Dramione OneShots/Songshots

OneshotAllgemein / P16
Draco Malfoy Hermine Granger
18.06.2020
30.06.2020
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30.06.2020 1.940
 
Hermine's Pov:

Gedankenversunken saß ich an meinem Platz und ließ wie immer meinen Blick durch das Klassenzimmer schweifen. Zaubertränke - wie ich dieses Fach oder mehr Snape hasste. Einen Vorteil hatte das ganze aber Slytherin und Gryffindor wurden endlich getrennt, da dieses arrogante Frettchen ständig meine Tränke sabotierte und mir diesesmal Katzenhaar in den Vielsafttrank geschmissen hat, daraufhin habe ich ihm fast die Augen ausgekratzt. Madame Pomfrey hingegen, war nicht so begeistert, als ich zum zweiten Mal als Katze herein kam und hinter mir ein zerkratzter malfoy lief. Diese Aktion hatte nur für die Trennung unserer Häuser gesorgt und für eine Menge Punkteabzug.  

Dieser Gedanke, ließ mich dennoch etwas schmunzeln. Ich sah nun zu den Regalen an den Wänden, auf denen kleine Gefäße standen, in denen allerlei abstoßend aussehende Geschöpfe in einer Flüssigkeit herumschwammen. In den Kerkern war es immer kalt und feucht und die einzige Wärmequelle waren unsere Kessel. Im
Winter hasste ich es hier noch mehr, als im Sommer.

"Sie dürfen zusammenpacken und dann gehen." , erlöste Snapes Schnarrende Stimme uns endlich von unserem Leid und mich, von meiner Langeweile. Ich sah gerade auf und bemerkte, dass Harry und Ron als Allererstes aus dem Raum Geflüchtete waren und es nicht für nötig hielten, auf mich zu warten also verließ ich das Klassenzimmer für Zaubertränke alleine.

Es dauert wieder eine Weile, bis sich meine Bernsteinfarbenen Augen an das Dämmerlicht gewöhnt hatten, da der niedrige und klamme Gewölbekeller nur spärlich durch ein paar Kerzen und Fackeln beleuchtet war. Kurz bevor ich die Steinerne treppe erreichte, drang eine bekannte Stimme an mein Ohr.

"Ich will, dass sie glücklich ist, deshalb lasse ich sie vorerst in Ruhe." Bei diesem Satz wurden meine Ohren hellhörig, fast schon katzenartig. Ich hatte nicht, bemerkte wie meine Füße sich von alleine in die Richtung des Eisprinzen bewegten. Anscheinend wollte meine Neugier erfahren, mit wem er sprach oder besser, über wen.

"Hey Granger, wenn du schon lauschst, dann tu es so, dass dich keiner sieht.", kam es mit erhobener Augenbraue von Blaise Zabini. Ich sah direkt in Malfoy's bösartig funkelnde Augen. Ich spürte nun, wie sich mein Herz zusammenzog und sich alles in meiner Brust drehte. "Falls du es noch nicht wissen solltest, dass hier ist der Weg nach oben." Meine Stimme blieb ruhig, aber in mir drin, war es wie ein wirbelndes Durcheinander von Gedanken, Gefühlen und angespannten Muskeln.

"Lass die Katze in Ruhe blaise, bevor sie wieder ihre Krallen ausfährt. Aber wie ich sehe, hat sie keine mehr - zu dumm." Seine Worte waren stark und voller Spott, ebenso wie seine Stimme. Alles, woran ich aber dachte, war, wie sehr ein Herz schlagen konnte, bevor es einfach explodierte: "Jaja sehr lustig Malfoy", verdrehte ich nur missmutig die Augen und hoffte, dass sich meine Brust endlich wieder lockerte.

"Jedes Wort, das du sagst, klingt in meinen Ohren wie ein kleines hilfloses miau", legte er den Kopf etwas schief und lies wieder so ein freches Grinsen aufblitzen. Wieso konnte einer wie der, so gut aussehen aber so einen hässlichen Charakter besitzen, und wieso machte sein Charakter ihn nicht automatisch hässlicher in meinen Augen? Und wieso um alles in der Welt, waren seine Neckereien nicht mehr beleidigend sondern teilweise sogar süß ? Diese Gedanke bratet jedes Mal mein Hirn aufs neue durch.

"Ich werde dich wohl nie verstehen." , seufzte ich und wollte gehen, da unterbrach mich seine Stimme erneut. "Verstehst du mich nicht akustisch, bildungstechnisch oder doch IQ-mäßig ?" Mit einem diabolischen grinsen auf dem Gesicht, wandte ich mich nochmals zu dem Blondschopf um und meinte: "Menschen mit einem niedrigen IQ sollen oft überhebliche, rassistische Arschlöcher sein - so wie du. Also ja, wir verstehen und IQ-mäßig nicht."

Eine ungewöhnliche Stille überkam uns und malfoy grinste immer noch so, als hätte man ihm dieses verträumte Lächeln ins Gesicht geklebt. Bevor ich mir deshalb den Kopf zermahlte, entschloss ich mich zu gehen, da ich davon ausging, dass er sich gerade eine Tirade an Beleidigungen zurechtlegte.

Eine in die Länge gezogene Woche verging, indem ich das Gefühl hatte, dass malfoy mich verfolgen würde, da er immer dort auftauchte, wo ich mich befand. Wir liefen uns öfter über den Weg, als mir lieb war. Manchmal versperrte mir der Slytherin auch einfach den Weg, klaute meine Bücher oder neckte mich einfach. Einmal versuche ich ihm, den Weg zu versperren, um seine Reaktion abzuwarten, da hob er mich einfach hoch, stellte mich bei Seite ab, zwinkerte und ging. Ich erwischte ihn auch ein paarmal dabei, wie er mich anstarrte. Sein Verhalten mir gegenüber wurde immer komischer ... irgendwie freundlicher.

Ich lauschte nun wie immer, der pfeifenden, leiernden, trockenen Stimme von Professor Binns und versucht mit aller Kraft, nicht wie die anderen einzuschlafen oder in eine Art Wachschlaf zu fallen.

Mein Blick wandert zur Bank neben mir, wo ein gewisser Slytherin etwas auf sein Pergament kritzelte. Wie es wohl wäre, einfach Frieden mit ihm zu schließen, schließlich müssen wir noch zwei Jahre miteinander klarkommen und in dem ein oder andern Fach, muss ich auch neben ihm sitzen. Ich fragte mich, ob er auch schon einmal darüber nachgedacht hatte.

Ein süßes Gefühl des Friedens durchzuckt meinen Körper, als ich mir vorstelle, wie ich ihn verspotten würde und danach mit ihm friedlich durch den Flur lief und über belanglose Dinge sprach. Mein Herz fühlt sich an, als würde es immer schwerer und schwerer werden, da es nur eine Traumvorstellung war. Plötzlich ertönte die Glocke und ich stand eilig auf, um direkt in die Bibliothek zu verschwinden, wo ich dann eine geschlagene halb Stunde über meinen Hausaufgaben für Professor Binns saß. Ich ärgerte mich tierisch darüber, nicht zugehört zu haben.

"Der Werwolf-Verhaltenskodex, der 1637 vom Rat der Zauberer entwickelt wurde, war verlangte, das die Werwölfe sich immer kurz vor der Verwandlung einsperren. Dass es aber nicht funktioniert, war klar, weil sich kein Werwolf freiwillig im Ministerium  outet." , zog er den Braunen Holzstuhl Stuhl gegenüber von mir zurück, und lies sich darauf nieder. "Was soll das werden, Malfoy ?" , fragte ich ihn ungläubig, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass er mir einfach helfen würde, ohne etwas danach zu verlangen.

"Ich dachte, ich helfe dir, da du im Unterricht damit beschäftigt warst, mich anzustarren." "Du hast das -" jetzt unterbrach er mich und meinte trocken: "Schreib es einfach auf." Der Junge war fest entschlossen, mir zu helfen, also nahm ich seine Hilfe stillschweigend an und tat, was er sagt.

Während er mir den Verhaltenskodex erklärte, beschäftigte ich mich lieber damit, zu analysieren, wie er seine Augenbrauen zusammen zog, als er das Gefühl bekam, dass ich ihm nicht zuhörte oder damit, wie er leicht vor sich hin lächelte, wenn er glaubte, dass er es besser erklärt hätte, wie jeder Lehrer im Universum. Oder auch damit, dass seine Stimme seinen Mund so beruhigend und doch rau werden lassen konnte.

"Granger hörst du mir eigentlich zu ?", beugte er sich über den Tisch und griff nach meinem relativ leeren Pergament. Seine Nase berührte fast die meine und dieser schmale Abstand zwischen uns, ließ meine Gedanken wie wild umher rennen. "Grangerlein du solltest mitschreiben und ni-" in der Mitte des Satzes, ließ er einen Atemzug aus und lächelte leicht bohrende Löcher in meine Augen. Seine normal grauen kalten Augen, besaßen auch einen außergewöhnlichen blauen Schleier, der mir vorher noch nie auffiel. Wir kamen uns immer näher und mein Herz schlug plötzlich wie ein Maschinengewehr.

Er schüttelt sich aus seiner Trance und beendet die Aussage, die er vorhin begonnen hatte: "-Nicht wieder einschlafen." Er ließ sich mit dem Pergament wieder nach hinten fallen an und schrieb alles selbst auf. Er sah wirklich süß aus, wenn er sich auf etwas konzentrierte und diese silberblonde Strähne, die quer über seinem Auge hing, lies ihn so friedlich wirken.

"Starr mich nicht so an, sonst schreib ich noch irgendeinen Mist dahin.", packte er unerwartet meine Krawatte und zog mich näher an sich. Dieses Verhalten, ließ sofortig meine Brust verkrampfen. "Wieso lenkt meine Anwesenheit dich so ab Bücherwurm ?", lächelte er hämisch aber  dennoch liebevoll in mein Gesicht. Und gerade als ich meinen Mund öffnete, um seine These zu Widerlegen, tauchte Ginny plötzlich auf und schlagartig sprangen wir auseinander.

Ich lächelte meine beste Freundin schwach an, doch als ich wieder zu seinem Platz sah, war dieser leer. "War das gerade malfoy  ?", fragte sie mich und wollte das Pergament, das seine Handschrift trug nehmen, da riss ich es ihr schon aus der Hand. "Ja, er hat mir nur sagen wollen, dass Professor Sprout seiner Umsetzung zugestimmt hat. Er ist jetzt nicht mehr länger mein Partner in Gruppen Projekten, also auch nicht mehr mein Problem." , log ich und schweige für den Rest des Tages und gab immer nur ein schwaches"Ich bin einfach nur müde." von mir, wenn ich gefragt wurde, ob es mir nicht gut ginge. Bei Unterhaltungen nickte oder lächelte ich nur betrübt. Ich wusste nicht weshalb aber sein plötzliches und unerkanntes verschwinden, verdarb mir die laue.

"Weißt du Granger, vielleicht bin ich ja gar nicht so schlimm, wie du denkst.", lacht er und tauchte plötzlich wieder hinter mir in einem der leeren Flure auf, was mich erschrocken zusammen Zucken ließ. Ich schüttelte leicht lachend den Kopf. "Egal wie nett du zu sein scheinst, wenn du jemanden zu Tode erschreckst, wird das Ministerium dich als Mörder abstempeln und meines Wissens nach, gelten die als nicht so nett." , lachte ich etwas nervös.

Er nahm sich eine Minute Zeit und schaut in den Flur, dann kehrt sein Blick zu meinen Augen zurück. Wir standen einfach nur da und fixierten unsere Aufmerksamkeit aufeinander. Es war diesmal überhaupt nicht unangenehm, sondern beruhigend.

Seine Hand bewegte eine Haarsträhne von mir weg, von der ich nicht gemerkt hatte, dass sie fehl am Platz war, dann bleib seine Hand einfach auf meiner Wange liegen. Ich hätte seine Hand bestimmt weggeschlagen, wenn sie sich nicht so unglaublich weich angefühlt hätte. Diesmal kam ich ihm einen Zentimeter näher. "Ich hätte das schon vor langer Fragen sollen aber-" sein Blick, lies meinen Monolog der geplanten Entschuldigung stoppen. "Es tut mir leid, das tut es mir wirklich. Ich will vielleicht keinen Waffenstillstand mit Potter oder Weasl-" von mir selbst überrascht, griff ich nach einem Stück seines grauen Pullovers und zog ihn zu mir.

Unsere Lippen waren jetzt auf die leidenschaftlichste, raueste, sinnlichste und verführerischste Art und Weise aufeinandergepresst. Die Zeit wirkte gerade wie eingefroren, wir hingegen waren es nicht.

Als seine Hand durch mein Haar strich, brachte es mich zurück in die Realität und meine Hände, hatten seinen Pullover losgelassen und sich widerwillig um seinen Hals gelegt. Sekunden fühlten sich gerade an wie Minuten und Minuten waren wie Stunden. In mir fühlte es sich so an, als wären eine Million Feuerwerkskörper und Himmelsraketen explodiert. Nach einiger Zeit trennen sich unsere aufeinander gelegten Lippen und seine Stirn lag an meiner und beschämt biss ich mir auf die Lippe.

"Es tut mir leid", kam es dumpf aus mir heraus. "War das deine Art und Weise, mir den Waffenstillstand anzubieten?" Mit dieser Frage befreite er mein Wesen von Stress und nahm mir eine tonnenschwere Last ab aber dieser Kuss und diese Gefühle, warfen nur neue Fragen auf.

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Bitte seit über dieses offene Ende nicht so sehr Verwundert, da ich am überlegen bin, diesen Os zu einer Ff zu machen. Ich wäre dankbar darüber, wenn ihr mir sagen könntet, wie ihr diese Idee findet :)
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