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Liebe zum Rivalen

von BJ1988
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
VFL Wolfsburg
19.06.2020
26.09.2021
11
11.546
3
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Dieses Kapitel
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19.06.2020 664
 
Alles Personen in dieser Geschichte gehören nicht mir und die Handlungen sind frei erfunden.



So ich hatte diese Geschichte schon mal veröffentlicht aber war noch nicht zufrieden. Hier ist also die überarbeitete Variante.



Andi:

„Verdammt, was ist denn heute mit denen los?“

„War ja irgendwie klar, denk dran wir sind letzte Saison fast Abgestiegen.“ Versuchte ich meinen besten Freund Markus zu beruhigen. „Die Mannschaft wird sich sicher noch steigern können, wir brauchen halt Geduld.“ Markus gab nur ein wiederwilliges murren von sich, was ich auch zu gut verstehen konnte. 2:1 gegen Preußen  Münster lagen wir zurück. Ich hoffte eigentlich nur, dass endlich der Abpfiff kam und wir endlich von hier weg kamen. Ich hatte keine Lust mehr auf Münster, ich wollte nur noch weg von hier und die Niederlage so schnell wie möglich vergessen.

Abpfiff, endlich! Markus und ich verließen den Gästeblock und stiegen in den Fanbus der uns  nach Braunschweig zurück brachte. Während der Fahrt war es ziemlich ruhig im  so konnte ich etwas schlafen. Als wir in Braunschweig ankamen verabschiedete ich mich von Markus, da er zurück nach Veltheim musste, wo seine Familie einen Bauernhof hatte. Diesen hatte er von seinem Vater übernommen, der aus Altersgründen die schwere Arbeit nicht mehr alleine schaffte. „denk dran du wolltest mir morgen helfen!?“

„Na klar sowas vergess ich doch nicht!“

„Ich wollte nur sicher gehen.“

„Ich bin pünktlich. Also machs gut und grüß deine Eltern von mir.“



Als ich in Wolfsburg aus der S-Bahn stieg, hatte es  immer noch nicht mit regnen aufgehört, und so ging ich  in meine  Gedanken versunken Richtung Nordstadt. Dass ich jetzt völlig durchnässt war störte mich schon gar nicht mehr, aber daran war ich ja auch eigentlich selber schuld, ich hatte ja wie immer gekonnt den Wetterbericht ignoriert und war nur mit Eintracht Trikot und meiner  Kutte zum Spiel gegangen. Seit dem Anpfiff hatten es wie aus Eimern geregnet, was meine Laune natürlich noch weiter in den Keller hatte sacken lassen. Ich schaute also so in Gedanken auf den nassen Asphalt als ich plötzlich mit etwas zusammen stieß. Vor Schreck kam mir ein leiser Fluch über die Lippen. Meinem „Opfer“ hatte es die Einkaufstüte aus der Hand geschlagen, überall lagen die Einkäufe auf dem nassen Gehsteig. Fuck, da hatte ich doch tatsächlich einfach jemand umgerannt.

„Kannst du denn nicht aufpassen? Idiot!!“ hörte ich eine Frauenstimme rufen. Das gibt Ärger dachte ich mir. Wieso musste mir das gerade jetzt passieren?

„Scheiße, tut mir leid, ich hab dich wirklich nicht gesehen, Entschuldigung.“ sagte ich und kniete mich sofort hin, um wenigstens den Rest der Einkäufe zu retten, was bei der Milch leider nicht mehr möglich war. Sie war bei dem Aufprall am Boden ausgelaufen. „Verzeihung“ sagte ich schuldbewusst, da sah ich zum ersten Mal mein Gegenüber richtig an. Es war eine junge Frau in meinem Alter vielleicht etwas jünger, blonde lange Haare, hübsches Gesicht. Ich schaute sofort wieder auf den Boden aus Angst, sie noch mehr aufzuregen.

„Nächstes Mal einfach die Augen aufmachen!“.

„Entschuldigung, warte ich helfe dir die Sachen nachhause zu tragen“.

Die junge Frau schaute mich kurz abschätzend an „  Okay, einverstanden.“

Puh, Gott sei Dank, anscheinend war sie doch nicht so wütend.

So gingen wir also schweigend nebeneinander her plötzlich fragte sie „du bist Braunschweig  Fan?“

„Ja  sieht wohl so aus“ sagte ich  grinsend und deutete mit dem Finger auf mein Trikot. „ ups, ja dumme Frage“ sagte sie und lachte.

„Ach quatsch es gibt keine dummen fragen“ sagte ich lächelnd.  

Danach war es wieder still geworden, als wir dann im dritten Stock vor ihrer Türe standen sagte  sie „  Danke nochmal für die Hilfe.“

„Kein Problem ich war ja auch schuld dass dein Einkauf nass geworden ist.“

„Willst du noch kurz mit reinkommen?“

„ähm…ne,  ich muss dann auch wieder.“ Sagte ich nach kurzem Zögern.

„Machs gut, “ und schon war ich weg. Verdammt wieso musste ich gegenüber Frauen immer so schüchtern sein?
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