthur mit einem Grinsen im Gesicht, während er seinen Griff noch ein wenig festigte.
„Ungemein... Aber wirf endlich den Gentleman über Bord und zeig mir den Outlaw Mr. Morgan.“ erwiderte sie während sie ihm kleine, heiße Küsse auf seinen Hals hauchte.
Plötzlich hob er sie hoch.
„Also gut...Du hast es ja nicht anders gewollt.“
Und im nächsten Augenblick spürte sie das weiche Laken in ihrem Rücken. Arthur hatte sie nur kurz aus seinem Griff entlassen. Er stand vor dem Bett und zog seine Hose und alles was sonst noch störte, aus, bevor die Kleidungsstücke und seine Stiefel, unsanft auf dem Boden landeten.
Sadie räkelte sich ungeduldig auf dem Bett herum. Sie stützte sich auf ihren Ellenbogen ab, um keinen Moment zu verpassen. Ihre Blicke hafteten regelrecht an dem wirklich unwiderstehlichen Körper, dieses Mannes, bis er ihr immer näher kam, um dann ihre Lippen mit seinen zu schließen. Wieder suchte ihre Zunge einen Ausweg. Sadie stöhnte in den Kuss hinein und war sich nicht sicher, wie lange sie das noch ertragen konnte. Ihr wurde immer heißer und sie bemerkte nicht einmal, wie weit Arthur sie bereits in die Mitte des Bettes gedrängt hatte. Erst als sie seine Hand zwischen ihren Beinen spürte, realisierte sie es. Sie hatte keine Zeit darüber nachzudenken, denn während er noch immer ihre erregten Laute mit einem langen Kuss erstickte, versenkte er zwei Finger in ihr.
Sadie musste sich, ob sie es wollte oder nicht, von Arthurs Lippen trennen. Ohne Rücksicht oder auch Angst, dass es jemand hören könnte, stöhnte sie laut auf.
Das Gefühl, welches er ihr da bescherte, war einfach unglaublich und nichts und niemand würde sie davon abhalten, es in vollen Zügen zu genießen. Er hörte nicht auf, seine Finger hinein und wieder heraus zu bewegen. Fühlte ihre wunderbare Enge und die Feuchtigkeit, die ihm umso mehr die Bestätigung brachte, dass sie bereit war, für alles was noch folgen würde. Noch ein paar kleine Stöße folgten, bevor er seine Finger aus ihr zurückzog und sie stattdessen durch sein bestes Stück ersetzte.

Sadie war natürlich nicht erfahrungslos beim Thema Geschlechtsverkehr, aber so etwas hatte sie noch nie erlebt. Es waren prickelnde und reißende Wellen, die ihren Körper durchströmten, während Arthur sie mit seinen Stößen mehr und mehr in Ekstase versetzte. Immer tiefer und fester drang er in sie ein, um sein Glied dann wieder herauszuziehen und alles erneut zu wiederholen. Wieder und wieder und wieder.

„Verdammt, Sadie!“ raunte er ein wenig lauter.
Er kämpfte vehement gegen seine eigene zu schnell aufkommende Erregung an. Aber was konnte er dagegen tun? Sadie fühlte sich so gut an. Noch viel besser als er es sich jemals vorgestellt hatte. Er hoffte nur, dass er es so lange wie möglich hinauszögern konnte und wollte seine Beherrschung wiederfinden. Sich zügeln. Aber das war alles andere als leicht für ihn. Nein es war geradezu unmöglich. Sadie raubte ihm einfach den Verstand und auch seine Männlichkeit war davor nicht gefeit.

Nein...er wollte nicht, dass es jetzt endete. Die Gegenwehr seines Körpers war stark, aber trotzdem bezwang er sie.



„Ah...Ja...! Arthur...! Gib mir alles...! Bittee.!“ erwiderte Sadie. Ihr Atem ging stoßweise. Ihre Hände lagen auf seinem Rücken und weil sie es selbst so unwiderstehlich und einfach nur erotisch fand, hob sie ihren Kopf und berührte mit ihren Lippen seine rechte Schulter. Zuerst leicht, dann ein wenig fester, biss sie in seine raue Haut, die sie so anziehend fand. Bis sie schließlich ihrer ganzen Erregung freien Lauf ließ und eher unbeabsichtigt laut, kam.
Auch Arthur konnte es  nicht mehr länger vermeiden und erlebte, den vielleicht intensivsten Orgasmus in seinem bisherigen Liebesleben.

Für beide fühlte es sich an, als würde eine Welle an einem Fels brechen und sich dann wieder vom Wasser tragen lassen, während sich die stürmische See allmählich beruhigte.

Arthur ließ seinen Körper schwer atmend auf ihr nieder.
Um sie durch diese Wucht nicht zu erdrücken, legte er einen Arm um ihre Schulter und drehte sich mit ihr, sodass er auf dem Rücken lag und sie auf ihm.

Sadies Kopf ruhte auf seiner schweißnassen Brust und eine Zeit lang spürte sie seine stoßweise Atmung und den schnellen Herzschlag.
Nun, nach all dem, waren es zärtliche, kleine Küsse die sie auf seiner Brust bis hinauf zu seinem Hals verteilte.
Sie sah zu ihm auf und spielte dabei mit den Haaren auf seiner Brust. „Das war...so unglaublich aufregend und es hat richtig gut getan.“
Auf Arthurs Lippen tauchte ein Lächeln auf. „Das war es... und es war längst überfällig.“
Geradezu liebevoll strich er ihr eine vom Schweiß, völlig feuchte Haarsträhne aus dem Gesicht.

„Wohl wahr. Aber wie geht es jetzt weiter?“ fragte Sadie.

Arthur wusste die Antwort auf diese Frage ganz genau und niemals würde er daran zweifeln.

Er legte einen Arm um ihren nackten Rücken. „Ich dachte bis vorhin, dass ich ewig damit zu kämpfen hätte jemals wieder mit einer Frau so etwas zu erleben, aber...jetzt weiß ich, dass ich es kann. Mit Dir. Und ich...werde dich nicht aufgeben. Niemals.“

„Wieder etwas worin wir uns sehr ähnlich sind. Nach dem Tod meines Mannes, war alles sinnlos und ich hätte nicht im Traum daran gedacht, mich jemals wieder auf einen Mann einzulassen. Aber dann warst du da und ich....“ Plötzlich neigte sie ihren Kopf neben sein Ohr und flüsterte: „Schon lange wollte ich dich in genau dieser Aktion erleben, wie gerade eben.“

Arthur grinste. „Ach so?“

„Ja... Und ich könnte mir ebenfalls vorstellen, das öfter zu wiederholen und vielleicht, wenn alles vorbei ist, und wir endlich in Sicherheit vor dem Gesetz sind, dann würde ich mich nicht davor scheuen noch einen Schritt weiterzugehen.“

Ein Kuss seinerseits besiegelte ihre Worte, wobei dieser nun sanfter und weniger stürmisch war. Es lag ein Versprechen darin, welches Arthur und auch Sadie unbedingt halten wollten.

Allerdings waren beide davon überzeugt davon, diese kleine Affäre vorerst geheim zuhalten. Im Lager der Bande, würde das für sehr viel ungewollten Gesprächsstoff sorgen und das wäre in erster Linie für Sadie zu einer großen Belastung geworden. Auch wenn sie sich durchaus zur Wehr setzen konnte. Arthur wollte einfach nicht, dass sie in irgendeiner Weise verletzt wurde.
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