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High School Love

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16
Hikari "Kari" Yagami und Gatomon Miyako "Yolei" Inoue und Hawkmon Takeru "T.K." Takaishi und Patamon
21.06.2020
21.11.2020
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31.07.2020 872
 
Schweigend lief ich neben TK her. Die Stimmung zwischen uns war ein wenig seltsam seit gestern Abend. Zwar hatte ich extra versucht, aus ihm herauszubekommen, was er über mich denkt, jedoch war ich mir selbst noch nicht mal sicher, was ich überhaupt wollte.

Den ganzen Weg sagte keiner von uns etwas, doch als wir am Schultor ankamen, brach der Blonde endlich die Stille, welche mich fast umgebracht hatte. „Hey… tut mir leid… wegen gestern…“ Etwas verwirrt sah ich ihn an. „Na, weil du seitdem nicht gerade eine Stimmungsbombe bist… also wenn es wegen mir jetzt so komisch ist, tut’s mir leid.“ „D-Du brauchst dich nicht zu entschuldigen… es ist nur so, dass…“ Ich konnte meinen Satz gar nicht mehr beenden, denn als Davis auf uns zu rannte, unterbrach er mich. „Na, ihr beiden. Stimmt es eigentlich?“ „Was denn?“, fragte ich verblüfft. „Na, dass du seine Freundin bist…“, sagte er und legte brüderlich einen Arm um TK und wuschelte ihm durch die Haare, welcher seine Aktion nur mit einem gemurmelten „Lass den Scheiß“ kommentierte. Dann fuhr der Igelkopf fort: „Hina hat allen erzählt, dass du mit IHREM TK zusammen bist… also, stimmt das?“ Augenblicklich wurde ich rot. „Ich deute das mal als ja… Dann lass ich euch mal wieder allein.“ Daraufhin verschwand er auch schon wieder so schnell wie er gekommen war. Ich sah ihm noch kurz hinterher wie er durch den Eingang des Schulgebäudes ging und erblickte dann das Schwarzhaarige Mädchen von gestern. Wenn Blicke töten könnten, wäre ich wohl schon längst nicht mehr hier. „Kari? Warum hast du nicht…“ Mein Blick schnellte wieder zu TK zurück. Ich ließ ihn seinen Satz jedoch nicht beenden, sondern zog ihn an seiner Krawatte zu mir hinunter und gab ihm den leidenschaftlichsten Kuss, zu dem ich imstande war. Zuerst schien er verwirrt, doch dann erwiderte er ihn. Um uns herum wurden alle Schüler mucksmäuschenstill. Man hätte wahrscheinlich eine Stecknadel auf den Boden fallen hören und unser Kuss hat gedauert… und gedauert.

Als wir uns voneinander lösten flüsterte ich: „Komm mit.“ Ohne etwas zu erwidern folgte TK mir ins Schulgebäude. „Können wir hier irgendwo reden?“, fragte ich. Er blickte sich kurz um und zog mich dann in einen leeren Klassenraum. Der Blonde sah mich nur schweigend an und diesmal war ich wohl diejenige, die Klartext reden musste. „Also… ich…“ Jedoch war das gar nicht so leicht, wenn man nicht wusste, wie man so etwas sagen sollte. „Du?“ „I-Ich… I-Ich…“ Ich konnte ihm noch nicht mal mehr in die Augen schauen, stattdessen starrte ich auf den Boden und zupfte an meinem Rock herum. Mein Wangen glühten und ich brachte kein weiteres Wort heraus. Doch dann kniete sich der Blonde vor mir hin und fing meinen Blick so doch wieder auf. Im ersten Moment war ich verwundert, doch sein Lächeln beruhigte mich irgendwie. Seit wir uns geküsst hatten, wusste ich, dass ich nicht mehr leugnen konnte, dass zwischen uns etwas war. „Du?“ „A-Also… i-ich will es versuchen…“ Er richtete sich nun wieder auf. „Was versuchen?“ „D-Das m-mit uns… also…“ „Du willst meine Freundin sein?“ „J-Ja“, Es war mehr wie ein Hauchen, doch mehr schien er nicht zu hören brauchen. Er packte mich an den Hüften und setzte mich auf dem Lehrertisch ab und während er sich gegen mich presste, war es nun er, der mich in einen Kuss verwickelte. Wir vergaßen alles um uns herum, was sich als großer Fehler herausstellte. In dem Moment kam ein Lehrer zur Tür herein. „Was genau soll das werden?! Los, beide zum Rektor!“

„Es auf einem Lehrertisch zu treiben?! Hier in der Schule?! Was bitte schön hat euch da geritten?! Nachsitzen! Alle beide! Und jetzt raus!“ Gemeinsam verließen wir das Zimmer und erleichtert musste ich seufzen. „Komm, gehen wir.“ Er nahm meine Hand und führte mich dann zu unserem Klassenzimmer. Als wir den Raum betraten war unsere neue Lehrerin schon da. „Entschuldigen sie die Verspätung.“ „Hallo, ihr beiden. Setzt euch einfach. Ich hab schon davon gehört.“ Zum Glück schien die Schwarzhaarige nicht hier zu sein, dafür erblickte ich Ken und Davis, welche uns zulächelten. „Also, ich bin Frau Kobayashi und ab heute eure neue Klassenlehrerin. Wenn ihr Probleme habt, könnt ihr natürlich immer zu mir kommen.“ Wir setzten uns auf zwei Plätze in der letzten Reihe. „Aja, wir haben übrigens eine neue Schülerin. Kari ist von Osaka hierhergezogen. Ich hoffe ihr werdet euch gut um sie kümmern“, sagte Frau Kobayashi und zeigte in meine Richtung. Alle Blicke waren auf mich gerichtet, was mich ziemlich nervös machte, doch TK verstand sofort und nahm unter dem Tisch meine Hand. „Aber Frau Kobayashi, ich glaube TK hat sie schon mehr als gut aufgenommen. Da können wir anderen doch nicht mithalten“, scherzte jemand und die ganze Klasse brach in Gelächter auf. „Naja, ist doch auch egal. Lasst uns beginnen.“ Wir gingen einiges an Papierkram durch und bekamen unsere Stundenpläne. Als die Stunde vorbei war bat Frau Kobayashi mich und TK noch kurz zu bleiben.

„Ich hoffe der Herr Direktor hat dich nicht gleich verschreckt“, sagte sie an mich gewandt. „Oh nein, keine Sorge.“ „Na dann ist ja gut…“, erleichtert seufzte sie auf, bevor sie fortfuhr: „Bitte lasst so etwas nicht nochmal vorkommen.“ „Versprochen“, erwiderten wir synchron.
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