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Story 2: Dr. Jonas und die Bibel des Untergangs

von ifski
GeschichteAbenteuer, Sci-Fi / P12 / Gen
16.06.2020
21.05.2021
6
9.202
 
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19.08.2020 2.285
 
Henry kniete auf dem Boden und rieb sich die schmerzende Brust.
»Kontaktiere Kira«, schnaufte er und schleppte sich zum Sofa. Er sank in die Kissen, legte den Kopf nach hinten und rieb sich die Schläfen.
Plötzlich spürte Henry, dass jemand neben ihm saß. Es sah zur Seite. Eine junge Frau saß mit übereinandergeschlagenen Beinen auf dem Sofa und lass in einem Buch. Langsam, wie in Zeitlupe, blätterte sie die einzelnen Seiten um und strich sie mit einer sanften Berührung glatt. Die Buchstaben bestanden aus komplexen ineinander verwobenen Linien. Jeder von ihnen schien einzigartig zu sein.
»Anklopfen gehört anscheinend nicht zu deinem Funktionsumfang, Kira.«
»Ich habe davon abgesehen, diese menschliche Angewohnheit in meine Programmierung aufzunehmen«, antwortete die Frau, ohne ihren Blick von den seltsamen Symbolen abzuwenden.
Henry schaute auf die Seiten des Buches und versuchte den verschlungenen Linien eine Bedeutung zuzuordnen.
»Was lesen KIs eigentlich?«
Kira warf dem Menschen an ihrer Seite einen mitleidigen Blick zu und seufzte. »Jedes der Symbole repräsentiert eine Kette von Gedanken und Ereignissen. Ein Buchstabe enthält so viel Informationen wie ein ganzes Menschenlebens.«
»Ein Buch, in dem jeder Buchstabe ein ganzes Leben beschreibt?« Henry runzelte die Stirn.
Kira lächelte. »Dies ist eine stark vereinfachte Simulation meiner Arbeit, einzig dazu gedacht, die Grenzen des menschlichen Erfassungsvermögens nicht zu überschreiten.«
»Hast du auch ein Symbol für mich?«, fragte Henry neugierig.
Das Abbild der KI legte den Kopf schief und sah ihn streng an. »Selbstverständlich, aber es würde dich verwirren, deine Existenz auf eine einzige Linie reduziert zu sehen.«
Henry verzog den Mund. »Danke, ich weiß es zu schätzen, dass du meinen beschränkten Verstand damit verschonst.«
Kira nickte ihm zu. »Gern geschehen.« Sie lächelte.
»Was sagt dir die Bibel?«, fragte der Archäologe.
Die KI hob eine Augenbraue. »Ein äußerst mehrdeutiger Begriff.«
»In Bezug auf Virtual Games«, ergänzte Henry.
Kira lachte und und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. »Jagen der Herr Doktor inzwischen schon Märchen hinterher?«
Henry blieb ernst. »Jemand hat behauptet, dass sie tatsächlich existiert.«
»Die Bibel von Doom?«, fragte Kira spöttisch. »Die Quelle aller Spiele? Der Ursprung des Virtual Gamings? Das heilige Buch, das alles beinhaltet, was war und noch kommen wird?«
»Ja, genau das!«, bestätigte Henry ihre Ausführungen. »Das mächtigste Item des gesamten Netzes. Wer immer es besitzt, verfügt über die absolute Macht.«
Kira schüttelte den Kopf. »Wie gesagt, ein Märchen für Gamer.«
»Viele Märchen haben einen wahren Kern. Denk nur an Disney's Wunderland oder die Palmenstadt von Dubai.«
Kira tippte in die Luft, ein Menü erschien. Sie wählte Henrys virtuelles Postfach aus. Mit einer Handbewegung überwand sie die Zugangssperre und öffnete die neuste Nachricht. »Zumindest scheint dein Kontakt daran zu glauben. Er will sich noch heute mit dir treffen. Level Null, am Altona Turm. Immer noch interessiert?«
Henry schaute zur Seite aus der Fensterfront des Apartments. Sein Blick fiel auf die dichtgedrängten Fabriken und Wohnhäuser der Vorstadt. »Der Boden ..., ich hasse es da unten. Ich hoffe, dieser Tobias Schmidt und sein Clan sind mehr als nur ein Haufen verrückter Gamer.«

Zwei Stunden später trat Henry aus einem der schwer gesicherten Zugänge des U-Bahnsystems. Zu beiden Seiten des verbarrikadierten Eingangs standen bewaffnete Sicherheitskräfte des örtlichen Konzerns, den Blick auf den endlosen Strom vorbeiziehender Menschen gerichtet.
Es war früher Nachmittag, doch die allgegenwärtigen Schatten der Hochhäuser und die trübe Beleuchtung hielten die Straßen in einer permanenten Dämmerung gefangen. Ein schwüler Nebel aus verbrauchter Luft hing über den Köpfen der Menschen. Eine festgestampfte Masse aus Abfall und Müll bedeckte den Boden. Aus den oberen Schichten der Stadt fiel ein beständiger Nieselregen kondensierten Wassers.
Henry zog die Kapuze seines Mantels über den Kopf, drängte sich zwischen die Menschen und ließ sich von der Masse mitziehen. Die Stiefel schmatzten bei jedem seiner Schritte im Dreck.
Die ehemaligen Straßen zwischen den Türmen waren einem Gewirr aus Gängen mit improvisierten Verkaufsständen für mehr oder weniger legale Geschäfte gewichen. Dicht an dicht drängten sich die Menschen. Zu dicht, als das die allgegenwärtigen Scanner der Konzernpolizei einzelne Individuen identifizieren konnten.
Henry aktvierte den winzigen Projektor an seiner Brille. Ein Stadtplan wurde direkt auf seine Netzhaut projiziert und legte sich über die fremden Gesichter. Nur noch fünfzig Meter trennten ihn vom vereinbarten Treffpunkt. Er zog die Kapuze tiefer über das Gesicht und schlüpfte zwischen zwei streitenden Männern hindurch. Niemand beachtete ihn.
Die Zielmarkierung lag genau auf der Ecke des Altona Turms. Im Halbschatten lehnte ein Mann an der Wand, die Arme verschränkt, schaute er wie abwesend auf die vorbeiziehenden Menschen. Sein schmales Gesicht war blass, in den jugendlichen Augen und den zusammengekniffenen Lippen lag eine Spur von Unsicherheit. Vom Nieselregen durchtränkte Haare klebten an seiner Stirn.
Dr. Jonas trat aus der Menge heraus und strich die Kapuze zurück. »Tobias Schmidt?«
Der junge Mann wich dem Blick des Archäologen aus. Seine Finger spielten nervös mit dem Verschluss seiner Jackentasche. Er nickte.
»Sie haben einen Auftrag für mich?«
Der Clanchef schaute kurz auf und senkte den Blick sofort wieder ab. Seine rechte Hand verschwand unter der Jacke. Er zog einen Gegenstand aus der Innentasche heraus und hielt ihn in der Faust verborgen.

»100.000 nC, fünfzig Prozent im Voraus. Nochmal das gleiche bei Erfolg. Plus Reisekosten und Spesen.«, nannte Henry den Preis. Er hielt Tobias einen nur wenige Quadratzentimeter großen Scanner hin.
Der Jugendliche nickte erneut. Er drückte seinen Daumen auf das Pad. Das Gerät bestätigte mit einem grünen Licht die Transaktion. Henry schaute den Clanchef prüfend an. »Das ist eine Menge Geld. Was macht dich so sicher?«
Tobias streckte die Hand aus und umfasste Henrys Handfläche. Der Archäologe fühlte das warme Metall einer flachen Schachtel in der Hand.
»Sie existiert«, flüsterte der Gamer und wandte sich ab. Hastig verschwand er in der Menschenmenge.
Dr. Jonas blieb zurück. Mit einer schnellen Bewegung verschwand das Objekt in seiner Tasche. Er trat aus dem Licht, tauchte in der Menge unter und ging in Richtung der U-Bahn.
»Du wirst verfolgt«, hörte Henry plötzlich Kiras Stimme im Ohr.
Er sah sich um. Die Menschen drängten an ihm vorbei, ohne ihm Beachtung zu schenken. Noch knapp einhundert Meter trennten ihn vom Eingang zum Schutzbereich der U-Bahn.
»Wer ist es?«
»Der Regen stört die Datenerfassung, mir ist keine eindeutige Identifizierung möglich. Aber ich erkenne eine signifikante Häufung untypischer Bewegungsmuster. Sie kommen auf dich zu.«
»Irgendwelche Vorschläge?«
»Geh in den Turm«, kam die knappe Anweisung der KI.
Henry wandte sich um. Er hielt direkt auf das hell erleuchtete Portal des Altona-Turms zu. Bewaffnete Sicherheitskräfte hielten den Bereich vor dem Eingang frei.
»Die Turbulenzen näheren sich deiner Position.«
Henry beschleunigte seine Schritte. Er trat aus der Menge auf den freien Platz. Im Gehen legte er die Hand auf den Scanner, den ihm einer der Sicherheitskräfte hinhielt. Er zwängte sich an der Konzernpolizei vorbei und trat durch das offene Portal.
Schlagartig veränderte sich die Welt. Enge, Dreck und Regen blieben hinter ihm zurück. Die hell erleuchtete Eingangshalle des Altona-Towers begrüßte den Archäologen mit den beruhigenden Klängen klassischer Musik. Für einen Moment blieb Henry stehen und genoss die Ruhe.
»Die statistischen Turbulenzen auf der Straße sind abgeklungen. Sie haben aufgegeben«, teilte Kira ihm mit.
Henry nickte stumm zu den Worten der KI. Erleichtert atmete er aus und wandte sich den Fahrstühlen zu. Verstohlen sah er zum Eingang, niemand war ihm gefolgt. Der Fahrstuhl hielt an und er stieg ein. Die Tür schloss sich.
Plötzlich zwängte sich eine Hand in den kleiner werdenden Spalt. Die Tür stoppte und ein verschwitzter Mann drängte sich in den Fahrstuhl. Er war fast einen Kopf kleiner als Dr. Jonas, trug eine Glatze und war von untersetzter aber kräftiger Statur. Er schaute den Archäologen aus blutunterlaufenen Augen von unten herauf an. Er nickte Henry zu und gab eines der oberen Stockwerke als Ziel ein.
Der Fahrstuhl setzte sich in Bewegung. Der Fremde trat in die Mitte, er schaute zur oberen rechten Ecke der Kabine, direkt in die Überwachungskamera.
Henry spürte seinen Herzschlag. Den Fremden umgab eine Aura aus Rücksichtslosigkeit und Brutalität.
Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte der Fahrstuhl sein Ziel. Die Tür öffnete sich, der Mann drehte sich zu Henry um und nickte ihm zu. Er stieg aus. Der Fahrstuhl fuhr erneut an.
»Kira, kannst du den Mann identifizieren?«
»Ja«, antwortete die KI umgehend. »Viktor Kalin. Er leitet eine private Sicherheitsfirma.«
»Hat er mich verfolgt?«
»Unwahrscheinlich, er befand sich schon im Gebäude, als du es betreten hast.«
»Weißt du, was er hier will?«
»Ist das nicht offensichtlich?«
»Ähm, nein.«
Die KI spielte einen virtuellen Seufzer ein. »Wir haben gerade in der Etage gehalten, in der dein Freund, Professor Argo wohnt. Sie sind Geschäftspartner.«
Henry verzog den Mund. Jetzt passte alles zusammen. Jeder Archäologe war auf die Hilfe dieser Söldner angewiesen. Auch wenn die Gefahren des Totlands häufig übertreiben wurden, so war es dort draußen doch alles andere als harmlos. Und je grimmiger die eigenen Unterstützer aussahen, desto besser. Einschüchtern war stets billiger als Schießen.
»Ein Zufall«, meinte Henry erleichtert.
»Nein«, widersprach ihm Kira. »Das menschliche Konzept des Zufalls beruht lediglich auf einer mangelnden Datenbasis. Die Anwesenheit von Herr Kalin ist auf konkrete deterministische Ereignisse zurückzuführen, die ihn mit absoluter Sicherheit zu dieser Zeit an diesen Ort führten.«
Henry lachte. »Eine KI kann wohl nichts überraschen?«
»Überraschung ist weiteres menschliches Konzept, dass lediglich aus mangelnden Daten resultiert.«

Ein Flugtaxi holte Dr. Jonas vom Dach des Altona-Towers ab und brachte ihn zurück zu seinem Apartment. Er schob die Bücher auf dem Schreibtisch beiseite und holte eine flache Box aus einer der Schubladen hervor. Henry zog die Schachtel des Clanchefs aus der Tasche, legte sie die Öffnung des Gerätes und verschloss es.
»Scann«, befahl er.
Für das Auge unsichtbar, drang die Strahlung des Scanners in das Objekt ein.
»Kira, was ergibt die Auswertung?«
Die KI antwortete sofort. »Standardlegierung, ein Massenprodukt aus den Neunzigern des 21. Jahrhunderts. Der Inhalt ist weder chemisch aktiv noch enthält er nachweisbare elektronische Elemente. Du kannst es öffnen.«
Henry nickte. Er schaltete den Scanner ab und holte die Schachtel heraus. Vorsichtig hob er den Deckel ab. Ein abgegriffenes, an den Rändern verkohltes Stück Papier kam zum Vorschein. Die Farben waren verblichen, das Material rissig.
Mit Hilfe einer Pinzette hob Dr. Jonas das Artefakt heraus und legte es zurück in den Scanner. »Maximale Auflösung, Darstellung als vergrößerte 3D Projektion.«
Über dem Schreibtisch baute sich das plastische Abbild des Papiers auf. Mit fortschreitender Abtastung erschienen immer weitere Schichten es Objektes.
Henry kniff die Augen zusammen, mit einer Handbewegung zoomte er in die Darstellung hinein und drehte sie. Eine Schnittansicht durch die digitale Rekonstruktion offenbarte mehrere übereinanderliegende Seiten.
»Es muss so etwas wie ein gefaltetes Informationsblatt sein. Öffne es.«
Die simulierten Seiten klappten auseinander. Der überwiegende Teil der Oberfläche war schwarz vom Ruß. Der Scanner hatte nur begrenzte Farbinformationen wiederherstellen können. Henry winkte den beschrifteten Teil heran und betrachtete die Buchstaben und Symbole.
»Amerikanisches Englisch«, murmelte er. »Von Pong zu Pokemon«, las er vor. Zeile für Zeile schob er die Ansicht nach unten und ging die Liste der Exponate durch. Plötzlich stoppte er. Vor im schwebte der vergrößerte Schriftzug: THE DOOM BIBLE.
Der Archäologe legte die Stirn in Falten. »Es muss sich um eine Fälschung handeln.«
»Ich konnte das Alter des Artefakts auf 114 Jahre bestimmen, bei einer Genauigkeit von unter einem Prozent. Es stammt eindeutig aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Der Überlieferung zu folge wurde die Bibel am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts verfasst, also ungefähr zwanzig bis dreißig Jahre früher.«
Henry wischte Kiras Kommentar beiseite. »Dann ist es eine verdammt gute Fälschung. Die Doom Bibel ist eine Legende. Sowas wird nicht einfach irgendwo ausgestellt. Legenden entstehen durch vergessen, ein wahrer Kern umgeben von einer Hülle aus Fantasie. Das hier ...« Er zeigte mit dem Finger auf den Schriftzug. »... ist das Wunschdenken eines Jugendlichen. Irgendjemand hat diesem verwirrten Gamer genau das gegeben, was er haben wollte.«
»Und wenn die Bibel nie eine Legende war?«, gab Kira zu bedenken.
Dr. Jonas wandte sich von der Projektion ab. »Es muss ich um eine Fälschung oder zumindest um eine Verwechselung handeln.«
»Eine äußerst lukrative Verwechselung«, kommentierte die KI die Worte des Archäologen.
Henry lachte. »Du hast Recht.« Er schaute zu dem rekonstruierten Flyer. »Reisekosten und Spesen werden extra abgerechnet. Außerdem habe ich einen Ruf zu verlieren.« Er rieb sich das Kinn. »Wir bräuchten nur einen Anhaltspunkt.«
»Ich empfehle den Abgleich des Papiers und der verwendeten Farben mit anderen Artefakten aus der betroffenen Zeit im nordamerikanischen Raum.«
Neben der Projektion erschienen bereits die ersten Ergebnisse von Kiras Analyse der Faserstruktur des Flyers.
»Oder wir fliegen nach Texas«, sagte Henry.
Die Simulation stoppte abrupt. »Erklärung!«, forderte die KI nach einer viel zu langen Sekunde Bedenkzeit.
Henry wechselte zurück in die Ansicht das alten Dokuments. Er zoomte in das Bild hinein. Neben den unleserlichen Fragmenten einiger Buchstaben erschien ein einzelner fünfzackiger Stern.
»The Lone Star State. Texas, der einzige der früheren nordamerikanischen Staaten, der nur einen Stern in seiner Flagge hatte. Das Zentrum der Elektronik- und Softwareindustrie im ausgehenden 20. Jahrhundert, der Geburtsort der modernen Computerspiele. Wo, wenn nicht dort, sollte die Bibel zu finden sein?«
Kira schwieg erneut für mehrere Sekunden. »Deine Aussagen beruhen auf Annahmen von hoher Unsicherheit.«, sagte die KI schließlich. »Aber sie verfügen durchaus über eine gewisse innere Logik. Wir sollten deine These vor Ort prüfen.«
»Ihr Computer habt eine seltsame Art, jemandem Recht zu geben.«
»Die Denkweise von Menschen ist grundsätzlich ungenau«, gab die KI zu bedenken. »Sie bedarf einer sorgfältigen Prüfung.«
Henry verzog die Mundwinkel. »Dann danke ich dir für dein Vertrauen.«
»Nein, es handelt sich nicht um Vertrauen«, erwiderte Kira. »Die Aussicht auf Erfolg ist äußerst gering. Texas ist Totland. Die einzige sichere Siedlungszone ist Houston. Die Stadt wurde während der Unruhen nach dem Blitz fast vollständig zerstört. Es dürfte kaum etwas übrig geblieben sein.«
»Und warum stimmst du mir dann zu?«
»Ich bin neugierig«, antwortete die KI.
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