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Calm Down

Kurzbeschreibung
OneshotAllgemein / P12 / Gen
Aloy Erend Varl
19.06.2020
19.06.2020
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Hey!


Ich liebe dieses Spiel und finde Erend x Aloy ganz süß :)
Obwohl ich Varl x Aloy und Avad x Aloy auch mag xDD
Nur nich so sehr wie Erend x Aloy.

Also musste ich was kleines Schreiben.

Viel Spaß!


In Gedanken spielte er an diesem kitschigen goldenen Ring an seinem rechten Zeigefinger, der jedem zeigte, er war glücklich vergeben. Oh, und niemand wusste wie glücklich er war als seine Traumfrau ihm das Ja-Wort gab und sich somit an ihn band. Für immer. Er schmunzelte auf ihr verschmitztes Grinsen als er mit Ja antwortete.

„Nun wirst du mich nie wieder los“ sagte sie und wusste überhaupt nicht das es ihn gar nicht glücklicher machen konnte und ihm dieses “Für immer“ nicht im geringsten beunruhigte. Im Gegenteil, er hatte sich vom ersten Moment in die junge Frau verliebt. In ihre loses Mundwerk, diese standhaftige Sturheit und diese endlose Fürsorge für so ziemlich jeden, der es verdient hatte. Selbst die, die es nicht bekommen sollten, bekamen von ihr mehr als sie es verdient hatten. Sie war etwas besonderes, das Beste was ihm je passiert war und davon gab es nicht viel. Er verlor seine Schwester, die immer für ihn da war und ihm eher unbewusst half, nicht erwachsen werden zu müssen. Er konnte trinken und feiern wie es ihm passte. Als er den Platz Ersas einnehmen musste, machte er nur weiter, weil sie da war und ihn ohne es bemerkt zu haben half über den Tod seiner Schwester hinweg zu kommen. Er war kein Mann, der offen trauerte und über seine Gefühle sprach. Das berücksichtigte Aloy und wusste was ihn wieder vorwärts bewegte. Wie sie mit ihm umgehen musste und ihm seine Zeit ließ, wenn er sie brauchte. Denn das beruhte auf Gegenseitigkeit. Aloy mochte es nicht Schwäche zu zeigen und zu lange über etwas nachzudenken, was sich ihr wohl nie eröffnen würde.

Denn noch zeigte sie ihm Seiten, die niemand anderes zusehen bekam und das machte ihn unbewusst zu etwas besonderen. Sie konnte bei ihm unbeschwert sein, sich benehmen wie eine einfache Frau, die keine “Gesalbte“ war. Die Nora haben ihre Regeln geändert, ihre Ausgestoßenen durften zurück und das hatten sie nur Aloy zu verdanken. Er hatte diese Denkweise der Nora noch nie verstanden. Aloy war seid ihrer Geburt wie eine Krankheit behandelt worden, die man nicht ansehen durfte, sonst würde man sich anstecken und so enden wie sie. Das Aloy besonders und das wohl beste war was ihrer Welt hätte passieren können, hätte dieser grämige Stamm nie für möglich gehalten. Nun wo Aloy so viel für alle getan hatte, ihr Leben gerettet hatte, war sie ihre Göttin, die sie für ihn vom ersten Augenblick schon war.

Das bemerkte die junge Kriegerin zwar sehr spät, das er sie nicht nur bewunderte, sondern auch vergötterte. Aber auf eine andere weise, wie es ihr Stamm tat. Er liebte sie und er war ihr verfallen. Für sie würde er durch die Hölle gehen, nur um sie zu schützen. Doch seine Aloy brauchte keinen Schutz. Sie war die Stärkste von ihnen und das machte ihn Stolz. So brach sie auch wieder auf, um das zutun, was sie am besten konnte.

Die Welt retten.

Jedoch war sie länger weg, als üblich und das beunruhigte ihn langsam. Er saß vor ihrem Haus, außerhalb von Meridian, wo er nun auf der Treppe unruhig auf seine Frau wartete. Ein elektrisches knistern neben ihm und ein darauf folgendes Poltern, ließ ihn seinen Kopf zur Seite drehen. Er sah in ein Paar hell leuchtend blaue Augen und hob leicht seine Mundwinkel, als er den Ball neben seinem Bein bemerkte. Ein metallisches Bellen, ließ seinen Blick wieder zu dem mechanischen Hund wandern, der nur darauf wartete das sein Herrchen den Ball warf und sich von seinen trüben Gedanken ablenkte.

„Hey Barkley~“ schmunzelte er auf den freudigen Blick von seinem Hund, der immer mal wieder zum Ball schaute. Er seufzte als er den Ball in die Hand nahm und diesen den kleinen weg zum Fluss warf. Sofort flitzte der Vierbeiner, dem Ball hinterher und schreckte dabei den Läufer auf, der so schien es ihm angepisst den Hund betrachtete, ehe er seinen vorherigen Tun weiter nachging und am Gras knabberte. Barkley ignorierte wie immer alles andere, solange er seinen Ball hatte und lief damit schnurstracks mit diesem zurück zu ihm.

„Wieso gibst du mir nicht ein bisschen von deiner Ruhe?“ fragte er den Hund, der seinen Ball vor seine Füße hat fallen lassen und gespannt wartete, was er nun tat. Ein mechanisches Jaulen entkam der Maschine vor ihm und er seufzte nur wieder. Er nahm den Ball in die Hand und warf ihn wieder zum Fluss. Jedoch standen dieses mal zwei der Stadtwache und dieser Nora-Krieger. Varl hieß er soweit er sich erinnern konnte und dieser war mit Aloy losgezogen, da sein Stamm irgendwelche Probleme hatte. Sofort stand er auf, die beiden Wachen so wie Varl traten einige Schritte näher.

„Was ist los?“ wollte er sofort wissen und trat auf Varl zu, der unsicher einen Schritt zurück wich. Erend war ein großer und breitgebauter Mann, der wenn er wollte angsteinflößend aussehen konnte. Varl schien sich schnell gesammelt zu haben, denn er stellte sich aufrecht um Erend halbwegs entgegen stehen zu können.

„Wir sind auf unserem Weg auf eine Gruppe Banditen gestoßen. Aloy wollte sich darum kümmern, aber es waren zu viele... sie schickte mich weg, damit ich entkomme und-“

„Dann hast du dich einfach wie ein Feigling aus dem Staub gemacht?“ unterbrach Erend ihn sofort und wurde wütend. Barkley der mechanische Hund knurrte eisern neben seinem Herrchen und änderte sein Äußeres in etwas Bösartiges. Varl schluckte und stieß gegen die Wachen hinter ihm, die ihn vermutlich nicht helfen würden, sollte Erend oder dessen Maschine auf ihn losgehen.

„Nein!“ er schüttelte vehement den Kopf und gestikulierte wild mit seinen Händen, was den Hund wütender zu machen schien. So ließ er es bleiben und wendete sich wieder Erend zu.
„Ich wollte sie daraus holen als es dunkel wurde, aber ich wäre alleine niemals bis zu ihr durchgekommen“ Erend verzog sein Gesicht wütend und lief an ihm und der Wache vorbei, nicht ohnehin eine der Waffen, der Wache zu schnappen. Barkley folgte sofort und wartete bis sein Herrchen auf dem Läufer saß.

„Warte!“ rief Varl und rannte vor dem Läufer, bevor Erend ihn antreiben konnte. „Ich komme mit. Ich weiß wo sie sind!“ Erend schnaubte wütend, da er ihn nicht dabei haben wollte. Natürlich wusste er das Varl einer der Guten war und Aloy wohl genauso schätzte wie er, aber denn noch hatte er sie zurück gelassen und das würde er dem Nora-Krieger nie verzeihen. Jedoch hielt er diesem seine freie Hand hin und zog diesen als er sie ergriff hinter sich auf den Läufer.

„Schonmal auf diesen Maschinen geritten?“ verlangte Erend zu wissen, ohne wirklich die Antwort hören zu wollen. Varl schaute sich unsicher um und wusste nicht so recht, wo er sich halten sollte. So verdrehte Erend die Augen und schnappte sich die Hände des Jüngeren, dessen Arme er um seine Hüfte wickelte. Es gefiel dem Nora-Krieger nicht, einem Oseram trauen zu müssen, aber er hatte keine Wahl und Erend war es egal ob er es wollte oder nicht. Ohne das Varl antwortete, trieb er den Läufer an, der sofort losrannte und Varl sich fast panisch an ihn klammerte. Er konnte ein zufriedenes Grinsen nicht unterdrücken und wendete sich dem Hund zu, der neben dem Läufer herrannte.

„Such Sie!“ befahl er und so rannte die Maschine vor. Varl schaute dem Hund nach.

„Die Banditen sind in den Bergen! Ich glaube kaum, das er sie durch den Schnee finden kann!“ rief er gegen den Geräuschpegel an und entlockte Erend lediglich einen amüsierten Laut.

„Er findet seinen bescheuerten Ball in zwanzig Meter tiefe im See! Er findet sie überall!“ entgegnete er, worauf Varl die Augenbrauen skeptisch zusammen zog.

„Wieso hast du mich dann mitgenommen?“ verlangte er nun zu wissen und so drehte Erend seinen Kopf zu ihm.

„Sollte Aloy nur ein Haar gekrümmt sein und du ihr hättest helfen können, töte ich dich!“ drohte er und wendete sich wieder nach vorn. Varl konnte nicht verhindern das ihm unwohl wurde. Er wurde von einer kalten und starken Mutter großgezogen, die wahrlich nicht einfach war, aber Erend übertraf sie tatsächlich.


Als sie vom Läufer abstiegen und Varl erst einmal wieder begriff das er nun allein lief, war Erend schon der Maschine gefolgt, der sie tatsächlich zur Banditenscherge führte. Varl folgte nachdem er den Kopf geschüttelt hatte und hockte sich neben dem Oseram, der ausfindig machte wo er unentdeckt hinein schleichen konnte. Varl tippte ihn auf die Schulter und deutete auf zwei Langbeine, die nicht weit von ihnen durch die Gegend streiften. Erend kniff die Augen zu kleinen Schlitzen und dachte nach.

„Schick deine Maschine zu ihnen, damit er ihre Aufmerksamkeit bekommt und er sie mitten hinein jagen kann. Die Langbeine übernehmen die meisten Banditen, sind abgelenkt und wir können unbemerkt rein“ klärte er seinen Plan auf.

„Gar nicht so dumm, für einen Todgeweihten.“ brummte er und schickte Barkley zu den zwei Vogelartigen Maschinen, die sofort reagierten und dem Hund zum Lager folgten. Der gewünschte Effekt traf ein und so setzten die beiden sich in Bewegung, nachdem Barkley außer Gefahr war. Durch ein Loch in der Mauer, eines alten Gebäudes gingen sie durch und machten sich vorsichtig auf der Suche nach Aloy. Erend schlug einen der Banditen seine Waffe in den Rücken, der daraufhin zu Boden ging und er weiter lief. Seine Sorge wuchs, je mehr sie durchsucht hatten und je weniger seine Hoffnung wurde, keine Spur von Aloy zu finden.

„Sie muss hier irgendwo sein“ hörte er Varl, zu dem er sich drehte und ihn finster ansah.

„Das hoffe ich für dich!“ mahnte er und schwieg als es plötzlich ruhig wurde. Bevor er sich weiter bewegen konnte, schnappte er sich Varl am Arm und zog diesen hinter sich. Ein Feuerpfeil traf auf die Stelle an der, der Nora-Krieger stand auf. Dieser starrte mit aufgerissenen Augen auf die Stelle und wurde gleich darauf von Erend in die Hocke gezogen.

„Wieso-“ weiter kam Varl nicht, da die Banditen sie entdeckt hatten und nun jagt auf sie machten. Sofort schnappte Erend sich den Norajungen und zog ihn hinter sich her, wo sie reingekommen waren. Natürlich konnten sie kämpfen, aber tod nützten sie Aloy nichts und so dachte wohl auch Varl, der ihm brav folgte. Jedoch warteten draußen noch weitere Banditen, die mit ihren Pfeilen auf sie zielten.

„So eine Kacke!“ schimpfte Erend und das erste Mal musste Varl-ihm!, einen Oseram recht geben. Gerade als er nach seiner Waffe greifen wollte, um zumindest als Krieger zu sterben, ertönte ein lauter metallischer Schrei, gefolgte von vibrierenden Schritten. Die Banditen schienen nervös und drehten sich in die Richtung aus der die Geräusche kamen. Gleich darauf tauchte ein riesiger Donnerkiefer auf, gefolgt von einem Stürmer mit einer rothaarigen Reiterin, die zufrieden grinste.

„Jetzt spielen wir mal unfair!“ rief sie und darauf rannte der Stürmer los, gefolgt vom Donnerkiefer, der sie mit zwei Schritten überholte und die Banditen einen nach den anderen von den Beinen riss. Erend stieß einen stolzen Freudenschrei aus, während Varl erleichtert zusah wie Aloy vor ihnen zum stehen kam und von ihrem Stürmer abstieg. Nur um gleich darauf von Erend in den Arm genommen und von den Füßen gehoben zu werden. Erleichtert lachte Erend seine geliebte Frau lebend in seinen Armen halten zu dürfen. Diese lachte überrascht auf und legte ihm ihre Hände an die Wangen um ihn zu küssen.

„Oh je...“ seufzte Varl und drehte den Kopf zur Seite. Aloy löste sich von Erend und drehte schmunzelnd den Kopf zu dem Nora. Erend ließ sie auf den Boden sinken, die ihm sanft über die Wange strich und zu Varl lief.

„Ich habe doch gesagt, du sollst verschwinden und keine Hilfe holen“ schmunzelte sie und schaffte es das Varl aus Verlegenheit rote Wangen bekam. Er stammelte zunächst etwas vor sich hin, schaffte es dann doch noch etwas zu sagen, als Erend zu ihnen trat und einen Arm um Aloy legte.

„Und mich von dem jagen lassen, bis einer von uns draufgeht?“ stellte er die etwas schockierende Gegenfrage. Sie lachte leise und nickte verstehend. Doch war es Varl der weitersprach, nachdem er sich umgeschaut hatte.
„Allerdings hätte ich wissen müssen das du allein klar kommst“ nun nickte sie und wendete den Blick nach unten, als sie etwas an ihrer Hand berührte. Sofort erhellte sich ihr Gesicht, ging in die Hocke und kraulte Barkley, der zufrieden mit seinem drahtigen Schwanz wedelte.

„Ich muss zugeben, es war nicht leicht“ gab sie zu und stand wieder auf, als der Donnerkiefer neben ihnen ruhiger wurde und durch die Gegend lief.

„Aber du hast dich befreit und letzten Endes uns gerettet“ erkannte Erend und musterte sie denn noch besorgt, ob auch wirklich alles noch an Ort und Stelle saß. Sie bemerkte seinen Blick und hob eine Augenbraue.

„Mir geht es gut, Erend!“ schwor sie. Doch bekam sie nur ein leises brummen und einen eher ungläubigen Gesichtsausdruck. Sie schmunzelte innerlich, das Erend sich immer noch solche Sorgen machte und war glücklich, da sich nur ein Mensch um sie gesorgt hatte und dieser war ihr immer der wichtigste gewesen. Sie trauerte auch noch Jahre um Rost, der ihr alles bedeutet hatte. So konnte sie sich auch Erends Gefühlslage vorstellen, wenn dieser sich um sie sorgte. Umgekehrt war es das gleiche, auch wenn es anders wie bei Rost war, denn Erend liebte sie und Rost war wie ihr Vater.

„Gehen wir nachhause“ durchbrach Erend ihre Gedanken und hielt ihr seine Hand entgegen, um ihr auf den Stürmer zu helfen. Sie lächelte milde und schwang sich, nachdem sie ihm einen Kuss auf die Wange drückte, ohne seine Hilfe auf die Maschine. Er schüttelte amüsiert den Kopf und wendete sich wieder Varl zu.

„Vergiss es. Ich laufe zur Mutterkrone“ dabei hob er abwehrend seine Hände und ging einen Schritt zurück. Erend und Aloy wechselten einen flüchtigen Blick, ehe beide anfingen zu lachen.

„Schaffst du den Rest?“ fragte Aloy schmunzelnd und bekam ein knappes nicken von Varl, der sich schon umgedreht hatte und los lief. Erend lief zu seinem Läufer und schwang sich auf diesen. Barkley rannte vom Stürmer zum Läufer und wollte die beiden Maschinen animieren loszurennen. Das taten sie auch als Aloy und Erend sie antrieben und sie losrannten.
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