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Wo die Liebe hinfällt

von Shila135
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Gen
21.06.2020
18.08.2021
29
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Donnerstag, 10.Juli.2014
Ich lag auf dem Rücken auf Gales Bürotisch und kam wieder zurück in die Wirklichkeit. Gale hatte mich um den Verstand gebracht. Irgendetwas stimmte mit ihm nicht, da er es nicht erwarten konnte. Den Kopf hob ich und sah ihn an. Gale hatte dabei seine Hose geschlossen. Sanft zog er mir das Höschen wieder über die Beine, wobei ich mich aufrichtete.
„Hast du irgendetwas?“ fragte ich ihn. Das wurmte mich schon seit dem letzten Mal.
„Komm, Püppchen,“ lenkte er ab und legte seine Hände an meine Hüfte. Leicht misstrauisch legte ich meine Hände an seine Oberarme und rutschte vom Schreibtisch. Zum Schluss zog ich mein Höschen hoch und strich den Rock gerade. Ihm legte ich meine Arme sanft um den Hals. Aus Reflex umarmte er meine Mitte.
„Was ist los?“ wiederholte ich. Verbissen sah er an mir vorbei.
„Gale. Du hast mir versprochen, dass wir keine Geheimnisse haben. Und mir ist nur aufgefallen, dass du dich komisch benimmst.“
„Ich will dich damit nicht reinziehen,“ antwortete er endlich. Zwar etwas mürrisch, aber immerhin. Von ihm löste ich mich und trat zu seiner Couch, wo ich mich hinsetzte. Er kam mir nach und setzte sich vor mich an den Tisch.
„Du bleibst die ganze Nacht hier, bis du es weißt, richtig?“ seufzte er wissend dabei.
„Ja.“
„Weißt du, Elena geht jetzt soweit, dass sie mich erpresst.“ Ernst sah ich ihn an.
„Wie lange schon?“ entgegnete ich vorwurfsvoll.
„Seit Montag.“ Sauer haute ich ihm auf den Arm.
„Wieso sagst du mir das nicht sofort?“ blaffte ich ihn an.
„Weil ich dieses Baby mit dir will. Ich werde es nicht riskieren, dass ihm etwas passiert,“ war er jetzt ernst.

„Ich erwarte, dass du mir alles in den wichtigen Sachen unseres gemeinsamen Lebens sagst und keine Alleingänge durchziehst. Dazu habe ich ja auch was zu sagen,“ blaffte ich weiter.
„Sie hat mich verdammt nochmal damit erpresst, dass ich dich fallen lassen soll, sonst erzählt sie meiner Mum, was wir alles getrieben haben. Ich kann es nicht riskieren, dass sie soweit geht, dass euch beiden auch was passiert.“
„Gale. Es ist verdammt nochmal auch meine Entscheidung, damit dem Kleinen nichts passiert.“
„Willst du etwa zu ihr und sie zur Rede stellen?“ wurde er ein wenig lauter. Ich stand auf und trat an ihm vorbei, bevor ich mich wieder zu ihm drehte. Sowie es aussah, war es unser erster großer Streit.
„Nein, weil wir darüber diskutiert hätten, wie wir damit umgehen,“ war ich jetzt richtig sauer, als er sich zu mir gedreht hatte.
„Und zum Anderen, wenn ich deinen Plan kenne, werde ich alles dafür tun, damit du diese Schlampe loswirst.“
„Wie stellst du dir das vor? Ich kann von dir nicht verlangen, dass du nicht mehr das machen kannst, was du willst,“ versuchte er mich irgendwie zu beruhigen, während er es bei sich versuchte.
„Hast du schon mal was von Kompromissen gehört?“ fragte ich sarkastisch. Gale seufzte.
„Komm her,“ bat er mich sanft. Dazu wurden seine Augen weich. Störrisch sah ich ihn an und verschränkte meine Arme vor der Brust. Ich wollte ihm nicht so schnell verzeihen. Gale stand auf, kam zu mir und blieb vor mir stehen, bevor er seine Hände an meine Wangen legte und vergrub seine Finger in meinen Haaren. Sanft strich er mit den Daumen über meine Wangen. Ihm legte ich direkt die Hände an die Oberarme.
„Püppchen, ich WILL euch um jeden Preis beschützen, egal was ich dafür tun muss. Das Ding ist, ich musste noch nie Rechenschaft ablegen, wieso ich mich so verhalte,“ suchte er nach den richtigen Worten.
„Nie hat Mandy oder Mum es hinterfragt, wie ich sie beschützt habe.“
„Mit ihnen baust du dir auch keine Zukunft auf, weil du schon eine mit ihnen hast,“ beharrte ich auf meinen Standpunkt.

„Ich kann dir trotzdem nicht vorschreiben, wohin du gehen sollst und wohin nicht.“ Auch, wenn ich diese Zärtlichkeit seiner Hände liebte, löste ich mich von Gale und ging zur Tür. Ich wollte mir seine Ausreden nicht mehr anhören. Am Arm hielt Gale mich fest, drehte mich zu sich und umarmte meine Schultern, damit ich nicht wieder gehen konnte. Vorsichtig legte ich meine Hände an seine Schultern.
„Jade, ich habe einfach Angst,“ gestand er mir leise. Mir legte er seine Hand an den Hinterkopf.
„Ich kenne Elena´s sadistische Seite, wenn sie etwas so sehr will. Zu sehr habe ich Angst davor, was sie dir und meinem Baby antun könnte,“ flüsterte er. Diese Angst war zu spüren, die mich milde stimmte.
„Was soll ich tun, damit du sie in Ruhe zur Strecke bringen kannst?“ flüsterte ich ebenso.
„Ich habe deinen Bruder gefragt, ob du im Grey-House für meine Buchhaltung arbeitest.“
„Sonst noch was?“
„Bitte nimm überall Taylor mit hin.“ Ganz umarmte ich den Mann, den ich liebte. Er jedoch entspannte sich nicht.
„Was ist da noch, Hase?“
„Vertraust du mir?“ Über diese Frage dachte ich nach, da es untypisch für ihn war, nach meinen Gefühlen zu fragen, die er so gut kannte. Meine Augen füllten sich mit Tränen, als mir die Bedeutung der Frage klar wurde.
„Wieso musst du mir das antun?“ flüsterte ich mit Tränen, die mir über die Wangen rinnen.
„Ich wünschte, es gäbe einen anderen Weg,“ war er ebenfalls mitgenommen. Ich dachte, der Tag könne nicht noch schlimmer werden nach unserem Streit. Tränen verschleiert löste ich mich von Gale und ging, ohne ihn noch einmal anzusehen. Nie hatte ich gedacht, dass ich den Mann, den ich liebte, zu verleugnen. Für mich war es schwer, meine Gefühle nicht zu zeigen. In all den Jahren war es eins der Dinge, die mir übrig geblieben war, um zu sehen, wer es ehrlich mit mir meinte.
Es fühlte sich wie ein Gnadenstoß an, den Gale mir gegeben hatte. So wollte ich nicht fühlen, wenn es um ihn ging. Er war der Starke von uns Beiden, dem ich alles anvertraute was ich hatte. Doch jetzt. Was war von uns noch übrig, wenn es mit Elena zu Ende war?

Irgendwie war ich bei Dr. Flynn gelandet. Wahrscheinlich hatte Taylor mich automatisch dorthin gebracht, da er bestimmt Angst um mich hatte. So lag ich jetzt auf dem Sofa, wo mich Flynn zugedeckt und sich vor mich gesetzte hatte. Sanft strich er mir übers Haar.
„Was ist passiert?“ fragte er Taylor besorgt.
„Elena Lincoln droht Gale damit, ihr Geheimnis Anna zu erzählen,“ antwortete Taylor, der uns gegenübersaß.
„Gale hat jetzt Angst, sie könne Jade und dem Baby etwas antun.“
„Ja. Deswegen möchte Gale, dass alle denken, als wäre er auf ihre Erpressung eingegangen und sich beide getrennt hätten, obwohl es nicht stimmt.“ Seufzend lehnte sich Flynn vorsichtig an mich und an die Lehne an.
„Hier kann ich nicht den ganzen Tag auf sie aufpassen und ein weiteres Mal kann ich sie nicht mit in die Praxis nehmen. Meine Patienten waren durch sie etwas durch den Wind, was ich ein zweites Mal nicht riskieren kann.“
„Ich bleib bei ihr.“
„Dann bringen Sie sie bitte zu ihrem Vater. Mrs. Cullen hat mir zugesichert, dass sie nicht arbeitet und sich im Notfall um sie kümmert. Sagen Sie Gale bitte, dass er es so schnell beenden soll, wie es geht. Ich kann nicht garantieren, dass sie es lange aushält, ohne seinen Schutz und seine Liebe zu sein.“
„Sag ich ihm.“

Freitag, 18.Juli.2014
Die letzte Woche fühlte ich mich nicht. So, als wäre es nicht mein Körper. Ich hatte das verloren, was mir am Wichtigsten war. Die Sicherheit des Mannes, den ich liebte. Ich wusste nicht, wie ich damit umgehen sollte, wenn alles vorbei war oder wie es um unsere Beziehung stand. Dad und Amber kümmerten sich um mich, so gut sie konnten. Auch, wenn Amber halbtags meinen Job erledigte.
So saß ich im Hundepark um die Ecke des Hauses, indem ich leben wollte mit Gale. Mum brachte Rex zu Derek, da Hailey ihn liebte und sich vorbildlich um ihn kümmerte.
„Jade?“ sprach mich jemand an, den ich ansah. Es war Gale, der mich aufstehen ließ. Meine Traurigkeit kam wieder hoch, die mich zu übermannen drohte.
„Was willst du hier?“ flüsterte ich den Tränen nahe.
„Ich will dich nach Hause holen.“ Dabei kam er mir nicht näher. Mein Problem damit war, dass ich nicht wusste, ob ich weggelaufen wäre oder mich ihm um den Hals geworfen hätte. Es hatte mich zu sehr getroffen, dass er diese Wahl ohne mich getroffen hatte.
„Ich weiß nicht, wo das ist.“ Langsam kam er doch zu mir.
„Du wolltest nicht, dass ich bei dir bin.“ Sanft legte er mir eine Hand an die Wange und strich mir mit dem Daumen darüber.
„Ich ertrage es nicht, wenn du nicht bei dir bist. Dafür liebe ich dich zu sehr.“ Seine Augen waren voll dieser Liebe für mich. Sie sagten mir immer die Wahrheit.
„Du weißt ganz genau, was du tun musst, damit ich zurückkomme,“ flüsterte ich.
„Geh mit mir essen. Ich werde dir dort alles sagen.“ Eine Zeit lang dachte ich darüber nach. Ganze 10min. später saßen wir draußen vor McDonalds, wo ich meine Pommes aß. Die ganze Zeit wartete ich darauf, was Gale zu sagen hatte.
„Christian, Derek, Taylor und dein Vater waren gestern bei mir, um mir zu helfen,“ fing er an.
„Ich hielt es nicht mehr aus, ohne dich zu sein. Mit ihnen habe ich darüber geredet, wie wir Elena loswerden. Dein Bruder hat Dokumente, die sie für die nächsten 15 Jahre ins Gefängnis bringen. Diese reicht er gerade bei der Polizei ein. Jedoch sind wir uns sicher, dass sie mir folgt, ob ich Wort halte.“
„Das heißt?“ fragte ich unsicher. Ich bekam Angst, sie könne sich jetzt auf mich stürzen und ich das Baby verlor.

„Taylor war früher bei der Army und hat noch bei Einigen einen Gefallen offen, die er für heute eingefordert hat. Er ist mit ihnen hier, sowie deinen Eltern.“ Tränen traten erneut in die Augen und hörte auf zu essen.
„Sie kann mich einfach so erschießen,“ flüsterte ich. Sofort stand er auf, trat nahe zu meiner Rechten, legte seine Linke an mein Haar und seine Rechte um meine Mitte. Sofort drehte ich mich zu ihm und umarmte seine Mitte.
„Wird sie nicht. Sie ist der Messer-Typ.“
„Wieso bringst du uns so in Gefahr?“ weinte ich und meine Hände in seinem Shirt. Ich hatte solche Angst, sie könne uns verletzen. Den Verlust des Babys ertrug ich nicht.
„Habe ich nicht. Taylor hat mehrere zu deiner Sicherheit hierher mitgebracht. Ich werde dich nie in Gefahr bringen,“ versicherte er mir und legte seinen Mund an meinen Kopf.
„Ich liebe dich zu sehr, um dich in Gefahr zu bringen.“ Hinter ihm war plötzlich ein Schreien zu hören. Angst stieg noch mehr in mir auf, löste mich dennoch von Gale, um zu sehen, was da los war. Ein Mann, der genauso aussah, als wäre er bei der Army gewesen, hatte Elena zu Boden gebracht und Taylor nahm das Messer an sich, welches die Schlampe hatte fallen lassen.
Sofort war ich aufgestanden bei dem Anblick. Zwei weitere Männer wurden von welchen zu Boden gedrückt. Christian, Dad, Amber und Taylor kamen zu uns, um zu sehen, wie es uns ging. Nahe hinter mich stellte sich Christian. Ich umarmte Gales Mitte ganz und legte meine Wange an seine Schulter. Alles war mir hier zu viel.
„Wir bringen sie besser nach Hause,“ war Gale besorgt um mich. Trotzdem bemerkte ich nicht, wie sie mich nach Hause brachten. Nur, dass ich mich nur an Gale klammerte und nur auf ihn hörte.
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