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Opposites Attract

GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
Logan Mitchell OC (Own Character)
18.06.2020
01.09.2020
14
18.565
 
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
18.06.2020 741
 
*** Okay, okay... Gleich vorab: Der Aufbau dieser Fanfiction ist ein wenig anders, als meine letzte. Zum Einen sind die Kapitel um einiges kürzer. Aber ich tue mich momentan mit Anfängen einfach sehr schwer. Sei es nun in Geschichten, Hausarbeiten, Freundschaften, .... (It´s me... Super awkward person!) Naja... Jedenfalls kann es sein, dass die folgenden Kapitel länger werden oder ich die Geschichte tatsächlich anhand kurzer Kapitel aufbaue. Mir ist nur das Grundgerüst der Geschichte klar, alles andere entsteht bei mir dann immer beim Schreiben... Zudem ist die Geschichte in der Ich-Perspektive geschrieben. Eigentlich ist das auch mein üblicher Schreibstil und daher einfach so passiert. Allerdings weiß ich noch nicht, ob Logans POV wichtig sein wird. Denn ein Wechsel der POVs finde ich gar nicht mehr so toll. Wir werden sehen, wie es weiter geht. Ich möchte mich aber vorab schon fürs Lesen bedanken!***
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Es war endlich an der Zeit, mir meinen Traum zu erfüllen! Hart hatte ich dafür gearbeitet. Schon in jungen Jahren hatte ich angefangen, nebenbei zu Arbeiten und mir dieses Geld anzusparen. Ich hatte nur gute Noten geschrieben und mich schon frühzeitig für das passende Studium entschieden. Als dann auch noch der Zulassungsbescheid für mein Wunsch-College ankam, war mein Glück vollkommen. Noch dazu erhielt ich sogar ein Stipendium! Um die Semestergebühren musste ich mir also keine Sorgen machen.


Es war eigentlich viel zu warm, um die langen Abschlussroben zu tragen. Darunter trug ich glücklicherweise nur ein kurzes, dünnes Sommerkleid. War ich froh, wenn wir diese Dinger ausziehen konnten. Grinsend griff ich in meinen Spint, während meine Freundin Lilly neben mir stand und mich begutachtete. „Warum hast du nur so gute Laune? Ich meine… klar, heute ist unser Abschlusstag. Aber warum grinst du nur so dabei?“
Ich verstaute gerade den restlichen Inhalt in einen alten, braunen Karton. Während ich die wenigen Fotos abhängte, die ich dort über die Jahre befestigt hatte, reichte ich Lilly einen Umschlag. Den Bescheid hatte ich zwar erst seit zwei Wochen, doch es war trotzdem schwer gewesen, so lange zu schweigen. Lilly überflog die Zeilen und schaute mich dann mit großen Augen an. „Oh mein Gott! Charlotte!“ Glücklich sprang sie mir um den Hals. „Herzlichen Glückwunsch!“
„Danke“ sagte ich mit einem Lächeln. Mein erhaltenes Stipendium wurde wirklich nicht oft vergeben, die Konkurrenz war groß, doch ich hatte es geschafft. Ich konnte sorgenlos einen neuen Abschnitt meines Lebens beginnen. „Ich habe alles“ sagte ich und klappte meinen Spint zu. Ich wollte die Kiste noch schnell in das Auto bringen, bevor die Zeremonie losging. Lilly begleitete mich.
Plötzlich stupste sie mich ein wenig zu stark an, sodass mir die Kiste fast aus der Hand fiel. „Verdammt, Lilly!“ fluchte ich. „Was ist denn?“
„Da ist Logan“ flüsterte sie. Er kramte gerade in seinem Spint herum und war, neben uns, einer der letzten Personen in den Fluren. „Was will der hier? Der hat seinen Abschluss doch eh nicht geschafft.“
Dass Logan dies nicht geschafft hatte, war bereits an seiner Kleidung zu erkennen. Er trug ein paar zerrissene Jeans und ein dunkles, ärmelloses Hemd. Seine Haare waren total wüst. Von einer Robe war weit und breit keine Spur. Aber ihn konnte ich mir sowieso in keiner Robe vorstellen. Ich schüttelte nur den Kopf. „Vielleicht versteckt er hier Drogen, die er später noch verticken will.“
Als hätte Logan uns beide bemerkt, knallte er ein wenig zu laut die Tür zu und lief an uns vorbei, natürlich nicht ohne uns noch einen abwertenden Blick zuzuwerfen. Seine dunkelbraunen Augen wurden von Augenringen unterstrichen, als hätte er länger nicht mehr geschlafen. „Gruseliger Typ“ meinte Lilly, als er endlich an uns vorbeigezogen war.


Nun hockte ich auf meinem Bett im Studentenwohnheim und hielt ein Foto von Lilly und mir von eben diesem Abschlusstag in der Hand. Meine beste Freundin hatte sich für einen ganz anderen Weg entschieden: Sie begab sich auf Reisen. ‚Work and travel‘ nannte sich ihr Vorhaben. Wie lange sie dies tun würde war ungewiss. „Eine Zeit der Selbstfindung“ nannte sie es. Ich hatte noch nicht viel vom Campus gesehen, mochte meinen neuen Wohnort aber bereits jetzt schon. Nur eine passende Zimmernachbarin fehlte mir noch. Allerdings war es noch früh am Tag und viele Studenten wurden schon an allen möglichen Info-Ständen abgefangen, um sie für Verbindungen, Arbeitsgemeinschaften oder ehrenamtliche Projekte anzuwerben. Wer weiß, vielleicht war meine zukünftige Zimmergenossin ja gerade schon auf dem Campus-Gelände und unterwegs zu mir. Und bis dahin würde ich meine Hälfte des Zimmers schon einmal einrichten.
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