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Nach dem Kuss.....

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / Gen
17.06.2020
18.06.2020
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17.06.2020 648
 
Nach dem Kuss….





Bukow verließ das Gefängnis, er ging durch die Tür hinaus und suchte nach seinem Wagen, den er im Parkplatz stehen lassen, hatte. Als er ihn wiederfand, schloss er die Tür auf und stieg ins Auto. Er startete den Motor und fuhr fort.



Er wusste schon, wo er hinwollte, er wollte zu ihr. Er wollte sie in die Armen nehmen und sich einfach an ihr festhalten und sie nie loslassen. Er brauchte in diesem Moment ihre Nähe vor Allem, um sich wiederzuerkennen aber auch, weil er sich von ihr trösten lassen wollte.



Als er Guido Wachs besuchte, war er jemand anders geworden. Er wollte sich rächen und ihn umbringen und ihm das Leben zerstören, wie er es ihm angetan hatte. Er sollte dafür büßen und wissen, wie schmerzhaft es sich anfühlt, wenn jemandem, der dir so nahestand, das Leben geraubt wurde. Er wird seinen “Vadder“ nie wiedersehen und er wusste nicht, wie er damit umgehen sollte oder überhaupt weiterleben sollte. Es fühlte sich an, als wäre Veit einfach geopfert worden, weil er der Papa von Sascha war. Er würde ihn nie zurückkriegen.



Er fuhr weiter, bis er Königs Straße erreichte und als er ankam, bog er rechts ab und fuhr den schmalen Pfad zur Einfahrt entlang. Als er bei der Wohnung ankam, fuhr er ein Stück weiter, bis er anhalten konnte, da er endlich vor ihrem Gebäude stand.



Er stieg aus dem Auto und ging zur Eingangstür und machte sie auf. Er kletterte die Treppen hoch, bis er vor ihrer Tür stand. Für einen Moment stoppte er und zögerte, ob er daran klopfen sollte. Dann ließ sich dieser Gedanke vertreiben und er klopfte an die Tür.



König war in ihrer Wohnung und war gerade dabei, eine Tüte in den Mülleimer zu werfen, als sie die Türklingel hörte.  Sie legte die Tüte auf die linke Seite des Sofas und ging an die Tür heran, vor ihr stand Bukow mit einer traurigen Miene im Gesicht. Sie näherte sich Ihm und er fing an zu reden. “Vadder ist tot”. Sagte er kurz und mit fast keiner Stimme.  Er blickte zum Boden hinab und sie betrachtete Bukow kurz, bevor sie ihre Arme um ihn schlang. Sie hielt an fest und ihre Augen schlossen sich kurz und sie musste ihre Tränen verdrücken, da sie in diesem Moment für ihn da sein wollte und nicht umgekehrt.



Nach einer Weile ließen sie sich los und König sprach. “Kommrein”. Zum ersten Mal hatte sie ihn geduzt, aber sie hatte es nicht bemerkt, weil in diesem Moment es nicht wichtig war.



Er ging herein und setzte sich auf das Sofa und sie folgte ihm nach und holte ihm ein Glas Wasser. Er nahm es ihr aus der Hand und dann einen Schluck daraus. Als er fertig war, nahm sie ihm das Glas ab und stellte es auf den Tisch, um zu verhindern, dass er es verschüttete. Danach wandte sich wieder an ihn zu. Er sprach “ Ich habe Wachs nicht umgebracht.” Gab er leise aber mit Entschlossenheit an. Daher fühlte sie sich etwas erleichtert und stand auf, um die Tüte, die noch am Sofa lag, wegzuräumen. Sie war dabei es zu tun, als er ihre Hand ergriff und sie ganz sanft streichelte. Er zog sie ganz zaghaft zum Sofa und sie setzte sich neben ihn. Die Beiden hielten sich an den Händen fest und Bukow musterte sie mit traurigen Augen an. Er wirkte verzweifelt. Sie nahm das wahr und sah ihn an, als ihre Lippen bebten, sah sie nervös aus und zögerte ein Bisschen und lächelte ihn an.



Mit dieser Geste ließ er den Kopf zu ihr ein Stück schwanken und sie umklammerte seinen Hinterkopf mit ihrer rechten Hand an und zog ihn zu sich. Ihre Lippen prallten aufeinander und sie küssten sich mit der gleichen Innigkeit und Leidenschaft.



In diesem Moment wussten sie, dass das Leben sich jetzt verändern würde.

Das Ende.
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