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From Sapporo To Tokyo

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16
Hikari "Kari" Yagami und Gatomon Sora Takenouchi und Biyomon Taichi "Tai" Yagami und Agumon
22.06.2020
21.11.2020
11
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04.07.2020 568
 
Ruckartig riss ich ihr das Handy wieder aus der Hand, packte sie am Arm und zog sie hinaus. Auch wenn sie eigentlich heute mich ablenken wollte, wusste ich, dass diesmal sie mich brauchte. Ihre Augen waren rot und geschwollen, während Tränen über ihr Gesicht strömten. Ich schickte Hayato noch eine schnelle Nachricht, dass wir kurzfristig wieder gehen mussten und seine Antwort ließ auch nicht lange auf sich warten.

Hayato: Was ist los? Ist irgendwas passiert?
Sora: Können wir später drüber reden.
Hayato: Jetzt machst du mir aber Angst…
Sora: Tut mir leid, aber es ist ein bisschen kompliziert.
Hayato: ??

Ich beschloss schließlich aufzugeben und ihm die Fotos zu schicken. Er war einer unserer engsten Freunde und würde sicher auch für Kari eine große Unterstützung in den nächsten Wochen sein.

Hayato: Dieser Mistkerl!! Ich sag dir, ich bring ihn um… und diese ******** ist gleich danach dran!! (Bitte beliebigen Kraftausdruck einsetzen)

„Mit wem schreibst du?“ „Hayato… ich hoffe es macht dir nichts aus, dass ich ihm davon erzählt hab. Er hat sich Sorgen gemacht und…“, doch da unterbrach sie mich auch schon. „Nein, schon gut… Was hat er geschrieben?“ Zögernd zeigte ich ihr das Handy. Trotz ihrer Tränen entkam ihr ein leichtes Lächeln: „…beliebigen Kraftausdrück, hm? Da fallen mir gleich ein paar ein…“ So schlimm die Situation auch war, Kari verlor nie vollständig ihr Lächeln. Ich war extrem froh, dass nicht einmal Ryo ihr dieses nehmen konnte.
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Nebeneinander saßen wir auf meinem Bett, während Kari noch immer nicht aufhören konnte zu weinen. Doch nur zu gut wusste ich, wie sie sich jetzt fühlen musste. Vor nicht allzu langer Zeit wurde auch mir das Herz gebrochen, und zwar von niemand anderem als ihrem großen Bruder. Auch wenn so ziemlich alles an Kari mich an ihn erinnerte, konnte ich mich nicht von ihr abwenden. Es war als ob durch sie ein kleiner Teil von ihm bei mir geblieben wäre um mir Trost zu spenden.

„Es tut mir leid…“ „Muss es nicht… ich weiß ja, dass du eine Freundin hast“, trotz meiner Mühe konnte ich mein Schluchzen nicht unterdrücken. „Es ist nicht so als ob du mir nichts bedeuten würdest, aber…“ „… du…“ „… damals auf der Party… ich kann doch auch nicht leugnen, dass da nichts war... aber…“ „Ich versteh schon…“, traurig senkte ich meinen Kopf wieder: „Du liebst sie nun mal mehr, nicht wahr…?“ „Es wird nach einer Zeit nicht mehr so schlimm sein. Vielleicht ist es besser, wenn wir uns erstmal nicht mehr sehen…?“ Nach diesen Worten drehte ich mich um und rannte einfach weg, weg von all dem, was er mir gerade gesagt hatte, weg von all dem Schmerz, einfach weg von allem. „Sora?!“ Mehrmals rief er mir noch hinterher, aber ich reagierte nicht auf ihn. Ich konnte einfach nicht.

Tai war mein bester Freund gewesen. Er war immer für mich da gewesen, hatte immer versucht mich wiederaufzubauen. Doch an diesem Abend war es Kari, die mich tröstete und mich für mich da war. Es war auch in den darauffolgenden Wochen Kari, welche mich auch weiterhin unterstützte. Genauso wie sie damals, wollte also auch ich heute für sie da sein. Sie war nicht nur eine wertvolle Freundin, sondern vielmehr wie eine Schwester. Beruhigend strich ich ihr über den Rücken und dann, kaum hörbar, konnte ich ihre erstickte Stimme flüstern hören: „Warum... Warum nur?“, woraufhin ich sie ein weiteres Mal in meine Arme schloss. „Es wird alles gut, ich bin da.“
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