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Im Dienst für den Imperator

von LordToran
GeschichteDrama, Sci-Fi / P18
20.06.2020
17.09.2020
4
46.896
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Ein neues Leben


Atilla Epsilon


Es war ein grauer Scheißtag, anders konnte man das nicht beschreiben. Es gibt Planeten da wäre man gerne der Reserve zugeteilt, und dann gibt Imperator verlassene Felsen wie der hier, da hilft nicht mal in der Reserve zu sein, um ihn erträglich zu machen. Er war schon seit einer Stunde wach. Seit der Schlacht um Aron IV schlief er kaum noch, und selbst wenn er sonst Schlafen könnte, könnte er das jetzt bestimmt nicht. Es war ein Wunder das Elodie noch schlief. Seit einer Stunde brachten Transporter Material und zwei zusätzlichen Kompanien von den Großen Schiffen im Orbit. Doch Elodie schien das nicht zu stören. Sie war eine schlanke schöne Frau mit Lockigen Schulterlangen Haaren. Sie waren zusammen aufgewachsen, im selben verknüsteten Waisenhaus, sie waren beides Makropolkinder, die bis zu ihrem 15 Geburtstag, als sie zu Grundausbildung antraten noch nie Tageslicht gesehen hatten. Doch das lag sehr weit zurück. Dennoch erinnerte er sich gerne. Sie war ein gutes braves kleines Mädchen gewesen. Er hatte sie verdorben, wie er jeden verdarb. Zu mindestens seit Aron IV.

Er musste aufstehen es half nichts. Der Hauptmann wartete nicht gern. „Duncan was machst du denn“ beschwerte sich Elodie als er aufstand. „Ich muss zu Ryan, kannst ja noch liegen bleiben“ antwortete er ihr. „Ist das ein Befehl Sergeant?“ fragte sie Scherzhaft. Er zuckte die Schultern, falls sie von der Antwort enttäuscht war, ließ sie es sich nicht anmerken. Sie rekelte sich, und während er sich seine Hose anzog fraget sie ihn. „Hast du die Gerüchte gehört? Darüber wer unter den Neulingen ist?“ natürlich hatte er, seit einer Woche schnatterten die Dämlichen Knüste es von Dächern. Angeblich soll die Enkelin des Königs ihren Dienst antreten. Und das als einfache Soldatin. „Du glaubst doch diesen Knüstmist nicht oder Elodie. Eine Adlige als einfache Soldatin das ich nicht lache. Wie viele der fast 4000 Frauen in diesem Regiment sind adlig, was schätzte. Ich sage es dir, keine einzige und warum. Weil die verweichlichen Knüste ihrer Töchter so verheiraten das es sich für sie lohnt. Und nun rate mal, wie viele der Adligen Männer, einfache Soldaten sind. Auch keine. Denn die hohen Herren kommen auf eine Offiziersschule. Die geben sich nicht mit solchen Dreck wie uns ab. Und nun soll ein doppelte Besonderheit auftauchen, wie ein Engel des Gottimperators. Da glaub ich eher das heute ein guter Tag wird“ sagte er und ging aus seiner Kammer.

Jack O’Myrow stand mit einem Fuß auf seinem Feldbett und schnürte seinen Stiefel zu. Er nickte Duncan zu. „Du weißt was wir brauchen Jack“ fragte Duncan ihn. „Ja Sarge, habe ich dich je enttäuscht“ fragte dieser zurück. „Es gibt immer ein erstes Mal, Jack, aber nicht heute.“ Ein dürrer Typ mit einer Narbe im Gesicht meinte dazu. „Ich sollte mitgehen, nur zu Sicherheit.“ „Vergiss es, du dämlicher Knüst, oder willst du das irgendein Kommissar auf diese Sache aufmerksam wird“ fuhr Elodie den mit der Narben an, sie stand nackt, in der Tür zu Duncans Kammer. „Elodie hat recht, Lester du bleibst hier, wo sind der Rest“ fragte der Sergeant seine Untergebenen. Er sah außer denn drei mit denen er gesprochen hatte nur noch Daniel auf seinem Bett sitzen. Er reinigte mal wieder sein Scharfschützengewehr, während er dem Gewähr Zärtlichkeiten zuflüsterte. Lang schaute er sich das nicht mehr an, Daniel war im Normalfall schon ein Psychopath, doch zu Zeit drehte er völlig ab, redete mehr mit seiner Waffe als mit anderen Menschen und behandelte diese eher wie eine Geliebte. Unheimlich traf es da nicht ganz, es war verstörend, dennoch war er der beste Schütze in der Kompanie, wenn nicht sogar im Regiment. „Karee sagte irgendwas von einer Süßen Einheimischen, die sie rumgekriegt hatte, Micheal und Jordan sind beim Patres, wegen dem Messwein, den der Bestellt hatte“ antwortete Elodie sofort. Darin war sie spitze, solange Jack oder Elodie am Leben sein würden, würden sie nichts über ihre Geschäfte schriftlich festhalten müssen. Dennoch es würde Zeit. Er hängte sich seinen Bolter um und ging.

Das Regiments Hauptquartier war in einem ehemaligen Landwirtschaftlichen Betrieb untergebracht. Es herrschte Hektik, was kein Wunder war, da beim 5. königlichem Marodanischen Infanterie Regiment, immer das Reglements Hauptquartier und das der A (Abel) Kompanie zusammen vielen. Da Colonel Bernhard von Braunau sein Regiment, immer wenn es ihm möglich war, von vorne führte. Deshalb behielt er zusätzlich das direkte Kommando der Abel Kompanie.  Er delegierte alles was er Zeitlich nicht unterbringen konnte an Captain Dean Ryan Kommandant des ersten Zuges, zu dem auch Duncans Trupp gehörte. Mit dehnen beiden kam er klar, schließlich als Duncan noch ein Frischling gewesen war, führte Ryan, den 8. Trupp, Duncans Haufen, als Sergeant und der Heutige Colonel war das als Major Kommandant des ersten Zuges gewesen. Dies hatte sich nach Aron geändert, bei der Neugründung des Regiments, war von Braunau zum Kommandierenden des Regiments, und Ryan zum Zugführer befördert worden. Das war vor 20 Jahren gewesen. Danach war der 8. Trupp (gemeinhin als Wölfe bezeichnet) durch die Hände verschiedener Sergeant gegangen. Keine leichte Aufgabe, da die Wölfe schon seit Urzeiten das Sammelbecken für all jene war die nicht ganz reinpassten. Aber wie sagt man so schön, ist der Ruf erst ruiniert… Als er vor 15 Jahren den Trupp übernahm hat er die Sache wieder ins rechte gerückt. Noch immer könnte kein krummes ding geschehen im Regiment, ohne dass sie ihre Finger drin hatten, dennoch lief es jetzt Organisierter ab. Dank ihm war schon seit 5 Jahren keiner mehr von einem Kommissar erschossen worden. Er hatte aus dem Haufen Versagern ein Rudel geformt. Nun waren sie eine Familie, die aufeinander aufpasste. Das ganze Regiment wusste, dass sie denn internen Schwarzmarkt kontrollierten, doch die Kommissare konnten nichts beweisen.

Staff Sergeant Duncan McAllen betrat das HQ, er hatte sich nicht die Mühe gemacht sein Hemd in die Hose zustecken, geschweige denn es erst zuzuknöpfen. Ein weiblicher Korporal, die am Empfang Dienst tat stand auf und Salutierte. „Sergeant Treppe rauf zweite Tür links, Sergeant Major Perkins hat schon dreimal nach ihnen gefragt“ sagte sie ihm sofort, da sie ihn kannte. Sie schien es auch nicht zu bemerken, dass er Grußlos und ohne einen Ton an ihr vorbei zu Treppe ging. Das der Sergeant Major die Tages Besprechung führte sagte ihm zwei Dinge. Erstens sie blieben in Reserve und zweitens es wird eine staubtrockene Langweilige, überflüssige Veranstaltung werden. Er trat einfach ein und blieb direkt neben der Tür an der Wandgelehnt stehen. Er hatte nicht wirklich geglaubt, dass es dem verkrampften Saubermann nicht auffiele, dennoch hätte er ja Glück haben können. „Staff Sergeant McAllen, wie immer zu spät. Stimmt irgendwas mit ihrer Uniform nicht?“ alle anderen 9 Unteroffiziere, inklusive des Sergeant Majors, trügen ihre volle Uniform inklusive Flakweste Schulterpanzer und Kniepanzerung. Nur auf den Helm hatten sie verzichtet. Duncan zog einen Augenbraue hoch sagte aber nichts. „Sergeant McAllen sie würden direkt von einem Vorgesetzten angesprochen. Nehmen sie Haltung an, salutieren sie, machen ordnungsgemäß Meldung und dann erklären sie ihr zu spät kommen und ihren Aufzug“ der Sergeant Major hatte seinen Befehlston aufgesetzt. Und auch wenn er bei jedem anderen im Raum gewirkt hätte, Duncan ließ er kalt. Beide waren sie Veteranen, beide kämpften auf Aron. Und beide wussten was für ein wertvoller Aktivposten der andere war. Doch leiden konnten sie sich nicht. Für Duncan war der Sergeant Major ein Spießer, mit mindestens einem Stock im Arsch, und für den war er eine Schande in Uniform. Doch mit einem hatte der Ältere Sergeant recht. Er war ranghöher und könnte ihm Schwierigkeiten bereiten, wenn er ihn zu sehr reizte. Daher nahm er kurz Haltung an und Salutierte. Der Sergeant Major nickte doch anstelle einer Ordentlichen Meldung sagte Duncan. „Schatz bin jetzt da, habe ich irgendwas wichtiges verpasst.“ Die anwesenden lachten auf, nur der Sergeant Major und ein Junger Sergeant denn Duncan noch nicht kannte, man sah ihr aber an, dass sie sich schwer zusammenreißen musste. Die Ader, auf der Schläfe, von Viktor Perkins pulsierte gefährlich. „Und meine Verspätung hängt ein wenig mit meinem Aufzug zusammen. Ich hatte eine hitzige Unterredung mit meiner Adjutantin, dafür gelten richtig strenge Bekleidungsvorschriften, Sergeant Major“ nun lachte auch der neue Sergeant. „Da diese Besprechung über die enge Zusammenarbeit und das in und auswendig lernen der Bedürfnisse des anderen ließ mir leider keine Zeit meine Galauniform zu Bügeln, sie sollten das mal ausprobieren Sergeant Major, aber dafür muss man sich entspannen, also ziehen sie vorher sich ihren Stock aus dem Hintern“ führte Duncan weiter aus, und fügte hastig hinzu. „bei allem Respekt natürlich.“

Die Stimmung im Raum war explodiert an eine Ordentliche Besprechung war nicht mehr zu denken. „Duncan, kannst du nicht einmal ernstbleiben!“ schrie der Sergeant Major und fing darauf auch an zu lachen, fügte aber noch dazu. „Wenn du nicht des Captains Liebling wärst, aber irgendwann hilft dir das auch nicht mehr. Jetzt genug Gelacht ein paar Dinge muss ich euch sagen. Erstens das ist Sergeant Larissa Hayworth, sie ersetzt Harry gratuliere zu Beförderung.“ Er zeigte kurz auf den Weiblichen Sergeant. „Einen kleinen Sieg hätten wir dann auch noch. Captain Sari hat mit ihrer Global Kompanie die Bergfestung Gersóir ohne eigene Verluste eingenommen. Ihr müsst euch mal vorstellen der Girls Club hat ihre Chimären stehen lassen und ihre schweren Waffen zurückgelassen und ist drei Tage lang einen Hang im 83 Grad Winkel hochgeklettert, also ihr trauriger Haufen nehmt euch ein Beispiel daran. Und vor allem unterschätzt nie eine schöne Frau.“ Captain Sari Warlten die auf eigenen Wunsch, nur mit Sari angesprochen würde, war unbestritten die Schönste Frau des Regiments, was sie durchaus wusste. Trotz ihrer Jugend, sie war zu diesem Zeitpunkt gerade 26 Jahre alt, und damit jüngste Kompanie Kommandantin, war sie eine, wenn nicht gar die effektivste Feldoffizierin des Regiments. Ihre Global Kompanie hatte diverse Spitznamen, die daher rührten, dass sie denn größten Anteil an Weibliche Soldaten im Regiment hatte. Fast 1/5 aller Frauen des Regiments dienten unter ihrem Kommando. Girls Club war dabei noch die netteste, Amazonenbande, Schlampen Patrouille, und Zicken Brigade waren nur einige Beispiele dafür. Sie hatte sich vom Sergeant zum Captain in Rekordzeit hochgedient und es gab kein Mann im Regiment (auch nur wenige Frauen) die nicht schon Fantasien in ihre Richtung hatte. Doch entweder lebte sie wie eine Nonne, oder war sehr diskret. Auf jeden Fall hatte es bisher nur wenige gegeben die sich der Eroberung Brüsten konnte. „Zum Abschluss noch, ihr könnt erstmal weiter Faulenzen, der Colonel hat entschieden das Abel und Bravo erstmal in der Reserve blieben“ beendete der Sergeant Major die Besprechung.

Julia stand mit ihren Kameraden stramm. Insgesamt 1653 Männer und Frauen die nach anderthalb Jährigen Transit das Regiment endlich eingeholt hatten. Verstärkung aus der Heimat. Reihe um Reihe bildeten sie Stolz die neue Lima und Maik Kompanien des 5. Königlich Marodanischen Infanterie Regiments. Oh ja Stolz war sie. Das berühmte 5. Die Verteidiger von Aron IV. Die Bezwinger von Waaagh Grutzna und so weiter. Marodan war eigentlich berühmt für seine Panzer Regimenter. Die Infanterie Regimenter gelangten selten zu Ruhm. Außer diesem einen. Eine der Standarten dieses Regiments stand auf Terra, vor dem ewigen Tor. Nur die Standarten der Ehrenvollsten Regimenter des Astra Militarum standen dort.

Ein Major nahm zusammen mit einem mürrisch aussehenden Kommissar die Kompanien ab. Captain Schneider war sichtlich nervös, als er den beiden anderen Offizieren durch die Reihen folgte. Plötzlich blieb der Kommissar stehen, direkt vor ihr. Seine blauen Augen fixierten sie. Ihr lief es eiskalt den Rücken runter, und sie wusste instinktiv das mit diesem Mann nicht gut Kirschen essen war. „Ihr Name Soldat!“ schrie er sie an. „Private Julia von Reihnau, Lima Kompanie 2. Zug. Herr Kommissar“ antwortete sie ihm. „Ich fragte sie nur nach ihrem Namen Soldat“ schrie er weiter und forderte „Erklären sie mir bitte, warum sie der Ansicht sind, dass ich die Abzeichen auf Ihrer Uniform nicht erkennen kann!“ seine Augen kamen ihr wie Dolche aus Eis vor, die sich in ihr Herz bohrten. „Herr Kommissar, ich ging davon aus, dass sie eine militärisch korrekte Meldung verlangten. Sollte dies nicht der Fall gewesen sein. Akzeptiere ich jede Strafe, die sie für mein mangelndes Urteilsvermögen für angebracht halten.“ Ein Grinsen zeigte sich auf dem Gesicht des Kommissars. „Weiter machen“ sagte er nur und ging weiter.

Über eine Baumgruppe, die zwischen HQ und Landefeld stand, schallten gerade die Kommandos, die vom Ende der Abnahme, der neuen Lima und Maik Kompanie kündeten. Duncan trat ins Sonnenlicht und lächelte. Es tat gut denn Sergeant Major aus der Fassung zu bringen. Er war dann viel umgänglicher. Ihm war nicht nach Gesellschaft, wie sehr oft, er war eher ein Einsamer Wolf, sein Trupp kannte das, er war für sie da, wenn sie ihn brauchten, und er würde alles für sie tun. Doch er nahm sich viel Zeit für sich, wenn die anderen zusammensaßen und quatschten, Tranken und sich amüsierten, zog er sich meistens zurück. Er hatte die Gabe fern zu sein und dennoch über alles Bescheid zu wissen. Also wollte er zum Landefeld gehen und sich die Frischlinge ansehen. Da war ein Pfeifen, das er nur zu gut kannte. „Alarm, wir werden angegriffen!“ schrie er und warf sich auf den Boden. Genau in diesem Moment schlugen die ersten Granaten ins Landefeld, jenseits der Bäume, ein.

Eine halbe Stunde später war die Abnahme beendet. Die Kompanien warteten auf ihren Transport, der sie, zu ihren vorläufigen Quartieren bringen sollte. Leutnant Mc‘Hara, ihr Zug Kommandeur, hatte Julia zur Seite genommen. „Möchten sie Sterben Private?“ fragte er sie. „Sir nein Sir“ „Was sollte das dann, einem Kommissar schräg zu kommen ist nie sehr gesund, sie sind doch nicht dumm. Reizen sie sich etwas am Riemen und kontrollieren ihr Mund…“ weiter kam er nicht. Eine gewaltige Explosion zerriss das Feld hinter ihm.

Er brach durchs Unterholz der Baumgruppe, das Landefeld war verschwunden, Trümmer, Krater und Brennende Reste der Fähren, doch kein Landefeld mehr. Überall lagen Leichen und irgendwo weinten Verletzte. Er musste zum Graben an der Ostseite, dort würde sich sein Trupp sammeln. Er sah Bewegung, eine Soldatin der Figur nach, zog sich unter einem toten Soldaten, den Reste der Uniform nach war es ein Offizier, heraus. Sie war klein Knab über 1.70 schätzte er, doch was ihn wirklich beeindruckte, noch bevor sie aufstand, ergriff sie ein Lasergewehr, das dort lag, wischte das Blut davon und überprüfte es. Die kleine war nicht so leicht unterzukriegen, Er ging im Marschriet zu ihr und half ihr auf. Uniform und Frackweste waren voller Blut, doch nicht ihres, wie Duncan fachkundig erkannte. Unter dem Helm schaute, ein dreckiges, aber wunderschönes Gesicht hervor, mit denen beeindruckendsten grünen Augen, in die er je geblickt hatte. Jetzt keine Ablenkung, ein Abgelenkter Soldat ist ein Toter Soldat, rief er sich in Erinnerung. „Komm auf Mädchen, es gibt Arbeit!“ sagte er zu ihr und trappte los, wissend das sie ihm folgte.

Wie sie auf dem Boden gelandet war, wusste sie nicht. Der Leutnant lag tot auf ihr. Sie versuchte sich zu befreien. So schwer hatte er gar nicht ausgesehen. Es dauerte eine Ewigkeit, doch schließlich schaffte sie es. Es gingen immer noch, Granaten runter. Auch wenn die Einschläge jetzt etwas weiter entfernt zu sein schienen. Der Platz, auf dem gerade noch ihre Kompanie gestanden hatte, war zu einer Krater Landschaft verkommen. Überall lagen Leichenteile, das Geschrei von verwundeten erfüllte die Luft. Sie nahm das erst beste Lasergewehr auf, da ihres, immer noch unter dem Leutnant lag. Sie überprüfte es, es schien in Ordnung zu sein. Allerdings hatte auch diese Waffe kaum Munition, da ihnen nur ein Magazine ausgehändigt worden war. Mehr war zu diesem Zeitpunkt nicht nötig gewesen, sie waren ja offiziell nicht direkt an der Front. Plötzlich war jemand neben ihr. Groß und kräftig bestimmt 2m groß mit Oberarmen wie Baumstämme. Er trug weder Schutzweste noch Helm. Sein Uniformhemd war offen. Dennoch konnte sie die drei Winkel an seinem Oberarm erkennen. „Komm Mädchen, es gibt Arbeit!“ sagte er und rannte weiter. „Ja Sergeant“ antwortete sie, froh darüber das jemand da war der ihr sagen konnte was zu tun war. Sie folgte ihm über das Feld, er war schnell, sie konnte kaum schriet halten.

Sie erreichten denn Graben, alle außer Les und Jack waren da. Sie hatten mehr oder minder Uniformen an. Aber wenigstens waren sie bewaffnet. „Wo zum Knüst kommt das Feuerwerk her, Sarge.“ Fragte Mac ihn. Mac Brewster, Groß kräftig gutaussehend. Der nette Blonde, nur wenige wussten das er früher in der Makropole Laurus seine eigene Gang hatte. Er konnte der Liebste Kerl auf Erden sein, doch wer ihn anpisste hatte ein Problem. „Nein Mac ich tippe auf die Ferdonier, genauer gesagt auf ihr Geschütz Stellung südöstlich von hier“ antwortete er „Du meinst die dämlichen Knüste haben die Seite gewechselt?“ „Nein Elodie ich glaube das sie Tod sind. Der Feind benutz nun deren Geschütze. Der Colonel hat das vorausgesehen, er wollte die Charlie Kompanie schicken, doch der idiotische General hats verboten. Irgendein scheiß von wegen das seine Leute das ohne Hilfe hinbekommen.“ Er hatte das vom Alten, vor ein paar Tage, höchst selbst gehört. „Wichtiger ist jetzt aber, was wir an Munition haben?“ Er zeigte zuerst auf Mac „Zwei Magazine, mehr nicht!“ Daniel antworte ihm. „Für meine Geliebte auch zwei.“ Er streichelte dabei zärtlich sein Gewehr. „Und eins in Reserve für die Pistole“ fügte er hinzu. „Nur das eine Duncan“ sagte ihm Karee. Jordan grinste ihn an. „5 Trommeln Sprenggranaten, 3 Trommeln Fragment Granaten Munition für den Granatwerfer und 3 Magazine für die Laserpistole mein Kampfmesser und zwei Schlagringe“ sagte er ihm, und Duncan dachte sich, der Kerl geht bestimmt nicht mal unbewaffnet mit einem Mädchen in die Kiste. „Sorry Man, das Funkgerät ist bei der Wartung, habe vorhin hingebracht. Und auch ich habe nur 2 Magazine.“  Es traf wieder eine Salve das Landefeld und sie gingen in Deckung. Als sie wieder hochkamen zeigte Duncan die Kleine. Etwas verlegen antwortete sie ihm. „Nur das, was uns zur Abnahme ausgehändigt, Sir.“ Dass sie nicht Salutierte war grad schon alles. „Und ich wette das ist nicht mal richtig voll, wie ich die Knüste von der Ausgabe kenne“ platzte Elodie dazwischen, und Duncan wusste was sie meinte. „Na prima wie in Knüst Arsch. Wir brauchen Munition und ein Funkgerät. Mädchen verrat mir wie ich dich nennen soll?“ Sie sah ihn direkt an „Einfach Julia Sir.“ Diese Augen, Gottimperator dachte er sich. Er musste sich konzentrieren und sagte härter als gewollt. „Nenn mich nicht Sir, ich arbeite für mein Geld.“

Sie wollten gerade aufbrechen, als Lester im Schlepptau eines Grießcremigen Kommissar auftauchte. „Bericht Staff Sergeant“ knurrte dieser, als sie bei ihnen ankamen. Kommissar Silvio Ario war selbst, an den Maßstäben des Officio Prefectus, gemessen. Ein Fanatischer, Humorloser und Gnadenloser Hurensohn. Zusammen mit Kommissar Hektor, war die Abel Kompanie sein Hauptwirkungsfeld. Zu Duncans völliger Überraschung, blitzte auch in Julias Augen wiedererkennen auf, und das unterlegt mit Furcht. „Nicht gut Kommissar, wir sind unterbesetzt und haben kaum Munition“ antwortete er dem Politoffizier, es machte keinen Sinn, sich mit Ario anzulegen. Den dieser war bekannt dafür einen lockeren Zeigefinger zu haben. Der Angesprochene nickte nur. Duncan sah das Lester ein Funkgerät mitschleppte und fragte. „Lester funktioniert das teil da?“ Der zuckte mit den Schultern und ließ es vor Micheal fallen. „Bin kein Funker“ sagte er trocken was Micheal auffahren ließ. „Sind das alles Leute von ihrem Sauhaufen Sergeant“ fragte der Kommissar ihn. „Alle bis auf die kleine, die habe ich auf dem Feld aufgegabelt.“ „Wie war der Status der Kompanien, Lima und Maik, McAllen“ fragte der Kommissar weiter. „Vergessen Sie’s Ario, die sind Hackfleisch, alles was auf den Beinen war ist sie.“ Weiter kam er nicht, den Julia neben ihm war auf die Knie gesunken und kotzte sich die Seele aus dem Leib.

Ihr würde urplötzlich schlecht, sie übergab sich. Bei den Worten des Sergeant, war ihr schlagartig klar geworden, dass alle, die sie seit anderthalb Jahren kannte, tot waren. Das war zu viel für sie. Sie sank auf die Knie, in ihren Ohren war nur Rauschen. Als sie sich wieder halbwegs gefangen hatte, spürte sie den Lauf einer Boltpistole am Hinterkopf. Die kratzige Stimme des Kommissars dran an ihr Ohr. „Im Namen des Göttlichen Imperators verurteile ich…“ „Halt nein ich!“ sie versuchte aufzustehen. „Kommissar, warten sie, lassen sie, sie aufstehen.“ Der Sergeant reichte ihr seinen Arm und half ihr aufzustehen. Dabei erblickte sie zum ersten Mal bewusst die Waffe des Sergeant. Ein Bolter, bisher hatte sie eine solche Waffe nur bei den Sororitas, welche die Leibwache des Cardinals von Marodan bildeten, gesehen. Sie hatte nicht gewusst, dass ein Mensch, ohne Servoverstärkung eine solche Waffe führen konnte. Gerüchte zufolge benutzten die Orden der Astartes größere Versionen dieser Waffen. Natürlich wusste sie, dass nicht genau. Sie hatte noch nie einen Space Marine gesehen. Der Anblick einer solcher Waffe gab ihr kraft. In ihrem ganzen Leben hatte sie noch nie so viel Angst, wie in diesem Moment, vor dem Kommissar.

Die kleine musste stärker unter Schock gestanden haben als er dachte, jetzt war Feingefühl gefragt, doch der Kommissar brüllte schon los. „Private, stehen sie sofort auf, sie sind Soldatin des Imperators und werden ihre Pflicht tun.“ Der Kommissar hatte bereits seine Boltpistole gezogen und auf ihren Hinterkopf gerichtet. Hatte dieser Mann denn überhaupt kein Herz, dachte Duncan und sagte laut zu ihm. „Ario warten sie einen Moment das wird nur der Schock sein.“ Er machte sich nicht viel Hoffnung, schließlich war Mitgefühl nicht in Arios Welt vorhanden. „Im Namen des Goldenen Throns der Menschheit verurteile…“ fuhr der Kommissar fort. „Überlegen sie sich doch mal, wie alt wird sie sein 16 vielleicht auch schon 17. War schätzungsweise ein Jahr hierher unterwegs, ein Jahr mit denselben Menschen auf engem Raum, jetzt sind diese Tod. Es ist ein wunder das dies nicht gleich geschah.“ Er musste es einfach versuchen, irgendwas an der Kleinen rührte ihn tief in seiner Seele. Und zwar in dem Teil, den er vor langer Zeit verloren glaubte. Ein Blick in die Runde bestätigte ihm das er da nicht alleine war. Sie verkörperte eine Unschuld und eine Reinheit wie es Duncan nie erlebt hatte. Wenn er ihr, in ihre strahlenden grünen Augen, sah, dann sah er alles was gut und schön war, an seiner Heimat. Und tatsächlich zögerte Ario, was einem Wunder gleichkam. Vielleicht hatte der Bastard doch ein Herz. Duncan half dem total verängstigtem Mädchen auf, sah sie an und sagte. „Und kleines geht’s wieder, das war nur der Schock. Atme tief durch.“ Sie fasste sich etwas, schloss kurz ihre Augen, was Duncan einerseits gut fand, da er drohte in diesen zu versinken. Und andererseits wollte er nicht anderes als in diese zu blicken. Verflucht, du bist doch sonst nicht so ein Softi, dachte er sich. Er war ein frommer Mann, weit aus frommer wie allen, um ihn herum, klar war. Er ging nicht oft zur Messe, ging nie zu beichte, kaufte keine Ablassbriefe denn das waren, in seinen Augen, Augenwischerei, doch der Glaube führte ihn, das hatte er auf Aron IV getan, und das tat er jetzt. „Wird nicht wieder vorkommen, Staff Sergeant, keine Entschuldigung, Staff Sergeant“ sagte Julia und riss ihn aus seinen Gedanken. „Ich glaube dir kleines, du wirst das Packen“ antwortete er ihr und legte ihr seine Hand aufmunternd auf die Schulter. Natürlich musste der Kommissar noch seinen Senf dazu geben. „Das will ich ihnen auch geraten haben, Private von Reihnau!“ Der klang ihres Nachnamens, traf denn ganzen Trupp wie ein Peitschenhieb. Duncan sah Elodie an, Habe ich dir doch gesagt, stand deutlich drin geschrieben. Julia von Reihnau natürlich kannte er diesen Namen. Und es erklärte auch, warum sie ihm vorher nur ihren Vornamen genannt hatte, sie hatte die Situation nicht verkomplizieren wollen. Er hasste es, wenn er unrecht hatte, doch diesmal stimmten die Gerüchte, sie war niemand geringeres als ihre königliche Hoheit Julia Alexandra Sophia von Reihnau Prinzessin von Marodan.



Der Bunker


Attila Epsilon


Sie waren nur einen Kilometer, vom Hauptquartier entfernt gewesen, doch der Beschussvorhang verhinderte das sie denn direkten Weg nahmen. Außerdem wollte Duncan verhindern, dass der Prinzessin was geschah. Kommissar Ario behauptete das sie Südlich ihrer Position, ein Nachschub Lager der Ferdonier Hundertjährigen, befinden müsste, dort könnten sie wahrscheinlich Munition finden. Also waren sie in Geschütztrupp Formation losmarschiert. Die Enkelin des Königs, er hatte keine Ahnung was das Protokoll vorsah, für so einen Fall. Sein Trupp hatte instinktiv die Prinzessin in die Mitte genommen. Der Kommissar hatte sie mit ihrem Rang angesprochen, also konnte er davon ausgehen das dies nicht völlig verkehrt war. Elodie hatte zu ihm aufgeschlossen. „Was ist los mit dir, zuletzt habe ich dich so führsorglich erlebt, als Gregor mir immer meine Puppe wegnahm und mich an den Haaren gezogen hatte. Sie hat dich ja ganz schön um den Finger gewickelt.“ Es kam selten vor, das Elodie Sachen aus ihrer Kindheit erwähnte. Früher war er ihr Beschützer, im Waisenhaus, gewesen. Sie waren wie Bruder und Schwester gewesen, erst sein Weggang zur Garde hatte sie getrennt. Zwei Jahre später trafen sie sich wieder, als das Regiment neu aufgestellt werden musste. Die Verluste auf Aron IV waren so schrecklich gewesen, über 12000 Männer und Frauen waren gefallen, der Schlimmste Verlust denn das Regiment in seiner 6000 Jahre alten Geschichte je hatte hinnehmen müssen. Und so hatte man die überlebenden nach Hause geschickt. Nur 47 waren als Diensttauglich erachtet worden, und sah gab es keine Gründung eines neuen Regiments, sondern die dafür vorgesehenen Truppen war Colonel von Braunau unterstellt worden und es kam zu Neugründung des 5. Königlichen Marodanischen Infanterie Regiments. Der König wollte nicht sein Berühmtestes Infanterie Regiment als ausgelöscht in die Geschichte eingehen lassen. Aber eigentlich war genau das Passiert. Sie waren ausgelöscht worden, und zwar komplett. Elodie hatte ihn damals nicht wiedererkannt. Der gutmütige, Lustige, gesellige Lieben Kerl war ein Mürrischer Scheißkerl geworden und er wusste das. „Was meinst du?“ fragte er, obwohl er sich das denken konnte. „Ihre königliche Hoheit Duncan, sie löst bei uns allen was aus, selbst bei Les, aber dir geht sie richtig nahe. Hätte nicht gedacht das nochmal zu erleben, pass aber auf ein Abgelenkter Soldat…“ „Ist ein Toter Soldat ich weiß, ich habe dir das beigebracht, Elodie.“ „Ja das haste du, und du hattest damit recht. Du und ich Duncan sind eine Familie, daher noch nee kleine Warnung, sie ist die Enkelin unseren Monarchen, dem Mann, der im Namen des Imperators über unseren Heimat Sub Sektor herrscht, Wir haben ihm Loyalität geschworen, was ich damit sagen will ist, ich liebe dich aber wenn du ihr das antust was du mir damals angetan hast, töte ich dich“ sagte sie und verschwand wieder auf ihre Position. Duncan wusste nur zu gut was sie meinte. Und auch das sie recht hatte. Nein diesen Engel würde er beschützen und nicht ausnutzen, wie er es eine Zeitlang mit Elodie getan hatte.

Sie erreichten das Lagerhaus, in dem die Ferdonier ihren Nachschub gelagert hatten. Es war eine Ruine, überall lagen Leichen, sowohl Ferdonier als auch Rebellen. Große Kerle in Blutroten Uniformen und Goldene Masken. Er teilte such Mannschaften ein und Ermahnte sie, dass Waffen Munition und erste Hilfe Material Vorrang hatten. Er war überzeugt das sie auch nach Geld und Schmuck suchen würden. Er hatte die Prinzessin zu Elodie eingeteilt, sie brauchte von diesen Plünderungen nichts mitbekommen. Micheal und er folgten dem Kommissar, in das was vom Büro noch übrig wahr. Micheal sollte dort nach, entweder ein funktionierendes Kom suchen oder nach teilen um das, was Lester mitgebracht hatte zu reparieren. Der Kommissar und er würden derweil die Lage sondieren. Die Aussicht mit Kommissar Ario allein zu reden war nicht gerade erbaulich. Im Büro saß der Kommandant des Lagerhauses noch an seinem Schreibtisch zu mindestens der Größte Teil von ihm. Die Hälfte des Schädels hatte sich auf die Wand und Komgerät dahinter verteilt. Der Laserstrahl, der das angerichtet hatte, hatte leider auch die Regler des Funkgeräts geschmolzen. „Ach du heilige Knüstscheiße. Wie soll ich das nur wieder hinbekommen?“ sagte Micheal O’Hara als er die Sauerei sah. „Spezialist O’Hara, lassen sie sich was einfallen, zu not machen sie aus beiden Geräten eins. Kommunikation ist jetzt das wichtigste. Wir müssen wissen wie die Lage ist“ knurrte Ario ihn an. „Aber dafür...“ weiter kam Micheal nicht, er würde von seinem Sergeant unterbrochen. „Mach schon Micheal, der Kommissar kennt die Akte von jedem von uns, und zwar Wort für Wort.“ Micheal O’Hara war ein unauffälliger lustiger Kerl, hatte in der Makropole Laurus eine gute Lehrstelle als Sachbearbeiter gehabt. Sein Cogitator war anfällig und stürzte dauernd ab. Da er gerne bastelte hatte er nach Dienstschluss das Ding aufgemacht und repariert. Ein Techpriester war darauf aufmerksam geworden, dass dieser Cogitator plötzlich besser wie alle anderen lief in der Abteilung. Als öffnete er selbst das Gerät und entdeckte das jemand unbefugtes das Ding repariert hatte. Micheal würde darauf hin verhaftet, weil er sich, in das Werk des Omnissiah eingemischt hatte. Der Richter hatte ihm die Wahl gelassen, Zwangsarbeit oder das Astra Militarum. „Das haben sie gut erkannt, Staff Sergeant!“ knurrte der Kommissar. Sie fanden eine Karte der Umgebung und tauschten das aus was sie wussten. Was nicht viel war.

Julia ging zur ersten Leiche, die sie sah, einem Ministorum Offizier, und nahm ihm eine Laserpistole und 3 Reservemagazine ab. Elodie die das sah, sagte zu ihr. „Kleines nimm auch denn Holster, und schnall ihn gleich um. Es schadet nie eine Zweitwaffe zu haben.“ „Darf ich das denn?“ Elodie lächelte. „Vergiss die Vorschriften, auch der Kommissar wird drüber hinwegsehen, weil es Sinn macht.“ Sie fanden ein Haufen Munition des typ III. Was ihnen leider nicht viel brachte, da ihre Lasergewehre Magazine des typ IV verwendeten, dennoch packten sie diese ein. Neben dem Lagerhauses grenzte ein verfallener Schuppen. Während der Kommissar und der Sergeant über irgendetwas diskutierten, ging sie in den Schuppen. Es war als würde sie magisch von ihm angezogen werden. Der Schuppen war leer, bis auf einen alten Teppich. Er lag mitten im Raum, er war so unpassend, ihn dort zu sehen, dass sie ihn zurückschlug. Unter dem Teppich kam ein Loch zum Vorschein das lose mit Brettern abgedeckt war. Sie zerrte diese auf diese auf die Seite. Darunter kamen drei Ministorum Transportkisten zum Vorschein. „Sergeant, kommen sie mal bitte. Ich habe was gefunden!“ rief sie nach draußen.

Ungefähr eine Stunde später, rief Julia ihn in den Kleinen Schuppen, der an das Lagerhaus grenzte. Elodie, Mac, der Kommissar und Lester begleiteten ihn in den Schuppen. „Da drin ist nichts hab selbst nachgesehen, sie sollte mal nicht so einen Wind machen.“ Motzte Lester wehrend sie denn Schuppen betraten. Die Prinzessin hatte im Schuppen, unter einem alten Teppich, ein Loch gefunden. In dem drei Transportkisten des Ministorum standen. „Lester die hasste wohl übersehen“ sagte Duncan und zog die erste raus. Sie war schwer. Als sie draußen war schlug der Kommissar, mit seinem Schwert, auf das schloss, was sofort aufsprang. Drinnen lagen Laserkarabiner des Typs 3. Diese Waffen hatten einen einklagbaren Schaft, waren im Einzelfeuer genauer und Leichter als ihre auf Zinnober hergestellten Lasergewehre des typ 4. „Na toll Laserwaffen, doch passende Munition haben wir für die auch nicht.“ Beschwerte sich Lester, doch bevor er weiter machen konnte warf ihm Elodie eine Tasche vor die Füße, diese war Randvoll mit Magazinen des Typ 3. „Die haben Julia und ich gefunden, du dämlicher Knüst, wir machen unsere Arbeit wenigstens richtig“ in den anderen Kisten fanden sie Granaten und Sprengstoff. „Gute Arbeit Private“ lobte er die Prinzessin.

Inzwischen hatte O’Hara das Funkgerät repariert und Kontakt zum Regiment hergestellt. Der Kommissar und der Sergeant zogen sich ins Büro, des Lagerhauses, zurück. „Irgendwas geht darin vor“ kommentierte Mac die Situation. „Ich nehme an das wir Befehle bekommen haben.“ Entgegnete ihm Jordan. Es war das erste Mal, dass sie ihn was sagen hörte. Sie war überrascht wie tief seine Stimme war. Er war lang und dünn mit Abstand der größte in der Gruppe. „Ich wette sie schicken uns in den größten Knüstdreck, denn sie finden können, wie immer“ kam von Karee, der dritten Frau des Trupps. „Naja der Alte weiß halt das er sich auf die Wölfe verlassen kann“ antwortete Elodie ihr.

Als er wieder ins Büro kam versuchte Micheal gerate Kontakt herzustellen. „Wölfe für Abel kommen, Wölfe für Abel bitte kommen…“ so ging es eine Weile bis plötzlich. „Wölfe hört, verstanden gebe weiter an Rudelführer. Sergeant, ich habe Aquila für dich dran.“ Duncan ging rüber und nahm das Mikro, froh Verbindung zum Colonel zu haben. „Wolf eins hört, Sir“ „Wolf wie ist ihre genaue Position?“ „Ferdonier P243“ gab er die Kennung des Lagers durch. „Dann sind sie 3 km hinter der neuen Front. Marodanische Krone auf dem Rückzug, wie ist ihr Status.“ „9 bewaffnet und bereit, inklusive Adler 8 und meiner Wenigkeit.“ Adler war die Funkbezeichnung für einen Kommissar und 8 die Kennung für Ario. „Ewak nicht möglich Wolf 1, sind sie bereit ein MOEA (Mission ohne Erfolgs Aussichten) unternehmen?“ „Ja Sir, theoretisch, gibt da ein kleines Problem Sir.“ Ein paar Sekunden Rauschen folgte, dann ging die Lampe für eine höhere Verschlüsslung an. „Also Staff Sergeant, was für ein Problem. Sie sind die einzige Einheit in Reichweite“ „Sir, ich muss sie darüber informieren, dass wir einen der Rekruten der Lima Kompanie unter uns haben.“ „Werden sie nicht Sentimental Sergeant, wir sind im Krieg, da muss man hin und wieder auch Bauern opfern, wir kriegen hier mächtig eins auf die Mütze.“ Der Colonel klang wütend, genau konnte Duncan es nicht sagen, da es sich anhörte als würde der Colonel an Bord einer Chimäre wäre. „Sir, das ist mir bewusst, doch in diesem Fall…“ „Nun raus damit Sergeant!“ brüllte der Alte nun. „Sir, der aufgelesene Private ist Prinzessin Julia“ nur rauschen antwortete ihm darauf hin. Nach Knab zwei Minuten verlangte der Colonel eine Bestätigung. „Ich bestätige die Anwesenheit ihrer königlichen Hoheit bei meinem Trupp Sir.“ Aber es half nichts, sie waren die Einzigen, die infrage kamen. Die erbeuteten Geschütze mussten weg, damit die Imperialen wieder vorrücken konnten. Sie sollten ein Transportband in einem Bunker sprengen. Diese transportierte Munition von den Lagern zur Geschütz Batterie. Nach mehreren Rückfragen und Anmerkungen stand der Plan wie das zu erreichen sei. Duncan schätzte als machbar ein, auch wenn das wahrscheinlich keiner von ihnen überleben würde. „Gut Sergeant, dann führen sie aus, aber Duncan schau bitte, vergiss was ich sagte. Ausführen! Aquila ende“ beendete der Colonel das Gespräch. Duncan wusste ganz genau was der Alte ihm sagen wollte. Er soll sein Möglichstes tun damit ihre Hoheit dies Überlebt. Hätte er eh getan, genauso wie er schauen würde das alle anderen es auch überlebten.

Als die Bürotür aufflog sagte der Sergeant ihnen. „So Leute, es geht zurück in den Dreck. Last alles hier was euch behindern könnte. Rüstungen, Helme und nichts darf Klappern oder glänzen.“ „Ein Kommando unternehmen? Sarge das ist nicht dein Ernst?“ beschwerte sich Lester. „Ja Les, wir haben es mal wieder geschafft, uns tief reinzureiten. Die Lage sieht so aus. Das Landefeld würde überrannt. Wir befinden uns im Moment als einzige Einheit, hinter denn Feindlichen Linien. Die Offensive des Feindes hält noch an. Sie haben zuerst, wie von mir, vermutet, die Ferdonier überrumpelt und verwenden jetzt deren Geschütze gegen uns. Sie haben mit unglaublicher Präzision zuerst das Landefeld und die Munitionslager des 93. Geschütz Regiments getroffen. Klartext unsere können nicht zurückschießen. weil sie keine Munition haben. Wir sollen nun die Basilisken des Feindes Ausschalten, ich weiß das klingt irre. Aber der Oberst hat einen Plan. Und der Kommissar, und ich, denken das dies machbar ist. Also hört gut zu.“

Begeisterung hatte anders geklungen, aber war auch nicht zu erwarten gewesen. Dennoch war Duncan überrascht wie positiv die Leute den Plan aufgenommen hatte. Sie schwärzten alles Metall, verteilten die Waffen und die Munition und Julia legte ihre Armaplastrüstung ab. Ihr schient nicht aufzufallen, wie nach und nach alle verstummten und sie anstarrte wehrend sie das tat. Knieschützer, Armschützer die Flakweste und zu guter Letzt der Helm. Alles mit einer Grazie die man sich nicht entziehen konnte. Am Ende öffnete sie ihre Haare und schüttelte sie aus und ihre wahre Schönheit trat zu tage. Wenn ihre Königliche Hoheit überlebte, war Captain Sari nur noch die zweit Schönste des Regiments, nicht das Duncan glaubte das dies Sari stören würde. Sicher die Amazonenkönigin war sehr stolz auf ihr Aussehen aber noch stolzer war sie auf ihren Ruf als Soldatin. Aber er war mal wieder nicht der einzige dem das auffiel. Zwei Meter neben ihm flüsterte Karee zu Elodie „Oh Heiliger Gottimperator, ist die kleine Schön. Entweder ist sie sehr gut, oder ihr ist tatsächlich nicht bewusst welche Wirkung sie auf andere hat.“ „Karee ich sage es nicht gern, aber ich glaube wirklich, dass sie es nicht weiß“ antwortete die angesprochene ihr. „So Leute genug gefaulenzt. Wir setzen uns in Bewegung. Elodie und Mack erster Späher dann Les und Daniel, Jordan du und Karee bilden die Nachhut. So auf dieser Bunker sprengt sich nicht von allein.“ Rief er ihnen allen zu.

Er musste einen klaren Kopf bekommen, daher ging er vor der Prinzessin. Sie kamen nur sehr langsam voran, sie waren im Feind kontrollierten Gebiet. Dazu kam das ihre Hoheit eher wie ein Mastodon durch den Wald ging, anstelle zu schleichen. Sie gab sich mühe, aber ständig knackte es unter ihren Füßen. Er hörte denn Kommissar schon knurren. Er wollte sich im Moment nicht darauf konzentrieren. Doch Julia verlies die Formation und schloss zu ihm auf. „Sarge, warum haben sie mich nicht einfach zurückgelassen?“ fragte sie ihn. Er befahl denn stob und sah sie an. „Ich würde nie einen Soldaten zurücklassen, egal ob er Sohn eines Schweinehirten währe oder die Enkelin des Königs.“ Sie sah ihn erschrocken an. „Sieh, mich nicht so an, natürlich wussten wir alle, ab dem Moment wo der Kommissar deinen Nachnamen benutzte wer du bist“ sagte er ihr und fügte rasch hinzu. „Heure königliche Hoheit.“ Sie atmete tief ein. „Bitte Staff Sergeant nur Julia, und sie sollten mich wirklich zurücklassen.“ Sie machte eine Pause und führ dann niedergeschlagen fort. „Ich halte euch nur auf, meine Tollpatschigkeit bringt alle in Gefahr. Ich habe in meinem Leben noch nie so viel Bäume gesehen. Die Geräusche hier die unbekannte Umgebung, der Kommissar das alles macht mir eine Höllen Angst.“ Ihre Stimme zitterte inzwischen. „Wissen sie, warum ich sie noch nicht erschossen habe?“ fragte Ario sie. Der Mann hat echt nee Sensibilität eines Energiehammers, dachte Duncan. „Weil der Schuss womöglich unsere Position verraten würde Herr Kommissar“ hörte er Julia antworten, und Duncan sagte sich, kluges Kind, das ist auch meine Annahme. „Nein, weil ihre Defizite nicht ihre schuld sind. Ich diene nun seit 36 Jahren bei den Marodanischen Regimenter, in all den Jahren habe ich nie erlebt das ein Mitglied einer Adligen Familie im Transit ausgebildet würde, geschweige denn jemand von der Königlichen Familie. Bisher hatte ich denn Eindruck das man die Adligen besonders geschult hätte. Aber hier steht eine Königliche Prinzessin, die nicht auf Manipur ausgebildet würde, wo man ihr gezeigt hätte wie man sich in einem Wald verhält. Sondern in der enge eines Truppenschiffes wie einen Verbrecher. Nicht zu fassen, und deshalb leben sie noch Private.“ Ok das war gar nicht mal so übel Herr Kommissar, dachte er. „Ich werde es ihr beibringen“ sagte Lester von vorne. Lester was zum Teufel haste vor, fragte Duncan sich als er denn Kommissar sagen hörte. „Das kommt wahrlich überraschend, Spezialist Gerome.“ „Naja Kommissar, wenn sie hier noch einen außer mir und ihr finden die auf einem Transporter ausgebildet würde, mach ich gerne Platz, aber ich zeig es ihrer Hochwohlgeboren Lieber als das wir alle traufgehen“ antwortete Les dem Kommissar.

Dieser Tag wird in die Geschichte eingehen, dachte sich Duncan. Nicht nur das Lester sich angeboten hatte zu helfen, und dass ohne ihn jemand mit vorgehaltener Waffe dazu zwang. Nein er machte es auch noch verdammt gut. Alles was er ihr zeigte und erklärte hatte Hand und Fuß, aber um ihn mal nicht ganz so in den Himmel zu heben, sie lernte auch verdammt schnell, jetzt da man ihr sagte wie, verstand sie es auf Anhieb. Sie hatte sich in 2 Stunden sosehr verbessert, wie andere Wochen für bräuchten. Sie näherten sich dem Bunker auf dem Boden robbend. Zu ihrem Glück gab es eine Bodenwelle ca. 250m vor dem Bunker hinter der sie Deckung fanden. Daniel der Irre hatte sich weiter vorgewagt und hinter einem Felsen Deckung gesucht. Das Gebilde war ein Rechteckiger Betonklotz der aus dem Berg hervorkommen schien. Auf seinem Dach standen zwei Soldaten des Erbfeindes. Sie wärmten sich die Hände über einem brennenden Ölfass. An der rechten Seite befand sich wohl der Eingang, gesichert durch ein mit Sandsäcken erbeute Geschützstellung. Die Maschinenkanone dieser Stellung war Kräftig genug, um Schützenpanzer zu zerlegen. An der Vorderseite des Bunkers gab es eine Schießscharte, die beinahe die volle Länge einnahm. In dieser waren zwei Schwere Bolter montiert, einer Rechts und einer Links, mit einem diagonalen Feuer Radius von 90 Grad. Sie deckten so die 250m Offenes Feld vor dem Bunker perfekt ab. Das war eine harte Nuss, hoffentlich hatte der Colonel recht, und dieses Förderband war nur wenige Meter hinter dem Eingang. Wenn nicht schlug ihr Plan fehl und sie gingen alle Trauf. „Daniel“ hauchte er in sein Micro. „Schalte die schweren Bolter aus, Jordan einmal Feuerwerk auf die Mascha (Umgangssprachlich für Maschinenkanone) Elodie und der Private Deckungsfeuer rechte Flanke, Mac und Micheal die Mitte der Kommissar und ich machen das hier auf der Linken Flanke und Karee, hast die Arschkarte“ fügte ihr hinzu. „Ich nehme denn Sprengstoff und befördere ihn durch die Schießscharte habe ich recht?“ fragte Karee und bekam ein Nicken als Antwort. Sie war abgesehen von ihrer Königlichen Hoheit die kleinste, also war sie gefragt denn Julia war zu unerfahren, versuchte er sich als Grund einzureden. Doch in Wahrheit wollte er nicht das diesem Engel was passierte.

Als Duncan das Signal gab, sah es zuerst aus, als würde alles Funktionieren wie geplant. Jordan schoss seinen Granatwerfer ab, Karee sprintete los und Daniel schoss auf den ersten schweren Bolter schützen. Doch dann verlies sie ihr Glück. Jordan sprengte zwar die Mascha würde aber zeitgleich von einem der Wärter erschossen. Auch Daniel traf den ersten Schweren Bolter schützen, doch dieser verkrampfte beim Sterben seine Finger, und seine Waffe röhrte los. Duncan sah noch, wie Karee in einem Nebel aus Blut zusammenviel, und das Daniels Kopf zurückgerissen würde, bevor er sich auf den Boden warf. Nur Ario der alte Spinner stand ging aufrecht weiter, er hatte sein Energieschwert gezogen und eingeschaltet. Mit Wehendem Mantel, die Klinge von Blauen Flammen umhüllt, mit seiner Pistole feuernd sah er dabei wie Inkantation eines Imperialen Helden aus. „Auf Söhne und Töchter Marodans, es ist nicht die Zeit des Haderns, nicht die Zeit des Scheiterns. Es ist die Zeit zu Siegen, die Zeit denn Tod all jenen Seelen zu bringen, die sich nicht im Licht des Imperators befinden. Für Marodan, für König Brain und dem IMPERATOR!“ schrie der Kommissar dabei. Was der kann, das kann ich auch sagte sich Duncan erhob sich und feuerte was sein Bolter hergab.

Sie sprang auf, wissend das Elodie es ihr gleichtat. Sie feuerte, was das Gewehr hergab. Sie kam nicht weit. Ein Schuss traf Julias Lasergewehr und holte sie von den Beinen. Der Aufschlag war hart, der Schock war härter. Sie landete genau neben Daniels Leiche. Ihm war der halbe Kopf weggesprengt worden. Wann er gestorben war, wusste sie nicht, sie hatte es nicht gesehen. Ihr Gewehr war Schrott, doch hier lag das Präzisionsgewehr, das Daniel gehört hatte. Sie war eine Gute Schützin, zu mindestens während der Ausbildung. Doch sie hatte noch nie, ein Scharfschützengewehr in der Hand gehabt. Sie hatte sich zwar für die Scharfschützenausbildung beworben. Sie hatte auch alles, was sie in die Finger bekam, darüber gelesen. Doch Captain Schneider ließ ihr mitteilen, dass sie nicht dafür geeignet war, trotz sie die besten Ergebnisse während des Schusstrainings hatte. Zum Knüst mit seiner Seele. Sie legte das Gewehr an, sah durch das Zielfernrohr, Atmete ein, zielte, schloss kurz das Auge, sah das ihr Ziel noch immer fixiert war, atmete aus und schoss. Der Schwere Bolter verstummte, doch sie nahm das kaum wahr. Sie fixierte bereits das nächste Ziel und schoss. Ein Hüne, der gerade eine Granate, denn Imperialen entgegen Werfen wollte, kippte kopflos nach hinten. Die Granate explodierte in seiner Hand und verdampfte drei Weitere seiner Kameraden. Doch sie hatte in diesem Moment etwas entdeckt. Das Sprengstoffbündel lag im Gras, direkt vor dem Bunker. Sie Schoss BUMM! Die Ladung ging in einem gigantischen Feuerball hoch, ein Großteil der Vorderseite des Bunkers und ein Dutzend feindlicher Soldaten verdampften. Die Schockwelle holte ihr Kameraden von den Beinen. Und plötzlich war es still.

Aus dem Bunker kamen weitere Soldaten heraus. Zwanzig oder Dreißig er war sich nicht sicher. Er deckte die vorderen von ihnen mit Bolt Patronen ein, und fällte vier von ihnen. Nun schwieg auch der zweite schwere Bolter urplötzlich, Daniel musste das wohl irgendwie überlebt haben, dachte er. Einer der angreifende Gruppe holte mit einer Stabgranate aus, doch Duncan hatte kein gutes Schussfeld. Ein weitere Hochenergieschuss sprengte dem mit der Granate den Kopf. Diese Explodierte und nahm einen Teil der Angreifer mit. Der Rest der Gruppe schob aufgeregt Auseinander, so abgelenkt waren sie für Duncan und dem Rest leichte Ziele. Ein Feuerball verschlang die vordere Seite des Bunkers. Die Schockwelle warf die Imperialen um. Duncan erhob sich langsam, ihm klingelten noch die Ohren, und er sah sich um. Elodie erhob sich links von ihm, Micheal war auch noch da. Der Kommissar kam auf ihn zu. „Wenigstens kann ihre Hoheit schießen!“ sagte dieser und Duncan folgte seinem Blick. Julia erhob sich gerade, sie hatte Daniels Gewehr in der Hand. „Scheint so.“ antwortete er dem Kommissar. Im Bunker war ein Riesen Loch, von überlebenden der Chaostruppen keine Spur. „Mac lebt auch, hat einen Arm verloren Elodie kümmert sich grad um ihn, haste gesehen wie die kleine geschossen hat. Vier Schuss in unter 10 Sekunden jeder genauso getroffen, wie sie es wollte. Die Laserstrahlen zuckten nur an ihr vorbei Sarge, sowas habe ich noch nie gesehen.“ Schwärmte Micheal. Er war ein Scherzbold dieser Micheal O’Hara, aber zu Übertreibungen neigte er nicht. „Wenn das die Wahrheit ist, Micheal, beschaff mir noch jemand der das bezeugen kann“ flüsterte Duncan zurück und fügte hinzu. „Ich habe es nicht gesehen aber deine Beschreibung klingt so als hätte sie uns den Arsch gerettet. Das wird uns nützen Micheal glaube es mir. Die kleine bekommt einen Orden, der etwas prachtvoller ausfallen wird, weil sie ist wer sie ist. Und unser Image wird etwas aufpoliert, schließlich haben wir ihre Hoheit bei ihrer Heldentat unterstützt.“ Ein Grinsen war die einzige Antwort, die er von Micheal bekam.

Die Prinzessin kam auch zu ihm, die Hände krampfhaft um des Präzessionsgewehr gelegt. Keine Sorge dachte Duncan, vorläufig ist es da gut, wo es ist. „Sergeant muss leider denn Verlust meiner Waffe melden, Außerdem habe ich mir im Laufe der Kampfhandlungen unerlaubt die Waffe eines Spezialisten angeeignet und diese benutzt“ melde sie wie aus dem Lehrbuch. Natürlich sahen die Vorschriften vor, dass solche Waffen nur von Speziell ausgebildeten Soldaten geführt werden sollten. Möge Knüst diesen Schwachsinnigkeit holen. „Private unter gegebenen Umständen ist dies entschuldigt, ich ernenne sie zum temporären Scharfschützen dieses Trupps, haben sie irgendwelche Einwände Kommissar Ario?“ antwortete er die ungläubig schauenden Prinzessin. „Staff Sergeant das ist nicht ganz vorschriftsmäßig, doch unter gegebenen Umständen eine gute Entscheidung.“ Die junge Frau strahlen als sie sagte. „Danke Sir, werde versuchen der Aufgabe gerecht zu werden.“ War er je so Jung und eifrig gewesen, Ja war er, aber das war vor Aron gewesen.

Sie schlichen Vorsicht den Gang endlich, immer tiefer in den Berg. Es war offensichtlich das ihr plan nie hat funktionieren können. Die Entfernung vom Bunker zum Fließband war einfach zu groß. Sie stießen auf keinen Widerstand mehr. Die gesamte Besatzung des Bunkers, war bei dem Gefecht getötet worden. Sie fanden das Fließband und präparierten einen der Container mit einer Sprenggranate, so dass sie hochgehen würde, wenn man den Container öffnete. 20 Minuten später, sie waren gerade im Wald auf dem Rückweg, Explodierte die Bergspitze einige Kilometer hinter ihnen. Und die Basilisken schwiegen für immer.

Der Offizielle Bericht von Kommissar Ario, über das was danach geschah war kurz, aber bedeutungsvoll. „Der Trupp drang zum Förderband vor, mehrere Behälter mit Geschütz Munition, würden mit Sprengfallen versehen. Die schließlich zu Zerstörung der Batterie führte. Nach gelungenem Rückzug war die Aktion beendet. Die Spezialist Meyer, Vos und Barou sind als Gefallene zu vermerken. Spezialist Brewster verlor einen Arm, wird aber voraussichtlich überleben. Empfehlung für Verwundeten Abzeichen. Staff Sergeant McAllen Empfehlung auf Auszeichnung für Außergewöhnliche Führungskraft, außerdem Auszeichnung für Tapferkeit. Private Julia Alexandra von Reihnau, Prinzessin von Marodan Empfehlung auf Beförderung und Auszeichnung wegen Außergewöhnliche Tapferkeit.



Zuteilung


Atilla Epsilon.


Die Zerstörung der Batterie, führte zu einen neuen Vorstoß, der Imperialen Streitkräfte. Sechs Stunden Später würden die Wölfe aufgesammelt und zum neuen HQ der Abel Kompanie gebracht. Jordan kam in die Obhut der Feldärzte und Duncan musste zum Rapport beim Colonel.

Nach dem er berichtet hatte mehrere Nachfragen beantwortet hatte und auch der Kommissar seinen Bericht abgeliefert hatte kamen der Colonel endlich zu einem Wichtigen Punkt. „Ein gut ausgeführtes Unternehmen, meine Herren. Doch nun haben wir ein anderes Thema zu besprechen. Was machen wir mit ihrer Königlichen Hoheit. Sie beide haben sie im Feld erlebt, daher würde ich gerne ihre Meinung hören. Staff Sergeant fangen sie bitte an“ sagte der Colonel von Braunau. Duncan war etwas nervös, er musste jetzt vorsichtig sein, sonst nahmen sie ihm die kleine wieder weg. Neben dem Colonel, waren auch Hauptmann Ryan, Kommissar Major Garibaldi, jetzt kommissarischer Stellvertretender Regimentskommandeur, die Kommissare Ario und Hektor sowie Hauptmann von Reiter, Kommandant der Fox Kompanie anwesend. Er konnte sich schon denken, dass der Ehrgeizige und Adels fixierte Florian von Reiter, Julia gerne unter seinem Kommando hätte, und noch besser als Eheweib im Bett. Nein die kleine gehörte jetzt, zu den Wölfen. „Sir, ihre Königliche Hoheit hat mehrfach betont, dass sie keine Sonderbehandlung möchte, sie hat sich gut in meinen Trupp eingefügt und sich bewährt. Daher würde ich sie gerne in meinem Trupp belassen. Wir werden ihr all das beibringen, was während ihrer mangelhaften Ausbildung fehlte“ erklärte er, unterbrochen von einem schraubenden Lachen des Hauptmann von Reiter. „Wir sollen eine Königliche Prinzessin ihrem Sauhaufen überlassen. Habt ihr schon einen Plan gemacht in welcher Reihenfolge ihr sie euch nehmt…“ er würde unterbrochen. Der Oberst führ ihn an. „Nehmen sie sich zusammen Graf von Reiter, haben sie den Bericht des Herrn Kommissar nicht gehört, es gab kein Anzeichen, dass Sergeant McAllen oder die Mitglieder seines Trupps sich der Prinzessin ungebührlich gegenüber verhalten hat. Und nun was wäre ihr Vorschlag, Hauptmann.“ Der Graf lächelte maliziös. „Herr Baron meine Empfehlung ist einfach und Vernünftig, Ihre Königliche Hoheit wird zum Fähnrich befördert und in meine Fox Kompanie versetzt. Wie sie Wissen habe ich einen rein Adligen Offizierskorps, dort währe ihre Hoheit unter Gentleman. Sie könnte dort mit allen Privilegien, die ihr zustehen, das Offiziers Handwerk erlernen.“ „Ein interessanter Vorschlag Hauptmann von Reiter“ lobte der Kommissar Major und fügte hinzu. „Ich stimme ihnen zu was die Beförderung an geht, doch würde ich sie eher in die Global Kompanie unter Hauptmann Warlten versetzen, wie ich hörte ist ihre Hoheit recht attraktive, so wie auch Hauptmann Warlten. Bei ihr könnte sie alles Lernen, wie man einen Außergewöhnlicher Offizier wird. Dazu noch wie man unerwünschte Annäherungsversuche Herr wird. Ein Besseres Vorbild gibt es nicht.“ Eigentlich kam Duncan mit dem Kommissar Major gut aus, doch grad könnte er ihn ermorden. Das Problem war, das dieser Vorschlag an Vernunft nicht zu toppen war. Sari Warlten war die beste, und sie würde auf die kleine Aufpassen. Doch irgendwas in ihm sagte das Julia bei ihnen bleiben müsse. „Sir, dürfte ich noch was anmerken?“ fraget er. Der Colonel nickte ihm zu. „Ich weiß das es nicht üblich ist, doch ich plädiere dazu das man ihre Hoheit ruft, so dass sie selbst ihre Wünsche äußern kann“ schlug er vor.

Eine Viertelstunde Später erschien Julia. Sie hatte geduscht und sich eine Saubere Uniform angezogen. Ihre schönen langen Haare hatte sie zu einem Dutt nach hinten gebunden. Flakrüstung trüg sie keine. Doch zu Duncans Freude trug sie ihre Laserpistole am Gürtel. „Private Julia von Reihnau meldet sich wie befohlen, Colonel“ meldete sie und salutierte vor von Braunau. „Eure königliche Hoheit, ich danke dafür, dass ich eurem Großvater nicht erklären muss, wieso sie am ersten Tag, unter meinem Kommando, gefallen sind. Erklären sie uns bitte erstmal, wo sie offiziell zugeteilt sind, fürs Protokoll“ antwortete der Colonel und erwiderte den Salut. „Offiziell Lima Kompanie, zweiter Zug dritter Trupp versehe meinen Dienst zu Zeit, aber beim achten Trupp, des ersten Zuges, der Abel Kompanie, Sir!“ antwortete sie. Duncan viel auf das sie immer noch strammstand, diese Disziplin faszinierte ihn. Auch dem Alten schien aufzugehen das sie das noch immer tat. „Sie können sich rühren, eure Hoheit“ sagte dieser, und schien sie das erste Mal richtig anzusehen. Duncan der diese Pause verstehen könnte feierte innerlich, der Oberst fing sich schnell wieder, doch die beiden Hauptmanns und sogar der Kommissar Major hatten sie unentwegt angestarrt seitdem sie denn Raum betreten hatte. „Meine Herren was ist das für ein Benehmen, der Private mag ungewöhnlich Attraktive sein, dennoch kann man von Offizieren des Imperators erwarten das sie da drüberstehen“ knurrte der alte Kommissar Hektor alle an. Hektor war der Älteste Kommissar im Regiment, er wirkte mit seinen Hundertzweiunddreißig Jahren etwas zerbrechlich, doch das täuschte. Hektor, seinen Vornamen kannte Duncan nicht, hatte auf Zurchar vor ein paar Monaten einen Sturmangriff auf die Eldar geführt. Seine Stimme könnte den Größten Schlachtlärm übertönen. Seine Plasmapistole hatte Miniatursonnen in die Reihe der Xenos geschickt und mit seiner Energieaxt hatte er den Anführer der Xenos enthauptet. Und auch jetzt zeigten seine Worte Wirkung. Die Offiziere fingen sich, der eine etwas zu sehr. „Eure königliche Hoheit, es ist mir eine wahre Freude. Ich bin Graf von Reiter und wäre geehrt, wenn sie sich meinem Offizierskops anschließen würden…“ abermals unterbrach ihn der Colonel „Hauptmann von Reiter, sie waren besorgt das der Staff Sergeant Einfluss nehmen würde, und nun versuchen sie ihre Hoheit zu beeinflussen.“

Der Colonel erklärte der überraschten Prinzessin, das er überlegen muss, wohin er sie am besten Kommandierte, und das er drei Vorschläge auf dem Tisch hatte. Und auch das er zu einen tendierte, verriet ihr aber weder welche das waren noch zu welchem er tendierte. „Bevor ich eine Entscheidung treffe, schlug der Staff Sergeant vor, solle ich doch erstmal anhören was sie sich wünschen würden“ sie überlegte kurz, sie war etwas nervös. Dennoch antwortete sie ganz ruhig. „Sir, ich weiß ihre Sorge zu schätzen. Dennoch besteht kein Grund dafür. Auch schon Hauptmann Schneider, hatte mir angeboten mich zum Fähnrich zu befördern. Und ich antworte ihnen Herr Graf, dass selbe was ich ihm geantwortet habe. Sir, ihr Angebot ehrt mich sehr, dennoch bei allem Respekt, muss ich ablehnen. Niemand geringeres als mein Großvater, seine Majestät König Brain, füllte denn Überstellungsbefehl aus. Der mich in den Dienst des Astra Militarum führte. Er bot mir die Waffengattung und auch die Stellung zur Wahl. Ich sagte seiner Majestät, das ich dienen möchte, und da ich die erste Frau unserer Familie war, die in den Dienst des Imperators getreten ist, ich auch einen eigenen Weg gehen wollte. Meine Familie hat einige der hervorragendsten Panzerkommandanten des Imperiums hervorgebracht. Seine Majestät, mein Onkel der verstorbene Prinz Julian, ich habe die ehre nach ihm benannt zu sein, sowie Prinz Henry seihen nur drei dieser Beispiele. Also wollte ich als erste in der Infanterie dienen, und ich wollte ganz unten anfangen, als einfache Soldatin ohne die Privilegien meiner Geburt.“ Sie machte eine kleine Pause und wandte sich dann wieder an den Colonel. „Aus diesem Grund Herr Colonel bitte ich sie bei Staff Sergeant McAllen und seinem Trupp bleiben zu dürfen, Sir.“ Ungläubig starrte von Reiter, Julia an, für ihn schien sie wohl wahnsinnig zu sein. Die anderen waren Nachdenklich geworden. Kommissar Ario war schließlich der erste der das Wort ergriff. „Ich gebe es ungerne zu. Doch die Fortschritte die Private von Reihnau unter Staff Sergeant McAllens Anleitung machte sind bemerkenswert. Trotz seiner Fehler und mangelnder Disziplin ist er wahrscheinlich der beste Ausbilder im Regiment. Daher bleibt mir keine andere Wahl als zu mindestens für eine gründlichen Ausbildung, zu empfehlen. Das der Privat in Sergeant McAllen Trupp verweilt.“ Zustimmendes Gemurmel erhob sich. „Ich teile diese Ansicht, Sir“ stimmte Dean Ryan zu. „Kommissar Hektor, was denken sie“ fragte unterdessen der Colonel den alten Kommissar. „Wir sollten schauen was dabei rauskommt, im Moment scheint es das vernünftigste zu sein, in angebracht der Wünsche des Private.“ „Gut Private Julia Alexandra Sophia von Reihnau, Prinzessin von Marodan. Ich versetze sie mit sofortiger Wirkung in den ersten Zug der Abel Kompanie und empfehle Hauptmann Ryan ihren Einsatz im achten Trupp unter Staff Sergeant McAllen, für die Dauer von drei Monaten. Danach werde ich über eine Dauerlösung entscheiden. Sie und der Sergeant dürfen Wegtreten.“



Der Priester


Attila Epsilon


Julia war froh daraus zu sein, sie würde wieder bevorzugt behandelt, sie glaubte kaum, dass man sonst einen einfachen Soldaten, nach seiner Wunsch Kommandierung gefragt hatte. Dabei wollte sie nur eine einfache Soldatin sein. Die anderen hatte einen Priester erwähnt, der mit dem Regiment reiste, es war zu lange her, dass sie mit einem Priester gesprochen hatte. Sie war im strengen Glauben an denn Gott Imperator erzogen worden. Hatte immer mit ihrer Stiefmutter, oder auch ein paar Mal mit ihren Großeltern, die Messe in der Basilika Imperiales Marodan besucht. Sie sehnte sich nach etwas Frieden, sie wollte Beichten und die Absolution empfangen. Der Staff Sergeant ging einige Zeit still neben ihr als würde er nicht wissen was er zu ihr sagen sollte. „Haste einen Moment Zeit, Julia, um mich auf einen Spaziergang zu begleiten?“ fragte er plötzlich und schien etwas verlegen.

Er hatte vor Pater O’Brien aufzusuchen, er musste mit jemanden reden. Zum ersten Mal seit langer Zeit war er sich seiner Gefühle nicht sicher. Wollte er, dass diese junge Frau neben ihm, bei ihm im Trupp blieb, weil es das Beste für sie war, oder das Beste für ihn. Wenn er seinen Abstand verlor, würde das nicht seinen Trupp auf lange Sicht in Gefahr bringen. Sean O’Brien konnte einem Seele öffnen und denn verstand reinigen. Er war ein Mann des Glaubens und des Schwertes, er verstand die Seele der Soldaten, und schaffte es immer ihnen den Frieden des Imperialen Credos nahe zu bringen. Er sah zu jungen Prinzessin herüber und sah das auch sie in Gedanken war, und ihm würde klar, dass er nicht allein mit dem Priester reden musste. „Haste einen Moment Zeit, Julia, mich auf einen Spaziergang zu begleiten?“ sie sah ihn überrascht an. „Sicher Sergeant, ich wollte eigentlich den Priester suchen, doch das kann warten.“ „Dann hatten wir beide denselben Gedanken Julia, ich wollte mit dir zu Pater O’Brien gehen. Dachte das täte dir vielleicht gut“ antwortete er und sah erneut wie überrascht sie war. „Gerne Sergeant, Danke.“

Unterwegs zeigte Duncan ihr, worauf sie achten müsse, um den Priester zu finden. Da war eine Aquila in einen Baum geritzt und dort eine Aquila im Gras aus Blüten. Man müsse immer den Aquilas folgen, Pater Sean O’Brien hätte das Talent, überall und aus dem nichts ein Ort der Einkehr zu schaffen, egal ob in einer Kathedrale oder einem Schützengraben. Julia war überrascht mit wie viel Empathie der Sergeant sprach. Sie hatte ihn anders eingeschätzt. Bisher war er sehr ruhig gewesen, sie hatte ihn für den Typ einsamer Wolf gehalten. Hier war er nicht distanziert, jetzt war er aufmerksam richtig charmant und zuvorkommend, ohne dabei aufdringlich zu sein. Sie erfuhr auch einiges über ihn, und das faszinierte sie. Sein Leben war so komplett anders gelaufen als ihres. Und sie bekam ein schlechtes Gewissen. Sie hatte immer geglaubt das Marodan ein Juwel sei, doch nun lernte sie das es auch Schattenseiten hatte. Er hatte nach seiner Schilderung noch Glück gehabt. Vor mehr als dreißig Jahren, hatte es aufstände in der Makropolis Laurus gegeben. Das wusste sie, sie hatte nur nicht gewusst, wie schlimm die gewesen waren. Kulte eines der Finsteren Götter hatte sich tief in die unteren Ebenen eingenistet, und schließlich auch die obere Makropole war von deren Einfluss nicht verschont. Es ging so weit, dass der Stadthalter sich von ihrem Großvater und vom Imperium lossagte. Dieser hatte ein Heer aufgestellt und wollte den Planeten an sich reißen. Würde aber dann, von einer Streitmacht aus Imperialer Garde und PVS, unter dem Kommando ihres Onkels Julian, in die Makropole Laurus zurückgetrieben. Die Kultisten Armee hatte sie in der Stadt verschanzt und ein gewaltiges Patt war entstanden. Bis schließlich der junge Inquisitor Soeren auftauchte, Duncan spie den Namen geradezu aus, und das Kommando übernahm. Er war nicht allein gekommen, er hatte denn Cardinal überredet ihm eine Abteilung seiner Sororitas zu unterstellen. Doch das Ende der Belagerung brachten die Astartes, der Inquisitor hatte einen gefallen, bei einem der Wolfslord von Fenris gut. Und so regnete es Landekapseln über der Stadt. Sie waren innerhalb von 3 Tagen durch die Makropole gerauscht und haben Tod und Verdammnis gebracht. Nicht alle Bürger waren dem Chaos verfallen dennoch starben tausende unschuldige, erst durch den Kult dann im Kreuzfeuer mit dem Astartes und schließlich der Säuberungsaktionen der Sororitas und des Inquisitors. Duncan war noch ein kleines Kind gewesen und würde dabei zur Waise. Er wuchs dann in einem Waisenhaus auf, das die Sororitas für die vielen obdachlosen Kinder gegründet hatten. Auch Elodie war dort aufgewachsen. Julia war ergriffen davon, sie hatte gewusst das sie verwöhnt worden war, als Kind, doch wie sehr ging ihr erst dadurch auf. „Du musst mich dafür hassen was ich bin“ sagte sie niedergeschlagen.

Sie waren stehengeblieben, er schaute ihr direkt in ihre grünen Augen, er zog sie näher an sich ran, sie werte sich nicht. Duncan nahm die junge Prinzessin in die Arme, er flüsterte ihr ins Ohr. „Ich hasse dich nicht, das könnte ich nicht mal. Doch ich will das du verstehst. Deine ganze Einheit kommt aus Laurus, was wir durchmachten hat uns geformt. Du bist wundervoll und dein Großvater möge der Imperator ihn schützen ist für uns fast ein Heiliger. Andere hätte die Makropole wie Laurus dem Erdboden gleich gemacht. Doch er hat den Inquisitor im Zaun gehalten. Dann hat er zuerst die versorgen von Wasser und Lebensmittel für die Bevölkerung organisiert. Und das nicht nur für die Oberen Ebenen. Dank ihm hatte unser Waisenhaus immer genug zu essen für uns und sauberes Wasser. Wir waren in der 42 tiefe, und dennoch hat er dafür gesorgt das wir überleben können. Deshalb wird dir bei uns keiner ein Leid antun. Und jetzt komm wir sind gleich da. Er nahm sie an die Hand und führte sie in einen Keller.

Unten war Julia überrascht, der Keller war nur durch Hunderte von Kerzen erleuchtet. Bänke aus alten Munitionskisten standen in langen Reihen. Vorne stand ein einzelner Tisch, der einfach mit einer Roten Decke abgedeckt war. An der Wand dahinter war eine Aquila aus Bajonetten befestigt, die im Kerzenschein glitzerten. Vor dem Altar stand ein kleiner dicker Mann, in der grünen Robe, eines Wanderpriester der Ekklesiarchie. Mit seiner Amts Rosette in der einen und seinem Kettenschwert in der anderen Hand sprach er zu den ungefähr 12 anwesenden Soldaten. „Und denkt immer daran meine Freunde, der Makel der Häresie kommt schleichend in das Herz, doch wenn er sich erst dort festsetzt hat, vertreibt er das Licht des Imperators. Und ohne seine Güte, ohne seinen Schutz erwartet euch die Finsternis, doch verzagt nicht meine Freunde, wenn ihr Stark im Glauben seid könnt ihr widerstehen, Flammen und das Schwert über jene bringen, die euch versuchen zu Korrumpieren. Und denkt daran DER IMPERATOR BESCHÜTZT!“ rief er aus und stockte dann als er die zwei Neuankömmlinge sah. „Beim Imperator ihr seid es Wirklich, verzeih mir meine Zweifel Imperator, Königliche Hoheit die Kunde euer Anwesenheit erreichte mich zwar, doch ich konnte sie nicht glauben.“ Er hatte sein Schwert auf den Altar gelegt und war ihnen entgegengeeilt, und bevor Julia realisierte was geschah, hatte der Priester den Sergeant zu Seite geschoben sich bei ihr eingehackt und führte sie nach vorne. „Ich habe euch natürlich sofort erkannt, Prinzessin Julia, euch stört es doch nicht, wenn ich euch Julia nenne.“ Sie kam nicht zum Antworten, und hatte auch den Verdacht, dass es ihn nicht gestört hätte, wenn sie was dagegen gehabt hätte. Doch dieser Priester hatte sie Komplet gefangen, wie ein Wasserfall redete er auf sie ein, und sie hätte ihm Stundenlang zuhören können. „Vor vielen Jahren, mehr als ich zugeben bereit bin, hatte ich die unglaubliche ehre eurer Mutter und ihrer Majestät der Königin zu begegnen. Ich dachte damals, dass der Imperator nie etwas Schöneres wie eure Mütter erschaffen hatte, doch nun sehe ich, dass ich mich irrte. Ihr Prinzessin seid das schönste, und es erfüllt mein Herz, das ihr nun bei uns seid. Der Imperator hat großes mit euch vor, das sehe ich deutlich. Ihr habt keinen leichten weg vor euch, doch ihr seid nicht allein.“ Er unterbrach kurz und wandte sich den Sergeant. „Und du Taugenichts wirst sie beschützen, Duncan. Das ist deine Aufgabe, die der Imperator dir stellt. All dein Leid, deine Qual haben dich zu diesem Engel geführt. Keine leichte Aufgabe doch der Imperator beschützt.“ Es hatte wie eine Prophezeiung geklungen, fand Julia und das ließ ihr ein Schauer über den Rücken laufen lassen. Der kleine Priester hatte sie in die Ecke, des Kellers, geführt. Dort stand tatsächlich eine echte Bank zum Sitzen. „So hier können wir uns etwas ungestörter unterhalten“ sagte Pater O’Brien zu ihr. Es war merkwürdig, ihr ganzes Leben sagte man ihr, sie sei was Besonderes, sie hatte es nie für ganz voll genommen, da sie nicht so empfand. Doch hier, in diesem alten vermoderten Keller einer Ruine im nirgendwo, glaubte sie diesem Prediger, dass, was sie nicht mal ihrem Großvater dem König oder dem Cardinal von Marodan geglaubt hatte. Dieser kleine glatzköpfige hatte aus denn Primitivsten Mitteln, aus diesem Keller eine Heiligtum gemacht das sich mit der großen Basilika ihrer Heimat messen konnte. Noch nie hatte sie sich dem Imperator näher gefühlt. Pater O’Brien nahm ihr die beichte ab. Erteilte ihr Absolution und Frieden zog in ihre Seele. Sie fragte ihn, warum er mit dem Regiment reiste. Ein Heiliger Mann wie er, sollte in der Basilika Imperiales auf Marodan Predigen und nicht in einem Ausgebombten Keller. Er lächelte sie an und sagte. „Ich bin da, wo ich sein muss Prinzessin, bei Männern wie eurem Sergeant und bei euch. Wie ich schon sagte, ich glaube ihr seid zu größerem bestimmt. Meine Aufgabe ist es eure Seele zu führen. Und des Sergeant Aufgabe ist es ein Anker zu sein. Der Fels in der Brandung, seine Stärke und sein Herz werden euch beschützen. Ihr werdet von alleine Merken das ihr ihm voll vertrauen könnt. Doch sollt ihr Wissen, das er euch genauso dringend braucht wie ihr ihn.“

Es klang wieder wie ein Prophezeiung. Doch Julia glaubte dem Priester, dennoch fragte sie. „Wie könnte ein so starker Mann, auf mich angewiesen sein. Er scheint gut allein klarzukommen?“ Er sah sie lange an, bevor er antwortete. „Hoheit, als ich Duncan McAllen das erste Mal traf, auf Manipur wehrend seiner Grundausbildung, hatte er ein Strahlendes Wesen, brachte alle zum Lachen, und war am liebsten unter Leuten. Klingt nicht nach dem Mann denn sie kennen gelernt haben nicht.“ Julia schüttelte leicht den Kopf, das klang so gar nicht nach dem Mann, den sie in den Letzten zwei Tagen erlebt hatte. „Du solltest dich mal mit Elodie McTaff unterhalten, sie sind im selben Waisenhaus aufgewachsen. Ah, das wüsstet ihr schon. Wie ich es mir dachte. Ihr bewegt diesen man wie es auch Elodie nicht konnte und vielleicht seid ihr der Schlüssel, um etwas von dem Verlorenen in ihm wieder zu finden.“ Er hatte nun ihre volle Aufmerksamkeit. „Aber was ist geschehen, wenn das war ist…“ Fragte sie den Prediger. „Was wisst ihr über Aron IV? euere Hoheit“ fragte dieser nur zurück. „Nicht viel, habe auf dem Transit hierher versucht etwas heraus zu finden. Doch es ist alles geheim, nicht mal mit meinem Geneschlüssel habe ich viel erfahren.“ Als Prinzessin hatte sie die Möglichkeit tiefer zu graben, wie als Private, auch wenn sie es hasste ihr Geburtsrecht zu nutzen, war sie neugierig gewesen. „Ja verständlich, wieso sagen sie nicht was sie herausgefunden haben. Vielleicht kann ich ihnen mit dem wenigen was ich weiß helfen ihre Lücken etwas zu stopfen.“ „Na gut, auch wenn ich nicht sicher bin, ob wir das dürfen. Aron IV war ein Befreiungskrieg, 23 Regimenter des Astra Militarum haben daran teilgenommen. Nur dieses hier überlebte, der Feind würde geschlagen. Die Verluste waren so hoch, dass das Regiment nach Hause kommen müsste, um wieder auf Sollstärke zu kommen. Doch der Feind würde geschlagen“ sagte sie. „Nicht ganz, Hoheit. Alle 23 Regimenter sowie eine gesamte Kompanie des Adeptus Astartes würden ausgelöscht. 109 Personen des 5. Marodan konnten vor dem Exterminatos, der die Welt verschlang evakuiert werden. Ich war für die Nachsorge dieser armen Seelen zuständig. Nicht einer von ihnen blieb unversehrt. Einige hatte Körperliche Schäden wie Hauptmann Ryan der einen Arm verloren hatte, und alle hatten seelische Verwundungen. Und einige, über die Hälfte, von ihnen würde Wahnsinnig. Dazu kam, dass die Inquisition alles vertuschen wollte. Sie blockierte die Erinnerung der Überlebenden. Nun stellen sie sich das vor, ihre Seele ist total zerrüttet. Sie wissen das sie leiden doch sie wissen nicht warum. Ein Mensch kann so das geschehene nie ganz verarbeiten. Der Sergeant ist ein Herzensguter Kerl, doch er selbst glaubt das er Unglück bringt. Der erste Lichtblick denn ich sah sind sie. Er lässt sie näher an ihn ran, wie es sonst der Fall ist.“ Er hatte noch weitergesprochen, doch Julia nahm es nicht wahr. Sie hatte Mitgefühl mit Duncan, schwor sich, diesem Man eine Freundin zu sein. Und sie schwor sich auch seinen Schutz zu akzeptieren, wenn der Priester recht hatte, und irgendwas sagte ihr das er recht hatte, würde das für beide zum Vorteil sein.

Wehrend Julia mit dem Prediger sprach, zündete Duncan Kerzen für die gefallenen an. Das Sterben musste wieder ein Ende haben. Zuerst Jacob und Nadine auf Dazier Eco vor einem Monat, und nun Karee, Jordan und Daniel. Das waren 50% der Wölfe in einem Monat. Er wollte jetzt nicht so tun, als ob er Daniel gemocht hätte, nein das bestimmt nicht. Dieser Knüst war ein verdammter Psychopath gewesen, dennoch verdiente er das man seinen Tod würdigte. Das andere was ihn Beschäftigte war die kleine, O’Brien hatte mal wieder ins Schwarze getroffen, es ist deine Aufgabe sie zu beschützen, hatte er gesagt. Und genauso fühlte es sich an. Seit dem Landefeld, als er sie dort gesehen hatte, seit diesem Moment, sagte ihm eine innere Stimme. Beschütze sie. Und das verwirrte ihn. Es war ein so starkes Gefühl, aus so einer tiefe, die seit Aron nicht mehr. Der Prediger und die Prinzessin erhoben sich also ging Duncan zu ihnen. „Prinzessin Julia es war mir eine Ehre. Ich müsste noch kurz mit Duncan sprechen“ hörte er den Priester zu ihr sagen. „Natürlich Vater, ich danke ihnen, Duncan ich warte da drüben ok“ antwortete diese und Duncan nickte nur.

Im folgenden Gespräch erzählte er dem Priester von seinen Gefühlen Julia gegenüber. Dieser hörte aufmerksam zu. Sagte ihm, er solle sie zulassen, denn die Kleine wird Aufmerksamkeit erregen, da wird sie einen Mann brauchen, der sie beschützt. Einem wo sie weiß das er nicht über sie herfallen wird. Außerdem sei es sein Schicksal, das er für sie da ist. Doch am Ende sagte er etwas, das bei Duncan sofort die Alarm Glocken Leuten ließ. „Ich an deiner Stelle würde mit Lester anfangen“ sagte der Prediger zu ihm. „Wieso Lester?“ „Duncan stell dich nicht dumm, er ist ein Rachsüchtiger Hurensohn.“ „Na und Vater?“ er stand gerade wirklich auf dem schlauch. „Wer war der Adlige den Lester angegriffen hat Duncan, wegen wem würde er zu Lebenslangem Dienst verurteilt.“ „Keinen Plan Sean, höre endlich auf in Rätsel zu sprechen.“ So langsam würde er ärgerlich. „Du weißt es wirklich nicht Duncan, oder? Es war Duke Felix Johan von Reihnau, der Vater der Prinzessin.“



Schmerzliche Erinnerungen


Atilla Epsilon


Julia platzte fast vor Neugierde, als sie die Kapelle verlassen hatten, hatte sie Duncan umarmt, ihm gedankt, dass er sie hierhergebracht hat. Und dafür das er sich so um sie kümmerte. Geantwortet hatte er mit einem Kuss auf ihrer Stirn dem Versprechen für sie da zu sein. Und genau deshalb müsste er was mit Lester und ihr klären. Gesagt was hatte er ihr nicht. Auf dem ganzen weg zurück hatten sie geplaudert, nur um was es gehen würde hatte sie ihm nicht entlocken können. „Und wie lange willst du uns auf die Folter spannen, bleibt sie oder bleibt sie nicht?“ fragte Elodie sofort, als die beiden den Raum betraten. Sie waren alle anwesend auch Jack. „Sie bleibt erstmal für drei Monate, zur Ausbildung. Danach entscheidet der Alte. Ob sie bleiben kann oder zur Global oder Fox Kompanie wechselt.“ „Girls Club könnte ich noch nachvollziehen, bei Sari würde sie wenigstens noch was lernen…“ weiter kam Jack nicht. Micheal drehte irgendwie ab. „Hörst du perverser Knüst auf zu sabbern“ fauchte Elodie, Micheal an. „Ach kommt schon, ich bin doch nicht der einzige, der sich das gerade vorstellt.“ „Was vorstellt, du verstrahltes Männlein.“ „Naja Elodie stellst dir vor, Sari und Julia eine Dusche…“ weiter kam er nicht. Elodie hatte ihm eine geschmiert. Julia sah die beiden geschockt an. „Daran eure Hochwohlgeboren müsst ihr euch gewöhnen, dieser dämliche Knüst, pervertiert alles. Aber wo war ich stehengeblieben ach ja, die Fox Kompanie. Von Reiter und seine Adlige Kumpanen immer korrekt gekleidet. Alle wir ihre Dienstboten behandeln. Aber ist die scheiße am Dampfen müssen die Unteroffiziere übernehmen, weil die Gockel nur stolzieren können“ setzte Jack fort. „Ach Adlige können nur Stolzieren, ich habe jetzt drei Monate Zeit dir zu zeigen, dass ich als Adlige mir für nichts zu schade ist. Und ich wette, um was du willst, dass du am Ende stolz darauf sein wirst mit mir gedient zu haben. Und wenn dieser schleimige von Reiter glaubt das ich mich auf sein Niveau begebe hat er sich geschnitten. Hast du das verstanden!“ fauchte Julia Jack an. Sie wusste selbst nicht, woher sie den Mut dazu hatte, aber es war genau das richtige. „Sarge, können wir die Kleine nicht einfach behalten, ihr habt mir ja gesagt, dass sie gut aussieht und eine gute Schützin ist, aber nicht, dass sie Eier hat. Also Sarge wie ist der Plan, denn wir geben die doch nicht mehr her.“ Und so würde sie auch von Jack adoptiert.

„Der Plan ist einfach, wir rücken Morgen aus, die Hälfte unsere Kompanie unter Dean Ryan unterstützt der Bravo Kompanie beim Vorstoß am Fluss entlang. Der Rest der Abel Kompanie rückt unter dem Kommando der Colonels, zusammen mit Fox und Easy durch die Hügel auf die Stadt Veriton vor. Ich habe uns dafür Freiwillig gemeldet. Ja genauso haben Hauptmann Ryan der Kommissar Major und der Alte auch gekuckt. Genau wie ihr gerade, echt zum Schießen. Aber es ist mein Ernst. Wir müssen jede Menge Dörfer befreien Unterwegs. Es wimmelt von Feldern und Wiesen. Also Kämpfe auf weite Distanz sind wahrscheinlich. Idealer Spielplatz für eine Junge Scharfschützin. Unsere Aufgabe wird es sein Julia in Position zu bringen, und ihre zu zeigen das dies am Bunker keine Zufallstreffer waren. Wenn der Colonel erstmal sieht was für eine Schützin sie ist. Brauchen wir ihn nicht mehr zu überreden sie bei uns zu lassen. Ihr wisst doch wie er ist. Dafür muss aber alles Glattgehen und sie muss ein Teil von uns sein. Auch wenn auf ihrem scheiß Schulterschutz noch immer die Markierungen der Lima Kompanie sind. Und das bringt mich zu dir Lester.“ Duncan unterbrach und marschierte auf Lester zu. „Ihr wird kein Haar gekrümmt, wenn du ihr weh tust oder auch nur zulässt das es jemand tut bring ich dich um.“ Elodie und Jack gingen dazwischen. „Verflucht nochmal Duncan was ist los mit dir, warum sollte er ihr was tun“ fragte Elodie ihn. „Gut dann war ich nicht der einzige, der von nichts wusste. Du bist ein rachsüchtiger nachtragender Scheißkerl von einem Knüst, du willst mir doch nicht ernsthaft erzählen das du nicht drüber nachgedacht hast.“ „Woher Sarge, weißt du davon!“ Nun waren die anderen Hellhörig geworden. „Möchtest du Julia sagen, warum ich befürchte das du eine Gefahr für sie bist.“ „Mach doch was du willst!“ „Julia entschuldige das du es so erfährst, Lester hier hatte mal eine gute Stellung bis ein Adliger ihn gekündigt hat. Er ging daraufhin auf diesen los, brach ihm die Nase. Er würde darauf hin verhaftet und zum Militärdienst gezwungen. Seit jenem Tag, seit über 10 Jahren, pflegt er seinen Hass. Sean O’Brien hat mich auf den Namen des Adligen hingewiesen. Es war dein Vater süße.“ Er hatte es kaum ausgesprochen da knallte Elodies Faust schon in Lesters Magen. „Du Scheißkerl, deshalb sollte ich mit Duncan reden, hä deshalb wolltest du ihre Rückendeckung übernehmen nicht wahr. Wenn ihr was passiert, dann ist Duncan dein kleinstes Problem…“ „Hört auf!“ schrie Julia dazwischen. „Hört auf, mein Vater kann herablassend sein. Und wenn er ihn geschlagen hat kann ich mir vorstellen, dass er die Hölle in Bewegung gesetzt hat, um ihn fertig zu machen. Ich glaube nicht, dass er mir was tun wird, das hätte er im Wald tun können. Nicht war Les, ich weiß das wir keine Freunde werden können, doch ich denke wir können lernen miteinander auszukommen.“ Sie half ihm auf. Und Duncan war nicht der einzige, der sich dachte, dass sie ein wahrer Engel sei.

Duncans Plan schien aufzugehen, sie waren nun seit 2 Wochen unterwegs, eroberten Dorf für Dorf. Und Julias können schien unübertroffen. Einmal erschoss sie einen Feindlichen Offizier, der eine Mörserbatterie befehligte, zwischen wehenden Fahnen durch. Sergeant Keen, der Scharfschütze aus dem Kommandotrupp des Colonels, hatte behauptet das dieser Schuss nicht möglich war. „Kein Sichtfeld diese Fahnen versperren die Sicht Sir. Wir müssen näher ran!“ hatte er dem Alten gemeldet. Julia hatte sich ohne Kommentar neben ihn gelegte, starte ein paar Sekunden durch ihr Zielfernrohr. „Bitte, um Erlaubnis schießen zu dürfen Sir.“ Hatte sie dann gebeten. „Gewährt“ hatte der Colonel nur gemurmelt. „Ziel erfasst, rot, rot, gelb, rot…“ „Sehen sie die kleine kann das auch nicht.“ „Grün!“ Sie schoss, der Strahl, in der Nacht hell leuchtend, schob sich wie in Zeitlupe durch die Fahnen. Der Kopf des Mutierten Offizier platzte wie eine Melone, die Pistole in seiner Hand ging los, und traf ein Fass mit einer Brennbaren Substanz. Die ganze Batterie ging in Flammen auf. „Treffer, guter Schuss eure Hoheit, sehen sie Sergeant nichts ist unmöglich“ kommentierte der Oberst das geschehene. 32 bestätigte Tötungen der Alpha Priorität hatte sie schon. Mehr als jeder andere Scharfschütze in ihrem Verband. Aber sie bewährte sich auch anderorts. Im Dorf Chármount hielt sie mit einem Bündel Haftminen einen leichten Panzer auf. Sie legte sich ganz flach auf ein Flachdach. Als unter ihr der Panzervorbei führ ließ sie das Paket oben in die Luke fallen. Was die Besatzung tötete.

Am Morgen ziemlich genau zwei Wochen nach ihrem Aufbruch kam Duncan gerade dazu als einige Offiziere über Julia sprachen. „Ich sage ihnen meine Herren, Königliches Blut. Das ist der Grund dafür“ führte der Graf von Reiter gerade aus. „Aber mein Lord, das kann es nicht alleine sein. Sie muss auch Glück gehabt haben“ konterte Leutnant Sierra vom zweiten Zug der Abel Kompanie. „Was verstehen sie davon. Seine Lordschaft hat recht. Es gibt ein Grund, warum der Adel dominiert und sie ist der Beweis dafür. Eine echte Schande das sie bei diesem Sauhaufen ist. Der Baron sollte sie zu uns versetzen, wo sie hingehört“ sagte Leutnant von Tießen aus der Fox Kompanie. „Es ist aber so, Sir. Private von Reihnau gehört meinem Trupp an. Und wenn sie sich mal rumdrehen würden. Und Richtung Brunnen schauen. Sehen sie, dass sie inzwischen dazu gehört“ sagte Duncan denn anwesenden Offizieren. Er wusste das er in dieser Runde nicht willkommen war. Was für ihn den Reitz ausmachte. Da drei Trupps, des ersten Zuges, bei diesem Verband waren. Und er der Dienstälteste Truppführer davon, war es sogar seine Pflicht am Morgendlichen Besprechung der Offiziere teilzunehmen. Die 4 Offiziere der der Abel kamen ganz gut damit zurecht, doch die 9 Offiziere der Fox Kompanie hatten ein Problem damit. Allen voran Graf von Reiter, ihr Kompanie Hauptmann. „Sie mögen berechtigt sein Sergeant hieran teilzunehmen. Doch niemand hat ihnen erlaubt ihren Senf dazu zugeben“ knurrte dieser Duncan an. „Was könnte sie bei euch schon lernen, wie man sich hinter denn einfachen Soldaten versteckt aus Angst das seien Uniform schmutzig wird“ konterte Leutnant Juirier ebenfalls von der Abel Kompanie. „Beschuldigen sie mich der Feigheit sie Miststück!“ Würde von Tießen wütend. Doch den Gefallen ihn herauszufordern tat Jennifer Juirier, genannt JJ, ihm nicht. Sie antwortete ganz ruhig. „Wenn sie das so verstanden haben, sollten sie vielleicht mal drüber nachdenken.“

Edward von Thießen hatte einen roten Kopf bekommen, doch antworten konnte er nicht mehr. Der Colonel war in Begleitung zweier Kommissare, Hektor und Bartolo, erschienen. Kommissar Bartolo war recht Jung hatte erst vor einem Jahr seine Kadettenzeit beendet. Es war allgemein bekannt das er mit seiner Kommentierung zur Fox Kompanie nicht zufrieden war. Er war ein ernster Junger Mann, Armee Kind dessen Eltern beide gefallen waren als er noch ein Kind war. Daher hatte er keine Verwendung für Adelstitel oder auch nur den geringsten Respekt davor. Die Adligen Fratzen nahmen ihn nicht ernst, was ein Fehler war wie Duncan vermutete. Er sah die Anzeichen, die wo jeder Gardist des Astra Militarum schnell lernte. Nämlich die, die einen warnte, dass ein Kommissar seine Geduld verlor, und das war meistens ungesund für einen, wenn das geschah. „So meine Herren und die Dame, wir rücken noch nicht aus“ eröffnete der Colonel ihnen, und alle waren überrascht. „Etwa zwei Stunden hinter uns, ist ein Konvoi mit Nachschub, wir wollen ihm Gelegenheit geben uns einzuholen. Er bringt auch entlassene aus dem Lazarett mit und wird unsere Verletzten mitnehmen. Sergeant McAllen das gibt ihnen die Gelegenheit ihre neuen Winkel anzunähen, Gratuliere Mastersergeant McAllen, und auch ihre Hoheit darf Nadel und Faden benutzen, sie wird in den Rang eines Private First-Class erhoben.“ „Danke Sir, ich werde es ihrer Hoheit mit Freuden ausrichten. Gibt es die Möglichkeit das ich eine Personal Zuteilung erhalte Sir, sie wissen wir sind momentan nur bei 60% Sollstärke?“ „Spezialist Brewster kehrt zu ihnen zurück, mehr kann ich nicht für sie tun Mastersergeant, andere Trupps, vor allem in der Fox Kompanie sind noch schlimmer dran wie sie“ antwortete der Colonel ihm.

Inzwischen saßen Julia und Elodie an einem Brunnen und quatschten. Sie möchte Elodie wirklich gern, auch wenn ihre Stiefmutter ihr den Umgang verboten hätte. Elodie McTaff schlief nicht gern allein, daher suchte sie sich meistens Männliche Gesellschaft. Ihre Stiefmutter Lady Elisabeth, hätte Elodie deshalb als Schlampe bezeichnet. Doch Julia wollte kein Urteil fällen. Sie möchte diese lustige und sehr freundliche Frau. Sie war die Nummer Zwei des Trupps, und trotz sie mit jedem, außer Julia, im Trupp geschlafen hatte, würde sie respektiert. Doch gerade brannten Julia fragen unter den Fingernägeln. „Elodie, du bist doch mit dem Sergeant aufgewachsen?“ fragte sie vorsichtig. „Ja, was hat dir der Alte Pfaffe erzählt Süße?“ fragte Elodie zurück. „Woher weißt du das es der Pater war.“ „Das ist schnell geklärt, du willst eigentlich fragen, wie Duncan vor Aron war, stimmt doch.“ Julia nickte zu Bestätigung. „18 Menschen auf diesem Felsen, kannten ihn vor Aron, 16 davon sind Veteranen der Schlacht selbst. Und die reden nie darüber, keiner von ihnen nicht mal untereinander. Bleiben also Pater O’Brien und meine Wenigkeit. Und ich habe nichts zu dir gesagt. Also frag schon was du fragen willst.“ „Also gut, aber das vom Waisenhaus hat mir der Sarge selbst erzählt.“ „Oh ah da muss er ja richtig in Plauderlaune gewesen sein.“ „Ich hätte nicht fragen sollen.“ „Quatsch süße frag, komm bring es hinter dich.“ „Naja der Pater erzählte mir, dass er früher anders war, gesellig und viel erzählt und gelacht hat. Und dass er zu mir anders sei wie zu allen anderen.“ Elodie sah sie an. „Ja Julia, früher war er eher wie Micheal, nur ohne das Perverse Getue. Im Waisenhaus war er wie ein großer Bruder. Hat immer Witze erzählt, mich in den Arm genommen, wenn ich traurig war oder Angst hätte. Bis er 15 würde und sich dem Astra Militarum anschloss. Sein Letzter Brief vor dem Aufbruch darin war er so Stolz, er sollte zu dem Berühmten 5. Marodan kommen, und dann nichts mehr. 2 Jahre später würde ich fünfzehn. Und auch ich ging zum Astra Militarum, weil er es getan hatte. Wir würden ausgebildet für die erst Gründung des 195. Königlichem Marodanischen Infanterie Regiments. Und dann kamen die Gerüchte. Ein großer Sieg hatte sich ereignet. Wir sollen stolz sein auf das 5. 29. 43. Infanterie sowie der 231. Panzer sie hätten das Ultimative Opfer gebracht. Einen Monat später hieß plötzlich, dass es kein 195. geben wird. Doch unsere Ausbildung ging weiter. Schließlich würden wir zusammengerufen. Der Colonel baute sich zusammen mit deinem Großvater vor uns auf. Der König erklärte uns das wir der Phönix aus der Asche seien, das Wunder schlecht hin. Wir würden mit den Veteranen von Aron IV zusammen die glorreiche Tradition der Fünften Königlichen Marodanischen Infanterie Regiments fortsetzen. Wir bekamen direkt im Anschluss unsere Rüstungen mit den Markierungen des Fünften. Auch würden wir neu zugeteilt, und da sah ich ihn wieder. Zu mindestens seinen Körper, zuerst schien er mich gar nicht zu erkennen und dann ganz langsam umarmte er mich. Der Junge denn ich kannte und liebte ist auf Aron gestorben, und dieser Mistkerl würde dort geboren. Und auch wenn ich zugegebener Maße etwas eifersüchtig bin. Ja zu dir ist er anders, mehr wie der alte. Und jetzt entschuldige mich.“ Elodie stand auf und ging. Und Julia war überzeugt das sie das nur tat damit sie Elodie nicht weinen sah.

Die Rückkehr


Atilla Epsilon


Er sah Elodie aufstehen und Julia alleine lassen, dachte sich aber nichts dabei. Julia erhob sich auch. Verdammt hab kein Bock dem Mädel hinterher zu laufen, dachte Duncan sich. „Julia warte mal kurz“ rief er ihr zu. Sie erschrak als wäre sie Komplet wo anders gewesen. „Ja Sarge?“ antwortete sie. „Tut mir leid dir deine wohlverdiente Pause zu verderben, wird aber Zeit, dass du dir deine neue Winkel annähst, gratuliere Private First-Class.“ Freude war was anderes, doch er hatte keine Zeit dafür. „Des Weiteren wirrste dich in einer Stunde Imperialer Standartzeit, bei Mastersergeant Daystrom drüben beim Wasserturm melden. Er weist alle Scharfschützen auf die kommenden Aufgaben ein. Also bring deine Uniform in Ordnung und mach mir keine Schande. Und vor allem, das war bisher ein reiner Männerclub, vergiss daher nicht, dass du die beste unter ihnen bist.“ Sie schien überrascht, da sie ja nicht offiziell als Scharfschützen anerkannt war. „Im Ernst Duncan, der Mastersergeant hat mich erst letzte Woche daran erinnert, dass ich keine Scharfschützen bin. Und mich deshalb etwas zurückhalten solle.“ Soll Knüst denn Arsch holen, dachte Duncan sich, und antwortete. „Der Oberst, der Sergeant Major und ich überzeugten ihn vom Gegenteil, und er sah ein, dass es für ihn besser wäre dich anzuerkennen, als eine von ihnen, als zugeben zu müssen, dass eine Amateurin seine ganze Abteilung in die Tasche gesteckt hat. Also erwarte keinen allzu herzlichen Empfang und jetzt an die Arbeit.“ Sie nahm kurz Haltung an, es amüsierte ihn jedes Mal. So Pflichtbewusst war sonst keiner der Wölfe. Er musste Elodie suchte und ihr sagen das Mac zurückkam.

Sie hatte die Winkel ersetzt und zweimal überprüft, dieser dämliche Knüst Daystrom würde sich über jeden nicht vorschriftsmäßigen Fehler Mokieren. Sie meldete sich bei Duncan und Elodie ab, gratulierte auch ihm zu Beförderung, und war froh, dass Elodie ganz normal zu ihr war. Sie hatte schon Angst gehabt, dass sie ihre einzige Freundin verletzt hatte. Nebenbei freute sie sich das Mac wieder zur Einheit stoßen sollte. Sie erschien 10 min zu früh am Wasserturm, dennoch sagte der Mastersergeant zu ihr. „Ah ihre Hoheit kommt auch schon, ich hoffe es ist My Lady recht das wir auf sie gewartet haben.“ Sie würde sich von dem Knüst nicht reizen lassen, sagte sich Julia nahm Haltung an und Salutierte. „PFC von Reihnau meldet sich wie befohlen, Mastersergeant“ meldete sie sich bei ihm. Er umrundete sie, zwei Mal, bevor er ihren Salut erwiderte und sie rühren ließ. „Diese Laserpistole ist keine Standard Ausrüstung, eure Hoheit nicht wahr“ fragte er im Plauderton. Dennoch war Julia vorsichtig, es roch nach einer Falle. „Sir ja Sir“ antwortete sie daherschlicht. Sie sah, wie es im Kopf des Mastersergeants ratterte. „Und mit wem seiner Zustimmung, tragen sie diese?“ fragte er nun gereizt. „An mich genommen habe ich sie auf Empfehlung von Korporal McTaff, später behielt ich den Befehl sie zu behalten, von Mastersergeant McAllen und Kommissar Ario. Ich trage die Waffe seitdem jeden Tag. Auch in Gegenwart mehrerer Offiziere zu dehnen ich gerufen wurde, unteranderem dem Colonel, dem Kommissar Major, Kommissare Hektor und Ario und den Hauptmanns Ryan und von Reiter, sie sind der erste der daran Anstoß findet, Mastersergeant“ antwortete sie ganz ruhig, und wusste, dass das Thema damit durch war. Und tatsächlich wechselte er das Thema.

Inzwischen führen 6 Chimären in das Lager ein, Duncan stand zusammen mit Hauptmanns von Reiter und Leutnant Sierra zum Empfang bereit. Graf von Reiter hatte endlich aufgehört zu Motzen, als er merkte das ihm keiner zuhörte, dass Duncan anwesend war. Die Ankömmlinge hatte kaum Zeit auszusteigen als der Leutnant sie schon antreten ließ. Von Reiter spielte denn Wichtigen sagte aber nichts. Mac kam sofort auf Duncan zu. „Sie mal Sarge Qualitätsarbeit, er glänzt sogar mehr wie der des Hauptmanns“ sagte der Riesenkerl zu Begrüßung. Natürlich spielte er auf Hauptmann Ryan, der seit Aron IV auch einen Bionischen rechten Arm hatte. „Was gibt es neues, Duncan?“ fragte er anschließend.  Er winkte ihn weg vom Rest. „Wir sind unterbesetzt und stecken in der scheiße?“ antwortete Duncan ihm beim Gehen. „Die Prinzessin?“ „Noch bei uns vorübergehende Zuteilung.“ „Vorübergehend, was soll der Knüst. Du hast mir versprochen, dass du alles tun wirst damit sie bei uns bleibt.“ Mac war ärgerlich das konnte Duncan verstehen. „Ich tue was ich kann, sie hat die beste Trefferquote aller Scharfschützen im Verband. Das hat denn Alten dazu bewegt sie als Scharfschützen anzuerkennen. Sie ist grad bei deren ihrer Einsatzbesprechung.“ „Das könnte die Lösung oder ein Bumerang sein, wer ist Ranghöchster hier im Verband.“ „Mastersergeant Daystrom, und da fangen die Probleme an. Der Typ steckt so tief in von Reiters Arsch das nicht mal die Zehen mehr rausschauen. Und seine Lord Knüstheit will Julia unbedingt bei sich haben. Wir müssen aufpassen. Und dafür sorgen, dass der Alte sie in seiner Leibkompanie behalten will. Das bedeutet Mac das wir dafür Sorge tragen, dass sie lohnende Ziele vor die Nase bekommt“ erklärte der Mastersergeant. „Außerdem ist da noch das Lester Problem“ fügte er hinzu. „Was hat er diesmal angestellt?“ „Noch nichts Mac, ich fürchte aber das er wird.“ Mac zog eine Braue hoch und fragte dann. „Wie kommst du Trauf?“ „Naja du erinnerst dich an denn Adligen, der Les leben zerstörte.“ „Sicher, immer wenn er betrunken ist, schwört er Rache.“ „Naja es stellte sich raus, dass der Knüst Julias Vater war.“ „Ach du dickes Ei, keine sorge Sarge, ich werde auf die Prinzessin aufpassen“ versicherte Mac.

So langsam würde sie sauer. Richtig sauer. Mastersergeants Daystrom behandelte sie wie ein Kleinkind. Er war voreingenommen, sexistisch und herablassend, übertünchte das aber mehr schlecht als recht mit schleimigen Floskeln. „Eure königliche Hoheit, ich weiß ihr seid enttäuscht, aber bis zu völlige Einschätzung eure Fähigkeiten, werde ich erstmal empfehlen das sie nur Infanterie Unterstützung liefern sollen“ erklärte er gerade. Sie wäre ihm bestimmt an die Gurgel gegangen, wäre da nicht Sergeant Keen. „Sir, ich bezeuge gerne die Fähigkeiten der Prinzessin. Sie ist eine ausgezeichnete Schützin, die hier nichts beweisen muss. Denn ich habe es selbst gesehen, sie hat in meiner Gegenwart mehrmals extrem schwierige Schüsse abgegeben, und alle getroffen. Einer davon hielt ich vorher für absolut unmöglich. Ich verstehe ja ihre Zurückhaltung, auch ich war sehr skeptisch am Anfang. Doch inzwischen bin ich froh sie hier zu haben“ entgegnete er Daystrom, was diesem gar nicht passte. „Sergeant Keen, ich bin sicher das ihre Hoheit ihren Einsatz zu schätzen weiß, dennoch bin ich der Meinung, dass eine gewisse Zeit unter Aufsicht eines erfahrenen Schützen, nur zu ihrem besten wäre. Seine Lordschaft stimmt zu. Er ist in diesem Moment beim Colonel, um dies zu arrangieren. Ich bin überzeugt das diese Argumentation auch beim Colonel auf fruchtbaren Boden stoßen. Sie können wegtreten eure Hoheit melden sie sich innerhalb der nächsten Stunde bei seiner Lordschaft Hauptmann von Reiter zum Dienst.“

Elodie kam denn beiden entgegen, umarmte kurz Mac und sagte zu Duncan. „Sarge, du sollst dich sofort beim Colonel melden, da scheint irgendwas im Busch zu sein.“ Er verlor keine Zeit, der Alte neigte nicht zum Dramatisieren. Und im Normalfall hatte der Colonel es nicht nötig auf sofort zu bestehen das verstand sich im Normalfall von selbst. Er hatte das Zelt des Kommandierenden noch nicht erreicht, dennoch hörte er bereits die Stimme des Grafen von Reiter. „Bei allem Respekt Sir, ich weiß das die 3 Monatsfrist noch nicht abgelaufen ist. Aber dadurch, dass sie, ihre Hoheit als rechtmäßige Scharfschützen anerkennen ließen, dürfte die Ausbildung durch diesen Sauhaufen beendet sein. Es wird Zeit das diese durch Qualifizierteres Personal ergänzt wird. Mastersergeant Daystrom ist der Ranghöchste Scharfschütze, der zu Zeit zu Verfügung steht. Und ist daher der richtige dafür“ erklärte von Reiter. Dieser hatte nicht gesehen, dass Duncan hinter ihm eingetreten war. „Mastersergeant McAllen ihre Meinung dazu“ entgegnete der Colonel. Florian von Reiter hatte sich schlagartig herumgedreht, und fixierte Duncan mit seiner Adleraugen an, wobei er seine Spitze Nase als Kim und Korn verwendete. „Wo sind sie auf einmal hergekommen!“ fragte er denn Sergeant. „Ich habe ihn herbestellt Graf, kurz bevor sie erschienen sind“ antwortete der Colonel. Dieser Hauptmann von Reiter konnte einem manchmal fast leidtun, dachte Duncan. „Sir, bei allem Respekt dem Hauptmann gegenüber, PFC von Reihnau Ausbildung ist tatsächlich schon weiter als vorauszusehen war. Dennoch halte ich eine Spezialisten Ausbildung für überflüssig, was meines Wissens durch Sergeant Keen Bericht bestätigt wird. Sir. Eine Versetzung würde nur die Einsatzbereitschaft meines Trupps unterminieren“ beantwortete er, des Colonels frage. „Dann ändern sie, dass!“ fuhr der Hauptmann auf. „Dafür hat er nicht die Zeit. Graf von Reiter, ich nehme an, dass ihr Team bereit ist um als erste Späher auszurücken?“ fragte der Colonel. „Ja Sir, unser Zeug ist gepackt Spezialist Brewster ist wieder bei uns, wir warten nur auf die Rückkehr von PFC von Reihnau. Bei Anbruch der Nacht können wir aufbrechen“ melde Duncan von Braunau. Und das Beste daran war, dass er wusste das Elodie wirklich alles schon gebackt hatte. „Vielleicht wenn wir einen erfahreneren Schützen finden für Sergeant McAllens Trupp…“ „Das wird nicht nötig sein Graf, Sergeant McAllen sie und ihr Haufen rücken bei Sonnenuntergang aus, versuchen sie in die Stadt…“ Der Colonel unterbrach kurz, um auf eine Karte zu schauen. „Sarahtown einzudringen, und möglichst unentdeckt eine Beobachtungsposition einzunehmen. Und gehen sie vorher noch beim Quartiermeister vorbei. Es ist seit einer Stunde offiziell, das Private First-Class Julia Alexandra Sophia von Reihnau, Prinzessin von Marodan in den ersten Zug der Abel Kompanie versetzt wird. Um als Scharfschützen im achten Trupp ihren Dienst zu versehen. Und jetzt Wegtreten.“ Duncan nahm Haltung an Salutierte und ließ den Colonel und einen total verwirrten Hauptmann im Zelt, zurück.





Sarahtown


Attila Epsilon


Eigentlich war diese Stadt gar nicht so groß, dachte sie. Ihre Heimat Makropole war um ein Vielfaches größer. Dennoch hatte Julia die Schnauze voll, seit einer Woche schlichen sie von Hub zu Hub, den Schlimmsten Reißwolf denn sie bisher erlebt hatte. Selbst jetzt mitten in der Nacht dauerten die Kämpfe an. Sie hielt das Lasergewehr fester, sie hatte es sich von der Leiche eines Armen Knüstes der Fox Kompanie geliehen, sie musste langsam Munition, für ihr Scharfschützengewehr, sparen. Sie schlichen durch einen Hausgang. Überall waren Spuren eines Kürzlichen Feuergefechts, Blut, Leichen sowohl von Soldaten Ketzern und Zivilisten. Besonders schockierend fand sie, dass einige Zivilisten gezielt getötet und positioniert waren. Das Bild dieses Mädchens ging ihr nicht aus dem Kopf, sie hatten am Vormittag, in einem Zerbombten Hub, das Bild des Grauens gefunden. Ein ungefähr 16-Jähriges Mädchen, der Reste der Kleidung nach, die auf dem Boden Lagen, aus guten Hause, war Nackt mit rituellen Dolchen an eine Wand genagelt worden. In einer leicht sitzenden Position mit Offenen Schenkeln war ihr Unterleib auf Hüfthöhe angebracht worden. In ihren nackten Körper waren überall abscheuliche Symbole geritzt worden. Andere Spuren belegten das sie über Tage dort lebendig gehangen und vergewaltigt worden war. Julia würde 17 Jahre alt in dieser Nacht, doch anstelle darüber froh zu sein, dachte sie nur daran das auch sie dieses Mädchen sein könnte. Der Einschlag einer Mörsergranate, in das Dach des Gebäudes, riss sie von den Beinen und aus ihren Gedanken. Sie fiel direkt auf Elodie, die vor ihr gegangen war. „Mist!“ schrie diese auf, zu mehr kam sie nicht. Laser und Automatik Feuer flammte am Ende des Ganges auf. Mac zog die Damen in eine Hubwohnung, bezog Stellung an der Tür und erwiderte das Feuer. Sie waren nur zu dritt, vom Rest waren sie am Abend getrennt worden. Elodie rollte sich quer über den Gang und bezog in einem Wohnungseingang auf der anderen Seite Stellung. Die seitenwand der Wohnung hatte mehre Sprenglöcher, an einem von diesem nahm Julia Stellung und feuerte im Gegensatz, zu ihren beiden Kameraden, mit Einzelfeuer. Die Sicht war bescheiden, qualm und rauch zogen durch den Hausflur. „Mindestens ein Dutzend“ schätzte Mac hinter ihr. „Was du nicht sagst, Großer“ lachte Elodie auf und gab eine Salve mit ihrem Lasergewehr ab. Gebellte Befehle, in einer Sprache die Julia nicht kannte, und sie auch nicht kennen wollte, würden den Hausflur runter gebrüllt. Mit wildem Gebrüll rannten 3 große Gestalten, aus der Hüfte feuernd auf sie zu. Dem ersten schoss sie ins Gesicht, dem Zweiten traf sie nur an der Schulter was diesen taumeln lies aber nicht stoppte. Ihr verfluchtes Magazine war leer, zum Glück holten Mac und Elodie die beiden von den Beinen. Ein Heulen erscholl, und etwas Großes kam auf sie zu. Das Ding, war einmal ein Hund gewesen, nun war es aufgebläht mit Stielaugen und einem zweiten Maul am Hals. Das Magazine klemmte, also nahm Juli ihre letzte Sprenggranate und rief. „Feuer im Loch!“

Von Hausecke zu Hausecke, ständig in Deckung. Der Feind hatte Panzer vom Typ CK63 in die Straßen vorrücken lassen. Das Astra Militarum nutzte diese nicht, sie waren denn Leman Russ Kampfpanzern in vielen Belangen unterlegen. Doch sie hatten auch ihre Stärken, und diese konnten sie hier ausspielen. Einer von ihnen stand gerade auf der Kreuzung zu nächsten Querstraße, sie mussten entdeckt worden sein, dachte Duncan. Der Turm des Panzers schwenkte in ihre Richtung. „Runter!“ befahl er den dreien in seiner Begleitung. Das Geschoss flog hoch über sie rüber und schlug in ein Hub etwas die Straße runter. Simultan eröffneten die beiden Autokanonen im Turm das Feuer auf das Hub. Die Fassade platzte auf und zerfiel. Duncan sah das, und hoffte das niemand, denn er kannte, sich in diesem Moment, in diesem Hub befinden möge.

Die Granate sprengte die Kreatur so dass diese mit einem unheimlichen Schmerzenslaut starb, doch eine Pause gönnte ihnen das Schicksal nicht. Sofort nach dem Tod des Wesens rückten die Ketzer den Flur vor. Elodie und Mac feuerten kurze gezielte Salven auf die Angreifer, während Julia mit ihrer Laserpistole einfiel. Ihr Feuer schien langsam Wirkung zu zeigen, dachte Julia bei sich, denn der Feind zog sich zurück, doch sie irrte. Der schlag eines Energiehammers kann nicht härter sein, direkt unter ihnen schlug ein Panzergeschoss ein. Der Boden unter den Dreien brach und sie stürzten 3 Meter in die Tiefe.

„Aua“ zu mehr war sie im Moment nicht fähig. Der Aufprall war hart gewesen, auch wenn sie Glück hatte. Sie war auf etwas weiches gefallen, was könnte sie noch nicht sagen, ihr tat alles Weh. Die Sicht war bei null, überall war Staub in der Luft und noch immer schlugen Großkalibrige Geschosse in das Haus ein. „Prinzessin?“ hörte sie fragend Macs Stimme. „Hier bin ich“ antwortete sie gequält. Und plötzlich stand er vor ihr und zog sie auf die Beine. „Wir müssen raus hier, bevor wir begraben werden“ sagte Elodie die neben den Beiden Auftauchte. Irgendwo hatte sie Julias Gewehr gefunden und reichte es ihr. Sie wollte sich bedanken, undenkbar wenn sie ihre Geliebte Waffe verloren hätte, doch sie kam nicht dazu da Mac die beiden Frauen nach hinten wegzerrte.

Hinter dem Panzer drang Feindliche Infanterie in die Straße und deckte ihre Stellung mit Laser und Automatik geschossen ein. Der Bolter spuckte in seinen Händen, die Massereaktiven Geschosse bahnten eine Blutige Schneise durch die Ketzer. Micheal, Jack und Lester Feuerten ebenfalls, doch es half nichts sie mussten sich zurückziehen, es waren einfach zu viele. „Zurück Jungs, das bringt nichts“ sagte er zu ihnen, und sie setzten sich gestaffelt ab. So war zu mindestens der Plan gewesen, doch das schwere Feuer zwang sie Deckung zu suchen. Duncans Bolter klickte leer und er hatte keine Munition mehr, weshalb er zu seiner Zweitwaffe griff, eine schwere Pistole vom Typ Tronvas 19. Keine Garde Waffe, aber ein alter Freund, über dessen Ursprung man besser nicht Laut sprach. Mit den ersten zwei Schüsse, verteilte er das Hirn eines Riesen Mutanten über den Rest der Straße. Auch Jack hatte zu seinen Pistolen gegriffen, jetzt hieß es Nahkampf, Blutig, dreckig und unbarmherzig.

Mac hatte sie und Elodie nach draußen gezogen, somit war das Haus zwischen ihnen und dem Panzer, der noch immer aus das Haus feuerte. Sie hatten Deckung hinter einen Schutthaufen gesucht. Das Geräusch von Infanteriefeuer nahm zu. „Ist das ein Bolter?“ fragte Elodie in die Runde. Julia war an der Hausecke in die Hocke gegangen und benutzte das Fernrohr ihres Scharfschützengewehres. „Es sind die Jungs, ziemlich in der Klemme“ kommentierte sie das gesehene. Noch bevor eine der anderen antworteten konnte hatte sie ihr Gewehr angelegt. Sie sah Jack mit zwei Laserpistolen feuern in einen Hauseingang verschwinden. Da der eine Ketzer trug einen Sprengstoffgürtel. „Gelb, Gelb, Rot, Gelb, Grün“ flüsterte sie, und feuerte als sie kurz freies Sichtfeld hatte. Der Laserstrahl glitt zwischen zwei Gleiter Fracks hindurch, schmolz das Leder des Gürtels und brachte den darin enthaltenen Sprengstoff zur Explosion. Ein Mörsertreffer konnte kaum verheerender sein, der Ketzer und fünf seiner Kameraden würden auf der Stelle verdampft, sechs weiter würden durch Explosion Splitter verletzt.  Der CK63 stellte das Feuer auf den Hub ein und ließ seinen Turm, um nach der neuen Bedrohung Ausschau zu halten, über die Straße schwenken. Die Turm Luke ging auf und der Kopf des Kommandanten erschien, nur um sofort durch einen weiteren Hochenergielaserstrahl getroffen zu werden.

Sie hatte sich in ein Arbeiterhub geflüchtet und erwarteten überrannt zu werden, doch statt des Angriffs gab es nur eine Explosion vor dem Haus. Vorsichtig und geduckt schlich Duncan zurück zum Eingang und späte hinaus. Was er sah grenzte an ein Wunder des Imperators, er sah wie der Kopf des Panzerkommandanten platzte. Verängstigt suchten die Ketzer Deckung, einer ihrer Anführer versuchte sie zu sammeln. Ohne Erfolg da auch sein Sprengstoffgürtel Explodierte, was die Truppen des Erzfeindes noch mehr zusetzte. „Mädchen werde nicht übermütig“ flüsterte er mehr zu sich selbst. Micheal O`Hara sah ihn verständnislos an, doch bevor Duncan es erklären konnte, klärte Jack den Funker auf. „Julia, sie ist hier irgendwo, sie zielt auf den Sprengstoff, den die bei sich tragen.“ Die Chaostruppen waren in Aufruhr und versuchten sich ängstlich zurück zu ziehen. Gelingen sollte es ihnen nicht, ein dicker Laserstrahl schoss urplötzlich die Straße herab und traf den CK63 und verwandelte ihn in einen Feuerball. Motorengeräusche aus der Richtung, wo der Laserstrahl herkam, erscholl. Dann fegte das Feuer mehrerer schweren Bolter durch die Soldaten des Erzfeindes. Befehle waren nicht notwendig, die anderen drei schlossen sich ihm an. Er stürmte raus und eröffnete das Feuer auf die fliehenden Feinde. Viel gab es für sie nicht mehr zu tun und dann kamen ihre Retter in Sicht. Durch den Rauch und schrott schoben sich drei Imperiale Kampfpanzer, ein Destroyer und zwei Leman Russ. Sie trugen die Orange, Grün gestreifte Heraldik der Ferdonier Hundertjährigen. Der eine Leman Russ blieb vor ihnen stehen. „Major Quälen von 75. Ferdonier Panzer wer hat bei ihnen das Kommando?“ fragte der Offizier, der in der Turm Luke saß. „Das bin wohl ich Sir. Mastersergeant McAllen 5. Königlich Marodanischen Infanterie Regiment erster Zug achter Trupp“ antwortete Duncan etwas abgelenkt da Mac und die Mädels dazu kamen. Dem Imperator sei Dank, ihnen schien es gut zu gehen. „Wo ist der Rest ihrer Leute Mastersergeant, sie erwarten doch wohl kaum das ich glaube sie hätten allein solange ausgehalten?“ der Offizier hatte einen Arroganten Unterton während er dies fragte. „Das sind alle Sir, und ohne ihre Hilfe hätten wir nicht länger standgehalten“ antworte er, denn er hatte keine Lust sich mit diesem Offizier zu streiten. „Ungefähr 500 Meter in diese Richtung sammelt sich eine ihrer Kompanien, vielleicht sollten sie sich dorthin zurückfallen lassen und Sammeln, der Weg sollte nun frei sein.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich der Offizier und lies sie zurück.

Ein halber Kilometer, kann sehr lang sein, wenn man auf Stolperfallen achten muss. Sie hatten eine Stunde gebraucht, um zum dritten Zug der Lima Kompanie aufzuschließen. Leutnant von Thießen war nicht gerade begeistert ihn zu sehen. Seinen Bericht hätte er am liebsten abgewürgt, doch Kommissar Bartolo war sehr daran interessiert. „Wir waren ungefähr einen halben Kilometer weiter vorn, wir trafen auf schwere Infanterieverbände unterstützt durch Panzer des Typs CK63. Zu unserem Glück würden wir durch Panzer Einheiten der Ferdonier entlastet, sie haben eine Schneise geschlagen, und ich empfehle dringend das zu nutzen, um Boden zu gewinnen“ berichtete er den Beiden.

Eine Woche später, war Sarahtown gesichert, und ihr Verband, begleitet von 2 Kompanien der Ferdonier Hundertjährigen, zogen weiter. So sehr Julia dachte, dass das Gefecht um Sarahtown besonders schlimm gewesen war, umso mehr irrte sie sich. In den nächsten Monaten, befreiten und sicherten sie gut zwei dutzend weiter Städte wie Sarahtown, und in allen gab es Grausamkeiten, schlimmer als sie sich das je, ausmalen, hätte können. Am ende verschwammen alle Städte in ihrer Erinnerung, und sie hätte nicht mehr sagen können, was sie in jener oder dieser Stadt erlebt hatte. Alles war einfach nur Krieg, doch einige dinge blieben hängen, das geschändete Mädchen zum Beispiel, oder wie Kommissar Bartolo, vor ihren Augen Leutnant von Thießen, wegen Feigheit Exekutierte. Natürlich tobte Graf von Reiter, als er davon erfuhr, konnte aber nichts machen, da Bartolo volle Rückendeckung durch die anderen Kommissare und dem Colonel bekam. Als sie Atilla Epsilon endlich Verliesen, kam es ihr vor, als ob ihr Trupp wahrlich ihre Familie war, und sie jeden einzelnen schon ein Leben lang kannte, dabei waren es grad mal sechs Monate.

Vor der abreise kam noch Post aus der Heimat, mehr als zwei Jahre war sie nun Fort, doch nicht die kleinste Nachricht, von ihrem Vater oder ihrer Stiefmutter. Und zu ihrer Überraschung tat das nicht so Weh, sie freute sich mehr, über die Briefe ihrer Großeltern. Seine Majestät König Brain hatte auch schon, von ihrem Gefecht um den Bunker gehört und teilte ihr mit, dass er unendlich Stolz auf sie war. Ihrer Großmutter schrieb ihr von der Familie und das sie nicht zu traurig wegen ihrem Sturen Vater sein sollte. Denn er war zu stur ihr zu schreiben, vermisse sie aber sehr. Vielleicht würde er seine Haltung noch ändern, er würde ja schließlich wieder Vater, und so erfuhr sie auch von der Schwangerschaft ihrer Stiefmutter. Sie freute sich, für die beiden, ehrlich, schließlich war Lady Elisabeth immer gut zu ihr gewesen. Und für ihren Vater hoffte sie, dass dieses neue Kind, nicht so eigenwillig war, wie sie es immer gewesen war. Doch trotz allem bereute sie es nicht, sie war ihrem Großvater immer noch unendlich dankbar. Er hatet ihr die Wahl gegeben, und sie damit vor der Zwangsehe bewahrt. Ihr neues Leben war hart, aber sie liebte es, ja sie war da, wo sie hingehörte.
 
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