Und immer leuchtet gerade irgendwo am Himmel ein Regenbogen für dich...

GeschichteDrama, Freundschaft / P16 Slash
22.06.2020
26.10.2020
63
157.128
18
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Dieses Kapitel
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22.06.2020 1.210
 
Gude und wieder komme ich mit einer neuen Geschichte, diesmal geht's eher um Moritz. Da er in meinen anderen Geschichten immer aus Hamburg kam. Das war eine spontane Idee bei einer Geschichte und dann habe ich überlegt wie er nach Köln kommen konnte, so ist die Story entstanden oder sie wird noch entstehen.

Wünsche euch viel Spaß beim Lesen :)
Grüße DarthSokratis

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Prolog:

Die Tränen unterdrückend setzte er sich wieder in sein Auto, startete es und fuhr vom Parkplatz des Mehrfamilienhauses. Im Rückspiegel sah er seine Freundin, jetzt eher Ex-Freundin, aus dem Haus rennen. Doch dies interessierte ihn recht wenig. Er bog auf die Straße ab und schaltete einen Gang höher. Es war spät und dunkel, einzelne Sterne leuchteten bereits am Himmel und die Straßenlaternen beleuchteten die Straße. Er hielt an einer roten Ampel an und strich sich die Tränen vom Gesicht, welche ihm bereits über die Wangen liefen. Wieso tat sie ihm das an? Warum? Und dann ausgerechnet noch mit seinem Kollegen?! Er hatte ihnen vertraut. Den Beiden. Er konnte es nicht verstehen.

Als die Ampel auf grün schaltete, fuhr er wieder los. Der blonde Mann überlegte, wo er hinfahren sollte. Zu seinen Eltern? Die würden sich unnötig Sorgen machen, außerdem war es kurz vor 23 Uhr. Sie schliefen sicherlich schon. Er wollte sie nicht wecken. Zu einem seiner Brüder? Bei Alex könnte er vorbeifahren, schließlich mochte er von seinen vier Brüder ihn am Meisten. Hoffentlich hatte er nicht gerade Schicht in der Klinik. Einige Minuten später stand er auch schon vor einem zweistöckigen Haus. Er hielt am Straßenrand und stieg aus. Kurz schaute er sich um bevor er den kleinen Weg bis zur Haustür lief und dann bei einem der Schilder klingelte.
Alexander Breuer

Er strich sich über die Augen und klingelte nochmals. Dann nahm er das Öffnen einer Tür wahr und Erleichterung durchströmte ihn. Alex war Zuhause. Kurz darauf öffnete sich die Haustür und sein Bruder stand ihm in Gammelklamotten verschlafen gegenüber. Ein großgewachsener Mann mit dunklen Haaren, die gerade zu allen Seiten abstanden. Die Brille lag auch etwas schief und gab ihm einen sehr verpennten Ausdruck.
"Momo?", fragte er gähnend und blinzelte bevor er den Blonden genauer musterte.
"Hey Alex… sorry, dass ich so spät einfach reinplatze, aber kann ich bei dir pennen?", fragte Moritz seinen Bruder und blickte etwas zur Seite. Immer noch lief ihm die eine und andere Träne über die Wange.
"Komm rein", erwiderte Alex und ließ ihn rein. Er huschte durchs Treppenhaus und in die Erdgeschosswohnung hinein. Dort schlüpfte er aus den Schuhen und zog sich die Jacke aus. Sein Bruder verschloss die Tür und drehte den Schlüssel zweimal im Schloss herum.

"Hab ich dich geweckt?", fragte Moritz dann mit schlechten Gewissen und wurde von dem Älteren durch den Flur ins Wohnzimmer geschoben.
"Ach, nehm ich dir nicht übel", erwiderte Alex und setzte ihn auf die Couch. Er verschwand in der offenen Küche und schaltete den Wasserkocher ein. Moritz beobachtete ihn von der Couch aus und rieb sich wieder über die Augen. Er schluckte und atmete durch. Nach einigen Minuten kam Alex mit zwei dampfenden Tassen Tee zurück, stellte sie auf den niedrigen Couchtisch ab. Dann drehte er sich zu seinem Bruder, ergriff seine Hände und sah ihn mit Besorgnis an. Ihm waren die roten Augen nicht entgangen und sicherlich würde sein Bruder nicht ohne Grund so spät vor seiner Tür stehen.

"Momo, was ist passiert? Hast du geweint?", fragte der Dunkelhaarige direkt. Moritz zuckte leicht zusammen als er dies fragte und Alex lächelte leicht.
"Du kannst mir nichts vormachen. Du bist schließlich mein Lieblingsbruder", sagte Alex und blinzelte. Der Blonde schluckte ehe er anfing zu erzählen, was eben passiert war als er von der Arbeit in die Wohnung kam.

Er drehte den Schlüssel im Schloss um und betrat die Wohnung, schloss die Tür hinter sich. Er ließ die Tasche neben den Schrank fallen und wollte sich die Schuhe ausziehen als er ein helles Lachen wahrnahm. Er stockte und lauschte. Er nahm Musik wahr. Langsame, entspannende Musik und Stimmen. Die Stimme seiner Freundin und die Stimme eines Mannes.
"Was zum Teufel?", brummte Moritz leise ehe er den Gang entlang schlich, auf die Geräuschquelle zu.
"Burkhard, nicht so wild", ertönte die kichernde Stimme seiner Freundin und daraufhin ein tiefes Summen. Wieder kicherte seine Freundin.
Schließlich hatte Moritz die Tür erreicht, welche einen Spalt offen war. Vorsichtig drückte er sie mehr auf und traute seinen Augen nicht.
Dort lag seine Freundin. Splitterfasernackt! Und daneben sein Arbeitskollege, ebenfalls nackt! Kein angenehmer Anblick! Und die Beiden vergnügten sich auch noch in dem Bett von ihm und eigentlich SEINER Freundin. Unbändige Wut stieg in dem jungen Polizisten auf und er schlug die Tür auf, die mit einem Krachen gegen die Wand knallte. Das Pärchen zuckte erschrocken zusammen, sah ihn entgeistert entgegen.

"Sagt mal, ist das euer verdammter Ernst?!", schnauzte er die Beiden an.
"Alter! Ich dachte, du bist mein Freund und jetzt vögelst du einfach meine Freundin? Das ist wirklich unterste Schublade, man! Und Sina, dass du so Eine bist, hab ich echt nicht erwartet! Ist es das erste Mal, dass du mich betrügst oder wie lange läuft das mit Burkhard schon?! Oder eher gesagt, hast du noch mit anderen Männern etwas am Laufen?!", schnauzte Moritz und zitterte vor Wut. Er konnte und wollte es nicht glauben. Sina betrug ihn eiskalt mit einem seiner Kollegen!
"Moritz… es ist nicht so wie es aussieht, es war ein Ausrutscher…", begann die schwarzhaarige Frau zu stottern.
"Ein Ausrutscher? Ist das dein fucking Ernst Sina? Spinnst du eigentlich?! Weißt du was, du kannst mich mal! Es ist Aus!", schnauzte Breuer und stapfte aus dem Zimmer.
"Moritz, warte!", rief Sina ihm hinterher, stürmte aus dem Schlafzimmer und konnte seine Hand ergreifen. Der Blonde drehte sich um, seine Freundin hatte sich einen Bademantel umgeworfen.
"Warum?! Was hältst du mich auf? Vögelt doch weiter", knurrte Moritz sie an.
"Nein, bitte. Es ist nicht so wie du denkst. Bitte, ich liebe doch nur dich Moritz", bat Sina ihn.
"Es ist nicht so wie ich denke? Du liegst hier mit meinem Kollegen in unserem Bett! Du kannst dir deine Liebeserklärung in den Arsch schieben! Es ist vorbei, kapiert?!", schnauzte Moritz sie an, riss sich von ihr los und verschwand schon aus der Wohnung, die Treppen hinunter bevor es noch eskalierte.
"Nein, warte! Moritz!", rief Sina ihm hinterher. Doch er ignorierte sie. Seine Brust begann zu schmerzen als er das Haus verließ und zu seinem Auto lief.


Moritz schluckte schwer und strich sich die Tränen aus dem Gesicht. Jetzt, wo er es erzählt hatte, traf es ihn noch härter. Dabei waren sie doch sechs Jahre zusammen gewesen. Wie konnte sie ihm sowas antun?
Alex hatte während der kompletten Erzählung nichts gesagt und schaute seinen Bruder traurig an bevor er diesen in seine Arme zog. Der Blonde krallte sich in dessen Kleidung und fing an zu schluchzen. Alexander drückte ihn an sich und strich ihm über den Rücken.
"Ganz ruhig… sie hat dich nicht verdient", sprach Alex leise auf ihn ein und spendete seinem kleinen Bruder Trost.
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