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Vladimirs Mutter

von Joahar
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteMystery, Familie / P12 / Gen
21.06.2020
21.06.2020
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Ich suche immer noch jemanden zum Korrekturlesen. Danke.

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VLADIMIRS MUTTER

Vladimir schüttelte sich das Wasser aus den Federn. Er hatte eben gebadet. Das anschießend alle über sein Verhalten schimpften, war er gewohnt.
Aber er war eine Ente, er hatte viele Jahre in der Wildnis gelebt wie eine Ente. Und diese schüttelten sich nun mal um das Wasser aus den Federn zu bekommen.
Auch seine Pflegeeltern hatten es ihn nicht abgewöhnen können.
Sie bestanden allerdings auch nicht darauf, er hatte sich einfach hinter den Duschvorhang geschüttelt wie ein nasser Hund.
Graf Duckula warf ihn ein Handtuch zu. Vladimir band es sich um die Hüften.
Eigentlich unsinnig befand es Vladimir, man konnte eh nur Federn sehen bei ihn. Aber Vladimir hatte keine Lust weitere Belehrungen von Emma zu hören, das Kindermädchen würde es eh nicht verstehen.
Vladimir war Struppiger wie sein Bruder, nicht nur die schwarzen Haare auf seinen Köpf, auf seiner Brust kräuselten sich die Federn etwas und auch an den Ellenbogen kräuselten sich ein paar Federn.
Vladimir fragte sich ob er dies von seiner Mutter hätte, so wie seine zottligen Haare. Man hatte ihn erzählt dass er diese von seiner Mutter hätte, so wie er die Haarfarbe von seinen Vater hatte. Er konnte sich nicht an seine Mutter erinnern. Er war noch zu klein als diese starb. Von einen Vampir-Jäger getötet.
Vladimir nahm sich ein weiters Handtuch und trocknete sich die Haare ab und mußte Gähnen.
Es war schon spät und er war sehr Müde. So ging er gleich darauf in seine Kammer, zog sich sein Nachthemd über und ging noch mal zum Fenster.
Igor hatte ihn mal erzählt, dass diese Kammer schon immer sein Zimmer gewesen war. Auch als er noch ein kleines Küken war, hatte er hier gelebt.
Vladimir konnte sich auch daran nicht mehr Erinnern. Nur an einen Kindersarg in den er lag, natürlich war er ihn viel zu groß gewesen. So groß dass er sich darin bewegen und einrollen konnte.
Vladimir konnte sich darin erinnern, wie er sich in diesem zurück gezogen hatte, als sein Vater gestorben war.
Jetzt schlief er nicht mehr in einen Sarg, sondern in einen Bett, wie sein Bruder.
Sie waren schon eine seltsame Familie…
Verschlafen blickte Vladimir zum Mond hinauf, der Wind peitsche zu die Wolken vorbei und umpfiff das alte Gemäuer.
Vladimir schüttelte sich, als ihn die Federn für einen Moment zu berge standen.
Er drehte sich herum und ging nun endgültig zu Bett, zog die Ecke über sich und nahm seinen alten Teddy in Arm.
Seine Pflegemutter hatte diesen für ihn gehäckelt. Es war sein erstes Weihnachten gewesen 1948 kurz nach den Krieg.
Er hatte so viel erlebt…
Vladimir schloss die Augen und schlief ein. Noch in Traum hörte er den pfeifen Wind…

…er pfiff um ihn herum, ließ seine Federn aufstellen. Vladimir blickte um sich. Die Bäume um ihn waren gewaltig groß, fast alle Pflanzen überragten ihn. In der Nähe mußte ein Bach sein. Doch das Geräusch des Windes übertönte diesem. Er hatte Hunger, Durst, doch er hatte gelernt was er tun mußte, er mußte sich seine Nahrung selbst erjagen. Mäuse waren recht leicht zu fangen, aber stillten nur schlecht seinen Durst. Die Jagd nach ihnen erforderte so viel Energie, dass er davon schon wieder Erschöpft wurde. Größere Beutetiere, wie auch Eichhörnchen, waren wesentlich schwerer zu Erjagen.
Wenn er Glück hatte konnte er mal einen Kaninchen auflauern, doch vor seinen scharfen Krallen mußte er sich vorsehen.
Zu leicht konnten sie ihn schwer verletzten.
Klein Vladimir hatte Glück, unbemerkt hatte sich in seiner Nähe, in einer Kuhle ein Kaninchen nieder gelassen, und mümmelte zufrieden. Doch seine Ohren waren aufmerksam gespitzt, ganz vorsichtig, so lautlos wie möglich, schlich sich Vladimir heran. Immer gegen den Wind.
Vladimir wollte sich gerade mit einen Sprung auf ihn stürzten, da hörte es leise hinter sich knacken.
Erschrocken drehte er sich herum. Das Kaninchen vor ihn verschwand in Windeseile und in Panik.
Eine Panik welche Vladimir in gleichen Moment auch spürte…

In Schlaf bewegten sich Vladimirs Flossen, erst zuckten sie nur, dann schlugen sie immer wilder um sich…


Ein Sibirischer Tiger war aus den Versteck gesprungen und wollte sich auf die kleine Vampir-Ente stürzten. Vladimir hörte sein Fauchen. Ihn war als könne er schon seinem Atmen spüren. In wilder Panik lief er davon, durch das dichte Gestrüpp, wo er hoffte dass der Tiger ihn nicht folgen konnte.
Vladimir stolperte über eine Wurzel, der Tiger sprang heraus, über sich sah Vladimir seinen gewaltigen Körper, die Krallen blitzen…
… in nächsten Moment, war er auf einenSchlachtfeld. Doch er bemerkte es kaum. Zu sehr waren seine Gedanken abgelenkt, gleich würde er zuhause sein… gleich…
Eine Explosion ertönte dich bei ihn. Er wurde in die Luft geschleudert… alles wurde Dunkel um Vladimir… dann Hell… immer heller wurde das Licht um ihn… es war Still. Nur eine leise Stimme drang zu ihn.
"Vladimir."
Ihn war so als habe er diese zarte Stimme schon einmal gehört in seinen Leben, aber er konnte sich nicht mehr an sie erinnern.
Und doch…
"Vladimir… mein kleiner Liebling…"
Wie aus einen Licht kam ein Gestallt auf ihn zu. Er konnte sie nicht erkennen. Nur die schemenhafte Umrisse. Es war eine Ente wie er, eine weibliche Ente.
"Mama?" Vladimir war jetzt klein, halb so groß wie diese Gestalt welche ihn rief.
"Ja mein Schatz… Vladimir… komm her mein Kleiner."
Die Gestallt ging in die Knie, beugte sich zu ihn herunter.
"MAMA!" Vladimir rannte auf ihr zu.
Jetzt konnte er sie immer besser erkennen, ihre Federn waren von einen zarten Braun, sie hatte einen feinen Schnabel, lange lockig, zerzauste wirkende Haare.
Er fühlte wie sie ihn ergriff und hoch hob. "Mama…"
Sie drückte ihn an sich, und klein Vladimir drückte sich so an sie als wollte er sie nie wieder loslassen. "Mein Kleiner… mein Kleiner Schatz… es tut mir so leid dass ich dich alleine gelassen habe… ich liebe dich Vladimir."
"Ich dich auch Mama."
Vorsichtig setzte Aneska ihn wieder ab, jetzt war Vladimir wieder größer. Er konnte in ihre Augen blicken, und sie in sein Antlitz. Sie streichelte ihn über die Haare, dann über seine Gesicht über seinen Schnabel…
"Oh mein kleiner Schatz, was ist bloss mit dir passiert? diese Narben."
"Ich habe viel Erlebt Mama… aber jetzt ist alles Gut… ich bin Zuhause."
"Ich weiss Liebling. Du pass auf deinen Vater auf."
Vladimir lächelte. "Er ist jetzt mein Bruder."
"Ich weiss mein Kleiner. Und du machst deine Aufgabe sehr gut. Es war deine Bestimmung… dein Schicksal." Ihr Gesicht verblasste.
"Mama! bitte geh nicht wieder…"
Vladimir spürte ihre Hand seine Stirn streicheln, wie ein Windhauch. "Ich wollte dich nur besuchen. Eine Erinnerung…"
"Mama… wo bist du?"
"Ganz ihn euer Nähe. Ihr müsst mich bloss erkennen…"
"Mama?"
"Du erfülltest deine Aufgabe… Vladimir… begleite deinen Bruder… ich liebe dich… ich liebe Euch…"

Vladimir erwachte aus seinen Traum. Doch war es wirklich ein Traum gewesen?
Draußen, war es Tag geworden. Die Sonne war aufgegangen, ein Lichtstrahl, hatte wie ein zarter Kuss sein Gesicht berührt, und hatte ihn geweckt.
Vladimir lächelte, er hatte seine Mutter gesehen. "Mama…" flüsterte er.
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