Prinzessin Naunet, das Juwel vom Nil

GeschichteFamilie, Übernatürlich / P16
21.06.2020
04.07.2020
14
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30.06.2020 596
 
Wieder in Memphis, im königlichen Palast, nahm der normale Alltag wieder seinen Lauf. Morgens wurde ich immer wach, so kurz vor sieben Uhr, meine Patin und eine weitere Kammerzofe,  (ihr Name war Maibe) duschten mich ab, rieben mich ein und kleideten mich an. So gerüstet, ging ich mit Chione der Wasserkatze herab auf die Terrasse, wo meine Eltern und Mafdet die Palastkatze, auf mich warteten. Ich begrüßte Vater und Mutter mit einem Kuss und lieben Worten und nahm dann meinen Platz zum Frühstück ein. Unsere Zeitreise war Thema Nr. 1! Auch nachher im Unterricht war ich noch voller Gedanken, so dass Meister Makalani mich antippen musste mit den Worten:"Ähem, königliche Hoheit, wie wäre es, wenn Ihr wieder zurück auf den Boden der Tatsachen kommt!" Ich war sofort wieder da und teilte meinem Lehrer mit, dass ich an was besonders Schönes gedacht hatte und zwar an den Ägyptologie Unterricht von meinem Vater in der modernen Schule. Ich musste schweigen und war wieder bei der Sache, als Meister Makalani mir die Aufgaben der Gaufürsten, Ressort-Herzögen, Bezirks-Grafen und Stadt-Baronen erläuterte. Auch dem Pharao und seiner Frau fiel die Konzentration schwer, denn die Reise in die Zukunft hatte bei uns einen Riesen-Eindruck hinterlassen. Vater hatte Besprechungen mit einem Ingenieur wegen der Schleuse am Suez Kanal und Mutter hatte einige Empfänge von besorgten Müttern aus der Oberschicht. Der Vormittag schleppte sich so dahin!
Am Nachmittag war es dann gemütlicher, wir begutachteten unsere Geschenke, die wir ergattert hatten bei unserer Zeitreise. Stolz zeigte mein Vater die Spiegelreflexkamera, das Fernglas, die Tischlampe und noch weitere Kostbarkeiten. Aber der Höhepunkt war eine "Flying V", eine pfeilförmige Elektrogitarre! Denn Vater wollte mit Mutter und mir auf dem Dach des Atum-Re Tempels in Heliopolis, Rockkonzerte geben, die dann über Lautsprecher verteilt in ganz Kemet/Ägypten das Volk erreichte. Er wollte damit seine Macht als Gott-König damit demonstrieren und damit das Volk besser beherrschen. Ich bekam eine Violine und Mutter ein Keyboard. Abends übten wir unsere Instrumente und durch die hypnotische Mentalkraft meines Vaters, konnten wir in kurzer Zeit richtig gute psychedelische Musik spielen!
Nur fehlte uns die Elektrizität! Dafür reisten wir ins mittlere Reich, um König Senusret den Dritten aufzusuchen. Da dieser Pharao über die Macht der Elektrizität verfügte, stellte er eine sogenannte Blitzrute her. Die gab er uns und sprach:"Werter Freund, mit diesem Elektro-Artefakt kannst Du selber Elektrizität generieren, ich gebe Dir noch die Donner-Box mit als Generator und einige Käbel, viel Spaß!" So ausgerüstet, verließen wir unseren Verbündeten und ich freute mich besonders, denn die Tochter von Senusret III. wurde meine Freundin und kam mich öfters besuchen zum spielen. Für kleinere Zeitreisen hatte uns Menkaure noch Vater und mir einen kleinen Zeitschlüssel mitgegeben, als wir wieder zurück kamen aus der Zukunft. So waren Prinzessin Mereret und ich so richtige gute Freundinnen geworden. Denn Zeit ist relativ, ich habe gelernt dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eine untrennbare Einheit sind.
Aber irgendeine Sache ging meinem Vater nicht mehr aus dem Kopf, und das war mit dem abgestürzten Raumschiff. Das Forscher-Ehepaar hatte zwei kleine Kinder hinterlassen und dem Pharao kam zu Bewusstsein, dass er da eine Verantwortung hatte. Er plante eine Reise zum Planeten Koronno, wo die beiden Forscher herkamen. Denn er wollte die Kinder aufsuchen und ihnen mitteilen, dass ihre Eltern ums Leben kamen. Eine schwere Aufgabe, die viel Fingerspitzengefühl verlangte. Aber der ägyptische Großkönig verfügte über diplomatisches Geschick und plante dafür, Khafre den Hüter des Raumes in seiner Pyramide aufzusuchen. Also, das nächste Abenteuer wartet schon...
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