What shall we do with a drunken Sparrow

von Faen
GeschichteDrama, Freundschaft / P12 Slash
Captain Jack Sparrow Gillette James Norrington
19.06.2020
19.06.2020
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What shall we do with a drunken Sparrow?
Kopfschüttelnd betrachteten Groves und Gillette den Piraten, der vollkommen betrunken in einer dreckigen Seitengasse lag. Neben dem leise vor sich hin schnarchenden Piraten befand sich eine große stinkende und übel aussehende Pfütze, deren Ursprung keiner der beiden Leutnants, ebenso wenig wie das Rascheln in dem Müll, der die Gasse außerdem bevölkerte, genauer ergründen wollte, „Wir sollten ihn vielleicht…“ „Ich bin ganz Ohr, was tut man mit einem betrunken Piraten, André?“, Groves stieß ihn mit einer Stiefelspitze an und verzog das Gesicht, als er nur ein betrunkenes Grunzen des Piraten erntete.

What'll we do with a drunken sparrow,

What'll we do with a drunken sparrow,

What'll we do with a drunken sparrow,

Earl-aye in the morning?

Way hay and up she rises

Way hay and up she rises

Earl-aye in the morning.

Gemeinsam überwanden sie sich und während André bei ihrem ersten Versuch noch in Erwägung zog, dass Sparrow vielleicht nur gestützt werden müsste, wurde er bald eines Besseren belehrt. Sie schafften es zwar ihn auf die Beine zu ziehen, aber bereits noch vor dem ersten Schritt, sackte er immer wieder in sich zusammen und zog seine Helfer beinahe mit sich auf den dreckigen Boden.
Beim zweiten Versuch, der aber eh erst nach einer kurzen Diskussion stattfinden konnte, ergriff André dann die Beine des Piraten, während Theodore seinerseits unter Sparrows Armen griff, „Und los.“ „Kommandier mich gefälligst nicht rum, Theo!“, André klang wirklich verstimmt, stolperte aber nun eilig seinem Freund, der ihre Last bereits in Richtung Hafen zu tragen begann, hinterher, „Gleichschritt! Mensch!“
Sie erreichten schließlich mehr oder weniger erfreut und frustriert den Hafen und fanden schließlich auch ein kleines Boot, das sie an Bord der Dauntless bringen konnte. Das große Schiff lag etwas abseits im militärischen Teil des Hafens und laut Groves gab es keinen besseren Ort an dem man den bekannten Piraten verstecken konnte. Obwohl André weder klar war, warum der Pirat überhaupt versteckt und nicht gehenkt werden sollte, noch warum das Versteck denn ausgerechnet der ganze Stolz des Commodores sein sollte, fügte er sich seinem störrischen Freund schließlich doch. Sie warfen ihre Last unsanft in das kleine Beiboot, bevor sie es nun, ungesehen durch die Dunkelheit, zu dem großen Kriegsschiff ruderten. Den zwei Männern gelang es denn sogar ohne bemerkt zu werden an Bord zu klettern und machten sich dann schließlich daran den Piraten an Bord zu ziehen.
„Gentlemen? Was machen Sie hier? Mitten in der Nacht.“, die befehlsgewohnte Stimme von James Norrington durchdrang die Dunkelheit und als die beiden eilig das Seil, an dem Jack Sparrow hing, losgelassen hatten, drehten sie sich eilig zu ihm um. Das dumpfe Geräusch als der Pirat wieder unsanft im Boot landete, ließ James die Augen misstrauisch zusammenkneifen, aber seine Freunde ließen ihn gar nicht erst nachdenken oder zu Wort kommen, sondern zogen ihn ein Stück von dem Beiboot weg. „Wir…genießen einfach nur die wunderschöne Nacht …“, Groves gestikulierte in Richtung des dunklen Himmels, an denen man hinter dicken Wolken nur wenige Sterne erkennen konnte, „Die Sterne … der Vollmond ...“
Sie atmeten noch einmal tief durch, als James schließlich den Kopf schüttelte und sich dann, etwas Unhörbares über die Unmöglichkeit seiner Freunde brummelnd, wieder unter Deck zurückzog. Kaum, dass die Silhouette des Commodores in den Schatten der Nacht verschwunden war, stürmten sie wieder zur Reling und spähten mit einer Laterne hinunter in das Boot, „Er schläft.“ „Nein, er schnarcht.“, kommentierte André es angewidert und kletterte behände über die Leiter in das Boot und überprüfte die Seile, die um Sparrows Körper geschlungen war, „Wir könnten ihn nach oben ziehen … Aber, ich glaube, es wäre besser ihn einfach im Boot lassen, da sucht ihn sicher niemand!“ Gillette nickte nur gottergeben, konnte er sich doch viele schönere Dinge vorstellen, als sich mit einem besoffenen Captain Jack Sparrow rumzuschlagen.

Put him in the long boat 'til he's sober

Put him in the long boat 'til he's sober

Early in the morning.

Way-hay, up she rises,

Way-hay, up she rises,

Way-hay, up she rises,

Early in the morning.

Einige Stunden später hatte sich das Bild immer noch nicht verändert. Im Beiboot schlief immer noch ein Pirat, nur das Beiboot schien, so erschien es zumindest André, der gerade wieder hinuntergeklettert war, um den Puls von Sparrow zu überprüfen, nun fast genauso dreckig wie der Pirat selber zu sein.
Gerade war eine der polierten Schuhspitzen in Kontakt mit einer unaussprechlichen Körperflüssigkeit des Piraten gekommen und der Geduldsfaden des Leutnants riss schließlich. Er kniete sich zu Sparrow, packte ihn reichlich grob am Kragen und schüttelte ihn immer und immer wieder wütend und in Rage, „Ich habe dich durch halb Port Royal geschleppt! Ich habe einen meiner besten Freunde belogen und riskiere meine Karriere und alles was dir dazu einfällt ist mir auf die Füße zu kotzen?

Take 'im and shake 'im, try an' wake 'im.

Take 'im and shake 'im, try an' wake 'im.

Early in the morning.

Way-hay, up she rises,

Way-hay, up she rises,

Way-hay, up she rises,

Early in the morning.

“Wir müssen wohl schärfere Geschütze auffahren.”, zu Groves beinahe grenzenloser Erleichterung hatte niemand auf dem stillen Schiff den Wutausbruch seines Freundes mitbekommen. Er war nun ebenfalls in das Boot hinuntergeklettert und musterte nun den leblosen Piraten, der immer noch leise vor sich hin schnarchte und gar nicht aufwachen zu wollen schien.
„Wir könnten ihn doch nun einfach ins Wasser werfen, dann hätten wir endlich unsere Ruhe und James wäre auch zufrieden.“, schlug André mit einem listigen Lächeln vor, aber Theodore schüttelte sofort den Kopf, „Er ist nun mal der beste Pirat, den ich je gesehen habe! Und James stimmt dem zu!“ „Und? Er ist nicht nur stinkbesoffen, sondern stinkt auch grauenvoll. Er kann ein Bad brauchen! Dagegen wird James wohl kaum etwas haben, oder? Dann stinkt's im Kerker und am Galgen nicht so schlimm!“
Groves seufzte und sah dann überrascht zu wie Gillette begann das Boot abzufieren. Scheinbar wollte André, egal wie wenig er von Sparrow auch halten mochte, ihn doch nicht einfach von Bord werfen. Aber, ins Wasser kam der Pirat so oder so, die beiden Briten banden ein Seil um Jacks Taille und hievten ihn über die niedrige Bordwand.

Give 'im a dose of salt and water.

Give 'im a dose of salt and water.

Early in the morning.

Way-hay, up she rises,

Way-hay, up she rises,

Way-hay, up she rises,

Early in the morning.

Nach fünf Minuten dieser Prozedur drang schließlich ein qualvolles Husten an ihre Ohren und das Seil zuckte. Die beiden Männer machten sich sofort daran den um sich schlagenden Piraten aus dem Wasser in das Boot zu ziehen. Keuchend und das Seil fest umklammert haltend, lag Jack Sparrow schließlich in einer immer größer werdenden Wasserpfütze auf dem Boden des kleinen Bootes und versuchte wieder zu Atem zu kommen. Allerdings spuckte er immer wieder Wasser, sodass er erst nach einigen Minuten fähig war etwas zu sagen, „Wollt ihr Idioten mich ertränken?“
„Leider darf ich das nicht, aber glaubt mir, ich würde es sehr gerne tun.“, André klang verstimmt und Groves nahm stumm die Ruder wieder auf und brachte die beiden weiter miteinander streitenden Männer wieder zur Dauntless zurück.
„Ich will mit an Bord!“, eigentlich hatte Groves vorgehabt ihm das Beiboot zu ‚leihen’, damit Jack Sparrow wieder zu seinem eigenen Schiff und seiner eigenen Crew zurückkehren könnte, aber scheinbar hatte Jack daran gerade keinerlei Interesse oder vielleicht hatte er sein Schiff auch mal wieder verloren. Der Pirat deutete die Leiter empor und stemmte die Arme in die Seite, „Ich will mit!“
Sparrow setzte sich wie immer durch und die beiden Leutnants sahen amüsiert zu, wie der dunkelhaarige Pirat von einer Seite zur anderen schwankte. Sie wechselten einen kurzen Blick und wie auf ein geheimes Kommando nickten sie einander zu, „Wir stellen Euch ein Bett zur Verfügung, bis Ihr Euren Kater ausgeschlafen habt.“
Sparrow hatte angenommen und bald darauf lag er nackt wie Gott ihn geschaffen hatten, in einem sauberen Bett, in einer großzügigen Kabine an Bord der Dauntless und schien von seiner Umgebung und den Geschehnissen nichts mehr mitzubekommen. Auch, dass seine beiden Helfer die Kabine verließen entging ihm, und somit auch das leise Lied, das sie sangen.

Put him into the bed of the commodore.

Put him into the bed of the commodore

Early in the morning.

Way-hay, up she rises,

Way-hay, up she rises,

Way-hay, up she rises,

Early in the morning.

Jacks Sparrows überhasteter Abgang in den Hosen des Commodores gehörte zu den Geschichten, die man sich in den Kneipen von Port Royal erzählte. Natürlich nur, wenn weder der Commodore, noch der Pirat anwesend waren. Groves und Gillette lächelten dann nur wissen und bestellten sich ein weiteres Ale, mit dem sie denn anstießen, „Auf die Liebe. Auch, wenn man manchmal nachhelfen muss.“

That's what we'll do with the drunken Sparrow.

That's what we'll do with the drunken Sparrow.

That's what we'll do with the drunken sparrow,

Earl-aye in the morning?

Way hay and up she rises

Way hay and up she rises

Earl-aye in the morning.
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