Geschichte: Freie Arbeiten / Poesie / Horror / Rot

 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Rot

von blqqs
GedichtAngst, Horror / P16 / Gen
17.06.2020
17.06.2020
1
631
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
 
17.06.2020 631
 
Es ist kalt und hart, das Linolium quietscht und eine rote Flüssigkeit ist darauf verschmiert.
Er schaut sich um, ein grelles Licht scheint ihm in die Augen, er versucht wieder zu schlafen, aber er kann es nicht.
Langsam holen ihn die Bilder ein, ein Lächeln, eine unverkehnbare Lache. Hoch und Laut, aber melodisch. Er weiß nicht mehr von wem sie gehörte, nur das er sie vermisst. Langsam gewöhnt er sich an das grelle Licht und ein erkennt die Umrisse des kleinen Raums in dem er liegt.
Röhren links von ihm, eine rostige Tonne rechts von ihm. Er versucht sich aufzurichtigen doch
er schafft es nicht, etwas hält ihm am Boden, seine Augen fliegen durch den Raum, er erkennt wie er gefesselt ist, es sind grobe Lederbänder die sich um seine Arme schlingen.

Ein Wimpernschlag und der helle Raum ist schwarz wie die Nacht, nein nicht ganz. Ein kleines Fenster
lässt einen Spalt rötliches Licht hinein, gerade genung um die Umrisse der Gestalt zu sehen. Sie ist dunkel und unmenschlich, er versucht aufzustehen, wegzulaufen doch er ist wie versteinert, nur seine Augen bewegen sich voller Panik in ihren Höhlen.
Wieso ist er gefesselt? Wer tut ihm das hier an und wer ist die Gestalt, er hat Angst.

Er wagt es nicht die Gestalt näher zu betrachten, er kann es auch nicht.
Wo ist er, er muss herrausfinden wo er ist, vielleicht kann er sich dann befreien, er studiert den Raum, die Gestalt, die Röhren, ein roter Streifen trennt die beiden weißen Hälften der Wand horizontal voneinander.
Der Boden hat schwarze Schlieren, Dellen die von schweren Gegenständen verursacht wurden.

Er schaut aus dem schmalen Fenster, er erkennt einen Baum, alles ist in einem roten Schleier gehüllt. Es wirkt wie ein Auqarell, künstlich und überzogen von dem Schleier, nicht wirklich rot, aber dennoch es ist so. Und da ist sie wieder, die dunkle Gestalt.
Nun steigt noch mehr Panik in ihm auf, wie viele dieser Gestalten halten ihn gefangen?
Er versucht zu schreien, doch er kann kein Wort von sich geben.

Mit jedem Moment wird der Druck auf seiner Brust größer, es fühlt sich so an als wäre ein Haus auf ihn gefallen. Er kann nicht atmen, er merkt das er nicht mehr lange durchhält, er kann nicht mehr.
Die Gestalten, nun mindestens 4 von ihnen, verteilt um ihn, bewegen sich auf ihn zu, sie schweben.

Sind es Demonen? Er ist sich nicht sicher. Sie stoppen kurz vor ihm, er spürt jetzt nur noch das ständige Pochen seines Herzens. Die Gestalten drehen sich um ihn im Kreis, schweben mal höher und dann wieder tiefer, auch sie umgibt nun der rote Schleier.

S-Stopp! Es verlangt ihm all seine Kraft ab die Worte hervor zu bringen und tatsächlich, die Gestalten halten abpruppt an.

Er hat kaum Zeit den Stillstand wahrzunehmen, da lösen sich die Gestalten auch schon auf, wie eine Welle die plötzlich bricht schwemmt die rote Flüssigkeit nach unten, der Raum füllt sich mit der Flüssigkeit, mehrere Meter steht die Flüssigkeit nun über ihm, seine Fesseln halten ihn am Boden, seine Nase und Mund füllt sich mit der Flüssigkeit.
Es ist süß, und klebrig und verhärtet sich wie Wachs.

Er weiß nicht warum aber er lebt noch, er weiß das er nicht mehr atmet und das sein Herz nicht mehr schlägt, aber er lebt noch.

Er liegt begossen in der Kälte, es dauert eine Weile doch er spürt eine Wärme, das Wachs schmilzt um ihn herum und endlich fängt er wieder an zu atmen.

Die Panik ergreift ihn wieder und dieses mal kann er sich von den Fesseln lösen, er braucht eine Weile um das Wachs von seinen Augen zu kratzen, er merkt er ist in Sicherheit lässt sich fallen.
   
Dieses mal verfolgen ihn seine Träume nicht und er kann schlafen.
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast