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things I cant say out loud

von oelvex
GeschichteAllgemein / P16
17.06.2020
20.11.2020
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13.849
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17.06.2020 394
 
Ich fühle mich heute wieder besonders leer. Ich hab das Gefühl, ich müsste weinen, aber irgendwie ist nichts vorhanden. Überlege mir, ob ich vielleicht mal einen Therapeuten zum Reden bräuchte. Einfach nur, um meine Gefühle loswerden zu können. Jemanden zu haben, der sie realistisch einschätzen kann, damit ich weiß, ob sie ungewöhnlich oder gar schädigend sind. Wie ich an mir arbeiten kann.

Denn momentan habe ich das Gefühl, ich bleibe einfach, wie ich bin. Bemühe mich nicht mehr und mache dadurch eine Entwicklung rückwärts. In die falsche Richtung. Bleibe immer so klein und … ich weiß es nicht. Manchmal denke ich wertlos, obwohl ich weiß, dass es nicht so ist, aber ich hab einfach das Gefühl ich werde immer so bleiben wie ich bin. Und wenn ich damit unzufrieden bin – und das bin ich auf jeden Fall – heißt das, dass ich mich immer noch nicht hundertprozentig mag, wie ich bin, obwohl ich mich doch sehr darum bemühe. Oder zumindest oberflächlich vorgebe. Vielleicht täusche ich mich auch einfach nur selbst damit.

Es sind einfach zu viele Gedanken in meinem Kopf. Die ich gar nicht genau ausformulieren könnte – es geht mir viel um die Zukunft. Und um Menschen und meine Rolle zwischen all diesen Menschen. Ich hab das Gefühl, ich bin nicht wirklich für dieses Leben gemacht. Ich kann nicht mein Leben lang arbeiten, die Zähne zusammenbeißen und so tun, als wäre das ganz normal, den Großteil seines Lebens mit Sachen zu verschwenden, die nur dem Zweck dienen, dass man überhaupt irgendwie ein Leben haben kann. Ich will mich nicht die ganze Zeit zusammenreißen müssen. Tun, als würde mir das Spaß machen. Als ob ich das hinnehmen würde. Weil das ja schließlich das Leben ist. Ich möchte so ein Leben nicht führen!!

Ich will mich am liebsten einfach den ganzen Tag verkriechen. Einfach nichts tun, schreiben, lesen, Orte sehen, in der Natur sein. Meine Familie bei mir haben.

Ich will nicht, dass die Zeit weiter fortschreitet. Ich will nicht in diesem Hamsterrad gefangen sein und es irgendwann einfach so lange verdrängen, bis ich es selber nicht einmal mehr sehe.

Vielleicht ist das auch nur heute so. Und morgen kommt mir das Leben doch sehr machbar vor. Und ich kann mich wieder selbst akzeptieren.
Aber zumindest heute muss ich mit der Leere und der Unwissenheit klarkommen.

Mir fehlt jemand, mit dem ich über all das reden kann.
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